Erneuerbare Enerigen - Klimafonds.de


12. September 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Erneuerbare Energien sind Zukunftsenergien. Um die Energiewende zu erreichen, müssen regenerative Projekte gezielt vorangetrieben werden. Das Anlageprojekt „Zukunftsenergie Deutschland 4“ beispielsweise, baut auf Photovoltaik und Blockheizkraftwerke.” ]

 

 

Genial: Die Sonnenblume wendet ihren Kopf immer in Richtung Sonne, um Energie zu tanken.
Genial: Die Sonnenblume wendet ihren Kopf immer in Richtung Sonne, um Energie zu tanken.

Die Energiewende in Deutschland ist offiziell eine beschlossene Sache. Durch die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien, wie Wasserkraft, Wind und Sonne, soll der Klimawandel gestoppt werden. Ein positiver Weg, denn der Anteil der erneuerbaren Energien erreichte 2014 bereits mehr als 25 Prozent und konnte so die Braunkohle von Platz eins der Energieträger vertreiben.

 

Allerdings gibt es vielerorts Bedenken, dass der jüngste Gesetzentwurf zur Novelle des Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) den Ausbau erneuerbarer Energien stark ausbremst und so den Ausstieg aus der Atomenergie weiter verzögert und die Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen verfehlt.

 

Vielfältige Entwicklungen und Projekte zeigen aber auch, dass das Interesse der Bevölkerung an erneuerbarer Energie und damit an einer klima- und umweltfreundlichen Versorgung ungebrochen hoch ist. Wir stellen daher heute drei interessante Projekte aus diesem Bereich vor, denn eine gelungene Energiewende benötigt nicht nur große politische Rahmenbedingungen sondern vielfältige Impulse in jeder Größenordnung.

 

 

Beispiel 1: Solaranlagen aus der Steckdose

Unter dem Titel „Guerilla-Photovoltaik“ berichtete die Wirtschaftswoche in der vergangenen Woche über kleine Solaranlagen, die Energieautonomie direkt in den privaten Haushalt bringen. Einfach an die Steckdose angeschlossen und es wird weniger Strom aus dem offiziellen Versorgungsnetz genommen. Stattdessen wird der selbstproduzierte Solarstrom vom heimischen Balkon ohne weitere Umwege genutzt. Die hohen Verluste auf kilometerlangen Leitungen können vermieden werden. Ein Durchbruch gelang diesen Anlagen, die bereits vor einigen Jahren von sich Reden machten, nicht. Grund dafür war bislang die fehlende rechtliche Grundlage für den Betrieb. Hinzu kamen Bedenken, was die Sicherheit einer solchen Anlage betrifft. Bislang laufen in Deutschland schätzungsweise 10.000 bis 20.000 private Solaranalgen und stehen sozialromantisch für die Ablehnung der konventionellen Stromanbieter.

 

Branchenverband der Elektrotechniker VDE, der für Normierungen und Produktprüfungen verantwortlich zeichnet, hält jedenfalls die sogenannten Plug-in Solaranlagen für zu unsicher und warnt vor möglichen Schäden durch ein überlastetes Stromnetz. Anbieter der kleinen Photovoltaik-Anlagen versuchen diesen Sicherheitsbedenken mit Schutzschaltern zu begegnen. Auch gibt es Vorschläge von Seiten des Solarenergie-Förderverein Deutschlands, künftig Steckdosen unterteilt in Einspeise- und Verbrauchssteckdosen in Haushalten einzubauen und so effektiv Gefahren zu verbannen. Wir können also auf die weiterem Entwicklungen auf diesem Gebiet gespannt sein.

 

 

Beispiel 2: Die mobile Sonnenblume

smartflower - Photovoltaikstrom mal anders erzeugt (Bild: Unternehmen)
smartflower – Photovoltaikstrom mal anders erzeugt (Bild: Unternehmen)

Wer einen 25 Quadratmeter großen und schattenfreien Platz übrig hat, kann seinen Stromanschluss im Haushalt auch durch eine Solarblume ersetzen. Die neu entwickelte „Sonnenblume“ wurde vom bereits mehrfach ausgezeichneten österreichischen Technologie-Unternehmen Smartflower entwickelt und bietet eine sichere Stromversorgung mit solarstrom für den privaten Haushalt an.

 

 

Die Solarblume entfaltet bei Sonnenaufgang – ganz nach ihrem botanischen Vorbild – ihre Blütenblätter, die aus insgesamt 18 Solarflächen bestehen und richten sich im 90-Grad-Winkel zur Sonne aus. Damit kann die Solarblume mehr Solarstrom gewinnen, als fest installierte Anlagen auf dem Hausdach, laut Angaben des Herstellers liefert die Blume bis zu 6.200 kWh pro Jahr und kann damit den Stromverbrauch eines durchschnittlichen vier-Personen-Haushalts decken. Bei Anschaffungskosten von rund 15.000 Euro hat sich die Blume dann bereits nach 15 Jahren amortisiert. Interessant auch in einer mobilen Gesellschaft: Die Anlage ist schnell zu installieren und wird bei einem Umzug einfach mitgenommen.

 

 

Beispiel 3: Breit gestreut in die Zukunft investieren

Wer sich keine Photovoltaik-Anlage im eigenen Haushalt installieren will, kann sich auch finanziell an Anlagen für erneuerbare Energien beteiligen. Eine interessante Kapitalanlage bietet das Emissionshaus Neitzel & Cie. aus Hamburg an. Mit dem Produkt „Zukunftsenergie Deutschland 4“ investieren Anleger in Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerke. Ein Einstieg in die geschlossene Beteiligung ist ab 20.000 Euro möglich; in Ausnahmefällen können wir von klimafonds.de auch eine Beteiligung bereits ab 10.000 Euro anbieten – sprich uns dazu an. Die Laufzeit ist langfristig auf mindestens zwanzig Jahre ausgelegt.

 

Das Projekt „Zukunftsenergie Deutschland 4“ ist ein breit gestreuter Investitions-Mix mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 57,5 Millionen Euro. Zwei Drittel der Investitionen fließen in Photovoltaik-Anlagen, das verbleibende Drittel geht in den Bereich der Blockheizkraftwerke.

 

Leistungsfähige Solaranlagen liefern klimafreundliche Elektrizität.
Leistungsfähige Solaranlagen liefern klimafreundliche Elektrizität.

Um die Energiewende weiter voranzubringen, den Atomausstieg zu ermöglichen und den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 weiter zu redzuzieren, müssen neue Anlagen zur Erzeugung  erneuerbarer Energien gebaut werden. Derzeit laufen in Deutschland bereits rund 1,4 Millionen Photovoltaik-Anlagen. Die Technologie ist bewährt und ausgereift. Als sichere und saubere Art der Energieversorgung ist die Photovoltaik unerlässlicher Bestandteil im Mix der erneuerbaren Energien. Neben den ökologischen und klimaschützenden Vorteilen gegenüber konventionellen Energie-Anlagen ist die Photovoltaik kostengünstig, denn die Sonneinstrahlung, die direkt in elektrische Energie umgewandelt wird, steht kostenfrei zur Verfügung. Da die Anlagen vielfach auf Dächern installiert werden, sind die Möglichkeiten zum weiteren Ausbau nahezu unbegrenzt. Entsprechend wird der Photovoltaik besonders hohe Wachstumschancen im Bereich der erneuerbaren Energien eingeräumt.

 

Blockheizkraftwerke sind Anlagen, in denen Elektrizität und Wärme nach den Prinzipien der Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen werden. Es wird durch Verbrennungsmotoren Strom erzeugt und die dabei entstehende Wärme zum Heizen genutzt. Da auf diesem Wege kaum Energie verloren geht, erreichen Blockheizkraftwerke einen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent. Blockheizkraftwerke werden vielfach in der modernen Bebauung größerer Wohn- oder Geschäftsanlagen eingesetzt sowie in öffentlichen Sportanlagen oder Krankenhäusern.

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ investiert  in Anlagen in Deutschland, die bereits fertiggestellt, von Gutachtern abgenommen und für den Netzanschluss genehmigt worden sind. So entfallen für den Anleger sämtliche Risiken, die sich durch den Bau neuer Anlagen ergeben können. Laut der Prognoserechnung beläuft sich die Rendite bei Photovoltaik-Anlagen auf mindestens acht Prozent pro Jahr. Die Rendite der Blockheizkraftwerke wird sich auf mindestens 7,5 Prozent belaufen. Für die gesamte Laufzeit ergibt sich so eine durchschnittliche Rendite von 5,6 Prozent im Jahr (Prognose). Neitzel geht von einer Gesamtausschüttung von 163 Prozent inklusive der Kapitalrückzahlung aus.

 

Die Investition in sowohl Photovoltaik-Anlagen als auch Blockheizkraftwerke ergibt eine ökologisch sinnvolle und nachhaltige Kombination und unterstützt Klima- und Umweltschutzziele aktiv mit. Durch die bisher erfolgreichen Projekte des Unternehmens im Bereich der Solar-Kommanditbeteiligungen ist „Zukunftsenergie Deutschland 4“ eine empfehlenswerte Möglichkeit zur grünen Geldanlage zu der Klimafonds gerne weiter berät.

 

 



7. Juli 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Der Bundestag hat Ende Juni das unkonventionelle Fracking in Deutschland weitgehend verboten. Die umstrittene Methode zur Erdgasförderung aus tiefliegenden Gesteinsschichten steht im Verdacht, das Grundwasser zu verunreinigen. Auch birgt die Methode weitere schwer kalkulierbare Gefahren für die Umwelt.” ]

 

In den USA, dem Fracking-Boom-Land Nummer eins, wendet sich eine Gruppe von rund 200 prominenten Aktivisten gegen die risikoreiche Technologie. Zu den  “Artists against Fracking” zählen unter anderem John Lennons-Witwe Yoko Ono, Sängerin Lady Gaga sowie die Schauspieler Uma Thurman, Hugh Jackman und Liv Tyler. Gemeinsames Anliegen ist der Stopp von Fracking-Projekten sowie der Schutz des Trinkwassers und der Umwelt. Sensibilisiert wurden dabei viele Fracking-Gegner durch den US-Dokumentarfilm „Gasland“, der 2010 die Veränderungen der Landschaft durch Fracking aufzeigte und Gefahren für das Trinkwasser eindrucksvoll beschrieb.

Einen so populären Widerstand hat es in Deutschland nicht gegeben, denn die Förderung von fossilen Energieträgern wie Erdgas und Erdöl hatte längst nicht die Ausmaße angenommen wie den USA. Und durch die gerade gefällte Entscheidung des Bundestages wird das Thema Fracking auch vorerst keine führende Rolle einnehmen.

 

Nein zu Risikotechnologien

Vor unkonventionellem Fracking wird auch in den USA gewarnt.
Vor unkonventionellem Fracking wird auch in den USA gewarnt.

Der Bundestag stimmte Ende Juni einem Kompromiss der Koalitionsparteien mehrheitlich zu, welcher der umstrittenen Erdgasförderungsmethode Fracking eine Absage erteilt. Komplett verboten wird die wirtschaftliche Nutzung der Fracking-Technologie in Gesteinsschichten oberhalb von 3.000 Metern Tiefe. Für wissenschaftliche Zwecke darf noch gefrackt werden, um die Folgen für die Umwelt weiter zu untersuchen. Auch ist Fracking in tieferen Gesteinsschichten, unterhalb von 3.000 Metern, weiter eingeschränkt möglich.

Grundlage der Entscheidung war auch die aktuelle Studie des Bundesumweltamtes. Fazit: Die Risiken der Fracking-Technologie sind nicht kalkulierbar.

 

Fracking unter die Lupe genommen

Fracking (abgeleitet aus dem englischen Begriff „Hydraulic Fracturing“) bezeichnet eine Technologie, bei der unter Hochdruck Flüssigkeiten und Chemikalien, sogenannte Fracking Fluids, in Gesteinsschichten gepresst werden. So werden Risse im Gestein geweitet und die eingelagerten Gase und Flüssigkeiten abgebaut. In erster Linie wird so Erdgas gewonnen, in Niedersachsen teilweise auch Erdöl. Generell wird unterschieden zwischen dem konventionellen Fracking, das schon seit den sechziger Jahren in Deutschland angewendet wird, und dem unkonventionelle Fracking, das sich in weniger tiefliegenden Gesteinsschichten abspielt.

 

„Erdgas – Wärme, die einfach da ist.“

Mit diesem Slogan warb die Deutsche Gaswirtschaft in den siebziger Jahren für das vermeintlich umweltfreundliche Erdgas. Dass es sich hier auch um einen begrenzten und sich nicht erneuernden Energieträger handelt, wurde vorerst ignoriert. Schließlich saß zu dieser Zeit noch vielen Menschen der Ölpreisschock in den Knochen. Noch immer spielt Erdgas bei der Energieversorgung in Deutschland eine tragende Rolle. Die heimische Produktion  – die nur einen kleinen Anteil des tatsächlichen Bedarfs deckt – stammt in erster Linie aus tiefliegenden Sand- und Kalksteinen in Norddeutschland. Hier wird schon seit vielen Jahren die konventionelle Fracking-Methode angewendet. Das konventionelle Fracking geschieht in großer Tiefe im Sandgestein und wird auch zukünftig möglich sein. Jedoch wurden die bisherigen gesetzlichen Regelungen nun verschärft. Die Anforderungen an diese Art der Gasförderung wurden dahingehend erweitert, dass in ausgewiesenen Wasserschutz– und Heilquellenschutzgebieten sowie in Gebieten der Trinkwassergewinnung und an Entnahmestellen der öffentlichen Wasserversorgung kein Fracking betrieben werden darf. Gänzlich verboten ist die Gasförderung in ausgewiesenen Nationalparks und Naturschutzgebieten. Strengere Bedingungen gelten auch bei der Entsorgung der Fracking Fluids.

Das unkonventionelle Fracking findet in den höherliegenden Gesteinsschichten statt, wie etwa in Schiefer, Ton- und Mergel sowie in Kohleflözgestein. Das geförderte Erdgas wird entsprechend auch als Schiefergas oder unkonventionelles Erdgas bezeichnet. Diese Technologie ist in Deutschland jetzt gesetzlich verboten, denn es liegen keine zuverlässigen Beurteilungen über die Auswirkungen des unkonventionellen Frackings auf die Umwelt vor. Im Mittelpunkt steht hier der Schutz des Trinkwassers.

 

Wasser ist Leben

Sauberes Trinkwasser - ein Menschenrecht!
Sauberes Trinkwasser – ein Menschenrecht!

Weitgehend unerforscht ist, inwieweit die eingesetzten Chemikalien in das Grundwasser eindringen und dieses belasten. Erlaubt ist ausschließlich eine wissenschaftliche Erforschung des unkonventionellen Frackings in diesen Gesteinsschichten. Hier gelten dann Einschränkungen durch das Wasserhaushaltsgesetz: Auch im Dienste der Wissenschaft dürfen keine wassergefährdenden Fracking-Flüssigkeiten verwendet werden.

Unser Trinkwasser zählt zu den am besten kontrollierten Lebensmittel. Dagegen stehen Trinkwasserknappheit in vielen Ländern der Erde und nur eine mäßige Qualität des Leitungswassers. So wird beispielsweise in den USA das Leitungswasser so stark chloridiert, dass viele Menschen dort fest eingebaute Wasserfilter nutzen oder auch Trinkwasser galonnenweise im Supermarkt einkaufen, um den Chlorgeruch und –geschmack zu vermeiden. Wenn jedoch gelöste Chemikalien aus Fracking Fluids hinzukommen oder radioaktive Substanzen aus Gesteinsschichten, dann hilft auch kein Wasserfilter mehr. Entsprechend ist der Trinkwasserschutz eines der wichtigsten Argumente der Fracking-Gegner in den USA.

Fracking-Stopp ist gut – jetzt aber weiter denken ….

Vielen Umweltverbänden und Bürgerinitiativen geht die neue gesetzliche Regelung noch nicht weit genug. So fordert beispielsweise der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) auch das konventionelle Fracking zu stoppen. Denn hier werden große Mengen des gefährlichen Treibhausgases Methan freigesetzt. Zum anderen schädigen die Emissionen bei der Verbrennung des geförderten Erdgases ebenfalls das Klima. Besser sei es, Alternativen zur Förderung fossiler Energien zu unterstützen und klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Da in Deutschland Erdgas in erster Linie zur Wärmegewinnung eingesetzt wird, sind hier Einsparungen möglich.

Was tun? – Erneuerbare Energien weisen den Weg!

Deutschland hat einen aktuell einen gigantischen Verbrauch an Erdgas. Rund 90 Prozent des benötigten Erdgas werden derzeit importiert. Schätzungen zufolge, liegen in Deutschland bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter Erdgas in den Schiefergesteinsschichten bis zu 3.000 Metern. Diese Bodenschätze könnten uns in den kommenden zehn Jahren komplett mit Energie versorgen. – Es geht aber auch anders. Denn auch Reserven in dieser Größenordnung sind irgendwann aufgebraucht. Und nicht zu vergessen: Auch die Gewinnung und das Verbrennen von Erdgas erzeugt Emissionen, die unser Klima belasten.

Helfen kann hier ein radikales Umdenken, denn ein hoher Energieverbrauch ist nicht alternativlos. Der erste Schritt ist es sicher, Energie einzusparen, wo immer es geht. Wenn Du die vielfältigen Tipps beherzigst, die Umweltinitiativen, Behörden und jetzt auch viele YouTuber in ihren Lifehacks geben, bist Du auf dem richtigen Weg. So können fossile Energieträger verstärkt im Boden bleiben. Der entscheidende Schritt ist jedoch die konsequente Unterstützung und Nutzung erneuerbarer Energien. So wird der Weg geebnet für einen nachthaltigen Umwelt- und Klimaschutz. Vorantreiben kannst Du diese Entwicklung, in dem Du Unternehmen unterstützt, die sich für eine nachhaltige Energieversorgung einsetzen. Wenn Du hier investiert, erzielt einen Gewinn für Dich und Deine Umwelt.

 



12. Januar 2016

Das gesamte Leben nachhaltig zu organisieren ist schon längst mehr kein reiner Trend, sondern ein Lebensgefühl, das Einzug in beinahe alle Wirtschaftsbereiche gehalten hat. Es geht mittlerweile nicht mehr nur um eine bewusste Ernährung oder umweltverträgliche Energie, sondern auch um die nachhaltige Produktion von Kleidung, Elektromobilität oder Energieeffizienz. Aber nicht nur die natürlichen Ressourcen sollen geschont werden. Unternehmen, die wirklich nachhaltig wirtschaften, beachten auch Standards bei Rechten von Arbeitern und sorgen für eine bessere Sicherheit bei der Produktion.
Konsumenten nehmen diese Angebote sehr gerne an, denn häufig beruhigt der Kauf von Produkten, die auf diese Weise hergestellt wurden, nicht nur das Gewissen, sondern die Qualität ist auch besser. Aus diesem Grund werden nachhaltig agierende Unternehmen auch mit immer höheren Gewinnen belohnt. Was liegt da näher an diesem Erfolg zu partizipieren und das eigene Vermögen ebenfalls nachhaltig zu investieren?

 

Strom aus Erneuerbaren Energien (Biomasse)Wie Du Dir ein Portfolio erstellst, das zu einer nachhaltigen Geldanlage wird erfährst Du in diesem Artikel. Dabei geht es nicht nur um eine reine Klimaschutz Geldanlage, sondern um alle Bereiche, die Dir den Aufbau einer erfolgreichen, und für alle Beteiligten fairen, Strategie ermöglichen.

 

Banken, die nachhaltig für Dich investieren

 

Der einfachste Weg eine nachhaltige Geldanlage umzusetzen ist die Inanspruchnahme der Dienste einer spezialisierten Bank. Auf diesem Sektor findest Du verschiedene Modelle. Angefangen von Banken, die Klimaschutz Investments für Dich umsetzen, bis hin zu vollständigen Ethik-Banken, die all ihre Produkte so entwickeln, dass nur nachhaltig handelnde Unternehmen Berücksichtigung im Portfolio finden.

 

Bevor Du nun jedoch das Angebot der erstbesten Bank annimmst, solltest Du Dir klarmachen, welche Anforderungen Du an Deine nachhaltige Geldanlage hast. Wenn Dir reine Klimaschutz Investments zu wenig sind, dann macht es keinen Sinn einen Finanzdienstleister auszuwählen, der sich nur hierauf spezialisiert. Die bessere Wahl wäre in diesem Fall eine Ethik-Bank, die alle Bereiche abdecken kann. Solche Banken werden Dir Investitionsmöglichkeiten zeigen, die weit über die Klimaschutz Geldanlage hinausgehen und nur solche Aktien oder Anleihen empfehlen, die von Unternehmen stammen, die nachweislich ressourcenschonend und arbeitnehmerfreundlich agieren.

 

Weiterer Vorteil: Du ersparst Dir die lange Suche nach den richtigen Geldanlagen und kannst Dir sicher sein, dass Deine ausgewählte Bank einen umfassenden Einblick in die jeweiligen Geschäftsmodelle hat.

 

Da Du aber natürlich auch an einer guten Rendite interessiert bist, werden Dir erfahrene Anlagespezialisten erklären, wie sich Dein Portfolio zusammensetzen sollte, damit Du Deine Ziele mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erreichst. Für diese Dienstleistung musst Du aber natürlich in der Regel weitere Kosten einkalkulieren. Denn meist wird die Expertise der Fachleute durch eine Beratungsgebühr finanziert, die entweder einen bestimmten Prozentsatz der investierten Summe ausmacht oder, je nach Erfolg der Investition, variabel ist.

 

Indizes – leichter Einstieg in die nachhaltige Geldanlage

 

Solltest Du auf die Beratung durch eine spezialisierte Bank verzichten, kannst Du natürlich auch selbst eine passende Strategie für Deine nachhaltige Geldanlage entwickeln. Der einfachste Weg hiermit zu beginnen ist die Auswahl der passenden Indizes. In diesen Indizes werden alle Aktien abgebildet, die von Unternehmen ausgegeben werden, die nachweislich vorbildlich und ökologisch handeln. Es gibt Indizes, die eine reine Klimaschutz Geldanlage ermöglichen, zum Beispiel den Natur-Aktien-Index, aber auch solche, die breiter aufgestellt sind.

 

Du wirst jedoch feststellen, dass die meisten Indizes sich auf die Bereiche der nachhaltigen Energiegewinnung und saubere Technologien beschränken. Der Grund hierfür ist simpel: Es ist wesentlich einfacher Werte festzulegen, die Unternehmen erfüllen müssen, damit sie aufgenommen werden. Bedeutend schwieriger wird es beispielsweise, wenn man versucht einen Index aufzubauen, der Unternehmen berücksichtigt, die sich für gute Arbeitsbedingungen bei der Produktion ihrer Güter einsetzen.

 

Nachhaltige Geldanlagen: meist einfacher als sonstiger Klimaschutz
Nachhaltige Geldanlagen: meist einfacher als sonstiger Klimaschutz

Dies würde eine laufende Überwachung vor Ort nötig machen und damit einen hohen organisatorischen Aufwand bedeuten. Viel leichter ist es da für die Herausgeber der Indizes Messwerte, etwa im Bereich des Schadstoffausstoßes, festzulegen und diese regelmäßig zu überprüfen.

 

Apropos Messwerte: Bevor Du einen Index auswählst, der Dich auf den ersten Blick anspricht, solltest Du unbedingt überprüfen, welche Kriterien der Auswahl der Aktien zugrunde liegen. Es gibt nämlich Indizes, die auch Unternehmen aufnehmen, die augenscheinlich nicht besonders nachhaltig agieren. Dies liegt häufig daran, dass diese Firmen zwar in ihrem jeweiligen Geschäftsbereich gute Werte vorweisen können, allgemein betrachtet aber nicht unter die angelegten Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften fallen würden.

 

Wenn Du solche Überraschungen vermeiden möchtest, musst Du zum einen überprüfen, nach welchen Kriterien die Unternehmen ausgewählt sind und zum anderen die Firmen und das jeweilige Verhalten selbst untersuchen. Das erfordert zwar einigen Aufwand, gibt Dir aber die Gewissheit, dass Du tatsächlich Klimaschutz Investments oder ähnliches tätigst.

 

Aktien – zielgenau nachhaltig investieren und Rendite optimieren

 

An dieser Stelle fragt man sich jetzt natürlich, wozu man Indizes überhaupt nutzen kann, wenn man ohnehin die einzelnen Unternehmen untersuchen sollte. Diese Frage ist berechtigt, aber es gibt eine einfache Antwort: Indizes, die es ermöglichen Unternehmen zu finden, die für Klimaschutz Investments oder allgemein die nachhaltige Geldanlage geeignet sind, sind eine hervorragende Grundlage zur weiteren Arbeit. Hier findest Du bereits vorgefiltert die Unternehmen, die für Deine Strategie in Frage kommen.

 

Gut integriert: Solarkraftwerk in Bergen
Gut integriert: Solarkraftwerk in Bergen

Nun überlegt man sich in einem nächsten Schritt, welche Anforderungen man hat. Möchte man eine Klimaschutz Geldanlage entwickeln oder doch lieber in Unternehmen investieren, die sich für faire Arbeitsbedingungen einsetzen? Oder vielleicht sogar beides? Welche Rendite erwartet man und wie viel Risiko kann man selbst noch vertreten? Erst wenn man diese und andere Fragen beantwortet hat, sollte man die passenden Aktien auswählen.

 

Du musst Dich hier nicht unnötig einschränken. Am besten nimmst Du Dir ein wenig Zeit und filterst die Indizes nach den passenden Werten. Nachteil dieser Strategie ist natürlich, dass Du Dir ein gewisses Grundwissen im Umgang mit Aktien aneignen musst. Du solltest zumindest Grundkenntnisse darüber haben, wie Du stabile Unternehmen erkennst, damit Du Dein Risiko einschätzen kannst. Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann kannst Du unabhängig agieren und Dir ein passendes Portfolio aus einzelnen Aktien zusammenstellen, das genau auf Deine Wünsche zutrifft. Ebenfalls positiv: Du musst keine Gebühren an Berater zahlen und erhöhst so Deine Rendite.

 

Tipp: Ein guter Beginn ist es, wenn man sich auf die Marktführer in den einzelnen Branchen, also etwa Solar, Windkraft, etc., konzentriert. Diese bestehen häufig schon lange im Wettbewerb und bergen ein kleineres Risiko.

 

Wie man die richtigen Aktien findet

 

An dieser Stelle wollen wir kurz innehalten und zunächst überlegen, welche Branchen sich für Deine nachhaltige Geldanlage überhaupt eignen. Schließlich haben wir bisher immer davon gesprochen, dass Du Dir geeignete Unternehmen aussuchen sollst. Wie aber kann man die richtigen Firmen bewerten und finden? Um dies zu schaffen, kann man verschiedene Ansätze verfolgen. Grundsätzlich solltest Du jedoch folgende drei Punkte in jedem Fall beachten:

1. Welche Ansprüche soll das Unternehmen erfüllen, in das ich investiere? Genügen mir reine Klimaschutz Investments oder sind mir faire Produktions- und Arbeitsbedingungen ebenfalls wichtig?
2. Welche Branchen kommen überhaupt in Frage? Kann ich einzelne Geschäftsfelder von Anfang an ausschließen? Bei einer Klimaschutz Geldanlage wäre es beispielsweise naheliegend, dass man nicht in Unternehmen investiert, die Öl fördern.
3. Welches Risiko kann ich eingehen und welche Rendite möchte ich erreichen?

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend für Deinen finanziellen Erfolg. Du solltest untersuchen, wie hoch die durchschnittliche Rendite eines Indizes oder einer Branche ist und dies mit Deinen eigenen Zielen abgleichen. Auch das Risiko darf keinesfalls vernachlässigt werden, denn gerade im Bereich innovativer Technologien kann man viel Geld verdienen, aber auch einen großen Teil des eigenen Kapitals verlieren, wenn sich ein Geschäftsmodell nicht durchsetzen sollte.

Bist Du Dir über Deine Erwartungen im Klaren und hast Branchen ausgeschlossen, die absolut nicht in Frage kommen, kannst Du den nächsten Schritt gehen und Dein zukünftiges Investitionsfeld eingrenzen. Ein Beispiel: Wenn Du an Klimaschutz Investments interessiert bist, suchst Du alle Geschäftsfelder, die zu diesem Bereich gehören. Dies wären etwa Solar, Windenergie, Geothermie, aber auch Brennstoffzellen. Je nach Risikoneigung wählst Du nun Unternehmen aus, die besonders stabil sind oder Dir eine hohe Rendite versprechen.

 

Fonds und Zertifikate – breit investieren, Risiko senken

 

Wenn Dir all das aber nun zu kompliziert ist, Du zu wenig Zeit hast Dich in die Materie einzuarbeiten oder Dich lieber auf die Kompetenz von Experten verlassen möchtest, gibt es zu dem vorgestellten Vorgehen natürlich auch noch gute Alternativen. Fonds und Zertifikate beinhalten Aktien, die nach vorgegebenen Kriterien ausgewählt wurden und nun aktiv von einem Manager betreut werden. Dieser kauft, je nach Marktlage, entsprechende Werte hinzu oder stößt diese ab und trägt so dazu bei, dass die Wertentwicklung insgesamt berechenbar bleibt.

 

Windkraft: Erneuerbare Energie Nummer 1 in Deutschland
Windkraft: Erneuerbare Energie Nummer 1 in Deutschland

Wichtig ist, dass Du Dir im Vorfeld ansiehst, nach welchen Kriterien die Einzelwerte ausgesucht werden, damit Du hinterher nicht feststellen musst, dass Du von Gewinnen eines Unternehmens profitierst, das Du gar nicht unterstützen wolltest.

 

Im Gegensatz zu ETF’s, auf die wir gleich noch eingehen werden, haben Fonds und Zertifikate den Vorteil, dass sie nicht alle Aktien eines Index beinhalten müssen. Die Selektion der Einzelwerte ist hier also wesentlich genauer, was zu einem höheren Standard Deiner nachhaltigen Geldanlage genauso beitragen kann wie zum richtigen Chancen-Risiko-Profil.

 

Mittlerweile hast Du eine große Auswahl an Fonds und Zertifikate, aus denen Du die richtigen aussuchen kannst. Das Angebot reicht von der reinen Klimaschutz Geldanlage, etwa beim Sarasin New Energy Fund, über Anlagen in neue Technologien, zum Beispiel beim Ecology-Fund, bis hin zu breiter gestreuten ethischen Investments, wie etwa im Ökoinvest Index Zertifikat.

 

ETF – nicht nur für Einsteiger in die nachhaltige Geldanlage geeignet

 

Die wohl einfachste Art mit Klimaschutz Investments oder anderen ethischen und ökologischen Geldanlagen zu beginnen, ist die Nutzung von ETF’s. Diese bilden einen bestimmten Index 1:1 ab, was zwei Vorteile hat:

1. Ein ETF ist weniger anfällig für Kursschwankungen als die Auswahl einzelner Aktien, denn eine breite Streuung innerhalb eines Index sorgt dafür, dass der Wertverlust einer Aktie durch den Wertanstieg einer anderen ausgeglichen werden kann.
2. Du zahlst weniger Gebühren als bei einem Fonds, der aktiv gemanagt werden muss.

Aber natürlich hat ein solcher ETF auch Nachteile. Der erste ist Dir bereits bekannt: Da ein ETF einen Index vollständig abbildet, gelten die gleichen Probleme, die wir auch schon bei den Indizes angesprochen haben. Du musst also im Vorfeld genau untersuchen, ob die Kriterien zur Auswahl der Einzeltitel Deinen Ansprüchen genügen. Zudem kann es zum Problem werden, wenn sich ein Index zu sehr auf eine einzelne Branche konzentriert, denn dann werden Kursschwankungen seltener ausgeglichen, schließlich leiden meist alle Unternehmen einer Branche, wenn diese insgesamt Schwierigkeiten hat.
Du solltest einen ETF also nur dann auswählen, wenn Du mit den Kriterien des Index zufrieden bist, der dem ETF als Basis dient. Ist dies der Fall und Du kannst erkennen, dass der ETF in der Vergangenheit eine stabile Rendite erbracht hat, eignet sich dieses Finanzinstrument jedoch hervorragend als Einstieg in die Welt der nachhaltigen Geldanlage oder als Erweiterung für Dein Portfolio.

 

Grüne Altersvorsorge

 

Zuletzt werfen wir noch einen kurzen Blick auf ein relativ neues Konzept: grüne Altersvorsorge oder auch grüne Rente genannt. Die Grundidee hinter dieser Anlagestrategie ist einfach: Investiert wird in allen Anlageklassen, die wir bisher kennengelernt haben und das nach strengen Richtlinien, die nachhaltigen Standards genügen. Großer Vorteil dabei: Bei vielen Anbietern kannst Du aktiv an der Gestaltung der Kriterien teilhaben. Ein Berater wird Dir dann entsprechende Angebote machen und Dir erklären, in welche Branchen und Unternehmen er mit welchen Finanzprodukten investieren möchte. Etwas weniger transparent, aber wesentlich einfacher sind vorgefertigte Produkte. Diese investieren Deine Beiträge zur privaten Altersvorsorge automatisch in bestimmte Finanzprodukte. Hier musst Du Dich im Vorfeld aber genau informieren, denn bei einigen Anbietern wird lediglich nach dem Best of Class Ansatz investiert. Dies bedeutet, dass Aktien eines Unternehmens erworben werden, das in seiner Branche positiver agiert als die Mitbewerber, muss allerdings nicht bedeuten, dass die Branche an sich nachhaltig ist.

Weitere Möglichkeit für Klimaschutz-Investments als Altersvorsorge oder allgemein nachhaltige zusätzliche Rente sind die folgenden beiden Konzepte:

1. Investition nach einer Negativliste: Dieses Vorgehen ist weniger streng und schließt lediglich Unternehmen aus, die gegen festgelegte Grundsätze verstoßen.
2. Investition nach einer Positivliste: Hier werden Unternehmen aktiv nach festgelegten Kriterien ausgewählt. Für eine Klimaschutz Geldanlage könnte dies also bedeuten, dass keine Treibhausgase emittiert werden dürfen.

Mit grünen Renten erhältst Du also die Chance mit gutem Gewissen langfristig für Dein Alter vorzusorgen. Entscheide Dich einfach für eine der drei vorgestellten Vorgehensweisen und lasse Dir dann die passenden Produkte von einem professionellen Berater vermitteln. Das spart Zeit und Du kannst sicher sein, dass Deine Altersvorsorge nachhaltig erwirtschaftet wurde.

Du hast in diesem Artikel verschiedenste Möglichkeiten kennengelernt, wie Du klimaschonend investieren oder allgemein nachhaltige Geldanlagen betreiben kannst. Behalte immer im Hinterkopf, dass es wichtig ist Dir selbst klarzumachen, welche Ansprüche Du an eine solche Strategie hast. Erst dann kannst Du zuverlässig selbst überprüfen, ob die entsprechenden Finanzprodukte zu Dir und Deinen Zielen passen. Außerdem hast Du so die Chance einem geübten Berater klar zu sagen, was für Dich in Frage kommt und was Du ausschließt, damit dieser Dir dann ein perfektes Portfolio für Deine Klimaschutz-Geldanlage oder ethische Investitionen zusammenstellen kann.

 

 

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