Replikationsmethode eines ETF

23. Juli 2020

Die Anlageform eines ETF bildet grundsätzlich einen Index nach, also ein Zusammenstellung mehrerer Wertpapiere, häufig Aktien. Ein ETF “auf den DAX” würde also die Wertentwicklung des bekannten deutschen Aktienindex DAX abbilden.

Doch wie wird das in der Praxis gemacht?

Replikationsmethode physisch

An diese Form der Nachbildung würde man wohl gleich denken: Man kauft einfach alle Aktien der Unternehmen des Indizes, und zwar in dem Verhältnis, das der Gewichtung des jeweiligen Unternehmens im Index entspricht, und schon ist der Index nachgebildet. Man das “physisch replizierend”-

Wenn der Index sehr groß ist und sehr viele Aktien enthält, wird teilweise auch nur ein wichtiger Teil der Aktien gekauft. Wenn ein Index wie zum Beispiel der MSCI World rund 1.600 Wert enthält, reicht es für eine gute Abbildung des Index vielleicht aus, die am höchsten gewichtesten 100 oder 300 Aktien zu kaufen. Diese bilden den Index bereits sehr präzise nach.

Replikationsmethode synthetisch

Um Kosten zu sparen kann man – statt die Wertpapiere eines Index zu kaufen – auch die Wertentwicklung nachbilden, meist indem man sogenannte SWAPS, also Tauschgeschäfte mit anderen Banken nutzt. Man sich damit allerdings ein Emittentenrisiko eingeholt, denn die Gegenpartei des Tauschgeschäftes könnte ja zahlungsunfähig werden und die Rückzahlung des Tauschgeschäfts könnte nicht durchgeführt werden.

Replikationsmethode aus Sicht eines ethisch-ökologischen Anlegers

Wer mit seiner Geldanlage nicht nur Geld verdienen möchte, sondern auch die Unternehmen und Staaten unterstützen möchte, die sich eine lebenswerten Zukunft verschrieben haben, muss in “physisch replizierende ETFs” investieren. Nur hier kommen den Zielunternehmen auch die eingesetzten Gelder zum Tragen.