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2. Juli 2020

Zusammenfassung: Wer auch in der Altersvorsorge auf nachhaltige ETF’s setzen möchte muss schon ganz schön suchen. Wer dann auch noch sicherstellen möchte, dass nicht nur in der Anspar-, sondern auch in der Entnahmephase durchgängig grün investiert wird, hat nur wenige Möglichkeiten. Die Stuttgarter ist hier eine überlegenswerte Wahl. Aber Achtung: wie bei allen Altersvorsorge-Lösungen kommt die überlegene Rendite durch die Steuervergünstigungen, die meist erst ab längeren Laufzeiten von 12 oder mehr Jahren die Kostennachteile überwiegen. Wer unterhalb von 12 Jahren bleibt, sollte direkt in grüne ETF’s investieren (–> hier geht’s zum Robo-Advisor).

 

Um was geht es grundsätzlich?

Grundsätzlich sprechen wir in diesem Artikel über eine Ergänzung oder den Ersatz der gesetzlichen Renten durch kapitalgedeckte Anlageformen. Wer in der Rentenphase eine monatliche Rente daraus beziehen möchte, auf die er sich verlassen kann, muss auf Versicherungslösungen setzen. Die Stuttgarter Grüne Rente ist dabei ein Möglichkeit.

Dabei gibt es verschiedenen Ausprägungen wie die private Rente, die Basisrente und die Riesterrente. Alle drei Varianten gibt es als Stuttgarter Grüne Rente.

In der hier vorgestellten Form – die wir für die meisten Menschen für die geeignetste halten – wird das Geld in der Ansparphase vor Rentenbeginn in nachhaltige ETF’s investiert. In der Rentenphase garantiert die Grüne Rente Stuttgarter eine monatliche Rente und zahlt zusätzlich Überschussbeteiligungen aus – auch die Rentenphase ist nachhaltig veranlagt (sehr selten zu finden, meist wird in der gerne 30 Jahre dauernden Rentenphase auf Nachhaltigkeit verzichtet).

 

Stuttgarter Grüne Rente: Welche Nachhaltigkeits-ETF sind wählbar?

Stand Juli 2020 ist die Auswahl an ethisch-ökologischen ETF’s bei der Stuttgarter Grünen Rente ausreichend breit:

Amundi Index MSCI Europe SRI – UCITS ETF
BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe UCITS ETF
iShares MSCI EM SRI UCITS ETF
iShares MSCI Europe SRI UCITS ETF
Lyxor Green Bond (DR) UCITS ETF
Xtrackers ESG MSCI World UCITS ETF

Man kann also auf der Aktienseite weltweite oder europäische ETF’s genauso auswählen wie die Emerging Markets. Im Anleihesektor steht mit dem Lyxor Green Bond ETF eine innovative Lösung für ganz speziell ethisch-ökologische Anleihen zur Verfügung.

Grüne Rente Stuttgarter: Wie sieht es in der Auszahlungsphase aus?

Von vielen vergessen, muss bei einer Altersvorsorgelösung die nachhaltige Kapitalanlage nicht nur in der Ansparphase gegeben sein – das bieten viele der über 100 Anbieter am deutschen Markt. Wichtig ist auch, dass in der Entnahmephase das Geld unter Berücksichtiung ethisch-ökologischer Faktoren angelegt wird. Hier wird es sehr dünn, denn nach meinem Kenntnisstand gibt es weniger als eine handvoll Spezial-Anbieter, die das gewährleisten. Unter diesen befindet sich die Grüne Rente Stuttgarter , die dazu aktuell die beste ETF-Auswahl und die niedrigsten Kosten aufweist.

 

Grüne Rente Stuttgarter: Basisrente (z.B. Tarif invest T59)

Der Vorteil der Basisrente ist primär, dass die Beiträge in erheblichem Umfang das zu versteuerende Einkommen verringern und damit die jährlich zu zahlende Einkommenssteuer reduzieren. Bei gleichem Aufwand kann der Anleger also wesentlich größere monatliche Beträge für’s Alter zurück legen als wenn er direkt in ETF’s investieren würde. Wer statt 300 Euro aber 500 Euro anlegen kann, erwartete natürlich eine höhere Rentenauszahlung.

Die Rentenauszahlungen aus der Basisrente müssen dann allerdings (wie die gesetzliche Rente) voll versteuert werden. Geht man von einem niedrigeren Steuersatz in der Rente aus, ein finanziell lohnendes Geschäft. Auch hier gelten die oben dargestellten Punkte.

 

Grüne Rente Stuttgarter: Riester-Rente (z.B. Tarif performance-safer T85)

Der Vorteil der Riester-Rente ist primär, dass direkte Zulagen vom Staat eingezahlt werden oder die Einzahlungen steuerlich geltend gemacht werden können. Die Zulagen steigen mit der Anzahl der Kinder, so dass der Staat leicht ein paar Hundert Euro jährlich in den Riester-Vertrag mit einzahlt oder, bei höheren Einkommen, diesen Betrag über Reduktion der Einkommenssteuer zuschießt.

Auch hier gilt, dass die Rentenauszahlungen (wie in der gesetzlichen Rente) voll versteuert werden müssen.

 

Grüne Rente: Privatrente (z.B. Tarif FlexRente Invest T53)

Die steuerlichen Vorteile von Basis- und Riesterrente sind direkt gleich greifbar, da sie in der Ansparphase passieren. Bei der Privatrente ist der Vorteil häufig größer oder ähnlich groß, aber kommt anders zustande. Hier ist der steuerliche Vorteil, dass während der Ansparphase keine Steuern abgeführt werden und in der Auszahlungsphase mit Halbeinkünfteverfahrung oder Ertragsanteilsbesteuerung die Steuerlast sehr gering ist.

Im Gegensatz zu Basisrente oder Riesterrente bleibt der Anleger flexibel und kann den Vertrag monatlich jederzeit kündigen.

 

Wo gibt’s weitere Informationen?

Wem das zu kompliziert wird, kann natürlich auch für’s alter direkt in ETF’s anlegen (–> hier geht’s zum Robo-Advisor).

Wer sich mehr mit dem Thema ETF-basierte Altersvorsorge beschäftigen möchte, kann über unsere (–> kostengünstigen Module) Angebote mit seinen individuellen Daten berechnen lassen.

 

 

 

Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 



14. Juli 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Nachrichten zu Niedrig- und Negativzinsen bremsen die Bereitschaft zum Sparen. Für die persönliche Zukunft vorsorgen ist jedoch wichtiger denn je. Wenn Du gleichzeitig dabei noch etwas für Umwelt und Klima tun kannst, macht eine nachthaltige Geldanlage langfristig gute Laune.” ]

 

 

Bargeldhaltung à la Dagobert Duck ist keine nachhaltige Anlagestrategie.
Bargeldhaltung à la Dagobert Duck ist keine nachhaltige Anlagestrategie.

Vielleicht hast Du im Regal noch Dein altes Sparschwein stehen. Wenn Du es schüttelst, was hörst du dann? Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Du kein Geräusch hörst. Auch das Gegenteil ist gut möglich: Dein Schwein ist sehr schwer. Aber nur weil Du immer die überzähligen Cent-Stücke aus Deinem Geldbeutel aussortierst und Dein Schwein damit fütterst.

 

Eigentlich stand das Schwein aber einmal da, damit Du – mehr oder weniger – regelmäßig Geld sparst. Vielleicht hast Du auch früher am Weltspartag noch Dein Schwein zur Bank gebracht und das mühsam gesparte Geld auf Deinem Sparbuch eingezahlt. Diese nostalgischen Erinnerungen werden durch die harte Realität eingeholt. In dieser Realität stellt sich heute die Frage: Lohnt sich Sparen überhaupt noch? Eine berechtigte Frage in Zeiten des Niedrig- und Negativzinses.

 

 

Shoppen statt Sparen

Der Trend geht zunehmend dazu, Geld, das früher auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten gelandet wäre, auf dem Girokonto zu belassen. Die moderne Version der Bargeldhaltung, wie sie Dagobert Duck mit seinem Geldspeicher in Entenhausen vorlebt. So steht das Geld quasi jederzeit für spontane Ausgaben schnell und einfach zur Verfügung.

 

Laut dem Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK befinden sich aktuell die Bundesbürger in einem Kaufrausch. Shoppen statt sparen lautet vielfach die Devise. Kein Wunder also, dass bereits Grundschulkinder als Hobby Shopping und Chillen angeben.

 

 

Man lebt nur einmal – und das wahrscheinlich ziemlich lange

Je nach dem wann Du geboren worden bist, liegt Deine durchschnittliche statistische Lebenserwartung bei mindestens 70 Jahren, wenn Du Deinen 65 Geburtstag erlebst, schaffst Du, so die Wahrscheinlichkeit der ferneren Lebenserwartung, noch locker weitere 15 Jahre. Wie gesagt, das ist nur der Durchschnitt! Ein Kind, das heute in den Industrienationen auf die Welt kommt, hat gute Chancen seinen hundertsten Geburtstag zu feiern.

 

Klingt doch großartig – eine hohe Lebenserwartung bei hoffentlich guter Gesundheit. Dazu verlangt heutzutage – in einer Gesellschaft, in der Mittvierziger noch als jung gelten – niemand mehr, dass die Jugend mit der Volljährigkeit endet und ab diesem Zeitpunkt nur noch Vernunft und Ernsthaftigkeit an der Tagesordnung stehen.

 

Für den Moment zu leben, zu reisen, ausgefallenes Hobbys zu betreiben, ausgedehnte Shoppingtouren. Das alles ist verdammt attraktiv und steht Sparplänen diametral entgegen.

 

Allerdings soll das gute Leben nicht nur auf die ersten drei Jahrzehnte beschränkt bleiben. Für das Alter vorsorgen ist also ein Gedanke, der sich mit genereller Lebensfreude durchaus vereinbaren lässt. Und für die eigene Zukunft Sorge zu tragen ist wichtiger denn je. Denn dass Berufstätige nach einem langen Arbeitsleben problemlos von ihrer Rente leben können, stimmt bereits in der Elterngeneration nicht mehr zuverlässig.

 

 

Optimismus und Pragmatismus

Wohin die Entwicklung der Rente bei immer weniger Beitragszahlern genau gehen wird ist ungewiss. Sicher ist jedoch, dass private Vorsorge an Bedeutung gewinnt. Zur Jahrtausendwende waren in Deutschland bereits rund ein Viertel der Bevölkerung über 60 Jahre alt. Im Jahr 2050 wird voraussichtlich ein Drittel der Gesellschaft in Deutschland älter als 60 Jahre sein. Die frühere demographische Pyramide – junge Menschen bilden die breite Basis, die höheren Altersklassen nehmen nach oben zur Spitze hin gleichmäßig ab – steht Kopf.

 

Trotz der wirtschaftlich unklaren Perspektiven attestiert die renommierte Shell Jugendstudie der jungen Generation eine positive Lebenseinstellung. Demnach sind Jugendliche anspruchsvoll und wollen ihre Umwelt mitgestalten. Mehr als 60 Prozent der befragten Jugendlichen sind optimistisch und sehen ihre persönliche Zukunft positiv, mehr als die Hälfte sehen darüber hinaus auch die Zukunft der Gesellschaft generell optimistisch.

 

Der Zukunftspessimismus der achtziger Jahre – Punk– „No Future“ – nahender Weltuntergang – das alles gehört der Vergangenheit an. Die Jugend ist politisch interessiert und wieder stärker bereit sich auch für ihre Ziele zu engagieren. Kritisch sehen junge Leute allerdings die führenden Parteien, große Unternehmen und Konzerne und Banken. Großes Vertrauen wird dagegen Nicht-Regierungsgruppen (NGOs) aus den Bereichen Menschenrechte und Umweltschutz entgegengebracht. Findest Du Dich in dieser positiven und pragmatischen Sicht der Welt wieder?

 

 

Zukunft aktiv gestalten durch sinnvolle Geldanlagen

Nachhaltige Projekte bringen Gewinn für den Anleger und die Umwelt.
Nachhaltige Projekte bringen Gewinn für den Anleger und die Umwelt.

Wer über Geld verfügt, das nicht für die unmittelbare Lebenshaltung benötigt wird, steht vor der Frage, wie ein sinnvolles Anlagemodell aussehen kann. Geld anlegen bedeutet auch, Verantwortung zu tragen, für sich selbst und für die Welt, in der wir alle leben. Die Shell-Studie belegt ein generelles Misstrauen gegenüber Großkonzernen und Banken. Im Gegensatz dazu interessieren sich junge Menschen sehr stark für Umweltfragen. Was spricht also dagegen, diese beiden Themen miteinander zu verquicken.

 

Die Welt verbessern und das eigenen Leben positiv gestalten – das ist möglich, wenn Du bei Deiner Sparentscheidung nicht den kurzfristigen Gewinn für Dich vor Augen hast, sondern den Blick für das Große und Ganze behältst. Entsprechend solltest Du bei Geldgeschäften stets auch globale Umweltfaktoren mit einbeziehen. Denn was nutzt ein Anlagevermögen in einer Welt, in der es keine gesunde Luft, kein sauberes Wasser und keine schadstofffreien Lebensmittel mehr gibt?

 

Konventionelle Finanzberater berücksichtigen vielfach nur drei Faktoren: Zum einen, wie schnell angelegtes Geld wieder verfügbar ist (Liquidität). Zweitens, wie hoch die zu erwartenden Erträge sind (Rentabilität) und schließlich, wie sicher diese Art der Geldanlage ist (Risiko). Verantwortungsvolle Anleger sollten drüber hinaus auch noch mitberücksichtigen, welche Konsequenzen ihre Geldanlage für Mensch und Umwelt hat (Nachhaltigkeit). Obgleich die Faktoren des klassischen Renditedreiecks bei nachhaltigen Anlagen erst an zweiter Stelle stehen, haben viele dieser Anlageprojekte beim Thema Rendite genauso gut abgeschnitten wie konventionelle Investments.

 

Bei der Auswahl der passenden Projekte können Dir die unabhängigen Finanzberater von Klimafonds helfen. So kannst Du mit Deinem Geld die Umwelt schützen, in dem Du in Unternehmen und Projekte investierst, die mit den natürlichen Ressourcen verantwortungsvoll umgehen und aktiv Umwelt und Klima schützen. Das kann beispielsweise durch Investitionen in erneuerbare oder nachwachsende Energien geschehen, denn so wird die Emission von Treibhausgasen vermieden und fossile Energieträger bleiben im Boden.

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Klimafonds überprüft alle Projekte regelmäßig nach ethischen und ökologischen Kriterien und geht so sicher, dass Dein Geld nur bei Unternehmen landet, die auch verantwortlich handeln. Dadurch wird der Einfluss dieser Unternehmen gesteigert und das Anlagekapital wächst. Um auch gute Rendite zu erzielen, benötigst Du sehr gute Marktkenntnisse oder – und das ist die professionelle Lösung – zuverlässige und kompetente Berater, mit denen Du vertrauensvoll Deine finanzielle Zukunft planen, prüfen und umsetzen kannst. So erzielst Du einen positiven Effekt für Dein zukünftiges Vermögen und für Umwelt und Klima.

 

 



11. Juli 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Windenergie ist umweltfreundlich, sauber und sicher. Klimaschädliche Emissionen werden vermieden, die Technologie ist ausgereift und akzeptiert. Damit sind Windkraftanlagen optimal für Deine Zukunft – auch finanziell.” ]

 

Drachen steigen lassen. Hier spürst Du die Kraft des Windes.
Drachen steigen lassen. Hier spürst Du die Kraft des Windes.

Sich einen frischen Wind um die Nase wehen lassen! Sofort steigen Erinnerungen auf: An Herbsttagen auf dem Feld Drachen steigen lassen. Beim Urlaub an der Küste die vielfältigen Muster und Verwehungen betrachten, die der Wind am Strand hinterlassen hat. Vielleicht hast Du sogar schon einmal Wind- oder Kitesurfen ausprobiert und die enorme Stärke des Windes direkt an Deinem Körper gespürt. Wind vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer und ist von gewaltiger Kraft.

 

 

 

Alte Technologie immer wieder neu entdecken

Kaum eine Technologie blickt auf eine so lange Geschichte zurück wie die Windkraft. Denn der Wind weht seit Anbeginn der Zeiten und wird seit Jahrtausenden von Menschen produktiv genutzt: So beschleunigte der Bau von Segelschiffen die Fortbewegung auf den Weltmeeren und ermöglichte so die Entdeckung neuer Kontinente. Durch den Bau von Windmühlen wurde die Kraft des Windes genutzt, um die harte Arbeit zu erleichtern, beim Mahlen von Getreide, bei der Herstellung von Textilien, Ölen und Papier. In den Niederlanden – dem Land der Windmühlen schlechthin – wurde die Windenergie sogar zur Landgewinnung eingesetzt.

 

Die Grundprinzipien der Energiegewinnung durch den Wind haben sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Relativ neu ist jedoch, dass die gewonnene Energie nicht mehr direkt genutzt werden muss, sondern für einen späteren Verbrauch gespeichert werden kann.

 

 

Windkraft? – Ja bitte!

 

Wirkt bedrohlich - steht aber für nachhaltige Energie
Wirkt vielleicht bedrohlich – steht aber für nachhaltige Energie.

In Deutschland erreichte die Nutzung der Windenergie in Mühlen durch die zunehmende Industrialisierung im 19. Jahrhundert ihren ersten Höhepunkt. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts verlor die Windenergie wieder an Bedeutung. Zum Einsatz kamen jetzt Elektrizität und fossile Energieträger. Eine Entwicklung, die in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wieder eine Wendung erfuhr: Durch den Ölpreisschock der siebziger Jahre begann ein generelles Umdenken. Das Thema alternative Energiegewinnung stand jetzt weit oben auf der Tagesordnung, wurde forciert und weiter entwickelt. Im Vordergrund stand jetzt, günstig Strom zu erzeugen und unabhängig von schwankenden Weltmarktpreisen zu sein.

 

In den achtziger Jahren kam noch ein weiteres Argument für den Ausbau alternativer Energien hinzu. Die Reaktorkatastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl im April 1986 führte vielen Menschen die Gefahren dieser Art der Energiegewinnung direkt vor Augen. Wie der Wind wehte war damals für viele ein wichtiges Thema, denn die radioaktive Wolke zog auch in unsere Richtung. Dabei kam es zu sogenannten Fallouts, die weite Teile des Landes radioaktiv verseuchten. Auswirkungen, die teilweise noch heute messbar sind.

 

Aufgefrischt wurde diese Erinnerung leider vor fünf Jahren, als es im März 2011 im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zu einer katastrophalen Unfallserie kam. Radioaktive Stoffe wurden in großer Menge frei, so dass das Gebiet um Fukushima jetzt unbewohnbar ist. Die Aufräumarbeiten in der Reaktoranlage werden noch mehrere Jahrzehnte andauern. Traurig, aber positiv für die Zukunft: Diese Ereignisse haben zu einer mehrheitlichen Akzeptanz der Energiewende geführt. Vereinfacht lautet die Formel: „Atomkraft? Nein danke!“ – „Erneuerbare Energien? – Ja bitte!“

 

Klimaschutz durch Windenergie

Windenergie ist umweltfreundlich, sauber und sicher. Klimaschädliche Treibhausgasemissionen können so effizient vermieden werden, fossile Energieträger verbleiben im Boden. Da Windkraft darüber hinaus auch kostengünstig und die entsprechende Technologie ausgereift ist, stellt sie eine bedeutende regenerative Energiequelle dar und ist für eine nachhaltige Energiepolitik und das Erreichen der globalen Klimaschutzziele unentbehrlich. Aktuell erzeugen in Deutschland rund 25.000 Windkraftanlagen Strom.

 

Dabei wird unterschieden zwischen Onshore-Anlagen, die sich an Land befinden und Offshore-Anlagen im Meer. Bislang dominiert der Anteil an Onshore-Windparks. Die Agentur für Erneuerbare Energien geht davon aus, dass Windkraftanlagen auf 0,75 Prozent der Landfläche ein Fünftel des deutschen Stromverbrauchs decken können. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes stehen in Deutschland prinzipiell rund 14 Prozent der Landfläche für Windenergie zur Verfügung. Eine enorme Menge, denn der Flächenbedarf von Windenergie ist vergleichsweise niedrig, schließlich findet die Energiegewinnung in luftiger Höhe statt. Rund 95 Prozent aller Windkraftanlagen in Deutschland stehen auf landwirtschaftlichen Flächen. Ein weiterer umweltschützender Aspekt dieser Energie, denn so kann eine weitreichende Flächenversiegelung vermieden werden. Die Stellflächen sind vielfach geschottert und bleiben so wasserdurchlässig.

 

Ein Nachteil, der im Zusammenhang mit Onshore-Anlagen immer wieder diskutiert wird, ist die schwankende Windmenge im Binnenland. Hier können jedoch generell andere erneuerbare Energien ausgleichend wirken.

 

Offshore-Anlagen in Meer werden vielfach kritisch diskutiert. Der Aufbau der Anlagen vor den Küsten ist ungleich aufwändiger als an Land. Darüber hinaus entsteht der Strom da, wo er nicht gebraucht wird. Generell erfordert dann die Stromgewinnung einen verstärkten Netzausbau. Der erste deutsche Offshore-Windpark „alpha ventus“ ging 2009 in der Nordsee in Betrieb.

 

 

Aktiver Naturschutz durch den richtigen Standort

Ist der Standort richtig gewählt, stört die Windkraftanlage keine Zugvögel.
Ist der Standort richtig gewählt, stört die Windkraftanlage keine Zugvögel.

Obgleich Windenergie als saubere und regenerative Energie generell gut für die Umwelt ist, bleibt die Wahl des richtigen Standortes von Windkraftanalgen auch eine wichtige Frage für den Naturschutz. Hier gilt es, durch Anlagen Vögel und Fledermäuse nicht zu stören und die biologische Vielfalt zu erhalten. Der NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. hat in einer ausführlichen Studie die Auswirkungen moderner Windkraftanlagen auf die heimische Vogelwelt untersucht. Fazit der Studie: Entscheidend ist nicht die Größe der Windkraftanalage, sondern in erster Linie der richtige Standort.

 

Um einen effizienten Schutz von Vögeln und Fledermäusen zu gewährleisten, sollten demnach Standorte an Gewässern, Feuchtgebieten, Wäldern und Gebirgsrücken vermieden werden. Darüber hinaus sollen die Windräder in den Anlagen parallel zur Hauptfluglinie der Zugvögel gebaut werden. Ebenso schützen einfache bauliche Vorkehrungen wie das Vermeiden von Gittermasten, Drahtseilen und oberirdischen elektrischen Leitungen.

 

 

Windkraft – eine sichere Anlage

Windkraft zählt zu den bereits fest etablierten Energieträgern in Deutschland. Laut einer Studie des Erneuerbare Energien Magazins, konnte die Windenergie im vergangenen Jahr bereits 14,5 Prozent des heimischen Stromverbrauchs decken. Experten gehen davon aus, dass bis 2030 rund ein Drittel des europäischen Stromverbrauchs durch Windenergie gesichert werden kann.

Entsprechend attraktiv sind finanzielle Beteiligung an Windkraftprojekten. Hier investierst Du in eine sinnvolle erneuerbare Energie und unterstützt damit einen nachhaltigen Klimaschutz. Schau Dir ein mögliche Projekt an und informiere Dich weiter. Windkraft ist nicht nur sicher für die Umwelt, sondern auch für Dein Geld.