Klimaschutz: Verlorenes Jahrzehnt

14. November 2018

 

Am heutigen Mittwoch wird der Brown-to-Green-Report der internationalen Initiative “Climate Transparency” vorgestellt.

Die Initiative besteht aus 14 Forschungseinrichtungen und NGO’s und beschäftigt sich mit den Klimaschutzanstrengungen der größten 20 Wirtschaftsnationen, dem Kreis der G20. Diese repräsentieren in etwa 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

 

Der Bericht zeigt dass die Energieerzeugung in den G20-Staaten bei weitem mehr braun als grün ist. Sie beziehen weiterhin rund 80 Prozent der Primärenergie aus Gas, Kohle und Öl. Seit 1990 hat sich daran wenig geändert. Die daraus resultierenden Emissionen erhöhten sich 2017 sogar um 1,6 Prozent.

 

Beim Klimaschutz kommen von den Regierenden der G20-Staaten also weiterhin nur Lippenbekenntnisse. Die internationale Energieagentur (IEA) erwartet auch 2018 einen weiteren Anstieg der klimaschädlichen Emissionen.

 

Dabei sieht das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2 Grad, am besten auf nur 1,5 Grad, vor. Derzeit sind die G20 auf dem Weg zu einer Erwärmung von 3,2 Grad. Würden sich alle so verhalten wie Russland, die Türkei oder Saudi-Arabien würde der Temperaturanstieg wohl 4 bis 5 Grad bedeuten.

 

Die Folgen werden dramatisch. Der Meeresspiegel dürfte stark ansteigen und Völkerwanderungen auslösen. Verminderte und veränderte Winde werden zu stabilieren Wetterlagen führen, so dass Trockenperioden wie in Deutschland 2018 oder Stürme wie in den Südstaaten der USA in den letzten Jahren deutlich zunehmen werden. Breite Landstriche in Afrika und Asien werden aufgrund der Hitze nicht mehr bewohnbar sein.

 

Deutschland hat sich noch vor 10 Jahren als Klimaschützer hervorgetan. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz von Anfang des Jahrtausends war wegweisend und hat zur Marktreife von Energieerzeugungsanlagen in den Bereichen Photovoltaik und Windkraft geführt, wie es damals nicht vorstellbar war.

 

Doch unter der Regierung Merkel hat sich das verändert. Die Kanzlerin ohne Visionen hat den Klimaschutz als bedeutungslos eingestuft. Die Folge: die deutschen CO2 Emissionen sind 2017 höher als 2009 gewesen. Der Deutsche verursacht pro Kopf 10,5 Tonnen CO2 pro Jahr, deutlich mehr als der Durchschnitt von 8 Tonnen pro Kopf.

 

Abstimmung mit den Füßen: mit der eigenen Geldanlage etwas für den Klimaschutz tun: