Ernährung


9. März 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Palmöl findet sich in nahezu jedem zweiten Supermarktprodukt. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Palmöl weltweit rapide an. Urwälder werden gerodet um Platz für gigantische Ölplantagen in Monokultur zu schaffen. Die Folgen: Bedrohung der Biodiversität, Vertreibung der Ureinwohner, Gefahr für das globale Klima. Die Lösung: Abschied vom Massenkonsum und Bevorzugung regionaler Lebensmittel.” ]

 

Früchte der Ölpalme – Monokultur auf verbrannter Erde.

Hast Du heute Morgen geduscht, Dich eingecremt, Müsli gegessen oder vielleicht ein Brot mit leckerer Schokoladenceme, noch vor dem Weggehen die Waschmaschine angeworfen? – Was immer Du heute schon getan hast, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Du mehrfach mit Palmöl zu tun hattest.

 

Das war vor einigen Jahren noch anders, durch die Dominanz weniger globaler Nahrungsmittel- und Kosmetikkonzerne hat Palmöl in relativ kurzer Zeit einen unvergleichlichen Siegeszug als Bestandteil von Lebensmitteln, Pflege-, Putz- und Waschmittel angetreten. Auf der Verliererseite stehen Klima und Umwelt, denn das vielseitige Palmöl wird meist nach Brandrodungen als Monokultur angebaut. Mit der Zerstörung tropischer Primärwälder gehen auch unzählige Tier- und Pflanzenarten zu Grunde. Höchste Zeit also, das Kleingedruckte auf den Lebensmittelverpackungen aufmerksamer zu studieren.

 

 

Die Palme – der neue Ölbaron

Lebensmittelskandale der letzten Jahre und ein allgemein gewachsenes Umweltbewusstsein haben dazu geführt, dass viele Verbraucher sich verstärkt dafür interessieren, was sie essen und was in den Produkten steckt, die sie täglich zur Körperpflege und für den Haushalt verwenden. NoGos waren dabei unter anderem Transfettsäuren, versteckte tierische Fette und Mineralöl. Palmöl als Ingredienz erregte dagegen kaum Misstrauen. Schließlich handelt es sich um einen pflanzlichen, also nachwachsenden natürlichen Rohstoff.

 

So weit, so gut – allerdings war kaum abzusehen, in welchem rasanten Tempo das Interesse der Industrie an Palmöl zunehmen würde. Palmöl hat einen Marktanteil von rund 30 Prozent und ist damit ein bedeutender Player im pflanzlichen Ölgeschäft. Aktuell werden jährlich etwa 56 Millionen Tonnen Palmöl produziert und weiter verarbeitet – und die Nachfrage steigt weiter an. Voraussichtlich wird sich der Bedarf an Palmöl in den kommenden 30 Jahren verdreifachen. Obwohl die Ölpalme sehr effizient ist werden für derartig gewaltige Mengen auch Anbaugebiete von gigantischem Ausmaß nötig sein.

 

 

Kleine Pflanzenkunde

Die Früchte der Ölpalme liefern das begehrte Palmöl.

Die Ölpalme ist ursprünglich in Afrika beheimatet und wird mittlerweile auch in Südamerika und Südostasien angebaut. Der Palmenbaum wächst bis zu 30 Meter hoch und trägt zwischen 3.000 du 6.000 Früchte. Aus dem Fruchtfleisch wird Palmöl, aus den Samen der Frucht Palmkernöl gewonnen. Mit der Kokospalme ist die Ölpalme verwandt.

 

Palmöl ist das zweitwichtigste pflanzliche Öl, Nummer eins ist aktuell noch Sojaöl. Sollte die Entwicklung des Palmöls jedoch ungebrochen so weitergeht wie bisher, kann die Ölpalme über kurz oder lang Soja den Rang ablaufen. Der wirtschaftliche Vorteil der Ölpalme ist ihre Ergiebigkeit. Für die gleiche Menge an Öl benötigt die Ölpalme gegenüber Soja lediglich ein Drittel der Anbaufläche. Noch ungünstiger fällt der Vergleich zu Raps aus, hier benötigen die Ölpalmen für den gleichen Ertrag nur ein Sechstel der Fläche. Durch den geringen Flächenbedarf ergibt sich ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil des Palmöls: es ist billig in der Produktion. Darüber hinaus ist Palmöl gut zu verarbeiten und ist temperaturunempfindlich.

 

Alle diese Eigenschaften machen den Tausendsassa unter den Ölen beliebt und begehrt. Verwendet wird das Palmöl zum größten Teil in der Nahrungsmittelindustrie, 68 Prozent der Ernte landen dort. Weitere 27 Prozent finden sich in Kosmetika, Putz- und Waschmittel wieder. Zu 5 Prozent wird Palmöl zur Produktion von Agrotreibstoffen verwendet, ein Feld, dass noch enormes Wachstumspotenzial birgt, denn die Nachfrage nach Bio-Sprit wird angesichts der limitierten Erdölvorräte weiter steigen.

 

 

Blick ins Supermarktregal

Vielleicht wunderst Du Dich über den hohen Anteil von Palmöl in Lebensmitteln. In der Tat gehen Umweltverbände davon aus, dass Palmöl mittlerweile in jedem zweiten Supermarktartikel enthalten ist. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe vieler Produkte bestätigt das. Dabei geht es nicht nur um die klassischen “Fettträger” wie Schokoaufstrich, Kuchen und Fertiggerichte. Palmöl findet sich auch in Müslis, Keksen und anderen Backwaren. In der Kosmetikabteilung ist das vielseitige Öl nicht nur Inhaltsstoff von Cremes und Lotionen, sondern auch von Duschgels und Shampoo. Selbst Waschmittel enthalten Tenside aus Palmöl, diese müssen dabei nicht einmal deklariert werden. Wenn Du jetzt denkst, dass die Omnipräsenz des Palmöls sich nur auf herkömmliche Marken bezieht und Du mit Bio-Produkten auf der sicheren Seite bist, hast du weit gefehlt. Palmöl ist wirklich überall!

 

 

Warum schädigt Palmöl das Klima?

Natürlich ist es nicht schön, in den Lebensmitteln versteckte Fette untergejubelt zu bekommen – aber was macht das Palmöl zum Klimakiller? Um die hohe Nachfrage nach Palmöl zu befriedigen, werden Ölpalmen als Monokultur auf großen Plantagen angebaut. Führende Palmöl-Produzenten sind aktuell Indonesien (53 Prozent) und Malaysia (36 Prozent). Aber auch West- und Zentralafrika, ursprüngliche Heimat der Ölpalmen, versuchen ein Stück vom Kuchen abzubekommen und bauen vermehrt Plantagen auf.

 

Traurige Tropen – Orang Utans gibt es bald nur noch im Zoo.

Die Palmöl-Plantagen entstehen dort, wo bis vor kurzem Urwaldgebiete mit einer reichen Vielfalt von Tieren und Pflanzen bestanden hat. Für das einträgliche Ölgeschäft werden die Regenwälder gerodet und trockengelegt. Damit verschwinden große biologische Lebensräume, zahlreiche Tier- und Pflanzenarten wandern auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

 

Durch das Verschwinden der Primärwälder entstehen Torfböden und das bis dahin in den Urwäldern gespeicherte Treibhausgas CO2 gelangt in die Atmosphäre. Zudem wird die ökologische Problematik verstärkt, da Rodung der Urwälder fast immer illegale Brandrodung bedeutet. Besonders betroffen sind die Urwälder auf Sumatra und Borneo. Damit hat sich Indonesien auf den traurigen dritten Platz der größten CO2-Emittenten weltweit hochgearbeitet, direkt hinter den USA und China. Die Umweltorganisation Greenpeace hat errechnet, dass die Urwaldflächen in Südostasien sich in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent verkleinert haben. Die Vernichtung der Wälder zerstört nicht nur den Lebensraum von Tieren und Pflanzen, auch Urwaldvölker verlieren ihre Lebensgrundlage und werden von ihrem Land vertrieben.

 

 

Nachhaltig konsumieren – nachhaltig investieren

Palmöl zu vermeiden ist nicht einfach. Selbst Bio-Produkte geben keine Garantie für eine klimafreundliche Herstellung, sondern bestätigen lediglich, dass keine Pestizide im Anbau verwendet wurden. Einige Hersteller versuchen allerdings die gesamte Herstellungskette transparent zu halten und nur Palmöl aus fairem und ökologischem Anbau außerhalb der brandgerodeten Flächen zu verwenden.

 

Wesentliche Ursache für das Ausmaß des schmierigen Palmölgeschäftes ist allerdings der Massenkonsum industriell gefertigter Lebensmittel und die damit verbundene Massenproduktion. Eine Nachfrage auf dem aktuellen Niveau kann kaum durch nachhaltige Anbauweisen erreicht werden.

 

Nachhaltiger Konsum muss nicht unbedingt Einschränkung bedeuten. Wenn Du auf regionale und handwerklich gefertigte Lebensmittel setzt, wirst Du sehr wahrscheinlich mehr Genuss erleben als mit den weltweit normierten Lebensmitteln der globalen Großkonzerne.

 

Individuelle Lösungen sind nicht nur bei der Auswahl der Lebensmittel von Bedeutung. Auch bei Deinen Finanzen solltest Du nicht auf Massenprodukte setzen. Klimafonds, Experte für nachhaltige Geldanlagen, hilft Dir Dein Geld so anzulegen, dass es Mensch, Umwelt, Klima und Dir gleichermaßen nutzt. Informieren Dich über unsere mehr als 300 ethische und ökologische Investments.

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 



30. Januar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Kaffee und Tee sind in aller Welt beliebt. Die Muntermacher haben allerdings einen weiten Weg zu uns und werden noch immer vielfach unter ausbeuterischen Verhältnissen geerntet. Erfreulicherweise nimmt das Interesse an fairem Handel stetig zu. Kunden haben mittlerweile in fast allen Geschäften die Möglichkeit, fair gehandelte Produkte zu wählen. Gut, gleichzeitig auch auf Bio-Siegel zu achten.” ]

 

 

Kaffee oder Tee – ehemalige Luxusgüter haben eine festen Platz in unserem Alltag gefunden.

Mit welchem Getränk hast Du Dich heute Morgen auf den Tag eingestimmt? Mit Kaffee, der unangefochtenen Nummer eins der beliebtesten Heißgetränke in Deutschland? Oder hast du Dich für Tee entschieden? Tee ist das beliebteste Getränk weltweit.

 

Die beiden beliebten Muntermacher Kaffee und Tee sind klassische Kolonialwaren. Das heißt, dass die Rohstoffe für diese Getränke aus fernen Ländern kommen und von dort – durch Handel, vielfach aber durch Eroberung und Kolonialisierung – ihren Weg nach Europa fanden.

 

 

Kaffee und Tee  – vom Luxus zum Alltag

Und die Nachwirkungen des oft unfairen Handels sind noch heute in vielen Ländern schmerzhaft spürbar. Denn obwohl die Weltmarktpreise für Kaffee und Tee in den letzten Jahren gestiegen sind, sind diese Produkte in Europa keine Luxusgüter. Sie zählen zu den alltäglichen Lebensmitteln, die für nahezu alle Konsumenten bezahlbar sind.

 

Dabei machen sich die Kosten für das Rohprodukt nur zum Teil bei den Ladenpreisen für Kaffee und Tee bemerkbar. Der Löwenanteil entfällt auf die Handelsmargen, die Löhne für die Arbeiter in den Anbauländern sind dagegen verschwindend gering.

 

 

Fair Trade: Good News – Bad News

Die gute Nachricht: Generell nimmt das Interesse der Verbraucher an fair gehandelten Produkten zu. Laut einer Studie der Fair Trade-Organisation GEPA interessieren sich Kunden mehr denn je dafür, woher ihre Lebensmittel kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden. Und sie entscheiden sich zunehmend für Produkte aus gerechtem Handel. Durch eine breite Palette an fair gehandelten Produkten – weit über die Klassiker Kaffee und Tee hinaus – und einer verstärkten Präsenz im Handel – vom Bioladen bis hin zum Discounter – treibt sich der faire Handel selbst immer weiter an.

 

Die schlechte – oder auch einfach nur ernüchternde – Nachricht: Obgleich Organisationen wie GEPA nunmehr seit vier Jahrzehnten informieren, aufklären und durch eine breite Basis an ehrenamtlichen Kräften Produkte zu vernünftigen Preisen anbieten, hat fair gehandelter Kaffee noch immer einen verschwindend kleinen Marktanteil von rund 3 Prozent in Deutschland. Fair Trade Produkte – allen voran der beliebte Kaffee – boomen zwar, es ist aber noch viel Luft nach oben.

 

 

Was Du über Kaffee wissen solltest

1. Wirtschaftsfaktor Kaffee

Gemessen am Wert, ist Kaffee die Nummer zwei der am meisten gehandelten Rohstoffe weltweit. Nummer eins ist nach wie vor Erdöl.

 

2. Kaffee-Republik Deutschland

In Deutschland werden durchschnittlich pro Person und Jahr 150 Liter Kaffee getrunken. Damit ist Deutschland auch weltweit der zweitgrößte Importeur für Kaffee. Nur die USA importiert noch mehr.

 

3. Big five – Konzerne statt Kolonialherren

Fast die Hälfte (45 Prozent) des weltweiten Kaffeegeschäfts läuft über nur fünf Konzerne ab, allen voran, der Schweizer Lebensmittelmulti Nestlé.

 

Auf den konventionellen Kaffeeplantagen in Afrika, Süd- und Mittelamerika arbeiten vor allem Kleinbauern, die für die harte Landarbeit nur geringe Löhne erhalten. Die Bewirtschaftung geschieht kaum noch auf dem eigenen Land. Die Arbeiter sind in einer schwachen Verhandlungsposition und abhängig von den großen Kaffeekonzernen. Für ihre harte Arbeit erhalten sie durchschnittlich weniger als 2 Dollar pro Tag. Damit befinden sie sich in einer Falle aus Armut und Ausbeutung.

 

4. Alternative: Fair Trade

Bäuerliche Kooperativen bieten kleinen Kaffeebauern und Landarbeitern einen Ausweg aus der Armutsspirale. Die gezielte Zusammenarbeit wird von politischen und kirchlichen Ein-Welt-Initiativen, Fair Trade-Organisationen und Entwicklungsdiensten gefördert. Diese ermöglichen Kredite, vermitteln Abnehmer für die Ernte und beraten die Kooperativen rechtlich und wirtschaftlich. So können die landwirtschaftlichen Kooperationen eine sichere und gerechte Bezahlung erreichen und langfristig ihren Lebensunterhalt sichern. Hauptsächlich kommt der Kaffee aus fairem Handel aus Honduras, Peru, Mexiko und Tansania.

 

 

 5. Fair und bio – eine gute Kombination für die Umwelt

Fairer Handel ist gut für den Menschen, ökologischer Anbau ist gut für die Umwelt und das Klima. Kaffeeanbau verbraucht viel Wasser und produziert durch Verarbeitung und Transport das klimaschädliche CO2. Neben den ethischen Fragen gilt es beim Anbau von Kaffee auch, die ökologischen Aspekte zu berücksichtigen. Kaffeeplantagen, die auf biologischen Anbau setzen, verwenden keine künstlichen Dünger und Pestizide. Auch wird auf eine biologische Vielfalt im Feld geachtet. Beispielsweise kann durch die gezielte Ansiedlung von schattenspendenden Bäumen die Bewässerung optimiert werden. Bereits rund drei Viertel des fair gehandelten Kaffees war 2015 auch bio-zertifiziert.

 

 

Volle Kanne für fairen Kaffeegenuss

Fair und bio – bei Tee und Kaffee eine perfekte Kombi!

Oft ist es gar nicht so einfach, Dinge in der Welt zu ändern. In Sachen Kaffee hältst Du die Fäden jedoch in der Hand: Entscheide Dich beim Kauf Deines Kaffees für Produkte aus fairem Handel und achte auch hier auf Bio-Ware. Keine Angst vor neuen Sorten – während in den Anfängen des fairen Handels nur wenige – teilweise sehr starke – Sorten angeboten wurden, hält der faire Handel heute Kaffee für jeden Geschmack bereit. Wenn Du unterwegs viel Kaffee trinkst, achte auch auf faire Angebote. Viele Coffee-Shops bieten auch Fair Trade-Kaffee an. Wenn Du nicht fündig wirst, kannst Du nachfragen oder Dir Deinen Kaffee von zu Hause mitnehmen.

 

 

Lieber Tea-Time als Kaffeeklatsch?

Zwar ist Kaffee in Deutschland noch beliebter als Wasser und Bier, dennoch hat auch Tee hier viele Freunde. Besonders gefragt sind – neben dem klassischen Schwarztee – auch seit Jahren grüner und weißer Tee, sowie der südamerikanische Mate und der chinesische Olong.

 

Kenner und Liebhaber mögen sich über die Feinheiten streiten und die geschmacklichen und ästhetischen Unterschiede zwischen Tee und Kaffee beschwören – wenn es um Anbau, Transport, Bezahlung der Erntearbeiter und Gewinnmargen der Produzenten geht, ist der Unterschied zwischen Kaffee und Tee nur noch gering.

 

 

Was Du über Tee wissen solltest

 1. Weltweites Tee-Oligopol

Die Vielfalt an Tees ist erschlagend. Ein nahezu unüberschaubares Angebot an unterschiedlichen Geschmackrichtungen und Zusammenstellungen, aber auch ohne diese vielfältigen Variationen ist die Teepflanze selbst bereits für 3.000 unterschiedliche Teesorten verantwortlich. Dieser Angebotsauswahl steht eine ernüchternd kleine Marktmacht gegenüber: Lediglich drei multinationale Konzerne beherrschen den internationalen Tee-Markt.

 

Die Folgen für die Arbeiter auf den Teefeldern ähneln denen der Kaffeebauern. Auch im Tee-Markt herrscht ein ausbeuterischer Preisdruck in Sachen Arbeitskraft. Die Löhne liegen auf den Teefeldern Asiens und Afrikas häufig unterhalb des durchschnittlichen Lohnniveaus des Landes. Entsprechend können die Erntearbeiter kaum ihre Existenz sichern.

 

Auch in diesem Bereich sind Fair Trade-Organisationen aktiv, um Tee-Kooperativen zu stärken und sich für bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne einzusetzen.

 

 

Gift im Tee – Ein Klassiker, leider nicht nur im Krimi

Giftmord ist ein Klassiker der Todesarten englischer Kriminalromane. Allerdings befindet sich viel häufiger Gift in den Teetassen als vermutet. Und auch wenn die Dosis nicht gleich tödlich wirkt, so sind doch die hohen Pestizidrückstände die regelmäßig in vielen Teesorten nachgewiesen werden keineswegs gesundheitsförderlich. Weder für den Teetrinker, noch für den Erntearbeiter.

 

Tee ist ein einträgliches Geschäft. Durch den massiven Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf den Tee-Plantagen in Afrika, Süd- und Mittelamerika sollen Ernte-Einbußen vermieden werden. Dass damit auch der Boden langfristig geschädigt wird und Pestizid-Rückstände im Endprodukt landen, wird dabei billigend in Kauf genommen. Keine zu unterschätzende Gefahr, denn Pestizide stehen im Verdacht, für Krebserkrankungen, Wachstumsstörungen und Missbildungen verantwortlich zu sein. Die Konsequenz liegt auf der Hand. Bei Tee solltest Du unbedingt auf Bio-Ware achten – und natürlich auch auf das Fair Trade-Siegel.

 

 

Fair handeln, fair genießen

Wenn Du Dich für Produkte aus fairem Handel entscheidest, setzt Du den Hebel genau an der richtigen Stelle an: Du bewirkst etwas durch Deinen Konsum und damit auch durch Dein Geld.

 

Diesen wirkungsvollen Hebel kannst du nicht nur bei Deinen Einkäufen ansetzen, sondern auch bei Deinen Geldanlagen. Klimafonds, erfahrener und unabhängiger Anbieter nachhaltiger Geldanlagen hat für Dich ein breites Angebot an fairen und klimafreundlichen Investments. So kannst Du sicher gehen, dass Dein Geld nicht in Ländern und Unternehmen angelegt wird, die Krieg, Ausbeutung, Kinderarbeit, Zerstörung der Umwelt und des Klimas in Kauf nehmen.

 

Sei ein Teil der positiven Veränderung und informiere Dich. Am einfachsten geht es mit dem Klimafonds Fragebogen.

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 



12. Januar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Ausreichend trinken ist wichtig und hält gesund. Getränke für unterwegs und für zu Hause werden zunehmend in Kunststoffflaschen angeboten. Auch bei den wiederbefüllbaren Flaschen ist Kunststoff verbreitet, aber auch hier nicht unumstritten. Eine Übersicht über die ökologischen Vor- und Nachteile der verschiedenen Flaschenmodelle und 3 Tipps für eine gute Trinkflasche für unterwegs.” ]

 

 

Leitungswasser – ein unverpacktes und günstiges Lebensmittel!

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel der Welt. In Deutschland zählt das Trinkwasser aus der Leitung zu den am besten untersuchtesten Lebensmitteln. Und, ähnlich wie in vielen anderen europäischen Staaten, ist es von ausgezeichneter Qualität. Ein großer Luxus, wenn man bedenkt, dass in vielen außereuropäischen Ländern ein erbitterter Kampf um den Zugang zu sauberem Trinkwasser ausgefochten wird und viele Menschen sich der wirtschaftlichen Macht einiger Großkonzerne hilflos ausgeliefert sehen.

 

Der Bedarf von anderthalb Liter Wasser pro Tag gelten als Faustregel für einen gesunden Erwachsenen. Ein Bedürfnis, das sich hierzulande mit Trinkwasser für wenige Cent stillen lässt. Wie bei vielen Produkten des täglichen Lebens ist hier allerdings auch viel Luft nach oben, denn durch das breite Angebot unterschiedlicher Mineral-, Tafel- und Wellnesswasser werden auch schnell mehrere Euro für eine Flasche fällig. Während Leitungswasser quasi unverpackt ins Haus geliefert wird, kommen mit gekauftem Wasser  Mehrweg- und Einwegflaschen aus – mittlerweile meist – Plastik ins Haus. Die gute alte Glasflasche hat aber auch hier noch nicht völlig ausgedient und wird von einigen Konsumenten aufgrund eines besseren Wassergeschmacks bevorzugt. Wie sieht aber die ökologische Komponente aus?

 

 

Leitungswasser – umweltverträglich und unverpackt

Wenn Du zu Hause Leitungswasser direkt auf den Tisch bringst und in den vorhandenen Gläsern, Karaffen und Flaschen servierst, machst Du ökologisch ganz klar den besten Schnitt und schonst dabei nicht nur Klima und Natur, sondern auch Deine Haushaltskasse. Wenn du darüber hinaus mehrere Stockwerke zu bewältigen hast, kannst du Dich auch darüber freuen, dass Dir bei den Einkäufen eine größere Schlepperei erspart bleibt. Selbst wenn Du nicht auf Kohlensäure im Wasser verzichten möchtest, bieten Wassersprudler eine einfache und preiswerte Lösung.

 

 

Glasflasche oder PET-Flasche

PET-Flaschen – Recycling: ja, Mehrweg: nein!

Wenn Du dem Leitungswasser Deiner Region nichts abgewinnen kannst und Mineralwasser bevorzugst, ist die Frage nach der ökologischen Überlegenheit schon kniffeliger. Denn hier stellen die Verpackungsmaterialien Glas und Plastik nur eine Facette dar. Noch wichtiger ist die Frage, ob es sich bei der Flasche um eine Einweg- oder Mehrwegverpackung handelt. In der Klimabilanz schneiden Mehrweg-PET-Flaschen gegenüber Mehrweg-Glasflaschen besser ab. Allerdings wird die Mehrheit der PET-Flaschen zwar recycelt, ist jedoch keine Mehrwegflasche im eigentlichen Sinne. Aber auch dies ist nicht der Weisheit letzter Schluss: Denn für die eine umfassende Betrachtung darf nicht nur der Energieaufwand der Flaschenproduktion und –aufbereitung bewertet werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist auch der Transport. Je weiter der Transportweg, desto schlechter die Klimabilanz der Wasserflasche. Auf der relativ sicheren Seite bist Du, wenn Du Mehrwegflaschen eines regionalen Brunnen bevorzugst.

 

 

Trinken to go – Wasserflaschen für unterwegs

Die persönliche Trinkflasche hat einen festen Platz im Alltag eingenommen. Auf der Arbeit, in der Schule bei Freizeitaktivitäten und Reisen – Deine Trinkflasche leistet Dir gute Dienste und lässt sich nahezu problemlos fast überall wieder auffüllen. Damit ist eine eigene Trinkflasche, die unzählige Male wieder befüllt wird, eine ausgezeichnete ökologische Alternative.

 

Die Auswahl an Trinkflaschen ist dabei riesig und bietet nahezu für jeden Geschmack das passende Design. Aber auch hier ist Aussehen nicht alles – seit den Meldungen über das schädliche Bisphenol-A (BPA) in Lebensmittelverpackungen, ist auch das Interesse an den „inneren Werten“ der Trinkflaschen gestiegen. Betroffen sind hier nicht nur die Kunststoffflaschen, sondern auch Modelle aus Aluminium müssen kritisch unter die Lupe genommen werden. Aluminium wirkt sich durch einen hohen Energieverbrauch in der Herstellung und giftige Abfälle in der Produktion negativ auf die Umwelt aus. Zudem sind einige Modell mit einer Kunststoffbeschichtung versehen, die BPA enthält.

 

 

3 Tipps, um eine gute Trinkflasche zu finden

Eine alte Redensart besagt: Durst ist schlimmer als Heimweh. Deshalb ist es gut, wenn Du mit einer guten Trinkflasche unterwegs Deinen Durst jederzeit stillen kannst. Die folgenden 3 Tipps helfen Dir, eine gute Flasche zu finden.

 

 

1. Tipp: Bei Kunststoff und Aluminium auf BPA-freie Produkte achten

BPA ist als Hart- bzw. Weichmacher in Kunststoffen zu finden. Betroffen sind in erster Linie Flaschen aus Polycarbonat und transparenten Kunststoffen, aber auch beschichte Flaschen können BPA enthalten. Schädlich wirkt sich BPA auf Deine Gesundheit aus, wenn es sich aus der Flasche löst und auf Dein Getränk übergeht. Das geschieht vor allem durch Wärmeeinwirkung, zum Beispiel, wenn Du Deine Flasche im Sommer im Auto oder ungeschützt draußen in der Sonne liegen lässt.

 

BPA ist aufgrund seiner Schädlichkeit bereits in Babyflaschen europaweit verboten und steht im Verdacht, Krebserkrankungen sowie verschiedene Entwicklungs- und Verhaltensstörungen zu verursachen. Wenn Du sicher gehen willst, solltest Du beim Kauf einer beschichteten Trinkflasche oder einer Kunststoffflasche auf die Kennzeichnung „BPA-frei achten“.

 

Aluminium und Kunststoff sind aufgrund ihres leichten Gewichts sehr beliebte Materialien für Trinkflaschen. Aufgrund des hohen Energieaufwands ist Aluminium – sinnvollerweise mit einer BPA-freien Beschichtung – nur zweite Wahl. Ökologisch verträglicher ist Recycling-Alu.

 

Mittlerweile werden gute Trinkflaschen aus Tritan, einem Co-Polyester-Kunststoff, angeboten. Vorteil gegenüber herkömmlichen Kunststoffen: Tritan ist generell BPA-frei, robust und – durchaus nicht zu vernachlässigen geschmacksneutral. Der Nachteil von Tritan: Auch bei einem „sauberen“ Kunststoff ist die Wiederverwertung energieaufwändig und ökologisch gesehen auch nur zweite Wahl.

 

 

2. Tipp: Edelstahl – Robust und langlebig

Trinkflasche aus Edelstahl bieten viele Vorteile. Sie sind frei von gesundheitsschädlichen Stoffen, geschmacksneutral, stabil und damit auch langlebig. Durch die lange Lebensdauer rückt auch die Frage des Recyclings, das stets mit einem Energieaufwand einher geht, in den Hintergrund. Vorsicht ist nur bei Nickelallergikern geboten. Einige Stahllegierungen sind nicht nickelfrei. Mittlerweile informieren jedoch viel Anbieter über allergieauslösende Inhaltsstoffe.

 

 

3. Tipp: Glasflaschen – Sauber und recyclingfähig

Glas ist eine saubere Lösung.

Glas ist zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und Getränken bewährt und ausgezeichnet geeignet. Glas ist absolut geschmacksneutral und lässt sich problemlos in der Spülmaschine reinigen. Trotz des puristischen Auftretens von Glas kann sich auch hier das problematische BPA verbergen: nämlich im Deckel. Achte also beim Kauf einer Glastrinkflasche unbedingt darauf, dass auch der Verschluss als BPA-frei gekennzeichnet ist. Die Nachteile von Glas sind zum einen das relative hohe Eigengewicht der Flasche und zum anderen die generelle Bruchgefahr. Dieser kannst Du wirksam begegnen, indem Du ein Trinkflaschenmodell mit einem Schutzmantel auswählst. Aktuell werden Manschetten aus gestepptem Stoff, Silikon und – sehr stylish – Kork angeboten.

 

 

Extra-Tipp: Nachhaltig trinken, nachhaltig investieren

Trinkwasser unterwegs in einer eigenen Flasche dabei zu haben und Leitungswasser als Getränk zu nutzen schont die Umwelt und Deine Haushaltskasse. Das eingesparte Geld kannst Du für die Dinge ausgeben, die Dir am Herzen liegen. Oder Du legst Dein Geld sinnvoll an. Mit ethischen und klimafreundlichen Anlagen kannst Du nicht nur Dein Geld vermehren, Du hilfst auch gleichzeitig dabei mit, Staaten, Unternehmen und Produkte nach vorne zu bringen, die sich für eine soziale und ökologische Entwicklung der Welt einsetzen.

 

Bei Klimafonds findest Du rund 300 verschiedene Geldanlagen, die für Dich interessant sind. Beispiel gefällig? – Mit Wasserfonds unterstützt Du Unternehmen, die Meerwasserentsalzungs- und Filteranlagen bauen oder sich im Bereich der Bewässerungssysteme engagieren.

 

Noch konkreter? Innerhalb der angebotenen Musterdepots von Klimafonds finden sich auch immer Unternehmen, die eine Vorreiterrolle in bestimmten Bereichen einnehmen. Zum Beispiel das norwegische Unternehmen Tomra, das zu den Marktführern in den Bereichen der Leergutrücknahme, Abfallverwertung und Recycling zählt. Mit der kontrollierten Flaschenrücknahme leistet Tomra einen wertvollen Beitrag zur Wiederverwertung von Rohstoffen.

 

Klimafonds berät Dich zu Deiner optimalen nachhaltigen Geldanlage. Fülle unseren einfachen Fragebogen aus. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung.

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


22. Dezember 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Silvester steht vor der Tür, jetzt noch ein paar gute Vorsätze für das neue Jahr fassen. Weniger Stress, mehr Sport, Gutes tun? Alles prima Ideen, aber hast Du Dir das nicht schon im letzten Jahr vorgenommen? Manchmal ist weniger mehr: Wer sich für 3 kleine Veränderungen entscheidet, hat gute Chancen, dass die Vorsätze diesmal auch umgesetzt werden. 3 kleine nachhaltige Anregungen, die leicht zu realisieren sind.” ]

 

 

Ein glückliches neues Jahr! Und viel Erfolg bei den persönlichen Neujahrsvorsätzen!
Ein glückliches neues Jahr! Und viel Erfolg bei den persönlichen Neujahrsvorsätzen!

Weißt Du was Prokrastination ist? – Ein schönes Wort für eine sicher vielen bekannte Angewohnheit: Dinge aufzuschieben, vor sich her zu schieben, Pläne zu machen, jedoch nicht in die Tat umzusetzen. Jetzt, kurz vor Jahresende, hat Prokrastination Hochkonjunktur, denn mit einer Liste guter Vorsätze für das kommende Jahr dürfen wir ganz offiziell unsere Pläne aufschieben – um dann 2017 richtig durchzustarten, auch in Sachen Nachhaltigkeit.

 

 

 

Neujahrsvorsätze: Wellness – Selfness – Sparsamkeit

Das Fassen guter Vorsätze hat eine lange Tradition und drückt mehr oder weniger den Wunsch zur Selbstperfektionierung aus. Schließlich will fast jeder von uns entspannter, schöner, fitter, erfolgreicher, konsequenter und überhaupt ein besserer Mensch sein. Wenn es Dir auch so geht, befindest Du Dich in guter Gesellschaft. Umfragen haben ergeben, dass gut 60 Prozent der Deutschen im kommenden Jahr Stress vermeiden wollen. Ebenso viele gaben an, dass sie im kommenden Jahr regelmäßig Sport treiben wollen. Rund die Hälfte der Bevölkerung will zudem auf eine gesündere Ernährung achten. Neben diesen Wellness-Vorsätzen stehen auch Selfness-Vorsätze hoch im Kurs: 50 Prozent der Menschen wünschen sich mehr Zeit für sich selbst. 60 Prozent darüber hinaus auch mehr Zeit für die Familie. Neben diesen Wünschen nach mehr Zeit erscheint der Vorsatz von gut 30 Prozent der Befragten recht nüchtern. Sie gaben an, im kommenden Jahr sparsamer leben zu wollen.

 

Scheitern als Chance

Die ernüchternde Statistik bei allen Neujahrsvorsätzen lautet: Gut die Hälfte aller Befragten haben ihre Vorsätze zum neuen Jahr nicht durchgehalten oder erst gar nicht umgesetzt. Die motivierende Statistik: Rund die Hälfte aller Vorsätze wurde erfolgreich verwirklicht. Das Glas ist also auch hier entweder halb voll oder halb leer. Generell gehen Psychologen davon aus, dass Vorsätze, die ganz konkret formuliert sind, gute Aussichten auf eine erfolgreiche Umsetzung haben. Dabei kann der Vorsatz durchaus ehrgeizig sein, sollte sich aber noch im Rahmen der Realität bewegen. Falls Du zu denen gehörst, die ihre Vorsätze bislang nicht umgesetzt haben, solltest Du daran denken: Auch kleine Schritte führen zum Ziel. Überlege Dir, was wirklich möglich ist und verwirkliche Deine Pläne zeitnah. Das nennt man dann übrigens Präkrastination.

 

 

Was Du heute kannst besorgen …

Drei Ideen für nachhaltige Neujahrsvorsätze mit exzellenten Erfolgsaussichten!
Drei Ideen für nachhaltige Neujahrsvorsätze mit exzellenten Erfolgsaussichten!

Persönliche Vorsätze für die Zukunft können motivieren. Wenn Du noch keine guten Vorsätze für das kommende Jahr hast, dann kannst Du dich von unseren Vorschlägen inspirieren lassen. Sie sind für fast jeden geeignet, nachhaltig für Mensch und Umwelt und – ganz wichtig – einfach in der Umsetzung. Wenn Du keine guten Vorsätze für 2017 formulieren willst, findest Du hier vielleicht dennoch Ideen, Du das nächste Jahr sinnvoll mitgestalten kannst. Das Team von Klimafonds wünscht auf jeden Fall einen guten Start!

 

 

1. Neujahrsvorsatz: Vorfahrt für Fairtrade

Nach den Lebensmittelskandalen der letzten Jahre, finden Bio-Produkte immer mehr Käufer. Entsprechend haben sind Bio-Lebensmittel längst nicht mehr nur in kleinen Öko-Läden zu haben, sondern stehen mittlerweile gleichberechtigt in den Regalen von Supermärkten und Discountern. Doch bei weitem nicht alles was Bio ist, stammt auch aus fairem Handel. Besonders Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade und exotische Früchte werden immer noch unter ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen in Afrika und Südamerika geerntet. Menschen, die dort auf den Plantagen arbeiten, können mit dem Verdienst kaum ihren Lebensunterhalt sichern, Kinderarbeit steht vielerorts noch immer an der Tagesordnung. Sicher ist es schwer, komplett aus dem Konsumkreislauf auszubrechen, dennoch hat jeder Kunde auch eine Marktmacht. Und diese kannst Du nutzen.

 

Nachhaltig und fair genießen.
Nachhaltig und fair genießen.

Dieser Neujahrsvorsatz ist einfach umzusetzen. Überlege, welches konventionelle Produkt Du regelmäßig gerne nutzt und ersetze es ab sofort durch das entsprechende Fairtrade-Produkt. Wenn Du unsicher bist, welche Produkte wirklich aus fairem Handel stammen, kannst Du Dich auf der Seite von Fairtrade Deutschland umfassend informieren. Aufschluss gibt Dir auch das grün-blaue Fairtrade-Siegel. Ebenfalls aus fairem Handel stammen alle Artikel von Gepa. Das Unternehmen hat ein eigenes Siegel und unterliegt noch strengeren Kriterien als das Fairtrade-Siegel.

 

Fairtrade-Produkte sind teilweise teurer als konventionelle Produkte. Was allerdings Kaffee anbelangt, greifen vor allem Anhänger von Kapselsystemen ohne Murren sehr viel tiefer in die Tasche und schädigen durch die aufwändige Aluminiumverpackung zudem die Umwelt. Zum Vergleich: Ein Kilogramm Kaffee in Kaffeekapseln kostet rund 60 Euro, konventioneller Kaffee wird für rund 15 Euro pro Kilogramm angeboten, Gepa-Kaffee für rund 20 Euro.

 

 

2. Neujahrsvorsatz: Strom aus Erneuerbaren Energien

Einige Dinge laufen in unserem Leben mehr oder weniger automatisch. Irgendwann hast du Dich für einen Stromanbieter entschieden und dieser bucht regelmäßig die jeweiligen Beträge ab. Während früher der Strom immer von den zuständigen Stadtwerken geliefert wurde, ist seit der Liberalisierung des Strommarktes das Angebot vielfältiger geworden. Allerdings dominieren noch immer die großen Stromkonzerne den Markt, die auf fossile Energiträger, die das Klima schädigen, und auf die unsichere Atomenergie setzen. Gleichzeitig ist die Energiewende in Deutschland eine beschlossene Sache, die spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima großen Rückhalt in der Bevölkerung findet.

 

Wenn Du noch einen konventionellen Stromanbieter nutzt, ist das neue Jahr eine gute Gelegenheit, auch privat die Energiewende einzuläuten und künftig auf Strom aus Erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse zu setzen.

 

Dein Aufwand ist überschaubar. Suche Dir einen Ökostromanbieter zu dem du wechseln möchtest, kündige Deinen bisherigen Lieferanten und je nach dem, an welche Vertragslaufzeiten Du gebunden bist, wirst Du spätestens im Frühjahr klimafreundlich produzierten Strom nutzen können. Wenn Du diesen Neujahrsvorsatz umsetzt, hast Du eine nachhaltige Entscheidung für die kommenden Jahre getroffen.

 

 

3. Neujahrsvorsatz: Geld ethisch-ökologisch anlegen und verwalten

Weil wir gerade über Entscheidungen für die kommenden Jahre sprechen, wie sieht es bei Dir in Sachen Finanzen aus? Welches Geldinstitut ist die Bank Deines Vertrauens und nach welchen Kriterien wählst Du Investments aus?

 

Geld ist in unserer Welt ein enormer Machtfaktor. Diese Macht kannst Du nutzen und Dich für Banken  und Finanzdienstleister entscheiden, die Deinen ethischen und ökologischen Überzeugungen entsprechen. Diese legen Dein Geld in sozialen, ethischen und ökologischen Projekten an. Investments in Waffen und Rüstung, Atomenergie und fossile Energieträger, Gentechnologie, Massentierhaltung und ähnliche Unternehmungen werden nicht unterstützt.

 

Auch ethisch-ökologische Geldanlagen bringen gute Erträge.
Auch ethisch-ökologische Geldanlagen bringen gute Erträge.

Wenn Du Dich für eine Bank mit ethischen und ökologischen Grundsätzen entscheidest, ist der Wechsel nicht schwer. Daueraufträge ziehen automatisch mit um. Du musst Dich nur darum kümmern, Deine neue Bankverbindung allen relevanten Stellen mitzuteilen, beispielsweise Deinem Arbeitgeber.

 

Wenn Du Deine Vermögensbildung, Deine Altersvorsorge und alle Aktivitäten rund um Deine Geldanlagen fair und klimafreundlich gestalten willst, bist Du bei Klimafonds an der richtigen Adresse. Wir sorgen dafür, dass mit Deinem Geld Projekte, Unternehmen und Staaten unterstützt werden, die das Klima schützen und soziale und ethische Werte aktiv umsetzen. Ethisch-ökologische Geldanlagen haben sich in den vergangen Jahren positiv entwickelt und versprechen auch in Zeiten der Niedrigzinsen gute Erträge. Verwirklich also Deine Neujahrsvorsätze und fülle unseren einfachen Fragebogen aus.

 

Klimafonds wünscht ein friedvolles neues Jahr!

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



15. Dezember 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Weihnachten ist bald und Verwandtschaft und Freunde sind zahlreich. Kein Grund zum Verzweifeln. Mit den 10 besten Geschenktipps, die auch kurz vor knapp organisiert werden können, kommt kein Stress vor den Feiertagen auf.” ]

 

Weihnachten überrascht jedes Jahr aufs Neue. Nicht nur, dass der Termin immer wieder erschreckend plötzlich und überraschend näher rückt. Auch Freunde und Familie warten mit einigen Überraschungen auf. Damit Weihnachten nicht das Fest der unnützen Geschenke wird, haben wir heute 10 Geschenktipps zusammengestellt – klimafreundlich, praktisch und nachhaltig.

 

 

1. „O Tannenbaum, o Tannenbaum“ – aber bitte ohne Giftstoffe

Weihnachtsgeschenke: Manchmal ist Weniger mehr.
Weihnachtsgeschenke: Manchmal ist Weniger mehr.

Der festlich geschmückte Weihnachtsbaum ist für viele Menschen untrennbar mit Weihnachten verbunden. Als Produkt der Forstwirtschaft ist er allerdings, wie viele landwirtschaftliche Produkte auch, mit vielfältigen Giftstoffen belastet; teilweise wurde sogar Glyphosat nachgewiesen. Darüber hinaus haben mittlerweile rund 20 Prozent der Bäume einen langen Transportweg hinter sich gebracht, bis sie im heimischen Wohnzimmer herausgeputzt werden. Vielfach stammen die Bäume auch aus Plantagen, in denen mit Pestiziden und Düngemitteln nicht gespart wird. Auch wenn der Weihnachtsbaum kein Lebensmittel ist – auch beim Baumkauf ist ein Bio-Siegel zu empfehlen. So kannst Du Dir sicher sein, dass Dein Baum aus ökologischer Forstwirtschaft stammt und keinen Schaden hinterlassen hat. Aktuell achten zehn Prozent der Käufer auf die ökologisch einwandfreie Herkunft des Weihnachtsbaumes. Um den Kreis der nachhaltigen Baumkäufer zu vergrößern, ist ein Bio-Weihnachtsbaum auch eine tolle Geschenkidee für die Familie.

 

2. „Ihr Kinderlein kommet“ – Mit Bäumen und Schokolade gegen die Klimakrise

Wer sich nicht nur einen Weihnachtsbaum ins Haus holen will, sondern auch die weltweite Aufforstung unterstützen möchte, ist bei der Kinder- und Jugendorganisation Plant-for-the-Planet an der richtigen Stelle: Für nur einen Euro Spende pflanzt die 2007 gegründete Organisation einen Baum. Eine Geschenkurkunde zum Download und ein Code, mit dem jeder „seinen“ Baum auf der Website sichtbar machen kann sind im Preis bereits mit inbegriffen. Ziel von Plant-for-the-Planet ist es, weltweit 1.000 Milliarden neuer Bäume rund um den Globus zu pflanzen und damit genügend CO2 zu speichern, um die drohende Klimakrise abzuwenden.

 

Süßigkeiten stehen gerade in der Weihnachtszeit hoch im Kurs. Mit der richtigen Schokoladensorte wird Naschen zum Klimaschutz: Für fünf verkaufte Tafeln der Guten Schokolade von Plant-for-the-Planet wird ebenfalls ein Baum gepflanzt.

 

 

3. „Es kommt ein Schiff geladen“ – Regionale Köstlichkeiten genießen

Weihnachten ist – neben vielen anderen treffenden Zuschreibungen – auch das Fest der Genüsse. Gutes Essen gehört einfach dazu. Dabei sind die Geschmäcker verschieden und was „gutes Essen“ bedeutet, darüber kann gestritten werden. Eine Antwort dazu bietet die Slow Food-Philosophie. Demnach ist gutes Essen regional, saisonal und ökologisch angebaut, ohne unnötige Verarbeitung, Zusätze oder Geschmacksverstärker. Wer Genussfreude und Inspiration für das gesamte Jahr verschenken will, ist mit der neuen Ausgabe des „Slow Food Genussführer“ gut beraten.  Das Handbuch liefert eine ausführliche Warenkunde, stellt in Vergessenheit geratene Lebensmittel vor und bietet einen breiten Serviceteil zu Slow Food-Lokalen.

 

 

4. „Kommet ihr Hirten“ – Das etwas andere Geschenk: Nutztierpatenschaften

Die Weihnachtsziege: In der Bibel zwar unerwähnt, aber dennoch ein Geschenk, bei dem es nichts zu meckern gibt.
Die Weihnachtsziege: In der Bibel zwar unerwähnt, aber dennoch ein Geschenk, bei dem es nichts zu meckern gibt.

Was in Tierparks in aller Welt bereits erfolgreich angeboten wird, haben Landwirte und Organisationen nun auch für sich entdeckt: Tierpatenschaften. Diese Patenschaften sind eine gute Möglichkeit, für ein Tier ohne Zeitaufwand zu sorgen. So kannst Du beispielsweise Pate einer Kuh auf dem Andechser Demeter-Hof werden. Das Patentier schickt dann zweimal im Jahr regelmäßig Grüße in Form eines Spezialitätenpakets. Damit Kühe auch nach ihrem Arbeitsleben einen geruhsamen Lebensabend verbringen können, gibt es auch spezielle Kuh-Patenschaften für alte Kühe.

 

Passt nicht ganz ins Patenkonzept, ist dennoch sehr sinnvoll: Die Hilfsorganisation OxfamUnverpackt vermittelt Ziegen an arme Familien in Mosambik. Mit dieser Starthilfe können sich Menschen eine Herde aufbauen und ein existenzsicherndes Einkommen erarbeiten.

 

Wer es eine Nummer kleiner mag, kann mit einer Bienenpatenschaft  die ökologische Bienenhaltung fördern und sich regelmäßig über den Honig seiner Biene freuen.

 

 

5. „Es ist ein Ros’ entsprungen“ – Blumen begeistern

Blumen sind auch zu Weihnachten ein schönes Geschenk, gerade für liebe Menschen, die eigentlich schon alles haben. Lieblingsblume der Deutschen ist und bleibt unangefochten die Rose. Erfreulich: Mittlerweile stammt jede vierte Schnittrose in Deutschland aus fairem Handel. Mehr als 20.000 Blumengeschäfte und Supermärkte bieten mittlerweile Blumen und Pflanzen mit dem Fairtrade-Siegel an. Das Angebot ist vielfältig und umfasst neben den klassischen beliebten Schnittblumen auch Topfpflanzen. Seit dem vergangenen Jahr werden auch Fairtrade-Weihnachtssterne angeboten. Über den Blumenfinder von Fairtrade Deutschland kannst Du das Blumengeschäft Deines Vertrauens finden.

 

 

6. „Feliz Navidad“ – Faires Fernweh verschenken

Fairer Handel bleibt ein zentrales Thema, um die globale Kluft zwischen Arm und Reich dauerhaft zu überwinden. Schnell vergessen werden dabei Produkte wie Reisen. Für alle Fernwehgeplagten ist daher das neue Buch von Frank Herrmann „FAIRreisen. Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen“ ein sinnvolles und informatives Geschenk. Hier finden Reiselustige zahlreiche Informationen Tourismussiegeln, nachhaltigen Reiseanbietern und Reiseausstattern und 500 fairen Länderreisetipps.

7. „Stille Nacht, heilige Nacht“ – Sinnvolle Zeitschriftenabos

Egal ob von langer Hand geplant oder Last-Minute, Zeitschriftenabonnements sind unkompliziert in der Beschaffung und bringen über das ganze Jahr hinweg Freude, und eine anregende Lektüre. Ob Klassiker wie das Verbrauchermagazin Öko-Test, Genießertitel wie das Slow Food Magazin oder spezielle Themenhefte wie zeozwei – Mit Zeitschriftenabonnements lässt sich in kürzester zeit die gesamte Verwandtschaft beglücken und Themen, die am Herzen liegen, vertiefen.

 

 

8. „Morgen Kinder wird’s was geben“ – Das moderne Geldgeschenk

Kinder haben zu Weihnachten unzählige Wünsche. Die meisten Kinder haben aber auch unzählige Spielsachen und so gestaltet sich die Frage nach einem sinnvollen Weihnachtgeschenk durchaus schwierig. Für regelmäßige Schenker ist daher einen Fondsdepot durchaus sinnvoll, denn einmal eingerichtet, ist die Geschenkfrage für die kommenden Jahre befriedigend gelöst. Bis Ende des kommenden Jahres bietet die FIL Fondsbank GmbH (FFB) das gebührenfreie FondsdepotJunior an. Mit Einzahlungen ab monatlich 25 Euro kommt über die Jahre ein kleines Vermögen zusammen, mit dem sich das dann erwachsene Kind einen seiner unzähligen Wünsche erfüllen kann.

 

 

9. „Lasst und froh und munter sein“ – Spieleklassiker

Manchmal soll es doch ein richtiges Päckchen sein, das unter dem Weihnachtbaum liegt. Besonders schön sind dann Spieleklassiker, mit denen sich Kinder, Eltern und Besuch gleich beschäftigen können. Seit fast dreißig Jahren im Markt: Das Waldschattenspiel der Firma Kraul aus Oberbayern. Dabei versuchen Zwerge sich vor einem wandernden Licht zu verstecken. Schutz bietet der Schatten hoher Tannen. Neben der Ästhetik der Ausstattung, liegt der besondere Reiz des Brettspiels darin, dass im Dunkeln gespielt wird. Genau das richtige für lange Winter- und Weihnachtsabende.

 

 

10. „Am Weihnachtsbaum, die Lichter brennen“ – Praktische Geschenke

Wenn am Weihnachtsbaum die Lichter brennen, dann tun sie das in der Mehrheit der Haushalte elektrisch. Schön, wenn der Strom dann aus erneuerbaren Energien stammt. Ein nachhaltiges Weihnachtsgeschenk kann entsprechend auch eine Mitgliedschaft in einer Energie-Genossenschaft sein. So kann das Thema Energiewende aktiv vorangetrieben werden.

 

 

Dein Wunschzettel

Vielleicht willst Du Dir selbst auch etwas schenken oder zumindest Deine Geldanlagen zukünftig nachhaltig und sinnvoll gestalten. Dann bist Du bei Klimafonds an der richtigen Adresse. Wir beraten Dich umfassend und fair. Damit wir wissen, was wir Dir anbieten können, fülle einfach unseren Fragebogen aus.

 

 

 

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1. Dezember 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, schwere Rotweine zum Weihnachtsmenü, spritzige Weißweine und Sekt zu Silvester. Es gibt aktuell viele gute Bio-Produkte im Angebot. Bio-Winzer liefern nicht nur ein vielseitiges und qualitativ hochwertiges Angebot, sie erhalten auch Kulturlandschaften und sichern die regionale Biodiversität.” ]

 

Auf den Weihnachtsmärkten leuchten die Lichter und bei klirrender Kälte wärmt ein leckerer Glühwein. Für die Weihnachtstage und Silvester steht auch die Auswahl der passenden Weine an und für viele Menschen ist ein Weinpräsent eine gute Wahl.

 

Höchste Zeit also, das Thema Wein nicht nur unter sensorischen Gesichtspunkten unter die Lupe zu nehmen – denn über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – sondern auch einen kritischen Blick auf die Inhaltsstoffe von konventionellen Weinen  zu werfen und die Vorteile des ökologischen Weinanbaus näher zu beleuchten.

 

 

Treffpunkt Glühweinstand

Glühwein in Bio-Qualität und vertrauenserweckender Verpackung.
Glühwein in Bio-Qualität und vertrauenserweckender Verpackung.

Rot, dampfend heiß und weihnachtlich gewürzt – dieser Minimalkonsens bestimmte lange Zeit das Thema Glühwein auf den Weihnachtsmärkten. Mittlerweile hat sich an den Ständen einiges getan, denn auch der üblicherweise kühl genossene Weißwein findet sich immer häufiger erwärmt in den Tassen und auch Obst- und Beerenweine werden immer beliebter. Dazu kommt der grundsolide Apfelwein, puristisch mit etwas Zimt gewürzt.

 

Wie bei fast allen Lebensmittel und Getränken sind die Qualitätsunterschiede auch beim Glühwein enorm. Das Verbrauchermagazin Öko-Test bescheinigte im letzten Jahr nur wenigen Produkten eine akzeptable Qualität. Selbst Bio-Produkte fielen durch. Da das Heft seit einigen Jahren nicht nur die Inhaltsstoffe und die Verpackung kritisch prüft, sondern seine Tests auch um Geruchs- und Geschmacksprüfungen ergänzt, war das Gesamtergebnis eher ernüchternd. Neben künstlichen Aromen, erhöhtem Kupfergehalt und Konservierungsstoffen, befanden die Tester, dass die meisten Weine von minderer Qualität oder schlichtweg fehlerhaft seien. Hinzu kam ein enorm hoher Zuckergehalt, der damit an Süße selbst die bekannte braune Limonade mit Koffein übertrumpfen konnte.

 

Mittlerweile wird auch auf vielen Weihnachtsmärkten Glühwein in Bio-Qualität angeboten. Wenn das Weingut des Vertrauens ausschenkt, kann man im Allgemeinen sicher sein, dass auch der Glühwein eine gewisse Qualität nicht unterschreitet, auch wenn nicht unbedingt die besten Jahrgänge im Topf landen. Eine gute Qualität versprechen auch die Apfelweine aus Streuobstprojekten. Generell gilt allerdings: Wenn der Morgen nach dem Weihnachtmarktbesuch mit Kopfschmerzen einhergeht, liegt das nicht immer zwingend an der Qualität des Glühweins …

 

 

“Weinkaufen” gehen

Da findet jeder seinen Favoriten - Bio-Winzer bieten eine breite Vielfalt.
Da findet jeder seinen Favoriten – Bio-Winzer bieten eine breite Vielfalt.

Gleichgültig, ob der Wein im eigenen Keller beziehungsweise im eigenen Glas landet oder als Geschenk gedacht ist: Wein auswählen ist eine Wissenschaft für sich. Angesichts der enormen Vielfalt und vielen gut gemeinten Ratschlägen ist es nicht leicht, den passenden Tropfen zu finden. Gut, wenn Du vorn vorneherein weißt, was Du willst, denn auch beim Kauf von Weinen ist Bio-Qualität eine sehr gute Wahl.

 

In den letzten Jahren hat sich eine quirlige Szene von Bio-Winzern in allen deutschen Weinanbaugebieten etabliert, die mit robusten Rebsorten und Neuzüchtungen ausgezeichnete Weine ausbauen. Wer also bislang sich eher an Riesling, Silvaner und Müller-Thurgau orientierte, sollte sich künftig auch für Phönix oder Solaris interessieren. Diese neuen Sorten haben einen ausgezeichneten Geschmack und sind zudem unempfindlich gegen Schädlinge. Wenn der Wein doch einmal nicht mundet – auch bei Bio-Weinen gibt es einmal weniger überzeugende Jahrgänge.

 

Geschmacklich ist Bio-Wein kaum von einem anderen Qualitätswein zu unterscheiden. Dennoch gibt es gute Gründe für einen ökologisch angebauten Wein, denn wie auch in anderen Bereichen der ökologischen Landwirtschaft kannst Du Dir sicher sein, dass weder Pestizide, noch künstliche Dünger oder Gentechnologie eingesetzt werden. Das gilt auch für das Pflanzengift Glyphosat, das in diesem Jahr durch die Medien ging und mit hoher Wahrscheinlichkeit das Risiko von Krebserkrankungen erhöht. Während in Weinen aus konventionellem Anbau gemäß einer Untersuchung der Umweltorganisation Greenpeace Glyphosat in immerhin sieben von elf Weinen enthalten war, waren entsprechende Rückstände in Bio-Weinen überhaupt nicht zu finden.

 

 

Öko-Weine sind gut für Dich und die Natur

Öko-Winzer nutzen zwar gerne robuste und schädlingsresistente Rebsorten, dennoch kommt es natürlich auch hier zum Schädlingsbefall. Anstelle von Insektiziden treten hier dann beispielsweise Pheromonfallen, die durch intensive Duftstoffe eine natürliche Abwehr bilden, gegen einige Schädlinge hilft auch schon der Einsatz von Backpulver.

 

Auch Bio-Winzer sind gefordert, die Bodenqualität ihres Weinbergs ständig im Auge zu behalten. Daher werden zwischen den Rebstöcken vielfältige Pflanzen kultiviert, die Nutzinsekten anziehen. Durch das Zusammenspiel von Reben, Pflanzen und Tieren entsteht im Weinberg ein komplexes Ökosystem, das einen wichtigen Beitrag zur regionalen Biodiversität leistet.

 

Ökologischer Weinbau steht in Deutschland noch lange nicht auf der Tagesordnung, ist aber ein relevanter Trend. So werden aktuell bereits 7,5 Prozent der Weinbauflächen nach den Richtlinien des ökologischen Weinbaus bewirtschaftet, viele Winzer durchlaufen darüber hinaus den aufwändigen Umstellungsprozess, so dass in den kommenden Jahren ein weitaus höherer Anteil zu erwarten ist. Kein Wunder, denn die Nachfrage nach guten Bio-Weinen steigt weiter an – und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Mittlerweile finden in verschiedenen Weinregionen ganze Öko-Weinmärkte und Festivitäten statt. Eine Entwicklung über die sich nicht nur passionierte Weintrinker freuen. Auch Umwelt und Klima profitieren zunehmend von dieser Entwicklung, denn im ökologischen Weinanbau wird auch auf einen niedrigen Wasserverbrauch und einen möglichst geringen CO2-Fußabdruck geachtet.

 

 

Qualität mit Siegel

Gutes muss nicht immer teuer sein. Gute Bio-Weine mit dem niedrigschwelligen Siegel der Europäischen Union gibt es im Handel ab etwa vier Euro. Bei diesen Weinen wurde im Anbau auf chemische Pflanzenschutzmittel, leicht lösliche mineralische Dünger sowie den Einsatz von Gentechnologie verzichtet.

 

Ein strengeres Siegel vergeben die Verbände der ökologischen Landwirtschaft, wie beispielsweise Demeter und Bioland. Eigens für den Weinanbau gibt es darüber hinaus auch noch das ECOVIN-Siegel, das vom Verband der ökologisch arbeitenden Weingüter vergeben wird. Diese Interessensvereinigung tritt bereits seit 1985 für den ökologischen Weinbau ein und vertritt mittlerweile mehr als 200 Winzer aus zwölf deutschen Anbaugebieten. Weine mit ECOVIN-Siegel sind ab sechs Euro zu haben.

 

Für Veganer ist darüber hinaus auch das Vegan-Siegel relevant, denn viele Weine enthalten tierisches Eiweiß, mit dem – ähnlich wie bei einigen Säften – der Wein geklärt wird. Bei veganen Weinen wird die Klärung mittels pflanzlicher Proteine, wie beispielsweise Erbseneiweiß, durchgeführt. Der Prozess der Klärung und Schönung von Weinen ist übrigens ausschließlich einer besseren Optik geschuldet. Naturtrübe Weine haben es mit Markt – auch bei ökologisch orientierten Kunden – noch immer schwer.

 

 

Weine für die Gegenwart – Klimafonds für die Zukunft

Ein gut gefüllter Weinkeller galt früher vielfach als eine interessante und wertbeständige Geldanlage. Diese Zeiten sind längst vorüber. Sehr viel sinnvoller ist es, gute Bio-Weine bewusst im Hier und Jetzt zu genießen und für die Zukunft besser geeigneten Investments auszuwählen.

 

Klimafonds bieten eine optimale Möglichkeit, die Prinzipien, die Dir bei Wein und Lebensmittel wichtig sind, auch auf Deine Geldanlagen zu übertragen. Bei Klimafonds investierst Du in klimafreundliche und sozialverträgliche Projekte und erwirtschaftest attraktive Erträge. Finde hier Deine passende Geldanlage

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 



27. Oktober 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Nachhaltigkeitsthemen werden aktuell in vielen Sachbüchern behandelt. Wir haben eine kleine Empfehlungsliste aus den aktuellen Verlagsprogrammen zusammengestellt.” ]

 

 

Lesen entspannt und gibt positive Impulse.
Lesen entspannt und gibt positive Impulse.

Die Frankfurter Buchmesse hat in der vergangenen Woche wieder unzählige Neuerscheinungen präsentiert. Sicher sind auch viele darunter, bei denen Du sagst: „Und dafür werden Bäume gefällt!“

 

Wir haben uns umgesehen und zehn Buchtipps zusammengestellt, die Impulse für Dein Leben geben, Diskussionen anregen oder weiterführen und auch prima für gute Freunde ein sinnvolles Geschenk abgeben.

 

Ehrengäste auf der Frankfurter Buchmesse waren in diesem Jahr übrigens Flandern und die Niederlande. Gerade unser westliches Nachbarland hat in Sachen Nachhaltigkeit einiges zu bieten. Nicht nur, dass quasi die gesamte Nation – mindestens zeitweise – umweltfreundlich auf dem Fahrrad unterwegs ist. Nachhaltigkeit ist auch ein Ziel der niederländischen Politik, das bereits seit 1989 im Nachhaltigkeitskonzept festgeschrieben ist. Der sogenannte „Nationaal Milieubeleidsplan“ wird seit dem in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft dynamisch weiterentwickelt und befindet sich derzeit in der vierten Auflage. Damit konnten die Niederlande ihre Umweltbilanz seit den achtziger Jahren stark verbessern. Damals zählten die Niederlande weltweit zu den Ländern mit der stärksten Umweltverschmutzung. Verantwortlich dafür waren die hohe Autodichte, eine entsprechende Luftverschmutzung, eine hohe Bevölkerungsdichte sowie zahlreiche Unternehmen der Schwerindustrie. Jetzt haben die Niederlande bereits einige Hürden genommen und streben weiter eine nachhaltige ökologische Modernisierung an.

 

 

Zehn heiße Buchtipps für die kalte Jahreszeit

 

1. „Die Wachstumsgesellschaft“

von Helmut Knolle:

 

Technologischer Fortschritt und Wirtschaftswachstum hatten einmal den Zweck, das Leben der Menschen zu verbessern, materiell und geistig. Mittlerweile herrscht das Primat des materiellen Reichtums, von der Wirtschaft begrüßt, denn die Umsätze in der Konsumgüterindustrie werden mit Shoppinglaune, Freizeitartikeln, Pauschalreisen und flachen Entertainment-Angeboten erzielt. Helmut Knolle beschreibt den Untergang von Bildung und geistigen Werten bei einer gleichzeitig fortschreitenden Technisierung und spürt den Schwächen der herrschenden Ökonomie nach. Eine nicht ganz einfache Lektüre, die jedoch viele philosophische Anregungen mitbringt.

 

 

2. „Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima“

von Naomi Klein

 

Nach dem durchschlagenden Erfolg von „No Logo“ war die Aktivistin Naomi Klein quasi über Nacht weltbekannt. Mit ihrem neuen Buch fordert Klein eine radikale Umgestaltung des herrschenden Wirtschaftssystems angesichts der fortschreitenden Klimakrise. Nur so lasse sich die Entwicklung aufhalten, so Klein, denn es gehe nicht allein um den CO2-Ausstoss sondern um das gesamte kapitalistische Wirtschaften. Dass der Abschied von einer Kultur des „Immer mehr“ durchaus möglich ist zeigen Beispiele aus aller Welt, die Klein aufwändig recherchiert hat und fundiert kommentiert.

 

 

3. „Ohne Auto leben“

von Bernhard Knieriem

 

Von der Theorie zur Praxis. Verkehrswissenschaftler Bernhard Knieriem liefert in seinem Handbuch nicht nur einen theoretischen Hintergrund zum Auto-freien Leben. Er gibt seinen Lesern auch handfeste praktische Tipps und konkrete Ideen mit auf den Weg. Der Autor führt die persönlichen Belastungen vor Augen, die das eigene Auto mit sich bringt, angefangen beim hohen Anschaffungspreis bis hin zur regelmäßigen Pflege, Wartung und der anstrengenden Parkplatzsuche oder den Fahrten zu Verkehrsspitzenzeiten. Angenehm: Knieriem predigt keinen aufopfernden Verzicht, sondern plädiert für mehr Komfort und Lebensqualität. Sein Motto: Ohne Auto kann ist man in vielen Fällen mobiler.

 

 

4. „Selbst denken, selbst machen, selbst versorgen“

von Markus Bogner

 

Wenn Du ganz genau wissen willst, woher Dein Essen kommt, und wie es angebaut wird, bist Du beim Markus Bogner, Bio-Bauer am Tegernsee, richtig. Unterhaltsam berichtet Bogner von seinem Selbstversorgerhof auf kleinstem Raum, gibt Handreichungen, Rezepte und Ideen. In erster Linie macht das Buch aber auch Mut, seine Ernährung selbst in die Hand zu nehmen und sich für die Produkte der Region einzusetzen. Bogners Konzept ist mittlerweile recht erfolgreich, neben seinem Hofladen bietet der leidenschaftliche Landwirt auch Kurse zum Thema Brotbacken und Saatgutziehen an.

 

 

5. „Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18“ 

von Slow Food Deutschland e.V.

Wem der Ansatz von Bogner zu viel der Subsistenzwirtschaft ist, kommt mit dem „Slow Food Genussführer“ voll auf seine Kosten. Hier erfährst Du alles über gutes Essen gemäß der Slow Food-Philosophie regional, saisonal und biologisch erzeugt. Der Genussführer stellt ausführlich fast vergessene Produkte vor, gibt eine ausführliche Warenkunde und – last but not least – stellt detailliert Slow Food-Lokale vor, übersichtlich geordnet nach Regionen. Die Restaurants decken dabei ein breites Spektrum von traditionell-einfacher, über gutbürgerliche bis hin zu modern-experimenteller Küche ab. Auch wenn hier die Unterschiede groß sind, eint alle die Idee, Nahrungsmittel ohne Zusätze und Geschmacksverstärker, handwerklich und authentisch anzubieten. Eine appetitanregende Lektüre und unentbehrlich für gutes Essen unterwegs.

 

 

6. „Besser leben ohne Plastik“

von Anneliese Bunk und Nadine Schubert

 

Freiheit für die Bücher - weg mit der Plastikfolie!
Freiheit für die Bücher – weg mit der Plastikfolie!

Wir sind täglich von einer Unmenge an Plastik umgeben, mit Folgen für unsere Gesundheit und die Umwelt. Aber ist ein Leben ohne Plastik überhaupt möglich? Ja, sagen die beiden Autorinnen. Das Nachschlagewerk „Besser leben ohne Plastik“ bietet – auch für erfahrene Plastikvermeider – vielfältige Tipps für den Alltag. Dabei muss nicht von heute auf morgen das gesamte Leben umgekrempelt werden. Mit kleine Schritten, praxiserprobten Anleitungen zum Selbermachen und Alternativen zu gängigen Plastikprodukten begleitet Dich das umfangreiche Buch in ein plastikfreies Leben und beweist, dass ein nachhaltiger Lebensstil auch – oder teilweise auch gerade – mit wenig Geld möglich ist. Konsequent: Das Buch ist auf Recyclingpapier mit mineralölfreien Farben gedruckt und wird ohne Folienversiegelung ausgeliefert.

 

7. & 8. „Denk mal! 2017“ & „Denkanstöße 2017“

 

Wenn Du es im Alltag einfach nicht schaffst, Dich mit Sachbücher zu befassen, bieten diese beiden Taschenbücher in kompakter Aufsatzform viele Anregungen, wenn Dich dann ein Thema besonders fesselt, kannst du es ja jederzeit weiter vertiefen.

 

„Denk mal! 2017“ enthält unter anderem Aufsätze von Harald Welzer, Güner Yasemin Balci und Tilmann Allert.

 

„Denkanstöße 2017“ präsentiert sich als philosophisches Lesebuch. Hier geben Autoren wie wie Ronald Reng, Thomas Darnstädt oder Bruno Jonas inspirierende Impulse zu den entscheidenden Themen der Zeit.

 

 

9. „Fair für alle!: Warum Nachhaltigkeit mehr ist als nur bio“

von Sonja Eismann und Nina Lorkowski

 

Ein interessanter Titel aus der Jugendbuchabteilung. Themen wie Gluten-freie Ernährung, Fairtrade, No-Waste liegen im Trend. Gemeinsam haben sie alle etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Die beiden Autorinnen führen souverän durch den Dschungel der globalen Zusammenhänge, führen unseren generellen Umgang mit unseren Ressourcen vor Augen und zeigen, welche ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren unsere Zukunft bestimmen. Zu Wort kommen Experten aus Politik und Wissenschaft, aber auch Umweltaktivisten, NGOs und Blogger.

 

10. “Bienen”

von Piotr Socha und Thomas Weiler

Viele Kinderbücher bestechen durch ihre künstlerischen Illustrationen. So auch „Bienen“. Hier wird auf muntere und witzige Art und Weise ein umfassender Einblick in die Welt der Honigbienen vermittelt. Kinder lernen nicht nur das Leben im Bienenstock und das Sammeln von Honig kennen. Das Buch spricht auch die Zusammenhänge zwischen Bienen und Obsternte an. Ein schönes Buch mir großen Informationstafeln, das Kinder sicher immer wieder gerne zur Hand nehmen.

 

 

Viele Bücher regen zum Nachdenken und zum Handeln an. Du hast viele Möglichkeiten, etwas für Deine Umwelt, das globale Klima und eine gerechtete Welt zu tun. Ein Weg geht führt auch über die sprichwörtliche “Macht des Geldes”. Nutze Deine Macht, denn es liegt in Deiner Hand, wie Du Dein Geld anlegst. Wir von Klimafonds bieten nachhaltige Geldanlagen – ohne Atomkraft und fossile Energieträger, ohne Kinderarbeit, ohne Waffen und ohne anderen zerstörerischen Technologien. Wir beraten Dich gerne.

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Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 



13. Oktober 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Seit dreißig Jahren engagiert sich die Vereinigung Slow Food für gute, saubere, faire regionale Lebensmittel. Dabei steht der Genuss und Erhalt der natürlichen Vielfalt im Mittelpunkt. Slow Food gibt damit interessante Impulse und setzt unseren Umgang mit Nahrung in einen globalen Zusammenhang.” ]

 

 

Reiche Vielfalt aus der Region.
Reiche Vielfalt aus der Region.

Wir leben im Schlaraffenland. Quasi zu jeder beliebigen Zeit steht in beliebiger Menge nahezu jedes Lebensmittel zur Verfügung. Erdbeeren an Weihnachten, exotische Früchte über das ganze Jahr hinweg – kein Problem. Kühlhäuser und Transporte mit dem Flugzeug machen es möglich. Darüber hinaus ist unsere Ernährung mit ihren vielfältigen Trends ein beliebtes Thema in den Medien. Aktuell werden sogenannten Superfoods wie beispielsweise Chia-Samen, Acai- und Gojibeeren oder Spirulina besondere Kräfte nachgesagt. Die Super-Foods gelten als besonders nährstoffreich und sollen die Gesundheit, Schönheit und Leistungsfähigkeit der Konsumenten steigern.

 

Generell super, dass sich Menschen Gedanken über ihre Ernährung machen – aber gerade der aktuelle Hype um Chia-Samen, Gojibeeren & Co. wirft die Frage auf, warum Lebensmittel um die halbe Welt geflogen werden und das Klima belasten um unseren – ohnehin schon gut gedeckten Tisch – weiter zu bereichern. Gleichermaßen birgt die Entdeckung neuer Lebensmittel aus anderen Kontinenten auch die Gefahr, dass ihre ebenso gesunden Alternativen aus der Region, wie beispielsweise Leinsaat oder Heidelbeeren, in Vergessenheit geraten. Essen ist ein absolutes Grundbedürfnis. Dass ein großer Teil der Menschheit nicht im Schlaraffenland lebt, Hunger leidet und aufgrund von Klimakatastrophen um seine Ernten fürchten muss, sollte nicht vergessen werden.

 

Auch wenn der Gang durch einen großen Supermarkt es uns manchmal vergessen lässt: Unsere Lebensmittel sind mehrheitlich landwirtschaftliche Erzeugnisse. Ihre Herstellung hat viel Zeit zum Wachsen und Reifen in Anspruch genommen, deshalb sollten sie auch mit Sorgfalt zubereitet und genossen werden.

 

 

Slow Food – Genussvoll die Esskultur erhalten

Kulinarischer Genuss verbunden mit einem gemäßigten Lebenstempo ist auch seit dreißig Jahren die Devise der Slow Food-Bewegung. Ihren Ursprung hat Slow Food in der Heimat der Esskultur, in Italien. Dort wurde Slow Food 1986 Carlo Petrini als „Verein zur Erhaltung der Esskultur“ gegründet. Der Journalist und Soziologe hatte anfänglich tatsächlich das bewusste Genießen in den Mittelpunkt der Vereinigung gestellt. Als er sich vertieft mit Herkunft und Bedeutung von Lebensmitteln beschäftigte, rückten für ihn auch der Schutz der Umwelt und der faire Handel mit den Erzeugern in den Blickpunkt. Beides erachtet er als Basis eine bäuerlichen Landwirtschaft und eines traditionellen Lebensmittelhandwerks.

 

Die Slow Food-Bewegung sieht sich drei wesentlichen Werten verpflichtet. Petrini nannte sie „Buono, pulito e giusto“ – also gute, saubere und faire Lebensmittel. Nur wenn alle drei Merkmale zutreffen, handelt es sich um Lebensmittel im Sinne des Slow Food-Gedankens. Gute Lebensmittel sollen frisch, gesund und nahrhaft sein. Sie sollen durch Aussehen, Geruch und Geschmack alle Sinne ansprechen. Saubere Lebensmittel sollen so angebaut und hergestellt worden sein, dass sie Umwelt und Klima nicht schädigen. Faire Lebensmittel werden angemessen vergütet und unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen angebaut, hergestellt und verkauft.

Die Idee von Slow Food hat sich in den vergangenen Jahrzehnten weltweit verbreitet. 1992 wurde ein deutscher Ableger des Vereins gegründet, der rasch viele Anhänger fand und auch weiterhin finden wird. So nannte Zukunftsexperte Matthias Horx Slow Food als einen der wichtigsten Trends in unserer zukünftigen Ernährung.

 

Der Erfolg von Slow Food trifft den Nerv der Zeit. Die Produkte sind in den Regionen teilweise noch bekannt und beliebt. Sie werden auf althergebrachte Weise produziert und werden nur saisonal angeboten und regional vermarktet. Es versteht sich fast von selbst, dass ein Essen aus diesen Lebensmitteln ohne Eile entsprechend genossen wird.

 

Die Vorteile für die Umwelt liegen auf der Hand: Lange Transportwege entfallen genauso wie ausgeklügelte Logistikketten und aufwändige Kühlsysteme. Darüber hinaus wird die lokale Landwirtschaft gestärkt, denn die gesamte Wertschöpfungskette bleibt vor Ort.

 

 

Guter Geschmack – eine gute Sache

Fast vergessene Rasse: das Wollschwein.
Fast vergessene Rasse: das Wollschwein.

Ziel von Slow Food ist es, eine verantwortliche Landwirtschaft mit artgerechter Viehhaltung und Fischerei zu fördern und das traditionelle Handwerk mit seinen vielfältigen Verfahren zu erhalten und weiter zu fördern. Außerdem ist es ein wichtiges Slow Food-Anliegen, die „Ernährungssouveränität“, innerhalb der Regionen zu stärken, also das Recht darauf zu erhalten, was in der Region angebaut und erzeugt wird. Diese Souveränität sichert die regionale kulinarische Vielfalt mit ihren reichhaltigen Erzeugnissen.

 

Die Biodiversität, der Erhalt der regionalen Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist dabei von besonderer Bedeutung, denn durch die bisherige starke Vermarktung bestimmter Produkte wurden in den vergangenen Jahrzehnten viel alte Kultur- und Wildpflanzen sowie seltene Nutztierrassen immer stärker zurückgedrängt.

 

 

„Arche des Geschmacks“ – Rettungsboot für die Vielfalt

Als Non-Profit-Organisation fungiert Slow Food nicht nur als Netzwerk zwischen den unterschiedlichen Landwirten, Handwerkern, Händlern und Konsumenten. Die Organisation macht sich auch aktiv für den Erhalt und die Wiederentdeckung von nahezu vergessenen Lebensmitteln stark. Mit dem Projekt „Arche des Geschmacks“ werden traditionelle Produkte gezielt bekannt gemacht um so wieder eine steigende Nachfrage zu erhalten. Damit wird auch das kulinarische Erbe erhalten, das auch historische, wirtschaftliche und soziale Aspekte beinhaltet. Die Passagiere der Arche können traditionelle Lebensmittel sein, beispielsweise seltene Wurst- und Käsespezialitäten, aber auch selten Pflanzen oder Nutztierrassen. Diese werden katalogisiert und gezielt beworben. Weltweit gibt es derzeit mehr al 1.300 Passagiere der Arche aus insgesamt 83 Ländern.

 

 

Bewusst genießen – bewusst investieren

Gut gemachte Lebensmittel sind ihr Geld wert. Wenn Du über Deinen Genuss hinaus Geld sinnvoll anlegen willst, bist Du bei Klimafonds richtig. Denn die Geldanalgen hier sind nachhaltig. Das heißt, dass Dein Geld – ähnlich der Slow Food-Prinzipien, sozial- und klimaverträglich eingesetzt wird. Mit einem guten Resultat für Dich und die Umwelt.

 

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6. Oktober 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Vegetarische Lebensweise liegt im Trend. Davon profitieren fast vergessene Obst-, Gemüse- und Getreidesorten und das weltweite Klima gleichermaßen.” ]

 

Das Eichhörnchen - Von Haus aus kein reiner Vegetarier.
Das Eichhörnchen – Von Haus aus kein reiner Vegetarier.

In diesem Jahr feierte der Welt-Vegetariertag sein vierzigstes Bestehen. Seit 1977 wirbt der internationale Aktionstag, der jährlich am 1. Oktober stattfindet, für die Vorzüge einer fleischfreien Ernährung. Ausgerufen wurde der Termin anlässlich des Welt-Vegetarier-Kongress in Schottland. Ein guter Zeitpunkt, denn Anfang Oktober werden auch vielfach Erntedankfeste gefeiert, Weinlese und Halloween-Kürbisse rücken ebenfalls Aspekte der landwirtschaftlichen Vielfalt in die öffentliche Wahrnehmung.

 

Aber auch ohne Welt-Vegetariertag: Die fleischlose Ernährung liegt generell im Trend. Der Vegetarierbund (VEBU) schätzt aktuell in Deutschland rund acht Millionen Vegetarier, was immerhin rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen würde. Vielfach wird von weit weniger Vegetariern ausgegangen  – Fakt bleibt jedoch, dass der Anteil der Fleischverweigerer in den vergangenen drei Jahrzehnten rasant angestiegen ist. Hinzu kommt der Trend zu veganen Speisen, also nicht nur dem Verzicht auf Fleisch sondern auf sämtliche tierische Lebensmittel, wie Milchprodukte und Eier, sowie der Trend zum reduzierten Fleischkonsum, wie ihn die sogenannten Flexitarier praktizieren, die bewusst mindestens drei Mal pro Woche auf Fleisch verzichten. Begleitet wurde das zunehmende Interesse an pflanzlicher Ernährung durch vielfältige Lebensmittelskandale aus dem Bereich der tierischen Lebensmittel, die vielen Menschen den Appetit gründlich verdorben haben.

 

 

Interesse an pflanzlicher Vielfalt nimmt wieder zu

Frischer Aufschnitt einmal anders.
Frischer Aufschnitt einmal anders.

Kohlrüben, Topinambur, Teltower Rübchen, Pastinaken, Erdbeerspinat oder Purple Haze-Möhren – alte Gemüsesorten haben in den letzten Jahren ein erfreuliches Comeback erlebt. Angeregt wurde diese Entwicklung durch viele regionale Erzeuger, die ihre Wiederentdeckungen über Biokisten, Hofläden und Wochenmärkte populär machten. Mittlerweile werden zahlreiche fast vergessene Sorten wieder kultiviert und bereichern unsere Mahlzeiten. Von diesem Trend profitieren auch alte Obstsorten, allen voran die vielfältigen Apfelsorten, aber auch Mirabellen und Kirschen, sowie alte Getreidearten wie Einkorn, Emmer und Kamut.

 

Viele dieser Kulturpflanzen waren bis vor kurzem quasi vom Aussterben bedroht, da die industrialisierte Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten vornehmlich auf ertragreichere Sorten gesetzt hat. Typische Landsorten, die sich seit Jahrhunderten an die speziellen lokalen Lebensbedingungen anpassen konnten, wurden von genetisch identischen Hochertragssorten systematisch vertrieben. So ist die Wiederbelebung der alten Pflanzen ein wichtiger Impuls, denn generell bilden aktuell angebotenen Obst- und Gemüsesorten nur einen winzigen Bruchteil der biologischen Vielfalt. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace bezeichnet diesen Verlust der Vielfalt innerhalb der einzelnen Arten als „genetische Erosion“.

 

 

Soja – Viehfutter oder Lebensmittel?

Experten gehen davon aus, dass die weltweite Ernährung mittlerweile von lediglich dreißig Pflanzenarten abhängt, sowohl als Nahrung als auch als Futterpflanzen in der Viehzucht. Zum Vergleich: Derzeit existieren noch weltweit mehr als 30.000 essbare Pflanzenarten.

 

Eine der dreißig Pflanzen ist die Sojabohne. Die eiweiß- und nährstoffreiche Pflanze verfügt über sämtliche essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. So ist Soja als gesunde pflanzliche Alternative zu tierischen Produkten beliebt und hat in Form von Tofu, Sojamilch, Sojajoghurt und vielen weiteren Produkten bereits einen festen Platz in der täglichen Ernährung vieler Menschen eingenommen. Soja für pflanzliche Lebensmittel wird zum größten Teil in Europa angebaut, in Deutschland hat sich in der Bodenseeregion ökologischer Soja-Anbau etabliert. Gerade Vegetarier und Veganer sind daran interessiert, dass die Sojapflanzen nicht gentechnisch verändert wurden. Um dies zu gewährleisten, können sich Verbraucher auf die gängigen Siegel ökologisch erzeugter Lebensmittel verlassen sowie auf das Qualitätssiegel des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG).

 

Allerdings steht Soja nicht nur bei Vegetariern ganz oben auf dem Speiseplan, sondern auch auf den Fütterungsplänen in der Massentierhaltung. Weltweit werden riesige Ackerflächen zum Soja-Anbau benötigt. Um genügend Anbauflächen zu erhalten, werden dabei auch große Teile des südamerikanischen Regenwaldes gerodet. Das dort angebaute Soja dient in erster Linie als billiges Viehfutter, denn nur so können die Fleischpreise auf dem Weltmarkt niedrig gehalten werden. Dass dies auf Kosten von Umwelt und Klima geschieht, verdeutlicht eine einfache Rechnung: Aus einem Kilogramm Soja, können zwei Kilogramm Tofu hergestellt werden. Die gleiche Menge Soja als Schweinefutter ergibt jedoch lediglich 300 Gramm Fleisch. Darüber hinaus ist auch hier gentechnisch verändertes Soja ein erstes Thema. Vielfach werden genmanipulierte Pflanzen angebaut, um eine gleichbleibende Qualität zu produzieren. Da gentechnisch veränderte Lebensmittel erst ab einem Anteil von mehr als 0,1 Prozent der Ingredienzien ausgewiesen werden muss und die Verfütterung gentechnisch veränderter Pflanzen überhaupt nicht kennzeichnungspflichtig ist, kann genmanipuliertes Soja auf Umwegen schnell auf unsere Teller gelangen.

 

 

Klimaschutz durch umweltbewusste Lebensweise

Wenn nach den Beweggründen für eine vegetarische Lebensweise gefragt wird, fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus, denn wie nahezu jeder gesellschaftliche Trend, fließen auch hier unterschiedliche weltanschauliche Strömungen und Lebensstile zusammen. Angefangen von einer generell ethischen Haltung, über Tierrechtsaktivisten, Ablehnung von Massentierhaltung, ökologischen Motiven oder auch gesundheitlichen und geschmacklichen Gründen – die Palette ist breit. Generell profitiert in jedem Fall das weltweite Klima von der Fleischabstinenz: Denn die Naturschützer des WWF gehen derzeit davon aus, dass mehr als 70 Prozent der Emissionen von Treibhausgasen im Zusammenhang mit unseren Lebensmitteln stehen. Sei es durch die Zerstörung von Waldflächen, dem riesigen Verbrauch von Ackerland zum Anbau von Viehfutter, aber auch durch Treibhausgase in der Massentierhaltung. Hinzu kommen die Belastungen der Atmosphäre durch Kohlendioxid durch den Transport, die Lagerung und die Kühlung unserer Lebensmittel generell.

 

Eine bewusste Ernährung trägt also direkt zum Klimaschutz bei. Die Regeln dafür sind einfach: Möglichst wenig tierische Produkte und bei pflanzlichen Lebensmitteln saisonale und regionale Angebote bevorzugen, wo immer es geht, in Bio-Qualität.

 

Dass die Erdatmosphäre vom Lifestyle profitieren kann, zeigt der enorme Trend zum Vegetarismus, denn nicht nur die hippen Lokale in Hamburg und Berlin setzen vegetarische und vegane Gerichte auf ihre Speisekarten, auch traditionell fleischbetonte Landgasthöfe folgen dem Zeitgeist. Flankiert wird die Entwicklung durch eine Vielzahl von fleischfreien Rezepten und einer enormen Bandbreite an vegetarischen Lebensmitteln. Diese werden auch nicht mehr allein – wie noch vor wenigen Jahren üblich – in Bioläden und Reformhäusern angeboten, sondern haben längst die Regale von klassischen Supermärkten und Discountern erobert. 2015 sollen in Deutschland bereits 454 Millionen Euro mit vegetarischen Lebensmitteln erwirtschaftet worden sein.

 

Wirtschaftliche und ökologische Interessen können also durchaus Hand in Hand gehen, wie es das Beispiel des vegetarischen Lebensstils zeigt. Wer auch in Sachen Vermögensaufbau und Geldanlage sein Interesse an Klimaschutz und Erhaltung der Umwelt einbringen will, findet in Klimafonds die passenden Angebote. Hier bringst Du nicht nur den Klimaschutz wirksam voran, sondern erhältst auch interessante Rendite.