Waldinvesment


17. Juli 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Deutschland ist eine Industrienation, dennoch ist ein Drittel der Landesfläche mit Wäldern bedeckt. Unberührte Natur ist jedoch selten, denn die Wälder sind größtenteils Wirtschaftswälder. Für den Erhalt einer reichen Biodiversität gibt es jedoch verschiedene Schutzgebiete, die – je nach Ausweisung – unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Dabei verbinden Nationalparks – nicht nur in Waldgebieten – ökologische Aufgaben mit ökonomischen Vorteilen.” ]

 

 

Deutschland zählt zu den führenden Industrienationen weltweit. Innerhalb der Europäischen Union gehört das Land zugleich auch zu den waldreichsten Ländern. Knapp ein Drittel des gesamten Landes ist mit Wald bedeckt , dabei hat sich die Waldfläche im letzten Jahren sogar wieder leicht um 0,4 Prozent vergrößert. Insgesamt sind das rund 90 Milliarden Bäume auf 11,4 Millionen Hektar Land, die als Ökosystem einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.

 

Wälder werden aber auch seit Jahrhunderten als Wirtschaftswälder genutzt – und das nicht immer nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit, die im 18. Jahrhundert formuliert wurden und den langfristigen Erhalt der Baumbestände zum Ziel hatten, denn der Raubbau an der Natur ist nicht allein ein Phänomen der Moderne. Entsprechend dem Werk „Silvicultura Oeconomica“ von Hans Carl von Carlowitz sollten stets nur die Menge an Bäumen entnommen werden, wie auch wieder aufgeforstet werden können.

 

Durch die wirtschaftliche Bedeutung von Holz kam es jedoch in der Geschichte immer wieder zu größeren Entnahmen. Mit einem Anteil von 99 Prozent überwieg der Hochwald, der durch Naturverjüngung, Saat und Pflanzung entsteht. Nur noch geringe Anteile haben der Niederwald, bei dem Bäume in kurzen Abständen entnommen werden, sowie der Mittelwald, der beide Wirtschaftsformen kombiniert.

 

 

Keine unberührte Natur

Schon die forstwirtschaftliche namentliche Einteilung der Waldgebiet macht deutlich, dass es echte Urwälder – also Primärwälder, in die der Mensch nicht eingreift, in Deutschland nicht mehr gibt. Urwaldähnliche Gebiete existieren jedoch im Rahmen einiger Nationalparks. Hier hat die Natur Vorrang vor den Bedürfnissen der Menschen.

 

 

 

Zudem sieht das Bundesnaturschutzgesetz noch weitere Schutzgebiete vor, deren Besonderheiten jeweils geregelt sind. Einen besonderen Gebietsschutz zur Erhaltung wildlebender Tier- und Pflanzenarten bieten demnach auch ausgewiesene Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und Naturparks. Einzelne Landschaftsteile werden als Naturdenkmale oder geschützte Landschaftsbestandteile unter besondere Aufsicht gestellt. Ebenfalls im Naturschutzgesetz verankert ist der Biotopschutz. Darüber hinaus gibt es als europäische Richtlinie die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, die Teil des europäischen Biotopverbundsystems Natura 2000 sein soll.

 

Die Gesellschaft stärker für die Bedeutung des Natur- und Artenschutz und die verantwortungsvolle und schonende Nutzung der Ressourcen zu sensibilisieren, ist Aufgabe und Ziel der „International Union for Conservation of Nature and Natural Resources“, kurz IUCN. Die Nichtregierungsorganisation veröffentlicht die „Rote Liste der gefährdeten Arten“ und kategorisiert nationale Schutzgebiete, um sie international vergleichbar zu machen.

 

Dafür hat die IUCN Standards für den Natur- und Artenschutz entwickelt. Die Organisation mit Sitz in der Schweiz wurde 1948 gegründet und verfügt über Niederlassungen in mehr als 60 Ländern weltweit. Außerdem genießt die IUCN einen Beobachterstatus bei der UN-Vollversammlung. Zu den Mitgliedern der IUCN zählen in Deutschland unter anderem das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Bundesamt für Naturschutz, der Bund Naturschutz, der Naturschutzbund Deutschland sowie die Zoologische Gesellschaft Frankfurt.

 

 

Nationalparks – Die große Idee

Nationalparks gibt es in vielen Ländern der Welt. Im Allgemeinen werden diese großen Schutzgebiete von der jeweiligen Regierung verwaltet und sollen die natürliche Entwicklung der heimischen Tier- und Pflanzenarten fördern. Die Nationalparks werden zwar in einem gewissen Sinne gepflegt, das Eingreifen des Menschen soll jedoch möglichst gering gehalten werden. Außerdem werden die Gebiete auch aktiv vor Umweltverschmutzung geschützt.

 

Neben der wichtigen ökologischen Aufgabe der Nationalparks, werden die Gebiete jedoch auch touristisch vermarktet und sollen der Erholung dienen. Die Idee der Nationalparks entstand im 19. Jahrhundert in verschiedenen Ländern. Gemeinsames Ziel war es, die ursprüngliche Natur zu bewahren und für kommende Generationen erlebbar zu machen. Die ersten Nationalparks entstanden in den USA. 1864 wurde ein erstes Schutzgebiet ausgewiesen, das heute Teil des Yosemite National Park ist. Der weltweit erste offizielle Nationalpark war der Yellowstone National Park, der 1872 eröffnet wurde. Die nationale Bedeutung der Schutzgebiete spiegelt sich auch in der behördlichen Zuständigkeit wider: Die Nationalparks der USA liegen im Verantwortungsbereich einer eigenständigen Behörde des Innenministeriums.

 

In den folgenden Jahrzehnten setzte sich die Idee der nationalen Schutzgebiete weiter durch. Es folgten große Parks in Kanada, Australien und Neuseeland. Die ersten europäischen Nationalparks entstanden 1909 in Schweden. Dort wurden gleich neun Gebiete als Nationalparks ausgewiesen.

 

 

Mensch als Teil der Natur

Dabei gingen die Skandinavier einen Schritt weiter und berücksichtigten auch den Menschen als Teil des Schutzgebietes. So wurde dem indigenen Volksstamm der Samen im Norden des Landes teilweise Nutzungsrechte für ihre Rentierherden eingeräumt.

 

Ein wichtiger Punkt in der Entwicklung der Parks, denn das Nutzungsverbot in anderen Teilen der Erde führte in vielen Fällen zur Vertreibung der einheimischen Völker, die vormals im Einklang mit der Natur gelebt haben, von ihrem angestammten Land. Die Annahme, dass der menschliche Eingriff prinzipiell schädlich für die Natur sei, entsprang dabei der unreflektierten Erfahrung des eigenen ausbeuterischen Umgangs mit der Natur.

 

Der Gedanke, die lokalen Gemeinschaften als Teil Natur mit in die Nationalparkkonzepte miteinzubeziehen, setzt sich erst in den letzten Jahren durch, vor allem durch deren eigene Initiative, durch. In eine ähnliche Richtung zielt auch die Ausweisung einer Region als Biosphärenreservat. Bei diesem Projekt der UNESCO werden neben den Aspekten der Ökologie und Nachhaltigkeit auch die sozio-kulturellen Aspekte mit einbezogen und der Mensch als Bestandteil des Ökosystems gesehen.

 

 

Nationalparks zählen zu den nationalen Assets

Nationalparks sind heute weltweit etabliert und stehen dabei auch für die Besonderheiten und Werte des jeweiligen Landes. Aktuell gibt es mehr als 2.200 Nationalparks in rund 120 Ländern der Erde und umfassen nahezu alle Landschaftstypen. Die weltweite Koordination obliegt der IUCN.

 

Voraussetzung für einen Nationalpark ist es, dass drei Viertel der Fläche sich selbst überlassen werden, um das Ökosystem langfristig zu schützen. Im Gegensatz zu einem Totalreservat, sind verschiedene Eingriffe erlaubt, um das gestörte ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen. Beispielsweise durch die Bestandsregulierung von Wild, die Wiederansiedlung lokal ausgerotteter Arten oder die Beseitigung nicht heimischer Arten.

 

Ein Viertel der Fläche darf auch wirtschaftlich genutzt werden, etwa durch Landwirtschaft, Fischerei oder Brennholzentnahme. Darüber hinaus stehen weite Teile der Nationalparks für Besucher offen und sollen so auch als Lernort dienen und Erholung und Entspannung in der Natur fördern

 

 

Nationalparks in Deutschland

Die Ausweisung von Naturdenkmälern und den vielfältigen Naturschutzgebieten als Nationalparks begann in Deutschland erst in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Mittlerweile gibt es 16 deutsche Nationalparks, die insgesamt 0,6 Prozent der Landfläche einnehmen. Nicht gezählt sind dabei die marinen Flächen der Nord- und Ostsee.

 

Der Wert ist vergleichsweise niedrig, Nachbarländer wie beispielsweise Österreich können immerhin einen Flächenanteil von 2,8 Prozent an Nationalparks ausweisen. Allerdings verfügt Deutschland neben den offiziellen Nationalparks über mehr als 8.500 Naturschutzgebiete, die zusätzlich 2,8 Prozent der Landesfläche ausmachen.

 

Als erster deutscher Nationalpark ging 1970 der Bayerischer Wald an den Start. Das Konzept, den Wald als Urwald seiner eigenen Entwicklung zu überlassen, war damals ungewöhnlich, stellte aber die Weichen für die weitere Entwicklung der Nationalpark-Idee in Waldgebieten. Auch nach einem heftigen Gewittersturm 1983 wurde die beschädigte Fläche nicht aufgearbeitet, sondern konsequent die Leitidee „Natur Natur sein lassen“ verfolgt.

 

Das Waldgebiet entlang der Grenze zu Tschechien verfügt über einen dichten Bewuchs, eine vielfältige Fauna und Flora und entwickelt sich zu einem bodenständigen Urwaldgebiet. Dass von einem weitsichtigen Nationalpark-Management nicht nur die Natur sondern auch der Mensch profitiert, bewahrheitet sich im Nationalpark Bayerischer Wald, der zu den beliebtesten Urlaubsregionen im Land zählt. Besonders attraktiv ist hier auch die Vernetzung mit dem Nationalpark Böhmerwald (Šumava). Die beiden Parks bilden zusammen das größte zusammenhängende mitteleuropäische Waldgebiet.

 

Im Nationalpark Bayerischer Wald ist – gemäß der Richtlinien der IUCN in vier Zonen eingeteilt. In der Naturzone, die aktuell rund 67 Prozent der Fläche einnimmt, haben die natürlichen Prozesse Vorrang. Dort sind grundsätzlich keine menschlichen Eingriffe vorgesehen.

 

Innerhalb der Entwicklungszone, rund 10 Prozent der Fläche, werden die Wälder schrittweise ihrer natürlichen Entwicklung überlassen. Rund 21 Prozent des Gebietes zählen zum Randbereich, dort werden Waldschutzmaßnahmen durchgeführt. Die verbleibende Fläche wird als Erholungszone gemanagt. Dort sorgt die Nationalparkverwaltung für die Sicherheit der Nationalparkbesucher.

 

 

Die Nationalparkidee macht Schule

1978 folgte mit dem Nationalpark Berchtesgaden ein alpines Schutzgebiet. In den achtziger Jahren folgen vier Nationalparks in den Küstenregionen Niedersachsen, Schleswig Holstein, Hamburg und Mecklenburg Vorpommerns. Dabei konnten die Wattenmeer-Nationalparks besonders viel Aufmerksamkeit für die ökologische Bedeutung der Meere auf sich ziehen.

 

In den neunziger Jahren kamen fünf Nationalparks in Ostdeutschland dazu. Hier machte besonders der Nationalpark Hainich in Thüringen von sich Reden: Da der Hainich lange ein mili­tärisches Sperrgebiet war und kaum betreten und genutzt wurde, konnten sich die dortigen Waldbestände ungestört und urwaldähnlich entwickeln. Bei den Besuchern besonders beliebt ist dabei der Baumkronenpfad, der eine neue Sicht auf das Ökosystem Wald ermöglicht.

 

In den 2000er Jahren entdeckten auch zunehmend die deutschen Mittelgebirge die Vorteile einer Nationalparkausweisung. Mit Eifel, Kellerwald, Harz und Hunsrück ergänzten vier Regionen die Nationalparkkarte. Seit 2014 dabei ist außerdem der Nationalpark Schwarzwald.

 

 

Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden

Der ökologische Gewinn durch Nationalparks wird kaum noch angezweifelt. In vielen Regionen hat sich zudem gezeigt, dass sich das ökologische Engagement auch langfristig wirtschaftlich auszahlt.

 

Im Zuge des naturnahen sanften Tourismus haben sich nicht nur die landschaftlich herausragenden Regionen am Alpenrand und am Wattenmeer gut entwickelt, auch Regionen, in denen der Fremdenverkehr vormals kein besonderer Wirtschaftsfaktor darstellte, haben viele neue Freunde gefunden. Ein gutes Beispiel dafür sind die vielfältigen Wanderangebote in den ehemals strukturschwachen Gebieten von Eifel und Hunsrück.

 

 

 

 


angel-investors.jpg

23. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: ForestFinance zählt zu den erfahrenen Anbietern nachhaltiger Geldanlagen. Das Bonner Unternehmen bietet seit rund 20 Jahren klimafreundliche Waldinvestments in Asien, Süd- und Mittelamerika. Ziel ist der Erhalt des tropischen Regenwaldes durch eine nachhaltige Forstwirtschaft. Durch die Aufforstung soll nicht nur das globale Klima verbessert werden, auch die Menschen vor Ort, Natur, Umwelt und nicht zuletzt die Anleger sollen von diesem Konzept profitieren.” ]

 

 

Nachhaltige Geldanlage: Aufforstungsprojekte in Südamerika.

Immer wieder berichten wir hier über interessante und nachhaltige Geldanlagen. Diese nutzen dem Klima und bringen Dir gute Erträge. So kannst Du mit gutem Gewissen Deine Finanzgeschäfte betreiben und durchbrichst das veraltete Wirtschaftsdenken von Gewinnern und Verlierern.

 

Klimafonds ist ein erfahrener Experte für ethische und ökologische Investments und berät Dich umfassend. Aber vielleicht hast Du Dich schon einmal gefragt, wie die vielfältigen nachhaltigen Angebote zustande kommen.

 

So wie Verlage regelmäßig Bücher veröffentlichen, die in ihr Verlagsprogramm passen, bringen sogenannte Emissionshäuser Geldanlagen auf den Markt. Dabei haben sich einige Anbieter auf nachhaltige Geldanlagen spezialisiert und betreiben ihr Geschäft mit viel Herzblut.

 

Als Anbieter klimafreundlicher Investments, ist es für uns natürlich wichtig, Dir nur Geldanlagen anzubieten, die Deinen und unseren hohen Ansprüchen genügen. Deshalb sehen wir auch bei den Anbietern zweimal hin, bevor wir die Finanzprodukte in unser Angebotsportfolio aufnehmen.

 

Im Rahmen einer kleinen Serie wollen wir Dir in loser Folge einige engagierte Finanzunternehmen vorstellen, mit denen wir bereits lange zusammenarbeiten. Den Anfang macht ForestFinance aus Bonn.

 


Harry Assenmacher – der realistische Visionär

ForestFinance wurde 1995 von Harry Assenmacher in Bonn gegründet. Assenmacher war zu damals bereits in ökologischen Kreisen ein bekannter Sachbuchautor und verfügte als engagierter Journalist über vielfältige Kontakte zu Verbänden, Unternehmen und Medien. Unter anderem war Assenmacher Chefredakteur des Magazins „Fairkehr“, dem Organ des alternativen Verkehrsclubs Deutschland VCD. Außerdem schrieb er für Publikationen des Umweltverbandes BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland).

 

Mit seiner Idee, dem Raubbau am tropischen Regenwald ein Ende zu setzen und Aufforstungsprojekte zu initiieren, wagte Assenmacher dann den Schritt in die unternehmerische Praxis. Ziel war es von Anfang an, die Aufforstungen nicht aus Spenden zu finanzieren, sondern das Vorhaben sofort auf wirtschaftlich feste Füße zu stellen. Mit den Aufforstungen unterstrich Assenmacher deutlich die klimapolitische Bedeutung der Projekte: Schutz, Erhalt und Pflege des tropischen Regenwaldes sind  unerlässlich, um klimaschädliches CO2 zu kompensieren.

 

Das erste Projekt von ForestFinance wurde in Panama realisiert. Die Aufforstungen geschahen unter sozial fairen und ökologisch sinnvollen Rahmenbedingungen. Zugleich sollte sich die Investition auch wirtschaftlich rechnen. Mit seinen Waldinvestments traf Assenmacher den Nerv der Zeit. Die anfänglichen Erfolge motivierten zum Weitermachen. Nach dem Projekt in Panama wurden in den folgenden Jahren auch ökologische Mischwälder in Kolumbien, Peru und Vietnam aufgebaut.

 

Rund 20 Jahre lang war Harry Assenmacher geschäftsführender Gesellschafter von ForestFinance, bis er 2016 in den in Gründung befindlichen Aufsichtsrat des Unternehmens wechselte. Heute steht der 61-jährige Assenmacher ForestFinance als Berater zur Seite und begleitet die weitere Entwicklung der Projekte.

 

 

ForestFinance – Die Waldmacher

Der Blick des Bonner Emissionshauses reicht weit über das benachbarte Siebengebirge hinaus.

Ökologisch nachhaltige und finanziell rentable Waldprojekte als Direktinvestements für private und institutionelle Anleger – das ist seit 1995 das Kerngeschäft der ForestFinance Gruppe. Mittlerweile verfügt ForestFinance über Niederlassungen in Panama, Vietnam und Peru, denn direkt vor Ort können die Projekte effektiver gesteuert und überwacht werden. Am Bonner Standort, der Forest Finance Service GmbH, erfolgt in erster Linie die Projektentwicklung und Vermarktung. Dort arbeiten aktuell rund 30 Mitarbeiter.

 

Nach dem Ausscheiden Assenmachers, liegt die Geschäftsführung der Forest Finance Service GmbH in den Händen von Christiane Pindur und Richard Focken. Beide Geschäftsführer stehen für wirtschaftliches Denken gepaart mit Sachverstand, Enthusiasmus und einem Gefühl für soziale, ökologische und klimapolitische Verantwortung.

 

ForestFinance verfügt aktuell über Forstflächen von rund 17.500 Hektar in Asien, Süd- und Mittelamerika. Dort sollen langfristig ökologisch nachhaltige Mischwälder angelegt werden. Mehr als 17.000 Kunden haben sich bis heute mit rund 90 Millionen Euro an den unterschiedlichen Waldinvestments beteiligt. Die jeweilige Rendite steht in Abhängigkeit zu dem Produkt, dass im Rahmen des Waldinvestments verkauft werden kann. So werden beispielsweise bei regelmäßigen Durchforstung Hölzer geerntet. Erlöse werden aber auch durch Verkauf von angebautem Edelkakao erzielt.

 

 

Dem Wald einen Wert geben

Die Zerstörung von Waldgebieten weltweit ist noch immer ein hochaktuelles Thema. Angesichts der drohenden Klimakrise, ist der Erhalt und Wiederaufbau von Waldflächen überlebenswichtig. Entsprechend müssen auch die bestehenden Waldgebiete bewahrt werden. Keine leichte Aufgabe, denn landwirtschaftliche Anbau- und Weideflächen werden immer knapper und ertragreiche Pflanzen in Monokultur versprechen zwar wenig Nachhaltigkeit jedoch schnelle Gewinne. Durch die massenhafte Abholzung und Brandrodungen in vielen Gebieten der Erde, wird Holz zu einem wertvollen Handelsgut.

 

Dieser Entwicklung will ForestFinance entgegenwirken und präsentiert mit einem nachhaltigen Waldwirtschaftssystem einen tragfähigen Gegenentwurf. Mit Sekundärwäldern werden bestehende Weide- du Brachflächen frisch aufgeforstet. Dafür werden Pflanzen gewählt, die zum jeweiligen Standort passen und zur Entwicklung eines biodiversen Mischwaldes beitragen. Holz wird durch regelmäßige Durchforstung entnommen, nicht durch Kahlschlag. Mit dieser langfristig angelegten Forstwirtschaft, können Anleger eine gute Rendite erzielen. Die Menschen vor Ort erhalten durch lang angelegte Arbeitsverhältnisse und faire Bezahlung eine positive wirtschaftliche Perspektive.

 

 

ForestFinance Finanzprodukte

ForestFinance bietet die Beteiligung an seinen Waldprojekten als Sachwertinvestitionen an. Das bedeutet, dass die Investoren anteilig Eigentümer werden und steuerlich gesehen Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft erzielen. Außerdem hat ForestFinance auch monatliche Sparverträge und Waldsparbücher im Programm.

 

Beim KakaoWald werden hochwertige Kakaopflanzen gemeinsam mit Schattenbäumen in Peru gepflanzt. Der KakaoWald wird ökologisch bewirtschaftet und schrittweise in einen Mischwald umgestaltet. Ein Teil der Investition geht in den Schutz des Primärwaldes in Panama. Die Sachwertinvestition KakaoWald hat eine Laufzeit von 25 Jahren und eine prognostizierte Rendite zwischen 5 und 7 Prozent. Eine Beteiligung am KakaoWald ist ab einer Einlage von 3.250 Euro möglich.

 

Um Holz geht es beim Projekt GreenAcacia. Hier wird mit Hilfe von Akazien als Zwischenlösung zur Bodenverbesserung eine temporäre Monokultur in Kolumbien aufgebaut. Nach 12 Jahren wird der Akazienwald durchgeforstet, das Holz verkauft und die Plantage in einen klimafreundlichen Mischwald umgestaltet. Die Laufzeit dieser Investition beträgt 12 Jahre, Anleger können dabei mit einer Rendite von rund 6 Prozent rechnen. Eine Beteiligung ist ab 2.625 Euro möglich.

 

 

Den Regenwald erlebbar machen

Die Gelegenheit, den tropischen Regenwald hautnah zu erleben, ergibt sich eher selten. Wer sich dennoch ohne aufwändige Reise ein Bild machen möchte, dem sei ein Besuch im Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn empfohlen. Auf rund 500 Quadratmetern erhalten große und kleine Besucher einen umfassenden Eindruck von der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt der Regenwälder. ForestFinance hat das Kronendach des Museumswaldes mit einer Spende unterstützt und so auch für einen heimischen Tropenwald gesorgt.

 

 

 Mit Klimafonds die Möglichkeiten der nachhaltigen Geldanlagen entdecken

Eine gute Beratung ist gerade bei Sachwertinvestitionen das A und O. Dem trägt auch das Vertriebskonzept von ForestFinance Rechnung. Die Waldinvestments werden über unabhängige Finanzberater wie Klimafonds angeboten, die den gleichen Nachhaltigkeitsansatz vertreten, wie ForestFinance selbst.

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


14. November 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Schokolade steht auf der Beliebtheitsskala für Süßigkeiten seit Jahren ganz oben. Kakaobohnen, Rohstofflieferant für die Schokoladenherstellung werden in erster Linie in den südamerikanischen Regenwäldern angebaut. Der KakaoWald von ForestFinance baut Kakao nachhaltig in Mischkultur an und unterstützt Aufforstungen in Panama.” ]

 

cocoa-728207_640Schokolade ist der unangefochtene Klassiker unter den Süßwaren. Und die vielen unterschiedlichen Sorten machen nicht nur Kinder glücklich, auch Erwachsene greifen gerne zu. Ob es dann lieber eine cremige Vollmilchschokolade ist oder eine dunkle Sorte mit hohem Kakaoanteil ist – Schokolade bietet Genuss für jeden Geschmack. Sicher hast Du auch eine ganz spezielle Lieblingssorte.

 

Rund zehn Kilogramm Schokolade – also gut hundert Tafeln – pro Person gehen in Deutschland jährlich über die Ladentische. Entsprechend ist der Handel mit Kakao, dem grundlegenden Rohstoff der Schokolade – ein Milliardengeschäft in Europa. Hier wird in mehr als 12.000 Unternehmen Schokoladen produziert. Für die weltweit rund 14 Millionen Kakaobauern in Afrika, Mittel- und Südamerika sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Sie erhalten für den Anbau und die Ernte der Kakaofrüchte nur geringe Löhne und verlieren durch den expansiven Ausbau von Monokulturen noch darüber hinaus die Möglichkeit, die Felder mit ihren Grundnahrungsmitteln zu bestellen. Einen bitteren Geschmack bekommt die Schokolade auch, wenn man weiß, dass viele Hunderttausend Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Kakaoplantagen Kinder sind.

 

Nicht zuletzt durch Reportage „Schmutzige Schokolade“ von Miki Mistrati aufgerüttelt, greifen in den letzten Jahren viele Schokoladenliebhaber verstärkt zu Schokolade aus fairem Handel. Hier liegt der Marktanteil mittlerweile bei beachtlichen 16 Prozent.

 

 

Kakao – ein Stück Kolonialgeschichte

Wie Kaffee und exotische Gewürze gehört auch der Kakao zu den klassischen Kolonialwaren, die erst mit der Eroberung der „neuen Welt“ nach Europa gelangt war. Als Kulturpflanze ist Kakao jedoch den Ureinwohnern Süd- und Mittelamerikas schon lange bekannt. Die belebende Wirkung des Kakaos und sein ausgezeichneter Geschmack waren die Gründe, warum Kakao bei den Azteken als Geschenk der Götter betrachtet wurde. Die spanischen Eroberer brachten Kakao mit nach Europa. Hier machte der Kakao eine Verwandlung durch vom kräftig-würzigen hin zum süßen Getränk. Mit Honig oder Rohrzucker sowie Gewürzen verfeinert, startete der Kakao eine unbeschreibliche Erfolgsgeschichte, die vom 16.Jahrhundert bis heute anhält.

 

Wesentlich jünger ist die Geschichte der Schokoladen zum essen. Die Tafeln kamen erst im 19. Jahrhundert auf in Großbritannien, den Niederlanden und in Deutschland auf. Den Kampf um den Titel für die führende Schokoladennation gewann dann jedoch die Schweiz, die bis heute eng mit der Schokoladenproduktion verbunden ist. Schokoladenvielfalt liegt im Trend, besonders Freunde der Sorten mit hohem Kakaoanteil kommen mittlerweile auf ihre Kosten. Gerade den dunklen Sorten werden auch positive Einflüsse auf die Gesundheit nachgesagt. Dass Schokolade auch Glücksgefühle beschert, ist allerdings wohl nicht auf das Glückshormon Serotonin zurückzuführen. Die für die Serotoninbildung verantwortliche Aminosäure ist nur in sehr geringer Menge in Schokolade zu finden. Glücksgefühle beim Schokogenuss sind daher eher psychologisch zu erklären.

 

 

Schokolade – fair genießen – nachhaltig anbauen

"Save the earth - it is the only planet with chocolate!"
“Save the earth – it is the only planet with chocolate!”

Wie bereits einleitend beschreiben: Der Trend bei Schokoladen geht erfreulicherweise verstärkt zu Fair-Trade-Produkten. Ein längst überfällige Entwicklung, denn die Länder, in denen Kakao angebaut wird, schauen auf eine mehr als 500 Jahre andauernde Geschichte von Ausbeutung, Unterdrückung der indigenen Völker, Zerstörung der Kultur und Vertreibung zurück. Dass dies Geschichte noch längst nicht abgeschlossen ist, zeigt zudem auch der ökologische Zustand der Kontinente: Große Teile der Regenwälder wurden bereits gerodet oder abgebrannt, um neue Weideflächen zu erhalten oder Monokulturen, wie beispielsweise Futtersoja anlegen zu können. Mit der Vernichtung der Bäume und damit verbunden mit dem Verschwinden einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, wird auch das globale Klima stark gefährdet. Dagegen helfen können Aufforstungen, den Bäume werden dringend benötigt, um das klimaschädliche CO2 zu binden.

 

 

KakaoWald – Klimaschützer mit Artenvielfalt

Dass Aufforstungsprojekte in Süd- und Mittelamerika nicht nur gut für das Klima sind, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden können, zeigt das Unternehmen ForestFinance aus Bonn. Die ForestFinance-Gruppe engagiert sich bereits seit über zwanzig Jahren in Aufforstungsprojekte. Hier ist da Unternehmen besonders in der Provinz Bocas del Toro in Panama aktiv.

 

Kennzeichnend für die Regenwälder in Panama sind die sehr alten Baumbestände, die in ihren Kronen zusammengewachsen sind. Durch dieses natürliche Dach, bietet der Wald dort einen geschützten Lebensraum für Millionen bedrohter Tier- und Pflanzenarten – eine Biodiversität, wie sie kaum noch zu finden ist. Vorteilhaft für diese Artenvielfalt ist die salzhaltige Luft der beiden angrenzenden Ozeane und der entsprechend mineralstoffreiche Regen der Gegend. ForestFinance pflegt und schützt einen Teil des Primärwaldes in Panama, durchforstet diesen regelmäßig und sorgt dafür, dass ein Viertel der Waldfläche ohne wirtschaftliche Verwertung nur zum Schutz der Umwelt dient.

 

Finanziert wird die Waldpflege in Panama durch das Projekt KakaoWald in Peru. Dort werden Kakao-Pflanzen nachhaltig angebaut, geerntet und verkauft. Der Kakao-Anbau verläuft hier jedoch nicht – wie vielerorts üblich – als Monokultur. Die Kakao-Pflanzen werden zusammen mit anderen Pflanzen gesetzt. So entsteht ein Forstsystem, das die Ansiedlung einer reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt ermöglicht.

 

Davon profitieren auch die Menschen vor Ort, denn während sie auf einer Plantage nur das ernten können, was vorgegeben wurde, können sie im Mischanbau auch Nahrung selbst anbauen. Darüber hinaus können die Kakaobauern ihr spezifisches landwirtschaftliches Know-how in die Entwicklung einbringen. ForestFinance garantiert eine faire Bezahlung und bietet seinen Mitarbeitern Sozialleistungen und Versicherungen. Die Arbeit der Kakaobauern soll langfristig gesichert sein.

 

 

Langfristige Investitionen werden mit guten Erträgen versüßt

Der KakaoWald ist ein nachhaltiges Projekt von dem die Menschen vor Ort, Umwelt und Klima genauso profitieren, wie Du als Investor. Wie alle Klima- und Umweltaktivitäten ist der KakaoWald auch auf lange Sicht geplant. Die Laufzeit von KakaoWald beträgt daher 25 Jahre. Wenn Du hier also investieren willst, profitierst Du zwar regelmäßig von den Erträgen, Dein Geld ist aber auch fest angelegt und steht Die für andere Projekte vorerst nicht zur Verfügung. Es hat also eher den Charkter einer Eigentumswohnung mit regelmäßigen Mieteinnahmen als den Charakter von zum Beispiel Tagesgeld.

 

Konkret sieht Deine Beteiligung am KakaoWald dann so aus: Du pachtest ein Stück Wald mit einer Fläche von mindestens 1.000 Quadratmetern. Der Preis pro 1.000 Quadratmeter beträgt 3.250 Euro. 20 Prozent Deiner Investition wird in Panama zum Schutz der Regenwälder verwendet. Die übrigen 80 Prozent finanzieren den Anbau von Kakao-Pflanzen in Peru. Der Anbau des Edel-Kakaos geschieht nach den strengen Kriterien des ökologischen Landbaus und des fairen Handels.

 

Als langfristiges Geldanlage bietet der KakaoWald Sicherheiten durch die Streuung der Investitionen in zwei Länder. Mit ersten Erträgen kannst Du spätestens ab dem sechsten Jahr rechnen, ab da sind jährliche Auszahlungen geplant. Die Renditeprognose liegt zwischen fünf und sieben Prozent, abhängig von den Weltmarktpreisen für Edelkakao und Erntemengen. Versteuern musst Du deine Erträge als Einkünfte aus dem Betrieb einer Forst- und Landwirtschaft.

 

Wenn du also eine langfristige Geldanlage suchst und konkrete Projekte bevorzugst, ist KakaoWald eine interessante Option für Dich. Denn KakaoWald bietet eine positive und rentable Geldanlage, frei von Kinderarbeit, Ausbeutung und Umweltzerstörung, dafür aber mit viel sozialem und ökologischem Engagement eines erfahrenen Anbieters. Wir von Klimafonds beraten Dich gerne zu diesem und anderen interessanten Projekten.

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 



10. Oktober 2016

[schema type=”review” description=” Zusammenfassung: GreenAcacia – Das Projekt investiert in Kolumbien in Acacia mangium-Wälder, die Schritt für Schritt in dauerhafte Mischwälder umgewandelt werden. Ein interessantes Investment, denn GreenAcacia bietet einen direkten Einblick in die Arbeit vor Ort, fördert die nachhaltige Waldwirtschaft und verspricht attraktive Erträge.” ]

 

 

Kolumbien steht derzeit im Mittelpunkt des weltweiten Interesses, denn der kolumbianische Präsident Santos wird am 10. Dezember in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet werden. In der norwegischen Hauptstadt begann auch vor vier Jahren der Friedensprozess der kolumbianischen Regierung mit den FARC-Rebellen. Zwar sind durch eine Volksabstimmung die Friedensverhandlungen aktuell wieder ins Stocken geraten, dennoch wird Santos mutiges Engagement um dauerhaften Frieden und Gerechtigkeit in seinem Land gewürdigt.

 

Dass sich Kolumbien auf einem guten Weg befindet, zeigt auch das stetige wirtschaftliche Wachstum im Land. Eine konsequente Marktwirtschaft und gute Voraussetzungen für Investoren aus dem Ausland haben  Kolumbien wirtschaftlich auf einen der vordersten Plätze in Südamerika gebracht.

 

 

Raubbau an Tropenholz stoppen

Aufforstungsprojekte schützen das Klima und erhalten Lebensräume.
Aufforstungsprojekte schützen das Klima und erhalten Lebensräume.

In den vergangenen Jahrzehnten stand Holz aus den Wäldern Südamerikas bei Umwelt- und Klimaschützern nicht besonders hoch im Kurs. Denn durch den massenhaften weltweiten Holzverbrauch wurden hier riesige Waldflächen zerstört. Nach denn Rodung wurden – wenn überhaupt – ausschließlich schnellwachsenden Baumarten aufgeforstet um rasch wieder schnelle Erträge erwirtschaften zu können. Das ging zum einen auf Kosten der Holzqualität, zum anderen zu Lasten der natürlichen biologischen Vielfalt. Mit den uralten Mischwäldern verloren auch vielfältige Pflanzen des Waldes und Tierarten ihre Lebensgrundlage. Darüber hinaus wurde die Qualität von Luft und Wasser beeinträchtigt.

 

 

Nachhaltiges Forsten sichert Lebensräume

Kolumbien exportiert in erster Linie Petroleum, Kaffee, Bananen und Baumwollprodukte. Das Potenzial, sich zu einem erfolgreichen Produkt aus Kolumbien zu entwickeln, hat jetzt auch hochwertiges Holz aus nachhaltig betriebener Waldwirtschaft.

 

Für eine klimafreundliche und nachhaltige Waldwirtschaft in Südamerika setzt sich seit mehr als zwanzig Jahren die ForestFinance Gruppe ein. Ziel ist es, nachhaltig ökologische Wälder zu schaffen und mit einem ökonomisch interessanten Direktinvestment zu verbinden. Dabei richtet sich ForestFinance sowohl an private als auch an institutionelle Anleger. Erfolgreiche Projekte mit ökologischen Mischwäldern kann das Bonner Unternehmen bereits in Panama, Peru und Vietnam aufweisen.

 

Grundphilosophie des Unternehmens ist es, ein rentables und nachhaltiges Wirtschaftssystem für die Wälder voranzubringen und damit eine Alternative zur ausschließlich gewinnorientierten Forstwirtschaft zu etablieren. So können Wälder als Garant für den Umwelt-, Klima- und Artenschutz erhalten und wieder hergestellt werden.

 

Acacia mangium – Plantagenholz als Zwischenschritt

Acacia mangium - Wächst schnell und verbessert den Boden.
Acacia mangium – Wächst schnell und verbessert den Boden.

ForestFinance investiert im Osten Kolumbiens in der Provinz Vichada. Dort wurden ehemals  große Waldflächen gerodet, um größere Weideflächen für das Vieh zu erhalten. Zwar hatte die Asche der Brandrodung kurzzeitig den Boden für Futterpflanzen verbessert, langfristig jedoch geschädigt. Ein Problem, dass in vielen Teilen Kolumbiens aufgetreten ist und dem die Regierung daher auch durch die steuerliche Förderung von umfangreichen Aufforstungen entgegentritt.

 

Gepflanzt werden vor allem tropische Kiefernarten, Jatropha und Acacia mangium. Letztere wird bewusst als Monokultur gepflanzt, denn die Plantagenhölzer sollen den Regenwald als Holzlieferant entlasten und als Zwischenschritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und langfristigen Aufforstung zu ökologischen Mischwäldern dienen.

 

Acacia mangium hat für diesen Zwischenschritt einiges zu bieten. Das Holz zählt aufgrund seiner Härte und seiner edlen Oberfläche als beliebtes Möbelholz. Ökonomisch vorteilhaft ist sein schnelles Wachstum. Acacia mangium erreicht innerhalb von sieben Jahren eine durchschnittliche Höhe von mehr als zwanzig Metern. Da eine geplante Holzentnahme der Bäume vorgesehen ist, kann innerhalb eines relativ geringen Zeitrahmens mit guten Erträgen gerechnet werden. Aber auch im Bereich Ökologie ist Acacia mangium eine gute Wahl, denn die Baumart bindet sehr gut Stickstoff und schafft, was kaum eine Monokultur zu leisten vermag: Acacia mangium renaturiert erodierte Böden.

 

 

Direktinvestment in biodiversen Mischwald

Bislang wurden in Kolumbien bereits mehr als 60.000 Hektar an Forstplantagen angelegt, 1,3 Millionen Hektar sollen darüber hinaus in den kommenden Jahren entsprechend weiter entwickelt werden. Die Aufforstungsprogramm in der Provinz Vichada laufen jetzt seit zehn Jahren und können erste Erfolge vorweisen: Durch die Aufforstung mit Acacia mangium wurde ich Bodenqualität bereits nachweislich verbessert. Ebenso erfreulich die natürlichen Nebeneffekte eines gesunden Waldsystems: seltene Tiere und Pflanzen konnten wieder vermehrt gesichtet werden.

 

ForestFinance investiert seit 2013 in die bereits aufgeforsteten Plantagen mit Acacia mangium in Kolumbien. Mit dem nachhaltigen Forstprojekt GreenAcacia bietet ForestFinance ein interessantes Direktinvestment in den Sachwert Wald an. Dabei ist die kritische Anfangsphase des Projektes bereits überwunden, da die Baumsprösslinge bereits angewachsen sind.

 

Die Acacia mangium-Plantagen werden über zwölf Jahre hinweg in regelmäßigen Abständen durchgeforstet und nach den Regeln der ökologisch nachhaltigen Forstwirtschaft in einen dauerhaften biodiversen Mischwald umgewandelt. Die erste Durchforstung ist nach drei Jahren angesetzt, so dass durch den Verkauf des entnommenen Holzes bereits die ersten Auszahlungen erfolgen können. Weitere Holzentnahmen sind dann alle zwei Jahre vorgesehen. Das Holz wird als Nutz- und Konstruktionsholz verkauft.

 

 

Soziale Verantwortung vor Ort

ForestFinance sieht sich als Anbieter einer Grünen Geldanlage nicht nur den Kriterien der Nachhaltigkeit verpflichtet, sondern sieht sich auch in der sozialen Verantwortung gegenüber den kolumbianischen Mitarbeitern. Mit gerechte Löhne und Sozialleistungen. Außerdem werden Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, die Arbeitssicherheit und nachhaltiges Forsten beinhalten. Familienmitglieder der Mitarbeiter können darüber hinaus Mikrokredite in Anspruch nehmen und selbstständige Tätigkeiten aufbauen.

 

 

Du willst Dich beteiligen? – Fünf Dinge, die Du wissen musst!

Wenn Du Dich mit Deinem Geld am Aufforstungsprojekt GreenAcacia beteiligen möchtest, solltest du fünf Dinge wissen:

 

1. Laufzeit

ForestFinance bietet mit GreenAcacia ein auf zwölf Jahre angelegtes nachhaltiges Investment. Das klingt erst einmal viel, ist jedoch für ein nach Waldprojekt eine relativ kurze Laufzeit. Und durch häufige Ausschüttungen schon ab dem 3. Jahre bekommst Du schon während der Laufzeit ein Stück Deines Kapitals zurück.

 

2. Mindestanlage

Du kannst Dich mit einem Betrag ab 2.625 Euro beteiligen, das ist ein Viertel Hektar einer Plantage.

 

3. Renditeprognose

Die prognostizierte Rendite von GreenAcacia liegt bei sechs Prozent jährlich und ist davon abhängig, wie sich der Holzpreis entwickelt und wieviel Holz geerntet wird. Durch die geplanten Durchforstungen, kannst Du nach drei Jahren mit der ersten Auszahlung rechnen, anschließende alle zwei Jahre.

 

4. Besuch vor Ort

Viele Unternehmen bieten ihren Kunden und Investoren regelmäßig einen Tag der offenen Tür an. Wenn Du reiselustig bist und genau wissen willst, wo Dein Geld angelegt wird, kannst du Dich über GreenAcacia direkt vor Ort in Kolumbien überzeugen und Dein Projekt persönlich besuchen.

 

5. Verkaufsprospekt

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) stuft GreenAcacia als Vermögensanlagen ein. Daher gibt es für dieses Projekt ein formelles Verkaufsprospekt von ForestFinance, das den gesetzlichen Vorgaben entspricht. GreenAcacia ist übrigens damit das erste Walddirektinvestment mit Verkaufsprospekt.

 

Du hast noch mehr Fragen? Deine Experten von Klimafonds beraten Dich gerne.

 



28. Juli 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Fernreisen erweitern den Horizont, sind aber fast nur in Verbindung mit Flügen möglich, die das Klima stark belasten. Gut ist es, sich der Auswirkungen bewusst zu sein und aktiv ökologischen Ausgleich zu schaffen.” ]

 

 

Mark Forster hat Recht: "Wir fliegen weg ... Die Welt ist klein und wir sind groß ..."
Mark Forster hat Recht: “Wir fliegen weg … Die Welt ist klein und wir sind groß …”

Wenn der Sommer nicht mehr weit ist, grassiert das Reisefieber. Eine Krankheit, die oft in Verbindung mit unheilbarem Fernweh auftritt. Die beste Medizin: Tapetenwechsel, Koffer oder Rucksack packen und dann nichts wie weg. Erholen, neue Eindrücke sammeln, andere Länder und andere Menschen kennenlernen – einfach mal raus! Aber nicht vergessen: Wenn du Dich nicht gerade für eine Wanderung durch die heimischen Mittelgebirge entscheidest oder zur Radtour aufsattelst, dann belastet Deine Reise auch das Klima. Sicher machen individuelle Fernreisen nur einen geringen Prozentsatz in der globalen Klimabilanz aus, aber gerade hier nimmst Du durch Dein Verhalten auch Einfluss. Klimafreundliches Reisen und ein ökologischer Ausgleich sorgen dafür, dass unser Planet keinen Kollaps erleidet.

 

 

Tourismus jenseits von Bildungsreise und Ballermann

Kaum jemand bricht heute mehr zu einer klassischen Bildungsreise auf à la Goethe in der römischen Campagna. Kein Wunder, denn diese Reisen entsprachen mehr einem „Auslandsjahr“ und waren – entsprechend der früheren Verkehrsmittel und Straßenverhältnisse – auch wenig komfortabel.

 

Darüber hinaus waren Reisen bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts nicht für jedermann finanzierbar. Durch gesetzliche Urlaubsregelungen und Urlaubsgeld in einigen Wirtschaftszweigen erfuhr jedoch der Tourismus seit dem einen unglaublichen Aufschwung und diese Reiselust ist bis heute ungebrochen. Urlaub im eigenen Land ist für die meisten Deutschen zwar nicht der gewünschte Traumurlaub, jedoch Realität. Dabei sind die Kosten nicht alleine entscheidende, denn Massentoursimus mit Billigfliegern ist out. Dennoch bleiben Flugreisen, speziell in ferne und exotische Länder ungebrochen mit dem Begriff “Traumurlaub” verbunden.

Generell ist ein Trend zu verzeichnen, der Erholung, Kultur und Abenteuer im Urlaub verbindet. Positiv für Umwelt und Klima ist das steigende Interesse an ökologischen und klimaneutralen Reisen. Die Weltorganisation für Tourismus (World Tourism Organization), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, hat das Jahr 2017 als „Internationales Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ ausgerufen. Das Ziel des nachhaltigen Tourismus ist es, gemäß der Nachhaltigkeitsagenda von Rio+20, Armut zu bekämpfen und die Umwelt zu schützen.
 

Klimafreundlich Reisen – Schäden ausgleichen

Flugreisen hinterlassen mehr ökologischen Ballast als nur Kondensstreifen.
Flugreisen hinterlassen mehr ökologischen Ballast als nur Kondensstreifen.

Flugreisen sind für das weltweite Klima extrem schädlich, denn bereits ein einziger Flug übersteigt das gesamte persönliche Jahresbudget an CO2, das eine einzelner Mensch produzieren darf, ohne das Klima nachhaltig zu schädigen.

 

Obwohl hierzulande Fliegen keine Besonderheit mehr darstellt, sind weltweit lediglich fünf Prozent der Menschen bisher geflogen. Der internationale Flugverkehrverursacht jedoch 14 Prozent der klimaschädlichen Emissionen weltweit.  Und es ist nicht immer leicht, auf klimafreundliche Alternativen zurückzugreifen, denn vielfach sind Flugreisen billiger als Bahnfahrten, sonders innerhalb Europas.

 

DenKlimawandel bekommen ungerechterweise besonders Menschen in Ländern zu spüren, diw nur wenig zur Klimabesalstung beitragen. Dort hinterlässt der Klimawandel bereits desaströse Auswirkungen: anhaltende Dürren, starke Überschwemmungen und extreme Stürme. Wer bewusst Reisen will, sollte eine Schädigung des Klimas vermeiden und einen aktiven Ausgleich schaffen.

 

 

Das kleine Einmaleins des klimafreundlichen Reisens

 

 

  1. Entschleunige Dein Leben

Größer, schneller, weiter – warum im Urlaub hetzen und mgöglichst viel in möglichst kurzer Zeit sehen? Zehn Länder Südamerikas in zehn Tagen? Denke daran, dass gerade Kurzstreckenflüge das Klima durch den hohen Energieverbrauch bei Start und Landung besonders belasten. Überlege, wie Du Deinen Urlaub entschleunigen kannst, Zwischenstationen einbaust, länger verweilsts und interessante Menschen und Orte in Ruhe entdeckst.

 

  1. Auch in der Ferne gilt: Sieh, das Gute liegt so nah …

Das Entwicklungshilfswerk „Brot für die Welt“ hat einen Ratgeber zum fairen Reisen entwickelt. Eine wichtige Empfehlung, die Mensch und Klima gerecht wird: Setze Deinen Anreiseweg in einen sinnvollen Zusammenhang mit Deiner Aufenthaltsdauer. Als Faustregel empfiehlt die Organisation pro 2.000 Kilometer Entfernung mindestens eine Woche am Ort zu bleiben. Selbstverständlich kannst Du dort die Umgebung erkunden (siehe Tipp Nummer drei). Aber überlege, ob Dein geplanter Kurztrip innerhalb eines anderen Kontinents wirklich nötig ist. Je länger du an einem Ort verweilst, desto mehr profitiert die dortige Wirtschaft.

 

 

  1. Klimafreundliche Fortbewegung vor Ort

Fremde Länder entdecken, das kannst Du gut mit den lokalen Nahverkehrsmitteln. Nicht immer die bequemste Art des Reisens, aber klimafreundlich und authentisch. Wenn dir Busse und Regionale Züge zu unsicher oder unangenehm sind, dann kann auch ein Taxi vor Ort günstiger und interessanter sein als ein Mietwagen. So kommst Du überall hin, unterstützt das lokale Gewerbe und musst Dich nicht auf den Straßenverkehr konzentrieren.

 

  1. Landestypisch genießen

Ferne Länder besuchen ohne regionale Genüsse? – Undenkbar. Lerne auf Deinen Reisen die typischen Speisen der Region kennen und kaufe regional ein. Auch mögliche Reisemitbringsel sollten umweltfreundlich und im Land angefertigt worden sein. So hat auch die lokale Bevölkerung etwas von Deinem Urlaub.

 

  1. Schäden beheben

Mit CO2-Rechnern im Internet kannst Du ganz genau sehen, wieviel CO2 Dein Urlaub verursacht. Hier sollte gelten, was in vielen Bereichen längst selbstverstädnlich ist: Mache die Schäden wieder gut, die Du verursacht hast. Einige Reiseanbieter bitten ihre Kunden direkt bei der Buchung um eine freiwillige Klimaabgabe.  Du kannst aber auch selbst aktiv werden und versuchen, einen vernünftigen Ausgleich zu schaffen.

 

 

Ideen für Deine Reisekasse und das Klima

Um den individuellen CO2-Ausstoß zu kompensieren, ist es eine ausgezeichnete Idee, Bäume zu pflanzen oder in Bäume zu investieren. Denn Bäume sind nachwachsende Rohstoffe, sorgen für ein gutes Klima und speichern CO2. Die Preise für Holz steigen seit Jahren, denn weltweit nehmen die Waldflächen noch immer ab.

 

Investieren kannst Du in Klimafonds, die Aufforstungsprojekte, nachhaltig angelegte Wälder, Sägewerke, Möbelwerke und andere holzverarbeitende Betriebe finanzieren. Gut für das weltweite Klima, denn auch das ver- und bearbeitete Holz speichert das klimaschädliche CO2 langfristig. Und eine interessante Geldanlage, denn durch Du kannst so sehr gute Renditen erzielen und  Deine Reisekasse wieder auffüllen.

 

 



18. Juli 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Wer an den Wald denkt, hat eine romantische Landschaft und schöne Wanderungen vor Augen. Aber Gefahr droht: Weltweit nehmen die Waldflächen ab. Aufforstungsprogramme sollen gegensteuern, denn Holz ist und bleibt ein wichtiger Rohstoff und CO2-Speicher. Gefragt ist jetzt eine nachhaltige Forstwirtschaft. Mit Investitionen in Holzprojekte lassen sich gute Rendite erzielen und aktiver Klimaschutz betreiben” ]

 

 

Wald - Positiv fürs Gemüt und fürs Klima.
Wald – Positiv fürs Gemüt und fürs Klima.

Wann warst Du zuletzt im Wald, bist auf Bäume geklettert oder hast gar ein Herz in die Rinde geritzt? Kaum eine Landschaft berührt uns so sehr wie der Wald. Schauplatz der Märchen unserer Kindheit, Ort der abenteuerlichen Wanderungen und Sehnsuchtsort, um einmal so richtig die Seele baumeln zu lassen. Wenn die Band „Revolverheld“ davon singt, dass sie weg von hier will und vom „Sommer in Schweden“ träumt, fliegt die Phantasie unweigerlich in das waldreiche Skandinavien – dichter Baumbestand – glasklare Seen – vollkommenes Glück.

 

 

Vom Waldsterben zum Verschwinden der Wälder

Die harte Realität sieht aber anders aus, denn der Wald ist bedroht. In der Generation Deiner Eltern hieß die Bedrohung „Waldsterben“ – ein Wort, dass in seiner Besonderheit sogar als Germanismus in die streng gehütete französische Sprache Einlass fand. Waldsterben war in den achtziger Jahren das am intensivsten debattierte Umweltthema. Der Wald hat sich seit dem in Deutschland etwas erholt, wobei der Waldzustandsbericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft noch immer rund einem Viertel der heimischen Bäume einen schweren Schaden bescheinigt. Doch der Blick hat sich auch erweitert: Denn die weltweiten Waldflächen nehmen weiter ab. Ein großer Teil wird dabei für landwirtschaftliche Nutzflächen gerodet, vielfach für die Viehzucht.

 

 

Mehr als erwartet – weniger als benötigt

Auf der gesamten Erde stehen derzeit etwas mehr als drei Billionen Bäume. Zu diesem Ergebnis kam der US-Wissenschaftler Thomas Crowther von der forstwirtschaftlichen Fakultät der Yale University (Forestry & Environmental Studies). Die Studie liefert erstmalig wissenschaftlich belegte Daten über die Anzahl der Bäume weltweit. Bisherige Schätzungen gingen nur von 400 Milliarden Bäumen aus. Jedoch hat sich der weltweite Baumbestand seit Beginn der menschlichen Zivilisation nahezu halbiert. Hinzu kommt, dass pro Jahr 9,5 Milliarden Bäume abgeholzt werden.

 

Ermittelt hat Crowther den weltweiten Baumbestand in erster Linie durch die computergestützte Auswertung von Satellitenbildern. Hinzu kamen die Daten, die an verschiedenen Orten erhoben wurden und Modellrechnungen. Die Summe von rund drei Billionen Bäumen entspricht durchschnittlich etwas mehr als 400 Bäumen pro Mensch, in Deutschland sind es rund 100 Bäume pro Einwohner.

 

Motiviert ist die Studie durch die Anerkennung der enormen Bedeutung von Bäumen, respektive Wäldern, für das globale Klima. Die Forschungsergebnisse werden in zukünftige Prognosen zum Klimawandel einfließen.

 

 

Aufforsten gegen die Erderwärmung

Ohne die noch vorhandenen Waldflächen gäbe es kein lebensfreundliches Klima auf unserem Planeten. Denn jeder einzelne Baum ist in der Lage, jährlich zehn Kilogramm CO2 zu binden. Darüber hinaus regulieren Bäume die Qualität von Wasser und Luft.

 

Aufforstung ist eine der preiswertesten und leicht umzusetzenden Methoden, den Klimawandel aufzuhalten. Einen einfachen Aufforstungsplan verfolgt die weltweite Kinder- und Jugendorganisation Plant-for-the-Planet seit ihrer Gründung 2007. Sie geht davon aus, dass eine weitere Billion (1.000 Milliarden) Bäume rund ein Viertel der jährlich von Menschen produzierten CO2-Mengen kompensieren kann.

 

Der Baumbestand nimmt aktuell ab.
Der Baumbestand nimmt aktuell ab.

Entsprechend soll jeder Mensch auf der Welt 150 Bäume pflanzen. Gleichzeitig müssen bestehende Wälder geschützt werden. Platz genug gibt es: Experten gehen davon aus, dass weltweit etwa eine Milliarde Hektar zur Verfügung steht, die bewaldet werden kann. Mit bislang 14 Milliarden neu gepflanzter Bäume weltweit, mitunter auf eigens gekauften Aufforstungsflächen in Cancun/Mexiko, ist Plant-for-the-Planet auf einem erfolgreichen Weg. Unter dem Motto „Stop talking, start planting“ begeistert die Organisation viele Kinder und Jugendliche dafür, sich mit Klimaschutz aktiv auseinanderzusetzen.

 

Dass die Anliegen von Plant-for-the-Planet ernst genommen werden, zeigt die UNEP (United Nations Environment Program), die 2011 offiziell den weltweiten Baumzähler in die Verantwortung der Organisation gab. Hier werden die neugepflanzten Bäume registriert. Auch verfügt Plant-for-the-Planet neben zahlreichen prominenten Unterstützern über einen wissenschaftlichen Beirat, der die neuesten Entwicklungen im Bereich des Klimaschutzes verfolgt und aktiv vorantreibt. Vorsitzender ist derzeit Baumzähler Thomas Crowther.

 

 

Nachhaltige Forstwirtschaft ist aktiver Klimaschutz

Holz ist seit Jahrtausenden ein lebensnotwendiger Rohstoff. In den Anfängen wichtig zum Hausbau, zur Befeuerung des Ofens, zum Heizen und Kochen. Später kommen Schiffs- und Bergbau dazu. Heute gilt Holz gemeinhin als angenehmer und haltbarer Werkstoff für viele Dinge des Lebens. Moderne Holzhäuser sind im Trend und ökologisch sinnvoll.

 

Angesichts des Klimawandels ist es daher besonders wichtig, den Wald als unverzichtbare Lebensgrundlage zu verstehen und nicht als Rohstofflager, das sich durch schnellwachsende Nadelbäume rasch wieder auffüllen lässt. Das fordert auch Ex-Förster Peter Wohlleben in seinem Buch über „Das geheime Leben der Bäume“, in dem er die industrielle Forstwirtschaft anprangert, die den Wald in erster Linie nur noch als Massenproduzenten von Holz sieht. Wohlleben tritt für einen langfristigen und nachhaltigen Umgang mit dem Wald ein. Bereits seit mehren Monaten führt er damit die Bestsellerlisten an. Das Thema „Zukunft des Waldes“ trifft also den Nerv der Zeit.

 

 

Holz bindet langfristig CO2.
Holz bindet langfristig CO2.

Baum ist nicht gleich Baum. Bei der Waldpflege spielen die vielfältigen landschaftlichen Gegebenheiten eine tragende Rolle. Mischwälder mit heimischen Arten werden als besonders gut für das Klima gesehen. Welche Bäume besonders gut dem Klimawandel gewachsen sind und viel CO2 speichern können, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen. Dabei richtet sich das Interesse nicht nur auf Waldgebiete. Im Rahmen des bayerischen Projektes „Stadtgrün 21“ beobachten derzeit viele Kommunen, welche Bäume für ein gutes Klima in den Städten und Gemeinden sorgen können.

 

Aufforsten für die Zukunft

Wenn Du eine nachhaltige Geldanlage suchst und Umwelt und Klima aktiv schützen willst, bist Du mit Holzfonds sicher auf dem richtigen Weg.

 

Deine Bilanz ist ausgewogen. Positiv für Dich: Die zunehmende Weltbevölkerung verbraucht immer mehr Holz. Da die Waldflächen – vielfältiger Anstrengungen zum Trotz – jedoch abnehmen, steigen die Preise für Holz weiter an. Eine gute Voraussetzung für nachhaltige Geldanlagen. Positiv für den Klimaschutz: Holz bindet das gefährliche Treibhausgas CO2. Häuser, Möbel, Schiffe, Musikinstrumente aus Holz, sie alle binden CO2 langfristig und sind so gut für das weltweite Klima.

 



14. März 2016

Mit ökologischen und nachhaltigen Geldanlagen in den Klimaschutz investieren

 

Obwohl es mittlerweile auch im Bereich Klimaschutz attraktive Möglichkeiten gibt, sein schwer verdientes Geld zu investieren, nutzt die Mehrheit der Bundesbürger immer noch konventionelle Formen der Geldanlage. Wer jedoch Klima-Investments tätigt, investiert damit nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch noch in die des Planeten Erde.

 

Und da viele Öko-Fonds noch zusätzlich per Ausschlusskriterien definieren, mit welchen Unternehmen sie unter keinen Umständen Geschäfte machen – beispielsweise mit solchen der Rüstungsindustrie oder denen, die Kinder für sich arbeiten lassen – tut man mit seiner Geldanlage noch zusätzlich Gutes für den Weltfrieden und die Menschenrechte.

 

Ein landläufiges Vorurteil, mit dem sich Anbieter ökologischer Geldanlagen auseinandersetzen müssen, besagt, dass derartige Anlagen wie eine Art “Spende” seien – was natürlich nicht wahr ist, da der Anleger mit ähnlich hohen Renditen wie bei herkömmlichen Produkten des Kapitalmarkts rechnen kann.

 

Nachhaltige Klima-Investments bieten ihren Anlegern grundsätzlich dieselben Möglichkeiten wie herkömmliche Geldanlage-Produkte – mit dem einzigen Unterschied, dass mit dem investierten Geld der Umweltschutz unterstützt wird.

 

 

Warum Du in den Klimaschutz investieren solltest

klimaschutz-hochwasser
Kein Klimaschutz – viel Hochwasser, so die Experten.

Das Wort “Klimawandel” ist heutzutage in aller Munde. Fast ständig liest oder hört man von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Tornados, sintflutartigen Regenfällen, Hungersnöten durch extreme Dürre, Wanderbewegungen ausgemergelter Menschen in andere Länder, in denen es mehr zum Essen gibt und ähnlichem.

 

All das wird auf den Klimawandel zurückgeführt. Damit ist natürlich nicht die natürliche Veränderung des Klimas, der die Erde seit Anbeginn unterworfen ist, gemeint. Wissenschaftler verstehen unter dem Klimawandel die globale Erwärmung, zu der der Mensch maßgeblich beigetragen hat und mit deren Folgen er nunmehr fertig werden muss.

 

Die Erdatmosphäre hat sich in den vergangenen 30 Jahren so stark erwärmt wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Hauptverursacher sind klimaschädigende Gase, die den natürlichen Treibhauseffekt noch verstärken.

 

Die Menschen, die in den reichen Industrieländern leben, setzen durch ihre industrielle Produktion, den Verkehr, die industrialisierte Landwirtschaft, Massentierhaltung und Wärmeerzeugung eine immer größere Menge an Kohlendioxid, Methan, Distickstoff-Monoxid (Lachgas), Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und anderen klimagefährdenden Gasen frei.

 

Sie werden in der Atmosphäre gespeichert und sorgen dafür, dass Sonneneinstrahlung und Wärme nicht mehr vollständig ins Weltall entweichen können. Da andere Gase bereits die schützende Ozonschicht geschädigt haben, gelangt zusätzlich noch mehr gefährliche UV-Strahlung durch die Atmosphäre.

 

Unmittelbare Folge: Die Erde heizt sich auf. Es wird immer wärmer. Kohlendioxid ist das Gas, das am stärksten an der Erderwärmung beteiligt ist. Um die für den Planeten Erde und seine Bewohner verheerenden Folgen des Klimawandels einzudämmen, werden weltweit Klimaschutz Maßnahmen ergriffen.

 

So begrenzt man beispielsweise den CO2-Ausstoß bei industriellen Anlagen wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll: Der Raubbau an der Natur durch wildes Abholzen wird durch eine nachhaltige Forstwirtschaft ersetzt. Auch die Nutzung regenerativer, also erneuerbarer, Energien trägt zum Schutz des Klimas bei.

 

So ersetzt man beispielsweise einen Teil der immer knapper werdenden und umweltschädigenden fossilen Brennstoffe bei der Energiegewinnung durch Wasserkraft (Wasserkraftwerke), Windkraft (Windkraftanlagen), Sonnenenergie (Photovoltaik-Anlagen) und pflanzliche Rohstoffe (Biomasse-Heizkraftwerke).

 

Mit einer Investition beispielsweise in einen der vielen angebotenen Klimafonds kannst auch Du einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und zum Schutz der Menschen und Tierwelt leisten.

Was sind grüne Geldanlagen?

Als grüne Geldanlage bezeichnet man alle Finanzprodukte, die ökologisch-nachhaltigen Zwecken dienen. Obwohl es mittlerweile eine recht große Anzahl von ihnen auf dem Finanzmarkt gibt, sind sie verglichen mit den konventionellen Finanzanlagen immer noch ein Nischenprodukt.

 

gruenes-geldAuch wenn es immer mehr Menschen gibt, die die ehrgeizigen Vorgaben des Klima-Schutzes befürworten und zum Teil auch in ihrem eigenen Leben oder auf gesellschaftlicher Ebene umsetzen, sind vielen von ihnen Klima-Investments kein Begriff:

 

Laut Angaben des Forums Nachhaltige Geldanlage sind in Deutschland lediglich 80 Milliarden Euro in Öko-Investments angelegt. Hoffnung macht den Klimaschützern dagegen der Europäische Dachverband Eurosif: Die nachhaltigen Geld-Anlagen konnten während der Jahre 2011 bis 2013 immerhin! zweistellige Zuwachsraten verbuchen.

 

Grüne Geldanlagen bieten den Groß- und auch Kleinanlegern grundsätzlich dieselben Möglichkeiten wie konventionelle Kapitalanlagen – und das betrifft nicht nur die ähnlich hohe Rendite.

 

Falls Du also vorhast, Dein Geld ökologisch sinnvoll anzulegen, solltest Du Dir Deine Anlageform entsprechend Deinen persönlichen Bedürfnissen nach Sicherheit, Liquidität und Rentabilität aussuchen.

Welche Formen von Klima-Investments gibt es?

Wer sein Geld in Umweltschutz oder soziale Projekte – viele Öko-Finanzanlagen verbinden beides miteinander – investieren möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten: Er kann zwischen – Klimafonds (auf Aktien, Renten oder als Mischfonds) – ökologischen Zertifikatenökologischen Direktinvestmentsgrünen Sparbücherngrünen Sparbriefenökologischen Ratensparverträgenökologischen Rentenversicherungen und – grünen Lebensversicherungen wählen.

 

Jede der Anlageformen ähnelt der der entsprechenden konventionellen Kapitalanlage. In vielen Fällen sind die Sachwerte in Unternehmen und Projekte investiert, die Energie aus alternativen Technologien oder erneuerbaren Energien gewinnen. Aber auch Hersteller von biodynamischen Lebensmitteln, Naturkosmetik und umweltfreundlichen Produkten des täglichen Bedarfs gehören zum Portfolio von Klimafonds.

 

Die Geldanlagen sind größtenteils börsennotiert und teilweise sogar staatlich gefördert (Photovoltaik, Wasserkraftanlagen). Wer eine Öko Basisrente oder eine Öko Förderrente abschließt, kann mit attraktiven Zuschüssen seitens des Staates (Rürup bzw. Riester-Modell) und teilweise sehr interessanten Steuervorteilen rechnen.

Wer bietet Klimaschutz Geldanlagen an?

Klimaschutz Geld-Anlagen werden von bestimmten ökologisch und sozial orientierten Banken, aber auch von herkömmlichen Kreditinstituten angeboten. So bietet beispielsweise die Bochumer GLS Bank, in die Frankfurter Ökobank aufgegangen ist, neben anderen Finanzprodukten auch Klima-Investments (geschlossene Fonds, Genussrechte) an. Der Investor kann Wertpapiere aus Bereichen wie Erneuerbare Energien, ökologische Landwirtschft etc. wählen.

 

Die Umweltbank in Nürnberg ist eine Direktbank, die ausschließlich in Öko Unternehmen und Projekte investiert. Sie bietet vor unter anderem Ihr eigenen Umwelt-Aktien und Klimafonds an.

 

Die Ethikbank ist die Direktbank der Volksbank Eisenberg. Bei ihr hat der Anleger die Wahl zwischen Umwelt-Kapitalanlagen (Aktien) und ethischen Geldanlagen. Falls Du am Klimaschutz interessiert bist und Dein Geld verantwortungsbewusst und nachhaltig investieren möchtest, bist Du mit einem Produkt dieser kirchlichen und alternativen Banken gut bedient.

 

Etwas anders sieht es bei deutschen Großbanken wie der Hypovereinsbank Unicredit oder Deutschen Bank aus. Sie bieten neben herkömmlichen Wertpapieren auch Fonds an, die in einige ökologisch orientierte Firmen und Erneuerbare Energie-Unternehmen investieren.

 

Wenn Du also dort eine Geldanlage erwirbst, kann es Dir passieren, dass Du zugleich Anteile an Unternehmen kaufst, die klimaschädigende Produkte wie Kohle oder Öl erzeugen, Tierversuche machen oder gar in Waffengeschäfte verwickelt sind.

 

Immerhin bieten einige Kreditinstitute wie beispielsweise die Cortal Consors Bank dem Kunden die Möglichkeit, bei der Wahl seines Finanzprodukts vorab die Sparten Gentechnik, Waffen etc. auszuschließen. Einige Sparkassen und Volksbanken-Raiffeisenbanken offerieren ebenfalls Öko Sparbücher, Wachstumssparen und andere nachhaltige Anlagemöglichkeiten. Von ihnen kannst Du jedoch nur dann profitieren, wenn Du Bewohner der betreffenden Region bist. Die Banken tätigen ihre Klimaschutz Investments meist in Firmen, die regenerative Energien nutzen.

Gibt es Ausschluss-Kriterien bei Klima-Investments?

Manche Anbieter, wie beispielsweise die ökologischen und ethischen Banken, und einige andere haben zum Teil strenge Auswahlkriterien für die Vergabe von Krediten an Unternehmen. Sie handeln nach Positiv-Kriterien, wenn sie dabei nur die Firmen und Projekte fördern, die zu 100 Prozent klimaschützend arbeiten (Ausschluss von Öl, Kernenergie, Kohle).

 

ausschluss-kriterien
Rüstung: eines der ersten Ausschlusskriterien für Ökoinvestments

Oft werden auch Antragsteller abgelehnt, die ihre Produkte durch Kinder fertigen lassen oder die Rechte von Menschen generell und Minderheiten im Besonderen missachten oder keine sozial verträgliche Unternehmenspolitik betreiben. Mitunter werden auch Massentierhaltung, Tierversuche, Gentechnik in der Landwirtschaft und Waffenherstellung laut Satzung ausgeschlossen.

 

Werden ethisch-moralisch fragwürdige Geschäftspraktiken und klimaschädigendes Verhalten erst später entdeckt, schließt man die betreffenden Unternehmen sofort aus dem Fonds aus oder bietet ihre Aktien nicht mehr an. Eine derart moralisch rigorose Vorgehensweise kannst Du natürlich von herkömmlichen Banken und Sparkassen nicht erwarten.

 

Allerdings gibt es Kreditgeber, die ausdrücklich formulieren, dass der Antragsteller einen gewissen Prozentsatz seines Umsatzes durch regenerative Energien erwirtschaftet haben muss, um bei der Kreditvergabe in die engere Wahl gezogen zu werden.

 

Mitunter wird auch der so genannte Best-of-Class-Ansatz gewählt: So verkauft man beispielsweise Anteile von Unternehmen, die verglichen mit anderen Anbietern ihrer Branchen punkto Soziales oder Umweltverträglichkeit schlecht abschneiden. Fragwürdig ist dieser Ansatz vor allem dann, wenn Du in einen Klimafonds investierst, der unter anderem Wertpapiere dieser Unternehmen hält.

 

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Transparenz: Die meisten herkömmlichen Kreditinstitute legen ihren Anlegern nicht genau offen, welche Firmen und Projekt-Anteile das Klima-Investment umfasst. So werden zum Beispiel nur die Branche und der jeweilige Anteile in Prozent am Fonds genannt.

 

Bevor Du also in einen Klimafonds investierst, solltest Du Dir nicht nur überlegen, welche Branche(n) Du damit finanzieren möchtest und ob das klimaschützende Projekt auch nachhaltig ist (Klimaschutz ist nicht unbedingt immer identisch mit Nachhaltigkeit!), sondern auch, nach welchen Kriterien der avisierte Anbieter seine Kredite vergibt. Eine kleine Orientierungshilfe kann Dir beispielsweise das Oekom oder das Finance Ethics Research (FER) Rating bieten.

Klimafonds

Wie verschiedene Studien belegen, bieten Klimafonds ihren Anlegern weder eine grundsätzlich schlechtere Performance noch eine größere Unsicherheit als konventionelle Fonds. Im deutschen Sprachraum gibt es nach Auskunft des Sustainable Business Institute (SBI) etwa 400 nachhaltige Fonds, in denen etwa 2% aller in Deutschland angelegten Vermögen gebunden sind.

 

Die offenen Fonds bieten gegenüber Öko Direktinvestments den Vorteil, dass sie eine größere Risikostreuung haben: Schwächelnde Unternehmensanteile fallen durch die Vielzahl der darin enthaltenen anderen Firmenaktien nicht ins Gewicht.

 

Außerdem hast Du als Anleger die Möglichkeit, sie jederzeit zu veräußern. Der von Finanzexperten nur mit Best-Noten bewertete Aktien Klimafonds ist der ÖkoVision Classic, ein Teilfonds der ÖkoWorld Lux (Luxemburg; Anbieter: ÖkoVision). Er erzielte seit seiner Auflage im Jahr 1996 im Durchschnitt 5% jährliche Rendite. Seine Ausschlusskriterien sind:

 

Gentechnik

Kernenergie

Rüstung

Tierversuche

Massentierhaltung

Menschenrechte und

Kinderarbeit.

 

ÖkoVision Classic investiert nicht nur in Erneuerbare Energien, sondern hauptsächlich in umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, ökologisch erzeugte Nahrungsmittel und Unternehmen, die ihre Öko-Produkte auf dem regionalen Markt anbieten.

 

Ein Klimafonds mit einer seit 1997 sehr viel besseren Performance als konventionelle Aktien-Indizes ist der Green Effects NAI-Wertefonds (Deutschland). Seine Aktien sind ausschließlich in Unternehmen investiert, die von dem unabhängigen internationalen NAI (Natur-Aktien-Index) Ausschuss geprüft und für gut befunden wurden.

 

Anbieter des Fonds ist die Deutsche SECURVITA Finanzdienstleistungen GmbH. Aktien verschiedener Unternehmen der Sparten Wasserkraft, Sonnenenergie, Windkraft, Biomasse und Geothermie werden im Sarasin New Energy Fund (über die Schweizer Bank Sarasin) angeboten.

 

Wenn Du nicht nur umweltorientiert, sondern auch noch sozial verantwortlich Geld anlegen möchtest, bist Du bei dem Murphy & Spitz Umweltfonds Deutschland Sustainability richtig. Er kauft Aktien von Erneuerbare-Energien-Unternehmen, Firmen, die Naturkost-Erzeugnisse und nachhaltige Gesundheitsprodukte und umweltschonende Transportdienstleistungen anbieten.

 

Ein nachhaltiger Mischfonds ist beispielsweise der Sarasin FairInvest Universal. Bei ihm sind 75% der Anteile in Renten (Euro) und 25% in europäische Aktien investiert – was Dir eine mittlere Renditen, bei geringer Schwankungsbreite bringt. Ein reiner Öko Rentenfonds ist der Sarasin Sustainable Bond Euro. Er ist ethisch-moralischen und ökologischen Prinzipien verpflichtet und schließt Kinderarbeit, Kernenergie, Chlor-Chemie, Tabak, Rüstung, Agrochemie und Gentechnik in der Landwirtschaft aus.

 

 

Klimaschutz Direktinvestments

 

 

Wenn Du nur ein Projekt oder ein Unternehmen mit Deinen Klima-Investments fördern möchtest, solltest Du Dich für ein Klimaschutz Direktinvestment entscheiden.

 

Dabei handelt es sich meist um einen AIF (Alternative-Investment-Fonds), bei denen Du über den Kauf der Firmenanteile zugleich ein Mitspracherecht erwirbst. Du bist für die Dauer der Laufzeit finanziell gebunden, da Du Deine Anteile nicht vorher veräußern darfst. Ein vorzeitige Rückgabe ist nicht mögliche, allerdings kann ein solcher Anteil über den Zweitmarkt verkauft werden.

 

Dein höheres Risiko wird mit einer stattlichen Rendite belohnt (etwa 150 bis 220% Gesamt-Rückzahlung inkl. Einlage sind üblich). Für Schnellentschlossene gibt es oft noch einen besonderen Bonus, den “Frühzeichnerbonus”

 

Mit dem Erwerb von Anteilen eines Klima-Schutz Direktinvestments kannst Du als Anleger direkten Einfluss auf die Umwelt nehmen. Du kannst Dir sogar das Projekt vor Ort anschauen und hast Einblick in die Tätigkeit der Projektgesellschaft.

 

Allerdings erwirbst Du damit auch ein Finanzprodukt ohne doppelte Absicherung. Meldet Dein Projekt Insolvenz an, bist Du durch keine Einlagen-Sicherung geschützt, wie es beispielsweise bei Öko Sparverträgen der Fall ist.

 

 

 

klimaschutz-gletscher-eismassen
Schmilzende Gletscher und Polkappen: dramatische Folgen des Klimawandels.

 

 

Die Öko Projekte werden von der Finanzaufsicht zwar immer stärker kontrolliert, bieten aber nicht die Sicherheit von Bankeinlagen oder Lebensversicherungen.

 

Der Klimafonds wird dann geschlossen, wenn die zur Durchführung des Klima-Schutz Projektes benötigte Geldsumme vorhanden ist. Danach kannst Du mit regelmäßigen Ausschüttungen und der Rückzahlung Deiner Investition rechnen.

 

Um trotz des erhöhten Risikos auf der sichereren Seite zu sein, solltest Du nur in bewährte Anbieter investieren und solche mit robuster und langlebiger Technologie (Wasserkraftwerke, Windkraftanlagen, Photovoltaik, Eisenbahnen, grüne Immobilien, etc.).

 

Außerdem ist es für Dein Geld sicherer, wenn der Anbieter am Standort bereits Strom erzeugt, da dann das Risiko der Genehmigung, Standort-Erschließung etc. entfällt. Um ganz sicher zu gehen, kannst Du Dir unabhängige Bewertungen im Internet anschauen (Eco-Reporter). Auf Projekte, die Dir lediglich als Gegenleistung für Dein Klima-Investment Genussrechte anbieten (Negativ-Beispiel Prokon) solltest Du in Deinem eigenen Interesse besser verzichten.

 

Attraktiv für viele ökologisch und nachhaltig orientierte Anleger sind Klima-Schutz Direktinvestments, weil sie einen festgelegten Kaufpreis und Rückkaufpreis, eine garantierte Ausschüttung, relativ kurze Laufzeiten und einen attraktiven Gesamt-Mittel-Rückfluss bieten. Der Frühzeichner-Bonus liegt oft bei 3% und wird erstmals kurz nach der Einzahlung des Geldbetrages gutgeschrieben. Die Agio liegt bei 5%. Windenergie-Parks, Solaranlage-Kraftwerke und Wasserkraft-Werke bieten durch ihre staatlichen Abnahmegarantien eine höhere finanzielle Sicherheit als beispielsweise die ebenfalls renditeträchtigen nachhaltigen Holzinvestments.

 

Bei Projekten im Ausland ist teilweise mit Steuervorteilen zu rechnen. Steht der Windpark zum Beispiel auf französischem Territorium, musst Du wegen des deutsch-französischen Doppelbesteuerungsabkommens bei entsprechend konzipierten Projekten so gut wie keine Steuern zahlen.

 

Investierst Du Dein Geld in Klima-Schutz Direktinvestments, bei denen der Projekt-Träger zwei verschiedene Erneuerbare Energie-Anlagen plant bzw. betreibt (z.B. Windpark und Solarenergie-Park), erhöht sich für Dich als Anleger die Sicherheit.

 

Eine geringere Mindesteinlage-Summe haben Holz Klima-Investments. Derartige Direktinvestment Projekte befinden sich meist im Ausland. Zum Beispiel kauft kauft oder pachtet die Projektgesellschaft landwirtschaftliche Flächen zur Aufforstung schnellwachsender Holzsorten. Nach etwa 6 Jahren werden die Bäume dann geerntet und zu Hackschnitzeln zum umweltfreundlichen Heizen verarbeitet.

 

Auf diese Weise wird der Naturwald geschont. Oder man verkauft sie an andere Unternehmen wie Möbelhersteller oder die Papierindustrie. Da die Projektgesellschaft sämtliche Arbeiten in eigener Regie durchführt (auch das Fällen) spart sie Geld – was wiederum dem Anleger zugute kommt.

 

 

Ökologische Rentenversicherungen

 

 

Auch Deine Altersversorgung kannst Du mit einem Klima-Investment aufstocken. Anbieter von Öko-Rentenversicherungen gehen bei der Vergabe von Krediten nach denselben Kriterien wie Fonds-Gesellschaften vor. Die wohl nachhaltigste Rentenversicherung am Markt ist das Produkt oeco capital, das von der Concordia Versicherungen angeboten wird. Oeco Capital investiert zu 100% nach ökologischen und sozialen Kriterien und wird dabei von einem ökologischen Beirat kontrolliert.

 

Alle oeco capital Rentenversicherungen bieten eine garantierte Mindestrente und eine Überschussbeteiligung. Basis-Rente und Förder-Rente werden staatlich bezuschusst (Rürup bzw. Riester-Modell). Der Anleger kann die Beiträge entsprechend seiner jeweiligen finanziellen Situation flexibel gestalten und erhält mit Erreichen des selbst gewählten Renten-Eintrittsalters seine Rente.

 

Außerdem kann er einen Pflege-Baustein wählen: Ist er zu Beginn der Rentenzahlung ein Pflegefall, erhält er eine höhere Rente. Bei oeco capital wird keine Gesundheitsprüfung und auch keine Nachprüfung durchgeführt.

 

Außerdem bietet oeco capital noch eine Direktversicherungs-Rente an, bei der der Arbeitnehmer einen Teil seines Lohns in die Versicherung einzahlt. Sie gilt als betriebliche Altersversorgung und kann um den Pflegebaustein und eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsrente erweitert werden.

 

 

meine-geldanlage-finden



18. November 20130

Wer sich neben den vielen Bauminvestment-Angeboten auch um die nicht-finanziellen Seiten des Waldes kümmern will, der sollte sich das neu erschienene Magazin “Wald – Die ruhigen Seiten des Lebens” ansehen. 4 mal im Jahr erhält der Leser interessante Geschichten über den Wald.

Sonnenseite – Franz Alt – Tipps zu Filmen, für Verbraucher, zu Naturschutz, zu Verkehr, zur Klimakatastrophe.