2016 April

Sonderkonditionen, Aktionen und wertvolle Tipps zur Optimierung Ihrer nachhaltigen Geldanlage

28. April 2016

 

Wir sind seit 15 Jahren als Unternehmen im Bereich der Geldanlagen tätig und beraten Menschen hunderte Menschen jedes Jahr zum Thema, in welche Geldanlagen sie investieren sollten. Doch genauso wichtig ist doch das Thema, in was Menschen nicht investieren sollten. Oftmals ist das Thema sogar noch viel wichtiger. Ich habe deshalb hier eine Liste der 5 Geldanlagen zusammen gestellt, in die man nicht investieren sollte. Denn sie kosten Geld, häufig mehr als man glaubt.

 

1.) Sparbuch, Tagesgeld, Festzins-Angebote

Sparbuch
Kennt Ihr das noch? Ein klassisches Sparbuch.

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank werden rund 40% des Geldvermögens der Deutschen in Bargeld oder in Spareinlagen, also Girokonten, Sparbüchern, Tagesgeld-Konten oder in Festzins-Konten angelegt. Das ist die größte Einzelposition, noch mehr als in Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Investmentzertifikaten, Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren.

 

Man könnte meinen, es handele sich also um die Top Geldanlage, denn sie ist ja schließlich die beliebteste.

 

Außerdem gibt es die Einlagensicherung, die das Geld der Sparer auf der Bank schützt. Verluste sind also praktisch ausgeschlossen, so die breite Meinung.

 

Doch weit gefehlt – die Verluste sind automatisch vorhanden, praktisch im System integriert. Doch lass uns das einmal genauer ansehen.

 

Die Zinsen auf Tagesgeld sind  im Schnitt laut Verivox Ende März 2016 noch bei 0,08 Prozent pro Jahr. Besonders gering ist Zins bei regionalen Häusern, also bei Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken. Sie zahlen für Tagesgeld im Schnitt nur 0,04 Prozent.

 

Wenn Du jetzt denkst, gut, dann steigert sich doch meine Geldanlage, dann bedenke bitte noch 2 Dinge:

 

a.) Die Steuern

Bei diesen Zinsen kaum noch erwähnenswert, aber die Kapitalerträge in Deutschland werden generell mit der Abschlagssteuer plus Kirchensteuer plus Solidaritätszuschlag besteuert. Das sind rund 27 Prozent Steuern auf alle Zinsen.

 

b.) Inflation

An der Stelle wird es interessanter. Mit Inflation bezeichnet man die jährliche Geldentwertung, also den Verlust der Kaufkraft. Kurzfristig kaum spürbar, hilft folgendes Gedankenexperiment, die Inflation greifbar zu machen:

 

Überlege kurz, wie viel hat ein Bällchen Eis in Deiner Kindheit gekostet?

 

Was zahlt man heute für ein Bällchen Eis? (Achtung: in Deiner Kindheit hast Du möglicherweise noch in Pfennigen gezahlt. Diesen Wert einfach halbieren, dann hast Du den Cent-Preis).

 

Bei mir persönlich war die Entwicklung von 12 Cent pro Bällchen auf 1,20 Euro pro Bällchen in 35 Jahren – oder 3,97 Prozent pro Jahr.

 

Ganz offiziell wird dazu die Teuerungsrate der Bundesregierung gemessen und angegeben. Da diese Teuerungsrate jedoch höchst umstritten ist, erzielt man mit der “Wahren Inflationsrate” die genaueren Ergebnisse. Die wahre Inflation errechnet sich als Geldmenge M3 minus des Zuwachs des BIP’s.

 

Sie beträgt aktuell 2,6 Prozent im Jahr.

 

Deine  tatsächlich erzielten Geldzuwächse (Zinsen, Erträge) ergeben sich auf die ausgezahlten, absoluten Zinsen minus der Inflationrate.

 

Entwicklung der Kaufkraft (aktuell): 0,08 Prozent Zinsen MINUS 2,6 Prozent Inflation = –2,52 Prozent

 

Hier die grafische Darstellung bei einer Geldanlage von 10.000 Euro und einer “Verzinsung” von -2,52 Prozent:

 

 

inflation-frisst-sparzins

Tatsächliche Entwicklung der Kaufkraft bei Anlage auf Sparbuch (Annahme: –2,52% reale Entwicklung, 10.000€ Anfangs-Kapital)

Bereits nach 20 Jahren wären rund 40 Prozent des Kapitals auf dem Sparbuch, genauer der Kaufkraft, für den Anleger verloren gegangen.

 

Auch wenn auf Festzins-Konten oder mit Sparbriefen etwas höhere Zinsen erzielbar sind, bleibt der Effekt der Gleiche: die reale Inflation ist höher als die Verzinsung. Entsprechend verliert das Kapital als Spareinlage kontinuierlich an Wert.

 

Du solltest Girokonten oder Tagesgeldkonten also nur für kurze Anlagezeiträume von wenigen Monaten nutzen. Bei höheren Summen gilt zusätzlich, dass die gesetzliche Grenze der Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Anleger und Bank beachtet werden sollte.

 

Aber auch hier eine Einschränkung: Die Vorrichtungen zur Einlagensicherung sind nicht unbegrenzt mit Mitteln ausgestattet. Der Zusammenbruch eines großen Instituts würde wohl verkraftet werden, aber schon bei 2 oder 3 großen Geld-Instituten wären die Mittel erschöpft. Wie schnell das gehen kann, konnte in der Finanzkrise 2008 und dem Zusammenbruch von Bear Sterns und Lehman Brother beobachtet werden – zwei Schwergewichte im Banken-Sektor gingen innerhalb nur eines Jahres in die Insolvenz.

 

FAZIT: Nur in wenigen Fällen machen Bank-Einlagen (Sparbücher, Tagesgeldkonten, Sparbriefe) noch Sinn. Nur bei kurzer Anlagedauer und niedrigen Beträgen sind sie unentbehrlich. Dass die Deutschen rund 40 Prozent des Geldes so anlegen, ist unverständlich.

 

2.) Klassische Lebensversicherung

 

Die klassische Lebensversicherung ist bei den Deutschen beliebter als irgendwo sonst. Bei rund 82 Millionen Deutschen gibt es rund 87 Millionen Lebensversicherungsverträge in Deutschland. Davon sind ca. 73 Millionen klassischer Machart (GDV Lebensversicherung in Zahlen). Dabei sind jedoch neben Renten- und Kapitallebensversicherungsverträgen auch viele Abwandlungen mitgerechnet, wie zum Beispiel Berufsunfähigkeits-, Pflegerenten- oder Restschuldversicherungen.

 

Uns geht es um die Lebens- oder Rentenversicherung als Kapitalanlage. Unter eine klassischen Rentenversicherung oder Kapitallebensversicherung versteht man dabei, dass die Versicherungsgesellschaft das komplette Management der Kapitalanlage übernimmt.

 

Dafür garantiert der Versicherer einen bestimmten Zins zu Beginn des Vertrages. Dieser Garantie-Zins gilt über die gesamte Laufzeit des Vertrages, das können mit Ansparphase und Rentenphase durchaus 50 oder 60 Jahre sein. Das ist eine längere Zinsgarantie, als es irgendwo sonst gibt (deshalb auch die aktuellen Schwierigkeiten der Branche: Alt-Verträge von vor 30 Jahre tragen noch sehr hohe Zinsgarantien).

 

In der Regel hat der Versicherer mit der Kapitalanlage jedoch höhere Renditen als den Garantiezins erzielt. Diese Überschüsse kommen ebenfalls dem Versicherten zu Gute, so dass er sich Hoffnung auf eine insgesamt höhere Rendite als den Garantiezins macht.

 

Das hört sich bis zu dieser Stelle gut an – deshalb gibt es eben auch so viele klassisches Lebens- oder Rentenversicherungsverträge. Übrigens sind die meisten modernen Verträge sowohl Lebens- als auch Rentenversicherung. Man kann üblicherweise bis kurz vor der Rente entscheiden, ob man sein Geld in einer Summe ausgezahlt bekommen möchte oder ob man lieber eine monatliche Rente bis ans Lebensende wählt.

 

Doch was ist das Problem und wieso sollte man keine neuen, klassischen Lebens- oder Rentenversicherungen mehr abschließen?

 

1.) Man kann sich nur auf den Garantiezins verlassen

 

In früheren Jahren war es als Versicherungsnehmer legitim, davon auszugehen, dass die in die Lebensversicherung eingezahlten Beiträge Renditen oberhalb des Garantiezinses abwerfen. Dem ist heute jedoch nicht mehr so.

 

Hintergrund: durch die große Menge älterer Verträge, in denen Garantiezinsen von bis zu 4 Prozent zugesichert wurden, und deren Garantiezinsen kaum noch verdient werden, kommen die Gesellschaften in Schwierigkeiten. Erzielte Überschüsse in den Kapitalanlagen müssen nämlich immer zuerst dafür verwendet werden, die Garantiezins-Zusagen zu erfüllen. Nur was dann noch übrig, bleibt kann als tatsächliche Mehr-Rendite auf alle Verträge verteilt werden. Und das wird, aller Voraussicht nach, für jüngere Verträge nur noch sehr wenig sein – vielleicht auch gar nichts mehr.

 

2.) Der Garantiezins ist niedrig

 

Die Kapitalerträge erzielen die Lebensversicherungsgesellschaften zu einem großen Teil mit festverzinslichen Wertpapieren (Anleihen) von Unternehmen und Staaten. Entsprechend verläuft der Garantiezins parallel zur Verzinsung der Staatsanleihen. Da deren Verzinsung derzeit sehr niedrig ist und in den letzten Jahren abgenommen hat, ist auch von einem weiter sinkenden Garantiezins auszugehen.

 

Festgelegt wird der Garantiezins übrigens vom Bundesfinanzministerium auf gemeinsamen Vorschlag von der Deutschen Aktuarvereinigung und der Bundesfinanzdienstleistungsaufsicht. Änderungen erfolgen zum 1.1. eines Kalenderjahres. Genau genommen ist der Garantiezins übrigens nur der Zins, den die Lebensversicherungen den Versicherten garantieren. Vom Bundesfinanzministerium wird nicht dieser, sondern der Höchstrechnungszins vorgegeben, also de facto der maximal zulässige Garantiezins, den die Lebensversicherer ihren Kunden versprechen dürfen (der ist notwendig, um einen Wettbewerb mit unhaltbaren Garantiezinsen zu vermeiden). In der Praxis verwenden nahezu alle Lebensversicherer diesen höchsten erlaubten Wert dann als ihren Garantiezins.

 

Hier die historische Entwicklung des Garantiezinses bei den Lebens- und Rentenversicherungen:

 

garantiezins-lebensversicherungen
Garantiezins, den in diesem Kalenderjahr abgeschlossene Renten- oder Lebensversicherungen tragen (Grafik: klimafonds.de)

 

 

Der Garantiezins gilt dann für alle in diesem Jahr neu abgeschlossenen Lebens- und Rentenversicherungsverträgen.

 

3.) Vorsicht Falle: Garantiezins gilt nur für Sparanteil

 

Wer eine klassische Lebensversicherung abschließt erhält aktuell einen Garantiezins von 1,25 Prozent pro Jahr zugesagt. Die meisten gehen nun davon aus, dass sie 1,25 Prozent auf ihre eingezahlten Gelder erhalten würden.

 

Das ist leider falsch. Denn die 1,25 Prozent gelten nur auf den sogenannten Sparanteil, also auf den eingezahlten Beitrag abzüglich der Kosten der Versicherung.

 

Beispiel: Sie zahlen 10.000 Euro als Einmalbeitrag in eine klassische Lebensversicherung ein und lassen sich in 10 Jahren die komplette Summe inkl. Zinsen auszahlen. Bei 10.000 Euro, 10 Jahren und 1,25 Prozent Zins erwarten Sie deshalb eine Auszahlung von 11.322,71 Euro.

 

Ein Angebot eines guten Lebensversicherers zeigt Ihnen jedoch als Garantieleistung von 10 Jahren: 10.558 Euro.

 

Fehl-Betrag: 764,71 Euro

 

Statt des Garantiezinses von 1,25 Prozent erzielen Sie tatsächlich nur einen Garantiezins von 0,54 Prozent.

 

 

 

garantiezins-nur-auf-sparanteil
Vielen unbekannt: Der Garantiezins gilt nicht auf die eingezahlten Beiträge (Berechnung: 10 Jahre, Einmalzahlung 10.000 €)

 

 

FAZIT: Die klassische Lebensversicherung als langfristige Kapitalanlage oder als Altersvorsorge macht nur noch für absolute Sicherheits-Fans oder bei der Annahme von langfristig wesentlich höheren Zinsen Sinn. Immerhin kann sie mit höheren Zinsen als sie Bankeinlagen bieten, aufwarten. Für alle anderen gilt: Finger weg von klassischen Policen, fondsgebundene Policen versprechen bei langfristigen Zeiträumen deutlich bessere Erträge.

 

3.) Immobilie als Kapitalanlage

Die Lösung für viele Anleger im Zinstief, aber auch nach der Verunsicherung durch Finanzkrise und Euro-Krise, ist die Immobilie als Kapitalanlage. Schnell werden Brutto-Renditen von 4 Prozent errechnet – das klingt lukrativ.

 

Doch viele, die jetzt eine Immobilie kaufen, werden nur mit Mühe eine tatsächliche Rendite im positiven Bereich erzielen.

 

1.) Kaufpreise sind deutlich gestiegen

 

eigentumswohnungTraditionellerweise sollte eine Immobilie einen Kaufpreisfaktor von 16 nicht überschreiten. Ein Kaufpreisfaktor von 16 bedeutet, dass der Kaufpreis maximal das 16-fache der anfänglichen, jährlichen Netto-Miete ausmachen sollte – ansonsten lohnt sich der Kauf finanziell nicht.

 

Heute werden in begehrten Lagen jedoch leicht Kaufpreisfaktoren von 25 oder 28 verlangt. In zentralen Lagen deutscher Großstädte – mir persönlich sind Fälle in Frankfurt bekannt – wurden auch schon Faktoren von 60 gezahlt. Rechnerisch bedeutet das, dass der Käufer schon 25 oder 28 oder gar 60 Jahre benötigt, bis überhaupt die direkten Anschaffungskosten der Immobilie über die Miete eingegangen sind. Natürlich kann er von stark steigenden Mieten oder einem stark steigenden Immobilien-Preis träumen – das ist jedoch Spekulation. Und wie weit die aktuelle Immobilien-Blase bereits fortgeschritten ist, weiß man immer nur im Nachhinein.

 

Klar ist: Die Kaufpreise für Immobilien in begehrten Lagen – und nur solche sind interessant – sind bereits deutlich angestiegen. Ein günstiger Zeitpunkt für einen Immobilienkauf liegt also derzeit nicht vor.

 

2.) Laien machen selten einen wirklich guten Kauf

 

Leider denkt jeder, er würde sich irgendwie mit Immobilien auskennen. Schließlich wohnt man ja seit vielen Jahren in Immobilien und schaut sich auch viele Immobilien an – man entwickelt ein Gefühl für “schöne” oder “weniger schöne” Immobilien.

 

Doch in Wahrheit wird auch der Immobilien-Markt von Profis beherrscht, die täglich Immobilien einschätzen und täglich Immobilien handeln.

 

Wenn der Privatmann sich aufmacht und eine Immobilie, vielleicht das erste oder zweite Mal in seinem Leben, kaufen möchte, kann er bestenfalls an einen guten Makler geraten, der ihm eine angemessen bepreiste Immobilie vermittelt. Ein wirkliches, finanziell interessantes Schnäppchen kann er realistischerweise nicht erwarten. Diese werden zuvor von Profis weg gekauft ohne auf dem freien Markt zu landen.

 

3.) Die Gesamt-Kosten für Immobilien sind oft höher als man denkt

 

Von der oben erwähnten Brutto-Rendite müssen die Kosten in Abzug gebracht werden. Eine vollständige Aufstellung ist kaum möglich, aber hier eine Tabelle mit einigen Kosten-Positionen:

 

Kosten

Höhe in Prozent des Immobilienpreises
(alles cirka-Angaben ohne Gewähr)

Kommentar

Gutachten 0,5 Prozent Laien können Immobilien schwer einschätzen: das Geld für ein Gutachten ist gut angelegt.
Maklerkosten 3 bis 7 Prozent Die Kosten für Makler sind bundesweit unterschiedlich geregelt. Erkundigen Sie sich vor Inanspruchnahme des Maklers.
Nebenkosten für Darlehen wie Zinsaufschläge, Kontogebühren, oder einem geforderten Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung 0 bis 1 Prozent Variiert stark und hängt von vielen Faktoren ab.
Notargebühren 1 Prozent Laut Gebührenordnung für Notare
Grunderwerbssteuer 3,5 bis 6,5 Prozent Unterschiedlich je Bundesland
Grundbucheintrag 0,1 Prozent Regional unterschiedlich, laut Gebührenordnung
Rücklagen für Werterhalt 0,3 bis 1 Prozent Bei Neubauten sollten 50 Cent pro Quadratmeter monatlich zurück gelegt werden, bei Altbauten mindestens das doppelte. Bei 150qm sind das jährliche Rücklagen von z.B. 1.800 Euro.
Zeitaufwand für Immobilienkauf, jährliche Betreuung Kauf: ca. 30 bis 50 Stunden
jährliche Betreuung: ca. 5 bis 20 Stunden

 

FAZIT: In der aktuellen Situation denken viele an Immobilien. Doch die Kaufpreise sind nicht mehr günstig, der Laie wird tendenziell zu viel zahlen, und der grundsätzliche Nachteil, dass Immobilien nur langwierig veräußerbar sind, sprechen dagegen. Positive Renditen sind für Laien bei Wohnimmobilien kaum zu erwarten. Nur der langfristige Kapitalerhalt scheint sicher möglich. Eine gute Geldanlage sieht anders aus, zumal Immobilien immer auch zeitlichen Aufwand für die Vermieter bedeuten.

 

 

4.) Genuss-Scheine, Nachrangdarlehen, Schuldverschreibungen

 

Häufig sind die Angebote verlockend und das Geschäftsmodell klingt sehr sicher: Anbieter von Genuss-Scheinen, Nachrangdarlehen oder anderen Schuldverschreibungen wissen in der Regel sehr genau, was die Anleger gerne hören.

 

Einer der Punkte: feste Zinsen und volle Rückzahlung der Einlage, oft schon nach erstaunlich kurzen Zeiträumen möglich.

 

Doch wie können Anbieter solcher Angebote Rückflüsse versprechen, die ähnlich hoch wie bei KG-Beteiligungsmodellen sind, aber Garantien auf Zinsen und Einlage bieten, während bei KG-Beteiligungen die Entwicklung des Geschäftsmodells voll auf die Rückzahlungen des Anlegers durchschlägt – bei negativer Geschäftsentwicklung auch schlechtere Renditen bedeutet?

 

Leider können sie es in vielen Fällen nicht. Sie schaffen es nur durch attraktive Zinssätze, immer wieder neue Anleger anzulocken, und damit die bisherigen Anleger auszuzahlen. Ein an und für sich gut funktionierendes Geschäftsmodell wird damit im Laufe der Zeit häufig zu einem Schneeball-System, auch wenn das so ursprünglich nie gedacht war.

 

Prominente Beispiele der letzten Jahre sind die Prokon-Genussrechte oder die German-Pellets-Genussrechte. In beiden Fällen haben überzogene Zinsversprechen, die die Anbieter aber bis zum letzten Moment versuchten aufrechtzuerhalten, zum Scheitern eines grundsätzlich funktionierenden Geschäftes geführt.

 

Trotzdem gibt es Lichtblicke: seriöse Anbieter, die neben anderen Produkten auch Genuss-Rechte oder Nachrangdarlehen anbieten, verstehen meist ihr Geschäft und bieten diese Anlagen mit einem gut erreichbaren Zinssatz an. Das Nachrangdarlehen von GreenCityEnergie Kraftwerkspark II, der Genussschein Solarenergie Frankreich von Leonidas oder das bereits komplett und erfolgreich beendete Genussrecht GDZ Genussrecht der Zukunftsenergien von reconcept zeigen auf, wie gut das funktionieren kann. Aber in Summe sind zu viele Projekte gescheitert, als dass man hierin sein Geld investieren sollte.

 

FAZIT: Auch wenn es Beispiele für gut gelungene Genuss-Scheine, Nachrangdarlehen und andere Schuldverschreibungen gibt – die Ausfallquote ist so hoch, so dass kein Anleger Geld in diese Art der Vermögensanlagen investieren sollte. Alternativen dazu sind Sachwert-Beteiligungen (operativ oder als AIF), die zwar keine Zinsen garantieren, aber besserere und sicherere Aussichten bieten.

 

 

5.) Bausparvertrag

 

Der Bausparvertrag entspringt einer sehr guten Idee: um günstige Bauspardarlehen zu ermöglichen, sparen zunächst die Menschen für eine gewisse Zeit, meist 6 bis 7 Jahre, Guthaben an. Aus diesem Guthaben werden Gelder entnommen, um günstige Darlehenszinsen zu erwirtschaften.

 

Wer bereits für 6 oder 7 Jahre bewiesen hat, dass er regelmäßig einen gewissen Betrag zur Seite legen kann, der wird das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch in der Zukunft können. Die Bonität des Darlehens-Nehmers ist also meist überdurchschnittlich gut.

 

Der Bausparvertrag funktioniert auch im Moment noch nach diesem Prinzip. Wer also die günstigen Bau-Darlehenszinsen in 6 oder 7 Jahren nutzen wird und denkt, dass dann das allgemeine Zinsniveau gestiegen sein wird, könnte einen Bauspar-Vertrag in Betracht ziehen.

 

Sollten die Zinsen allerdings auf dem aktuellen Niveau bleiben, rechnet sich der Bausparvertrag schon nicht mehr – es gibt kaum noch einen Vorteil bei den Darlehenszinsen, und man erhält für 6 bis 7 Jahre Anspardauer praktisch keine Guthabenzinsen mehr.

 

Noch schlechter sieht es für Menschen aus, die gar nicht vorhaben, das Hypotheken-Darlehen jemals in Anspruch zu nehmen. Denn der Guthaben-Zins kann mit einer Verzinsung von oftmals nur noch 0,25 Prozent die Inflation nicht ausgleichen; besonders wenn die Abschlussgebühr von 1 bis 1,6 Prozent gleich zu Beginn einbehalten wird. Da diese auf die gesamte Bausparsumme und nicht nur auf die eingezahlten Beiträge berechnet wird, kann die Abschlussgebühr durch die Zinsen nicht mehr aufgeholt werden. Die jährlichen Kontoführungsgebühren oder kostenpflichtigen Magazine der Bausparkassen verschlechtern die Situation noch. Die Rendite des Bausparvertrages wird negativ (!).

 

FAZIT: Bausparverträge machen ausschließlich für Menschen Sinn, die sich das heutige Zinsniveau für einen Hypothekenkredit in 6 bis 7 Jahren sichern möchten. Steigen die Zinsen jedoch nicht, macht eine konventionelle Geldanlage und ein konventioneller Kredit in 6 bis 7 Jahren mehr Sinn. Als Geldanlage gehört der Bausparvertrag als potentieller Kapitalvernichter auf unsere Liste der 5 Geldanlagen, die Sie unbedingt meiden sollten.

 

 

geldanlagen-die-sinn-machen



28. April 2016

“rocket science?” – Unser Blog zum Finanzwissen leicht gemacht. Mehr über die Hintergründe gibt es hier.

 

 

Chairwomen FED
Chefin der amerikanischen Notenbank: Janet Yellen, eine der mächtigsten Frauen der Welt.

😕  Was ist denn hier los?

Die amerikanische Notenbank (FED) hat auf ihrer Sitzung bekannt gegeben, dass sie die Zinsen nicht erhöhen wird. Anleger schenken den Sitzungen der FED immer große Aufmerksamkeit und achten besonders darauf welche Aussagen getätigt werden. Die Sprache der FED ist nicht immer einfach zu deuten. Derzeit geizen die Notenbanker mit Hinweisen was passiert. Manche vermuten dass Zinsschritte “nicht so schnell” auf dem Plan stehen würden.

💡  Was bedeutet das?

Um die Wichtigkeit der FED Zinsentscheidungen zu verstehen, muss man wissen, dass die Maßnahmen der FED der größte Treiber der steigenden Aktienkurse seit der Finanzkrise 2008/2009 sind. Durch die FED Maßnahmen der niedrigen Zinsen sollte unter anderem der Geldfluss in die Wirtschaft steigen. Viele Mittel flossen in den Aktienmarkt, was zu großen Kurssteigerungen in den letzten 7 Jahren führte, aber auch die Immobilienmärkte erholten sich dadurch.

😉  Warum sollte es mich kümmern?

Diese Nachricht, bzw. diese nicht vorhandene Nachricht ist neutral bis positiv für die Aktien. Die Chefin der FED stellte bereits klar, dass sie bei den Zinsanhebungen sehr vorsichtig wären. Das half dem Dollar im Wert zu steigen und auch den Aktienkursen nach oben. Viele Investoren dachten, es käme ein vorsichtiger Schritt in Richtung Zinserhöhung. Doch dieser ist erst einmal ausgeblieben. Jetzt richtet sich die Aufmerksamkeit auf den nächsten Sitzungstermin im Juni.

➡  Für Euch persönlich:

Niedrige Zinsen verlocken Menschen in riskantere Dinge zu investieren. Das können “Schrott”Anleihen, Eigenheime an schlechten Standorten oder zu spekulative Aktien aber auch Dinge des Alltags, die man nicht braucht, sein. Wenn sich sparen auf der Bank nicht mehr lohnt, kann das zu Fehlinvestitionen führen, einfach weil das Geld lockerer sitzt.

AAPinguinFür klimafreundliche Anlagen:

Klimafreundliche Anlagen von Klimafonds.de könnt Ihr dafür benutzen um rechtzeitig am Anfang des Monats Geld auf die Seite zu legen. Damit werdet ihr nicht verführt zuviel Geld für Nutzloses auszugeben.

AAKlimafonds



22. April 2016

 

sicherheit-investition-windparkIch bin seit vielen Jahren im Bereich der Windkraft-Investments, Erneuerbare-Energien-Investments und allgemein im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen tätig. Immer wieder fragen mich die Menschen, ob Windkraft oder Windparks auch für sicherheitsbewusste Anleger in Fragen kommen können. Denn gerade das Jahr 2014 mit der Insolvenz der Anbieters Prokon hat die Risiken von Geldanlagen in Windkraft aufgezeigt, auch wenn mittlerweile feststeht, dass für alle Anleger mit Gründung einer Genossenschaft als Nachfolge-Gesellschaft eine gute Lösung gefunden werden konnte. Auf der anderen Seite sind mittlerweile mehr als 25.000 Windkraftanlagen alleine in Deutschland installiert. Diese mussten alle finanziert werden: es kann sich also nicht um eine allzu unsichere Geldanlage handeln, sonst wären solche gewaltigen Investitionen nicht getätigt worden. Ich möchte im vorliegenden Artikel Licht in dieses Thema bringen und die Frage beantworten, ob eine Geldanlage in Windkraftanlagen für sicherheitsbewusste Anleger überhaupt in Frage kommt.

 

Dabei möchte ich vorweg schicken, dass ich das direkte Errichten und Betreiben einer Windkraftanlage außer acht lasse. Professionelle Windkraftanlagen sind einfach zu groß und zu teuer, als sich das der normale Anleger leisten könnte. Will dieser nämlich auf eine ausreichende Streuung bei seiner Kapitalanlage achten, wird er nämlich meist nur zwischen 10.000 Euro und 100.000 Euro in einen Windpark investieren wollen. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was er zur Errichtung einer eigenen Anlage benötigen würde.

 

Man muss die unterschiedlichen Windkraft Geldanlagen unterscheiden

 

Wer in Windkraft investieren möchte, kann das auf unterschiedliche Art und Weise tun. Es ist sogar so, dass dieser Durchführungsweg wichtiger für die Sicherheit der Geldanlage in Windkraft oder Windparks ist, also die Windkraftanlage selbst. Denn die großen Hersteller wie Vestas, Nordex oder Gamesa haben alle ausreichend Erfahrung, um gute und effiziente Windkraftanlagen herzustellen.

 

Möglichkeit 1: Über Aktien oder Aktienfonds in Windkraft investieren

 

Wer mit seinem Geld die Windenergie fördern will, kann in Aktien von Windkraft-Unternehmen investieren. Aktieninvestments in Vestas, Nordex oder Gamesa sind problemlos möglich. Auch Siemens ist börsennotiert und ein führender Windkraft Hersteller – allerdings hat Siemens noch viele andere Geschäftsbereiche, so dass Siemens keine wirkliche Windkraft-Aktie im engeren Sinne darstellt.

 

Es gilt aber wie bei allen Aktien: Aktien sind nichts für Amateure, denn schließlich steht man beim Aktienmarkt Vollprofis als Handelspartner gegenüber. Wer mit Aktien Geld verdienen will, muss also sehr genau wissen, was er tut. Außerdem muss der Aktienkäufer über ausreichend Kapital verfügen. Denn um zu große Risiken zu vermeiden, muss das Geld gestreut werden. Bei 10 Aktienpositionen mit jeweils zum Beispiel 3.000 Euro, sollte der Aktionär als mindestens 30.000 Euro zu Anlage verfügbar haben.

 

windpark-investment-aktien-sicherheit
Einzelne Aktien kaufen: nur für erfahrene Anleger mit viel Zeit empfohlen.

Und der Direkt-Aktien-Käufer muss über ausreichend Zeit verfügen. Die Kurse, Stopp- oder Kauflimits sowie die Geschäftsberichte und Unternehmensmitteilungen wollen jeweils gelesen werden. Bei Beobachtung mehreren Aktien ist das für die meisten Privatanleger kaum zu schaffen.

 

Die realistischere Alternative für die meisten von uns ist deshalb die Anlage in Aktienfonds. Ein Fonds sammelt das Geld von vielen Anlegern ein und investiert es gezielt in Aktien. Die Vorteile für den Anleger sind die breite Streuung, die Verwaltung durch einen Profi und die niedrigen Einstiegssummen. Fonds sind meist ab 500 Euro Anlagesumme schon zu bekommen. Damit werden dann auch schon diese 500 Euro bereits auf die ganze Anzahl Aktien des Fonds breit gestreut, meist auf 50 bis 100 verschiedene Aktien.

 

Die breite Streuung ist auch der Grund, weshalb es keine reinen Windkraft-Aktienfonds gibt, denn das Angebot an Windkraft-Aktien ist zu klein für einen Fonds. Die Alternative sind Erneuerbare-Energien-Fonds, die gezielt in Unternehmen aus diesem Bereich investieren, also neben Windkraft-Herstellern auch in Solarzellen-Produzenten, Erneuerbare-Energien-Kraftwerksbetreiber oder Wasserkraftwerks-Anbieter. Noch etwas weiter fassen das Gebiet die Klimaschutz-Fonds, die neben dem Universum der Erneuerbare-Energien-Fonds auch noch andere Unternehmen investieren, die dem Klimaschutz dienen. Das können Hersteller von Dämm-Materialen sein oder Infrastruktur-Unternehmen, die für Klimaschutz sorgen.

 

Die Auswahl solcher Fonds ist breit. Gute Anbieter verstehen sich jedoch nicht nur als Themen-Fonds Anbieter, sondern berücksichtigen auch noch Ethik-Filter. Bei Fonds mit Ethik-Filtern reicht es, um aufgenommen zu werden, nicht aus, zum Beispiel nur ein Solarzellen-Hersteller zu sein. Vielmehr muss man auch noch gute Bedingungen für seine Mitarbeiter bieten, umweltschützende Produktionsprozesse nachweisen und mit Nachbarn und Lieferanten fair umgehen. Hier wird die Auswahl schon dünner – es kommen oft nur noch die Fonds von Ökoworld, JSS oder Swisscanto in Frage. Themenfonds, zum Beispiel von Pictet oder der Deutschen Bank Tochter DWS, scheiden damit meist aus.

 

Möglichkeit 2: Mit Nachrangdarlehen, Genussrechten oder anderen Schuldverschreibungen

 

Seit dem Prokon-Zusammenbruch viel weniger häufig vertreten sind Nachrangdarlehen, Genussrechte oder andere Arten von Schuldverschreibungen. Letztlich bedeuten diese Formen, dass man einem Unternehmen Geld leiht, dieses Unternehmen im Gegenzug dafür die Rückzahlung sowie Zinsen, in fester oder variabler Höhe, verspricht. Mitspracherechte, Kontroll- oder Informationsrechte hat der Anleger dabei keine. Er ist sehr stark auf das Geschick des Unternehmens angewiesen.

 

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass speziell die Zusage fester Zinsen meist für Probleme sorgt. Denn auch wenn die Geschäftsentwicklung in einem Jahr einmal nicht so gut verläuft, müssen die Zinsen gezahlt werden – andernfalls würde viel Unruhe im Markt auftreten und die Anleger ihr Geld möglicherweise gleich zurück fordern. Der Anbieter zahlt also, soweit es irgendwie geht, die Zinsen in voller Höhe zurück. Doch damit hat der Teufelskreis begonnen – er muss, um die Rückzahlung gewährleisten zu können, nämlich häufig noch mehr Kundengelder (frisches Geld einwerben). Um das zu erreichen, zahlt er häufig viel für die Werbung – die Situation verschlimmert sich. Nach einigen Jahren droht der Zusammenbruch des Systems.

 

Aber auch hier ist die differenzierte Betrachtung wichtig. Andere Genuss-Scheine, zum Beispiel das gerade erst komplett zurück gezahlte GDZ Genussrecht der Zukunftsenergien von Reconcept, zeigen, dass Genussrechte auch gut funktionieren können. Die Anleger erhielten neben Ihrer Einlage auch eine jährliche Verzinsung von 8 Prozent pro Jahr. Auch das Nachrangdarlehen Leonidas III Solar-Festzins Frankreich zahlt pünktlich und in voller Höhe seine versprochenen Zinsen.

 

Insgesamt sind Nachrangdarlehen, Genussrechte oder andere einfache Schuldverschreibungen jedoch die wohl risikoreichste Möglichkeit, in Windparks oder Windenergie zu investieren.

 

Möglichkeit 3: Windkraft Beteiligungen

 

Die häufigste Art, wie Privatanleger in Windkraft und Windparks investieren, sind die sogenannten Sachwert-Beteiligung. Dabei wird für eine bestimmte Anzahl von Windturbinen ein bestimmtes Volumen an Geld, zum Beispiel 10 Millionen Euro, bei Anlegern eingeworben. Damit wird eine eigene GmbH & Co. KG gegründet, bei der die Anleger die Eigentümer (Gesellschafter) sind, ins Leben gerufen. Initiiert und über die Laufzeit gemanagt wird die Gesellschaft vom sogenannten Emittenten, der dafür eine Vergütung erhält.

 

Der Vorteil: als Gesellschafter haben die Anleger alle Möglichkeiten bei “ihrem” Unternehmen. Sie haben umfangreiche Informations-Rechte und können auch eine neue Geschäftsleitung wählen. Das ultimative Instrument der Mitbestimmung durch Gesellschafter.

 

Windkraft Beteiligungen sind heute die wohl gängigste Form, um sich am Ausbau der Windkraft oder an Windparks zu beteiligen.

 

Wie ist die Sicherheit bei den einzelnen Anlagenmöglichkeiten zu beurteilen?

 

Wie erwähnt ist die Sicherheit viel mehr von der gewählten Anlageklasse als vom tatsächlichen Anlageobjekt abhängig – auch wenn dieses ebenfalls seine Bedeutung hat.

 

Die Sicherheit bei Windkraft Aktien oder Aktienfonds

 

Wie oben erwähnt gibt es mehrere reine Windkraft-Aktien. Sie unterliegen den typischen Aktien-Risiken, also starken Kursschwankungen. Die Unternehmen selbst sind mittlerweile bereits etablierte, langjährige, mittelständische Maschinenbau-Unternehmen. Windkraft-Nutzung ist ein etabliertes Geschäftsfeld, Abhängigkeiten von Einzelmärkten und damit von politischer Willkür, sind kaum noch vorhanden. Summa sumarum gilt: für Personen, die mit Aktien-Handel Erfahrung haben und ausreichend auf mehrere Windkraft-Aktien streuen können, haben eine schwankungsanfällige, aber sichere Geldanlage.

Für weniger erfahrene, oder mit weniger Kapital ausgestattete, Anleger empfiehlt sich die Investition in einen Erneuerbare-Energien-Fonds. Reine Windkraft-Fonds gibt es nicht, aber bei den Erneuerbaren Energien Fonds sind Windkraft-Hersteller praktisch immer mit an Bord – meist sogar als eine der größten Positionen. Die Streuung mit einer Investition in meist 50 oder mehr Unternehmen ist bei einem New Energy Fonds ungleich höher als bei Aktien-Einzelinvestments. Außerdem wird das Portfolio von einem Profi gemanagt, so dass grobe Fehler ausbleiben werden. Es gilt: die Geldanlage in Erneuerbare Energien Fonds ist sicher. Die Fonds unterliegen jedoch der vollen Schwankungsbreite der Börsen. Als Themeninvestments können sie sogar eine stärkere Schwankungsbreite, nach unten wie nach oben, ausweisen. Anleger sollten also auch mit Kursrückgängen von 50 Prozent in einem Jahr zurechtkommen. Ein typisches Themen-Fonds-Risiko sehe ich bei den Erneuerbaren Energien allerdings kaum – zu unterschiedlich sind die einzelnen Themen wie Windkraft, Photovoltaik, Energiespeicher, Bio-Masse oder Wasserkraft.

Fazit: Richtig gemacht und mit ausreichend langem Atem von 8 bis 10 Jahren, ist die Sicherheit bei Aktien und Aktienfonds hoch.

 

Die Sicherheit bei Genussscheinen, Nachrangdarlehen oder anderen Schuldverschreibungen

 

Hier sieht die Lage nach meiner Ansicht anders aus. Diese Anlagemöglichkeiten leiden meist unter dem “festen Zinsversprechen”. Wirtschaftliche Probleme in einem Jahr führen zu häufig zur Vertuschung oder Belastungen der Zukunft. Damit beginnt ein Teufelskreis, der zu hohen Verlusten bei Anlegern führt kann.

 

Die Geldanlage in Nachrangdarlehen, Genussscheine oder andere Schuldverschreibungen sollte man also nur bei sehr genauer Kenntnis der Situation und sehr guter Kenntnis des Anbieters angehen.

 

Fazit: Nachrangdarlehen, Genussscheine und andere Schuldverschreibungen mit äußerster Vorsicht genießen und im Zweifel lieber meiden.

 

Sicherheit bei Windkraft Beteiligungen

 

Eine Windkraft-Beteiligung bei einem etablierten, im Bereich Windkraft erfahrenen Emittenten stellt ein überschaubares Risiko dar. Die Technik ist ausgereift und mittlerweile seit Jahrzehnten im Einsatz. Auch die Förder-Praxis der einzelnen Staaten folgt bekannten Mustern, es muss auch hier kein Neuland mehr betreten werden. Wenn die Randbedingungen passen, kommen durch Windkraft-Beteiligungen regelmäßige, interessante Ausschüttungen zustande. Im Gegensatz zu Anlagen in Aktien oder Aktienfonds auch dann, wenn an den sonstigen Kapitalmärkten gerade kein Geld zu verdienen ist – wie zuletzt 2008 (Finanzkrise) oder 2011 (Euro-Krise).

 

Trotzdem kann man nicht von einem risikolosen Investment reden. Winderträge können über Jahre hinweg niedriger ausfallen als geplant: einfach weil der Wind unterschiedlich stark weht. Windgutachten für einen bestimmten Standort können schlichtweg zu hoch angesetzt sein – alle folgenden Prognosen sind dann Makulatur. Oder staatliche Eingriffe, wie nachträgliche Kürzungen von Einspeisevergütungen, können die Einnahmen durcheinander bringen. Schließlich können auch Betrugsfälle bei Emittenten zu Verlusten führen.

 

Wer jedoch den wichtigsten Grundsatz bei Geldanlagen befolgt, nämlich sein Geld breit gestreut anzulegen, wird mit gut konzipierten Windkraft-Beteiligungen viel Freude haben. Meist sind diese bereits ab 10.000 Euro zu haben. Mit 40.000 Euro Anlagekapital kann man so z.B. 3 oder 4 Beteiligungen zeichnen. Damit kann der Anleger beruhigt schlafen.

 

Fazit: Wer sein Geld auf 3 oder 4 Windkraft Beteiligungen streuen kann, bekommt eine gute Sicherheit für sein Geld geboten.

 

Beispiele aktueller Windkraft-Geldanlagen

 

Im Bereich der offenen Investmentfonds könnte man folgende Zusammenstellung guter, langjährigere Erneuerbare Energienfonds wählen:

 

Investmentfonds Entwicklung letzte 5 Kalenderjahre (Durchschnitt pro Jahr) Möglicher Anteil am Portfolio
Pictet – Clean Energy EUR 4,4 % 30 %
DNB – Renewable Energy 3,2 % 30 %
RobecoSAM Smart Energy Fund 3,0 % 20 %
JSS New Energy Fund 0,3 % 10 %
Vontobel Fund – New Power 4,4 % 10 %
GESAMT 3,3 % 100 %

 

Dabei empfehle ich aufgrund der hohen Schwankungen eine Anlagedauer von rund 8 bis 10 Jahren. Als Themeninvestment sollte es auch nur eine Beimischung zu Eurer Gesamt-Geldanlage von maximal 10 Prozent sein.

 

Wer sich dagegen lieber im Bereich der Windkraft-Beteiligungen aufhält, könnte im Moment in folgende Projekte investieren:

 

Neue Energien VIII:

  • Investition in bereits stromliefernde Windkraft-Anlagen
  • kein Errichtungs-Risiko
  • Geplante Laufzeit: 10 Jahre
  • Gesamtausschüttungen Prognose*: 157 %
    (inkl. Rückzahlung der Einlage, vor Steuern)
    Hinweis: Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.
  • Mindestbeteiligung: 10.000 Euro zzgl. 5% Agio

 

Windenergie Deutschland:

  • Investition deutsche Windkraft-Anlagen
  • Anker-Windpark bereits eingekauft
  • Geplante Laufzeit: 8 Jahre
  • Gesamtausschüttungen Prognose*: 152 %
    (inkl. Rückzahlung der Einlage, vor Steuern)
    Hinweis: Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.
  • Mindestbeteiligung: 10.000 Euro zzgl. 3% Agio
  • Frühzeichnerbonus: 3 % p.a.

 

 

Wer dazu wissen möchte: meldet Euch einfach bei uns:

 

In Kontakt treten mit klimasfonds.de



20. April 2016

“rocket science?” – Unser Blog zum Finanzwissen leicht gemacht. Mehr über die Hintergründe gibt es hier.

 

😕  Was ist denn hier los?

In einer wichtigen Umfrage in der deutschen Wirtschaft hat sich in den letzten Wochen eine Stimmungsaufhellung gezeigt –
ein weiteres Zeichen dafür, dass es der deutsche Wirtschaft  noch besser gehen könnte als man im Januar und Februar vermutet hatte.

 

💡  Was bedeutet das?

Die Umfrage, die in den letzten paar Wochen vorgenommen wurde,
fragt Ökonomen und Finanzanalysten in Deutschland, was sie über den Stand der jetzigen Wirtschaft denken und wo es hin gehen könnte. Die Meinung zu den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen fiel im dritten Monat in Folge, aber die Stimmung für die Zukunft hat sich verbessert.  Den höchsten Stand seit einem halben Jahr erreichte die Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage.
Während es zwar Bedenken über die wirtschaftlichen Auswirkungen
einer britischen Abstimmung über die weitere Mitgliedschaft in der Europäische Union (Brexit) gibt, stimmt die jüngste Erholung in China zuversichtlich.
Positive Erwartungen haben vor allem Unternehmen der Metallindustrie, Automobilbranche und Nahrungsmittelhersteller.

 

😉  Warum sollte es mich kümmern?

Das größere Bild: Europa ist noch lange nicht gerettet.
Es hat einige besser als erwartete Daten aus Europa (vor allem aus Deutschland) in letzter Zeit gegeben.
Aber Europa kämpft immer noch mit einer sehr niedrigen Inflation und relativ hoher Arbeitslosigkeit (nicht hier in Deutschland). Der Sparer kämpft vor allem mit den niedrigen Zinsen,
die seine Lebensversicherungen und sonstiges Erspartes nicht mehr anwachsen lassen.
Der jüngste steigenden Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar ist darüber hinaus auch nicht hilfreich in der Krisenbekämpfung
(weil eigentlich ist einfacher, Waren im Ausland zu verkaufen, wenn eine Währung billig ist). Es wird interessant werden, was diesen Donnerstag aus der Europäischen Zentralbank Sitzung zu hören sein wird. Die EZB wird bei ihrer Tagesordnung auch die jüngste Stärke des Euro auf dem Plan haben.

 

➡  Für Euch persönlich:

Der steigende Wert des Euro kann für Euch gut und schlecht sein. Wenn Ihr in den Sommerferien ins Ausland (außerhalb des Euro
Gebietes) reisen möchtet, wird das wahrscheinlich etwas günstiger als im letzten Monat sein. Auch wird es günstiger Dinge zu kaufen die nach Europa
eingeführt werden (auch wenn es wahrscheinlich etwas dauert bis eine Preisänderung beim Kunden tatsächlich ankommt)
Der Nachteil ist, dass, wenn die europäischen Unternehmen mit größerem Gegenwind (vor allem in dieser fragilen Wirtschaft) konfrontiert wird, könnte sich die Beschäftigungssituation verschlechtern.

 

AAPinguin Für klimafreundliche Anlagen:
Der Zeitpunkt für einen Einstieg erscheint in den nächsten Monaten günstiger. Denn wenn der Dollar teurer notiert als der Euro ist dies einer der Indikatoren
für steigende Kurse. Da es jetzt anders herum ist, schaut doch mal ob ihr flüssig seid. Und nutzt über den Sommer hinweg rückläufige Kurse zum Einstieg.

 

AAKlimafonds



18. April 2016

😕 Was ist denn hier los?

 

Es gab ein Treffen an diesem Wochenende zwischen Saudi-Arabien, Russland und anderen wichtigen ölproduzierenden Ländern um darüber zu diskutieren die Ölproduktion einzfrieren. Nach einem langen Tag der Gespräche gab es keine Einigung – diese Nichteinigung wird wahrscheinlich dazu führen, dass die Preise der Öl- und Energieaktien eher einen Rückgang erwarten können.

 

💡 Was bedeutet das?

 

Dass Deal diskutiert wird, war jetzt etwa zwei Monate bekannt und führte dazu dass der Ölpreis um mehr als 50% stieg. Jetzt aber haben  das Beharren Saudi-Arabiens und der Iran letztlich dazu geführt, dass der Deal des Rückgangs der Ölförderung unmöglich wurde. (Die internationalen Sanktionen gegen den Iran sind Anfang des Jahres beseitigt worden. Der Iran möhcte nicht zustimmen, die Prokuktion einzustellen oder zu reduzieren). Der Ölpreis fiel um mehr als 5%.  Der heutige Montag dürfte in der Tat ein sehr interessanter Tag sein.

 

😉 Warum sollte es mich kümmern?

 

Das größere Bild: Die Diskussion um diesen “Deal” und der Rückgang der US-Ölproduktion haben beide geholfen in letzter Zeit den Ölpreis zu steigern. Während der letzten zwei Monate war auch, die Menge an Öl, die in den USA gebohrt wurde rückläufig, da es durch den geringen Ölpreis nicht mehr rentabel war. Das Scheitern des Deals wird mit ziemlicher Sicherheit negativ für den Ölpreis in den kommenden Tagen.

 

➡ Für Märkte: Bestimmte Sektoren profitieren von einem höheren Ölpreis – und andere leiden darunter. Natürlich gewinnen Energieunternehmen, wenn der Ölpreis steigt. Und es gibt Dutzende von Unternehmen, die von mehr Ölproduktion profitieren indem sie zum Beispiel Maschinen für die Ölförderung verkaufen oder seismische Untersuchungen anbieten. Aber, in der Regel werden Unternehmen, die Dinge des Konsums an Menschen verkaufen – vor allem Dinge, die wir nicht wirklich brauchen – sind mäßig von einem höheren Ölpreis betroffen. Im Gegenteil, weil die Leute weniger Geld dafür benötigen, die Tanks Ihrer Autos zu füllen, können sie für andere Dinge mehr Geld ausgeben.

 

AAPinguinUnd wie besteht der Zusammenhang mit klimafreundlichen Anlagen? Eben darin, dass in den Anlagen keine Ölunternehmen enthalten sind, somit machen sich auch die Schwierigkeiten in diesem Sektor nicht in der Rendite bemerkbar.

 

AAKlimafonds



18. April 2016

 

Wir glauben, dass Finanzen keine hohe Wissenschaft sind. Es wurde nur nicht einfach und effektiv erklärt bisher.

Daher ist für viele von Euch “Finanzen” ein eher abschreckendes Thema. Das wollen wir ändern! Denn Finanzen sind kein Hexenwerk! 😎

Wir haben Euch mit Klimafonds.de  ein einfaches Tool für eine nachhaltige und klimafreundliche Geldanlage bereitgestellt.

Ihr könnt damit renditestark und dabei noch umweltfreundlich Geld für eure eigene Zukunft investieren.

Wir möchten auch, dass Ihr euch das Thema Finanzen näher kommt. Und um zu wissen wie Geld im Kreislauf wirkt, ist es wichtig zu verstehen, was außerhalb der klimafreundlichen Geldanlage passiert.

Wir möchten das Thema Finanzen entmystifizieren, indem wir Euch Geldthemen einfach, leicht verständlich und prägnant näher bringen.

Indem wir Eure Finanzkenntnisse verstärken, ermöglichen wir Euch bessere eigene Entscheidungen zu treffen, wenn es um Eure Finanzen geht.

Künftig bloggen wir unter dem Stichwort “rocket science” über brandaktuelle Finanzthemen im kurzen Stil.

 

Jetzt zum obligatorischen Risikohinweis: Natürlich sind die Blogeinträge keine Anlageempfehlungen, sollen und können keine Anlageberatung ersetzen, sie sind natürlich auch nicht auf Eure Anlagewünsche und Kenntnisse abgestimmt.

 

Wir möchten im Blog über Finanzthemen informieren, so dass Ihr innerhalb 3 Minuten einen Überblick über relevante Themen der Woche bekommt.

 

Schön, Euch bei Klimafonds.de an Bord zu haben!

AAKlimafonds

 

 

 



13. April 2016

Das Mega-Projekt unserer Zeit, die Wende von den konventionellen Energieträgern hin zu Erneuerbaren Energien, muss finanziert werden. Denn auch wenn uns die Sonne keine Rechnung schickt, so müssen die Solarkraftwerke, Windkraftwerke oder Wasserkraftwerke erst einmal erichtet werden. Mit der Zeit lohnt sich die Investition, und gute Erträge werden für die Umwelt, aber auch für den Kapitalgeber generiert. Ein solches Projekt ist bei Reconcept nun zum Abschluss gekommen, die Anleger haben insgesamt 14,0 Millionen Euro, wie geplant, nach 6 Jahren zurück erhalten.

 

Besonders erfreulich: die in Verruf geratene Beteiligungsform “Genussrecht” war die Basis

 

Es wird auf unterschiedliche Art und Weise Geld für die Energiewende aufgebracht. Häufig verwendet werden und wurden Beteiligungen an Kaptialgesellschaften (KG-Beteiligungen), Nachrangdarlehen oder auch Genussrechte. Wichtig für den Erfolg des Anlegers ist jedoch weniger die Beteiligungsform, sondern hauptsächlich die Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit des Anbieters. Ist der Anbieter gut, ist die Beteiligungsform Nebensache. Anders herum nutzt die beste Beteiligungsform dem Anleger nichts, wenn der Anbieter imkompetent ist.

 

Die im Jahr 2010 von Reconcept gewählt Beteiligungsform “Genussrecht” ist in der Zwischenzeit in Verruf geraten. Hintergrund: die 2014 in die Insolvenz gegangene Prokon hatte sich über Genussrechte finanziert und bei der Insolvenz einen der größten Anlegerskandale in der Bundesrepublik ausgelöst. Insgesamt wurden 1,4 Milliarden in Prokon investiert – der größte Teil davon über Genussrechte. Mit den Genussrechten wurden meist Windkraftanlagen errichtet und betrieben, aber auch Biomasse-Kraftwerke, Sägewerke und anderes.

 

Die Aufregung um Prokon legte sich mittlerweile, die Insolvenz hat nicht mit der üblichen Zerschlagung des Unternehmens geendet. Die hohe vorhandene Masse konnte genutzt werden, um eine Genossenschaft als Nachfolger zu etablieren, die nun die Kraftwerke betreibt.

 

Trotzdem haftet der Beteiligungsform Genussrecht seit dem ein negativer Ruf an. Umso erfreulicher, dass bei Reconcept nun ausgerechnet ein Genussrecht seinen kompletten, geplanten Zyklus durchlaufen und alle Auszahlungen, wie geplantet, geleistet hat.

 

Die Zahlen überzeugen: Anleger erhielten 8 Prozent pro Jahr

 

Karsten Reetz, Geschäftsführer bei Reconcept
Karsten Reetz, Geschäftsführer bei Reconcept.

Im Jahr 2010 sammelten Reconcept und die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH als Alternative zu Bankkrediten 10 Millionen Euro an Genussrechtskapital bei Anlegern ein. Ziel war der weitere Auf- und Ausbau von Beteiligungen an Projekten und Unternehmen der nachwachsenden Energien.

„Das Genussrechtskapital machte es uns möglich, zu einem frühen Zeitpunkt in die Projektakquise- sowie in Ankaufsprozesse einzusteigen und uns günstige Projektpreise zu sichern. Unsere Investoren profitierten im Gegenzug mit 8 % p.a. von überdurchschnittlich hohen Zinsen – in Summe somit eine Win-win-Situation für alle, Anleger wie Emittent“, zeigt sich Karsten Reetz, Geschäftsführer der reconcept GmbH, zufrieden.

Dieses Genussrecht zeigt, dass die Versprechungen hoher Zinsen mit guter Sicherheit im Bereich der Erneuerbaren Energien absolut erfüllbar sind. Neben zahlreichen Groß-Investoren wie Allianz, Münchner Rück oder anderen Versicherungen und Pensionskassen sollten davon vor allem auch die einzelnen Bürger profitieren. Mit dem Genussrecht von Reconcept ist das perfekt gelungen.

Die 8 Prozent Zinsen waren bereits in 2010 eine stolze Zahl – doch spätestens in den Jahren 2014 und 2015, als die Zinsen auf Werte nahe Null gesunken sind, konnten die Anleger Ihren Augen kaum trauen. Und die letzten Zweifler sehen mit der kompletten Rückzahlung des eingesetzten Kapitals im April 2016, dass das Geschäftsmodell nachhaltig getragen hat.

Auch andere Genussrechte, zum Beispiel das Murphey & Spitz Sonne und Wind, zahlen regelmäßig die versprochenen Renditen aus.

 

Auch jetzt noch gute Einstiegsmöglichkeiten: Zeit bis Ausschreibungsverfahren 2017 nutzen

 

Vorderer Abschnitt einer Nabe einer Windturbine
Vorderer Abschnitt einer Nabe einer Windturbine

Das weltweit kopierte, deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz, steht vor seiner nächsten Reform. Im Gegensatz zur bisherigen Förderpraxis, bei der Windkraftanlagen nach Anschluss an das Stromnetz ein fester Satz für jede eingespeiste Kilowattstunde Energie garantiert wurde, gilt ab 2017 das Ausschreibungsverfahren. Letztlich erhalten dann die Anbieter den Zuschlag, die den niedrigsten Preis für einen KWh Energie verlangen.

 

Damit kann der Staat zum einen die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Enerigen senken – was natürlich zu begrüßen ist. Zum anderen kann er mit Hilfe des Ausschreibungsverfahrens auch den Ausbau der Windkraft an Land gezielt einbremsen, so wie das auf wenig elegante Weise auch in Bayern durch die Einführung der 10H-Regel geschehen ist. Die Regel besagt, dass der Abstand zur Wohnbebauung mindestens der 10fachen Höhe der Windkraftanlage entsprechen muss – das klingt zunächst harmlos, sorgt aber dafür, dass in Bayern defacto keine neuen Anlagen mehr errichtet werden können.

 

Doch zurück zum Ausschreibungsverfahren: die Branche geht aus dem oben genannten Grund von einem Nachlassen der Ausbaugeschwindigkeit von Windkraft aus, weil die Bedingungen für die Windkraft-Betreiber damit schlechter werden. Oder anders herum ausgedrückt: Kapitalanleger, die noch an Windkraftprojekte mit der bisherigen Förderung kommen, können sich glücklich schätzen.

 

Von Reconcept gibt es dazu den RE09 Windenergie Deutschland mit prognostizierten Auszahlungen von 6 Prozent p.a. steigend auf 8 Prozent p.a. bei einer Laufzeit bis Ende 2023.

 

  • Investment in Windpark Prignitz bereits gesichert
  • Staatlich garantierte EEG-Förderung für 20 Jahre
  • Anbieter mit langjähriger Windstrom-Erfahrung
  • Auszahlungen: 6 % p. a. steigend auf 8 % p. a. (Prognose)
  • geplante Laufzeit: 7 Jahre (bis 31. Dezember 2023)


Unterlagen_RE09_Windenergie_Deutschland