Wasser - Klimafonds.de


12. Januar 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Ausreichend trinken ist wichtig und hält gesund. Getränke für unterwegs und für zu Hause werden zunehmend in Kunststoffflaschen angeboten. Auch bei den wiederbefüllbaren Flaschen ist Kunststoff verbreitet, aber auch hier nicht unumstritten. Eine Übersicht über die ökologischen Vor- und Nachteile der verschiedenen Flaschenmodelle und 3 Tipps für eine gute Trinkflasche für unterwegs.“ ]

 

 

Leitungswasser – ein unverpacktes und günstiges Lebensmittel!

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel der Welt. In Deutschland zählt das Trinkwasser aus der Leitung zu den am besten untersuchtesten Lebensmitteln. Und, ähnlich wie in vielen anderen europäischen Staaten, ist es von ausgezeichneter Qualität. Ein großer Luxus, wenn man bedenkt, dass in vielen außereuropäischen Ländern ein erbitterter Kampf um den Zugang zu sauberem Trinkwasser ausgefochten wird und viele Menschen sich der wirtschaftlichen Macht einiger Großkonzerne hilflos ausgeliefert sehen.

 

Der Bedarf von anderthalb Liter Wasser pro Tag gelten als Faustregel für einen gesunden Erwachsenen. Ein Bedürfnis, das sich hierzulande mit Trinkwasser für wenige Cent stillen lässt. Wie bei vielen Produkten des täglichen Lebens ist hier allerdings auch viel Luft nach oben, denn durch das breite Angebot unterschiedlicher Mineral-, Tafel- und Wellnesswasser werden auch schnell mehrere Euro für eine Flasche fällig. Während Leitungswasser quasi unverpackt ins Haus geliefert wird, kommen mit gekauftem Wasser  Mehrweg- und Einwegflaschen aus – mittlerweile meist – Plastik ins Haus. Die gute alte Glasflasche hat aber auch hier noch nicht völlig ausgedient und wird von einigen Konsumenten aufgrund eines besseren Wassergeschmacks bevorzugt. Wie sieht aber die ökologische Komponente aus?

 

 

Leitungswasser – umweltverträglich und unverpackt

Wenn Du zu Hause Leitungswasser direkt auf den Tisch bringst und in den vorhandenen Gläsern, Karaffen und Flaschen servierst, machst Du ökologisch ganz klar den besten Schnitt und schonst dabei nicht nur Klima und Natur, sondern auch Deine Haushaltskasse. Wenn du darüber hinaus mehrere Stockwerke zu bewältigen hast, kannst du Dich auch darüber freuen, dass Dir bei den Einkäufen eine größere Schlepperei erspart bleibt. Selbst wenn Du nicht auf Kohlensäure im Wasser verzichten möchtest, bieten Wassersprudler eine einfache und preiswerte Lösung.

 

 

Glasflasche oder PET-Flasche

PET-Flaschen – Recycling: ja, Mehrweg: nein!

Wenn Du dem Leitungswasser Deiner Region nichts abgewinnen kannst und Mineralwasser bevorzugst, ist die Frage nach der ökologischen Überlegenheit schon kniffeliger. Denn hier stellen die Verpackungsmaterialien Glas und Plastik nur eine Facette dar. Noch wichtiger ist die Frage, ob es sich bei der Flasche um eine Einweg- oder Mehrwegverpackung handelt. In der Klimabilanz schneiden Mehrweg-PET-Flaschen gegenüber Mehrweg-Glasflaschen besser ab. Allerdings wird die Mehrheit der PET-Flaschen zwar recycelt, ist jedoch keine Mehrwegflasche im eigentlichen Sinne. Aber auch dies ist nicht der Weisheit letzter Schluss: Denn für die eine umfassende Betrachtung darf nicht nur der Energieaufwand der Flaschenproduktion und –aufbereitung bewertet werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist auch der Transport. Je weiter der Transportweg, desto schlechter die Klimabilanz der Wasserflasche. Auf der relativ sicheren Seite bist Du, wenn Du Mehrwegflaschen eines regionalen Brunnen bevorzugst.

 

 

Trinken to go – Wasserflaschen für unterwegs

Die persönliche Trinkflasche hat einen festen Platz im Alltag eingenommen. Auf der Arbeit, in der Schule bei Freizeitaktivitäten und Reisen – Deine Trinkflasche leistet Dir gute Dienste und lässt sich nahezu problemlos fast überall wieder auffüllen. Damit ist eine eigene Trinkflasche, die unzählige Male wieder befüllt wird, eine ausgezeichnete ökologische Alternative.

 

Die Auswahl an Trinkflaschen ist dabei riesig und bietet nahezu für jeden Geschmack das passende Design. Aber auch hier ist Aussehen nicht alles – seit den Meldungen über das schädliche Bisphenol-A (BPA) in Lebensmittelverpackungen, ist auch das Interesse an den „inneren Werten“ der Trinkflaschen gestiegen. Betroffen sind hier nicht nur die Kunststoffflaschen, sondern auch Modelle aus Aluminium müssen kritisch unter die Lupe genommen werden. Aluminium wirkt sich durch einen hohen Energieverbrauch in der Herstellung und giftige Abfälle in der Produktion negativ auf die Umwelt aus. Zudem sind einige Modell mit einer Kunststoffbeschichtung versehen, die BPA enthält.

 

 

3 Tipps, um eine gute Trinkflasche zu finden

Eine alte Redensart besagt: Durst ist schlimmer als Heimweh. Deshalb ist es gut, wenn Du mit einer guten Trinkflasche unterwegs Deinen Durst jederzeit stillen kannst. Die folgenden 3 Tipps helfen Dir, eine gute Flasche zu finden.

 

 

1. Tipp: Bei Kunststoff und Aluminium auf BPA-freie Produkte achten

BPA ist als Hart- bzw. Weichmacher in Kunststoffen zu finden. Betroffen sind in erster Linie Flaschen aus Polycarbonat und transparenten Kunststoffen, aber auch beschichte Flaschen können BPA enthalten. Schädlich wirkt sich BPA auf Deine Gesundheit aus, wenn es sich aus der Flasche löst und auf Dein Getränk übergeht. Das geschieht vor allem durch Wärmeeinwirkung, zum Beispiel, wenn Du Deine Flasche im Sommer im Auto oder ungeschützt draußen in der Sonne liegen lässt.

 

BPA ist aufgrund seiner Schädlichkeit bereits in Babyflaschen europaweit verboten und steht im Verdacht, Krebserkrankungen sowie verschiedene Entwicklungs- und Verhaltensstörungen zu verursachen. Wenn Du sicher gehen willst, solltest Du beim Kauf einer beschichteten Trinkflasche oder einer Kunststoffflasche auf die Kennzeichnung „BPA-frei achten“.

 

Aluminium und Kunststoff sind aufgrund ihres leichten Gewichts sehr beliebte Materialien für Trinkflaschen. Aufgrund des hohen Energieaufwands ist Aluminium – sinnvollerweise mit einer BPA-freien Beschichtung – nur zweite Wahl. Ökologisch verträglicher ist Recycling-Alu.

 

Mittlerweile werden gute Trinkflaschen aus Tritan, einem Co-Polyester-Kunststoff, angeboten. Vorteil gegenüber herkömmlichen Kunststoffen: Tritan ist generell BPA-frei, robust und – durchaus nicht zu vernachlässigen geschmacksneutral. Der Nachteil von Tritan: Auch bei einem „sauberen“ Kunststoff ist die Wiederverwertung energieaufwändig und ökologisch gesehen auch nur zweite Wahl.

 

 

2. Tipp: Edelstahl – Robust und langlebig

Trinkflasche aus Edelstahl bieten viele Vorteile. Sie sind frei von gesundheitsschädlichen Stoffen, geschmacksneutral, stabil und damit auch langlebig. Durch die lange Lebensdauer rückt auch die Frage des Recyclings, das stets mit einem Energieaufwand einher geht, in den Hintergrund. Vorsicht ist nur bei Nickelallergikern geboten. Einige Stahllegierungen sind nicht nickelfrei. Mittlerweile informieren jedoch viel Anbieter über allergieauslösende Inhaltsstoffe.

 

 

3. Tipp: Glasflaschen – Sauber und recyclingfähig

Glas ist eine saubere Lösung.

Glas ist zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und Getränken bewährt und ausgezeichnet geeignet. Glas ist absolut geschmacksneutral und lässt sich problemlos in der Spülmaschine reinigen. Trotz des puristischen Auftretens von Glas kann sich auch hier das problematische BPA verbergen: nämlich im Deckel. Achte also beim Kauf einer Glastrinkflasche unbedingt darauf, dass auch der Verschluss als BPA-frei gekennzeichnet ist. Die Nachteile von Glas sind zum einen das relative hohe Eigengewicht der Flasche und zum anderen die generelle Bruchgefahr. Dieser kannst Du wirksam begegnen, indem Du ein Trinkflaschenmodell mit einem Schutzmantel auswählst. Aktuell werden Manschetten aus gestepptem Stoff, Silikon und – sehr stylish – Kork angeboten.

 

 

Extra-Tipp: Nachhaltig trinken, nachhaltig investieren

Trinkwasser unterwegs in einer eigenen Flasche dabei zu haben und Leitungswasser als Getränk zu nutzen schont die Umwelt und Deine Haushaltskasse. Das eingesparte Geld kannst Du für die Dinge ausgeben, die Dir am Herzen liegen. Oder Du legst Dein Geld sinnvoll an. Mit ethischen und klimafreundlichen Anlagen kannst Du nicht nur Dein Geld vermehren, Du hilfst auch gleichzeitig dabei mit, Staaten, Unternehmen und Produkte nach vorne zu bringen, die sich für eine soziale und ökologische Entwicklung der Welt einsetzen.

 

Bei Klimafonds findest Du rund 300 verschiedene Geldanlagen, die für Dich interessant sind. Beispiel gefällig? – Mit Wasserfonds unterstützt Du Unternehmen, die Meerwasserentsalzungs- und Filteranlagen bauen oder sich im Bereich der Bewässerungssysteme engagieren.

 

Noch konkreter? Innerhalb der angebotenen Musterdepots von Klimafonds finden sich auch immer Unternehmen, die eine Vorreiterrolle in bestimmten Bereichen einnehmen. Zum Beispiel das norwegische Unternehmen Tomra, das zu den Marktführern in den Bereichen der Leergutrücknahme, Abfallverwertung und Recycling zählt. Mit der kontrollierten Flaschenrücknahme leistet Tomra einen wertvollen Beitrag zur Wiederverwertung von Rohstoffen.

 

Klimafonds berät Dich zu Deiner optimalen nachhaltigen Geldanlage. Fülle unseren einfachen Fragebogen aus. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung.

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


8. September 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Jeder Mensch weltweit sollte Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Der Erhalt der lebenswichtigen Ressource Wasser bleibt damit eines der vorrangigsten Ziele im Umweltschutz. Dazu kann jeder in seinem Alltag einen Beitrag leisten.“ ]

 


Schöne Recyclingidee: Blumen gießen mit Brauch- oder Regenwasser.
Schöne Recyclingidee: Blumen gießen mit Brauch- oder Regenwasser.

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist ein anerkanntes Menschenrecht. Dennoch leben aktuell rund 700 Millionen Menschen unter einem Existenzminimum an sauberem Wasser. Nach Berechnungen der Weltgesundheitsbehörde WHO müssen vor allem in vielen Ländern Afrikas und Lateinamerikas Menschen mit weniger als 20 Litern Wasser auskommen und für dieses Wasser lange, gefahrvolle und beschwerliche Wege zurück legen.

 

In unserem Alltag spielt allerdings Wassermangel kaum eine Rolle. Täglich verbraucht jeder einzelne von uns im Haushalt zwischen 120 und 190 Litern. Dabei werden nur rund drei Liter Wasser zum Essen und Trinken genutzt, den größten Teil des Wassers verbrauchen wir in Badezimmer und WC.

 

Mit einfachen Tricks und Tipps lassen sich hier viele Liter einsparen. Sicher ist der industrielle und landwirtschaftliche Wasserverbrauch für die weltweite Wasserbilanz von hoher Bedeutung, aber nicht nur große Schritte bringen uns dem Ziel näher. Viele kleine Schritte können den Lauf der Welt mitverändern.

 

Eine kleine Führung durch Haus und Garten


1. Der Klassiker unter den Wasserspartipps: Duschen statt Baden

Flott geduscht und dabei schon etwas für die Umwelt getan!
Flott geduscht und dabei schon etwas für die Umwelt getan!

Erste Station: Badezimmer und WC: „Hop in, Hop out – quick showers save water“ – Mit diesem Hinweisschild in einer Londoner Jugendherberge ist bereits alles gesagt: Duschen verbraucht weniger Wasser als ein Wannenbad. Allerdings nur dann, wenn die Dusche nicht zu lange läuft. Ein Vollbad schlägt mit 140 Litern zu Buche, der Wasserverbrauch eines Duschbads beläuft sich auf 15 Liter pro Minute. Der kritische Punkt ist also nach rund neun Minuten erreicht. Die durchschnittliche Duschdauer beläuft sich derzeit in Deutschland übrigens auf sechs Minuten.

 

2. Mischdüsen & Co. – optimierter Wasserverbrauch

Beim Duschen lässt sich nicht nur durch die Duschdauer Wasser einsparen, auch wassersparende Duschköpfe, Strahlregler und Mischdüsen helfen, bis zur Hälfte des bisherigen Verbrauchs einzusparen.

 

 

3. Meeresrauschen beim Zähneputzen

Das meiste Wasser wird eingespart, indem der Wasserhahn erst gar nicht aufgedreht wird. Zähne putzen, rasieren, frisieren – das funktioniert alles hervorragend ohne laufenden Wasserhahn. Wer sich über Jahre an das friedliche Rauschen gewöhnt hat, wechselt am Besten zu einer CD mit Naturgeräuschen und Meeresrauschen.

 

 

4. Toilettenspülung

Stolze zehn Liter Wasser werden pro Toilettenspülung verbraucht. Damit die das stille Örtchen der Wasserfresser Nummer eins im Haushalt. Wer noch keinen hat, sollte sich einen Wasserstopp einbauen lassen, mit dem sich bis zur Hälfte des Wassers einsparen lässt. In alten Spülkästen funktioniert es auch gut, einen Backstein einzulegen, der den Wasserbrauch durch einfache Verdrängung reduziert. Kniffeliger im Einbau, aber ökologisch sinnvoll: Toilettenspülungen, die gesammeltes Regenwasser nutzen.

 

 

5. Sparsame Geräte

Vom Badezimmer geht es weiter in die Küche, dem zweiten wichtigen Raum mit Wasseranschluss. Der Abwasch per Hand sieht nur auf den ersten Blick umweltfreundlich aus. Eine vollbeladene moderne Spülmaschine verbraucht weniger Wasser als das gründliche Abspülen im Spülbecken.

 

 

6. Spülbecken verliert an Bedeutung

Nachdem schon die Spülmaschine das klassische Spülbecken seiner ursprünglichen Aufgabe entledigt hat, fügt der folgende Tipp der Spüle einen weiteren Schlag zu: Statt unter fließendem Wasser kann Obst und Gemüse gut in einer großen Schüssel gesäubert. Mit dem Wasser können anschließend noch Blumen gegossen werden.

 

 

7. Putzen unter Hochdruck?

Verlassen wir nun die Küche und widmen uns dem übrigen Haus: Hier muss regelmäßig geputzt werden. Die Technisierung im Haushalt hat auch vor Putzeimer und Schrubber nicht Halt gemacht. Vielfach greifen bereits Privathaushalte auf Hochdruckreiniger zurück. Diese verbrauchen allerdings enorme Mengen an Wasser und sind nicht unbedingt gründlicher. Wasserschonend und effektiv ist die herkömmliche Methode mit Putzlappen, Wischmopp & Co.

 

 

8. Mein wunderbarer Waschsalon

Beenden wir den Hausrundgang mit einem Blick auf die Waschmaschine, deren Standort im Keller, in der Küche oder im Bad sein kann. Hier gilt es, auf die Verbrauchswerte des Geräts zu achten. Natürlich sollten auch wassersparende Modelle immer gut gefüllt sein, um ineffiziente Waschgänge zu vermeiden. Ein weiterer wichtiger Wassersparer: Kleidung muss meist nicht nach einmaligem Tragen in die Wäsche.

 

 

9. Weil Samstag ist …

Raus ins Grüne – Wer einen Garten hat, muss nicht zwingend seinen Wasserverbrauch erhöhen.Nur weil es Samstag ist, muss nicht dringend der Rasen gemäht werden. Klingt faul, ist aber ökologisch sinnvoll, denn ein kurzgeschorener Rasen trocknet schneller aus und muss entsprechend gewässert werden.

 

 

10. Gartenbewässerung – Tröpfchen für Tröpfchen

Da wir gerade von Bewässerung sprechen: Tropfschläuche bewässern langsam, vermeiden schnelles Verdampfen und sind somit dem klassischen Rasensprenger überlegen. Ansonsten ist eine Regentonne im Garten für die Bewässerung der Pflanzen ideal.

 

 

Extra-Tipp: Den virtuellen Wasserverbrauch nicht vergessen

Gute Nachricht: Der direkte Wasserverbrauch ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Sowohl in den privaten Haushalten, als auch in der Wirtschaft. Schlechte Nachricht: Gleichzeitig ist der virtuelle Wasserverbrauch angestiegen!

 

Der virtuelle Wasserverbrauch, auch „Wasser-Fußabdruck“ genannt, bezeichnet die Wassermenge, die bei der Herstellung von Dingen, aber auch von Dienstleistungen, verbraucht wird. So kommen beispielsweise bei einer Tasse Kaffee zu den 200 Millilitern für das Getränk noch 14o Liter virtuelles Wasser für den Anbau auf der Kaffeeplantage, den Transport und die Weiterverarbeitung hinzu. Kein Wunder also, dass zu unserem eingangs erwähnten Wasserverbrauch noch leicht rund 4.000 Liter pro Kopf und Tag dazugezählt werden müssen.

 

Daher ist es zwar sinnvoll, den direkten Wasserverbrauch zu reduzieren, jedoch sollte der virtuelle Wasserverbrauch nicht vernachlässigt werden, der oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist. Hier lässt sich Wasser durch bewussten Konsum einsparen. Als kleine Anregung die „Wasserwerte“ von drei Produkten: Ein Kilogramm Steakfleisch entsprechen einem virtuellen Wasserverbrauch von 14.000 Litern, eine Jeans entspricht einem Aufwand von 8.000 Litern, für ein Baumwoll-T-Shirt wurden 2.000 Liter verbraucht.

 

 

Wasser – eine glasklare Investition

Wasser sparen schont nicht nur die Umwelt sondern auch den eigenen Geldbeutel. Zwar belaufen sich die durchschnittlichen Wasserkosten für einen Single-Haushalt auf lediglich 150 Euro im Jahr, wer jedoch bewusst Wasser einspart, verbraucht sicher auch weniger warmes Wasser und spart dabei auch einiges an zusätzlichen Energiekosten. Wer darüber hinaus auch seinen virtuellen Wasserverbrauch reflektiert, wird sicher auch auf einige überflüssige Dinge gerne verzichten. Das eingesparte Geld lässt sich hervorragend in Projekte investieren, die sich für den Erhalt unseres Wassers einsetzen. Nachhaltige Wasserfonds konnten dabei in den letzten Jahren nicht nur inhaltlich sondern auch mit einer sehr guten Rendite überzeugen. Nähere Informationen und Beratung dazu gibt es hier.

 

 

 

 

 



29. August 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Wasser ist Leben – und eine sinnvolle Geldanlage mit guter Rendite. Drei Wasseraktienfonds stellen sich vor.“ ]

 

 

Erfrischend - aber keine nachhaltige Wasserversorgung.
Erfrischend – aber keine nachhaltige Wasserversorgung.

Sauberes und gesundes Trinkwasser – eines der wichtigsten Themen für unser Leben. Gleichzeitig graben wir uns selbst durch eine verschwenderische und verschmutzende Industrie und Landwirtschaft das Wasser ab. Um die lebenswichtige Ressource zu erhalten und zu bewahren, sind Investitionen im Bereich Wasser eine sinnvolle und nachhaltige Geldanlage.

 

Der weltweite Wasserverbrauch steigt, gleichzeitig werden die Trinkwasservorkommen knapper. Jedem Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen bleibt eine vordringliche Aufgabe. Dazu beitragen können Investitionen in die Wasserversorgungsnetze sowie in die Technologien, die Wasser erhalten und aufbereiten. Ebenso wichtig: Entwicklungen fördern die zu einem sparsamen Wasserverbrauch beitragen und die Trinkwasserqualität sicherstellen.

 

 

Nachhaltige Wasseraktienfonds – eine saubere Sache

Da nicht jeder Wasserfonds ethische und ökologische Kriterien erfüllt, lohnt sich bei der nachhaltigen Geldanlage ein zweiter Blick. Das Magazin ECOreporter stellt in seiner aktuellen Ausgabe acht Wasseraktienfonds vor und untersucht deren Stärken und Schwächen genauso, wie die möglichen Erträge und die Aspekte der Nachhaltigkeit. Die vorgestellten Fonds erreichen dabei sehr gute Ergebnisse. Eine Wertentwicklung von mehr als 70 Prozent innerhalb von fünf Jahren schafften drei Fonds. Mit sehr respektablen 50 Prozent konnten drei weitere Anbieter überzeugen. Mitverantwortlich für die guten Ergebnisse war sicher auch die positive Stimmung auf dem Aktienmarkt bis 2015. Empfehlenswert sind Wasseraktienfonds vor allem dann, wenn eine Geldanlage für wenigstens fünf Jahre gesucht wird, den so fallen Börsenschwankungen nicht negativ ins Gewicht.

 

 

Wasserfonds – Transparent bis auf den Grund

Ein Aktienfonds soll keine Wundertüte sein. Gerade bei nachhaltigen Fonds sind die Auswahlkriterien wichtig. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen, denn die Auslegung ethischer, ökologischer und sozialer Aspekte ist bei den einzelnen Anbietern sehr unterschiedlich. Ausgeschlossen sein sollten generell Unternehmen, die den freien Zugang der lokalen Bevölkerung zu den Wasserstellen vor Ort behindern, denn obwohl Wasser ein Menschenrecht ist, sind bereits 15 Prozent aller Menschen weltweit von privaten Wasseranbietern abhängig. Genauso wenig haben Unternehmen aus der Atomwirtschaft etwas in nachhaltigen Fonds zu suchen. Verantwortungsvolle Fondsmanager wählen die entsprechenden Unternehmen sorgfältig aus und stehen mit den Verantwortlichen in Kontakt.

 

Die Palette von Unternehmen in einem nachhaltigen Wasserfonds ist sehr vielfältig. Klassische Unternehmen sind Wasserver- und entsorger, Hersteller von Wasseraufbereitungsanlagen und Rohrleitungssystemen genauso wie Unternehmen aus den Bereichen Klär- und Sanitäranlagen. Ebenso passend sind Spezialunternehmen, Meerwasserentsalzungsanlagen oder auch Bewässerungstechnologien für landwirtschaftliche Betriebe. Einige Fondsanbieter verstehen das Thema Wasser auch weitreichender und nehmen Unternehmen mit besonders sparsamem Wasserverbrauch auf. Die Anteile der Wasseraktien in den Fonds variieren.

 

 

Das perfekte Wasser-Cocktail – Swisscanto

Drei Wasseraktienfonds, die auch Klimafonds anbietet, wurden hinsichtlich ihrer Rendite, ihrer Risiken und ihrem Anspruch an Nachhaltigkeit untersucht.

 

Beste Bewertungen im Vergleich zwischen acht nachhaltigen Wasseraktienfonds erzielte der „Swisscanto Equity Fund Global Water Invest B“ der Swisscanto Asset Management AG. Der Fonds überzeugte durch eine gute Wertentwicklung und einen sehr hohen Nachhaltigkeitsanspruch. Trotz einiger Kursrückgänge, konnte Swisscanto insgesamt einen Wertzuwachs von 66 Prozent verzeichnen.

 

Als Themenfonds weist Swisscanto eine geringere Streuung auf als andere Aktienfonds. Damit sind die Risiken zwar erhöht, ein Totalverlusts ist jedcoh unwahrscheinlich. Als Anlagedauer sollten mindestens fünf Jahre veranschlagt werden. Swisscanto investiert mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens in Unternehmen, die mehr als 25 Prozent ihrer Umsätze auf dem Wassersektor erwirtschaften. Außerdem verpflichtet Swisscanto alle Unternehmen, die Fonds enthalten sind, Wasser in ihrem Produktionsprozess sparsam und effizient zu nutzen. Ein Nachhaltigkeitsbeirat wählte die Unternehmen aus, generell ausgeschlossen sind Automobil- und Flugzeughersteller. Ebenfalls gesperrt sind Energiekonzerne aus de den Bereichen Atom und Kohle. Welche Unternehmen genau im Fonds enthalten sind, steht in den periodischen Berichten. Beispielsweise enthalten sind Unternehmen, deren Produkte zu einer Wassereinsparung beitragen, wie etwas wassersparende Sanitäranlagen. Ebenfalls vertreten ist ein Enzymhersteller. Das Enzym bewirkt einen reduzierten Wasser- und Energieverbrauch durch effizientere Waschmittel. Swisscanto übt sein Stimmrecht auf den Hauptversammlungen aus und steht auch sonst im direkten Austausch mit den Gesellschaften.

 

 

Sprudelnde Erträge – KBC Eco Fund Water

Sieger in der Finanzwertung ist mit einem Wertzuwachs von mehr als 74 Prozent in fünf Jahren der geht der „KBC Eco Fund Water“ der belgischen KBC Asset Management S.A. Die Anlagedauer sollte auch bei diesem Wasseraktienfonds wenigstens fünf Jahre betragen. Wie Swisscanto, hat auch KBC Verluste eingefahren, dennoch ist auch hier das Risiko eines Totalverlusts unwahrscheinlich.

 

Bei KBC prüft ein unabhängiger Beirat die im Fonds enthaltenen Aktiengesellschaften und kann der Auswahl widersprechen. Der KBC-Fonds enthält mindestens drei Viertel Wasseraktien. Die enthaltenen Unternehmen sind dabei entweder Branchenführer oder erwirtschaften etwa die Hälfte ihrer Umsätze im Wasserbereich. Zu den im Fonds enthaltenen Unternehmen zählen beispielsweise der britische Wasserversorger United Utilities Waters und das US-Unternehmen TetraTech. Die vollständige Liste der im Fonds vertretenen Aktiengesellschaften veröffentlicht KBC in seinen periodischen Berichten. KBC nimmt sein Stimmrecht auf den Hauptversammlungen der Unternehmen nicht war und steht auch in keinem direkten Kontakt mit den Gesellschaften.

 

 

Heilwasser: Ökoworld Water for Life C

Die schwächste Wertentwicklung im Vergleich legt „Ökoworld Water for Life C“ der Luxemburger Fondsgesellschaft Ökoworld Lux S.A. hin. Mit durchaus noch akzeptablen 40 Prozent Wertentwicklung über fünf Jahre ist auch hier das Risiko eines Totalverlusts unwahrscheinlich.

 

Das Besondere an Ökoworld ist der außerordentlich hohe Anspruch an die Nachhaltigkeit der im Fonds enthaltenen Unternehmen. Entsprechend lang ist auch die Liste der Ausschlusskriterien. Diese umfasst Unternehmen, Zulieferer und Finanzgeber die im Zusammenhang mit Militär, Kinderarbeit, atomarer Energie, Gentechnologie und Tierversuchen stehen. Dabei verlässt sich Ökoworld nicht auf Berichte und Angaben der Unternehmen sondern stellt eigene Recherchen an.

 

Im Gegensatz zu andern nachhaltigen Wasseraktienfonds hat Ökoworld keinen Mindestanteil an Wasserumsätzen als Auswahlkriterium. Vielmehr achten die Fondsmanager auf einen bewussten und schonenden Umgang mit Wasser und wählen, unterstützt von einem wissenschaftlichen Beirat, entsprechende Unternehmen aus. So ist etwa das chinesische Unternehmen CT Environmental im Fonds enthalten, das Abwasser aus der Textilindustrie aufbereitet. Ebenso mit von der Partie sind Aktiengesellschaften, die sich Bereich der erneuerbaren Energien engagieren, denn hier wird bedeutend weniger Wasser verbraucht als in Kohle- oder Atomkraftwerken. Sämtliche unternehmen werden periodisch mit ausführlichen Informationen veröffentlicht, Ökoworld steht bedarfsweise mit den Unternehmen in Kontakt, übet jedoch keine Stimmrechte aus.

 

 

Warmer Regen statt Sprung ins kalte Wasser

Generell verzeichnen die vorgestellten Wasseraktienfonds eine sehr gute Wertentwicklung und sind damit für viele Anleger eine interessante Investition, die aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren sicher kein Sprung ins kalte Wasser darstellt. Vielmehr verspricht die Rendite einen warmen Regen für die persönlichen Finanzen und für die Umwelt. Denn durch die Förderung der nachhaltigen Projekte wir dem weltweiten Wassermangel entgegengewirkt und positive Technologien effektiv unterstützt.

 

Mit nachhaltigen Wasserinvestments kannst Du Dir sicher sein, dass Dein Geld in den richtigen Kanälen landet: Bei Unternehmen, die ökologische und ethische Standards zuverlässig einhalten.

 

 

 



22. August 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Das Recht auf den Zugang zu sauberem Wasser ist von den Vereinten Nationen verbrieft. Dennoch müssen weltweit mehr als eine Milliarde Menschen mit weniger als 20 Litern Wasser täglich auskommen. Darüber hinaus ist die Qualität des Wassers bedroht.“ ]

 

 

Ohne Wasser läuft nichts

Trinkwasservorräte der Erde schützen und erhalten – eine elementare Aufgabe.
Trinkwasservorräte der Erde schützen und erhalten – eine elementare Aufgabe.

Alles Leben auf der Erde ist von Wasser abhängig. Bäche, Flüsse, Seen, Feuchtgebiete und Ozeane bilden den Lebensraum vielfältiger Tier- und Pflanzenarten. Unser Grundwasser ist ein wichtiger Trinkwasserspender. In unserem alltäglichen Leben ist sauberes Wasser eine Selbstverständlichkeit und steht uns in Deutschland nahezu überall in ausgezeichneter Qualität jederzeit in beliebiger Menge zur Verfügung. Gleichgültig ob für unsere Ernährung, den Verbrauch im Haushalt und in der Freizeit – ohne Wasser läuft nichts. Daher ist ein schonender und umsichtiger Umgang mit Wasser die wesentliche Voraussetzung für den Fortbestand der biologischen Vielfalt.

 

Die Erde wird auch der blaue Planet genannt, weil rund 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt ist. Trotz dieser enormen Menge stehen uns nur 0,3 Prozent des auf der Erde vorhandenen Wassers als Trinkwasser zur Verfügung. Der größte Teil des Wassers ist Salzwasser, das restliche Süßwasser ist als Eis in Gletschern sowie in der Arktis und Antarktis eingebunden.

 

 

Das Recht auf Wasser, ein Menschenrecht

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat im Jahr 2010 den Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht anerkannt. Das Recht ist zwar weder bindend, noch einklagbar, gibt jedoch ein wichtiges Signal in die richtige Richtung. Schließlich verfügt fast eine Milliarde Menschen weltweit über keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, in mehr als achtzig Ländern müssen Menschen Tag für Tag mit weniger als 20 Litern Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen auskommen. Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland dagegen verbraucht rund 130 Liter pro Person. Darüber hinaus fehlt mehr als zweieinhalb Milliarden Menschen der Zugang zu sanitären Einrichtungen.

 

Schlechte hygienische Bedingungen und verschmutztes Wasser fordern Menschenleben: Jährlich sterben weltweit anderthalb Millionen Kleinkinder an entsprechenden Erkrankungen. Die schlechte Wasserversorgung fordert darüber hinaus weitere dreieinhalb Millionen Menschenleben jährlich. Besonders betroffen sind dabei afrikanische Länder.

 

Eine Entwarnung ist dabei noch lange nicht in Sicht, denn die Weltbevölkerung steigt weiter an. Aktuell leben rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde, laut einer Prognose der Vereinten Nationen werden es im Jahr 2050 mehr als neun Milliarden sein. Sauberes Wasser und ein Mindeststandard an sanitären Einrichtungen sind daher ein bedeutendes Entwicklungsziel.

 

 

Wasser ist keine Privatsache

Wasser ist nicht umsonst. Jedoch zählt die Wasserversorgung in Deutschland noch zu den öffentlichen Aufgaben. Entsprechend ist Wasser zu einem vernünftigen Preis und gesunder Qualität erhältlich. Weltweit zeichnet sich jedoch der Trend ab, Wasservorkommen zu privatisieren. Besonders Großkonzerne, wie beispielsweise der Schweizer Lebensmittelmulti Nestlé, graben an vielen Orten der Welt bereits Menschen das Wasser ab und verkaufen ihr Trinkwasser in teuer in Flaschen. In diesem Bereich ist Nestlé internationaler Marktführer. Gerade in Regionen mit knappen Wasservorräten, wie etwa in vielen Ländern Afrikas, ist es ohne besondere behördliche Beschränkungen leicht möglich, Ländereien und die damit verbundenen Wasserrechte zu erwerben. Sobald Quellen, Brunnen und Grundwasser in privaten Händen sind, ist der Zugang zum Wasser für die Bevölkerung stark eingeschränkt. Anstelle des traditionellen Dorfbrunnens tritt dann der Verkauf von Wasserflaschen und diktieren die Wasserpreise. Das schadet besonders der regionalen Landwirtschaft, die besonders abhängig von einer ausreichenden Bewässerung ist.

 

 

Abschied von der Idylle

Klare Flüsse, blaue Seen, dazu ein paar Naturschutzgebiete, alles wunderschön“, sangen einst die „Toten Hosen“ und sprachen mit der satirischen Beschreibung der Naturidylle aus, dass dieses Bild in der Realität schon längst tiefe Risse bekommen hat.

 

Sicher ist der Schutz unseres Trinkwassers in Deutschland ein wichtiges und weithin akzeptiertes Thema. Entsprechend konnte die Wasserqualität von nationalen Gewässern stark verbessert werden. Das „Rheinsterben“ – Thema der achtziger Jahre – ist heute längst vom Tisch.

 

Ein Blick über den Rand des Wasserglases zeigt jedoch Bilder, die in Deutschland nahezu unvorstellbar sind, weltweit jedoch die bittere Realität: Wasserverschwendung und Wasserverschmutzung machen Wasservorräte unbrauchbar und bedrohen weltweit unsere Lebensgrundlage. Rund 80 Prozent aller Abwässer weltweit gehen vollkommen ungereinigt direkt in Flüsse, Seen und in die Meere. Besonders viele ärmere Länder kaum über gesetzliche Regelungen zum Schutz ihres Wassers oder haben Schwierigkeiten, diese durchzusetzen.

 

 

Wasserverschwender Nummer 1: Industrielle Landwirtschaft

Ein großer Teil des weltweiten Wassers wird in der Landwirtschaft verbraucht. Das wäre auch nicht weiter schlimm, schließlich sichert die Landwirtschaft unsere Lebensgrundlagen. Problematischer ist jedoch, dass wir in diesem Zusammenhang nicht um den Anbau von Getreide, Gemüse und Obst geht. Hohe Belastungen der Umwelt entstehen durch die zunehmende Massentierhaltung. Hier werden enorme Mengen an Trinkwasser verbraucht, dazu kommt, dass die anfallende Gülle, und die verbreichten Medikamente das Trinkwasser belasten. Auch die industrielle Landwirtschaft trägt zur Verunreinigung der Trinkwasserreserven bei: Düngemittel und Pestizide belasten das Wasser stark.

 

 

Verschmutztes Wasser – Selbstzerstörendes Wirtschaften

Weltweit belasten Industrie und Bergbau die Wasserbilanz stark. Denn die Fabriken verbrauchen nicht nur eine enorme Menge an Wasser, sie vergiften auch Flüsse und Seen durch den ungefilterten Rückfluss der industriellen Abwässer in weiten Gebieten. Besonders betroffen sind hier die Gegenden Asiens mit einer starken Textilindustrie.

 

Die Jagd nach Rohstoffen bringt immer neue Belastungen für die Umwelt mit sich. Durch den Abbau von Bodenschätzen und fossilen Energieträgern werden die weltweiten Wasservorkommen stark belastet. Denn der Bergbau benötigt nicht nur große Wassermengen, er setzt auch Schwermetalle frei und verunreinigt durch eingesetzte Chemikalien das Grundwasser.

 

Der Abbau von Lithium, einem Leichtmetall, das bei der Herstellung von Mobiltelefonen und Computern benötigt wird, bringt das ökologische Gleichgewicht zum Wanken. Denn Lithium wird durch aufwändige Verdunstungsverfahren gewonnen, die den Grundwasserspiegel sinken lassen und das Trinkwasser verknappen. Besonders betroffen sind hier die Länder Südamerikas, in denen der Löwenanteil der weltweiten Lithium-Vorkommen liegt.

 

Der Lithium-Abbau ist nur ein Beispiel von vielen. Neben der Wasserverschmutzung problematisch: Die wertvollen Rohstoffe kommen kaum der Bevölkerung in den jeweiligen Ländern zugute. Im Gegenteil, die Gewinne werden mehrheitlich von internationalen Konzernen eingestrichen. Die lokale Bevölkerung bleibt mit einer zerstörten Umwelt und stark beschädigten Lebensgrundlagen zurück.

 

 

Wasser schützen ist Zukunftssicherung

Wasserschutz ist Zukunftssicherung.
Wasserschutz ist Zukunftssicherung.

Die Wasservorräte der Welt vor Verschwendung und Verschmutzung zu schützen, ist eine wichtige und drängende Aufgabe für die Zukunft der Menschheit. Denn der ungleiche Zugang zu ausreichendem und sauberem Wasser ist gleichermaßen eine ökologische wie soziale Frage. Schließlich ist der Kampf um die lebensnotwendigen Ressourcen ein zentraler Grund für Kriege, Flucht und Vertreibung.

 

Der Schutz unseres Wassers ist vielfältig möglich. Eine Option sind Geldanlagen in Unternehmen, die sich verantwortungsbewusst und nachhaltig mit dem Erhalt der Ressource Wasser beschäftigen.

Eine Möglichkeit bieten nachhaltige Wasserfonds, die in Unternehmen aus den Bereichen Wasserversorgung, Meerwasserentsalzungsanlagen, Filtersystemen und Kläranlagen investieren und strengen ethischen Kriterien verpflichtet sind. Wasser kommt aber auch in Wasserkraftwerken bei der Erzeugung klimafreundlicher Energien zum Einsatz. Die Experten von Klimafonds.de beraten Dich dazu umfassend.