2020 Mai

Sonderkonditionen, Aktionen und wertvolle Tipps zur Optimierung Ihrer nachhaltigen Geldanlage
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27. Mai 2020

Zusammenfassung: ETF’s für Umwelttechnologie sind spätestens seit den Greta-Protesten 2019 in aller Munde. Wir haben die beiden besten ETF’s für Klimaschutz und Umwelttechnologien für Euch gefunden und auf Herz und Nieren überprüft. Für mich steht fest, dass nur der iShares Global Clean Energy wirklich sinnvoll ist.

 

Im Überblick: iShares Global Clean Energy ETF und Lyxor New Energy ETF

 

iShares Global Clean Energy UCITS ETF Lyxor New Energy UCITS ETF
Thema ETF Umwelttechnologie ETF Umwelttechnologie
WKN A0MW0M LYX0CB
Auflagedatum 06.07.2007 10.10.2007
Fondsvolumen 739,74 Mio. USD 289,58 Mio. EUR
Fonds-Währung US-Dollar Euro
Laufende Kosten 0,65 % p.a. 0,60 % p.a.
Ausschüttungsart (thesaurierend / ausschüttent) ausschüttend ausschüttend
Replikationsmethode Physisch (Vollständige Replikation) Synthetisch (Unfunded Swap)
Abgebildeter Index S&P Global Clean Energy Index World Alternative Energy Total Return Index
Indexkurzbeschreibung 30 globale Unternehmen
Engagement im Sektor der sauberen Energie
Die 40 weltweit größten Unternehmen, die in den Bereichen erneuerbare Energien, dezentrale Energien oder Energieeffizienz tätig sind und mindestens 40% ihres Umsatzes mit alternativen Energiequellen erzielen.
Wertentwicklung 3 Jahre
(Stand: 26.5.2020)
+44,05 Prozent
+37,73 Prozent

 

Die wesentlichen Unterschiede der Umwelttechnologie Fonds

Beide ETF’s setzen grundsätzlich auf das Thema Klimawandel und sind damit ETF’s für Umwelttechnologie, das wohl wesentlich Umwelttechnologie-Gebiet unserer Zeit. Erstaunlicherweise wurden beide bereits zeitgleich 2007 auf den Markt gebracht und haben deshalb schon eine lange Histrorie aufzuweisen. Auch die jährlichen Kosten sind mit 0,65% (iShares) gegenüber 0,60% (Lyxor) sehr nahe beieinander.

Kommen wir nach all den Gemeinsamkeiten zu den Unterschieden. Der leicht teurere iShares setzt nämlich auf die „saubere“ Methode und bildet seine Index 1:1 ab, es werden also alle Aktien des Index gekauft. Es wird auch auf Sampling verzichtet, also dass man statt alle Aktien eines Indizes nur eine Auswahl aufnehmen würde unter den Annahme, das dieses „wesentlichen Aktien“ schon den Index gut genug abbilden würden.

Für den Anleger bedeutet das: Wer in den iShares Global Clean Energy investiert, legt sein Geld auch tatsächlich in Umwelttechnologie-Aktien an.

Anders beim Lyxor New Energy ETF. Dieser ETF setzt auf eine Replikation des Indexes in dem auf andere Wertpapiere gesetzt wird, die aber durch – häufig intransparente – Swap- und Derivate-Geschäfte den eigentlichen Index nachbilden sollen. Gelingt das, bekommt der Anleger zumindest die Wertentwicklung des zu Grunde liegenden Erneuerbare Energien Index. ABER: Der Anleger investiert überhaupt nicht in die „sauberen“ Aktien, er vergibt sein Geld also gar nicht an Unternehmen, die vielleicht Windräder oder Energiespeicher herstellen, sondern an ganz andere.

Ich habe mir den letzten Bericht des Lyxor New Energy angesehen: Statt in saubere, zukunftsgewandte Unternehmen wird dort das Geld angelegt in:

  • Toyota (Autohersteller)
  • Peugeot (Autohersteller)
  • Christian Dior (Luxusgüter-Konzern)
  • Bayer AG (u.a. Anbieter von Glyphosat)
  • etc.

Für den ethisch-ökologisch orientierten Anleger also eine Mogelpackung. Die Wertentwicklung wird abgebildet – aber das Geld wird definitiv nicht ethisch-ökologisch sinnvoll angelegt, es fließt auf keinen Fall in Unternehmen, die etwas Gutes für den Umwelttechnologien tun.

Dass für die nur synthetische Replikation des Indizes praktisch die gleichen Kosten anfallen wir für die tatsächliche, physische Replikation bei iShares, ist ein zusätzlicher Minuspunkt.

Die ökologische Wirkung

Wer in ETF Umwelttechnologie investiert, möchte die erwartet positive Wertentwicklung im diesem Bereich nachvollziehen, in den meisten Fällen möchte er aber auch, dass sein Geld tatsächlich in Aktien von Unternehmen wie Vestas (Windrad-Marktführet) oder FirstSolar (PV-Module) fließt. Nur so haben die richtigen Unternehmen auch etwas von der bewussten Geldanlage des Investors.

Das ist beim iShares Global Clean Energy gegeben. Er kauft die Aktien der gewünschen Unternehmen, stützt damit deren Aktienkurs und motiviert andere Investoren als auch die Mitarbeiter dieser Unternehmen.

Ganz anders beim Lyxor New Energy ETF. Er investiert das Geld in Luxusgüteranbieter, Autohersteller oder Anbieter von Chemie für die Landwirtschaft – lediglich die Wertentwicklung der zukunftsträchtigen Aktien wird über Swaps dargestellt. Hier entsteht absolut keine ethisch-ökologische Wirkung.

Rendite der beiden ETFs Umwelttechnologie

Man würde ja eine etwa gleiche Rendite – immerhin haben bei ETF’s das gleiche Investitionsthema und gleiche Kostenstrukturen. Und tatsächlich, in der jüngeren Vergangenheit, im 3 Jahresvergleich, ist die Entwicklung nicht identisch, aber sehr ähnlich:

Im Langfristvergleich liegt der Lyxor vorne, was jedoch noch stark in den sehr hohen Volatilitäten der Erneuerbare-Energien-Unternehmen zu Beginn der Entwicklung zu begründen ist. Mittlerweile ist dieser Markt reifer geworden und die Entwicklungen sind besser kalkulierbar; entsprechend sind auch die Wertentwicklung der beiden ETF’s sehr ähnlich geworden.

ETF Umwelttechnologie: Mein Fazit

Zunächst bleibt festzustellen, dass die Auswahl an Umwelttechnik ETF’s in Deutschland sehr klein ist. Ca. 20 Investmentfonds stehen aktuell nur 2 ETF’s gegenüber. Aber das reicht dem Grunde nach, denn die Kosten als auch die Wertentwicklung bei beiden sind sehr ähnlich.

Mein Fazit ist eindeutig: Bei ETF’s im Bereich Umwelttechnologie sollte man nicht nur auf die Wertentwicklung, sondern auch auf die steuernde Wirkung seiner Geldanlage achten. Dieses Kriterium wird nur vom iShares Global Clean Energy erfüllt, der auch klar meine erste Wahl ist.

Im Rahmen unseres Roboadvisors decken wir den Bereich der ETF Umwelttechnologie deshalb auch ausschließlich mit dem iShares Global Clean Energy UCITS ETF ab.

 

 

 

 


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6. Mai 2020

Die Corona-Krise hat die Erde in praktisch allen Regionen und Ländern getroffen. Weitgehend unvorbereitet wussten sich die Regierungen nicht mehr anders zu helfen, als den Shutdown des öffentlichen Lebens, in vielen Ländern auch der Industrie, anzuordnen.

Auch die Börsen gingen auf Talfahrt und verbuchten die größten Wochenverluste seit der Finanzkrise 2008.

 

Wer hier falsch reagierte konnte sein Depot kräftig schröpfen und Verluste von der Hälfte seines Depots verbuchen.

 

Doch wie performten die Musterdepots von klimafonds.de in der Corona-Krise seit 1.1.2020?

 

Performance MD Sicherheit

 

Mit einem aktuellen Minus von unter 5 Prozent ist das Sicherheitsdepot seinem Anspruch gerecht geworden. Selbst in der Spitze blieb der Verlust mit 10 Prozent verträglich (zum Vergleich: Deutscher Aktienindex DAX minus 32 Prozent im gleichen Zeitraum).

 

Performance MD Balance

 

Das Musterdepot Balance hat eine höher langfristige Renditeerwartung und entsprechend eine höhere Schwankungsbreite als das MD Sicherheit. Lehrbuchgemäß liegt es mit -7,20 Prozent seit Jahresbeginn auch niedriger und hatte mit minus 15 Prozent auch einen höheren maximalen Verlust gegenüber dem Jahresbeginn (DAX: minus 32 Prozent maximal).

 

Performance MD Wachstum

 

Auch das Musterdepot Wachstum verhält sich wunschgemäß: den höchsten Renditeerwartungen (langfristig) stehen die höchsten Wertschwankungen gegenüber. Im konkreten Fall sind das -10,1 Prozent seit Jahresbeginn oder -23 Prozent in der Spitze (DAX in der Spitze: -32 Prozent).

 

Zusammenfassung

 

Bisherige Entwicklung in 2020 Maximaler Verlust in 2020 gegenüber 1.1.2020 langfristige Renditeprognose
MD Sicherheit -4,97% -10% 1% bis 3%
MD Balance -7,20% -15% 4% bis 7%
MD Wachstum -10,10% -23% 5% bis 8%
DAX -22,00% -32% 6% bis 8%