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25. Juli 2018

Ein ETF ist die Abkürzung für exchange-traded fund und bezeichnet grundsätzlich einen börsengehandelten Investmentfonds.

 

Normalerweise werden Anteile an Investmentfonds direkt vom Anbieter bezogen beziehungsweise wieder an ihn zurück verkauft (Primärmarkt). Die Preisfestsetzung erfolgt dabei nur einmal pro Kalendertag.

Bei ETFs wird über die Börse kontinuierlich ein Preis festgestellt. Der Handel erfolgt über den Sekundärmarkt.

 

Hierdurch können ETFs in der Regel schneller und zu einem genauer passenden Preis gehandelt werden. Der Kauf erfolgt praktisch immer ohne einen Ausgabeaufschlag (üblich bei herkömmlichen Investmentfonds), dafür müssen Spreads zwischen Einkaufs- und Verkaufskurs sowie Handelsgebühren (z.B. Additional Trading Costs (ATC) oder Transaktionskosten) berücksichtigt werden.

 

Wesentlich ist auch ein zweiter Unterschied von ETFs zu herkömmlichen Investmentfonds: in den meisten Fällen handelt es sich um passives Investment. Entgegen dem aktiven Investment, bei dem Menschen die Auswahl von Wertpapieren treffen, wird bei einem passiven Investment ohne menschliche Entscheidungen gearbeitet und  beispielsweise ein Index, also eine festgelegte Zusammenstellung von Wertpapieren, eingekauft.

 

Hierdurch entfallen die Kosten für den Menschen, der die Anlageentscheidungen treffen muss. Außerdem entfällt der mögliche Fehlerfaktor “Mensch”, der häufig mit der Auswahl seiner Entscheidungen schlechter liegt als der Index.



25. Juli 2018

Ein Investmentfonds ist ein Kapitalmarktprodukt, bei dem viele Anleger Ihr Geld einzahlen und dieses dann nach speziellen, vorher festgelegten Regeln angelegt wird. Üblicherweise gibt es einen Fondsmanager, über der das Tagesgeschäft für den Investmentfonds übernimmt und Wertpapierkäufe und -verkäufe für den Fonds tätigt.

 

Es ergeben sich für den Anleger mehrere Vorteile:

  1. Möglicherweise erzielt der professionelle Fondsmanager bessere Anlageergebnisse
  2. Es kann auch bei kleineren Summen die Teilnahme am Kapitalmarkt getätigt werden, denn häufig hat ein einzelner Anleger nicht ausreichend Geld, um die zur Risikominimierung sinnvolle Streuung zu gewährleisten.
  3. Der Anleger kann in Märkte, zum Beispiel Schwellenländer, investieren, ohne spezielle Kenntnisse über die Börsen vor Ort zu haben.

Je nach Investitionsobjekt werden verschiedene Fonds unterschieden. Neben der berühmtesten Anlageklasse Aktienfonds gibt es unter anderem noch Rentenfonds, Immobilienfonds, Mischfonds, Vermögensverwaltungsfonds, Länderfonds, Schwellenländerfonds, Biotechfonds, Technologiefonds, Wasserfonds, Waldfonds oder Mikrofinanzfonds.

 

Eine Sonderform der Investmentfonds sind die ETFs, bei denen statt eines aktiven Fondsmanagers die Anlageentscheidungen aufgrund von beispielsweise Börsenindizes getroffen werden (mehr zu ETFs) und die meist geringere Kosten aufweisen.

 



25. Juli 2018

Ein Rentenfonds ist ein Investmentfonds der hauptsächlich Rentenpapier hält. Rentenpapiere oder auch Anleihen genannte Wertpapiere sind börsengehandelte, festverzinsliche Wertpapiere.

 

Beispiel: Ein Unternehmen möchte eine neue Produktionsstraße für 20 Millionen Euro errichten. Die Finanzierung soll mit 1 Million Eigenkapital, 9 Millionen Bankkrediten und 10 Millionnen Euro vom Kapitalmarkt sicher gestellt werden. Dazu emittiert das Unternehmen eine Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von 10 Jahren und zahlt 4 Prozent Zinsen (sogenannter Kupon) jährlich. Am Ende der 10 Jahre wird der Nennwert der Anleihe wieder zurück gezahlt. Ein Anleger muss die Unternehmensanleihe jedoch nicht 10 Jahre besitzen. Er kann sie über die Börse verkaufen (oder kaufen). Es wird über die Börse ein aktueller Kurs festgestellt.

 

Wie im oben geschilderten Beispiel ein Unternehmen Finanzbedarf hat, so haben auch Staaten Finanzbedarf und verschulden sich über sogenannte Staatsanleihen. Diese gibt es in unterschiedlichen Laufzeiten von zum Beispiel 3 Jahren, 10 Jahren, 30 Jahren oder gar 100 Jahren (Argentinien und Österreich).

 

Generell gelten Staatsanleihen als sicherer als Unternehmensanleihen und stellen entsprechend auch niedrigere Zinsen (Kupons) in Aussicht. Aber auch hier gibt es immer wieder Ausfälle, wie die Beispiele Argentinien oder Griechenland zeigen.

 

Wie ändert sich der Kurs von Anleihen wenn sich das Zinsniveau ändert? Eine Anleihe mit einem bestimmten Zins wird dann unattraktiver, wenn der allgemeine Anlagenzins steigt. In der Folge sinkt der Kurs der Anleihe; wer die Anleihe also veräußern möchte, bekommt weniger Geld.

 

Wenig interessiert das den Anleger, der die Anleihe bis zum Ende hält – denn er bekommt zum Ende auf jeden Fall seine 100 Prozent wieder zurück, auch wenn der Kurs der Anleihe zwischenzeitlich vielleicht auf 95 Prozent gefallen war.

 

 



25. Juli 2018

Der Spread ist der Unterschied zwischen zwei vergleichbaren wirtschaftlichen Größen.

 

Ein einfaches Beispiel ist der Wechselkurs für eine Fremdwährung: Wer zum Beispiel Dollar kauft um in die USA zu reisen, bekommt pro Euro vielleicht 1,15 US-Dollar. Verkauft er nach seiner Reise die Restbestände an Dollar wieder und setzt man voraus, dass sich der Wechselkurs in dieser Zeit nicht verändert hätte, würde vielleicht ein Kurs von 1,18 US-Dollar gezahlt werden. Ausgerechnet:

Für 100 Euro bekam der Reisende zu Beginn: 100 Euro * 1,15 = 115 Dollar.

Wenn er am Ende der Reise 115 Dollar wieder in Euro tauscht gilt: 115 Dollar / 1,18 = 97,4 Euro.

 

Mit dem Spread werden Kosten und Gewinn der Handelsteilnehmer bezahlt. Im Beispiel wären die 2,60 Euro die Marge der Bank um ihre Kosten zu decken und einen Gewinn zu erzielen.

 

Diesen Spread gibt es auch im Wertpapier-Bereich. Jede Aktie oder jeder börsengehandelte ETF hat einen Geldkurs (niedriger) und einen Briefkurs (höher). Die Differenz ist der Spread:

 

Spread (=Geld-Brief-Spanne) = Briefkurs – Geldkurs

 

Beispielsweise wurde die Aktie der Umweltbank am 25. Juli 2018 an der Heimtbörse München mit einem Geldkurs von 9,5 Euro pro Stück gehandel. Der Briefkurs betrug 9,6 Euro pro Stück. Der Spread ist in diesem Fall 0,1 Euro oder 10 Eurocent pro Aktie.

 

Je häufiger ein Wertpapier gehandelt wird, um so niedriger sind die Handelskosten der Marktteilnehmer und umso höher ist der Wettbewerb beim Handel dieses Wertpapiers. Entsprechend wird der Spread geringer.

 

Umgedreht ist ein niedriger Spread eine Maßzahl für hohen Umsatz dieses Wertpapieres an dieser Börse.

 

Der Spread unterscheidet sich grundsätzlich nach Wertpapier, aber auch nach Börsenplatz und Uhrzeit. Der Spread ist umso geringer, je mehr das Wertpapier an einem bestimmten Börsenplatz gehandelt wird und er ist geringer zu den üblichen Handelszeiten der jeweiligen Börse. Im außerbörslichen Handel fallen entsprechend meist höhere Spreads an.