Umweltschutz


4. Mai 2018

Zusammenfassung: Man kann es drehen und wenden, wie man will: Fossile Brennstoffe sind endlich und die Energiewende muss gelingen. Auch im eigenen Keller. Mit nachhaltigem Energiemanagement und moderner Heiztechnik kann jeder zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen beitragen.

 

 

Die Uhr tickt. Im Jahr 2020 soll im Rahmen der Klimaschutzziele der Bundesregierung der Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber 1990 um mindestens 40 % sinken. Um dies zu erreichen, umfasst das „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ Maßnahmen in vielen Bereichen wie z. B. in Industrie und Landwirtschaft, in der Abfallwirtschaft, im Verkehrssektor u. v. m. Bis zu 78 Millionen Tonnen Treibhausgase können so künftig eingespart werden.

 

Und natürlich geht es auch um Gebäude, genauer gesagt um deren Energieeffizienz. Insgesamt liegt das geschätzte Einsparpotenzial hier bei ca. 30 Millionen Tonnen Treibhausgase. Besonders spannend ist ein Blick in den Wärmemarkt, denn um wirklich CO2 einzusparen, muss die Energiewende auch in den Heizungskellern der Republik ankommen.

 

 



23. März 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Nach dem langen Winter macht der Frühling jetzt wieder mehr Lust auf Bewegung und Sport. Wer einen nachhaltigen Lebensstil pflegt, sollte auch in diesem Bereich seine hohen Ansprüche nicht unnötig runterschrauben. Mit dem Auto ins nahegelegene Fitness-Studio fahren oder ein Skiurlaub am Gletscher bringen vielleicht Deine Fitnesswerte wieder nach oben – dem Klima gegenüber ist es jedoch ein mehr als unsportliches Verhalten. 7 Tipps geben dir Anregungen für mehr Nachhaltigkeit im Sport.” ]

 

 

Bewegung an der frischen Luft weckt die Lebensgeister.

Kaum locken die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings, regen sich wieder die Lebensgeister. Wer sich für das neue Jahr vorgenommen hat, mehr Sport zu treiben und gesünder zu leben, hatte vielleicht bis jetzt noch keine besondere Lust mit dem Programm zu starten. Der Frühlingsbeginn ist aber auch noch eine gute Gelegenheit damit anzufangen. Schließlich müssen ja auch die Rahmenbedingungen stimmen!

 

 

Nachhaltig Sport treiben

Sport ist gesund, steigert das allgemeine Wohlbefinden und tut der Seele gut. Wenn die Bewegung an der frischen Luft stattfindet, werden Kreislauf und Durchblutung angeregt und die Immunabwehr des Körpers gestärkt. Licht und Sonne regen die Vitamin D-Produktion an – wichtig für gesunde Knochen und um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und einige Krebsarten zu senken. Klingt alles gut? – Ist es auch!

 

Wenn Du allerdings unter Sport verstehst, mit dem Auto zum Fitness-Studio um die Ecke zu fahren, Du für ein Ski-Wochenende mehrere 100 Kilometer auf der Autobahn zurücklegst oder Deine innere Ruhe nur beim Wellness-Urlaub auf Bali findest, sieht die Bilanz schon wieder ganz anders aus: Der motorisierte Individualverkehr – sprich Autofahren – und Flugreisen belasten das Klima sehr stark und auch der Massentourismus in Skigebieten hat bereits viele irreparable Schäden in der Natur hinterlassen. Nachhaltig Sport treiben bedeutet daher auch, ein „Fairplay“ mit Umwelt und Klima.

 

 

7 Tipps für Fitness mit „Fun“ und Verantwortung

  1. Saisonaler Sport

Bei Lebensmitteln schon ein Klassiker der Nachhaltigkeitsratschläge: Immer saisonales Obst und Gemüse kaufen! Denn ein Apfel, der aus Südamerika anreist, hat gewaltige Mengen an klimaschädlichem CO2 produziert. Das gleiche gilt für saisonalen Sport: Wer im Winter Schlittschuh läuft verbraucht nicht übermäßig Ressourcen. Wer aber in den heißen Sommermonaten auf eine aufwändig gekühlte Kunsteisbahn abfährt, heizt das Klima unnötig auf.

 

 

  1. Skifahren – Lange Anreise, zerstörte Bergwelt?

Zwei Spuren im Schnee hinterlassen auch einen tiefen ökologischen Fußabdruck.

Wie belastend Skifahren für Umwelt du Klima ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Da ist zunächst einmal der Anreiseweg: Wer in der Nähe von Skigebieten aufgewachsen ist und den Sport von Kindesbeinen an betreibt, wird sich mit einer Ski-Abstinenz sicher schwer tun. Hier entlasten jedoch auch zwei Aspekte: Zum einen entfällt eine lange und CO2-intensive Anreise, zum anderen greift hier auch die Devise „schützen, was man liebt“. Viele Anwohner von Skigebieten haben ein vitales Interesse am Erhalt „ihrer“ Bergwelt.

 

Entsprechend haben verschiedene europäische Skigebiete Nachhaltigkeitsprogramme entwickelt. Eine zentrale Rolle spielt hier auch das klimaverträgliche Management der notwendigen Infrastruktur vor Ort.

 

So will die beliebte deutsche Skiregion Garmisch-Partenkirchen im Rahmen ihrer „Nachhaltigkeitsstrategie 2020“ die CO2-Emissionen spürbar reduzieren. Dabei setzt die Gemeinde auf den Einsatz Erneuerbarer Energien und einer verstärkten Energieeffizienz. Eine ähnliche Strategie fährt das italienische Skigebiet San Martino di Castrozza-Rolle, Trentino, das seinen Strom komplett aus Wasserkraftwerken bezieht. So spart San Martino jährlich 25.000 Tonnen CO2 ein. Außerdem fördert die Region eine klimafreundliche Mobilität. Wer mit einem Elektrofahrzeug anreist, findet dort kostenlose Ladestationen. Eine Anreise mit der Bahn ist generell klimafreundlicher, aber nicht immer so leicht zu bewältigen. Hier setzen die Nachhaltigkeitspläne der Skiregion Plan de Corones in Südtirol an. Das Gebiet ist mit dem Zug gut zu erreichen, auch sind die einzelnen Orte untereinander mit einem gut vertakteten Busverkehr vernetzt. Was den öffentlichen Personenverkehr anbelangt, ist die Schweiz schon lange ein Vorbild. Nun setzt die Graubündner Gemeinde Tenna dazu auf Sonnenenergie und betreibt ihre Liftanalgen komplett mit einer eigenen Photovoltaikanlage.

 

 

  1. Wenn Skifahren, dann am liebsten so:

  • Verzichte auf kurze Wochenendtrips und setze Deine Aufenthaltsdauer in ein vernünftiges Verhältnis mit dem Anreiseweg, Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern letztlich auch Du – schließlich ist eine lange Abreise nicht unbedingt erholsam.
  • Achte auf nachhaltige Skiregionen und auf Dein eigenes Verhalten in der Natur.
  • Übrigens: Langlauf ist bei weitem weniger invasiv für die Bergwelt und ist ein sehr wirksamer und anspruchsvoller Sport, der nahezu alle Muskelgruppen trainiert.

 

 

  1. Vorsicht Etikettenschwindel: Motorsport

Nicht schweißtreibend aber entspannend und klimafreundlich.

Beim Motorsport verhält es sich wie bei der Werbeaussage für Bonbons: „gesunde Vitamine naschen“ – es stimmt, dass Vitamine im Produkt enthalten sind, jedoch auch jede Menge Zucker. Ähnlich sieht es beim Motorsport aus. Offiziell zählen die einzelnen Disziplinen zu den Sportarten. Und sicher werden hier  auch Geschicklichkeit und Konzentration trainiert – allerdings verursachen die Aktivitäten mit motobetriebenen Fahrzeugen durch  die aufwändigen „Sportgeräte“ und den entsprechenden CO2-Ausstoß eine miese Öko-Bilanz. Wer nachhaltig Sport treiben will, körperliche Anstrengung jedoch scheut, greift besser auch Schach oder Billard zurück – auch diese beiden Aktivitäten sind offizielle Sportarten und fördern die Konzentration.

 

 

  1. Sport in der Regionalliga – Sieh, das Gute liegt so nah

Studien haben jetzt belegt, dass lange Wege zum Sport demotivierend wirken. Wer nur einen kurzen Weg zum Verein, auf den Sportplatz oder in den Wald zurücklegen muss,  bleibt im Allgemeinen regelmäßig am Ball. Was gut gegen den „inneren Schweinhund“ wirkt, hilft auch der Umwelt.

 

Denn viele Sportarten belasten kaum das Klima – ungünstig wirkt sich jedoch immer die Autofahrt aus. Also auf Sportangebote in der Nachbarschaft achten, beim Spazieren, Walken und Joggen die nähere Umgebung erkunden oder den Aktionsradius durch eigenen Antrieb erweitern: Wer zum Fitness-Studio radelt, kommt schon aufgewärmt an. Auch Inliner, Skateboard & Co. machen viel Spaß und helfen fit, flexibel und umweltfreundlich zu bleiben.

 

  1. Apropos Fahrrad …

Faltbares E-Bike – flexible Mobilität.

Fahrräder gibt es seit 200 Jahren und ist noch immer modern. In Deutschland schwingt sich jeder 5. täglich aufs Rad. Der Anteil der Gelegenheitsradler liegt weit höher. Das ist gesund und entlastet die Umwelt. Die Auswahl an Fahrrädern ist breit. Vom einfachen Hollandrad, über Trekkingräder, diverse Rennräder und Mountainbikes ist nahezu für jeden Fitnessgrad das richtige Rad verfügbar. Besonderen Aufwind haben in den letzten Jahren Pedelecs erhalten. Anfangs in erster Linie von älteren Menschen bevorzugt, erfreuen sich die elektrischen Räder mittlerweile quer durch die Bevölkerung an Beliebtheit. Mittlerweile ist jedes 8. Rad, das verkauft wird, ein Fahrrad mit elektrischer Unterstützung. Positiv an dieser Entwicklung ist, dass moderne Fahrräder – mit und ohne elektrischer Unterstützung – vielen Menschen ermöglichen, klimaschonend und mit Freude fit und mobil zu sein. Je mehr Autokilometer durch das Rad ersetzt werden, umso besser für die Umwelt.

 

 

  1. Nach dem Winterschlaf kommt die Frühjahrsmüdigkeit …

Das persönliche Wohlbefinden steht über einer messbaren Fitness. Wer sich wenig aus Sport macht, muss deshalb kein Bewegungsmuffel sein und kann auch mit vielen einfachen Aktivitäten im Alltag gesund bleiben. Wer statt auf den Aufzug zu warten die Treppe nutzt, statt auf der Parkbank zu sitzen mit den Kindern tobt oder zur Musik im Radio tanzt, bringt auch seinen Kreislauf in Schwung und geht gut gelaunt in die helle Jahreszeit.

 

 

Wenig kann viel bewirken

Beim Sport gilt: Wenig ist besser als nichts. Auch mit moderater Bewegung kannst Du bereits einige Pluspunkte auf Deinem Gesundheitskonto verzeichnen. Auch wenn Du ursprünglich größere Pläne hattest – gib nicht auf. Auch wenn Du nicht gleich alles schaffst, was Du Dir vorgenommen hast.

 

Genauso wie Dein Sportprogramm solltest Du auch Deine Finanzplanung angehen. Ziele setzen, am Ball bleiben, nicht aufgeben und auf Nachhaltigkeit achten. Schließlich willst Du nicht nur Deine Zukunft sichern, sondern auch zum Erhalt des Planeten beitragen.

 

Beim Sport setzt Du auf einen Trainer, Coach oder Partner. Bei Deinen Finanzen steht Dir Klimafonds zur Seite. Der erfahrene Experte für ethische und ökologische Geldanlagen berät Dich umfassend und kompetent.

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


15. März 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: „America first“ – das gilt leider nicht im Klimaschutz und in der Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Die Vereinigten Staaten rangieren hier auf Platz 25 – hinter vielen Ländern Europas. Dabei spielen nicht nur das geringe Engagement beim Ausbau Erneuerbarer Energien und der hemmungslose Konsum eine Rolle. Der SDG-Index, der die Zielerreichung der einzelnen Staaten bewertet, weist auch Mängel in den Bereichen Gleichberechtigung und in der Bekämpfung der Armut im Land aus. Es bleibt abzuwarten, wie sich die USA unter Donald Trump weiter entwickeln wird.” ]

 

 

USA – Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Gegensätze.

„America first“ – der mittlerweile schon historische Ausspruch des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump trifft die Realität nicht in allen Punkten. Zum Beispiel bei der Erreichung der 2016 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der Staatengemeinschaft. Hier belegen die USA zwar einen soliden 25. Platz, spielen aber absolut nicht in der ersten Liga mit. Dort hat das „alte Europa“ die Nase vorn. Allen voran Skandinavien (Teil 1 unserer Serie) sowie der deutschsprachige Wirtschaftsraum (Teil 2 unserer Serie). Im dritten Teil unserer Serie „Nachhaltige Staaten“ geht unser Blick daher über den Atlantik. Hier beleuchten wir diesmal besonders die Energie- und Klimapolitik der USA, die durch den Trump-Ausspruch von der „Klimalüge“ verstärkt in das allgemeine Interesse gerückt ist.

 

 

„Wait and see“ statt „Yes we can“?

Platz 25 im Nachhaltigkeits-Index für die USA ist durchaus problematisch, denn bei den vereinbarten 17 Zielen  der Vereinten Nationen, sind die Mitgliedsstaaten nicht nur aufgefordert, Energiewirtschaft, Stadtentwicklung und Konsum nachhaltiger zu gestalten – Themenfelder, in denen das Engagement der USA sicher noch stark ausbaufähig ist. Es geht aber auch um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Chancengleichheit und Bildung. Außerdem sind Anstrengungen in Sachen Klimaschutz gefordert sowie die Sicherung der Ernährung, dem Zugang zu sauberem Wasser und Schutz der Umwelt und der Meere. Diese Ziele sollen alle UN-Staaten bis zum Jahr 2030 erreichen, um unsere Lebensgrundlagen auch für die kommenden Generationen zu bewahren.

 

Die Erreichung vieler dieser Nachhaltigkeitsziele sollte den USA eigentlich nicht schwer fallen. Auf dem Ampelsystem des SDG-Index steht allerdings aktuell die Ampel nur in 2 der 17 Teilbereiche auf „grün“, nämlich beim „Zugang zu sauberem Trinkwasser“ sowie im Bereich „Industrie, Innovation und Infrastruktur“. 3 Ampeln bescheinigen mit „gelb“ eine mittelmäßige Zielerreichung in den Bereichen „Bildung“, „Gesundheit“ und „Nachhaltige Städte und Kommunen“. Die übrigen Signale stehen auf „rot“. Das bedeutet, dass Amerika noch einen hohen Aufholbedarf in Gerechtigkeits- und Umweltbelangen hat.

 

Allerdings besteht die Gefahr, dass sich die USA von dem inspirierenden „Yes we can“-Denken verstärkt in die Besitzstandswahrung und –mehrung zurückzieht. Dabei stellt ein Stillstand in der Nachhaltigkeitspolitik der USA eine echte Gefahr dar. Schließlich verantwortet das Land fast 16 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes und steht damit auf Platz 2 hinter China (28,21 Prozent). Ein Wirtschaften, das Folgen hinterlässt. Bereits jetzt verursacht der „American way of life“ den weltweit tiefsten ökologischen Fußabdruck.

 

 

Zwischen „einer unbequemen Wahrheit“ und der „Klimalüge“

Die USA werden seit Jahrzehnten mit Massenkonsum und Energieverschwendung assoziiert. Genauso lange warnen aber auch Vordenker aus den eigenen Reihen vor den Folgen.

 

Vorreiter war Ende der 70er Jahre der damalige US-Präsident und spätere Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter. Seine Umweltstudie „Global 2000 – Zeit zum Handeln“ erregte weltweites aufsehen und ergänzte die 1972 erschienene Studie des Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“. Carters „Global 2000“ gab eine umfassende Prognose der weltweiten Entwicklung bis zum Jahr 2000 und gilt noch heute als eines der wichtigsten Veröffentlichungen in diesem Bereich. Die Studie warnte vor einer Bevölkerungsexplosion, tiefgreifenden Umweltproblemen und den Folgen des zunehmenden Treibhauseffekts und einer damit einhergehenden Veränderung des Klimas.

 

Vor den extremen Gefahren der Erderwärmung warnte in den 90er Jahren auch US-Vizepräsident Al Gore. In seinem Buch „Eine unbequeme Wahrheit“  befasste sich Gore ausführlich mit den Folgen eines ungehemmten CO2-Ausstoßes und warnte eindringlich vor den Gefahren der extrem ungleichen Verteilung von Ressourcen weltweit. Gore wurde für sein Engagement ebenfalls mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und erhielt für die Verfilmung seines Werkes den begehrten Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“.

 

Auch in der jüngsten Vergangenheit haben sich die USA nicht dem Thema Klimakrise verschlossen. US-Schauspieler Leonardo DiCaprio reiste als UN-Friedensbotschafter um die Welt, um Politiker, Wissenschaftler und Menschen, die direkt vom Klimawandel betroffen sind zu befragen. In Dokumentarfilm „Before the Flood“ zeigt der Filmstar und Umweltaktivist zahlreiche Beispiele für die klimabedingten Veränderungen auf der Erde und zeigt auch positive Projekte zur klimafreundlichen Energiegewinnung. Ein Thema, das auch dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama nicht gleichgültig war. Mit dem „Clean Power Plan“ setzte er während seiner Amtszeit strenge Grenzwerte für die CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken fest.

 

Das vielfältige Engagement zeigt, dass vielen Menschen in den USA die weitere Entwicklung der Welt wichtig ist und die Gefahren der aktuellen Entwicklung durchaus bekannt sind. Die Frage lautet jetzt, welchen Weg die USA unter dem neuen Präsidenten Trump einschlagen und welche Priorität dem Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen eingeräumt werden wird. Schließlich gilt Trump in den USA als Kohle-Lobbyist und hat während seines Wahlkampfes die Existenz einer globalen Klimakrise vehement geleugnet.

 

 

Quo Vadis US-Energiepolitik?

Klimapolitik in den USA – wohin geht die Reise?

Klimaschutz und Energiepolitik der USA beherrschen derzeit nicht die Berichterstattung über die USA. Vielmehr stehen aktuell außenpolitische Themen auf der Agenda weit oben. Welchen Weg die USA also zukünftig gehen werden, ist noch unklar. Als Unterzeichnerin des Pariser Abkommens zum Klimaschutz und UN-Mitglied, das den verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen verpflichtet ist, werden die USA über kurz oder lang nicht um Entscheidungen in der nationalen Klimaschutzpolitik umhin können und ihren Beitrag – als einer der Hauptemittenten – zur Dekarbonisierung leisten müssen.

 

Derzeit nehmen die Vereinigten Staaten von Amerika mit einem jährlichen Umsatz von 12.000 kWh pro Kopf den 10. Platz im weltweiten Energieverbrauch ein. Generell wäre das Land in der Lage, seinen Bedarf komplett aus eigenen Ressourcen zu decken. 81 Prozent der Energie wird aus fossilen Energieträgern erzeugt. Allen voran, mit einem Anteil von 36 Prozent, noch immer Erdöl. 29 Prozent werden durch Erdgas erzeugt, 16 Prozent aus Kohle. Atomenergie nimmt einen Anteil von 9 Prozent ein. Lediglich 10 Prozent der verbrauchten Energie stammt aus Erneuerbaren Quellen. Damit liegen die USA weit unter dem EU-Durchschnitt von derzeit 18 Prozent. Lichtblicke zeigen sich n einzelnen Bundesstaaten, die sich selbst freiwillige Ziele zum Ausbau Erneuerbarer Energien gesetzt haben. Was fehlt ist allerdings eine nationales Gesamtkonzept, um die Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser auf den Weg zu bringen.

 

 

Den Klimaschutz wieder groß machen

Nachhaltige Entwicklung benötigt einen politischen und gesellschaftlichen Rückhalt. Wenn Regierung, Interessengruppen und Menschen gleichermaßen hinter dem Konzept stehen, sind nachhaltige Maßnahmen umsetzbar und zeigen Erfolge.

 

Was in der Politik funktioniert, lässt sich auch auf Deine Finanzen anwenden. Wenn du weißt, was du willst, kannst du mit dem richtigen Partner Deine Anlagestrategie optimal umsetzen. Klimafonds unterstützt Dich bei Deiner nachhaltigen Geldanlage.

 

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



9. März 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Palmöl findet sich in nahezu jedem zweiten Supermarktprodukt. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Palmöl weltweit rapide an. Urwälder werden gerodet um Platz für gigantische Ölplantagen in Monokultur zu schaffen. Die Folgen: Bedrohung der Biodiversität, Vertreibung der Ureinwohner, Gefahr für das globale Klima. Die Lösung: Abschied vom Massenkonsum und Bevorzugung regionaler Lebensmittel.” ]

 

Früchte der Ölpalme – Monokultur auf verbrannter Erde.

Hast Du heute Morgen geduscht, Dich eingecremt, Müsli gegessen oder vielleicht ein Brot mit leckerer Schokoladenceme, noch vor dem Weggehen die Waschmaschine angeworfen? – Was immer Du heute schon getan hast, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Du mehrfach mit Palmöl zu tun hattest.

 

Das war vor einigen Jahren noch anders, durch die Dominanz weniger globaler Nahrungsmittel- und Kosmetikkonzerne hat Palmöl in relativ kurzer Zeit einen unvergleichlichen Siegeszug als Bestandteil von Lebensmitteln, Pflege-, Putz- und Waschmittel angetreten. Auf der Verliererseite stehen Klima und Umwelt, denn das vielseitige Palmöl wird meist nach Brandrodungen als Monokultur angebaut. Mit der Zerstörung tropischer Primärwälder gehen auch unzählige Tier- und Pflanzenarten zu Grunde. Höchste Zeit also, das Kleingedruckte auf den Lebensmittelverpackungen aufmerksamer zu studieren.

 

 

Die Palme – der neue Ölbaron

Lebensmittelskandale der letzten Jahre und ein allgemein gewachsenes Umweltbewusstsein haben dazu geführt, dass viele Verbraucher sich verstärkt dafür interessieren, was sie essen und was in den Produkten steckt, die sie täglich zur Körperpflege und für den Haushalt verwenden. NoGos waren dabei unter anderem Transfettsäuren, versteckte tierische Fette und Mineralöl. Palmöl als Ingredienz erregte dagegen kaum Misstrauen. Schließlich handelt es sich um einen pflanzlichen, also nachwachsenden natürlichen Rohstoff.

 

So weit, so gut – allerdings war kaum abzusehen, in welchem rasanten Tempo das Interesse der Industrie an Palmöl zunehmen würde. Palmöl hat einen Marktanteil von rund 30 Prozent und ist damit ein bedeutender Player im pflanzlichen Ölgeschäft. Aktuell werden jährlich etwa 56 Millionen Tonnen Palmöl produziert und weiter verarbeitet – und die Nachfrage steigt weiter an. Voraussichtlich wird sich der Bedarf an Palmöl in den kommenden 30 Jahren verdreifachen. Obwohl die Ölpalme sehr effizient ist werden für derartig gewaltige Mengen auch Anbaugebiete von gigantischem Ausmaß nötig sein.

 

 

Kleine Pflanzenkunde

Die Früchte der Ölpalme liefern das begehrte Palmöl.

Die Ölpalme ist ursprünglich in Afrika beheimatet und wird mittlerweile auch in Südamerika und Südostasien angebaut. Der Palmenbaum wächst bis zu 30 Meter hoch und trägt zwischen 3.000 du 6.000 Früchte. Aus dem Fruchtfleisch wird Palmöl, aus den Samen der Frucht Palmkernöl gewonnen. Mit der Kokospalme ist die Ölpalme verwandt.

 

Palmöl ist das zweitwichtigste pflanzliche Öl, Nummer eins ist aktuell noch Sojaöl. Sollte die Entwicklung des Palmöls jedoch ungebrochen so weitergeht wie bisher, kann die Ölpalme über kurz oder lang Soja den Rang ablaufen. Der wirtschaftliche Vorteil der Ölpalme ist ihre Ergiebigkeit. Für die gleiche Menge an Öl benötigt die Ölpalme gegenüber Soja lediglich ein Drittel der Anbaufläche. Noch ungünstiger fällt der Vergleich zu Raps aus, hier benötigen die Ölpalmen für den gleichen Ertrag nur ein Sechstel der Fläche. Durch den geringen Flächenbedarf ergibt sich ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil des Palmöls: es ist billig in der Produktion. Darüber hinaus ist Palmöl gut zu verarbeiten und ist temperaturunempfindlich.

 

Alle diese Eigenschaften machen den Tausendsassa unter den Ölen beliebt und begehrt. Verwendet wird das Palmöl zum größten Teil in der Nahrungsmittelindustrie, 68 Prozent der Ernte landen dort. Weitere 27 Prozent finden sich in Kosmetika, Putz- und Waschmittel wieder. Zu 5 Prozent wird Palmöl zur Produktion von Agrotreibstoffen verwendet, ein Feld, dass noch enormes Wachstumspotenzial birgt, denn die Nachfrage nach Bio-Sprit wird angesichts der limitierten Erdölvorräte weiter steigen.

 

 

Blick ins Supermarktregal

Vielleicht wunderst Du Dich über den hohen Anteil von Palmöl in Lebensmitteln. In der Tat gehen Umweltverbände davon aus, dass Palmöl mittlerweile in jedem zweiten Supermarktartikel enthalten ist. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe vieler Produkte bestätigt das. Dabei geht es nicht nur um die klassischen “Fettträger” wie Schokoaufstrich, Kuchen und Fertiggerichte. Palmöl findet sich auch in Müslis, Keksen und anderen Backwaren. In der Kosmetikabteilung ist das vielseitige Öl nicht nur Inhaltsstoff von Cremes und Lotionen, sondern auch von Duschgels und Shampoo. Selbst Waschmittel enthalten Tenside aus Palmöl, diese müssen dabei nicht einmal deklariert werden. Wenn Du jetzt denkst, dass die Omnipräsenz des Palmöls sich nur auf herkömmliche Marken bezieht und Du mit Bio-Produkten auf der sicheren Seite bist, hast du weit gefehlt. Palmöl ist wirklich überall!

 

 

Warum schädigt Palmöl das Klima?

Natürlich ist es nicht schön, in den Lebensmitteln versteckte Fette untergejubelt zu bekommen – aber was macht das Palmöl zum Klimakiller? Um die hohe Nachfrage nach Palmöl zu befriedigen, werden Ölpalmen als Monokultur auf großen Plantagen angebaut. Führende Palmöl-Produzenten sind aktuell Indonesien (53 Prozent) und Malaysia (36 Prozent). Aber auch West- und Zentralafrika, ursprüngliche Heimat der Ölpalmen, versuchen ein Stück vom Kuchen abzubekommen und bauen vermehrt Plantagen auf.

 

Traurige Tropen – Orang Utans gibt es bald nur noch im Zoo.

Die Palmöl-Plantagen entstehen dort, wo bis vor kurzem Urwaldgebiete mit einer reichen Vielfalt von Tieren und Pflanzen bestanden hat. Für das einträgliche Ölgeschäft werden die Regenwälder gerodet und trockengelegt. Damit verschwinden große biologische Lebensräume, zahlreiche Tier- und Pflanzenarten wandern auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

 

Durch das Verschwinden der Primärwälder entstehen Torfböden und das bis dahin in den Urwäldern gespeicherte Treibhausgas CO2 gelangt in die Atmosphäre. Zudem wird die ökologische Problematik verstärkt, da Rodung der Urwälder fast immer illegale Brandrodung bedeutet. Besonders betroffen sind die Urwälder auf Sumatra und Borneo. Damit hat sich Indonesien auf den traurigen dritten Platz der größten CO2-Emittenten weltweit hochgearbeitet, direkt hinter den USA und China. Die Umweltorganisation Greenpeace hat errechnet, dass die Urwaldflächen in Südostasien sich in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent verkleinert haben. Die Vernichtung der Wälder zerstört nicht nur den Lebensraum von Tieren und Pflanzen, auch Urwaldvölker verlieren ihre Lebensgrundlage und werden von ihrem Land vertrieben.

 

 

Nachhaltig konsumieren – nachhaltig investieren

Palmöl zu vermeiden ist nicht einfach. Selbst Bio-Produkte geben keine Garantie für eine klimafreundliche Herstellung, sondern bestätigen lediglich, dass keine Pestizide im Anbau verwendet wurden. Einige Hersteller versuchen allerdings die gesamte Herstellungskette transparent zu halten und nur Palmöl aus fairem und ökologischem Anbau außerhalb der brandgerodeten Flächen zu verwenden.

 

Wesentliche Ursache für das Ausmaß des schmierigen Palmölgeschäftes ist allerdings der Massenkonsum industriell gefertigter Lebensmittel und die damit verbundene Massenproduktion. Eine Nachfrage auf dem aktuellen Niveau kann kaum durch nachhaltige Anbauweisen erreicht werden.

 

Nachhaltiger Konsum muss nicht unbedingt Einschränkung bedeuten. Wenn Du auf regionale und handwerklich gefertigte Lebensmittel setzt, wirst Du sehr wahrscheinlich mehr Genuss erleben als mit den weltweit normierten Lebensmitteln der globalen Großkonzerne.

 

Individuelle Lösungen sind nicht nur bei der Auswahl der Lebensmittel von Bedeutung. Auch bei Deinen Finanzen solltest Du nicht auf Massenprodukte setzen. Klimafonds, Experte für nachhaltige Geldanlagen, hilft Dir Dein Geld so anzulegen, dass es Mensch, Umwelt, Klima und Dir gleichermaßen nutzt. Informieren Dich über unsere mehr als 300 ethische und ökologische Investments.

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 



2. März 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen in der Top Ten der nachhaltigen Staaten auf den Plätzen 5 bis 7, direkt hinter den Nachhaltigkeitssiegern Skandinaviens. Positiv bewertet werden Wirtschaftskraft, Demokratie, Bildung und Gleichberechtigung. Jedoch gibt es auch hier Optimierungsbedarf. Generell müssen noch Hausaufgaben in den Bereichen nachhaltiger Konsum und CO2-Reduzierung gemacht werden. Generell befinden sich die deutschsprachigen Europäer aber auf einem guten Weg.” ]

 

 

Deutschland, Österreich, Schweiz – Gemeinsame Sprache, gemeinsame Ziele, unterschiedliche Wege.

Eine weltweite nachhaltige Entwicklung aller Staaten. – Das ist das Ziel der Vereinten Nationen. Bis zum Jahr 2030 sind die Mitgliedsstaaten aufgefordert, tragfähige Strategien zu entwickeln und wirkungsvolle Maßnahmen umzusetzen, um die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen weiter zu gewährleisten. Mit der anspruchsvollen Zielsetzung soll der drohenden Klimakrise und der tiefen Kluft zwischen Arm und Reich entgegengewirkt werden

 

Zu den verabschiedeten 17 Zielen der UN zählen eine gesicherte Ernährung und der Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Überwindung extremer sozialer Ungerechtigkeit, Gleichberechtigung der Geschlechter, verbesserte Bildung und Chancengleichheit, Innovationskraft, wirtschaftliche Entwicklung, Klimaschutz sowie der Ausbau Erneuerbarer Energien.

 

Mit dem SDG-Index (Sustainable Development Goals) wird seit dem vergangenen Jahr der Grad der Zielerreichung der einzelnen Staaten in einem Ranking evaluiert. Allerdings sind auch die in der Liste führenden Nationen noch weit vom Optimum entfernt. Die skandinavischen Staaten Schweden, Norwegen und Finnland besetzen aktuell das Siegertreppchen. Im zweiten Teil unserer Serie zu nachhaltigen Staaten stellen wir die Strategien und Besonderheiten des deutschsprachigen Wirtschaftsraums vor. Die Schweiz, Deutschland und Österreich belegen im internationalen Ranking die Plätze 5 bis 7.

 

 

Gemeinsame Ziele – unterschiedliche Wege

Nachhaltigkeit ist ein viel diskutiertes Thema in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Schließlich verfügen die drei Staaten über weite Flächen gewachsener Naturlandschaften im alpinen Raum. Dazu kommen dichte und weitläufige Waldgebiete, die in der Schweiz und in Deutschland fast ein Drittel der Landesfläche einnehmen, in Österreich sogar knapp die Hälfte. Deutschland verfügt außerdem im Norden über einen breiten Küstenstreifen und das ökologisch bedeutsame Wattenmeer.

 

Aber Natur ist nur eine Seite der Medaille. Deutschland ist eine führende Industrienation, die Schweiz ein bedeutender internationaler Finanzplatz, lediglich in Österreich spielt die Erhaltung der Natur auch eine wirtschaftliche Rolle für den Fremdenverkehr.

 

Und trotz des naturverbundenen Images der drei Staaten und der guten Platzierungen im internationalen Vergleich, stehen Deutschland, Österreich und die Schweiz weiterhin vor der Aufgabe, ihre CO2-Emissionen drastisch zu verringern, um so den gefährlichen Treibhauseffekt und die damit verbundene Erwärmung der Erde aufzuhalten. Keine leichte Aufgabe, denn ohne einen nachhaltigeren und reduzierteren Konsum, ist dieser Weg kaum zu beschreiten. Darüber hinaus sind die Länder gefordert, Anlagen für Erneuerbare Energien weiter auszubauen.

 

 

Platz 4: Die Schweiz – diszipliniertes Nachhaltigkeitskonzept

Vielfältige Fauna …

Die Schweiz hat schon früh mit der Entwicklung und Umsetzung einer anspruchsvollen Nachhaltigkeitsstrategie begonnen. Anstoß gab, wie in vielen Ländern auch – die Konferenz von Rio 1992. Dabei werden die ambitionierten Ziele diszipliniert verfolgt. Beispielhaft ist das klimafreundliche Mobilitätskonzept der Eidgenossenschaft. Die Schweiz verfügt – topographischen Herausforderungen trotzend – über das am besten ausgebaute Schienennetz weltweit.

 

Die Schweiz gehört zu den reichsten Ländern der Erde und blickt auf eine lange Geschichte der demokratischen Mitbestimmung zurück. Das Land verfügt über einen leistungsfähigen und gut ausgebauten Sozialstaat sowie einem verpflichtenden Krankenkassen- und Pflegeversicherungssystem. Auch wenn das kommunale Frauenwahlrecht in Appenzell Innerrhoden erst 1990 eingeführt wurde, bringt die Schweiz mit Chancengleichheit und einem weitreichenden Bildungssystem positive Faktoren für eine nachhaltige Entwicklung des Landes mit.

 

Energiekonzept der Schweiz – Zwischen Wasserkraft und Atomenergie 

Der CO2-Ausstoß pro Kopf liegt mit 5,06 Tonnen in der Schweiz weit unter dem europäischen Durchschnittswert von 8,33 Tonnen. Damit liegt das Land international an der Spitze, denn selbst Nachhaltigkeitsweltmeister Schweden bläst mit 5,17 Tonnen noch etwas mehr CO2 aus.

 

Pro Jahr werden in der Schweiz 58,01 Milliarden kWh verbraucht, was einem Umsatz von 7.092 kWh pro Einwohner entspricht. Gedeckt wird der Energieverbrauch zu einem Drittel durch Wasserkraftanlagen. Seit rund zehn Jahren setzt die Schweiz zunehmend auf diese Art der Energiegewinnung. Mittlerweile produzieren 500 Speicherkraftwerke Strom aus Wasser. Auch Anlagen für Erneuerbare Energien spielen zunehmend eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung, hier werden vorallem Photovoltaik-Anlagen und Geothermie weiter ausgebaut.

 

Immerhin noch bis zu 45 Prozent der Schweizer Stromversorgung stammt aus Atomkraftwerken. Zwar hat sich die Schweiz 2011 unter dem Einfluss der Reaktorkatastrophe von Fukushima entschlossen, bis 2034 aus der Kernenergie auszusteigen. Jedoch hat sich das Land ein Hintertürchen offen gelassen: Laufende Anlagen werden schrittweise vom Netz genommen. Atomtechnologie wird aber wissenschaftlich weiter verfolgt, es besteht generell die Möglichkeit Atomkraft wieder in die Energieversorgung zu integrieren.

 

 

 

Platz 6: Deutschland – der bestplatzierte G7-Staat

… und Flora.

Mit Platz 6 kann Deutschland die beste Platzierung eines G7-Staates für sich verbuchen. Die Industrienation befindet sich also mit einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum und einem ausgebauten Sozialsystem auf einem guten Weg zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Dennoch gibt es auch hier noch Handlungsbedarf. So wird zwar die geringe Armutsquote positiv bewertet. Kritisch ist jedoch die steigende soziale Ungleichheit und die damit einhergehende ungerechte Chancenverteilung. Deutschland spiegelt dabei eine weltweite Entwicklung innerhalb der Industrienationen wider. Nachholbedarf besteht auch im verantwortungsvollen Konsum und Umgang mit Ressourcen.

 

Energiekonzept Deutschland – Vom Kohlestrom zur Energiewende

Der Kohleabbau in Deutschland ist ein gewaltiges wirtschaftsgeschichtliches Erbe in Deutschland. Obwohl die Energiewende beschlossene Sache ist und der Ausbau der Erneuerbaren Energien gut anläuft, wird noch immer massiv Kohle verstromt. Entsprechend liegt der CO2-Ausstoß pro Person oberhalb des europäischen Durchschnitts bei satten 9,4 Tonnen im Jahr. Erfreulich ist der vergleichsweise niedrige Energieverbrauch in Deutschland: Mit 540,10 Milliarden kWh jährlich ergibt sich eine Verbrauch von 6.691 kWh pro Einwohner.

 

Platz 7: Österreich – effektiver Natur- und Klimaschutz

Mit Beginn des Jahrtausends hat Österreich eine bundesweite Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und seit dem ständig weiter ausgebaut und umgesetzt. Dabei setzt Österreich massiv auf einen Ausbau des Bildungssystems, um Nachhaltigkeitsziele und Lösungen gesellschaftlich zu verankern.

 

Österreich lebt auch vom Tourismus. Hier korrespondieren die Erwartungen der Urlauber an saubere und gesunde Natur mit der wirtschaftlichen und nachhaltigen Weiterentwicklung des Landes.

 

Energiekonzept Österreich – Wasser- und Windkraft

Atomkraft? – Nein danke! – Das war schon immer die Devise der Österreicher. De facto ging das einzige Atomkraftwerk das je gebaut wurde nach einer Volkabstimmung nie ans Netz. Seit 1999 ist die Absage an die Atomenergie in der Verfassung verankert.

 

Aktuell liefern Wasserkraftwerke rund 60 Prozent des Stroms. Darüber hinaus setzt Österreich auf den Ausbau von Windkraftanlagen und zeigt hier bei weitem weniger Berührungsängste als das benachbarte Bayern. Insgesamt verbraucht Österreich im 69,75 Milliarden kWh, also 8.006 kWh pro Person. Der CO2-Ausstoß liegt bei jährlich 7,35 Tonnen pro Einwohner.

 

 

Viele Wege zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Gerade die unterschiedlichen Konzepte der drei vorgestellten Staaten zeigen, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit das Ergebnis von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren ist. Entsprechend vielfältig zeigen sich auch die Wege zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele.

 

Individuelle Besonderheiten berücksichtigen und die eigene Strategie konsequent durchsetzen – mit dieser Linie erreichen nicht nur Staaten ihre Ziele. Auch Du kannst durch eine clevere Finanzplanung Nachhaltigkeit fördern. Klimafonds, erfahrener Anbieter von sozialen und klimafreundlichen Geldanlagen, hilft Dir, Dein passendes Finanzkonzept zu finden.

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


27. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Der Frühling steht vor der Tür. Bald grünt und blüht es wieder in den Gärten und Parks. Bunte Blumen und vielfältige Pflanzen haben Hochsaison. Aber nicht alle Blumen stammen aus heimischen Gärtnereien. Besonders Schnittblumen haben häufig einen weiten Weg hinter sich. Die Arbeiter in Afrika und Südamerika erhalten oftmals extrem geringe Löhne und sind gesundheitsgefährdenden Pestiziden ausgesetzt. Abhilfe schaffen Pflanzen aus fairem Handel mit Fair Trade-Siegel, aber auch selbstgezogene oder gepflückte Blumen können Freude bereiten.” ]

 

 

Schon ein kleiner Strauß bringt gute Laune.

Heute ist Rosenmontag, einer der höchsten Feiertage in den Karnevals- und Fastnachtshochburgen. Und tatsächlich haben Rosen auch an Fasching eine besondere Hochsaison: Mehrere hunderttausend Blumen werden Jahr für Jahr auf den Rosenmontagszügen verteilt. Besonders in Köln gehören die „Strüßjer“ zu den beliebtesten Wurfmaterialien der „Jecken“.

 

In diesem Jahr findet die närrische fünfte Jahreszeit spät statt und fällt fast mit dem meteorologischen Frühlingsbeginn zusammen. Hochsaison also auch in den Gärtnereien und Baumärkten, denn jetzt werden die heimischen Gärten wieder auf Vordermann gebracht. Auch im Haus sorgen bunte Blumen für einen erfreulichen Farbtupfer und bringen gute Laune nach den grauen Wintertagen.

 

Blumen und Pflanzen haben generell ein grünes und naturverbundenes Image. Doch neben den heimischen Pflanzen wird auch eine enorme Vielzahl von Blumen aus Afrika und Südamerika angeboten. Dort werden sie häufig unter ausbeuterischen und umweltzerstörenden Bedingungen auf riesigen Plantagen angebaut.

 

 

Blumen haben oft einen weiten Weg hinter sich

Insgesamt werden jährlich rund 3 Milliarden Euro allein für Schnittblumen ausgegeben. 80 Prozent der in Deutschland verkauften Blumen kommen aus dem Ausland. Die beliebteste und am häufigsten gekaufte Blume ist dabei die Rose. Sie ist mit 45 Prozent die erklärte Nummer eins für Liebesschwüre, Geburtstagsgrüße, Dankeschöns uns vieles Mehr. Und obwohl gut gepflegte Rosengärten in vielen Städten etwas anderes suggerieren – de facto stammt jede dritte Rose aus Kenia.

 

Schon die zweiten und dritten Plätze – Chrysanthemen und Tulpen – können nur noch jeweils 11 Prozent für sich verbuchen – nach der Rose herrscht also ein bunter Wildwuchs, der einigen Moden unterworfen ist. Aber auch hier haben viele Pflanzen bereits eine lange Reise zurückgelegt, bis sie den Weg in die hiesigen Blumengeschäfte finden.

 

 

Ich hatte eine Farm in Afrika …

So beginnt der Roman “Jenseits von Afrika”. Große Rosenplantagen in Afrika heute haben jedoch wenig mit den Erinnerungen der dänischen Schriftstellerin Tania Blixen zu tun. Auf den Plantagen herrscht – wie in der industriellen Landwirtschaft generell üblich – Effizienzdruck. Um möglichst viele perfekte Blumen zu ernten, werden vielerorts Schädlingsbekämpfungsmittel großzügig eingesetzt. Da die Plantagen sehr weitläufig sind, ist das spritzen der Anbaufelder vom Flugzeug aus stark verbreitet. Die hochgiftigen Mittel werden auch dann versprüht, wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter auf dem Feld sind. Arbeitssicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise Schutzkleidung oder Schulungen sind im konventionellen Anbau eher selten. So wird die Gesundheit der meist weiblichen Pflücker aufs Spiel gesetzt, die für die harte körperliche Arbeit auf den Plantagen häufig nur sehr geringe und selten existenzsichernde Löhne erhalten.

 

 

 

5 Tipps für faire Blumengrüße

Der problematische Anbau vieler Blumen bedeutet nicht, dass Du generell auf Blumen verzichten musst. Wir haben 5 nachhaltige Tipps für faire und ökologische Blumen zusammengestellt.

 

  1. Fair Trade – Auch Blumensträußen steht dieses Siegel gut

Die Initiative Fair Trade zertifiziert ein breites Angebot von Waren, dazu zählen auch Blumen. Selbst die Kölner „Roten Funken“ setzen im Karneval auf ecuadorianische Rosen aus fairem Handel. Besonders positiv am dem Fair Trade-Siegel für Blumen ist, dass diese sowohl sozial- als auch umweltverträglich angebaut werden. Aktuell kommen fair gehandelten Blumen aus 55 kollektiven Produzentenorganisationen in 9 verschiedenen Ländern. Dort arbeiten insgesamt rund 48.000 Menschen, davon allein 46.000 in Afrika. In Kenia ist der Blumenanbau die zweitwichtigste Devisenquelle nach Tee. Die Fair Trade-Blumenfarmen unterliegen strengen ethischen und ökologischen Standards. Langfristige Verträge mit den Arbeitern, eine faire Bezahlung, Arbeitsschutz und Schulungen sichern den Menschen vor Ort eine langfristige wirtschaftliche Zukunft. Fair Trade achtet dabei auch darauf, dass die angebauten Produkte im Markt wettbewerbsfähig sind und arbeitet mit Handelspartnern weltweit zusammen.

 

 

  1. Bio blüht schöner

Fair Trade-Blumenfarmen achten auch auf ökologische Prinzipien im Anbau und verzichten weitgehend auf schädliche Pestizide. Generell haben sich Blumen in Bio-Qualität jedoch bislang im Handel kaum durchsetzen können. Fündig wirst Du am ehesten bei Bio-Bauernhöfen, die auch eine Gärtnerei mitbetreiben. Importierte Blumen hinterlassen auch immer einen größeren ökologischen Fußabdruck als heimische Sorten. Neben den CO2-Emissionen durch den Transport kommt auch eine aufwändige Bewässerung der Blumenfelder hinzu. Das kann besonders in heißen Gegenden zu einer Wasserknappheit führen.

 

  1. „Slow Flower“ – Saisonale Angebote nutzen

Slow Food setzt auf gesunde Lebensmittel aus der Region, die saisonal angeboten und handwerklich gefertig werden. Die gleichen Maßstäbe lassen sich auch auf den Blumenkauf übertragen. Ein üppiger Sonnenblumenstrauß im Herbst macht genauso gute Laune wie Tannengrün im Winter. Die heimischen Sorten belasten das Klima nicht unnötig und geben Dir ein Gefühl für die Jahreszeiten.

 

 

  1. Do-it-Yourself – Der Wiesenstrauß

Es müssen nicht immer Rosen sein …

Ein selbstgepflückter Feldblumenstrauß ist individuell und kostenlos. Wichtig ist es natürlich, geschützte Pflanzen in Ruhe zu lassen und auch bei Wildblumen das Augenmaß nicht zu verlieren. Wem das zu puristisch ist, kann auch im Sommer auf vielen heimischen Blumenfeldern selbst pflücken. Bezahlt wird im Allgemeinen in eine „Kasse des Vertrauens“ oder einen Briefkasten.

 

 

  1. Das eigene Blumenbeet anlegen

Wenn Du einen Garten oder Balkon hast, kannst Du auch Deine Blumen selbst züchten. Viele heimische Sorten gedeihen sehr gut. Darüber hinaus bietet Dir die bunte Pracht nicht nur Freude sondern wird auch ein beliebter Rastplatz für Bienen und Schmetterlinge sein.

 

Klimafreundlich das Leben verschönern

Viele Dinge des täglichen Lebens sind eingefahren. Aber für vieles gibt es auch Alternativen, die es immer wieder neu zu entdecken gilt. Das betrifft nicht nur für den Blumenkauf, sondern auch Deine Geldanlagen. Auch hier musst Du nicht alles so machen, wie Du es schon immer getan hast. Denn gerade Deine Finanzen eröffnen Dir  vielfältige Möglichkeiten.

 

Prima, wenn Du Dich für ethische, umwelt- und klimafreundliche Finanzprodukte entscheidest. Klimafonds, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen hält einen bunten Strauß mit mehr als 300 nachhaltigen Investments für Dich bereit.

 

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



20. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Windkraftanlagen sind wichtig für die Energiewende, denn Erneuerbare Energien liefern günstig, sauber und CO2-frei Strom. Allerdings steht auch die Windenergie in der Kritik. Bemängelt werden gesundheitliche Gefahren durch akustische und optische Belästigungen. Das Umweltbundesamt hat nun Studien ausgewertet und in einem umfassenden Positionspapier festgestellt, dass von Windkraftanlagen keine gesundheitlichen Gefahren ausgehen.” ]

 

 

Windräder sorgen für saubere und gesunde Energie.

Windkraftanlagen sind ein unentbehrlicher Bestandteil im Mix der Erneuerbaren Energien. Um die Energiewende konsequent umzusetzen, ist daher der Auf- und Ausbau von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien gefragt. Windkraft zählt zu den ältesten Energiegewinnungsarten. Mit den leistungsstarken neuen Windrädern und modernen Windparks hat diese Art der Energiegewinnung eine neue Dimension erhalten. Und jede neue Technologie birgt unbekannte Risiken und ruft Skeptiker und Kritiker gleichermaßen auf den Plan.

 

Dass Kritik und Ängste ernst genommen werden sollten, zeigt die Geschichte der Atomkraftwerke weltweit. Denn hier wurden die lebensbedrohlichen Risiken lange ignoriert. Stattdessen wurde die Energiegewinnung durch Atomspaltung als sauber und sicher propagiert. Ein Irrtum, der spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima ins Bewusstsein der weltweiten Öffentlichkeit gerückt ist. Entsprechend ist es eine wichtige Aufgabe der Technikfolgenabschätzung, auch Windkraftanlagen genauer unter die Lupe zu nehmen, denn auch diese Art der Energiegewinnung hat ihre Gegner.

 

 

Keine Angst vor Windkraftanlagen

Bereits seit vielen Jahren stehen Windräder bei Naturschützern in der Kritik, da es zu tödlichen Kollisionen mit Vögeln und Fledermäusen kommen kann. Studien des Naturschutzbundes NABU haben ergeben, dass durch eine intelligente Standortauswahl diese Risiken minimiert werden können. Die Größe und Leistungsfähigkeit der Windanlagen spielt dabei eine zu vernachlässigende Rolle.

 

Neben den Fragen des Naturschutzes werden Windkraftanlagen auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in der Umgebung nachgesagt. Nun hat das Umweltbundesamt ein umfassendes Positionspapier veröffentlichet aus dem hervorgeht, dass Windräder für keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen verantwortlich gemacht werden können.

 

 

Vorurteile gegen Windenergieanlagen werden entkräftet

Grundlage für das Positionspapier des Umweltbundesamtes ist die Auswertung aktueller wissenschaftlicher Studien, die sich eingehend mit den einzelnen kritisierten Faktoren der Windenergie beschäftigen. Ein besonderer Schwerpunkt bildet dabei die Beeinträchtigung durch Lärm- und Lichtbelästigungen. Darüber hinaus hat das Umweltbundesamt auch die psychologischen Aspekte untersucht, die der Akzeptanz von Windenergie entgegenstehen.

 

Das Ergebnis der Untersuchungen ist, dass moderne Windenergieanlagen nach dem jetzigen Stand der Erkenntnis keine Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen. Generell empfiehlt das Umweltbundesamt, die technologische Entwicklung auch weiterhin zu beobachten, um auf Veränderungen gegebenenfalls zeitnah reagieren zu können und mögliche neue Aspekte in die Überwachung aufzunehmen.

 

Generell beurteilt das Umweltbundesamt die Windenergieerzeugung durchweg positiv und bescheinigt der Technologie einen hohen Nutzen für die künftige klimafreundliche Energieversorgung ohne schädlichen CO2-Austoß.

 

Ein positives Signal von offizieller Seite, schließlich nimmt Windenergie eine wichtige Rolle in der Energieversorgung der Zukunft ein. Aktuelle werden rund 8 Prozent der deutschen Energieversorgung durch Windkraft produziert. Bei den Erneuerbaren Energien macht Windenergie einen Anteil von mehr als einem Drittel (35 Prozent) aus. Dabei besteht noch viel Entwicklungsspielraum. Zum einen durch die Erschließung neuer Standorte für Windparks im Binnenland, zum anderen durch das sogenannte Repowering, bei dem bestehende ältere Windräder durch neue leistungsstärkere Modelle ausgetauscht werden. Außerdem werden auch Offshore-Windparks vor den Küsten weiter ausgebaut.

 

 

Die 5 wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick

 

  1. Lärm

Windräder in der Nachbarschaft lassen einen ruhigen Schlaf zu.

Ein altes Argument gegen Windräder ist die Belästigung durch monotonen Lärm der Rotorblätter. „Flapp-flapp-flapp“ – eine dauerhafte Lärmbelastung kann zu körperlichen und psychologischen Schäden führen, den gesunden Schlaf beeinträchtigen und Konzentrationsschwierigkeiten, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur Folge haben.

 

Allerdings zeichnen Windräder für eine derartige Lärmbelästigung, so das Umweltbundesamt, nicht verantwortlich. Abgeleitet von der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BIMSch), beträgt der Abstand von Windenergieanlagen zu den nächsten Wohnhäusern rund 600 Meter. In diesem Bereich wird keine gesundheitsschädliche Geräuschentwicklung mehr gemessen.

 

Noch sicherer gehen Anwohner in Bayern, denn hier wird mit der sogenannten „10-H-Regel“ ein Sonderweg beschritten: Windräder müssen das Zehnfache ihrer Höhe als Abstand zur nächstgelegenen Wohnbebauung aufweisen. Bei einem modernen Windrad ergibt sich dann ein Abstand von gut und gerne 2.000 Metern, also dem mehr als dreifachen Abstand zum übrigen Bundesgebiet.

 

 

  1. Infraschall

Lärmbelästigung ist gesundheitsschädlich, jedoch leicht zu messen und zu identifizieren. Unangenehmer verhält es sich beim Infraschall, also den Geräuschquellen, die außerhalb der menschlichen Hörschwelle liegen. Diese werden vielfach durch technische Geräte und Anlagen in die Umwelt emittiert und können die Gesundheit negativ beeinflussen. Das Umweltbundesamt kommt in seinem Positionspapier zum Ergebnis, dass aufgrund umfangreicher Geräusch Immissionsmessungen im Bereich von Windenergieanlagen die Hör- und Wahrnehmungsschwelle für Infraschall nicht erreicht wird. Entsprechend ergeben sich hier keine gesundheitlichen Risiken.

 

  1. Licht und Schatten

Irritierende optische Phänomene, wie Licht- und Stroboskopeffekte oder Schattenwurf gehörten in den vergangenen Jahren immer wieder zu den Argumenten gegen Windenergieanlagen. Im Rahmen der Untersuchung des Umweltbundesamtes kam nun heraus, dass diese Problematik veraltet ist. Der technologische Standard hat sich in den letzten Jahren extrem verbessert, so dass hier mit keiner gesundheitlichen Gefährdung zu rechnen ist.

 

Unangenehme optische Einflüsse sind eher in die „Kindertage“ der Windenergienutzung einzuordnen. Heutzutage werden Windräder mit matter Farbe versehen und damit Lichtreflexionen weitgehend vermieden. Auch der gefürchtete Stroboskopeffekt konnte durch eine geringere Drehgeschwindigkeit der Rotoren ausgeschaltet werden.

 

  1. Eiswurf

Ebenfalls als „von gestern“ gilt die Gefahr des martialischen Eiswurfs. Dabei handelte es sich um Eisbrocken, die im Winter von den Rotorblättern abgeworfen werden können. Allerdings verfügen Windenergieanlagen mittlerweile über eine Eis-Erkennung, die Rotoren bei Eisbildung einfach abschalten kann. Einige Modelle nutzen auch beheizbare Rotorblätter, auf denen sich erst gar kein Eis mehr bilden kann. Vor Verletzungen durch Eiswurf muss sich, so der Schluss des Umweltbundesamtes, niemand mehr fürchten.

 

  1. Psychologische Faktoren

Wissenschaftliche Messungen und moderne Technologie bringen objektive Sicherheit. Schwieriger ist es, subjektive Wahrnehmungen und psychologische Faktoren zu entkräften. Denn wer generell Vorurteile gegenüber Neuerungen hegt, in einem benachbarten Windpark eine Zerstörung der gewachsenen Landschaft sieht und Veränderungen eher ablehnt, kann sich durch Windenergie durchaus belästigt fühlen. Entsprechend wirkt sich diese subjektive Belästigung auch negativ auf die Psyche und die körperliche Gesundheit aus.

 

Das Umweltbundesamt rät daher dazu, die Öffentlichkeit im Allgemeinen verstärkt über Windkraftanalgen zu informieren. Besonders die Bevölkerung in der Nachbarschaft von Anlagen sollte frühzeitig in Planungen und Veränderungen einbezogen werden. Wichtig ist es, Ressentiments aufzunehmen und nicht abzutun.

 

Ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation ist dabei auch die Bedeutung der Windkraft für eine saubere und nachhaltige Energieversorgung. Schließlich sind die klimaschädigenden und gesundheitsschädlichen Auswirkungen durch die exzessive Nutzung fossiler Energieträger bekannt und belegt.

 

 

Rückenwind für die Energiewende

In Norddeutschland gehören Windräder bereits seit Jahren zum Landschaftsbild. Umfragen haben ergeben, dass die Bevölkerung diese Art der Energiegewinnung stark akzeptiert und die positiven Auswirkungen zu schätzen weiß. Von der Windenergie profitiert nicht nur das Klima, auch sind viele Landwirte durch die Verpachtung der Standorte in Norddeutschland finanziell an Windprojekten beteiligt. Eine clevere Win-win-Situation. Doch auch wer keinen Acker anzubieten hat, kann sich an Windkraftprojekten beteiligen und von der Energiewende profitieren.

 

Klimafonds, erfahrener Anbieter von klimafreundlichen und nachhaltigen Geldanlagen, hilft Dir, Deine passende Geldanlage zu finden. Gleichgültig, ob du Dich für Investitionen in Wind, Sonne, Aufforstung oder ethische Geldanlagen entscheidest. Bei Klimafonds gewinnen Umwelt, Klima und Anleger gleichermaßen.

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



16. Februar 2017

Zusammenfassung: Nachhaltiges Handeln und Wirtschaften ist die Basis, um die Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu bewahren. Gleichzeitig hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit zu einem Trendwort entwickelt, das sehr unterschiedlich interpretiert und mit Inhalt gefüllt wird. Die Vereinten Nationen haben verbindliche Ziele für eine nachhaltige Entwicklung aller Staaten verabschiedet. Dabei werden die ökonomischen, ökologischen und sozialen Standards der einzelnen Länder bewertet. Skandinavien hat in dieser Bewertung sehr gute Ergebnisse. Die Nordeuropäer können vor allem in den Bereichen Bildung, Soziales und Gleichberechtigung punkten. Nachholbedarf besteht – wie auch bei allen anderen Industrienationen – im Bereich des nachhaltigen und klimafreundlichen Konsums.

 

 

 

Klassische Nachhaltigkeit: Mehr als die Hälfte Schwedens ist bewaldet.

Nachhaltigkeit hat sich zum Trendbegriff schlechthin entwickelt. Ursprünglich entstammt der Begriff der Nachhaltigkeit aus der Holzwirtschaft. Grundlage des Gedankens ist es, auch beim Eingriff in die Natur eine Balance und Stabilität im System zu gewährleisten. In der Praxis sollten also immer nur soviel Bäume gefällt und verwertet werden wie auch wieder aufgeforstet werden können. Dieses Prinzip wird mittlerweile auf viele Bereiche der Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie übertragen – und gebrochen. So rückt der „Earth Overshot Day“ seit Jahren im Kalender immer weiter nach vorne. Der „Earth Overshot Day“ bezeichnet den Tag im Jahr, an dem der Verbrauch natürlicher Ressourcen durch die Menschheit die Kapazitätsgrenze der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen erreicht hat. Bei einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Mensch und Natur wäre der „Earth Overshot Day“ am Jahresende, de facto wurde der Tag im vergangenen Jahr bereits am 8. August erreicht. Nachhaltiges Handeln ist also das Gebot der Stunde, denn im Zeichen der weltweiten Klimakrise sowie der immer größer werdenden Schere zwischen arm und reich, sind die Rahmenbedingungen für zukünftige Generationen stark bedroht.

 

 

Nachhaltige Staaten

Wenn Du eine Waschmaschine, einen Kühlschrank oder ein sonstiges Elektrogerät kaufst, achtest Du sicher auch auf die Energieeffizienz des Gerätes. Denn ein teureres Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ rechnet sich durchaus, während ein billiges Gerät der Klasse B schnell teuer werden kann. Als informierter Konsument weißt Du, dass Du in Deine Kalkulation verschiedene Faktoren einbringen musst. Wenn du also ein nachhaltiges Produkt wählen willst, darfst du die Rechnung nicht ohne den Stromverbrauch machen. Dass auch die Nachhaltigkeit von Staaten bewertet wird, ist dagegen nicht besonders bekannt. Doch genauso wie Waschmaschinen erhalten auch Staaten Ratings und Bewertungen.

 

In den Finanzmärkten haben sich Nachhaltigkeitsratings bereits etabliert, um Unternehmen nach ethischen und ökologischen Maßstäben zu bewerten. Basis für diese Bewertung ist die sogenannte ESG-Analyse („Environment Social Governance“), die Chancen und Risiken einzelner Marktteilnehmer ermittelt. Schwieriger ist die exakte Bewertung von Staaten. Hier spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Innerhalb von drei Gruppen werden 140 Indikatoren beurteilt. Bewertet wird zum einen die Zukunftsfähigkeit des Staates. Dabei werden wirtschaftliche, sozialstaatliche und ökologische Aspekte berücksichtigt. Eine weitere Rolle spielen der Demokratiegrad und die Rechtsstaatlichkeit des Landes. Außerdem berücksichtigt werden auch die Arbeit der Regierung, die demokratischen Kontrollmechanismen sowie die aktive Einbeziehung gesellschaftlicher Gruppen in den Willensbildungsprozess.

 

 

Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Die skandinavischen Länder erfüllen bereits viele Nachhaltigkeitskriterien.

Anlässlich des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung, haben die Vereinten Nationen 2015 insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele verabschiedet. Dabei geht es genauso um die Sicherstellung wirtschaftlicher und sozialer Grundlagen der Gesellschaften wie auch um die klimafreundliche und ökologische Entwicklung des Landes.

 

Die Staatengemeinschaft ist dabei aufgefordert, bis zum Jahr 2030 die Grundbedürfnisse zu sichern. Dazu zählen ausreichende Ernährung, Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitären Einrichtungen sowie zivile Sicherheit. Darüber hinaus sollen die Staaten auch für Gleichberechtigung und Bildung sorgen und extreme soziale Ungleichheit verhindern. Ebenso zählen klimapolitische und ökologische Vorgaben zu den Entwicklungszielen. Die Länder sind gleichfalls aufgefordert, eine klimafreundliche und moderne Energieversorgung auf- beziehungsweise auszubauen und den Ausstoß von CO2 drastisch zu reduzieren.

 

Die Formulierung dieser Ziele macht klar, dass bislang kein Staat sämtliche Vorgaben erfüllt. Während in den sogenannten Entwicklungsländern der CO2-Ausstoß gering ausfällt, sind hier Fragen der Grundsicherung völlig ungeklärt. Dagegen haben die Industrienationen bereits viel in den Bereichen der wirtschaftlichen Stabilität, Bildung und Gleichberechtigung erreicht. Schlechte Ergebnisse erzielen diese Länder jedoch im Klima- und Umweltschutz.

 

 

Schweden: Ja zu Erneuerbaren Energien – nein zum Atomausstieg

Gut die Hälfte des Landes ist in Schweden bewaldet, hinzu kommen unzählige Seen. Schweden ist optisch ein ökologischer Masterplan. Entsprechend nimmt das Land die Spitzenposition unter den nachhaltigen Staaten ein.

 

Die schwedische Nachhaltigkeitsstrategie, die fest in das politische System verankert ist, zeigt unter anderem seinen Erfolg im – für europäische Maßstäbe – niedrigen CO2-Ausstoß. Dieser liegt mit 5,17 Tonnen pro Jahr und Einwohner erfreulich unterhalb dem europäischen Durchschnitts von 8,33 Tonnen CO2.

 

Das schwedische Erfolgsrezept ist dabei der konsequente Abschied von fossilen Energieträgern. Diese machen nur noch 9,5 Prozent der Energieversorgung aus, der europäische Durchschnitt liegt noch oberhalb der 50 Prozent-Marke. Dagegen baut Schweden Anlagen für Erneuerbare Energien weiter aus und versorgt sich bereits mit 22,7 Prozent aus regenerativen Energiequellen.

 

Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie tut sich Schweden allerdings schwer. Aktuell soll die Mehrheit der bestehenden zehn Reaktoren aus den 70er und 80er Jahren nach und nach durch neue Anlagen ersetzt werden, lediglich drei Anlagen sollen bis 2020 vom Netz gehen.

 

 

Dänemark: Vorreiter im Bereich Erneuerbarer Energien

Eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie ist in Dänemark ein fester Bestandteil der Politik.  Der durchschnittliche CO2-Ausstoß liegt auch in Dänemark unter dem europäischen Durchschnitt bei 7,24 Tonnen pro Person und Jahr.

 

Vorbildlich agiert Dänemark im Bereich der Energieversorgung. Bereits mehr als 43 Prozent stammt aus erneuerbaren Quellen, für den Rest wird noch Kohle und Gas genutzt. Gegen die Nutzung von Atomenergie hat sich Dänemark bereits in den 80er Jahren entschieden und Anfang des Jahrtausends das letzte Atomkraftwerk vom Netz genommen.

 

 

Norwegen: Wasserkraftwerke decken fast den gesamten Energiebedarf

Die Erdölförderung hat Norwegen einst reich gemacht. Doch für die nationale Energieversorgung wurde und wird das schwarze Gold nicht eingesetzt. Auch auf Kohle- und kommerzielle Atomkraftwerke hat Norwegen nie gebaut. Das Land bezieht mit rund 98 Prozent fast seine gesamte Energie aus Wasserkraftwerken. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß liegt in Norwegen mit 7,8 Tonnen leicht unter dem europäischen Durchschnitt.

 

 

Ist Nachhaltigkeit auch Dein Thema?

Die drei skandinavischen Staaten zeigen, dass nachhaltige Entwicklung viele unterschiedliche Gesichter hat. Ein wichtiger Baustein ist es jedoch generell Erneuerbare Energien zu nutzen und das klimaschädliche CO2 drastisch zu reduzieren.

 

Unterstützen kannst du diese Entwicklung durch nachhaltige Geldanlagen. Denn hier entfaltet Geld seine positive Wirkung und Du kannst sicher sein, dass Deine Investitionen nur in soziale, ökologische und klimafreundliche Projekte angelegt werden. Klimafonds, erfahrener Berater für nachhaltige Geldanlagen, hilft Dir, Deine optimale und nachhaltige Anlagestrategie zu entwickeln.

 

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



13. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Gold ist und bleibt ein Mythos. Das wertvolle Edelmetall war Ursache für Kriege und Eroberungen, wurde zu Schmuck und Münzen verarbeitet und ist in der Medizin und in der modernen Technologie ein wichtiges Material. Was kaum noch zur Kenntnis genommen wird: Der Goldabbau ist ein hartes Geschäft und geschieht vielfach unter ausbeuterischen und gefährlichen Umständen. Auch in der Finanzwelt spielt Gold noch immer eine wichtige Rolle. Anleger setzen vor allem dann auf Gold, wenn ihnen die Zeiten und Märkte unsicher erscheinen. Gold gilt als Notwährung und in Krisenzeiten als wertiges Zahlungsmitel,  es bringt aber nur dann Erträge, wenn der Goldpreis steigt und der Bestand an Barren und Münzen zu einem höheren Preis verkauft werden kann.” ]

 

 

Glänzt schön, ist wertbeständig – bringt aber keine Rendite.

Gold – ein faszinierendes Edelmetall. Selbst wertvollere und seltenere Elemente konnten den Mythos Gold bislang nicht zerstören. Seit Jahrtausenden steht Gold für Reichtum, Schönheit und Wertbeständigkeit. Schon früh machte Gold eine unvergleichliche Karriere als Tausch- und Zahlungsmittel. Goldschmuck stand für Einfluss und Herrschaft und ist bis heute ein beliebtes und teures Geschenk.

 

Eine zweite rasante Karriere legte Gold in der Medizin hin. Der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, setzte Goldpulver gegen Herzerkrankungen ein und schrieb dem Element auch eine heilsame Wirkung gegen depressive Erkrankungen zu. Auch arabische Wissenschaftler nutzten die Heilkraft des Goldes. Und selbst, wenn die medizinische und psychologische Wirkung des Goldes vielfach angezweifelt wird, so hat Gold dennoch einen festen Platz in der Zahnmedizin gefunden.

 

Ganz profan gesehen, ist Gold ein chemisches Element, schwer und gleichzeitig weich. Aufgrund seiner extrem hohen Beständigkeit wird Gold auch in der Industrie eingesetzt. Denn Gold ist zwar leicht zu formen, jedoch kann nur ein Gemisch aus Salpeter- und Schwefelsäure Gold etwas anhaben.

 

Aktuell ist Gold ein wichtiges Metall in der Kommunikationselektronik und spielt in der Produktion von Smartphone, Tablets und Co. eine wichtige Rolle. Und der Markt wächst noch weiter an.

 

 

Gold – besondere Sicherheit ohne besondere Erträge

„Gold wird irgendwo auf der Welt aus der Erde gegraben. Dann schmelzen wir es zu Barren, bauen einen unterirdischen Tresor und graben es wieder ein. Wenn uns Außerirdische dabei beobachten, es käme ihnen reichlich obskur und seltsam vor.“

 

Gold oder nicht Gold? – Anstelle des Pendels lieber einen guten Berater fragen.

So beschrieb es der Großinvestor und Unternehmerlegende Warren Buffett. – Sicher ist Gold noch immer eine relative sichere und wertbeständige Geldanlage, klar ist aber auch, dass Du mit Goldanlagen zwar Dein Vermögen schützt, jedoch nicht vermehrst.

 

Gold ist auch weiterhin als Geldanlage gefragt. Gerade in politisch und wirtschaftlich instabilen Zeiten erleben Goldanlagen eine regelrechte Renaissance. Besonders ansprechbar für Goldanlagen sich dabei Anleger, die der zunehmend komplexen Finanzwelt ängstlich gegenüber stehen und sich auf sichere und bekannte Werte verlassen wollen. Da Gold nur begrenzt vorhanden und auch weiterhin gefragt ist, ist eine Goldanlage auch durchaus sicher und wertstabil. Diese Sicherheit hat allerdings auch ihren Preis. Denn Gold bringt während der Anlagezeit keinerlei Erträge. Wie hoch die Wertsteigerung beim Verkauf ausfallen wird, ist ebenfalls ungewiss.

 

Während auf der einen Seite stark sicherheitsorientierte Anlegertypen stehen, lockt der Ruf des Goldes auch risikofreudigere Investoren. Diese setzen jedoch in der Regel nicht auf physisches Gold, sondern setzen auf spekulative Goldanlagen, wie Goldfonds und –aktien. Da diese Papiere hohen Schwankungen ausgesetzt sind, ist diese Art der Investments nur etwas für ausgewiesene Finanzprofis.

 

Wenn Du ein Teil Deines Geldes in Gold anlegen willst, solltest Du auf die richtige Mischung achten. Lass Dich in jedem Fall von einem unabhängigen Finanzdienstleistern wie beispielsweise Klimafonds beraten, denn die Empfehlungen im Markt sind sehr unterschiedlich und liegen zwischen 3 und 30 Prozent des Anlagevermögens. Generell solltest Du dann aber auf jeden Fall eine mittel- bis langfristige Investition planen, also einen Zeitraum von mindestens drei Jahren anvisieren.

 

Wählen kannst Du dann zwischen Goldbarren, Goldmünzen und Tresorgold. Goldbarren werden nur als Ganze angeboten, wenn Du also flexibel bleiben möchtest, ist der Kauf von mehreren kleineren Stückelungen sinnvoll. Diese sind allerdings etwas teuerer als größere Einheiten. Dein Gold solltest Du auf keinen Fall – wie Onkel Dagobert aus Entenhausen – zu Hause aufbewahren, sondern einer Bank anvertrauen. Steuerlich ist der An- und Verkauf von physischem Gold vorteilhaft, denn es fallen keine Mehrwert- und Abgeltungssteuern an.

 

 

Anhaltender Goldrausch

Wenn Du bei Goldrausch an Goldgräber in Alaska, Kalifornien oder im Transvaal vor mehr als hundert Jahren denkst, kannst Du Dir die harte Arbeit und die entbehrungsreichen Lebensumstände vielleicht vorstellen. Nahezu unvorstellbar ist jedoch, dass der Goldrausch noch weiter anhält, insgesamt rund 2.350 Tonnen Gold werden derzeit noch Jahr für Jahr gefördert.

 

Um diese Goldmenge ans Tageslicht zu befördern, muss allerdings auch tief geschürft werden. Der Abbau von Gold geschieht heute in industriellen Minen in einer Tiefe von bis zu 4.000 Metern und ist energieintensiv und damit auch teuer geworden.

 

Nummer eins im Goldabbau ist seit einem Jahrzehnt China. Das Land konnte mit einer Fördermenge von 314 Tonnen Gold im Jahr die ehemals führende Goldnation Südafrika ablösen. Diese legt nur noch 210 Tonnen im Jahr auf die Goldwaage.

 

Neben einigen großen Minen wird derzeit an unterschiedlichen Stellen der Welt Gold unkontrolliert und unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen gefördert. Die Initiative Fair Trade geht von rund 15 Millionen aus selbstständigen Goldsuchern aus, die von ihren Einkünften kaum leben können.

 

 

Konfliktmetall Gold

Der Abbau von Gold geht an vielen Orten mit einer Zerstörung der Natur und blutigen Auseinandersetzungen einher. Daher hat die Initiative Fair Trade ethische Standards für die Goldgewinnung festgelegt. Gold, das über ein Fair Trade-Zertifikat verfügt, stammt aus legalem Abbau. Die Arbeiter erhalten für einen Goldfund 95 Prozent des offiziellen Goldpreises der London Bullion Market Association. Darüber hinaus wird Schutzkleidung gestellt und die Arbeiter werden in Sachen Arbeitssicherheit geschult. Kinderarbeit und extreme Überstunden werden nicht toleriert. Fair gehandeltes Gold macht allerdings bislang nur einen Bruchteil des geförderten Goldes weltweit aus. Verwendet wird das zertifizierte Gold hauptsächlich von einigen Goldschmieden und Kunsthandwerkern.

 

Beispielhaft unter den Elektronikherstellern, setzt der niederländische Smartphone-Hersteller Fairphone bei der Produktion seiner Geräte auf transparente Lieferketten. Entsprechend verwendet Fairphone B.V. Gold, das nach Fair Trade-Prinzipien gefördert wurde.

 

 

Wenn Gold redet, schweigt die Welt

Auch wenn Du Dein Geld nicht in Gold anlegen willst und keinen Goldschmuck trägst – spätestens beim Smartphone holt Dich das edle Metall  sicher wieder ein. Mit Deinem Geld kannst du dazu beitragen, dass Unternehmen und Staaten, die gerechten Handel fördern, weiter erfolgreich wirtschaften können. Denn Dein Geld ist ein wirksames Mittel, um ethische, soziale und klimafreundliche Projekte voran zu bringen. Und Dein Investment zahlt sich aus, denn nachhaltige Geldanlagen bringen Dir eine gute Rendite. Finde heraus, welche Geldanlage zu Dir passt und fülle unseren einfachen Fragebogen aus.

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 

 



9. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Anlegern, die ihr Geld klimafreundlich investieren wollen, steht ab sofort wieder die Vermögensanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ zur Verfügung. Die Aufsichtsbehörde BaFin hat den Sachwert im Dezember 2016 wieder zugelassen. Anbieter Neitzel & Cie. investiert die Gelder in die Zukunftstechnologien Photovoltaik und Blockheizkraftwerke. „Zukunftsenergie Deutschland 4“ hat eine Laufzeit bis 2025. Anleger können mit einer Rendite von bis zu 8 Prozent jährlich rechnen.” ]

 

 

Zukunftsenergie: Sonnige Aussichten für Photovoltaik-Anlagen.

Seit 2015 bietet der Asset-Manager Neitzel & Cie. die klimafreundliche und nachhaltige Geldanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4″ an.

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ ist ein Sachwert aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Anbieter Neitzel & Cie.  verfügt über eine weitreichende Erfahrung in Energie- und Sachwerten. Die bisherigen Emissionen des Hamburger Unternehmens haben sich sehr gut entwickelt.

 

 

Neu genehmigter Vertrieb zum Schutz der Anleger

Aufgrund der Neueinführung des Kleinanlegerschutzgesetzes und der Neuregelung des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) von 2015, dürfen die Prospekte der Emissionshäuser nur noch ein Jahr lang genutzt werden. Ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, genehmigter Prospekt ist jedoch die unabdingbare Voraussetzung für die Vermarktung und den Vertrieb einer Finanzanlage.

 

Das vierte Sachwert-Portfolio „Zukunftsenergie Deutschland 4“ war im Sommer 2015 der erste Prospekt, den die Aufsichtsbehörden nach den neuen Regelungen zugelassen haben. Neitzel musste dann im folgenden Sommer 2016 einen neuen Prospekt zur Zulassung bei der BaFin vorlegen. Während der Prüfungsphase von fünf Monaten durfte das Produkt nicht vertrieben werden. Um so größer ist jetzt die Freude und Erleichterung, dass die Platzierungsphase der beliebten Geldanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ fortgesetzt werden kann.

 

 

Klimakrise stoppen – Erneuerbarer Energien ausbauen

Die globale Klimakrise ist in vollem Gange und die Erwärmung unseres Planeten nimmt rasant zu. Eine Entwicklung, die dringend gebremst und mittelfristig komplett gestoppt werden muss. Darüber ist sich die Staatengemeinschaft mehrheitlich einig und hat mit den UN-Klimakonferenzen von Paris und Marrakesch die Weichen für eine CO2-freie Zukunft gestellt. Schließlich geht es um das Überleben der kommenden Generationen.

 

Nur durch die Abkehr von fossilen Energieträgern wie Kohle, Gas und Öl und dem konsequenten Ausbau von Anlagen für Erneuerbarer Energien kann es gelingen, den CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren. Durch die Dekarbonisierung kann der Treibhauseffekt entkräftet und die Erwärmung der Erde unterhalb der 2-Grad-Celsius-Grenze gehalten werden.

 

Deutschland hat mit der Energiewende begonnen. Bis zum Jahr 2050 sollen mindestens 80 Prozent der CO2-Emissionen entfallen. Voraussetzung dafür ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien, also von Anlagen zur Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser.

 

An diesem Punkt setzt „Zukunftsenergie Deutschland 4“ an. Durch gezielte Investitionen in Photovoltaik-Anlagen in Deutschland wird die für eine Energiewende notwendige Infrastruktur weiter ausgebaut und die Einspeiseprognosen für Solarenergie werden weiter verbessert.

 

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ – Streuung als Erfolgskonzept

Mit “Zukunftsenergie Deutschland 4” bist Du auch Unternehmer.

Wenn Du Dein Geld in „Zukunftsenergie Deutschland 4“ anlegen willst, sind für Dich nicht nur die Fragen des Klimaschutzes entscheidend. Schließlich möchtest Du auch sicher gehen, dass unnötige Risiken bei diesem Investment vermieden werden. Neitzel & Cie. setzt daher auf eine Streuung der Anlageklassen. Rund 70 Prozent der Investitionen wird in Photovoltaik-Anlagen investiert, vom verbleibenden Drittel sollen Blockheizkraftwerke gekauft werden.

 

Das Sachwert-Portfolio „Zukunftsenergie Deutschland 4“ baut auf das bewährte Konzept, in Anlagen in unterschiedlichen Regionen Deutschlands zu investieren. So können witterungsbedingte Schwankungen in der Stromgewinnung effektiv ausgeglichen werden. Voraussetzung für den Kauf ist außerdem, dass die Anlagen bereits am Stromnetz angeschlossen sind oder mindestens eine rechtlich verbindliche Zusage für den Anschluss nachweisen können.

 

Der Vorteil einer Investition in eine bereits bestehende Anlage liegt in der Einspeisevergütung von Strom aus Erneuerbaren Energien. In Deutschland regelt das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) die Preise für nachhaltig erzeugten Strom. Diese Vergütung wird für laufende Anlagen garantiert und liegt aktuell höher als die Einspeisetarife von neuen Anlagen. So profitiert „Zukunftsenergie Deutschland 4“ zuverlässig von den festgelegten höheren Preisen und schließt unangenehme Überraschungen, wie sie sich beim Bau neuer Anlagen ergeben können, von vornherein aus.

 

Die erste Photovoltaik-Anlage hat Neitzel bereits im Rahmen von „Zukunftsenergie Deutschland 4“ gekauft: Für 2,17 Millionen Euro befindet sich jetzt eine Dachanlage in Dortmund im Anlagevermögen. Die Anlage ist seit 2011 in Betrieb und verfügt über eine Leistung von einem Megawatt. Die Einspeisevergütung beträgt 0,26 Euro pro eingespeister kWh.

 

Auch bei der Investition in Blockheizkraftwerke geht Neitzel auf Nummer Sicher: Durch das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK-Gesetz, wird in Deutschland die Einspeisevergütung für Strom aus Blockheizkraftwerken geregelt. So kann auch hier mit festen Erträgen kalkuliert werden. Weitere Planungssicherheit bieten Verträge mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, die langfristige Abnehmer von Elektrizität und Wärme sind.

 

 

Dein Investment in Erneuerbare Energien

Im Rahmen der Finanzanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ sollen insgesamt rund 51 Millionen Euro in Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerke in Deutschland investiert werden. Vorgesehen ist ein Eigenkapital von Anlegern in Höhe von 20 Millionen Euro, bisher konnten rund 5 Millionen Euro bereits erfolgreich platziert werden.

 

Wenn Du Dich für „Zukunftsenergie Deutschland 4“ interessierst, kannst Du Dich ab einer Anlagesumme von 20.000 Euro (zzgl. Agio) finanziell beteiligen. Die Anlage hat eine Laufzeit von 10 Jahren und endet im Jahr 2025. Die Beteiligung sieht jährlich steigende Ausschüttungen vor. Prognostiziert ist ein Gesamtrückfluss von 168 Prozent, das entspricht 5,6 Prozent jährlich gemäß der gängigen IIR-Methode (Internal Rate of Return).

 

Als Anleger in „Zukunftsenergie Deutschland 4“ bist Du am Projekt unternehmerisch beteiligt. Das bedeutet, dass Du über eine sehr transparente Geldanlage verfügst, die Dir einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Projektes gewährt. Dafür bist Du auch in gewisse Risiken involviert. Sollte beispielsweise weniger Strom erzeugt werden, stehen weniger Einnahmen für die Ausschüttungen an die Anleger zur Verfügung. Im schlimmsten Fall, kann auch ein größeres Verlustrisiko entstehen. Die Einnahmen aus der Investition gelten als Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb und müssen versteuert werden.

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“  verfügt über eine sehr gute Ertragsprognose und stellt gleichzeitig eine klimafreundliche und nachhaltige Investitionsmöglichkeit dar. Das befand auch die Fachzeitschrift „Beteiligungsreport“, die im vergangenen Jahr “Zukunftsenergie Deutschland 4” als nachhaltiges Investmentvermögen mit dem Beteiligungspreis 2016 auszeichnete.

 

 

Klimafreundlich investieren …

… kannst Du mit einer Beteiligung an “Zukunftsenergie Deutschland 4” oder aber mit einer unserer rund 300 nachhaltigen Geldanlagen. Bei Klimafonds kannst Du Dich immer darauf verlassen, dass Dein Geld in Unternehmen und Staaten landet, die Klimaschutz, Menschenrechte und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen ernst nehmen.

 

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 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.