Klimaschutz Geldanlage


11. Juli 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Windenergie ist umweltfreundlich, sauber und sicher. Klimaschädliche Emissionen werden vermieden, die Technologie ist ausgereift und akzeptiert. Damit sind Windkraftanlagen optimal für Deine Zukunft – auch finanziell.” ]

 

Drachen steigen lassen. Hier spürst Du die Kraft des Windes.
Drachen steigen lassen. Hier spürst Du die Kraft des Windes.

Sich einen frischen Wind um die Nase wehen lassen! Sofort steigen Erinnerungen auf: An Herbsttagen auf dem Feld Drachen steigen lassen. Beim Urlaub an der Küste die vielfältigen Muster und Verwehungen betrachten, die der Wind am Strand hinterlassen hat. Vielleicht hast Du sogar schon einmal Wind- oder Kitesurfen ausprobiert und die enorme Stärke des Windes direkt an Deinem Körper gespürt. Wind vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer und ist von gewaltiger Kraft.

 

 

 

Alte Technologie immer wieder neu entdecken

Kaum eine Technologie blickt auf eine so lange Geschichte zurück wie die Windkraft. Denn der Wind weht seit Anbeginn der Zeiten und wird seit Jahrtausenden von Menschen produktiv genutzt: So beschleunigte der Bau von Segelschiffen die Fortbewegung auf den Weltmeeren und ermöglichte so die Entdeckung neuer Kontinente. Durch den Bau von Windmühlen wurde die Kraft des Windes genutzt, um die harte Arbeit zu erleichtern, beim Mahlen von Getreide, bei der Herstellung von Textilien, Ölen und Papier. In den Niederlanden – dem Land der Windmühlen schlechthin – wurde die Windenergie sogar zur Landgewinnung eingesetzt.

 

Die Grundprinzipien der Energiegewinnung durch den Wind haben sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Relativ neu ist jedoch, dass die gewonnene Energie nicht mehr direkt genutzt werden muss, sondern für einen späteren Verbrauch gespeichert werden kann.

 

 

Windkraft? – Ja bitte!

 

Wirkt bedrohlich - steht aber für nachhaltige Energie
Wirkt vielleicht bedrohlich – steht aber für nachhaltige Energie.

In Deutschland erreichte die Nutzung der Windenergie in Mühlen durch die zunehmende Industrialisierung im 19. Jahrhundert ihren ersten Höhepunkt. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts verlor die Windenergie wieder an Bedeutung. Zum Einsatz kamen jetzt Elektrizität und fossile Energieträger. Eine Entwicklung, die in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wieder eine Wendung erfuhr: Durch den Ölpreisschock der siebziger Jahre begann ein generelles Umdenken. Das Thema alternative Energiegewinnung stand jetzt weit oben auf der Tagesordnung, wurde forciert und weiter entwickelt. Im Vordergrund stand jetzt, günstig Strom zu erzeugen und unabhängig von schwankenden Weltmarktpreisen zu sein.

 

In den achtziger Jahren kam noch ein weiteres Argument für den Ausbau alternativer Energien hinzu. Die Reaktorkatastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl im April 1986 führte vielen Menschen die Gefahren dieser Art der Energiegewinnung direkt vor Augen. Wie der Wind wehte war damals für viele ein wichtiges Thema, denn die radioaktive Wolke zog auch in unsere Richtung. Dabei kam es zu sogenannten Fallouts, die weite Teile des Landes radioaktiv verseuchten. Auswirkungen, die teilweise noch heute messbar sind.

 

Aufgefrischt wurde diese Erinnerung leider vor fünf Jahren, als es im März 2011 im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zu einer katastrophalen Unfallserie kam. Radioaktive Stoffe wurden in großer Menge frei, so dass das Gebiet um Fukushima jetzt unbewohnbar ist. Die Aufräumarbeiten in der Reaktoranlage werden noch mehrere Jahrzehnte andauern. Traurig, aber positiv für die Zukunft: Diese Ereignisse haben zu einer mehrheitlichen Akzeptanz der Energiewende geführt. Vereinfacht lautet die Formel: „Atomkraft? Nein danke!“ – „Erneuerbare Energien? – Ja bitte!“

 

Klimaschutz durch Windenergie

Windenergie ist umweltfreundlich, sauber und sicher. Klimaschädliche Treibhausgasemissionen können so effizient vermieden werden, fossile Energieträger verbleiben im Boden. Da Windkraft darüber hinaus auch kostengünstig und die entsprechende Technologie ausgereift ist, stellt sie eine bedeutende regenerative Energiequelle dar und ist für eine nachhaltige Energiepolitik und das Erreichen der globalen Klimaschutzziele unentbehrlich. Aktuell erzeugen in Deutschland rund 25.000 Windkraftanlagen Strom.

 

Dabei wird unterschieden zwischen Onshore-Anlagen, die sich an Land befinden und Offshore-Anlagen im Meer. Bislang dominiert der Anteil an Onshore-Windparks. Die Agentur für Erneuerbare Energien geht davon aus, dass Windkraftanlagen auf 0,75 Prozent der Landfläche ein Fünftel des deutschen Stromverbrauchs decken können. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes stehen in Deutschland prinzipiell rund 14 Prozent der Landfläche für Windenergie zur Verfügung. Eine enorme Menge, denn der Flächenbedarf von Windenergie ist vergleichsweise niedrig, schließlich findet die Energiegewinnung in luftiger Höhe statt. Rund 95 Prozent aller Windkraftanlagen in Deutschland stehen auf landwirtschaftlichen Flächen. Ein weiterer umweltschützender Aspekt dieser Energie, denn so kann eine weitreichende Flächenversiegelung vermieden werden. Die Stellflächen sind vielfach geschottert und bleiben so wasserdurchlässig.

 

Ein Nachteil, der im Zusammenhang mit Onshore-Anlagen immer wieder diskutiert wird, ist die schwankende Windmenge im Binnenland. Hier können jedoch generell andere erneuerbare Energien ausgleichend wirken.

 

Offshore-Anlagen in Meer werden vielfach kritisch diskutiert. Der Aufbau der Anlagen vor den Küsten ist ungleich aufwändiger als an Land. Darüber hinaus entsteht der Strom da, wo er nicht gebraucht wird. Generell erfordert dann die Stromgewinnung einen verstärkten Netzausbau. Der erste deutsche Offshore-Windpark „alpha ventus“ ging 2009 in der Nordsee in Betrieb.

 

 

Aktiver Naturschutz durch den richtigen Standort

Ist der Standort richtig gewählt, stört die Windkraftanlage keine Zugvögel.
Ist der Standort richtig gewählt, stört die Windkraftanlage keine Zugvögel.

Obgleich Windenergie als saubere und regenerative Energie generell gut für die Umwelt ist, bleibt die Wahl des richtigen Standortes von Windkraftanalgen auch eine wichtige Frage für den Naturschutz. Hier gilt es, durch Anlagen Vögel und Fledermäuse nicht zu stören und die biologische Vielfalt zu erhalten. Der NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. hat in einer ausführlichen Studie die Auswirkungen moderner Windkraftanlagen auf die heimische Vogelwelt untersucht. Fazit der Studie: Entscheidend ist nicht die Größe der Windkraftanalage, sondern in erster Linie der richtige Standort.

 

Um einen effizienten Schutz von Vögeln und Fledermäusen zu gewährleisten, sollten demnach Standorte an Gewässern, Feuchtgebieten, Wäldern und Gebirgsrücken vermieden werden. Darüber hinaus sollen die Windräder in den Anlagen parallel zur Hauptfluglinie der Zugvögel gebaut werden. Ebenso schützen einfache bauliche Vorkehrungen wie das Vermeiden von Gittermasten, Drahtseilen und oberirdischen elektrischen Leitungen.

 

 

Windkraft – eine sichere Anlage

Windkraft zählt zu den bereits fest etablierten Energieträgern in Deutschland. Laut einer Studie des Erneuerbare Energien Magazins, konnte die Windenergie im vergangenen Jahr bereits 14,5 Prozent des heimischen Stromverbrauchs decken. Experten gehen davon aus, dass bis 2030 rund ein Drittel des europäischen Stromverbrauchs durch Windenergie gesichert werden kann.

Entsprechend attraktiv sind finanzielle Beteiligung an Windkraftprojekten. Hier investierst Du in eine sinnvolle erneuerbare Energie und unterstützt damit einen nachhaltigen Klimaschutz. Schau Dir ein mögliche Projekt an und informiere Dich weiter. Windkraft ist nicht nur sicher für die Umwelt, sondern auch für Dein Geld.

 

 

 



28. April 2016

“rocket science?” – Unser Blog zum Finanzwissen leicht gemacht. Mehr über die Hintergründe gibt es hier.

 

 

Chairwomen FED
Chefin der amerikanischen Notenbank: Janet Yellen, eine der mächtigsten Frauen der Welt.

😕  Was ist denn hier los?

Die amerikanische Notenbank (FED) hat auf ihrer Sitzung bekannt gegeben, dass sie die Zinsen nicht erhöhen wird. Anleger schenken den Sitzungen der FED immer große Aufmerksamkeit und achten besonders darauf welche Aussagen getätigt werden. Die Sprache der FED ist nicht immer einfach zu deuten. Derzeit geizen die Notenbanker mit Hinweisen was passiert. Manche vermuten dass Zinsschritte “nicht so schnell” auf dem Plan stehen würden.

💡  Was bedeutet das?

Um die Wichtigkeit der FED Zinsentscheidungen zu verstehen, muss man wissen, dass die Maßnahmen der FED der größte Treiber der steigenden Aktienkurse seit der Finanzkrise 2008/2009 sind. Durch die FED Maßnahmen der niedrigen Zinsen sollte unter anderem der Geldfluss in die Wirtschaft steigen. Viele Mittel flossen in den Aktienmarkt, was zu großen Kurssteigerungen in den letzten 7 Jahren führte, aber auch die Immobilienmärkte erholten sich dadurch.

😉  Warum sollte es mich kümmern?

Diese Nachricht, bzw. diese nicht vorhandene Nachricht ist neutral bis positiv für die Aktien. Die Chefin der FED stellte bereits klar, dass sie bei den Zinsanhebungen sehr vorsichtig wären. Das half dem Dollar im Wert zu steigen und auch den Aktienkursen nach oben. Viele Investoren dachten, es käme ein vorsichtiger Schritt in Richtung Zinserhöhung. Doch dieser ist erst einmal ausgeblieben. Jetzt richtet sich die Aufmerksamkeit auf den nächsten Sitzungstermin im Juni.

➡  Für Euch persönlich:

Niedrige Zinsen verlocken Menschen in riskantere Dinge zu investieren. Das können “Schrott”Anleihen, Eigenheime an schlechten Standorten oder zu spekulative Aktien aber auch Dinge des Alltags, die man nicht braucht, sein. Wenn sich sparen auf der Bank nicht mehr lohnt, kann das zu Fehlinvestitionen führen, einfach weil das Geld lockerer sitzt.

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Klimafreundliche Anlagen von Klimafonds.de könnt Ihr dafür benutzen um rechtzeitig am Anfang des Monats Geld auf die Seite zu legen. Damit werdet ihr nicht verführt zuviel Geld für Nutzloses auszugeben.

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14. März 2016

Mit ökologischen und nachhaltigen Geldanlagen in den Klimaschutz investieren

 

Obwohl es mittlerweile auch im Bereich Klimaschutz attraktive Möglichkeiten gibt, sein schwer verdientes Geld zu investieren, nutzt die Mehrheit der Bundesbürger immer noch konventionelle Formen der Geldanlage. Wer jedoch Klima-Investments tätigt, investiert damit nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch noch in die des Planeten Erde.

 

Und da viele Öko-Fonds noch zusätzlich per Ausschlusskriterien definieren, mit welchen Unternehmen sie unter keinen Umständen Geschäfte machen – beispielsweise mit solchen der Rüstungsindustrie oder denen, die Kinder für sich arbeiten lassen – tut man mit seiner Geldanlage noch zusätzlich Gutes für den Weltfrieden und die Menschenrechte.

 

Ein landläufiges Vorurteil, mit dem sich Anbieter ökologischer Geldanlagen auseinandersetzen müssen, besagt, dass derartige Anlagen wie eine Art “Spende” seien – was natürlich nicht wahr ist, da der Anleger mit ähnlich hohen Renditen wie bei herkömmlichen Produkten des Kapitalmarkts rechnen kann.

 

Nachhaltige Klima-Investments bieten ihren Anlegern grundsätzlich dieselben Möglichkeiten wie herkömmliche Geldanlage-Produkte – mit dem einzigen Unterschied, dass mit dem investierten Geld der Umweltschutz unterstützt wird.

 

 

Warum Du in den Klimaschutz investieren solltest

klimaschutz-hochwasser
Kein Klimaschutz – viel Hochwasser, so die Experten.

Das Wort “Klimawandel” ist heutzutage in aller Munde. Fast ständig liest oder hört man von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Tornados, sintflutartigen Regenfällen, Hungersnöten durch extreme Dürre, Wanderbewegungen ausgemergelter Menschen in andere Länder, in denen es mehr zum Essen gibt und ähnlichem.

 

All das wird auf den Klimawandel zurückgeführt. Damit ist natürlich nicht die natürliche Veränderung des Klimas, der die Erde seit Anbeginn unterworfen ist, gemeint. Wissenschaftler verstehen unter dem Klimawandel die globale Erwärmung, zu der der Mensch maßgeblich beigetragen hat und mit deren Folgen er nunmehr fertig werden muss.

 

Die Erdatmosphäre hat sich in den vergangenen 30 Jahren so stark erwärmt wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Hauptverursacher sind klimaschädigende Gase, die den natürlichen Treibhauseffekt noch verstärken.

 

Die Menschen, die in den reichen Industrieländern leben, setzen durch ihre industrielle Produktion, den Verkehr, die industrialisierte Landwirtschaft, Massentierhaltung und Wärmeerzeugung eine immer größere Menge an Kohlendioxid, Methan, Distickstoff-Monoxid (Lachgas), Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und anderen klimagefährdenden Gasen frei.

 

Sie werden in der Atmosphäre gespeichert und sorgen dafür, dass Sonneneinstrahlung und Wärme nicht mehr vollständig ins Weltall entweichen können. Da andere Gase bereits die schützende Ozonschicht geschädigt haben, gelangt zusätzlich noch mehr gefährliche UV-Strahlung durch die Atmosphäre.

 

Unmittelbare Folge: Die Erde heizt sich auf. Es wird immer wärmer. Kohlendioxid ist das Gas, das am stärksten an der Erderwärmung beteiligt ist. Um die für den Planeten Erde und seine Bewohner verheerenden Folgen des Klimawandels einzudämmen, werden weltweit Klimaschutz Maßnahmen ergriffen.

 

So begrenzt man beispielsweise den CO2-Ausstoß bei industriellen Anlagen wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll: Der Raubbau an der Natur durch wildes Abholzen wird durch eine nachhaltige Forstwirtschaft ersetzt. Auch die Nutzung regenerativer, also erneuerbarer, Energien trägt zum Schutz des Klimas bei.

 

So ersetzt man beispielsweise einen Teil der immer knapper werdenden und umweltschädigenden fossilen Brennstoffe bei der Energiegewinnung durch Wasserkraft (Wasserkraftwerke), Windkraft (Windkraftanlagen), Sonnenenergie (Photovoltaik-Anlagen) und pflanzliche Rohstoffe (Biomasse-Heizkraftwerke).

 

Mit einer Investition beispielsweise in einen der vielen angebotenen Klimafonds kannst auch Du einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und zum Schutz der Menschen und Tierwelt leisten.

Was sind grüne Geldanlagen?

Als grüne Geldanlage bezeichnet man alle Finanzprodukte, die ökologisch-nachhaltigen Zwecken dienen. Obwohl es mittlerweile eine recht große Anzahl von ihnen auf dem Finanzmarkt gibt, sind sie verglichen mit den konventionellen Finanzanlagen immer noch ein Nischenprodukt.

 

gruenes-geldAuch wenn es immer mehr Menschen gibt, die die ehrgeizigen Vorgaben des Klima-Schutzes befürworten und zum Teil auch in ihrem eigenen Leben oder auf gesellschaftlicher Ebene umsetzen, sind vielen von ihnen Klima-Investments kein Begriff:

 

Laut Angaben des Forums Nachhaltige Geldanlage sind in Deutschland lediglich 80 Milliarden Euro in Öko-Investments angelegt. Hoffnung macht den Klimaschützern dagegen der Europäische Dachverband Eurosif: Die nachhaltigen Geld-Anlagen konnten während der Jahre 2011 bis 2013 immerhin! zweistellige Zuwachsraten verbuchen.

 

Grüne Geldanlagen bieten den Groß- und auch Kleinanlegern grundsätzlich dieselben Möglichkeiten wie konventionelle Kapitalanlagen – und das betrifft nicht nur die ähnlich hohe Rendite.

 

Falls Du also vorhast, Dein Geld ökologisch sinnvoll anzulegen, solltest Du Dir Deine Anlageform entsprechend Deinen persönlichen Bedürfnissen nach Sicherheit, Liquidität und Rentabilität aussuchen.

Welche Formen von Klima-Investments gibt es?

Wer sein Geld in Umweltschutz oder soziale Projekte – viele Öko-Finanzanlagen verbinden beides miteinander – investieren möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten: Er kann zwischen – Klimafonds (auf Aktien, Renten oder als Mischfonds) – ökologischen Zertifikatenökologischen Direktinvestmentsgrünen Sparbücherngrünen Sparbriefenökologischen Ratensparverträgenökologischen Rentenversicherungen und – grünen Lebensversicherungen wählen.

 

Jede der Anlageformen ähnelt der der entsprechenden konventionellen Kapitalanlage. In vielen Fällen sind die Sachwerte in Unternehmen und Projekte investiert, die Energie aus alternativen Technologien oder erneuerbaren Energien gewinnen. Aber auch Hersteller von biodynamischen Lebensmitteln, Naturkosmetik und umweltfreundlichen Produkten des täglichen Bedarfs gehören zum Portfolio von Klimafonds.

 

Die Geldanlagen sind größtenteils börsennotiert und teilweise sogar staatlich gefördert (Photovoltaik, Wasserkraftanlagen). Wer eine Öko Basisrente oder eine Öko Förderrente abschließt, kann mit attraktiven Zuschüssen seitens des Staates (Rürup bzw. Riester-Modell) und teilweise sehr interessanten Steuervorteilen rechnen.

Wer bietet Klimaschutz Geldanlagen an?

Klimaschutz Geld-Anlagen werden von bestimmten ökologisch und sozial orientierten Banken, aber auch von herkömmlichen Kreditinstituten angeboten. So bietet beispielsweise die Bochumer GLS Bank, in die Frankfurter Ökobank aufgegangen ist, neben anderen Finanzprodukten auch Klima-Investments (geschlossene Fonds, Genussrechte) an. Der Investor kann Wertpapiere aus Bereichen wie Erneuerbare Energien, ökologische Landwirtschft etc. wählen.

 

Die Umweltbank in Nürnberg ist eine Direktbank, die ausschließlich in Öko Unternehmen und Projekte investiert. Sie bietet vor unter anderem Ihr eigenen Umwelt-Aktien und Klimafonds an.

 

Die Ethikbank ist die Direktbank der Volksbank Eisenberg. Bei ihr hat der Anleger die Wahl zwischen Umwelt-Kapitalanlagen (Aktien) und ethischen Geldanlagen. Falls Du am Klimaschutz interessiert bist und Dein Geld verantwortungsbewusst und nachhaltig investieren möchtest, bist Du mit einem Produkt dieser kirchlichen und alternativen Banken gut bedient.

 

Etwas anders sieht es bei deutschen Großbanken wie der Hypovereinsbank Unicredit oder Deutschen Bank aus. Sie bieten neben herkömmlichen Wertpapieren auch Fonds an, die in einige ökologisch orientierte Firmen und Erneuerbare Energie-Unternehmen investieren.

 

Wenn Du also dort eine Geldanlage erwirbst, kann es Dir passieren, dass Du zugleich Anteile an Unternehmen kaufst, die klimaschädigende Produkte wie Kohle oder Öl erzeugen, Tierversuche machen oder gar in Waffengeschäfte verwickelt sind.

 

Immerhin bieten einige Kreditinstitute wie beispielsweise die Cortal Consors Bank dem Kunden die Möglichkeit, bei der Wahl seines Finanzprodukts vorab die Sparten Gentechnik, Waffen etc. auszuschließen. Einige Sparkassen und Volksbanken-Raiffeisenbanken offerieren ebenfalls Öko Sparbücher, Wachstumssparen und andere nachhaltige Anlagemöglichkeiten. Von ihnen kannst Du jedoch nur dann profitieren, wenn Du Bewohner der betreffenden Region bist. Die Banken tätigen ihre Klimaschutz Investments meist in Firmen, die regenerative Energien nutzen.

Gibt es Ausschluss-Kriterien bei Klima-Investments?

Manche Anbieter, wie beispielsweise die ökologischen und ethischen Banken, und einige andere haben zum Teil strenge Auswahlkriterien für die Vergabe von Krediten an Unternehmen. Sie handeln nach Positiv-Kriterien, wenn sie dabei nur die Firmen und Projekte fördern, die zu 100 Prozent klimaschützend arbeiten (Ausschluss von Öl, Kernenergie, Kohle).

 

ausschluss-kriterien
Rüstung: eines der ersten Ausschlusskriterien für Ökoinvestments

Oft werden auch Antragsteller abgelehnt, die ihre Produkte durch Kinder fertigen lassen oder die Rechte von Menschen generell und Minderheiten im Besonderen missachten oder keine sozial verträgliche Unternehmenspolitik betreiben. Mitunter werden auch Massentierhaltung, Tierversuche, Gentechnik in der Landwirtschaft und Waffenherstellung laut Satzung ausgeschlossen.

 

Werden ethisch-moralisch fragwürdige Geschäftspraktiken und klimaschädigendes Verhalten erst später entdeckt, schließt man die betreffenden Unternehmen sofort aus dem Fonds aus oder bietet ihre Aktien nicht mehr an. Eine derart moralisch rigorose Vorgehensweise kannst Du natürlich von herkömmlichen Banken und Sparkassen nicht erwarten.

 

Allerdings gibt es Kreditgeber, die ausdrücklich formulieren, dass der Antragsteller einen gewissen Prozentsatz seines Umsatzes durch regenerative Energien erwirtschaftet haben muss, um bei der Kreditvergabe in die engere Wahl gezogen zu werden.

 

Mitunter wird auch der so genannte Best-of-Class-Ansatz gewählt: So verkauft man beispielsweise Anteile von Unternehmen, die verglichen mit anderen Anbietern ihrer Branchen punkto Soziales oder Umweltverträglichkeit schlecht abschneiden. Fragwürdig ist dieser Ansatz vor allem dann, wenn Du in einen Klimafonds investierst, der unter anderem Wertpapiere dieser Unternehmen hält.

 

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Transparenz: Die meisten herkömmlichen Kreditinstitute legen ihren Anlegern nicht genau offen, welche Firmen und Projekt-Anteile das Klima-Investment umfasst. So werden zum Beispiel nur die Branche und der jeweilige Anteile in Prozent am Fonds genannt.

 

Bevor Du also in einen Klimafonds investierst, solltest Du Dir nicht nur überlegen, welche Branche(n) Du damit finanzieren möchtest und ob das klimaschützende Projekt auch nachhaltig ist (Klimaschutz ist nicht unbedingt immer identisch mit Nachhaltigkeit!), sondern auch, nach welchen Kriterien der avisierte Anbieter seine Kredite vergibt. Eine kleine Orientierungshilfe kann Dir beispielsweise das Oekom oder das Finance Ethics Research (FER) Rating bieten.

Klimafonds

Wie verschiedene Studien belegen, bieten Klimafonds ihren Anlegern weder eine grundsätzlich schlechtere Performance noch eine größere Unsicherheit als konventionelle Fonds. Im deutschen Sprachraum gibt es nach Auskunft des Sustainable Business Institute (SBI) etwa 400 nachhaltige Fonds, in denen etwa 2% aller in Deutschland angelegten Vermögen gebunden sind.

 

Die offenen Fonds bieten gegenüber Öko Direktinvestments den Vorteil, dass sie eine größere Risikostreuung haben: Schwächelnde Unternehmensanteile fallen durch die Vielzahl der darin enthaltenen anderen Firmenaktien nicht ins Gewicht.

 

Außerdem hast Du als Anleger die Möglichkeit, sie jederzeit zu veräußern. Der von Finanzexperten nur mit Best-Noten bewertete Aktien Klimafonds ist der ÖkoVision Classic, ein Teilfonds der ÖkoWorld Lux (Luxemburg; Anbieter: ÖkoVision). Er erzielte seit seiner Auflage im Jahr 1996 im Durchschnitt 5% jährliche Rendite. Seine Ausschlusskriterien sind:

 

Gentechnik

Kernenergie

Rüstung

Tierversuche

Massentierhaltung

Menschenrechte und

Kinderarbeit.

 

ÖkoVision Classic investiert nicht nur in Erneuerbare Energien, sondern hauptsächlich in umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, ökologisch erzeugte Nahrungsmittel und Unternehmen, die ihre Öko-Produkte auf dem regionalen Markt anbieten.

 

Ein Klimafonds mit einer seit 1997 sehr viel besseren Performance als konventionelle Aktien-Indizes ist der Green Effects NAI-Wertefonds (Deutschland). Seine Aktien sind ausschließlich in Unternehmen investiert, die von dem unabhängigen internationalen NAI (Natur-Aktien-Index) Ausschuss geprüft und für gut befunden wurden.

 

Anbieter des Fonds ist die Deutsche SECURVITA Finanzdienstleistungen GmbH. Aktien verschiedener Unternehmen der Sparten Wasserkraft, Sonnenenergie, Windkraft, Biomasse und Geothermie werden im Sarasin New Energy Fund (über die Schweizer Bank Sarasin) angeboten.

 

Wenn Du nicht nur umweltorientiert, sondern auch noch sozial verantwortlich Geld anlegen möchtest, bist Du bei dem Murphy & Spitz Umweltfonds Deutschland Sustainability richtig. Er kauft Aktien von Erneuerbare-Energien-Unternehmen, Firmen, die Naturkost-Erzeugnisse und nachhaltige Gesundheitsprodukte und umweltschonende Transportdienstleistungen anbieten.

 

Ein nachhaltiger Mischfonds ist beispielsweise der Sarasin FairInvest Universal. Bei ihm sind 75% der Anteile in Renten (Euro) und 25% in europäische Aktien investiert – was Dir eine mittlere Renditen, bei geringer Schwankungsbreite bringt. Ein reiner Öko Rentenfonds ist der Sarasin Sustainable Bond Euro. Er ist ethisch-moralischen und ökologischen Prinzipien verpflichtet und schließt Kinderarbeit, Kernenergie, Chlor-Chemie, Tabak, Rüstung, Agrochemie und Gentechnik in der Landwirtschaft aus.

 

 

Klimaschutz Direktinvestments

 

 

Wenn Du nur ein Projekt oder ein Unternehmen mit Deinen Klima-Investments fördern möchtest, solltest Du Dich für ein Klimaschutz Direktinvestment entscheiden.

 

Dabei handelt es sich meist um einen AIF (Alternative-Investment-Fonds), bei denen Du über den Kauf der Firmenanteile zugleich ein Mitspracherecht erwirbst. Du bist für die Dauer der Laufzeit finanziell gebunden, da Du Deine Anteile nicht vorher veräußern darfst. Ein vorzeitige Rückgabe ist nicht mögliche, allerdings kann ein solcher Anteil über den Zweitmarkt verkauft werden.

 

Dein höheres Risiko wird mit einer stattlichen Rendite belohnt (etwa 150 bis 220% Gesamt-Rückzahlung inkl. Einlage sind üblich). Für Schnellentschlossene gibt es oft noch einen besonderen Bonus, den “Frühzeichnerbonus”

 

Mit dem Erwerb von Anteilen eines Klima-Schutz Direktinvestments kannst Du als Anleger direkten Einfluss auf die Umwelt nehmen. Du kannst Dir sogar das Projekt vor Ort anschauen und hast Einblick in die Tätigkeit der Projektgesellschaft.

 

Allerdings erwirbst Du damit auch ein Finanzprodukt ohne doppelte Absicherung. Meldet Dein Projekt Insolvenz an, bist Du durch keine Einlagen-Sicherung geschützt, wie es beispielsweise bei Öko Sparverträgen der Fall ist.

 

 

 

klimaschutz-gletscher-eismassen
Schmilzende Gletscher und Polkappen: dramatische Folgen des Klimawandels.

 

 

Die Öko Projekte werden von der Finanzaufsicht zwar immer stärker kontrolliert, bieten aber nicht die Sicherheit von Bankeinlagen oder Lebensversicherungen.

 

Der Klimafonds wird dann geschlossen, wenn die zur Durchführung des Klima-Schutz Projektes benötigte Geldsumme vorhanden ist. Danach kannst Du mit regelmäßigen Ausschüttungen und der Rückzahlung Deiner Investition rechnen.

 

Um trotz des erhöhten Risikos auf der sichereren Seite zu sein, solltest Du nur in bewährte Anbieter investieren und solche mit robuster und langlebiger Technologie (Wasserkraftwerke, Windkraftanlagen, Photovoltaik, Eisenbahnen, grüne Immobilien, etc.).

 

Außerdem ist es für Dein Geld sicherer, wenn der Anbieter am Standort bereits Strom erzeugt, da dann das Risiko der Genehmigung, Standort-Erschließung etc. entfällt. Um ganz sicher zu gehen, kannst Du Dir unabhängige Bewertungen im Internet anschauen (Eco-Reporter). Auf Projekte, die Dir lediglich als Gegenleistung für Dein Klima-Investment Genussrechte anbieten (Negativ-Beispiel Prokon) solltest Du in Deinem eigenen Interesse besser verzichten.

 

Attraktiv für viele ökologisch und nachhaltig orientierte Anleger sind Klima-Schutz Direktinvestments, weil sie einen festgelegten Kaufpreis und Rückkaufpreis, eine garantierte Ausschüttung, relativ kurze Laufzeiten und einen attraktiven Gesamt-Mittel-Rückfluss bieten. Der Frühzeichner-Bonus liegt oft bei 3% und wird erstmals kurz nach der Einzahlung des Geldbetrages gutgeschrieben. Die Agio liegt bei 5%. Windenergie-Parks, Solaranlage-Kraftwerke und Wasserkraft-Werke bieten durch ihre staatlichen Abnahmegarantien eine höhere finanzielle Sicherheit als beispielsweise die ebenfalls renditeträchtigen nachhaltigen Holzinvestments.

 

Bei Projekten im Ausland ist teilweise mit Steuervorteilen zu rechnen. Steht der Windpark zum Beispiel auf französischem Territorium, musst Du wegen des deutsch-französischen Doppelbesteuerungsabkommens bei entsprechend konzipierten Projekten so gut wie keine Steuern zahlen.

 

Investierst Du Dein Geld in Klima-Schutz Direktinvestments, bei denen der Projekt-Träger zwei verschiedene Erneuerbare Energie-Anlagen plant bzw. betreibt (z.B. Windpark und Solarenergie-Park), erhöht sich für Dich als Anleger die Sicherheit.

 

Eine geringere Mindesteinlage-Summe haben Holz Klima-Investments. Derartige Direktinvestment Projekte befinden sich meist im Ausland. Zum Beispiel kauft kauft oder pachtet die Projektgesellschaft landwirtschaftliche Flächen zur Aufforstung schnellwachsender Holzsorten. Nach etwa 6 Jahren werden die Bäume dann geerntet und zu Hackschnitzeln zum umweltfreundlichen Heizen verarbeitet.

 

Auf diese Weise wird der Naturwald geschont. Oder man verkauft sie an andere Unternehmen wie Möbelhersteller oder die Papierindustrie. Da die Projektgesellschaft sämtliche Arbeiten in eigener Regie durchführt (auch das Fällen) spart sie Geld – was wiederum dem Anleger zugute kommt.

 

 

Ökologische Rentenversicherungen

 

 

Auch Deine Altersversorgung kannst Du mit einem Klima-Investment aufstocken. Anbieter von Öko-Rentenversicherungen gehen bei der Vergabe von Krediten nach denselben Kriterien wie Fonds-Gesellschaften vor. Die wohl nachhaltigste Rentenversicherung am Markt ist das Produkt oeco capital, das von der Concordia Versicherungen angeboten wird. Oeco Capital investiert zu 100% nach ökologischen und sozialen Kriterien und wird dabei von einem ökologischen Beirat kontrolliert.

 

Alle oeco capital Rentenversicherungen bieten eine garantierte Mindestrente und eine Überschussbeteiligung. Basis-Rente und Förder-Rente werden staatlich bezuschusst (Rürup bzw. Riester-Modell). Der Anleger kann die Beiträge entsprechend seiner jeweiligen finanziellen Situation flexibel gestalten und erhält mit Erreichen des selbst gewählten Renten-Eintrittsalters seine Rente.

 

Außerdem kann er einen Pflege-Baustein wählen: Ist er zu Beginn der Rentenzahlung ein Pflegefall, erhält er eine höhere Rente. Bei oeco capital wird keine Gesundheitsprüfung und auch keine Nachprüfung durchgeführt.

 

Außerdem bietet oeco capital noch eine Direktversicherungs-Rente an, bei der der Arbeitnehmer einen Teil seines Lohns in die Versicherung einzahlt. Sie gilt als betriebliche Altersversorgung und kann um den Pflegebaustein und eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsrente erweitert werden.

 

 

meine-geldanlage-finden



12. Januar 2016

Das gesamte Leben nachhaltig zu organisieren ist schon längst mehr kein reiner Trend, sondern ein Lebensgefühl, das Einzug in beinahe alle Wirtschaftsbereiche gehalten hat. Es geht mittlerweile nicht mehr nur um eine bewusste Ernährung oder umweltverträgliche Energie, sondern auch um die nachhaltige Produktion von Kleidung, Elektromobilität oder Energieeffizienz. Aber nicht nur die natürlichen Ressourcen sollen geschont werden. Unternehmen, die wirklich nachhaltig wirtschaften, beachten auch Standards bei Rechten von Arbeitern und sorgen für eine bessere Sicherheit bei der Produktion.
Konsumenten nehmen diese Angebote sehr gerne an, denn häufig beruhigt der Kauf von Produkten, die auf diese Weise hergestellt wurden, nicht nur das Gewissen, sondern die Qualität ist auch besser. Aus diesem Grund werden nachhaltig agierende Unternehmen auch mit immer höheren Gewinnen belohnt. Was liegt da näher an diesem Erfolg zu partizipieren und das eigene Vermögen ebenfalls nachhaltig zu investieren?

 

Strom aus Erneuerbaren Energien (Biomasse)Wie Du Dir ein Portfolio erstellst, das zu einer nachhaltigen Geldanlage wird erfährst Du in diesem Artikel. Dabei geht es nicht nur um eine reine Klimaschutz Geldanlage, sondern um alle Bereiche, die Dir den Aufbau einer erfolgreichen, und für alle Beteiligten fairen, Strategie ermöglichen.

 

Banken, die nachhaltig für Dich investieren

 

Der einfachste Weg eine nachhaltige Geldanlage umzusetzen ist die Inanspruchnahme der Dienste einer spezialisierten Bank. Auf diesem Sektor findest Du verschiedene Modelle. Angefangen von Banken, die Klimaschutz Investments für Dich umsetzen, bis hin zu vollständigen Ethik-Banken, die all ihre Produkte so entwickeln, dass nur nachhaltig handelnde Unternehmen Berücksichtigung im Portfolio finden.

 

Bevor Du nun jedoch das Angebot der erstbesten Bank annimmst, solltest Du Dir klarmachen, welche Anforderungen Du an Deine nachhaltige Geldanlage hast. Wenn Dir reine Klimaschutz Investments zu wenig sind, dann macht es keinen Sinn einen Finanzdienstleister auszuwählen, der sich nur hierauf spezialisiert. Die bessere Wahl wäre in diesem Fall eine Ethik-Bank, die alle Bereiche abdecken kann. Solche Banken werden Dir Investitionsmöglichkeiten zeigen, die weit über die Klimaschutz Geldanlage hinausgehen und nur solche Aktien oder Anleihen empfehlen, die von Unternehmen stammen, die nachweislich ressourcenschonend und arbeitnehmerfreundlich agieren.

 

Weiterer Vorteil: Du ersparst Dir die lange Suche nach den richtigen Geldanlagen und kannst Dir sicher sein, dass Deine ausgewählte Bank einen umfassenden Einblick in die jeweiligen Geschäftsmodelle hat.

 

Da Du aber natürlich auch an einer guten Rendite interessiert bist, werden Dir erfahrene Anlagespezialisten erklären, wie sich Dein Portfolio zusammensetzen sollte, damit Du Deine Ziele mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erreichst. Für diese Dienstleistung musst Du aber natürlich in der Regel weitere Kosten einkalkulieren. Denn meist wird die Expertise der Fachleute durch eine Beratungsgebühr finanziert, die entweder einen bestimmten Prozentsatz der investierten Summe ausmacht oder, je nach Erfolg der Investition, variabel ist.

 

Indizes – leichter Einstieg in die nachhaltige Geldanlage

 

Solltest Du auf die Beratung durch eine spezialisierte Bank verzichten, kannst Du natürlich auch selbst eine passende Strategie für Deine nachhaltige Geldanlage entwickeln. Der einfachste Weg hiermit zu beginnen ist die Auswahl der passenden Indizes. In diesen Indizes werden alle Aktien abgebildet, die von Unternehmen ausgegeben werden, die nachweislich vorbildlich und ökologisch handeln. Es gibt Indizes, die eine reine Klimaschutz Geldanlage ermöglichen, zum Beispiel den Natur-Aktien-Index, aber auch solche, die breiter aufgestellt sind.

 

Du wirst jedoch feststellen, dass die meisten Indizes sich auf die Bereiche der nachhaltigen Energiegewinnung und saubere Technologien beschränken. Der Grund hierfür ist simpel: Es ist wesentlich einfacher Werte festzulegen, die Unternehmen erfüllen müssen, damit sie aufgenommen werden. Bedeutend schwieriger wird es beispielsweise, wenn man versucht einen Index aufzubauen, der Unternehmen berücksichtigt, die sich für gute Arbeitsbedingungen bei der Produktion ihrer Güter einsetzen.

 

Nachhaltige Geldanlagen: meist einfacher als sonstiger Klimaschutz
Nachhaltige Geldanlagen: meist einfacher als sonstiger Klimaschutz

Dies würde eine laufende Überwachung vor Ort nötig machen und damit einen hohen organisatorischen Aufwand bedeuten. Viel leichter ist es da für die Herausgeber der Indizes Messwerte, etwa im Bereich des Schadstoffausstoßes, festzulegen und diese regelmäßig zu überprüfen.

 

Apropos Messwerte: Bevor Du einen Index auswählst, der Dich auf den ersten Blick anspricht, solltest Du unbedingt überprüfen, welche Kriterien der Auswahl der Aktien zugrunde liegen. Es gibt nämlich Indizes, die auch Unternehmen aufnehmen, die augenscheinlich nicht besonders nachhaltig agieren. Dies liegt häufig daran, dass diese Firmen zwar in ihrem jeweiligen Geschäftsbereich gute Werte vorweisen können, allgemein betrachtet aber nicht unter die angelegten Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften fallen würden.

 

Wenn Du solche Überraschungen vermeiden möchtest, musst Du zum einen überprüfen, nach welchen Kriterien die Unternehmen ausgewählt sind und zum anderen die Firmen und das jeweilige Verhalten selbst untersuchen. Das erfordert zwar einigen Aufwand, gibt Dir aber die Gewissheit, dass Du tatsächlich Klimaschutz Investments oder ähnliches tätigst.

 

Aktien – zielgenau nachhaltig investieren und Rendite optimieren

 

An dieser Stelle fragt man sich jetzt natürlich, wozu man Indizes überhaupt nutzen kann, wenn man ohnehin die einzelnen Unternehmen untersuchen sollte. Diese Frage ist berechtigt, aber es gibt eine einfache Antwort: Indizes, die es ermöglichen Unternehmen zu finden, die für Klimaschutz Investments oder allgemein die nachhaltige Geldanlage geeignet sind, sind eine hervorragende Grundlage zur weiteren Arbeit. Hier findest Du bereits vorgefiltert die Unternehmen, die für Deine Strategie in Frage kommen.

 

Gut integriert: Solarkraftwerk in Bergen
Gut integriert: Solarkraftwerk in Bergen

Nun überlegt man sich in einem nächsten Schritt, welche Anforderungen man hat. Möchte man eine Klimaschutz Geldanlage entwickeln oder doch lieber in Unternehmen investieren, die sich für faire Arbeitsbedingungen einsetzen? Oder vielleicht sogar beides? Welche Rendite erwartet man und wie viel Risiko kann man selbst noch vertreten? Erst wenn man diese und andere Fragen beantwortet hat, sollte man die passenden Aktien auswählen.

 

Du musst Dich hier nicht unnötig einschränken. Am besten nimmst Du Dir ein wenig Zeit und filterst die Indizes nach den passenden Werten. Nachteil dieser Strategie ist natürlich, dass Du Dir ein gewisses Grundwissen im Umgang mit Aktien aneignen musst. Du solltest zumindest Grundkenntnisse darüber haben, wie Du stabile Unternehmen erkennst, damit Du Dein Risiko einschätzen kannst. Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann kannst Du unabhängig agieren und Dir ein passendes Portfolio aus einzelnen Aktien zusammenstellen, das genau auf Deine Wünsche zutrifft. Ebenfalls positiv: Du musst keine Gebühren an Berater zahlen und erhöhst so Deine Rendite.

 

Tipp: Ein guter Beginn ist es, wenn man sich auf die Marktführer in den einzelnen Branchen, also etwa Solar, Windkraft, etc., konzentriert. Diese bestehen häufig schon lange im Wettbewerb und bergen ein kleineres Risiko.

 

Wie man die richtigen Aktien findet

 

An dieser Stelle wollen wir kurz innehalten und zunächst überlegen, welche Branchen sich für Deine nachhaltige Geldanlage überhaupt eignen. Schließlich haben wir bisher immer davon gesprochen, dass Du Dir geeignete Unternehmen aussuchen sollst. Wie aber kann man die richtigen Firmen bewerten und finden? Um dies zu schaffen, kann man verschiedene Ansätze verfolgen. Grundsätzlich solltest Du jedoch folgende drei Punkte in jedem Fall beachten:

1. Welche Ansprüche soll das Unternehmen erfüllen, in das ich investiere? Genügen mir reine Klimaschutz Investments oder sind mir faire Produktions- und Arbeitsbedingungen ebenfalls wichtig?
2. Welche Branchen kommen überhaupt in Frage? Kann ich einzelne Geschäftsfelder von Anfang an ausschließen? Bei einer Klimaschutz Geldanlage wäre es beispielsweise naheliegend, dass man nicht in Unternehmen investiert, die Öl fördern.
3. Welches Risiko kann ich eingehen und welche Rendite möchte ich erreichen?

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend für Deinen finanziellen Erfolg. Du solltest untersuchen, wie hoch die durchschnittliche Rendite eines Indizes oder einer Branche ist und dies mit Deinen eigenen Zielen abgleichen. Auch das Risiko darf keinesfalls vernachlässigt werden, denn gerade im Bereich innovativer Technologien kann man viel Geld verdienen, aber auch einen großen Teil des eigenen Kapitals verlieren, wenn sich ein Geschäftsmodell nicht durchsetzen sollte.

Bist Du Dir über Deine Erwartungen im Klaren und hast Branchen ausgeschlossen, die absolut nicht in Frage kommen, kannst Du den nächsten Schritt gehen und Dein zukünftiges Investitionsfeld eingrenzen. Ein Beispiel: Wenn Du an Klimaschutz Investments interessiert bist, suchst Du alle Geschäftsfelder, die zu diesem Bereich gehören. Dies wären etwa Solar, Windenergie, Geothermie, aber auch Brennstoffzellen. Je nach Risikoneigung wählst Du nun Unternehmen aus, die besonders stabil sind oder Dir eine hohe Rendite versprechen.

 

Fonds und Zertifikate – breit investieren, Risiko senken

 

Wenn Dir all das aber nun zu kompliziert ist, Du zu wenig Zeit hast Dich in die Materie einzuarbeiten oder Dich lieber auf die Kompetenz von Experten verlassen möchtest, gibt es zu dem vorgestellten Vorgehen natürlich auch noch gute Alternativen. Fonds und Zertifikate beinhalten Aktien, die nach vorgegebenen Kriterien ausgewählt wurden und nun aktiv von einem Manager betreut werden. Dieser kauft, je nach Marktlage, entsprechende Werte hinzu oder stößt diese ab und trägt so dazu bei, dass die Wertentwicklung insgesamt berechenbar bleibt.

 

Windkraft: Erneuerbare Energie Nummer 1 in Deutschland
Windkraft: Erneuerbare Energie Nummer 1 in Deutschland

Wichtig ist, dass Du Dir im Vorfeld ansiehst, nach welchen Kriterien die Einzelwerte ausgesucht werden, damit Du hinterher nicht feststellen musst, dass Du von Gewinnen eines Unternehmens profitierst, das Du gar nicht unterstützen wolltest.

 

Im Gegensatz zu ETF’s, auf die wir gleich noch eingehen werden, haben Fonds und Zertifikate den Vorteil, dass sie nicht alle Aktien eines Index beinhalten müssen. Die Selektion der Einzelwerte ist hier also wesentlich genauer, was zu einem höheren Standard Deiner nachhaltigen Geldanlage genauso beitragen kann wie zum richtigen Chancen-Risiko-Profil.

 

Mittlerweile hast Du eine große Auswahl an Fonds und Zertifikate, aus denen Du die richtigen aussuchen kannst. Das Angebot reicht von der reinen Klimaschutz Geldanlage, etwa beim Sarasin New Energy Fund, über Anlagen in neue Technologien, zum Beispiel beim Ecology-Fund, bis hin zu breiter gestreuten ethischen Investments, wie etwa im Ökoinvest Index Zertifikat.

 

ETF – nicht nur für Einsteiger in die nachhaltige Geldanlage geeignet

 

Die wohl einfachste Art mit Klimaschutz Investments oder anderen ethischen und ökologischen Geldanlagen zu beginnen, ist die Nutzung von ETF’s. Diese bilden einen bestimmten Index 1:1 ab, was zwei Vorteile hat:

1. Ein ETF ist weniger anfällig für Kursschwankungen als die Auswahl einzelner Aktien, denn eine breite Streuung innerhalb eines Index sorgt dafür, dass der Wertverlust einer Aktie durch den Wertanstieg einer anderen ausgeglichen werden kann.
2. Du zahlst weniger Gebühren als bei einem Fonds, der aktiv gemanagt werden muss.

Aber natürlich hat ein solcher ETF auch Nachteile. Der erste ist Dir bereits bekannt: Da ein ETF einen Index vollständig abbildet, gelten die gleichen Probleme, die wir auch schon bei den Indizes angesprochen haben. Du musst also im Vorfeld genau untersuchen, ob die Kriterien zur Auswahl der Einzeltitel Deinen Ansprüchen genügen. Zudem kann es zum Problem werden, wenn sich ein Index zu sehr auf eine einzelne Branche konzentriert, denn dann werden Kursschwankungen seltener ausgeglichen, schließlich leiden meist alle Unternehmen einer Branche, wenn diese insgesamt Schwierigkeiten hat.
Du solltest einen ETF also nur dann auswählen, wenn Du mit den Kriterien des Index zufrieden bist, der dem ETF als Basis dient. Ist dies der Fall und Du kannst erkennen, dass der ETF in der Vergangenheit eine stabile Rendite erbracht hat, eignet sich dieses Finanzinstrument jedoch hervorragend als Einstieg in die Welt der nachhaltigen Geldanlage oder als Erweiterung für Dein Portfolio.

 

Grüne Altersvorsorge

 

Zuletzt werfen wir noch einen kurzen Blick auf ein relativ neues Konzept: grüne Altersvorsorge oder auch grüne Rente genannt. Die Grundidee hinter dieser Anlagestrategie ist einfach: Investiert wird in allen Anlageklassen, die wir bisher kennengelernt haben und das nach strengen Richtlinien, die nachhaltigen Standards genügen. Großer Vorteil dabei: Bei vielen Anbietern kannst Du aktiv an der Gestaltung der Kriterien teilhaben. Ein Berater wird Dir dann entsprechende Angebote machen und Dir erklären, in welche Branchen und Unternehmen er mit welchen Finanzprodukten investieren möchte. Etwas weniger transparent, aber wesentlich einfacher sind vorgefertigte Produkte. Diese investieren Deine Beiträge zur privaten Altersvorsorge automatisch in bestimmte Finanzprodukte. Hier musst Du Dich im Vorfeld aber genau informieren, denn bei einigen Anbietern wird lediglich nach dem Best of Class Ansatz investiert. Dies bedeutet, dass Aktien eines Unternehmens erworben werden, das in seiner Branche positiver agiert als die Mitbewerber, muss allerdings nicht bedeuten, dass die Branche an sich nachhaltig ist.

Weitere Möglichkeit für Klimaschutz-Investments als Altersvorsorge oder allgemein nachhaltige zusätzliche Rente sind die folgenden beiden Konzepte:

1. Investition nach einer Negativliste: Dieses Vorgehen ist weniger streng und schließt lediglich Unternehmen aus, die gegen festgelegte Grundsätze verstoßen.
2. Investition nach einer Positivliste: Hier werden Unternehmen aktiv nach festgelegten Kriterien ausgewählt. Für eine Klimaschutz Geldanlage könnte dies also bedeuten, dass keine Treibhausgase emittiert werden dürfen.

Mit grünen Renten erhältst Du also die Chance mit gutem Gewissen langfristig für Dein Alter vorzusorgen. Entscheide Dich einfach für eine der drei vorgestellten Vorgehensweisen und lasse Dir dann die passenden Produkte von einem professionellen Berater vermitteln. Das spart Zeit und Du kannst sicher sein, dass Deine Altersvorsorge nachhaltig erwirtschaftet wurde.

Du hast in diesem Artikel verschiedenste Möglichkeiten kennengelernt, wie Du klimaschonend investieren oder allgemein nachhaltige Geldanlagen betreiben kannst. Behalte immer im Hinterkopf, dass es wichtig ist Dir selbst klarzumachen, welche Ansprüche Du an eine solche Strategie hast. Erst dann kannst Du zuverlässig selbst überprüfen, ob die entsprechenden Finanzprodukte zu Dir und Deinen Zielen passen. Außerdem hast Du so die Chance einem geübten Berater klar zu sagen, was für Dich in Frage kommt und was Du ausschließt, damit dieser Dir dann ein perfektes Portfolio für Deine Klimaschutz-Geldanlage oder ethische Investitionen zusammenstellen kann.

 

 

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