nachhaltige Geldanlagen - Klimafonds.de

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2. Juli 2020

Zusammenfassung: Wer auch in der Altersvorsorge auf nachhaltige ETF’s setzen möchte muss schon ganz schön suchen. Wer dann auch noch sicherstellen möchte, dass nicht nur in der Anspar-, sondern auch in der Entnahmephase durchgängig grün investiert wird, hat nur wenige Möglichkeiten. Die Stuttgarter ist hier eine überlegenswerte Wahl. Aber Achtung: wie bei allen Altersvorsorge-Lösungen kommt die überlegene Rendite durch die Steuervergünstigungen, die meist erst ab längeren Laufzeiten von 12 oder mehr Jahren die Kostennachteile überwiegen. Wer unterhalb von 12 Jahren bleibt, sollte direkt in grüne ETF’s investieren (–> hier geht’s zum Robo-Advisor).

 

Um was geht es grundsätzlich?

Grundsätzlich sprechen wir in diesem Artikel über eine Ergänzung oder den Ersatz der gesetzlichen Renten durch kapitalgedeckte Anlageformen. Wer in der Rentenphase eine monatliche Rente daraus beziehen möchte, auf die er sich verlassen kann, muss auf Versicherungslösungen setzen. Die Stuttgarter Grüne Rente ist dabei ein Möglichkeit.

Dabei gibt es verschiedenen Ausprägungen wie die private Rente, die Basisrente und die Riesterrente. Alle drei Varianten gibt es als Stuttgarter Grüne Rente.

In der hier vorgestellten Form – die wir für die meisten Menschen für die geeignetste halten – wird das Geld in der Ansparphase vor Rentenbeginn in nachhaltige ETF’s investiert. In der Rentenphase garantiert die Grüne Rente Stuttgarter eine monatliche Rente und zahlt zusätzlich Überschussbeteiligungen aus – auch die Rentenphase ist nachhaltig veranlagt (sehr selten zu finden, meist wird in der gerne 30 Jahre dauernden Rentenphase auf Nachhaltigkeit verzichtet).

 

Stuttgarter Grüne Rente: Welche Nachhaltigkeits-ETF sind wählbar?

Stand Juli 2020 ist die Auswahl an ethisch-ökologischen ETF’s bei der Stuttgarter Grünen Rente ausreichend breit:

Amundi Index MSCI Europe SRI – UCITS ETF
BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe UCITS ETF
iShares MSCI EM SRI UCITS ETF
iShares MSCI Europe SRI UCITS ETF
Lyxor Green Bond (DR) UCITS ETF
Xtrackers ESG MSCI World UCITS ETF

Man kann also auf der Aktienseite weltweite oder europäische ETF’s genauso auswählen wie die Emerging Markets. Im Anleihesektor steht mit dem Lyxor Green Bond ETF eine innovative Lösung für ganz speziell ethisch-ökologische Anleihen zur Verfügung.

Grüne Rente Stuttgarter: Wie sieht es in der Auszahlungsphase aus?

Von vielen vergessen, muss bei einer Altersvorsorgelösung die nachhaltige Kapitalanlage nicht nur in der Ansparphase gegeben sein – das bieten viele der über 100 Anbieter am deutschen Markt. Wichtig ist auch, dass in der Entnahmephase das Geld unter Berücksichtiung ethisch-ökologischer Faktoren angelegt wird. Hier wird es sehr dünn, denn nach meinem Kenntnisstand gibt es weniger als eine handvoll Spezial-Anbieter, die das gewährleisten. Unter diesen befindet sich die Grüne Rente Stuttgarter , die dazu aktuell die beste ETF-Auswahl und die niedrigsten Kosten aufweist.

 

Grüne Rente Stuttgarter: Basisrente (z.B. Tarif invest T59)

Der Vorteil der Basisrente ist primär, dass die Beiträge in erheblichem Umfang das zu versteuerende Einkommen verringern und damit die jährlich zu zahlende Einkommenssteuer reduzieren. Bei gleichem Aufwand kann der Anleger also wesentlich größere monatliche Beträge für’s Alter zurück legen als wenn er direkt in ETF’s investieren würde. Wer statt 300 Euro aber 500 Euro anlegen kann, erwartete natürlich eine höhere Rentenauszahlung.

Die Rentenauszahlungen aus der Basisrente müssen dann allerdings (wie die gesetzliche Rente) voll versteuert werden. Geht man von einem niedrigeren Steuersatz in der Rente aus, ein finanziell lohnendes Geschäft. Auch hier gelten die oben dargestellten Punkte.

 

Grüne Rente Stuttgarter: Riester-Rente (z.B. Tarif performance-safer T85)

Der Vorteil der Riester-Rente ist primär, dass direkte Zulagen vom Staat eingezahlt werden oder die Einzahlungen steuerlich geltend gemacht werden können. Die Zulagen steigen mit der Anzahl der Kinder, so dass der Staat leicht ein paar Hundert Euro jährlich in den Riester-Vertrag mit einzahlt oder, bei höheren Einkommen, diesen Betrag über Reduktion der Einkommenssteuer zuschießt.

Auch hier gilt, dass die Rentenauszahlungen (wie in der gesetzlichen Rente) voll versteuert werden müssen.

 

Grüne Rente: Privatrente (z.B. Tarif FlexRente Invest T53)

Die steuerlichen Vorteile von Basis- und Riesterrente sind direkt gleich greifbar, da sie in der Ansparphase passieren. Bei der Privatrente ist der Vorteil häufig größer oder ähnlich groß, aber kommt anders zustande. Hier ist der steuerliche Vorteil, dass während der Ansparphase keine Steuern abgeführt werden und in der Auszahlungsphase mit Halbeinkünfteverfahrung oder Ertragsanteilsbesteuerung die Steuerlast sehr gering ist.

Im Gegensatz zu Basisrente oder Riesterrente bleibt der Anleger flexibel und kann den Vertrag monatlich jederzeit kündigen.

 

Wo gibt’s weitere Informationen?

Wem das zu kompliziert wird, kann natürlich auch für’s alter direkt in ETF’s anlegen (–> hier geht’s zum Robo-Advisor).

Wer sich mehr mit dem Thema ETF-basierte Altersvorsorge beschäftigen möchte, kann über unsere (–> kostengünstigen Module) Angebote mit seinen individuellen Daten berechnen lassen.

 

 

 

Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 


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8. Juni 2020

Zusammenfassung: Ökobank Aktien gibt es nicht viele in Deutschland. Neben den Beteiligungsmöglichkeiten der Genossenschaftsbanken gibt es sogar nur eine tatsächliche Ökobank Aktie, die der Nürnberger Umweltbank AG. Wir blicken über den Tellerrand und haben auch die komplette Liste aller Ökobanken in Deutschland für Euch.

 

 

Welche Ökobank Aktien gibt es in Deutschland?

Deutschland verfügt über einen großen Bankenmarkt – aber nur ein kleiner Teil davon ist an der Börse als Aktie handelbar. Das gilt umso mehr für die Ökobank Aktien, denn aktuell gibt es davon nur eine, die Aktie der Umweltbank AG, Nürnberg, ISIN DE0005570808.

Die Umweltbank AG wurde 1997 gegründet und hat nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als 23.000 Kreditprojekte, die einem ethisch-ökologischen Zweck dienten, gefördert. Die meisten Kredite wurden für die Finanzierung von Photovoltaikanlagen verwendet, gefolgt von Krediten für Wohnimmobilien sowie für Wind- / Wasserkraft-Projekte.

Die Kursentwicklung kann sich in im unten dargestellten Zeitraum über rund 19 Jahre mit ziemlich genau 10 Prozent pro Jahr (IRR-Berechnung) sehen lassen. Hinzu kommen die ausgeschütteten Dividenden von rund 2 Prozent jährlich.

 

 

Ökobank Aktie: Umweltbank AG aus Nürnberg
Kursentwicklung der Umweltbank AG Aktie, ohne Gewähr, Chart von comdirect.de

Achtung: Die Umweltbank AG ist eine gut geführte, im Wachstum befindliche Bank mit niedrigen Kostenstrukturen. Trotzdem handelt es sich um eine sehr kleine Aktiengesellschaft mit weniger als 200 Mitarbeitern – die Risiken sind als entsprechend hoch und sollten nur mit einem begrenzten Teil des Anlagekapitals eingegangen werden.

 

Ökobank Aktie: Die Ursprünge

Eine namentlich auch Ökobank genannte Bank wurde schon 1988 in Frankfurt gegründet. Das Geschäftsmodell funktionierte grundsätzlich, nämlich die Vergabe von Krediten unter Berücksichtigung ethisch-ökologischer Gesichtspunkte. Aber die Umsetzung machte Probleme, es gab zuviele Ausfälle, man wollte zu schnell wachsen und nahm zu große Kreditrisiken in die Bücher. 1999 war es dann soweit, dass nach 17 Millionen D-Mark Wertberichtigung die Bank vor dem Aus stand. Die größte deutsche “Ökobank”, die GLS Bank aus Bochum, sprang ein und übernahm die Ökobank.

 

Welche Ökobanken gibt es in Deutschland?

Wer nicht unbedingt eine Ökobank Aktie möchte, kann sich teilweise als Mitglieder eine Genossenschaft an Ökobanken beteiligen, so wie an der GLS Bank aus Bochum. Es gibt mittlerweile eine relativ große Zahl an Ökobanken, Umweltbanken oder Ethikbanken in Deutschland. Die wichtigsten sind sicherlich die größte europäische Ökobank, die Triodos, die größte deutsche Ökobank, die GLS Bank, und die Umweltbank AG sowie die Ethikbank, eine Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg eG.

 

Hier die vollständige Liste aller Ökobanken in Deutschland (Fehlen welche? Bitte uns über das –> Kontaktformular melden!):

Ökobank Zielgruppe
Bank für Kirche und Caritas Mitglieder kirchlicher Einrichtungen sowie kirchliche Einrichtungen
Bank für Kirche und Diakonie – KD Bank Alle
Bank für Orden und Mission Alle
BiB Bank im Bistum Essen Mitglieder kirchlicher Einrichtungen sowie kirchliche Einrichtungen
DKM Darlehnskasse Münster Mitglieder kirchlicher Einrichtungen sowie kirchliche Einrichtungen
Ethikbank Alle
Evangelische Bank Mitglieder kirchlicher Einrichtungen sowie kirchliche Einrichtungen
GLS Bank Alle
Pax Bank Mitglieder kirchlicher Einrichtungen sowie kirchliche Einrichtungen
Steyler Ethik-Bank Alle
Tomorrow Bank Alle
Triodos Bank Alle
UmweltBank Alle

 

Für wen Einzelinvestments in Ökobanken Sinn machen

Neben der Investition in einen Ökobank Aktie gibt es noch die Möglichkeit, Genossenschaftsanteile zu erwerben. Meist geht das aber nur für Kunden der Bank, es wird also meist nur denjenigen ermöglicht, die vielleicht ein Girokonto oder einen Kredit der Bank haben. Die GLS Bank beispielsweise zahlt zwischen einem und drei Prozent Dividende, Kursgewinne sind üblicherweise nicht vorhanden (es findet kein Börsenhandel der Anteile statt).

Ansonsten bleibt derzeit nur die Umweltbank AG Aktie, die schon ober näher beleuchtet wurde. Ein grundsätzliches solides Investment für Menschen, die sich mit der Aktie intensiver auseinandersetzen. Mit einer Marktkapitalisierung von nur gut 300 Millionen Euro aber ein Mikrocap, also eine Kleinstaktie, die schnell Spielball der Marktkräfte werden kann.

 

Was die Alternative?

Wem die Auswahl an Ökobank Aktien zu “eng” ist, sollte breiter gefächert investieren. Es sollten dabei unbedingt nachhaltige Anlagen sein, denn nur damit tust Du etwas für Deinen Geldbeutel und für die Zukunft von Mensch und Natur. Möglicherweise thematisch in ETF’s für Umwelttechnologien oder auch breiter aufgestellt. Wer nicht ständig dran bleiben möchte kann sich das über unseren kostengünstigen Robo-Advisor abnehmen lassen. Übrigens bekommt ihr nach Beantwortung einiger Fragen auch schon nach kurzer Zeit Eure passende Anlagestrategie.

 

 



18. Juli 2018

Wunderbar: Sie haben geerbt, eine Lebensversicherung ausgezahlt bekommen oder eine Immobilie verkauft und verfügen über eine größere Summe Bargeld. Eine Situation, auf die viele ein Leben lang warten. Doch spätestens wenn das Geld auf dem Konto ist stellt sich die Frage, was damit tun? Wir haben Ihnen 7 Punkte zusammen gestellt, die Sie unbedingt beachten sollten.

 

 



16. Januar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist für viele Arbeitnehmer eine interessante Möglichkeit, einen Teil des Gehaltes steuerfrei und sozialabgabenfrei für später anzusparen. Damit spart auch der Arbeitgeber einen Teil der Lohnnebenkosten ein. Es gibt ein generelles Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge. Wer an die eigene Zukunft denkt, sollte auch Umwelt und Klima nicht vergessen. Daher sind nachhaltige Angebote für die bAV, beispielsweise grüne Direktversicherungen, eine gute Option.” ]

 

 

Eine betriebliche Altersvorsorge kann sich schnell rechnen.

Die Renten sind längst nicht mehr sicher. Schon in jungen Jahren für später vorzusorgen, ist dringend angesagt. Auch wenn der Eintritt in den Ruhestand mittlerweile eher später als früher geschieht. Entsprechend halten Finanzdienstleister und Versicherer eine breite Palette an Angeboten für eine private Altersvorsorge  für Dich bereit. Eine ausgezeichnete und einfache Möglichkeit Deine Altersvorsorge zu optimieren, bietet Dir eine betriebliche Altersvorsorge. Dafür kannst du bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) für Deine Altersvorsorge anlegen (in 2017: 3.048 Euro pro Jahr maximal).

 

Positiv für Dich: Diese Art der Altersvorsorge bietet Dir direkt einen Vorteil, auf den Du nicht erst bis zum Ruhestand warten musst. Denn die Summe, die du ansparst, ist steuerfrei. Darüber hinaus muss auf diese Summe auch keine Sozialabgaben wie Arbeitslosen oder Rentenversicherungsbeiträge geleistet werden. Wenn Du Dich für eine bAV entscheidest, kann sich auch Dein Arbeitgeber freuen, denn er spart den Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben auf den Sparbetrag, der bei einer regulären Gehaltsauszahlung abgeführt werden müsste.

 

 

Betriebliche Altersvorsorge – Dein gutes Recht

Eine betriebliche Altersvorsorge kann jeder Arbeitnehmer in Anspruch nehmen, das ist seit 2002 gesetzlich geregelt. Nicht verwechseln solltest du jedoch die bAV mit einer Betriebsrente. Betriebsrenten wurden früher von großen Unternehmen gezahlt und haben heute eher Seltenheitswert. Für eine moderne bAV bietet Dir Dein Arbeitgeber entsprechende Altersvorsorgeprodukte an und vermittelt Dir einen Anbieter. Wenn Du eine betriebliche Altersvorsorge abschließt, wird ein Teil Deines Gehaltes in einen Rentenanspruch umgewandelt und wandert in eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder eine entsprechende Versicherung.

 

 

Die betriebliche Altersvorsorge ist eine sichere Bank

Gerade in Sachen Altersvorsorge herrscht oft eine große Verunsicherung darüber, wie das Geld für den Ruhestand sicher angelegt werden kann. Die gute Nachricht: Eine betriebliche Altersvorsorge ist eine sichere Bank, denn die direkte Einzahlung aus Deinem Bruttogehalt wird konkurssicher (im Konkursfall würde die Sicherungseinrichtung Protektor einspringen) angelegt und die spätere Auszahlungssumme ist entsprechend garantiert. Darüber hinaus kannst Du meist mit einer Zusatzrendite rechnen.

 

Im Gegensatz zur eingangs erwähnten Betriebsrente von früher, ist die betriebliche Altersvorsorge nicht an einen bestimmten Arbeitgeber gebunden. Das wäre auch gerade für jüngere Arbeitnehmer, die sich in der Regel durch einen Unternehmenswechsel verbessern, nicht mehr praxistauglich. Wenn du also bei einem neuen Arbeitgeber anfängst, überträgst du Deine bisherige bAV  in das Vorsorgesystem Deiner neuen Firma.

 

Selbst wenn es einmal nicht gut für Dich laufen sollte, musst Du die Entgeltumwandlung in eine bAV nicht bereuen, die abgeschlossene betriebliche Altersvorsorge wird auch bei Bezug von Hartz IV-Leistungen nicht angerührt.

 

 

Renteneintritt – ein neuer Lebensabschnitt

Gerade in jungen Jahren scheint der Renteneintritt ein Termin in unerreichbar weiter Ferne zu sein. Und die meisten von uns haben es auch gar nicht so eilig. Schließlich besteht das Leben zwischen Schulzeit und Ruhestand nicht nur aus Arbeit, sondern auch aus vielfältigen und aufregenden Erfahrungen im Leben, mit der Familie und in der Partnerschaft. Aber eines Tages wird es wirklich so weit sein. Dein Arbeitsleben ist beendet und du kannst in neugierig und hoffentlich noch mit guter Gesundheit einem ganz neuen Lebensabschnitt entgegenblicken.

 

In Sachen betrieblicher Altersvorsorge ist dann der Zahltag gekommen. Entweder immer wiederkehrend monatlich oder Du lässt Dir den kompletten Betrag einmalig auszahlen. Eine Entscheidung, die Du von Deinen Plänen und Deiner finanziellen Gesamtsituation abhängig machen solltest. Wie auch immer Du Dich entscheidest, jetzt musst Du die angesparte bAV versteuern und Sozialabgaben abführen. Klingt nach einer bösen Überraschung, ist aber meist nur halb so schlimm, denn durch Dein jetzt geringeres Einkommen fällt die nachträgliche Versteuerung auch geringer aus oder entfällt komplett. Außerdem hat dir die Steuerfreiheit vorher mehr Sparkapital beschert, das sich während der langen Laufzeit mit Zins und Zinseszins mehren konnte.

 

 

Als Arbeitgeber attraktiv bleiben

Arbeitgeber können sich ihre Mitarbeiter im Allgemeinen aussuchen. Aber wenn sie die richtigen Mitarbeiter gefunden haben, ist es sinnvoll, diese möglichst lange im Unternehmen zu halten. Hinzu kommt, dass gut ausgebildete Fachkräfte in vielen Branchen quasi aussuchen können, bei wem sie arbeiten wollen. Entscheidend ist dann für den Arbeitgeber, welche attraktiven Angebote er seinen Mitarbeitern anbieten kann. Eine solide Altersvorsorge kann hier also einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen.

 

Daher zahlen einige Arbeitgeber bei der betrieblichen Altersvorsorge rund 20 Prozent auf das angelegte Geld freiwillig zu. Eine attraktive Zusatzleistung, die engagierte Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden kann. Für den Arbeitgeber eine Zahlung ohne wirkliche Zusatzkosten, denn der Aufschlag lässt sich leicht durch die eingesparten Sozialabgaben ausgleichen.

 

„Geld allein macht nicht glücklich“ – so lautet eine alte – aber nicht minder wahre Weisheit, die auch im Wirtschaftsleben angekommen ist. Gerade junge Mitarbeiter interessieren sich auch vermehrt für Themen rund um den Erhalt des Klimas, den Schutz der Natur und um soziale Gerechtigkeit. Daher sind Arbeitgeber gut beraten, wenn sie eine nachhaltige betriebliche Altersvorsorge anbieten können. Die Entgeltumwandlung geht dann beispielsweise in eine „grüne Rentenversicherung“ oder in andere nachhaltige Finanzprodukte wie in ökologische oder soziale Fonds im Rahmen fondsgebundener Verträge.

 

Damit profitieren Unternehmen von einem positiven Image, Klima, Umwelt und soziale Projekte profitieren durch die nachhaltigen Investments.

 

 

 

Drum prüfe, wer sich bAV bindet …

Arbeitnehmer sollten prüfen, ob sich eine betriebliche Altersvorsorge für sie rentiert.

Eine betriebliche Altersvorsorge ist gerade bei langen Laufzeiten besonders ertragreich. Daher solltest Du so früh wie möglich überlegen, ob für Dich eine betriebliche Altersvorsorge sinnvoll ist. Nur dann nutzt Du das sogenannte 8. Weltwunder – den Zinseszinseffekt.

 

Wenn Dein Arbeitgeber keine zusätzlichen Beiträge zur bAV leistet und du ein durchschnittliches Gehalt beziehst, ist für Dich eine private Vorsorgelösung, die auf Deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist, oft sehr viel rentabler.

 

Eine betriebliche Altersvorsorge rechnet sich allerdings auch schon bei kleinen und mittleren Einkommen, wenn der Arbeitnehmer einen zusätzlichen Beitrag zur bAV leistet oder diese sogar vollständig übernimmt. In diesem Falle ist die BAV auch noch für ältere Mitarbeiter eine interessante Möglichkeit, ihre gesetzliche Rente aufzustocken.

 

Wenn Du zu den gut und besser Verdienern zählst, ist die betriebliche Altersvorsorge eine rentable Zusatzversorgung, denn die Abgaben für die gesetzliche Krankenversicherung gelten nur bei einem Bruttojahreseinkommen unterhalb von 50.850 Euro. Wenn Du Dein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, steigen Deine Abgaben nicht weiter an und die bAV ist – auch bei einer höheren Besteuerung – vorteilhaft.

 

 

Zeigemäße Altersvorsorge: Nachhaltige bAV

Nachhaltige Finanzprodukte liegen im Trend und gerade Unternehmen, die zusätzlich zum finanziellen Nutzen auch noch einen ideellen Mehrwert anbieten, können mit motivierten und loyalen Mitarbeitern rechnen. Für eine gute und nachhaltige betriebliche Altersvorsorge ist daher eine kompetente und umfassende Beratung von Finanzprofis wie Klimafonds entscheidend.

 

Abseits von den teilweise in die Jahre gekommenen Standardlösungen der Großkonzerne, bietet Klimafonds zeitgemäße Konzepte für eine nachhaltige betriebliche Altersvorsorge jenseits der Pensionskasse. Eine gute Lösung bieten dabei nachhaltige Direktversicherungen, wie beispielsweise die Stuttgarter Grüne Rente . Diese Angebote sind auch für kleine und mittlere Unternehmen einfach zu realisieren. Zudem können Arbeitgeber so mit einem zeitgemäßen und nachhaltigen Angebot einen wichtigen Akzent setzen. Denn dies bAV nutzt nicht nur Dir als Arbeitnehmer sondern auch Klima und Umwelt.

Klimafonds ist Dein Ansprechpartner für ökologische und soziale Geldanlagen mit interessanten Erträgen. Hier findest Du optimale Lösungen für Deine langfristige Altersvorsorge genauso wie für Deinen mittelfristigen Vermögensaufbau.

 

Kümmere Dich um Deine Zukunft, finde Deine passende Geldanlage und fülle den einfachen Fragebogen aus.

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 



19. Dezember 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Noch zwei Wochen bis zum Jahreswechsel. Das neue Jahr bringt einige Veränderungen in den Bereichen Rente und Steuern. Durch einen sinkenden Garantiezins werden neue Versicherungsverträge teurer. Gute Nachricht für alle Arbeitnehmer: Das Luther-Jahr bringt einen einmaligen zusätzlichen Feiertag für alle.” ]

 

 

Was bringt das neue Jahr?
Was bringt das neue Jahr?

Kurz vor Jahresende präsentieren unzählige Zeitungen, TV-Sender und soziale Medien Jahresrückblicke und Zusammenfassungen. Teilweise wurde bereits das Jahr 2016 zum „schlimmsten Jahr aller Zeiten“ gekürt. Weltgeschichtlich gesehen sicher ein fragwürdiger Titel, dennoch verständlich. Schließlich bewegten Krieg und Terror, Erderwärmung und Naturkatastrophen viele Menschen. Und so steht die Frage im Raum, was die Zukunft bringen wird, konkret das neue Jahr 2017? – Wie entwickeln sich die Krisenherde in unserer Welt? – Kommen die Staaten in Sachen Klimaschutz voran? – Was ist von den Finanzmärkten zu erwarten? – Wird es Veränderungen in meinem beruflichen Leben geben und wie sieht es mit meiner Familie und meinen Freunden aus?

 

Fragen über Fragen! Dass es darauf keine seriösen Antworten geben kann, ist klar. Entsprechend haben Spekulationen über die Zukunft und diverse Horoskope jetzt Hochkonjunktur. So gehen wir beispielsweise im neuen Jahr laut dem chinesischen Horoskop ins Jahr des Feuer-Hahns. Dieser steht zum einen für Geschäftstüchtigkeit und visionäre Kräfte, aber auch für Energieverschwendung und Streitlust. Keine guten Aussichten. Bleiben wir also lieber bei den Fakten und werfen einen Blick auf die gesetzlichen Änderungen und weitere wichtige Neuigkeiten in 2017.

 

 

Renten steigen im Frühling leicht an

Gute Nachrichten für alle Rentner: Die anhaltend gute Lage im Arbeitsmarkt führt zu einem leichten Rentenanstieg ab März 2017. Durch den Anstieg der Beitragszahler in die Rentenversicherung kommt es so auch zu einem Anstieg der Renten um voraussichtlich 2 Prozent.

 

Seit der Rentenreform ist jedoch auch klar: Zukünftige Rentner werden ohne eigene Vorsorge kaum noch existenzsichernde Renten erarbeiten können. Damit gilt für das kommende Jahr auch: An die individuelle Altersvorsorge denken. Wer frühzeitig Versorgungslücken erkennt und sich frühzeitig für eine private Rentenversicherung entscheidet, kann sich auf einen gesicherten Lebensabend freuen.

 

 

Mit der Flexi-Rente selbstbestimmt in den Ruhestand

Immer mehr Menschen müssen länger arbeiten, das Rentenalter rückt seit Jahren immer weiter nach hinten. Gleichzeitig stehen viel Menschen im Rentenalter noch aktiv im Leben und wollen noch nicht völlig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Mit dem 2017 in Kraft tretenden Gesetz zur Flexi-Rente kann der Rentenbeginn verzögert und der Ausstieg aus dem Erwerbsleben individuell und selbstbestimmt gestaltet werden. Es ist dann möglich, noch einer Arbeit nachzugehen und bereits eine Rente zu beziehen.

 

Ab 2017 gilt: Wer neben der Rente noch einen Verdienst unter 6.300 Euro im Jahr erhält, muss mit keinen Abzügen von seiner Rente rechnen. Wer mehr verdient, bekommt seine Rente gekürzt. Der Abzug beträgt dann 40 Prozent vom Verdienst über der Obergrenze von 6.300 Euro. Bisher hatten Rentner bereits ab einem zusätzlichen einkommen oberhalb von 450 Euro pro Monat mit höheren Abzügen zu rechnen.

 

Die Flexi-Rente reagiert damit auf die Bedürfnisse einer älteren Gesellschaft, in der die Renten schon lange nicht mehr sicher sind. Auch bislang Gut- und Besserverdiener werden zukünftig vermehrt auf ein Einkommen neben der Rentenzahlung angewiesen sein. Rentenbezieher bringen dann aber auch ihren Arbeitgebern finanzielle Vorteile: Für sie muss kein Beitrag zu Arbeitslosenversicherung mehr geleistet werden.

 

 

Einmaliger Feiertag in allen Bundesländern

So etwas gibt es wirklich nicht alle Tage: 2017 führt zu bundesweit einem einmaligen gesetzlichen Feiertag mehr für alle. Diese Änderung im Feiertagsgesetz beschert damit allen Arbeitnehmern und Schülern einen freien Tag am 31. Oktober 2017. Anlass dafür ist das 500. Reformationsjubiläums. Am 31. Oktober 1517 soll der Kirchenkritiker und Theologe Martin Luther seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche geschlagen haben. Damit wurde die Reformation eingeläutet, aus der die protestantische Kirche entstand. Der Reformationstag ist ansonsten seit der Wiedervereinigung ein arbeitsfreier Tag ausschließlich in den fünf neuen Bundesländern.

 

 

Neue Termine für die Steuer – Immer mit der Ruhe

Für die Steuererklärung kanst du dir ab 2017 mehr Zeit nehmen.
Für die Steuererklärung kanst du dir ab 2017 mehr Zeit nehmen.

Nach einem geruhsamen Feiertag noch eine Nachricht zum Entspannen: Für die Steuererklärung gelten ab 2017 neue Fristen. Abgabetermin ist dann der 31. Juli des folgenden Jahres. Wer die Steuererklärung von einem Steuerberater erstellen lässt, hat Zeit bis zum Ende Februar des übernächsten Jahres. Allerdings drohen ab 2017 auch schneller Verspätungszuschläge. Belege müssen ab dem kommenden Jahr nicht mehr eingereicht werden. Diese werden vom Finanzamt nach Bedarf oder bei Unklarheiten gezielt angefordert.

 

 

Garantiezins rutscht in den Keller

Ab dem 1. Januar 2017 sinkt der Garantiezins auf ein historisches Tief. Das bedeutet, dass im kommenden Jahr die Sparanteile von neuen Versicherungsverträgen nur noch mit 0,9 Prozent verzinst werden. Für die alten Verträge müssen die Versicherer jedoch weiterhin den bei Vertragsabschluss gültigen Garantiezins gewährleisten. Da es für die Gesellschaften schwierig ist, in Zeiten des Niedrigzinses entsprechende Erträge zu erwirtschaften, heben sie die Beiträge bei neuen Versicherungen im kommenden Jahr kräftig an. Die Erhöhungen liegen Prognosen zufolge bei bis zu 15 Prozent. Betroffen sind dabei Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Rentenversicherungen sowie Riester– und Rürup-Verträge.

 

 

Neuigkeiten für Fondsanleger – Jetzt schon an 2018 denken

Im kommenden Jahr noch nicht relevant, aber das Jahr 2018 wirft bereits seine Schatten voraus. Die Investmentbesteuerung wird reformiert. Ab 2018 werden Fonds mit 15 Prozent bereits auf Fondsebene besteuert. Bislang wurde nur der Anleger besteuert, nicht aber der Fonds selbst. Dennoch ist keine Panik angesagt. Die BVI hat bereits festgestellt, dass Kleinanleger nicht stärker zur Kasse gebeten werden. Sie sollen ab 2018 von einer geringeren Abgeltungssteuer profitieren.

 

Eine weitere wichtige Veränderung in Sachen Fonds ist der Wegfall des Bestandsschutzes für Fonds, die vor 2009 gekauft wurden. Bislang konnten diese Fonds steuerfrei wieder verkauft werden. Ab 2018 sind auch die Gewinne aus diesen Fonds steuerpflichtig. Es gilt dann ein lebenslanger Freibetrag von 100.000 Euro. Dieser wird bei Verkäufen fortlaufend aufgebraucht.

 

 

2017: Depot prüfen und auf ethisch-ökologische Geldanlagen umsteigen

Äußere Veränderungen sind immer auch eine Einladung die eigenen Dinge im Detail zu überprüfen. Wer bislang auch renditearme Fonds nur gehalten hat, weil sie immerhin steuerfrei waren, sollte 2017 das Depot kritisch unter die Lupe nehmen. Damit bietet sich dann auch eine gute Gelegenheit, sich von mittelmäßigen Anlagen zu trennen und für ethisch-ökologische Anlagen zu entscheiden. Viele nachhaltige Fonds bringen sehr gute Erträge. Klimafonds, erfahrener Anbieter von ethisch-ökologischen Geldanlagen berät Dich dazu umfassen und kompetent.

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



22. September 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Altersvorsorge – ein Thema, das alle angeht. Gute Vorbereitung, sowohl finanziell als auch mental ist wichtig, um im Alter ein gutes und selbstbestimmtes Leben führen zu können. Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist eine kompetente und individuelle Beratung hilfreich.” ]

 

 

Frühzeitig um die private Altersvorsorge kümmern - da muss man durch!
Frühzeitig um die private Altersvorsorge kümmern – da muss man durch!

Alt – fast jeder will es werden, aber keiner will es sein. Aber was bedeutet Alter heutzutage, da fünfzig als das neue dreißig postuliert wird, teilweise sogar dreißig als das neue zwanzig. Eins ist klar – Deine statistische Lebenserwartung ist höher als die Deiner Eltern und Deiner Großeltern. Deshalb – und weil sich die gesamte demografische Entwicklung stark verändert hat – musst Du weitsichtig Deine Altersvorsorge planen. Schon heute deckt die gesetzliche Rente kaum noch die Hälfte der bis dahin erwirtschafteten Einkünfte ab und das Niveau wird weiter absinken. Darüber hinaus kann die zukünftige Rente durch Sozialabgaben und Inflation sehr viel geringer ausfallen als berechnet. Wenn Du möglicherweise selbstständig bist, ist die Altersvorsorge eine besondere Herausforderung, denn Du musst bei jedem verdienten Euro hier auch selbstständig an die Zukunft denken.

 

Wenn Du also auch im Alter – oder besser gesagt: nach dem Erwerbsleben – den erarbeiteten Lebensstandard halten willst, musst Du Deine private Altersvorsorge sorgfältig planen. Wir haben sieben Tipps für Deine Altersvorsorge zusammengestellt und weil Geld ja bekanntlich nicht alles ist, sind auch einige Tipps außerhalb der Finanzwelt eingestreut.

 

 

1. Der frühe Vogel fängt den Wurm

Nein, es ist nicht notwendig, früh aufzustehen um mit der Altersvorsorge zu beginnen. Vielmehr ist es richtig, dass bereits in jungen Jahren mit der Vorsorge begonnen wird, die Planung kann dann zu jeder beliebigen Tageszeit stattfinden. Denn gleichgültig, welcher Zinssatz eine Geldanlage bringt – die Länge der Laufzeit bewirkt einen enormen Zinseszinseffekt. Stell Dir vor, Du bist 25 Jahre alt, gerade ins Berufsleben eingetreten und legst monatlich 200 Euro an, die mit sechs Prozent verzinst werden (das ist bei langfristigen Anlagen mit Aktien weiterhin möglich). Dann hast du nach vierzig Jahren 96.000 Euro eingezahlt. Durch die Zinseszinsen stehen dir jedoch rund 400.000 Euro zur Verfügung. Wenn Du mit der Altersvorsorge mehr Zeit lässt und mit den gleichen Konditionen zehn Jahre später startest, hast Du mit 65 Jahren erst 72.000 Euro angelegt. Hier bewirkt der Zinseszinseffekt, dass Dir rund 200.000 Euro zur Verfügung stehen. Du bekommst also nur die Hälfte des Geldes, obwohl Du drei Viertel der Zeit eingezahlt hast – wenn das kein Argument für einen frühen Start ist.

 

 

2. Positiv denken, realistisch planen

Auch später mitten im Leben stehen.
Auch später mitten im Leben stehen.

Die amerikanische Schauspielerin Mae West hat einmal gesagt „Altern ist nichts für Feiglinge“ – Recht hat sie. Ein positives Bild vom eigenen Lebensabend zeichnen hat nichts mit Realitätsverlust zu tun. Sicher liegt es nicht völlig in unserer Hand, ob wir im Alter noch gesund, schmerzfrei und geistig rege sein werden. Sich ein Alter in grauen Farben auszumalen, hat jedoch schon viel mit der aktuellen Lebenseinstellung zu tun. Wer in allen Lebensphasen neugierig bleibt, Netzwerke knüpft, für andere da ist und sich nicht systematisch selbst limitiert, hat gute Chancen auch in den kommenden Jahrzehnten aktiv am Leben teilzunehmen. Ebenso wichtig: Nicht verunsichern lassen! Aktuell fühlen sich beispielsweise in Deutschland mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen nicht ausreichend für das Alter abgesichert. Aber diese Zahl sagt nichts über den tatsächlichen Status aus. Jetzt wie zukünftig gilt, ruhig Blut bewahren und die eigene Situation prüfen, sachlich und realistisch.

 

 

3. Staatliche Förderung – nicht unbedingt ein Schnäppchen

Der Staat empfiehlt und fördert die private Altersvorsorgeprodukte wie Riester- und Rürup-Rente. Sie bringen steuerliche Vergünstigungen oder direkte Zuschüsse. Allerdings erweisen sich diese Produkte nicht gerade als Schnäppchen sondern als eine aufwändige Form des quasi zinslosen Sparens. Die Anbieter von Riester-Renten-Verträge garantieren zwar mindestens die Auszahlung der Einzahlungen – aber auch nicht mehr. Durch Niedrigzinsen und Inflation schmälert sich die Anlage enorm. Darüber hinaus sind diese Verträge in der Verwaltung für die jeweiligen Gesellschaften relativ teuer, dem entsprechend spiegeln sich diese Kosten in den Verträgen wieder. Es ist daher gut die Augen offen zu halten und auch ungeförderte Spar- und Anlageprodukte zu prüfen. Sie sind ein wichtiger Faktor für den Aufbau einer soliden Altersvorsorge und können gerade in Zeiten der geringen Verzinsung interessante Rendite ermöglichen.

 

 

4. Kein frühzeitiger Altersstarrsinn – Beratung annehmen

Der Markt der Möglichkeiten im Bereich der privaten Altersvorsorge ist unübersichtlich und nicht immer einfach zu verstehen. Deshalb ist es sinnvoll, die persönlichen Grenzen zu kennen und Hilfe anzunehmen. Erfahrene Finanzberater analysieren Deine finanzielle Situation und können ein individuelles Angebot zusammenstellen, das genau auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Und bei einer vertrauensvollen Zusammenarbeit kannst du jederzeit nachfragen, wenn Du etwas nicht verstanden hast.

 

 

5. Über den Tellerrand blicken

Du bist bereit, Dich mit Deiner Altersvorsorge aktiv auseinanderzusetzen? Dann denke auch daran, dass Dein Geld in der Welt etwas bewirkt. Informiere Dich über nachhaltige Finanzprodukte. Sie stehen in Sachen Rendite nicht hinter konventionellen Finanzprodukten zurück. Auch hier genießen Liquidität, Rendite und Risiko Priorität. Hinzu kommt jedoch, dass das Anlagevermögen in ethische und für Umwelt und Klima nachhaltige Projekte eingesetzt wird. Investitionen in Rüstung und Atomkraft sind hier genauso ausgeschlossen, wie Kinderarbeit und naturzerstörende Projekte. Nachhaltige Geldanlagen sind damit nicht nur ein Investment in Deine persönlichen Finanzen, sondern leisten auch einen generellen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft weltweit.

 

 

6. Ordnung ist das halbe Leben

Du hast einen Plan für deine private Altersvorsorge gefasst und entsprechende Verträge abgeschlossen. Dann kannst Du Dich beruhigt zurücklehnen – doch halt, das Alter kommt schneller als man denkt und auch vorher gilt: Halte Deine Unterlagen in Ordnung. Einen Finanzordner anzulegen ist wichtig, um jederzeit einen Überblick über sämtliche Geldanlagen zu haben, auf Veränderungen zu reagieren und für Steuererklärungen nicht lange nach Belegen suchen zu müssen. Ob Du Deine Bankunterlagen im gleichen Ordner führst, musst du je nach Umfang entscheiden. Klar sollte jedoch sein, dass keine PINs oder TAN-Listen mit abgelegt werden. In der Praxis hat es sich bewährt, Unterlagen am besten sofort abzulegen und den Ordner mindestens einmal im Jahr durchzusehen.

 

 

7. Erinnerungen pflegen

Schöne Erinnerungen wach halten.
Schöne Erinnerungen wach halten.

Genauso wie die wichtigsten Unterlagen, sollten auch die wertvollsten Erinnerungen quasi jederzeit verfügbar sein. Eine gut gepflegte Kiste mit persönlichen Erinnerungsstücken ist nicht nur bei der Therapie von Demenz-Kranken sinnvoll. Die Zusammenstellung von diesen Dingen führt Dich auf das Wesentliche im Leben zurück und hält Gefühle und Erfahrungen am Leben. Eine solche Kiste sollte wohl sortiert und nicht zu umfangreich sein – auf keinen Fall sollte sie mit einem Archiv verwechselt werden. Denn hier geht es nicht um einen lückenlosen Lebenslauf sondern um Erinnerungen an Menschen und Begebenheiten. Großartig, wenn die ausgewählten Dinge auch unterschiedliche Sinne ansprechen. So können Gewürze, die an die Weihnachtsbäckerei in der Kindheit erinnern genauso in die Kiste wandern, wie beispielsweise das Lieblings-T-Shirt aus der Teenagerzeit oder die Muschel vom ersten gemeinsamen Urlaub am Meer. Auch individuell zusammengestellte Musikstücke sind möglich. Wer bereits in jungen Jahren eine solche Kiste anfängt, sollte diese immer wieder ergänzen und eventuell auch Dinge austauschen. Wer im Alter eine solche Kiste auspackt, bekommt immer wieder etwas von seinem Leben zurückgeschenkt.

 

Wenn dann auch noch die Finanzen in Ordnung sind, lässt sich der Lebensabend genießen. Im Freundeskreis die ein oder andere Erinnerung austauschen und die Momente, egal in welchem Alter mit wunderbaren Menschen wertschätzen, ist eine schöne Sache. Finanziell sorglos lässt sich auch im Seniorenalter das Leben feiern. Den Grundstein dafür legt eine gute Altersvorsorge mit Geldanlagen die Sinn machen.

 

 

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14. Juli 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Nachrichten zu Niedrig- und Negativzinsen bremsen die Bereitschaft zum Sparen. Für die persönliche Zukunft vorsorgen ist jedoch wichtiger denn je. Wenn Du gleichzeitig dabei noch etwas für Umwelt und Klima tun kannst, macht eine nachthaltige Geldanlage langfristig gute Laune.” ]

 

 

Bargeldhaltung à la Dagobert Duck ist keine nachhaltige Anlagestrategie.
Bargeldhaltung à la Dagobert Duck ist keine nachhaltige Anlagestrategie.

Vielleicht hast Du im Regal noch Dein altes Sparschwein stehen. Wenn Du es schüttelst, was hörst du dann? Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Du kein Geräusch hörst. Auch das Gegenteil ist gut möglich: Dein Schwein ist sehr schwer. Aber nur weil Du immer die überzähligen Cent-Stücke aus Deinem Geldbeutel aussortierst und Dein Schwein damit fütterst.

 

Eigentlich stand das Schwein aber einmal da, damit Du – mehr oder weniger – regelmäßig Geld sparst. Vielleicht hast Du auch früher am Weltspartag noch Dein Schwein zur Bank gebracht und das mühsam gesparte Geld auf Deinem Sparbuch eingezahlt. Diese nostalgischen Erinnerungen werden durch die harte Realität eingeholt. In dieser Realität stellt sich heute die Frage: Lohnt sich Sparen überhaupt noch? Eine berechtigte Frage in Zeiten des Niedrig- und Negativzinses.

 

 

Shoppen statt Sparen

Der Trend geht zunehmend dazu, Geld, das früher auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten gelandet wäre, auf dem Girokonto zu belassen. Die moderne Version der Bargeldhaltung, wie sie Dagobert Duck mit seinem Geldspeicher in Entenhausen vorlebt. So steht das Geld quasi jederzeit für spontane Ausgaben schnell und einfach zur Verfügung.

 

Laut dem Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK befinden sich aktuell die Bundesbürger in einem Kaufrausch. Shoppen statt sparen lautet vielfach die Devise. Kein Wunder also, dass bereits Grundschulkinder als Hobby Shopping und Chillen angeben.

 

 

Man lebt nur einmal – und das wahrscheinlich ziemlich lange

Je nach dem wann Du geboren worden bist, liegt Deine durchschnittliche statistische Lebenserwartung bei mindestens 70 Jahren, wenn Du Deinen 65 Geburtstag erlebst, schaffst Du, so die Wahrscheinlichkeit der ferneren Lebenserwartung, noch locker weitere 15 Jahre. Wie gesagt, das ist nur der Durchschnitt! Ein Kind, das heute in den Industrienationen auf die Welt kommt, hat gute Chancen seinen hundertsten Geburtstag zu feiern.

 

Klingt doch großartig – eine hohe Lebenserwartung bei hoffentlich guter Gesundheit. Dazu verlangt heutzutage – in einer Gesellschaft, in der Mittvierziger noch als jung gelten – niemand mehr, dass die Jugend mit der Volljährigkeit endet und ab diesem Zeitpunkt nur noch Vernunft und Ernsthaftigkeit an der Tagesordnung stehen.

 

Für den Moment zu leben, zu reisen, ausgefallenes Hobbys zu betreiben, ausgedehnte Shoppingtouren. Das alles ist verdammt attraktiv und steht Sparplänen diametral entgegen.

 

Allerdings soll das gute Leben nicht nur auf die ersten drei Jahrzehnte beschränkt bleiben. Für das Alter vorsorgen ist also ein Gedanke, der sich mit genereller Lebensfreude durchaus vereinbaren lässt. Und für die eigene Zukunft Sorge zu tragen ist wichtiger denn je. Denn dass Berufstätige nach einem langen Arbeitsleben problemlos von ihrer Rente leben können, stimmt bereits in der Elterngeneration nicht mehr zuverlässig.

 

 

Optimismus und Pragmatismus

Wohin die Entwicklung der Rente bei immer weniger Beitragszahlern genau gehen wird ist ungewiss. Sicher ist jedoch, dass private Vorsorge an Bedeutung gewinnt. Zur Jahrtausendwende waren in Deutschland bereits rund ein Viertel der Bevölkerung über 60 Jahre alt. Im Jahr 2050 wird voraussichtlich ein Drittel der Gesellschaft in Deutschland älter als 60 Jahre sein. Die frühere demographische Pyramide – junge Menschen bilden die breite Basis, die höheren Altersklassen nehmen nach oben zur Spitze hin gleichmäßig ab – steht Kopf.

 

Trotz der wirtschaftlich unklaren Perspektiven attestiert die renommierte Shell Jugendstudie der jungen Generation eine positive Lebenseinstellung. Demnach sind Jugendliche anspruchsvoll und wollen ihre Umwelt mitgestalten. Mehr als 60 Prozent der befragten Jugendlichen sind optimistisch und sehen ihre persönliche Zukunft positiv, mehr als die Hälfte sehen darüber hinaus auch die Zukunft der Gesellschaft generell optimistisch.

 

Der Zukunftspessimismus der achtziger Jahre – Punk– „No Future“ – nahender Weltuntergang – das alles gehört der Vergangenheit an. Die Jugend ist politisch interessiert und wieder stärker bereit sich auch für ihre Ziele zu engagieren. Kritisch sehen junge Leute allerdings die führenden Parteien, große Unternehmen und Konzerne und Banken. Großes Vertrauen wird dagegen Nicht-Regierungsgruppen (NGOs) aus den Bereichen Menschenrechte und Umweltschutz entgegengebracht. Findest Du Dich in dieser positiven und pragmatischen Sicht der Welt wieder?

 

 

Zukunft aktiv gestalten durch sinnvolle Geldanlagen

Nachhaltige Projekte bringen Gewinn für den Anleger und die Umwelt.
Nachhaltige Projekte bringen Gewinn für den Anleger und die Umwelt.

Wer über Geld verfügt, das nicht für die unmittelbare Lebenshaltung benötigt wird, steht vor der Frage, wie ein sinnvolles Anlagemodell aussehen kann. Geld anlegen bedeutet auch, Verantwortung zu tragen, für sich selbst und für die Welt, in der wir alle leben. Die Shell-Studie belegt ein generelles Misstrauen gegenüber Großkonzernen und Banken. Im Gegensatz dazu interessieren sich junge Menschen sehr stark für Umweltfragen. Was spricht also dagegen, diese beiden Themen miteinander zu verquicken.

 

Die Welt verbessern und das eigenen Leben positiv gestalten – das ist möglich, wenn Du bei Deiner Sparentscheidung nicht den kurzfristigen Gewinn für Dich vor Augen hast, sondern den Blick für das Große und Ganze behältst. Entsprechend solltest Du bei Geldgeschäften stets auch globale Umweltfaktoren mit einbeziehen. Denn was nutzt ein Anlagevermögen in einer Welt, in der es keine gesunde Luft, kein sauberes Wasser und keine schadstofffreien Lebensmittel mehr gibt?

 

Konventionelle Finanzberater berücksichtigen vielfach nur drei Faktoren: Zum einen, wie schnell angelegtes Geld wieder verfügbar ist (Liquidität). Zweitens, wie hoch die zu erwartenden Erträge sind (Rentabilität) und schließlich, wie sicher diese Art der Geldanlage ist (Risiko). Verantwortungsvolle Anleger sollten drüber hinaus auch noch mitberücksichtigen, welche Konsequenzen ihre Geldanlage für Mensch und Umwelt hat (Nachhaltigkeit). Obgleich die Faktoren des klassischen Renditedreiecks bei nachhaltigen Anlagen erst an zweiter Stelle stehen, haben viele dieser Anlageprojekte beim Thema Rendite genauso gut abgeschnitten wie konventionelle Investments.

 

Bei der Auswahl der passenden Projekte können Dir die unabhängigen Finanzberater von Klimafonds helfen. So kannst Du mit Deinem Geld die Umwelt schützen, in dem Du in Unternehmen und Projekte investierst, die mit den natürlichen Ressourcen verantwortungsvoll umgehen und aktiv Umwelt und Klima schützen. Das kann beispielsweise durch Investitionen in erneuerbare oder nachwachsende Energien geschehen, denn so wird die Emission von Treibhausgasen vermieden und fossile Energieträger bleiben im Boden.

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Klimafonds überprüft alle Projekte regelmäßig nach ethischen und ökologischen Kriterien und geht so sicher, dass Dein Geld nur bei Unternehmen landet, die auch verantwortlich handeln. Dadurch wird der Einfluss dieser Unternehmen gesteigert und das Anlagekapital wächst. Um auch gute Rendite zu erzielen, benötigst Du sehr gute Marktkenntnisse oder – und das ist die professionelle Lösung – zuverlässige und kompetente Berater, mit denen Du vertrauensvoll Deine finanzielle Zukunft planen, prüfen und umsetzen kannst. So erzielst Du einen positiven Effekt für Dein zukünftiges Vermögen und für Umwelt und Klima.