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Sonderkonditionen, Aktionen und wertvolle Tipps zur Optimierung Ihrer nachhaltigen Geldanlage

13. Dezember 2018

 

Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group und einer der beiden Väter des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes, hat einen sehr interessanten Beitrag per eMail geschrieben, den wir gerne ungekürzt hier wiedergeben möchten.

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Neue Studie zeigt: 100% Erneuerbare Energie in ganz Europa ist kostengünstiger als derzeitiges Energiesystem und reduziert Emissionen vor 2050 auf Null

Im Rahmen der jährlichen Klimakonferenz COP24 stellte ich heute gemeinsam mit der Energy Watch Group und der finnischen Universität LUT unsere neue gemeinsame Studie zur Machbarkeit einer europäischen Energiewende basierend auf 100% Erneuerbaren Quellen vor (http://energywatchgroup.org/neue-studie-100-erneuerbare-energie-in-ganz-europa).

Die neue wissenschaftliche Studie zeigt, dass die Wende hin zu 100% Erneuerbaren Energien mit dem heutigen, konventionellen fossil-nuklearen System wirtschaftlich konkurrenzfähig ist und die Treibhausgasemissionen noch vor 2050 auf Null reduziert würden. Noch deutlicher wird der finanzielle Vorteil einer Energiewende unter Berücksichtigung des prognostizierten Beschäftigungswachstums.

Die von der LUT University unter Leitung von Prof. Dr. Christian Breyer und der Energy Watch Group durchgeführte wissenschaftliche Modellierungsstudie ist die erste ihrer Art, die eine vollständige Energiewende in Europa in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr bis 2050 simuliert. Der europäische Energiebedarf wird in der Studie vollständig zu jeder Stunde des ganzen Jahres gedeckt.

Die Veröffentlichung der Studie erfolgte nach etwa viereinhalb Jahren Forschung und Analyse von Datenerfassungen und technischen und finanziellen Modellierungen durch 14 Wissenschaftler. Die Europastudie ist das erste Ergebnis der globalen Studie, die Anfang nächsten Jahres fertig sein wird.

Der Bericht bestätigt, dass eine Wende hin zu 100% Erneuerbaren Energien in allen Sektoren möglich und nicht teurer ist als das heutige Energiesystem. Es wird gezeigt, dass Europa auf ein emissionsfreies Energiesystem umstellen kann. Deshalb können und sollten die europäischen Politiker viel mehr für den Klimaschutz tun als derzeit anvisiert.

Einige Schlüsselerkenntnisse der Studie:

  • Die Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien erfordert eine Massenelektrifizierung in allen Energiesektoren. Die gesamte Stromerzeugung wird das Vier- bis Fünffache der Stromerzeugung von 2015 ausmachen. Dadurch wird der Stromverbrauch im Jahr 2050 mehr als 85% des Primärenergiebedarfs betragen. Gleichzeitig wird der Verbrauch fossiler Energierohstoffe und Kernkraft in allen Sektoren vollständig eingestellt.
  • Die Stromerzeugung im 100% Erneuerbare-Energien-System wird aus folgendem Mix an Energiequellen bestehen: Solarenergie (62%), Windkraft (32%), Wasserkraft (4%), Bioenergie (2%) und Geothermie (<1%).
  • Wind- und Solarenergie machen bis 2050 94% der gesamten Stromversorgung aus. Etwa 85% der Erneuerbaren Energien werden aus dezentraler lokaler und regionaler Erzeugung stammen.
  • 100% Erneuerbare Energien sind nicht teurer: Die Energiekosten für ein vollständig nachhaltiges Energiesystem in Europa bleiben stabil und liegen 2050 bei 50-60 €/MWh.
  • Die jährlichen Treibhausgasemissionen in Europa sinken durch die Umstellung in allen Sektoren kontinuierlich von rund 4.200 Mio. t CO2-Äq. im Jahr 2015 auf Null bis 2050.
  • Ein zu 100% erneuerbares Stromsystem wird 3 bis 3,5 Millionen Menschen beschäftigen. Die rund 800.000 Arbeitsplätze im europäischen Steinkohlebergbau aus dem Jahr 2015 werden bis 2050 komplett eingestellt. Diese werden durch mehr als 1,5 Millionen neue Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbare-Energien-Branche überkompensiert.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die aktuellen Ziele des Pariser Klimaabkommens beschleunigt erreicht werden können und sollten. Eine Wende hin zu 100% sauberen, Erneuerbaren Energien ist sehr realistisch – schon jetzt, mit den heute verfügbaren Technologien.

Die Studie legt politische Empfehlungen zur raschen Einführung Erneuerbarer Energien und emissionsfreier Technologien fest. Zu den wichtigsten in der Studie aufgeführten Maßnahmen zählen die Förderung von Sektorenkopplung, privaten Investitionen, Steuervergünstigungen und rechtlichen Privilegien bei gleichzeitiger Einstellung von Subventionen für Kohle und fossile Brennstoffe. Mit der Umsetzung starker politischer Rahmenbedingungen, so die Studie, ist eine Wende hin zu 100% Erneuerbaren Energien bereits vor 2050 möglich.

Weiterführende Informationen:

Energy Watch Group: www.energywatchgroup.org
LUT University: www.lut.fi
Über die Studie: Die Simulation der Energiewende in Europa ist Teil der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Stiftung Mercator mitfinanzierten Studie „Globales Energiesystem mit 100% Erneuerbaren Energien“, welche Anfang 2019 abgeschlossen sein wird. Modernste Modellierungen, entwickelt von der LUT University, berechnen einen kostenoptimalen Mix von Technologien auf Grundlage lokal verfügbarer erneuerbarer Energiequellen. Dabei wird ein kosteneffizienter Übergang hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung für die ganze Welt, aufgeteilt in 145 Regionen, mit stündlicher Auflösung für ein gesamtes Referenzjahr ermittelt. Das Szenario der globalen Energiewende wird in fünfjährigen Zeiträumen von 2015 bis 2050 durchgeführt. Die Ergebnisse werden in neun große Weltregionen zusammengefasst: Europa, Eurasien, MENA, Südsahara-Afrika, SAARC, Nordostasien, Südostasien, Nordamerika und Südamerika.

Pressemitteilung: http://energywatchgroup.org/neue-studie-100-erneuerbare-energie-in-ganz-europa
Schlüsselergebnisse (auf Englisch): http://energywatchgroup.org/wp-content/uploads/2018/12/Key-findings_100-renewable-Transition-across-energy-sectors-Europe.pdf
Komplette Studie (auf Englisch): http://energywatchgroup.org/wp-content/uploads/2018/12/Key-findings_100-renewable-Transition-across-energy-sectors-Europe.pdf
Präsentation der Pressekonferenz: http://energywatchgroup.org/wp-content/uploads/2018/12/100-percent-.-COP-Press-Conference.pdf

Katowice, den 11. Dezember 2018

Ihr Hans-Josef Fell

fell@hans-josef-fell.de
www.hans-josef-fell.de
Twitter: @HJFell

Den Beitrag auf der Homepage finden Sie hier: https://hans-josef-fell.de/neue-studie-zeigt-100-erneuerbare-energie-in-ganz-europa-ist-kostenguenstiger-als-derzeitiges-energiesystem-und-reduziert-emissionen-vor-2050-auf-null

Bei mir werden Erneuerbare Energien groß geschrieben!

 

 



7. November 2018

 

Robo Advisor treten an um die persönliche Vermögensverwaltung durch einen Berater aus Fleisch und Blut in einen Online-Prozess zu wandeln. Das geht schneller, 24-Stunden rund um die Uhr und ermöglicht auch für normale Menschen Anlagestrategien, wie sie zuvor nur für sehr wohlhabende Kunden zur Verfügung standen. Das alles zu sehr niedrigen Kosten.

 

Meist beantwortet dazu der User einige Fragen und bekomme im Anschluss durch den Robo Advisor einen Anlagevorschlag erstellt. Dieser Anlagevorschlag kann durch den Anleger angenommen und umgesetzt werden. Die laufende Betreuung der Wertpapiere übernimmt ebenfalls der Robo Advisor.

 

Meist sind die heutigen Angebote auf ETF-Strategien für an den Börsen gehandelte Wertpapiere beschränkt. Ein echtes Robo Advisory würde ja grundsätzlich auch viele andere Produktekategorien wie Fondspolicen, Zertifikate, AIF’s oder aktive Fonds umfassen.

 

Wir erklärenen Ihnen alles was Sie über Robo Advisor wissen müssen.

 

Inhalt

 

Klicken Sie auf die Titel um zum Kapitel zu springen <

 

1. Wie ist der Robo Advisor aufsichtsrechtlich einzuordnen?
2. Was ist ein Robo Advisor?
3. Robo Advisor: worin unterscheiden sich die Angebote?
4. Sicherheit und Risiko bei Robo Advisor
5. Gebühren und Kosten bei Robo Advisor
6. Was spricht für und was gegen Robo Advisory?
7. Wie geht es weiter mit dem Robo Advisor Markt?

 

 

Wie ist der Robo Advisor aufsichtsrechtlich einzuordnen?

 

Wer in Deutschland andere bezüglich derer Finanzanlagen berät benötigt dafür eine Lizenz. Diese erhält er nur, wenn bestimmte Vorraussetzungen wie Fachkompetenz, persönliche Kompetenz, abgeschlossene Haftpflichtversicherungen oder geordnete Vermögensverhältnisse vorhanden sind.

 

Die entsprechenden Zulassungen sind auf Berater aus Fleisch und Blut ausgelegt – eine eigene Regelung für Robo Advisor gibt es derzeit nicht. Entsprechend müssen hinter den Robo Advisoren immer noch Unternehmen stehen, die die eigentlichen Zulassungen halten.

 

Die beiden anschließend beschriebenen Zulassungen sind beide bei Robo Advisoren vorzufinden.

 

Vermögensverwalter mit §32 KWG Lizenz

 

Das ist die umfangreiche, aufwendig zu erwerbende Lizenz. Sie wird offiziell Finanzportfolioverwaltung genannt und ermächtigt den Vermögensverwalter, im Rahmen eines vom Anleger vorgegebenen Auftrags Wertpapiere im Namen des Anlegers zu handeln.

 

Finanzanlagenvermittler mit §34f Gewerbordnung

 

Neben den oben genannten Vermögensverwaltern gibt es auch noch die Bereichsausnahme des § 2 Absatz 6 Satz 1 Nummer 8 des Kreditwesengesetzes. Danach dürfen, je nach Umfang der Zulassung, auch bestimmte Teilbereiche von Vermittlern erbracht werden, die nicht über die umfangreiche (und damit teure) Lösung nach §32 KWG verfügen.

 

Diese dürfen dann zum Beispiel Beratung und Vermittlung von Investmentfonds, geschlossenen Fonds oder Vermögensanlagen erbringen.

 

Was ist ein Robo Advisor?

 

Aus Sicht des Interessenten ist der Robo Advisor zunächst ein Internet-Angebot, bei dem er einen (meist kostenlosen) Anlagevorschlag für eine Geldanlage erhält.

 

Dazu muss er Angaben machen wie Geburtstag, bisherige Erfahrungen mit Geldanlagen, Risiko-Neigung, Vermögensverhältnissen, Rendite-Vorstellungen und Anlagehorizont.

 

Im nächsten Schritt erhält er dann den für ihn passenden Anlagevorschlag. Dieser beruht meist auf ETF’s, kann aber auch andere Anlageklassen beinhalten. Der Anlagevorschlag basiert praktisch immer auf einer sehr breiten Auswahl an Wertpapieren, so dass die Verlust-Risiken begrenzt werden. Kursschwankungen sind allerdings trotzdem zu erwarten und müssen – je nach Risikoprofil des Anlegers – verkraftet werden.

 

Erst jetzt erfolgt meist die Entscheidung durch den Anleger, ob er tatsächlich die Anlage bei diesem Robo Advisor vornehmen möchte. Dann erfolgt die Depoteröffnung.

 

Robo Advisor: worin unterscheiden sich die Angebote?

 

Auch wenn es viele Gemeinsamkeiten gibt, unterscheiden sich die Angebot im Detail. So sind die gestellten Fragen unterschiedlich, die Anlagestrategien, die Kosten und die Betreuung nach Abschluss eine Anlage.

 

Bedeutender als die Unterschiede zwischen den einzelnen Robo Advisor sind allerdings die Unterschiede in den jeweiligen Anlagestrategie. Dass der Interessent eine für ihn passende Anlagestrategie vorgeschlagen bekommt ist wichtiger für den langfristigen Anlageerfolg als Zehntelpunkte Kostenunterschiede oder ob 3, 7 oder 17 unterschiedliche Strategien zur Verfügung stehen.

 

Wer zusätzlich auch ethische-ökologische Kriterien berücksichtigen möchte, hat allerdings nur einen sehr kleinen Kreis an möglichen Anbietern. Die meisten Robo Advisor kennen das Thema Ethik & Ökologie überhaupt nicht oder setzen es nur mit Green Washing Aktionen um.

 

Sicherheit und Risiko bei Robo Advisor

 

Risiken bei der Geldanlage lauern an unterschiedlichen Stellen. Eine 100-prozentig sichere Geldanlage gibt es übrigens nicht, auch nicht beim Robo Advisor. Auch das so häufig genannte Kopfkissen als Geldanlage ist übrigens nicht sicher, schließlich gibt es immer wieder Einbrüche.

 

Risiko 1: Die Anlagebank

 

Der Robo Advisor nutzt in aller Regel eine Bank zur Abwicklung der Wertpapiergeschäfte. Alle Wertpapiere bei deutschen Banken bleiben immer im Besitz des Eigentümers, so dass diese grundsätzlich von einer Insolvenz der Bank oder auch des Robo Advisors nicht betroffen sind. Anders sieht es mit Konten aus. Wenn also beispielsweise das Anlagegeld zunächst auf eine Konto der Bank überwiesen wird und vor Kauf der Wertpapier die Bank insolvent geht, müsste die Einlagensicherung greifen.

 

Die Einlagensicherung deckt europaweit mindestens 100.000 Euro pro Kunde und Bank ab. Viele Banken sind jedoch auch darüber abgesichert. Doch gerade wer die Krisen 2008 und 2011 miterlebt weiß: auch Sicherungssystem können überfordert sein. Nach der Rettung von 2 oder 3 Großbanken könnte das im Extremfall passieren. Dann wären die Garantien ebenfalls wertlos – glücklich wäre, wer sein Geld in Wertpapieren statt auf Konten hätte.

 

Risiko 2: Anlagestrategie

 

Während das Risiko 1 nur in Extremfällen zuschlagen dürfte, ist die Anlagestrategie des Robo Advisors für die meisten Kunden das größere Risiko.

 

Besonders in einer Zeit wie der unsrigen, in der viele Menschen und viele Anlageberater und Software-Programmierer noch keine großen oder sehr gr0ßen Kursrückgänge erlebt haben. Schließlich kennen die Wertpapierbörsen seit 2008 praktisch nur den Weg nach oben.

 

Egal bei welchem Robo Advisor: wer eine der renditeträchtigeren Strategien auswählt sollte unbedingt einen längerfristigen Zeithorizont dafür haben. Nur dann werden die zwischenzeitlichen Kursrückgänge auch zuverlässig wieder durch Gewinne ein- und überholt.

 

Gebühren und Kosten bei Robo Advisor

 

Die Kosten bei Robo Advisory sind transparent und durchwegs sehr niedrig. Sie können aufgeteilt werden in Portfolio-Kosten und in Servicegebühren.

 

Portfolio-Kosten

 

Die Portfolio-Kosten sind ganz allgemein die Kosten, die auch ohne die Nutzung eines Robo Advisor anfallen würden, anzusehen. Das sind beispielsweise die Kosten für den Handel von Wertpapieren, laufende Kosten von ETF’s / Fonds, Performance-Fees von ETF’s/Fonds oder Depotgebühren.

 

Setzt der Robo Advisor auf ETF’s – wie das die meisten tun – sind die jährlichen Kosten dort mit rund 0,25 bis 0,5 Prozent anzusetzen. Diese werden direkt dem ETF-Guthaben entnommen und reduzieren damit die Rendite. Bei allen Rendite-Angaben zu ETF’s oder Investmentfonds sind diese Kosten zuvor schon abgezogen.

 

Teilweise sind Gebühren für den Tausch der ETF’s extra in Abzug zu bringen, teilweise sind diese Gebühren über die Servicegebühr des Robo Advisor abgedeckt. Speziell wenn die Gebühren für einen Tausch direkt vom Anleger zu tragen sind ist es wichtig, wie häufig der Robo Advisor umschichtet, denn jede Umschichtung kostet den Anleger in diesem Fall Geld. Unabhängig von den Transaktionskosten muss der Anleger beim Handel auch Steuern auf Gewinne entrichten; die ruhige Hand mit wenig Umschichtungen hat also erhebliche Vorteile.

 

Servicegebühren

 

Die Servicegebühren sind die eigentlichen Robo-Advisor-Kosten. Mit diesen werden die Kosten für den Internetauftritt, die Entwicklung und Umsetzung der Anlagestrategien und des Services bestritten.

 

In vielen Fällen werden daraus auch die Kosten für den Tausch von ETF’s oder für die Übernahme der Depotgebühr entnommen.

 

Sie betragen je nach Anbieter zwischen 0,25 Prozent und 1,5 Prozent der durschnittlichen Anlagesumme pro Jahr. Sie hängen vom Anbieter, der gewählten Strategie und häufig von der Anlagehöhe ab (je höher, umso niedrigere Gebühren).

 

Steuern

 

Wie bei anderen Anlagen in Investmentfonds auch so müssen auch bei Robo Advisoren Steuern entrichtet werden.

 

Seit 2009 wird dazu in Deutschland die sogenannte Abgeltungssteuer auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne erhoben. Von diesen behält das Finanzamt 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent der Abgeltungssteuer) sowie seit 2015 auch Kirchensteuer ein.

 

Mit der Abgeltungssteuer, die direkt von der Bank einbehalten wird, ist Ihre diesebezügliche Steuerschuld beglichen.

 

Achten Sie darauf, dass Sie die Ihnen zustehenden Freibeträge, die zum Sparerpauschbetrag kombiniert 801 Euro (für ledige) betragen, ausnutzen. Stellen Sie dazu am besten Freistellungsaufträge bei Ihren Banken.

 

Bei Investmentfonds (inkl. ETF’s) gilt, dass die Abgeltungssteuer jährlich auf eine Pauschale anfällt. Die Steuer wird von der Bank direkt abgeführt. Die Pauschale orientiert sich am Wert des Fonds und einem Basiszins. Beim Verkauf der Fonds wird die tatsächliche, über die gesamte Laufzeit ermittelte Rendite um die über die Jahre gezahlten Pauschalen korrigiert.

 

Die steuerliche Behandlung Ihrer Fonds / ETF’s ist praktisch bei allen Robo Advisoren identisch.

 

Was spricht für und was gegen Robo Advisory?

Vorteile

  • es liegt automatisch eine breite Streuung und damit gute Sicherheit vor
  • die Anlagestrategie ist klar und transparent
  • hohe Kostentransparenz
  • sehr zeit- und kostenoptimiert von zu Hause aus zu erledigen
  • schon für relativ geringe Anlagebeträge nutzbar
  • geringe Kosten

Nachteile

  • trotz geringer Gebühren: selbst anlegen ist kostengünstiger
  • Anleger braucht gewisse Grundkenntnisse
  • die meisten Robo Advisor haben noch keine Krisen mitgemacht und sich dort behauptet
  • die Strategien sind standardisiert und wenig individualisiert
  • meist keine Beratungsleistung oder nur gegen Honorar

 

Wie geht es weiter mit dem Robo Advisor Markt?

In den Jahren ab 2016 wurden in Deutschland verschiedene Modelle auf den Markt gebracht. Bei den allermeisten Robo Advisoren fehlen deshalb langfristige Erfahrungswerte. Speziell die Frage, wie sie Krisen wie 2008, 2000, 1987 oder gar ein verlorenes Jahrzehnt wie in den 1970er Jahre meistern, kann niemand verlässlich vorher sagen.

 

Kaum einer der Robo Advisor verdient derzeit Geld. Es geht um Skalen-Effekte und es ist zu vermuten, dass langfristig ein Konzentrationsprozess auf dem freien Markt einsetzen wird. Parallel dazu wird es “Inhouse” Robo Advisor geben. Diese werden von Banken betrieben, die unrentable Anlagesummen auf die Robo Advisor verlagern werden wird. Die Berater der Bank kümmern sich dann nur noch um vermögendere Kunden.

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer von klimafonds.de. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm auf Xing und Facebook.

 

 



25. Juli 2018

Zusammenfassung: klimafonds.de Robo-Anlagevorschläge im Renditevergleich. Wie haben die klimafonds.de Portfolios im ersten Halbjahr 2018 abgeschnitten? Die Anleger freuen sich über adäquate Zuwächse.

 

 

Amerikanische Aktien führen im ersten Halbjahr klar die Ranglisten der Rendite an

 

 

Der Unternehmer Trump macht als Präsident der Vereinigten Staaten inbesondere  Politik für Unternehmen und diese zeigt Wirkung. Aktionäre von amerikanischen Unternehmen freuen sich über das gut laufende Wachstum in den USA. Die erste Jahreshälfte stand maßgeblich unter Trumps Beeinflussung und das Motto “Amerika first” diktierte die Wertentwicklung. Besonders die stark gesenkte Unternehmensbesteuuerng sorgte für herausragendes Gewinnwachstum der Unternehmen.

 

Weltweit dient der Index MSCI World als Messlatte für Performance. Zu 61 Prozent besteht dieser Index aus US-Werten. Von Januar bis Ende Juni 2018 liegt die Wertentwicklung mit 0,43 Prozent knapp im Plus.

 

Für die USA wird es vermutlich weiterhin positiv laufen. Eine im Vergleich zu Europa deutlich besser laufende Konjunktur und geringe Unternehmenssteuern werden sich positiv auf die Renditen,  insbesondere der Technologiekonzerne und Nebenwerten, auswirken.

 

 



18. Juli 2018

Wunderbar: Sie haben geerbt, eine Lebensversicherung ausgezahlt bekommen oder eine Immobilie verkauft und verfügen über eine größere Summe Bargeld. Eine Situation, auf die viele ein Leben lang warten. Doch spätestens wenn das Geld auf dem Konto ist stellt sich die Frage, was damit tun? Wir haben Ihnen 7 Punkte zusammen gestellt, die Sie unbedingt beachten sollten.

 

 



4. Juli 2018

Zusammenfassung: Der Blick in die Zukunft ist spannend … besonders bei einem so wichtigen Thema wie den Finanzen. Doch wie kann ich realistisch abschätzen, wie sich mein Vermögen in den nächsten 10 Jahren entwickelt? Wir haben einfache Faktoren entwickelt, die Ihnen diesen Blick in die Zukunft erlauben.

 

 

 

Ist es der Traum vom vorzeitigen Ruhestand? Oder vom lang ersehnten Porsche? Oder geht es darum, mehr Sicherheit durch ein beruhigendes finanzielle Polster zu gewinnen? Oder möchten Sie einfach mal eine Projektion, wie sich Ihr Vermögen entwickeln sollte?

Ich wage den Blick in die Glaskugel und möchte Ihnen aus professioneller Sicht aufzeigen, wie sich Ihr Vermögen über einen Zeitraum von 10 Jahren entwickeln könnte.

Dabei gehe ich die wichtigsten Anlageklassen durch. Sie brauchen dann nur noch für sich ausrechnen, wieviel Kapital Sie in welcher Anlageklasse haben und es mit dem 10-Jahres-Faktor, den ich in jedem Kapitel benenne, multiplizieren.

Wichtig: Der 10-Jahres-Faktor lässt sowohl Steuern also auch Inflation außen vor! Deshalb zu Steuern und Inflation ein paar Vorüberlegungen in Kapitel 1.

[Die Kapitel sind verlinkt: klicken Sie auf eine Kapitelüberschrift und springen Sie direkt ins Kapitel]

Kapitel 1: Ihre Feinde – Inflation und Steuern
Kapitel 2: Bankanlagen
Kapitel 3: Bausparverträge
Kapitel 4: Klassische Lebens- und Rentenversicherungsverträge (inkl. Riester und Rürup)
Kapitel 5: Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungsverträge (inkl. Riester und Rürup)
Kapitel 6: Neue Lebensversicherungsverträge
Kapitel 7: Immobilien
Kapitel 8: Anleihen
Kapitel 9: Aktien
Kaptiel 10: Rohstoffe, Gold, Silber oder Diamanten
Kapitel 11: Ihre Berechnung



29. Juni 2018

Vor kurzem las einer unserer klimafonds.de Mandanten in einem Newsletter-Mail eines Finanzportals, dass man besser nicht in ETFs sondern eher in Einzelaktien investieren soll. Begründet wurde es damit, dass man mit einem Fonds unweigerlich in sehr viele Nieten investiert. Grundsätzlich ist dies nicht ganz von der Hand zu weisen, doch ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht.

 

Eine Studie des Hedge Fonds Blackstar Funds fand auf Basis von 8.054 an allen drei Hauptbörsen in den USA (NYSE, AMEX und NASDAQ inclusive degelistete Aktien) gehandelten Aktien zwischen den Jahren 1983 bis 2006 heraus, dass:

 

  •  39 Prozent der Aktien eine negative Rendite brachten;
  •  rund eine von fünf Aktien sogar mindestens 75 Prozent ihres Wertes verlor;
  •  der Mittelwert der 8.054 Renditen -1,06 Prozent betrug.”

 

Nur wenige Aktien sind absolute “Gewinneraktien” (Quelle: Blackstar)

 

 

Wenn man nur diesen Teil der Studie erwähnt, so klingt es absolut schlüssig besser nicht in Fonds oder den Gesamtmarkt zu investieren sondern sich als Anleger ganz gezielt Gedanken zu machen, welchen Aktientitel man am Besten kaufen sollte. Immer dann wenn nur ein Teil  aus Studien veröffentlicht wird, verzerrt es allerdings das wahre Bild.  Was die  Blackstar-Studie auch auflegt wurde nicht erwähnt:

Wahr ist nämlich auch, dass im Zeitraum zwischen 1983 und Ende 2006

  • 61 Prozent aller untersuchten Aktien eine positive Rendite erzielten;
  • rund eine von fünf Aktien um 300 Prozent oder mehr im Wert gestiegen ist;
  • die durchschnittliche Bruttorendite des US-amerikanischen Aktienmarkts (gemessen am MSCI USA) bei 12,8 Prozent pro Jahr lag (inklusive Dividenden).

Anhand des arithmetisch ermittelten Durchschnittsrendite vorzugauckeln, dass sich eine breit gestreute Aktienanlage in den Gesamtmarkt nicht lohnt ist schon eine sehr grenzwertige Information. Vielmehr ist genau das Gegenteil der Fall, denn die Studie zeigt ganz klar, dass es völlig irrelevant ist wenn auch “Nieten” oder “Underperformer” in der Anlage vertreten sind. Das Verlustrisiko einer Aktie, die sich wirklich sehr negativ entwickelt liegt bei 100 Prozent. Der Performance von Gewinneraktien ist hingegen keine Grenze gesetzt. Wichtig ist für die langfristige Wertentwicklung des Depots nicht das eine Viertel “Gewinneraktien” zu versäumen und überhaupt in die richtigen Anlageklassen zu investieren.

Doch schafft man es als Laie mit einer Einzeltitelauswahl wirklich nur in die Gewinneraktien zu investieren? Die Antwort lautet klar nein, denn nicht einmal Profis gelingt dies immer und zu jeder Zeit. Und so bleibt schlussendlich auch aus Kosten- und Zeitgründen nur die Anlage in den Gesamtmarkt und die großen Aktien-Indizies. Natürlich nachhaltig, denn schließlich soll Geld eine positive Wirkung entfalten. Mit klimafonds.de kann ganz einfach in nachhaltige ETFs investiert werden und das kostengünstig.

 

 

Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: “Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.”

 



27. Juni 2018

Zusammenfassung: Eine im Handelsblatt zitierte Umfrage von YouGov im Auftrag der AXA Versicherungen zeigt, dass die berechtigte Sorge der Deutschen vor Altersarmut steigt. Nur mit der Anlage in renditeträchtige Anlageformen kann der Arbeitnehmer für einen austräglichen Ruhestand sorgen.

 

Altersarmut in Deutschland

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Neue Rentenkomission
Konkrete Lösungen
Vergleich verschiedener Lösungen

 

 

Die vollkommen zu recht geführte Diskussion über die finanzielle Versorgung der Deutschen im Alter zeigt Wirkung: nach einer AXA Umfrage, über die das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 26. Juni 2018 berichtet, sehen 4 von 10 befragten Berufstätigen dem Ruhestand mit Sorgen entgegen – bei einer Umfrage von vor 2 Jahren waren es erst 2/3.

 

Wie Patrick Dahmen, Vorstand bei der Versicherungsgesellschaft AXA ausführt, ist “die Rente das wichtigste Theme für die Deutschen”. Immerhin 70 Prozent fordern vom Staat, sich um höhere Renten zu kümmern. Die Ergebnisse gelten dabei quer durch alle befragten Altersklassen und Einkommensgruppen.

 

Erst danach folgen Punkte wie eine bessere Gesundheitsversorgung, bessere Schulen oder mehr Wohnungen.

 

“Die breit diskutierte Angst vor Altersarmut schreckt die Menschen auf”, so Dahmen weiter. Die Menschen haben recht, denn das aktuelle Rentenniveau ist auf Dauer nicht haltbar. Doch da viele mit den privaten Alternativen wie Riesterrenten oder Lebensversicherungen, nicht zu letzt wegen dem anhaltenden Niedrigzinsniveau, schlechte Erfahrungen gesammelt haben, halten Sie viel Geld auf unverzinsten Konten und fordern den Staat zu Handlungen auf.

 

Die große Koalition hat darauf bereits reagiert. Laut Koalitionsvertrag soll bis 2025 das Rentenniveau nicht weiter sinken. Das Nettorentenniveau ist bereits seit 2001 von 53 auf 48 Prozent geschrumpft. Gleichzeitig soll der Rentenbeitrag der Arbeitnehmer nicht über 20 Prozent steigen.

 

Bleibt die Konjunktur und damit die Beschäftigung in Takt, ist das bis 2024 wohl ohne Steuerzuschüsse gut möglich.

 

Bitter wird allerdings die Zeit nach 2025, wenn die Baby-Boomer-Jahrgänge das Erwerbstätigenalter verlassen und sprunghaft die Anzahl der Rentner ansteigen lassen werden. Das weiß auch die große Koalition, deshalb die 2025-Grenze im Koaltionsvertrag.

 

Sie hat deshalb eine neue Rentenkomission eingesetzt, die bis März 2020 Vorschläge erarbeiten soll. Sie muss allerdings mit Rahmenbedingungen auskommen, die nur wenig Spielraum lassen. So sollen die abschlagsfreie Rente ab 63 noch die Koaltionsvertragsvereinbarungen in Frage stellen. Dazu Professor Raffelhüschen von der Uni Freiburg: “Die Rentenkomission ist ein Feigenblatt für die beschämenden rentenpolitischen Fehler der Vergangenheit und die Vorabbeschlüsse der neuen Koalition.”

 

Konkrete Lösungen gegen die Altersarmut

 

Es gibt mehrere Komponenten aus denen sich das Einkommen im Ruhestand zusammen setzt. Meist ist die gesetzliche Rente die Basis. Wie die Diskussionen von oben zeigen, dürfte deren Niveau in Zukunft auf ca. 40 bis 43 Prozent des letzten Nettoeinkomens absinken.

 

Weitere Komponenten können die Betriebsrente, die Basisrente, die Riester-Rente oder eine private Rente sein. Allesamt sind recht komplizierte und staatlich geregelte Formen, die nach individueller Beratung für einzelne Anleger passen können. Gegen geringe Entgelte können Sie sich Ihre individuelle Situation von uns persönlich beleuchten lassen: Beratungsmodule.

 

Der einfachste Weg ist sicher die breit gestreute Anlage in Aktien-ETF’s, je nach zur Verfügung stehender Zeit bis zum Rentenbeginn mit einer Beimischung von Anleihen-ETF’s.

 

Lassen Sie uns die verschiedenen Ansparmöglichkeiten vergleichen:

 

Sparbuch Klassische Lebensversicherung Ausgewogenes Portfolio Aktien-Portfolio
Langfristiger Zins / Rendite (Prognose) 1% 2,50% 4% 6%
Anlagebetrag pro Monat 100 100 100 100
Anlagezeit 37 Jahre 37 Jahre 37 Jahre 37 Jahre
Besteuerung Abgeltungssteuer Halbeinkünfteverfahren Abgeltungssteuer Abgeltungssteuer
Kapitalauszahlung ja ja ja ja
Lebenslange Rentenzahlung nur nach Einzahlung in Rentenvertrag ja nur nach Einzahlung in Rentenvertrag nur nach Einzahlung in Rentenvertrag
Endkapital (vor Steuern) 53.698,48 € 72.651,41 € 100.166,95 € 157.685,20 €
Ethisch-ökologisches Angebot
Ethikbank, GLS Bank, Triodos, Umweltbank, etc. Oeco Capital, Stuttgarter

(Angebot anfordern)

Klimafonds-MD-Balance (hier klicken)
Klimafonds-MD-Wachstum (hier klicken)

 

 

 

 

 

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Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer von klimafonds.de. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm auf Xing und Facebook.

 

 



22. Juni 20181

 

Der Klimawandel sei eine Erfindung der Chinesen twitterte der US Präsident Trump vor einiger Zeit.

 

Dabei hat sich die Annahme, dass wir uns in einer Warmphase der globalen klimatischen Verhältnisse befinden längst durchgesetzt. Dass der Mensch seinen Anteil daran hat wird inzwischen ebenfalls kaum noch bestritten. Klimaschutz sollte eine Verpflichtung für alle Verbraucher und Produzenten sein.

 

Low Carbon Investments

Ein großer Hebel zur Veränderung ist Geld. Es kann eine bedeutende Rolle spielen um die Schäden zu beheben, die der industrielle Fortschritt mit sich gebracht hat. Wer heute verantwortungsvoll mit seinem Geld umgeht,  sollte darauf achten, dass die ausgewählten Geldanlagen auch einen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Denn nicht nur als Verbraucher kann jeder seinen Anteil zum Klimaschutz leisten, auch Anleger und Investoren erkennen zunehmend ihre Verantwortung klimafreundlich zu investieren.

 

Das Problem: Auch das Angebot an klimafreundlichen Geldanlagen ist unübersichtlich. Welche Anlage tatsächlich klimafreundlich investiert, ist je nach Anspruch an den Klimaschutz nicht leicht herauszufinden. Kostenbewusste Anleger stellen sich die Frage was die in Mode gekommenen ETF’s im Bereich Klimaschutz leisten.

 

Zur Erläuterung: Exchange Traded Funds (kurz ETF)– bilden einen Index wie beispielsweise den Dax eins zu eins nach. Die Zusammensetzung des Index-Fonds ändert sich nur dann, wenn sich die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index verändert. In den Fonds gelangen nur Aktien die im Index geführt werden und in der gleichen Gewichtung wie sie im Index vorhanden sind. Deshalb spricht man von einem passiven Investment. ETFs können laufend über die Börse gehandelt werden. Ihre Verwaltungsgebühren sind sehr gering, Ausgabeaufschläge wie bei „aktiv“ gemanagten Fonds entfallen, dies machte sie zu Lieblingen bei den kostenbewussten Anlegern.

 

Für einen Index Fonds, bedarf es eines Index. Welche Indizies gibt es nun für den Bereich Klimaschutz Investments. Für das CO2 arme Investment gibt es inzwischen einige Indizies. Im Vergleich zu Klimaindices, die meist nur auf bestimmte Bereiche wie Erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder spezielle Umwelttechnologien setzen, sind die Werte in den Low Carbon Indices branchenübergreifen aufgestellt. Die ersten Indizes die auf den Markt kamen, schlossen aus den Portfolien einfach energieintensive Branchen wie Bergbau und Zementherstellung aus und brüsten sich stolz eines niedrigen CO2-Abdrucks. Dies ist jedoch nicht ganz realistisch, denn infolge langer Wertschöpfungsketten sind auch Produkte energieintensiv, denen man es nicht sofort ansieht. So haben Banken und Versicherer nur bedingt einen geringen CO2 Ausstoß, denn Sie finanzieren Kohleabbau und Stahlproduktion.

 

Außerdem energieintensive Branchen komplett auszuschließen ist nicht sinnvoll, da es nicht zu einem Wettbewerb um mehr Effizienz kommt. Kein Anleger ist investiert, der den Finger in die Wunde legt und auf CO2 Einsparungen pocht. Glücklicherweise gibt es verschiedene Ansätze, so dass für jeden etwas dabei ist.

 

  • ECPI Global Carbon Equity

 

Anfang 2010 vom nachhaltigen Indexanbieter ECPI aus Mailand und der Managementberatung Arthur D. Little aufgelegt, enthält er 40 große und mittlere Titel aus energieintensiven Branchen.  Elektrizität, Energien, andere Versorger, Rohstoffe, Technologie, Gesundheit und Industrie samt Verbraucherprodukten sind gängige Branchen.  Ziel ist, Investoren solche Unternehmen dieser Branchen zu bieten, die am besten aufgestellt sind, um im Klimawandel und bei strengerer Gesetzgebung zu bestehen.

 

Die Indexmanager wählen auf Basis öffentlicher Informationen Unternehmen mit relativ geringen klimaschädlichen Emissionen. Darüber hinaus bewerten sie die Unternehmen anhand von rund hundert Umwelt-, Sozial- und Governance-Informationen. Die Marktkapitalisierung jedes Titels muss mindestens eine Milliarde Euro haben. Die Zusammenstellung wird alle sechs Monate geprüft.

 

  • Low Carbon 100 Europe Index

Euronext startete 2008 den Low Carbon 100 Europe Index. Ein Expertengremium überwacht die Indexregeln, die besagen, dass aus den 300 „grünsten“ von Tausend nach Marktkapitalisierung größten europäischen Unternehmen diejenigen 10 bis 15 Firmen mit dem größten Anteil an emissionsarmen Techniken aus. Dazu 85–90 Unternehmen mit der besten sogenannten „CDP“-Bewertung. Es gibt einige strukturierte Produkte, ETFs und Fonds mit Bezug auf den Low Carbon 100 Europe Index.

 

  • Global Challenges Index

Die Börse Hannover hat 2007 den Global Challenges Index (GCI), zusammen mit der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom Research AG entwickelt. Er ist nicht als reiner Low Carbon Index zu verstehen sondern als Nachhaltigkeitsindex, der nicht nur stark das Thema Dekarbonisierung forciert, sondern bezieht auch weitere Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit, wie den Erhalt der Artenvielfalt, sichere Trinkwasserversorgung, nachhaltige Waldwirtschaft, mit ein.Dieser Index denkt gut die UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG) ab, indem er 50 Titel globaler sozialer und ökologisch engagierter auswählt und mit strengen Ausschlusskriterien kombiniert.

 

  • MSCI Global Low Carbon Leader Index

Der bekannte Indexanbieter MSCI langcierte 2014 die neue Indexfamilie. Die Indices sollen die Werte des gesamten Aktienmarktes repräsentieren und einen repräsentativen Vergleich der Werte auf dem Weg zu einer emissionsfreien Wirtschaftsweise ermöglichen. Maßgabe für die in diesem Index enthaltenen Unternehmen ist, dass sie ihren CO2-Fußabdruck mindestens um 50 Prozent senken sollen.

Nicht ganz unumstritten ist, dass der Index die Aktien der größten CO2-Emittenten ausschließt. Ebenfalls werden Werte entfernt,  die große Reserven von fossilen Energieträgern halten, in erster Linie Ölfirmen. Damit deckt dieser Index insbesondere die Bedürfnisse der „Divest“ Bewegung. Dieser Index umfasst damit nur Aktien von Unternehmen, die deutlich weniger CO2 verursachen als konventionelle Unternehmen. Im Schnitt liegt die CO2-Emission damit rund 60 bis 70 Prozent unter den Werten des ursprünglichen Index MSCI World. Überraschend ist, dass darüber hinaus die MSCI Global Low Carbon Leader Indexes kaum mehr als zwei Prozent vom Hauptindex abweichen.

 

  • Stoxx Low Carbon index family

 

Stoxx, der Indexanbieter der Deutschen Börse, betreibt eine Low-Carbon-Familie aus 27 Teilindizes. Diese „Low Carbon Indizes“ orientieren sich stark an den herkömmlichen Benchmarks. Der Low Carbon Ansatz überzeugt jedoch, so werden Titel mit niedrigeren CO2-Intensitäten übergewichtet, solche mit hohen Intensitäten untergewichtet. Stoxx setzt bei den „Reported Low Carbon Indizes“ auf Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen offen legen. Unternehmen mit verringerten Emissionen sind im „Industry Leader Low Carbon Indizes“ enthalten. Unternehmen, die ausgezeichnete Bewertungen des Carbon Disclosure Projects erhalten, befinden sich im „Global Climate Change Leaders Index”. CO2-intensive Branchen und sämtliche großen CO2-Emittenten schließen die „Low Carbon Footprint Indizes“ aus. Dieser letztgenannte Index, wird jedoch nichts bewirken und lediglich der Gewissensberuhigung dienen. Die Grundbedürfnisse der Menschen wie Mobilität, Heizung, Wohnen sowie die moderne Lebensart auszuschließen, wird nicht verändern.

Die Wirkungsanalyse steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, da CO2 nicht der einzige Maßstab für Klima-Effekte ist. Ein effizient produzierender Papierhersteller, der Regenwald und somit CO2-Speicher vernichtet und Methan-Gase freisetzt produziert wahrscheinlich mehr Emissionen als ein ineffizienter Wettbewerber, der nichts dergleichen zu verschulden hat und seine Hölzer aus heimischen Wäldern bezieht. Somit müsste es auch ein Kriterium sein, ob Firmen die Biodiversität schützen. Es begrenzt die Wirkung von Low-Carbon-Indizes diese Gesichtspunkte nicht mit zu berücksichtigen.

Ein breit gestreutes nachhaltiges Portfolio bringt wahrscheinlich mehr Wirkung als die Begrenzung auf CO2 Reduzierung. Denn Nachhaltigkeit hat mehr zu bieten als nur Klimaschutz und Low Carbon.

 

klimafonds.de forciert einen breiter gefassten Nachhaltigkeitsansatz. So sind Investitionen in erneuerbare Energien und den nachwachsenden Rohstoff Holz immer Teil der Anlagestrategie. Als Marke der Grünes Geld GmbH wurde klimafonds.de als RoboAdvisor für kostenorientierte Anleger gegründet, die dennoch mit ihren Geldanlagen nachhaltig investieren möchten.

 

 

 

 

 

 

 



20. Juni 2018

Zusammenfassung: Heute vor 70 Jahren gab es die Währungreform in Deutschland. Die enormen Kriegsschulden wurden durch einen Schuldenschnitt von 93,5 Prozent von den Sparern getragen. Aktienbesitzer und Sachwertbesitzer kamen ohne Verluste davon.

 

Wie das Handelsblatt schreibt ist von einem Tag auf den anderen vor genau 70 Jahren der Deutsche vom Bittsteller und Bezugsmarkenkäufer zum umworbenen Kunden und D-Mark-Besitzer geworden. Eine rasante Entwicklung in Deutschland begann. Doch viele weitreichende Entscheidungen wurden damit getroffen, die zum einen Auswirkungen auf unsere heutige Bundesrepublik haben aber auch viele Lehren für Geldanleger bereit halten.

 

Ich habe 7 Punkte zusammen gestellt, die jeder über die wohl wichtigste Entscheidung zur Ordnung der Gesellschaft nach dem 2. Weltkrieg wissen sollte.

Reichsmark: Münze (gültig vor Währungsreform 1948)1.) Was war die Währungsreform eigentlich genau?

Am 20. Juni 1948 wurde die Reichsmark (und die 1:1 notierende Rentenmark) als Zahlungsmittel in den drei westlichen Besatzungszonen, also der späteren Bundesrepublik Deutschland, durch die D-Mark abgelöst.

Für 100 Reichsmark erhielt man 6,50 D-Mark. Zusätzlich gab es ein sogenanntes Kopfgeld als Geschenk des Staates. Es betrug 40 D-Mark für Haushalts-Vorstände. Einen Monat später wurde jeder natürlichen Person 20 D-Mark ausgezahlt.

 

2.) Ludwig Ehrhard zog bereits die Strippen

Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist Ludwig Ehrhard der Vater des Wirschaftswunders, denn er war in den Wirtschaftswunderjahren von 1949 bis 1963 in der Regierung als Wirtschaftsminister tätig. Danach war er von 1963 bis 1966 der 2. bundesdeutsche Kanzler.

 

Doch Ehrhard war schon zuvor aktiv. Nach dem Zusammenbruch des NS-Reichs wurde klar, dass die Allierten keinen Masterplan zum Wiederaufbau der Zentralmacht in Europa hatten. So teilten im November 1947 Finanzoffiziere der “Sonderstelle Geld und Kredit” mit, dass “…die Währungsreform an die deutschen Verhältnisse angepasst werden muss…”. Diese Sonderstelle war das deutsche Währungsreformgremium mit Ihrem Leiter: Ludwig Ehrhard.

 

3.) Wieso gab es eine Währungsreform?

 

Es war letztlich die Rechnung für den 2. Weltkrieg und die durch ihn verursachten Kosten. Dabei waren ab 1942 die Warnungen Experten nicht mehr zu überhören. Im Februar 1945 teilte der damalige Finanzminister Schwerin von Krosigk seinem Reichskanzler Adolf Hitler mit, dass eine Steigerung des Notendrucks schon rein technisch kaum noch möglich wäre. Die Geldpresse war an Ihrer Kapazitätsgrenze.

 

Der 2. Weltkrieg ließ die Reichsschuld von 48 Mrd. Mark auf 450 Mrd. Mark, also das 5fache des Bruttosozialproduktes des Jahres 1943/1944, steigen. Das heutige Italien ist mit eines 1,3fachen Staatsverschuldung damit noch harmlos unterwegs.

 

Normalerweise würde bei einer solchen Schuldenexplosion auch die Inflation ansteigen, da immer mehr Geld im Kreislauf ist. Aber der Lohnstopp verhinderte das zunächst. Natürlich schwelte das Risiko im Hintergrund immer weiter und löste schließlich die Währungsunion aus.

 

4.) Gab es Alternativen zur Währungsreform 1948?

Während die Währungsreform im Rückblick als gelungen gilt gab es im Vorfeld hinter den Kulissen größte Diskussionen.

 

Die Amerikaner hatten keinen vorgefertigen Plan, bevorzugten mit dem Colm-Dodge-Goldsmith-Plan als wichtigsten Prüfstein der Neuordnung die gerechte Verteilung der durch den Krieg und seine Folgen verursachten Verluste. Sachbesitz über 1.000 D-Mark sollte mit eine Hypothek von 50 Prozent des Vermögens belastet werden.

 

Verbleibender Besitz sollte mit einer bis zu 90-prozentigen Vermögenszuwachsabgabe belegt werden. Damit wäre Deutschland revolutioniert worden. Doch die Unterstützung aus Washington war zu gering um den Vorschlag gegen den massiven Widerstand der Briten durchzusetzen. Diese wollten den Geldschnitt ohne Umverteilung von oben nach unten.

 

Für die Deutschen um Ehrhard und für die Briten war klar, dass Veränderungen an der Besitzstruktur verhindert werden sollten.

 

5.) Welche Vorlaufzeit für die Währungsreform gab es?

 

Seit 1943 wurde auf eine Währungsneuordnung hin gearbeitet. Bereits seit der Stalingrad-Niederlage am 2. Februar 1942 war den Führungskreisen, so auch Ludwig Ehrhard und seinem Bruder im Geiste, dem Vizestaatssekretär und starken Mann im Wirtschaftsministerium, Otto Ohlendorf, klar, dass nicht mehr als ein “Straffrieden á la Versailles” möglich wäre.

 

Beide – Ohlendorf als Vizestaatssekretär und Ehrhard als Leiter des kleinen Instituts für Industrieforschung, intensiv mit Problemen, die beim Übergang der Kriegs- zur Friedenswirtschaft entstehen würden. Besonders um die Währungsneuordnung ging es Ehrhard.

 

Für Ehrhard war klar, dass der Wiederaufbau “unter Führung und Initiative des Unternehmertums” erfolgen müsse.

 

Natürlich waren solche Planungen per Führer-Befehl in den Kriegsjahren verboten. Eine wirkliche Gefahr ging für Ohlendorf aber nicht aus, denn der Reichsführer der SS, Henrich Himmler, hielt seine schützende Hand über ihn. Auch Himmler war an ordnungspolitischen Gegenentwürfen interessiert.

 

Von 20. April 1948 bis 8. Juni 1948 wurden die Gesetze zur Währungsreform formuliert. Die Geldscheine im Nennwert von 5,7 Mrd. D-Mark waren zu diesem Zeitpunkt schon gedruckt.

 

6.) Was wurde aus den Köpfen der Währungsreform?

 

Die weitere Geschichte Ludwig Ehrhards ist den meinsten bekannt: Als der Dicke mit Zigarre wurde Ehrhard die Ikone des deutschen Wirtschaftswunders, Wirtschaftsminister und sogar – allerdings glückloser – Kanzler.

 

Ehrhards Kompagnon Otto Ohlendorf war zu Nazi-Zeiten Chef des Sicherheitsdienstes Inland (SI) und Leiter der berüchtigten Einsatzgruppe D und damit verantwortlich für die Ermordung von 90.000 Zivilisten. Er wurde in den Kriegsverbrecherprozessen von Nürnberg 1948 zu Tode verurteilt und 1951, trotz Gnadengesuch, hingerichtet.

 

7.) Kleine Sparer verloren fast alles, Aktien- und Sachwertbesitzer fast nichts

Die Wurzel für die oft als unausgewogen bezeichnete Vermögensverteilung in Deutschland liegt im 20. Juni 1948 begründet. Denn während Sparer fast alles verlorgen, ging der Währungsschnitt an Aktionären und Sachwertbesitzern praktisch vollkommen vorbei.

 

Wie oben erwähnt gabe es für 100 Reichsmarkt 6,50 D-Mark, also ein Verlust von 93,50 Prozent.

 

Doch die Vermögensabgabe für Aktien- und Immobilienbesitzer war rein optischer Natur und wurde nur aus Gründen der “sozialen Optik” durchgeführt.

 

Das Lastenausgleichsgesetz von 1952 sah vor, dass auf die Unternehmen und Immobilien 50 Prozent zu zahlen seien – allerdings auf 30 Jahre gestreckt und damit inflatorisch entwertet. Wie Volkswirt Reinhold Schilling errechnete erreichte diese Abgabe pro Jahr maximal 1,7 Prozent des Vermögenswertes. Das konnt gut aus dem Vermögenszuwachs der Wirtschaftswunderjahre bestritten werden.

 

 

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Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer von klimafonds.de. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm auf Xing und Facebook.