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25. Juli 2018

Ein Rentenfonds ist ein Investmentfonds der hauptsächlich Rentenpapier hält. Rentenpapiere oder auch Anleihen genannte Wertpapiere sind börsengehandelte, festverzinsliche Wertpapiere.

 

Beispiel: Ein Unternehmen möchte eine neue Produktionsstraße für 20 Millionen Euro errichten. Die Finanzierung soll mit 1 Million Eigenkapital, 9 Millionen Bankkrediten und 10 Millionnen Euro vom Kapitalmarkt sicher gestellt werden. Dazu emittiert das Unternehmen eine Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von 10 Jahren und zahlt 4 Prozent Zinsen (sogenannter Kupon) jährlich. Am Ende der 10 Jahre wird der Nennwert der Anleihe wieder zurück gezahlt. Ein Anleger muss die Unternehmensanleihe jedoch nicht 10 Jahre besitzen. Er kann sie über die Börse verkaufen (oder kaufen). Es wird über die Börse ein aktueller Kurs festgestellt.

 

Wie im oben geschilderten Beispiel ein Unternehmen Finanzbedarf hat, so haben auch Staaten Finanzbedarf und verschulden sich über sogenannte Staatsanleihen. Diese gibt es in unterschiedlichen Laufzeiten von zum Beispiel 3 Jahren, 10 Jahren, 30 Jahren oder gar 100 Jahren (Argentinien und Österreich).

 

Generell gelten Staatsanleihen als sicherer als Unternehmensanleihen und stellen entsprechend auch niedrigere Zinsen (Kupons) in Aussicht. Aber auch hier gibt es immer wieder Ausfälle, wie die Beispiele Argentinien oder Griechenland zeigen.

 

Wie ändert sich der Kurs von Anleihen wenn sich das Zinsniveau ändert? Eine Anleihe mit einem bestimmten Zins wird dann unattraktiver, wenn der allgemeine Anlagenzins steigt. In der Folge sinkt der Kurs der Anleihe; wer die Anleihe also veräußern möchte, bekommt weniger Geld.

 

Wenig interessiert das den Anleger, der die Anleihe bis zum Ende hält – denn er bekommt zum Ende auf jeden Fall seine 100 Prozent wieder zurück, auch wenn der Kurs der Anleihe zwischenzeitlich vielleicht auf 95 Prozent gefallen war.

 

 



23. Juli 2020

Die Anlageform eines ETF bildet grundsätzlich einen Index nach, also ein Zusammenstellung mehrerer Wertpapiere, häufig Aktien. Ein ETF “auf den DAX” würde also die Wertentwicklung des bekannten deutschen Aktienindex DAX abbilden.

Doch wie wird das in der Praxis gemacht?

Replikationsmethode physisch

An diese Form der Nachbildung würde man wohl gleich denken: Man kauft einfach alle Aktien der Unternehmen des Indizes, und zwar in dem Verhältnis, das der Gewichtung des jeweiligen Unternehmens im Index entspricht, und schon ist der Index nachgebildet. Man das “physisch replizierend”-

Wenn der Index sehr groß ist und sehr viele Aktien enthält, wird teilweise auch nur ein wichtiger Teil der Aktien gekauft. Wenn ein Index wie zum Beispiel der MSCI World rund 1.600 Wert enthält, reicht es für eine gute Abbildung des Index vielleicht aus, die am höchsten gewichtesten 100 oder 300 Aktien zu kaufen. Diese bilden den Index bereits sehr präzise nach.

Replikationsmethode synthetisch

Um Kosten zu sparen kann man – statt die Wertpapiere eines Index zu kaufen – auch die Wertentwicklung nachbilden, meist indem man sogenannte SWAPS, also Tauschgeschäfte mit anderen Banken nutzt. Man sich damit allerdings ein Emittentenrisiko eingeholt, denn die Gegenpartei des Tauschgeschäftes könnte ja zahlungsunfähig werden und die Rückzahlung des Tauschgeschäfts könnte nicht durchgeführt werden.

Replikationsmethode aus Sicht eines ethisch-ökologischen Anlegers

Wer mit seiner Geldanlage nicht nur Geld verdienen möchte, sondern auch die Unternehmen und Staaten unterstützen möchte, die sich eine lebenswerten Zukunft verschrieben haben, muss in “physisch replizierende ETFs” investieren. Nur hier kommen den Zielunternehmen auch die eingesetzten Gelder zum Tragen.