Politik


20. Juni 2018

Zusammenfassung: Heute vor 70 Jahren gab es die Währungreform in Deutschland. Die enormen Kriegsschulden wurden durch einen Schuldenschnitt von 93,5 Prozent von den Sparern getragen. Aktienbesitzer und Sachwertbesitzer kamen ohne Verluste davon.

 

Wie das Handelsblatt schreibt ist von einem Tag auf den anderen vor genau 70 Jahren der Deutsche vom Bittsteller und Bezugsmarkenkäufer zum umworbenen Kunden und D-Mark-Besitzer geworden. Eine rasante Entwicklung in Deutschland begann. Doch viele weitreichende Entscheidungen wurden damit getroffen, die zum einen Auswirkungen auf unsere heutige Bundesrepublik haben aber auch viele Lehren für Geldanleger bereit halten.

 

Ich habe 7 Punkte zusammen gestellt, die jeder über die wohl wichtigste Entscheidung zur Ordnung der Gesellschaft nach dem 2. Weltkrieg wissen sollte.

Reichsmark: Münze (gültig vor Währungsreform 1948)1.) Was war die Währungsreform eigentlich genau?

Am 20. Juni 1948 wurde die Reichsmark (und die 1:1 notierende Rentenmark) als Zahlungsmittel in den drei westlichen Besatzungszonen, also der späteren Bundesrepublik Deutschland, durch die D-Mark abgelöst.

Für 100 Reichsmark erhielt man 6,50 D-Mark. Zusätzlich gab es ein sogenanntes Kopfgeld als Geschenk des Staates. Es betrug 40 D-Mark für Haushalts-Vorstände. Einen Monat später wurde jeder natürlichen Person 20 D-Mark ausgezahlt.

 

2.) Ludwig Ehrhard zog bereits die Strippen

Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist Ludwig Ehrhard der Vater des Wirschaftswunders, denn er war in den Wirtschaftswunderjahren von 1949 bis 1963 in der Regierung als Wirtschaftsminister tätig. Danach war er von 1963 bis 1966 der 2. bundesdeutsche Kanzler.

 

Doch Ehrhard war schon zuvor aktiv. Nach dem Zusammenbruch des NS-Reichs wurde klar, dass die Allierten keinen Masterplan zum Wiederaufbau der Zentralmacht in Europa hatten. So teilten im November 1947 Finanzoffiziere der “Sonderstelle Geld und Kredit” mit, dass “…die Währungsreform an die deutschen Verhältnisse angepasst werden muss…”. Diese Sonderstelle war das deutsche Währungsreformgremium mit Ihrem Leiter: Ludwig Ehrhard.

 

3.) Wieso gab es eine Währungsreform?

 

Es war letztlich die Rechnung für den 2. Weltkrieg und die durch ihn verursachten Kosten. Dabei waren ab 1942 die Warnungen Experten nicht mehr zu überhören. Im Februar 1945 teilte der damalige Finanzminister Schwerin von Krosigk seinem Reichskanzler Adolf Hitler mit, dass eine Steigerung des Notendrucks schon rein technisch kaum noch möglich wäre. Die Geldpresse war an Ihrer Kapazitätsgrenze.

 

Der 2. Weltkrieg ließ die Reichsschuld von 48 Mrd. Mark auf 450 Mrd. Mark, also das 5fache des Bruttosozialproduktes des Jahres 1943/1944, steigen. Das heutige Italien ist mit eines 1,3fachen Staatsverschuldung damit noch harmlos unterwegs.

 

Normalerweise würde bei einer solchen Schuldenexplosion auch die Inflation ansteigen, da immer mehr Geld im Kreislauf ist. Aber der Lohnstopp verhinderte das zunächst. Natürlich schwelte das Risiko im Hintergrund immer weiter und löste schließlich die Währungsunion aus.

 

4.) Gab es Alternativen zur Währungsreform 1948?

Während die Währungsreform im Rückblick als gelungen gilt gab es im Vorfeld hinter den Kulissen größte Diskussionen.

 

Die Amerikaner hatten keinen vorgefertigen Plan, bevorzugten mit dem Colm-Dodge-Goldsmith-Plan als wichtigsten Prüfstein der Neuordnung die gerechte Verteilung der durch den Krieg und seine Folgen verursachten Verluste. Sachbesitz über 1.000 D-Mark sollte mit eine Hypothek von 50 Prozent des Vermögens belastet werden.

 

Verbleibender Besitz sollte mit einer bis zu 90-prozentigen Vermögenszuwachsabgabe belegt werden. Damit wäre Deutschland revolutioniert worden. Doch die Unterstützung aus Washington war zu gering um den Vorschlag gegen den massiven Widerstand der Briten durchzusetzen. Diese wollten den Geldschnitt ohne Umverteilung von oben nach unten.

 

Für die Deutschen um Ehrhard und für die Briten war klar, dass Veränderungen an der Besitzstruktur verhindert werden sollten.

 

5.) Welche Vorlaufzeit für die Währungsreform gab es?

 

Seit 1943 wurde auf eine Währungsneuordnung hin gearbeitet. Bereits seit der Stalingrad-Niederlage am 2. Februar 1942 war den Führungskreisen, so auch Ludwig Ehrhard und seinem Bruder im Geiste, dem Vizestaatssekretär und starken Mann im Wirtschaftsministerium, Otto Ohlendorf, klar, dass nicht mehr als ein “Straffrieden á la Versailles” möglich wäre.

 

Beide – Ohlendorf als Vizestaatssekretär und Ehrhard als Leiter des kleinen Instituts für Industrieforschung, intensiv mit Problemen, die beim Übergang der Kriegs- zur Friedenswirtschaft entstehen würden. Besonders um die Währungsneuordnung ging es Ehrhard.

 

Für Ehrhard war klar, dass der Wiederaufbau “unter Führung und Initiative des Unternehmertums” erfolgen müsse.

 

Natürlich waren solche Planungen per Führer-Befehl in den Kriegsjahren verboten. Eine wirkliche Gefahr ging für Ohlendorf aber nicht aus, denn der Reichsführer der SS, Henrich Himmler, hielt seine schützende Hand über ihn. Auch Himmler war an ordnungspolitischen Gegenentwürfen interessiert.

 

Von 20. April 1948 bis 8. Juni 1948 wurden die Gesetze zur Währungsreform formuliert. Die Geldscheine im Nennwert von 5,7 Mrd. D-Mark waren zu diesem Zeitpunkt schon gedruckt.

 

6.) Was wurde aus den Köpfen der Währungsreform?

 

Die weitere Geschichte Ludwig Ehrhards ist den meinsten bekannt: Als der Dicke mit Zigarre wurde Ehrhard die Ikone des deutschen Wirtschaftswunders, Wirtschaftsminister und sogar – allerdings glückloser – Kanzler.

 

Ehrhards Kompagnon Otto Ohlendorf war zu Nazi-Zeiten Chef des Sicherheitsdienstes Inland (SI) und Leiter der berüchtigten Einsatzgruppe D und damit verantwortlich für die Ermordung von 90.000 Zivilisten. Er wurde in den Kriegsverbrecherprozessen von Nürnberg 1948 zu Tode verurteilt und 1951, trotz Gnadengesuch, hingerichtet.

 

7.) Kleine Sparer verloren fast alles, Aktien- und Sachwertbesitzer fast nichts

Die Wurzel für die oft als unausgewogen bezeichnete Vermögensverteilung in Deutschland liegt im 20. Juni 1948 begründet. Denn während Sparer fast alles verlorgen, ging der Währungsschnitt an Aktionären und Sachwertbesitzern praktisch vollkommen vorbei.

 

Wie oben erwähnt gabe es für 100 Reichsmarkt 6,50 D-Mark, also ein Verlust von 93,50 Prozent.

 

Doch die Vermögensabgabe für Aktien- und Immobilienbesitzer war rein optischer Natur und wurde nur aus Gründen der “sozialen Optik” durchgeführt.

 

Das Lastenausgleichsgesetz von 1952 sah vor, dass auf die Unternehmen und Immobilien 50 Prozent zu zahlen seien – allerdings auf 30 Jahre gestreckt und damit inflatorisch entwertet. Wie Volkswirt Reinhold Schilling errechnete erreichte diese Abgabe pro Jahr maximal 1,7 Prozent des Vermögenswertes. Das konnt gut aus dem Vermögenszuwachs der Wirtschaftswunderjahre bestritten werden.

 

 

—->> JETZT ersten grünen Robo-Advisor gratis testen <<—-

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer von klimafonds.de. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm auf Xing und Facebook.

 

 



15. Juni 2018

Zusammenfassung: Not macht erfinderisch. Als im Jahr 2007 in den USA die Immobilienblase platzt, löst sie eine globale Wirtschaftskrise aus. Wohneigentum ist für immer weniger Menschen bezahlbar. Der Immobilienmarkt reagiert mit mobilen Minihäuschen. Sogenannte Tiny Houses kosten oft nicht mehr als 30.000 Euro. Gleichzeitig versprechen sie alles, was man zum Leben braucht, auf gerade einmal 20 Quadratmetern. 

 

Inhaltsverzeichnis

Klein, aber oho – Nachhaltiges Wohnen im Tiny House

Das Small House Movement

Ein Einfamilienhaus mit 20 Quadratmetern

Tiny Houses in Deutschland

Kleinhäuser als Bestandteil der Wohnraumverdichtung

Modulare Minihäuser und Wohncontainer

Warum weniger nicht immer mehr ist

Autarkes Wohnen

Was Eigentümer wissen müssen

 

Klein, aber oho – Nachhaltiges Wohnen im Tiny House

 

„Bigger ist better“ – So lautet ein zentrales Motto der amerikanischen Leitkultur. Von Kingsize Betten über All-you-can-eat-Buffets bis hin zu wolkenhohen Hochhäusern ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht gerade für seine Bescheidenheit bekannt.

Ganz anders kommt ein Immobilientrend daher, der jetzt seinen Weg aus den USA nach Europa findet: Tiny Houses sind meist mobile Minihäuser mit weniger als 20 Quadratmetern Wohnfläche. Dabei vereinen sie alles, was man zum Leben braucht, auf einer Fläche, die nicht größer als ein Zimmer ist: Wohnbereich, Küche, Bad, Schlafnische unter dem Dach.

Ihren Ursprung haben Tiny Houses im Jahr 2008, ausgelöst durch die Wirtschaftskrise. Wohneigentum ist für immer weniger Menschen bezahlbar. Um sich den Traum vom Eigenheim dennoch leisten zu können, sparen Eigentümer an Wohnfläche. Es entsteht ein wachsender Markt für Immobilien mit vergleichsweise kleiner Grundfläche zwischen 8 und 55 Quadratmetern.

Das Small House Movement

Zu dieser Zeit etabliert sich in den USA eine ganze Bewegung für Kleinhäuser. Steht zu Beginn des Small House Movements vor allem die Kostenreduktion im Vordergrund, gewinnt mit der Zeit der Nachhaltigkeitsaspekt zunehmend an Bedeutung. So entscheiden sich immer mehr Menschen aus ethischer Überzeugung für das Wohnen auf kleinem Fuß. Downsizing lautet das Stichwort, das frei übersetzt so viel heißt wie „Gesundschrumpfen“. Dabei finden Kleinhäuser auch in einkommensstärkeren Bevölkerungsschichten eine wachsende Verbreitung.

Weniger Wohnfläche bedeutet weniger Ressourcenverbrauch. Das gilt sowohl für den Bau des Hauses als auch für den laufenden Unterhalt. Umso kleiner das Haus, desto geringer der Bedarf an Heiz- und Elektroenergie, desto kleiner der ökologische Fußabdruck.

Hinzu kommt, dass es sich meist um mobile Unterkünfte handelt. Die Freiheit, sein Häuschen to Go jederzeit mitnehmen zu können, trifft einen weiteren Nerv unserer Zeit. Determinierte Lebensläufe sind heute weitaus seltener als noch vor ein paar Jahrzehnten. Immer weniger Menschen können es sich leisten, sich durch Wohneigentum dauerhaft an einen Wohnort zu binden.

Ein Einfamilienhaus mit 20 Quadratmetern

Eine genau Definition, bis zu welcher Größe ein Haus als Tiny House gilt, gibt es in Deutschland noch nicht. Anders in den USA: Hier hat der Begriff seinen Weg sogar in das Baugesetz gefunden. Demnach fallen Häuser in diese Kategorie mit einer Grundfläche von bis zu 400 Quadratfuß, also umgerechnet 37 Quadratmetern.

Hierzulande hat sich der Begriff Tiny House vor allem für Minihäuser auf Rädern durchgesetzt. Diese werden auf ein Anhängergestell aufgesetzt. Dabei ergibt sich die geringe Grundfläche allein schon durch die Gesetzesvorgaben der Sraßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Diese legt eine maximale Breite von 2,55 Metern und eine Höhe von 4 Metern für Anhänger fest. Die vorgeschriebenen Höchstmaße geben einen guten Eindruck von der Größe eines solchen rollenden Mikrohauses.

Trotz der geringen Grundfläche bieten Tiny Houses Schlafplätze für bis zu vier Personen. Möglich macht das eine gut durchdachte Raumaufteilung. Die Schlafplätze befinden sich bei den meisten Modellen unterhalb des Daches. Diese Schlafnischen sind über eine Treppe oder Leiter erreichbar. Das Erdgeschoss verfügt über einen separaten Raum als Bad mit Dusche. Den Rest der Wohnfläche beansprucht ein Wohnbereich mit Kochnische.

Tiny Houses in Deutschland

Die ersten Tiny Houses fallen in Deutschland und Europa auf fruchtbaren Boden. So stoßen sie hierzulande auf eine ähnlich prekäre Wohnraumsituation wie in den USA zu Beginn der Wirtschaftskrise. Gerade in den Großstädten ist bezahlbarer Wohnraum Mangelware.

Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Bis zum Jahr 2020 werden pro Jahr 380.000 neue Wohnungen benötigt. Der Wohnungsneubau kann dieser Nachfrage nicht standhalten. Im Jahr 2015 wurden gerade einmal 270.000 neue Wohnungen errichtet. Die Folge: Steigende Immobilienpreise – gerade in Metropolregionen. Allein in Berlin sind die Immobilienpreise von 2016 auf 2017 um 20,5 Prozent gestiegen, wie der Global Residential Cities Index des Londoner Beratungsunternehmens Knight Frank belegt.

In den Großstädten ist Wohnraum ein Luxusgut, das sich immer weniger Menschen leisten können. Dennoch ist der Traum vom Eigenheim in den Köpfen vieler Deutscher präsent. Hier bietet das Tiny House eine bezahlbare Alternative zur Eigentumswohnung. Die Kosten für ein schlüsselfertiges Kleinhaus auf Rädern beginnen bereits ab 25.000 Euro.

Gleichzeitig führt die steigende Zahl an Einpersonenhaushalten zur Verbreitung des Wohntrends Minihaus. Die wachsende Anzahl an Single- und Seniorenhaushalten gehört zur engen Zielgruppe von Häusern unterhalb der 50 Quadratmeter.

Dass die rollenden Fertighäuser im Mainstream angekommen sind, zeigt auch der jüngste Produktkatalog des Kaffeehauses Tchibo. Das bekannte Hamburger Einzelhandelsunternehmen vertreibt aktuell gleich drei verschiedene Tiny House Modelle zwischen 10 und 16,4 Quadratmetern.

Kleinhäuser als Bestandteil der Wohnraumverdichtung

Unter dem Stichwort der Wohnraumverdichtug bilden Kleinhäuser ein zentrales Element für eine zukunftsweisende Städteplanung. Bei der Nachverdichtung von Wohnraum geht es darum, urbane Freifläche besser auszunutzen. Sie stellt damit ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Wohnraummangel dar.

Mikrohäuser lassen sich überall dort aufstellen, wo für den Neubau konventioneller Immobilien zu wenig Platz ist. So zum Beispiel auf den zahlreichen Flachdächern in Großstädten. Prominentes Beispiel ist ein Wohnblock der Fünfzigerjahre in der französischen Stadt Champigny-sur-Marne. Auf dem Dach des besagten Gebäudes ließ der Architekt Edouard François eine kleine Wohnsiedlung aus Mini-Einfamilienhäusern errichten.

Die Wohnungsnot macht die Baubranche erfinderisch. Ein weiteres Beispiel dafür ist das Startup Cabin Spacey. Das Berliner Jungunternehmen hat einen Prototyp für eine mobile Dachwohnung entwickelt. Dabei handelt es sich um ein 8,5 mal 3,2 Meter großes, vorgefertigtes Mikrohaus. Durch Solarplatten auf dem Dach und einer Luft-Wärmepumpe, die Heizenergie aus der Umgebungsluft zieht, ist die mobile Penthouse-Wohnung nahezu vollständig autark.

Modulare Minihäuser und Wohncontainer

Weitere Unterformen von Kleinhäusern sind Modul- und Containerhäuser. Diese bestehen aus einem oder mehreren flexiblen Raummodulen, die sich stapeln oder nebeneinanderstellen lassen. Damit verabschieden sich modulare Raumsysteme von dem üblicherweise starren Grundriss. Das Haus, das mitwächst, kann durch den An- oder Abbau von weiteren Modulen vergrößert und auch wieder verkleinert werden.

Ein Anwendungsszenario ist die junge Familie, bei der Nachwuchs ins Haus steht. Die frisch gebackenen Eltern können das Kinderzimmer in Form eines zusätzlichen Raummodules realisieren. Zieht das Kind im Erwachsenenalter aus, lässt sich das Modul wieder entfernen. Somit ermöglichen modulare Systembauten eine bedarfsorientierte Ausrichtung der Wohnfläche. Für die Bewohner lassen sich so Ressourcen und Kosten sparen.

Auch bei Wohncontainern handelt es sich um Modulbauten. Namensgebend für diese Bauform ist die Verwendung ausrangierter Seecontainer als Gebäudehülle. Ein Nachhaltigkeitskonzept, das auch als Upcycling bezeichnet wird. Es beschreibt die Weiterverwertung eines Gegenstandes für einen neuen, höherwertigen Zweck – In diesem Fall die Nutzung eines nicht länger gebrauchten Frachtcontainers als Wohnimmobilie. Anwendung finden Containerhäuser dabei vor allem auch im gewerblichen Bereich als Büro- und Messecontainer.

Warum weniger nicht immer mehr ist

Weniger Wohnfläche bedeutet weniger Ressourcenverbrauch sowie weniger Bedarf an Heizenergie. Eine Gleichung, die sich zunächst einmal plausibel anhört. Dennoch kann der ökologische Nutzen von Tiny Houses durchaus diskutiert werden.

Damit die kleinen Wohnunterkünfte uneingeschränkt transportabel bleiben, sind Hersteller bestrebt, Außenwände und Decken möglichst dünn zu halten. Mit der Folge, dass an Dämmmaterial gespart wird. So kann die Isolierung vieler Tiny Houses keinesfalls mit der eines Massivhauses mithalten. Um die geringere Wärmeisolierung zu kompensieren, müssen Eigentümer mehr heizen. Langfristig entsteht demnach ein erhöhter Bedarf an Heizenergie. Ein Energieausweis ist für Besitzer eines Tiny Houses übrigens nicht erforderlich. Kleine Immobilien mit weniger als 50 Quadratmetern sind laut Energieeinsparverordnung von der Ausstellung eines Energieausweises ausgenommen.

Um ihr Kleinhaus dauerhaft ökologisch bewohnen zu können, sollten Eigentümer auf bestimmte Mindeststandards achten. Andernfalls kann sich die Nachhaltigkeit der kompakten Bauweise durch einen erhöhten Bedarf an Heizenergie über die Dauer der Wohnzeit aushebeln.

Autarkes Wohnen

Auch deshalb sind viele Tiny Houses auf ein Höchstmaß an Autarkie ausgelegt. So folgt die Beheizung häufig über ein regeneratives Heizsystem wie eine Pellet- oder Scheitholzheizung. Zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung dient eine Solarthermie auf dem Dach.

Einige Häuser verfügen sogar über ein Regenauffangbecken. Das dort gesammelte Wasser gelangt dann in den Wasserkreislauf und dient zur Bewässerung des Gartens oder für die Toilettenspülung. Doch Achtung: Die Nutzung von Regenwasser als Trinkwasser ist hierzulande grundsätzlich untersagt. Dabei sind Regenwasser- und Trinkwasserleitung deutlich voneinander zu trennen sowie farblich unterschiedlich zu markieren.

Was Eigentümer wissen müssen

Zur rasanten Verbreitung der bereiften Miniunterkünfte haben in den USA wohl auch die moderaten gesetzlichen Anforderungen geführt. So sind die Auflagen für das Bewohnen und den Transport von Tiny Houses in den Vereinigten Staaten eher lasch – Zumindest im Vergleich zu der hiesigen Gesetzeslage. Aus diesem Grund ist Eigentümern auch grundsätzlich davon abzuraten, ein Mini Home aus den USA zu importieren. Versorgungsanschlüsse und Außenmaße amerikanischer Ableger sind mit den Vorschriften der meisten europäischen Länder nicht kompatibel. Bei der Vielzahl an europäischen Anbietern, die sich über die letzten Jahre etabliert haben, dürften Käufer allerdings auch ohne Probleme auf dem heimischen Markt fündig werden.

Wie jedes Fahrzeug auch, erfordert ein Tiny House eine Straßenzulassung durch die zuständige Prüfgesellschaft TÜV oder DEKRA. Hier wird es üblicherweise als Anhänger mit Sonderaufbau geführt. Ohne eine solche Zulassung dürfen Tiny Houses auf öffentlichen Straßen nicht bewegt werden, außer es liegt eine Sondergenehmigung vor.

Auch wenn es theoretisch möglich ist: Ein Eigentümer darf sein Tiny House nicht an beliebigen Plätzen abstellen und es dort bewohnen. Sowohl eine dauerhafte als auch temporäre Nutzung erfordert eine Baugenehmigung. Dazu gehört auch das Erschließen der dafür vorgesehenen Stellfläche. So ist der Eigentümer dazu verpflichtet, die Versorgung mit Strom, Wasser und Abwasser sicherzustellen ebenso wie den Zugang der örtlichen Müllabfuhr.

Einzige Ausnahme bilden Campingplätze. Hier erfordert das Aufstellen eines Kleinhauses keine Baugenehmigung. Wer sein Tiny House als dauerhaften Erstwohnsitz auf einem Campingplatz nutzen möchte, der sollte sich vorab in der Campingverordnung seines Bundeslandes informieren. Nicht jedes Bundesland erlaubt einen Campingplatz als Erstwohnsitz.



29. Dezember 2017

Seit der großen Zäsur in den Jahren 2008 und 2009 hat sich die Situation bei den Geldanlagen drastisch gedreht. Auf die damalige Immobilien- und Finanzkrise folgte ein Run auf alle Sachwerte. Egal ob Immobilien, Gold, Kunstwerke oder Oldtimer, alles hat die letzten 10 Jahre stark an Wert gewonnen.

 

Das gilt auch für die Aktien, die wahrscheinlich stärker als alle anderen Sachwerte in den letzten 10 Jahren zulegten:

 

Seit der Immobilienkrise 2009 einen Gewinn von rund 250 Prozent erzielt: Deutscher Leitindex DAX (Grafik: Comdirect)

 

Noch besser lief es bei den US-Werten, die sogar 280 Prozent zulegten. Entsprechend stellen sich viele Anleger die Frage, ob den Börsen im Jahr 2018 die Luft ausgehen wird.

 

Dazu hat das Magazin Euro in seiner Ausgabe 01 | 2018 fünf prominente Börsenexperten befragt. Die selten so einhellige Meinung: Die Rally läuft weiter. Das Potenzial an den Börsen ist noch lange nicht ausgeschöpft.

 

Natürlich stimmt es, dass der Aktienmarkt wohl im letzten Drittel seines Anstiegs angekommen ist. Das heißt, die Gewinne und die Kurse werden vielleicht nicht mehr so stark zunehmen wie zuvor. Aber nach der alten Börsenweisheit von Sir John Templeton werden Bullenmärkte im Pessimismus geboren, wachsen bei Skepsis, reifen im Optimismus und sterbern bei Euphorie. Von Aktieneuphorie ist weiterhin nichts zu spüren – wie befinden uns derzeit gerade mal in der Phase Optimismus.

 

Börsen dürften auch wegen robuster Wirtschaft weiter steigen

 

Wer sich weniger von der Psychologie – wie Sir Templeton – der Börse nähert sondern eher die harten Fakten bevorzugt, wird sich die wirtschaftliche Entwicklung ansehen. Hier sind die Aussichten so gleichmäßig positiv wie selten zuvor. Ob China, Indien, die USA, Japan Deutschland oder Spanien, Italien und Frankreich: sie alle wachsen gleichzeitig und stimulieren sich entsprechend gegenseitig.

 

Nach einem starken Weltwirtschaftswachstum von 3,6 Prozent in 2017 erwartet der Internationale Währungsfonds IWF für 2018 ein noch etwas stärkeres Wachstum von sogar 3,7 Prozent. Und auch der Ausblick auf die nächsten Jahre sieht ähnlich aus. Obwohl der Höhepunkt des Wirtschaftswachstums in den USA und Europa 2018 oder 2019 erreicht sein dürfte, ist ein kritischer Rückgang der BIP-Zuwächse nicht abzusehen.

 

Wachstum treibt die Gewinne der Unternehmen

 

Der Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Börsengewinnen ist indirekt. Das Wirtschaftswachstum treibt üblicherweise die Gewinne der Unternehmen nach oben. Damit können die Unternehmen höhere Dividenden zahlen oder ihr Eigenkapital stärken.

 

Höhere Dividenden kommen direkt in den Taschen der Aktionäre an. Höheres Eigenkapital erhöht den Wert eines Unternehmens; in der Folge steigen die Aktienkurse für dieses Unternehmen. Auch das freut den Anleger.

 

Zusammen mit den fehlenden Alternativen zur Aktienanlage – zum Beispiel liegen die Zinsen für einen Kredit an die Bundesrepublik Deutschland über 5  Jahre nur bei minus 0,3 Prozent jährlich – bleiben die Aussichten für Aktien also auch im neuen Jahr 2018 sehr attraktiv.

 

Trotzdem wachsam bleiben

 

Prognosen sind jedoch schwierig – besonders, wenn sie die Zukunft betreffen! Auch wenn die Vorzeichen auf grün stehen, können jederzeit neue Situationen die Lage auf den Kopf stellen.

 

So stehen Parlamentswahlen im Frühjahr in Italien an – die Stabilität Europas könnte in Gefahr geraten. Der Brexit kommt in die entscheidende Phase; nach den Fortschritten in den letzten Wochen des Jahre 2017 werden in 2018 erste harte Entscheidungen zu treffen sein.

 

Neben der Politik bleiben die Notenbanken zu beachten. Die US Notenbank FED ist schon mitten im Zyklus der Zinserhöhungen. Sie geht sehr behutsam vor und wäre im Falle wirtschaftlicher Probleme sicherlich zu sofortigen Maßnahmen bereit. Trotzdem sind steigende Zinsen grundsätzlich schlecht für Aktienmärkte, denn wer Zinsen risikolos bekommt geht seltener an die risikobehaftete Börse. Das wird sich bemerkbar machen.

 

Die Europäische Zentralbank EZB hingegen ist gerade erst dabei, ihr Anleihkaufprogramm zu halbieren – von 60 Milliarden Anleihekäufen monatlich auf dann nur noch 30 Milliarden Euro. Das lässt sich sogar in Japan erkennen, denn die dortige Notenbank Bank of Japan hat ein geringeres Tempo beim Anwachsen ihrer Bilanz erkennen lassen.

 

Diese Maßnahmen der Notenbank entziehen den Kapitalmärkten Geld. Entsprechend können die Märkte nicht mehr so schnell steigen.

 

Die Inflationsrate ist wichtig

 

Wichtigster Meßpunkt für die Notenbanken ist die Inflationsrate. Alle Notenbanken streben mehr oder weniger ein Ziel von um die 2 Prozent Inflation (Geldentwertung) jährlich an. Bisher haben jedoch ganzen Maßnahmen nur bedingt zum Anstieg der Inflationsrate geführt.

 

Es wird spekuliert, dass dies daran liegt, dass technische Innovationen und die Digitalisierung in vielen Sektren Lohnsteigerungen ausbremsen. Dazu kommt, dass Rohstoffe wie Öl oder Holz weiterhin relativ billig sind.

 

Würde sich das aber ändern und die Inflationsraten sprunghaft zulegen, wären auch die Notenbanken zu einem entschlossenen Handeln gezwungen. Zuletzt legte die Inflationsrate vor rund einem Jahr deutlich zu:

 

Sprunghafter Anstieg der Inflationsrate im November 2016 (Grafik: EZB)

 

 

Das von Nobelpreisträger Robert Shiller entwickelte Shiller-KGV, das den Wert eines Unternehmens in Verhältnis zu seinen Gewinnen der vergangenen zehn Jahren setzt, liegt bei US-Aktien bei rund 30. Nur zwei Mal war das Shiller-KGV in den USA bisher höher: vor dem Platzen der Internetblase 2000 und vor der Großen Depression 1929.

 

Wie sollten Anleger in dieser Börsenphase reagieren?

 

Wer sich die Argumente von oben ansieht, könnte ins Zweifeln kommen und einfach gar nicht investieren. Aber Achtung: wer sich zu früh von den Börsen verabschiedet verpasst möglicherweise die schönsten Jahre mit den kräftigsten Zuwachsraten.

 

Im Schnitt bietet das letzte Drittel eines Bullenmarktes 37 Prozent der gesamten Rendite. Große Börsenjahre wie 1997 (plus 31%), 1998 (26,7%), 1989 (27,3%) und 1980 (25,78%) könnten dem Anleger verloren gehen, wenn er jetzt nicht mehr auf Aktien setzt.

 

Entsprechend sollte der Anleger seinen Asset-Allokation überprüfen. Sie macht rund 2/3 des Erfolg an den Börsen aus. Neben Cash (Liquidität) gibt es klassischerweise Anleihen und Aktien.

 

Abhängig davon, wie lange man noch investieren möchte, sollte man die Asset-Allokation wählen. Wer viel Zeit, also 8 oder mehr Jahre hat, sollte eine hohe Aktienquote wählen – vielleicht 70 Prozent. Wer nur rund 5 Jahre Zeit hat, der dürfte mit ca. 50 Prozent Aktienquote richtig liegen.

 

Wie sieht es mit anderen Anlageformen in 2018 aus?

 

In aller Munde dürften auch 2018 die Immobilien bleiben. Schließlich sind die Zinsen niedrig, was eine Baufinanzierung erleichtert.

 

Immobilien gibt es in unterschiedlichsten Varianten.

Leider wurden die Vorteile durch niedrige Zinsen durch stark gestiegene Grundstückspreise und stark gestiegene Handwerker-Kosten mehr als ausgeglichen. Mit klassischen Wohngebäuden dürfte also kaum Geld zu verdienen sein. Spezial-Gebiet wie Gewerbeimmobilien oder Logistikgebäude können lukrativer sein; allerdings fehlt den meisten privaten Anlegern das Know-How und das Eigenkapital, um dort dabei sein zu können.

 

Bleiben Immobilienfonds oder REIT’s, also Aktiengesellschaften die in Immobilien investieren. Sie können als passive, risikoarme Beimischung interessant sein. Aus ethisch-ökologischer Sicht sind sie als neutral zu bewerten, d.h. sie erzielen keinen positiven Nachhaltigkeitsaspekt, aber sind vertretbar.

 

Bei Rohstoffen ist das Bild unklar. Die Anstrengungen zu Fördermengenreduzierung der OPEC waren teilweise erfolgreich, so dass der Ölpreis leicht steigen konnte. Steigt er jedoch stärker, dürfte sich auch das Fracking wieder verstärkt rentieren, womit der Ölpreis wieder schwächer wird.

 

Der Ölpreis befindet sich seit Juni 2017 in einem Aufwärtstrend, der jedoch durch Fracking bei einem Wert zwischen 70 und 80 Dollar gebrochen werden sollte. Grundsätzlich ist Öl für den nachhaltigen Investor nur eine Information zu den Energiepreisen: eine Investition verbietet sind, bedenkt man die enormen Risiken bei der Gewinnung von Öl oder die negativen Effekte für das Klima beim Verbrauch fossiler Energien.

 

Und noch ein Wort zum Bitcoin: Der interessante Ansatz mit dem nicht unbegrenzt vermehrbaren Bitcoin und der intelligenten Vorgehensweise mit der Blockchain ist keine wirkliche Währung. Das Bezahlen damit ist nur selten möglich und dauert teilweise Stunden. Der Bitcoin ist ein reines Spekulationsobjekt, ähnlich der Tulpenzwiebeln bei der Tulpenblase in den Niederlanden 1636 – 1637. Der Bitcoin ist also keine Geldanlage, eher der Besuch eines Casinos.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und Twitter.


15. März 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: „America first“ – das gilt leider nicht im Klimaschutz und in der Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Die Vereinigten Staaten rangieren hier auf Platz 25 – hinter vielen Ländern Europas. Dabei spielen nicht nur das geringe Engagement beim Ausbau Erneuerbarer Energien und der hemmungslose Konsum eine Rolle. Der SDG-Index, der die Zielerreichung der einzelnen Staaten bewertet, weist auch Mängel in den Bereichen Gleichberechtigung und in der Bekämpfung der Armut im Land aus. Es bleibt abzuwarten, wie sich die USA unter Donald Trump weiter entwickeln wird.” ]

 

 

USA – Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Gegensätze.

„America first“ – der mittlerweile schon historische Ausspruch des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump trifft die Realität nicht in allen Punkten. Zum Beispiel bei der Erreichung der 2016 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der Staatengemeinschaft. Hier belegen die USA zwar einen soliden 25. Platz, spielen aber absolut nicht in der ersten Liga mit. Dort hat das „alte Europa“ die Nase vorn. Allen voran Skandinavien (Teil 1 unserer Serie) sowie der deutschsprachige Wirtschaftsraum (Teil 2 unserer Serie). Im dritten Teil unserer Serie „Nachhaltige Staaten“ geht unser Blick daher über den Atlantik. Hier beleuchten wir diesmal besonders die Energie- und Klimapolitik der USA, die durch den Trump-Ausspruch von der „Klimalüge“ verstärkt in das allgemeine Interesse gerückt ist.

 

 

„Wait and see“ statt „Yes we can“?

Platz 25 im Nachhaltigkeits-Index für die USA ist durchaus problematisch, denn bei den vereinbarten 17 Zielen  der Vereinten Nationen, sind die Mitgliedsstaaten nicht nur aufgefordert, Energiewirtschaft, Stadtentwicklung und Konsum nachhaltiger zu gestalten – Themenfelder, in denen das Engagement der USA sicher noch stark ausbaufähig ist. Es geht aber auch um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Chancengleichheit und Bildung. Außerdem sind Anstrengungen in Sachen Klimaschutz gefordert sowie die Sicherung der Ernährung, dem Zugang zu sauberem Wasser und Schutz der Umwelt und der Meere. Diese Ziele sollen alle UN-Staaten bis zum Jahr 2030 erreichen, um unsere Lebensgrundlagen auch für die kommenden Generationen zu bewahren.

 

Die Erreichung vieler dieser Nachhaltigkeitsziele sollte den USA eigentlich nicht schwer fallen. Auf dem Ampelsystem des SDG-Index steht allerdings aktuell die Ampel nur in 2 der 17 Teilbereiche auf „grün“, nämlich beim „Zugang zu sauberem Trinkwasser“ sowie im Bereich „Industrie, Innovation und Infrastruktur“. 3 Ampeln bescheinigen mit „gelb“ eine mittelmäßige Zielerreichung in den Bereichen „Bildung“, „Gesundheit“ und „Nachhaltige Städte und Kommunen“. Die übrigen Signale stehen auf „rot“. Das bedeutet, dass Amerika noch einen hohen Aufholbedarf in Gerechtigkeits- und Umweltbelangen hat.

 

Allerdings besteht die Gefahr, dass sich die USA von dem inspirierenden „Yes we can“-Denken verstärkt in die Besitzstandswahrung und –mehrung zurückzieht. Dabei stellt ein Stillstand in der Nachhaltigkeitspolitik der USA eine echte Gefahr dar. Schließlich verantwortet das Land fast 16 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes und steht damit auf Platz 2 hinter China (28,21 Prozent). Ein Wirtschaften, das Folgen hinterlässt. Bereits jetzt verursacht der „American way of life“ den weltweit tiefsten ökologischen Fußabdruck.

 

 

Zwischen „einer unbequemen Wahrheit“ und der „Klimalüge“

Die USA werden seit Jahrzehnten mit Massenkonsum und Energieverschwendung assoziiert. Genauso lange warnen aber auch Vordenker aus den eigenen Reihen vor den Folgen.

 

Vorreiter war Ende der 70er Jahre der damalige US-Präsident und spätere Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter. Seine Umweltstudie „Global 2000 – Zeit zum Handeln“ erregte weltweites aufsehen und ergänzte die 1972 erschienene Studie des Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“. Carters „Global 2000“ gab eine umfassende Prognose der weltweiten Entwicklung bis zum Jahr 2000 und gilt noch heute als eines der wichtigsten Veröffentlichungen in diesem Bereich. Die Studie warnte vor einer Bevölkerungsexplosion, tiefgreifenden Umweltproblemen und den Folgen des zunehmenden Treibhauseffekts und einer damit einhergehenden Veränderung des Klimas.

 

Vor den extremen Gefahren der Erderwärmung warnte in den 90er Jahren auch US-Vizepräsident Al Gore. In seinem Buch „Eine unbequeme Wahrheit“  befasste sich Gore ausführlich mit den Folgen eines ungehemmten CO2-Ausstoßes und warnte eindringlich vor den Gefahren der extrem ungleichen Verteilung von Ressourcen weltweit. Gore wurde für sein Engagement ebenfalls mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und erhielt für die Verfilmung seines Werkes den begehrten Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“.

 

Auch in der jüngsten Vergangenheit haben sich die USA nicht dem Thema Klimakrise verschlossen. US-Schauspieler Leonardo DiCaprio reiste als UN-Friedensbotschafter um die Welt, um Politiker, Wissenschaftler und Menschen, die direkt vom Klimawandel betroffen sind zu befragen. In Dokumentarfilm „Before the Flood“ zeigt der Filmstar und Umweltaktivist zahlreiche Beispiele für die klimabedingten Veränderungen auf der Erde und zeigt auch positive Projekte zur klimafreundlichen Energiegewinnung. Ein Thema, das auch dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama nicht gleichgültig war. Mit dem „Clean Power Plan“ setzte er während seiner Amtszeit strenge Grenzwerte für die CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken fest.

 

Das vielfältige Engagement zeigt, dass vielen Menschen in den USA die weitere Entwicklung der Welt wichtig ist und die Gefahren der aktuellen Entwicklung durchaus bekannt sind. Die Frage lautet jetzt, welchen Weg die USA unter dem neuen Präsidenten Trump einschlagen und welche Priorität dem Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen eingeräumt werden wird. Schließlich gilt Trump in den USA als Kohle-Lobbyist und hat während seines Wahlkampfes die Existenz einer globalen Klimakrise vehement geleugnet.

 

 

Quo Vadis US-Energiepolitik?

Klimapolitik in den USA – wohin geht die Reise?

Klimaschutz und Energiepolitik der USA beherrschen derzeit nicht die Berichterstattung über die USA. Vielmehr stehen aktuell außenpolitische Themen auf der Agenda weit oben. Welchen Weg die USA also zukünftig gehen werden, ist noch unklar. Als Unterzeichnerin des Pariser Abkommens zum Klimaschutz und UN-Mitglied, das den verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen verpflichtet ist, werden die USA über kurz oder lang nicht um Entscheidungen in der nationalen Klimaschutzpolitik umhin können und ihren Beitrag – als einer der Hauptemittenten – zur Dekarbonisierung leisten müssen.

 

Derzeit nehmen die Vereinigten Staaten von Amerika mit einem jährlichen Umsatz von 12.000 kWh pro Kopf den 10. Platz im weltweiten Energieverbrauch ein. Generell wäre das Land in der Lage, seinen Bedarf komplett aus eigenen Ressourcen zu decken. 81 Prozent der Energie wird aus fossilen Energieträgern erzeugt. Allen voran, mit einem Anteil von 36 Prozent, noch immer Erdöl. 29 Prozent werden durch Erdgas erzeugt, 16 Prozent aus Kohle. Atomenergie nimmt einen Anteil von 9 Prozent ein. Lediglich 10 Prozent der verbrauchten Energie stammt aus Erneuerbaren Quellen. Damit liegen die USA weit unter dem EU-Durchschnitt von derzeit 18 Prozent. Lichtblicke zeigen sich n einzelnen Bundesstaaten, die sich selbst freiwillige Ziele zum Ausbau Erneuerbarer Energien gesetzt haben. Was fehlt ist allerdings eine nationales Gesamtkonzept, um die Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser auf den Weg zu bringen.

 

 

Den Klimaschutz wieder groß machen

Nachhaltige Entwicklung benötigt einen politischen und gesellschaftlichen Rückhalt. Wenn Regierung, Interessengruppen und Menschen gleichermaßen hinter dem Konzept stehen, sind nachhaltige Maßnahmen umsetzbar und zeigen Erfolge.

 

Was in der Politik funktioniert, lässt sich auch auf Deine Finanzen anwenden. Wenn du weißt, was du willst, kannst du mit dem richtigen Partner Deine Anlagestrategie optimal umsetzen. Klimafonds unterstützt Dich bei Deiner nachhaltigen Geldanlage.

 

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



9. März 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Palmöl findet sich in nahezu jedem zweiten Supermarktprodukt. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Palmöl weltweit rapide an. Urwälder werden gerodet um Platz für gigantische Ölplantagen in Monokultur zu schaffen. Die Folgen: Bedrohung der Biodiversität, Vertreibung der Ureinwohner, Gefahr für das globale Klima. Die Lösung: Abschied vom Massenkonsum und Bevorzugung regionaler Lebensmittel.” ]

 

Früchte der Ölpalme – Monokultur auf verbrannter Erde.

Hast Du heute Morgen geduscht, Dich eingecremt, Müsli gegessen oder vielleicht ein Brot mit leckerer Schokoladenceme, noch vor dem Weggehen die Waschmaschine angeworfen? – Was immer Du heute schon getan hast, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Du mehrfach mit Palmöl zu tun hattest.

 

Das war vor einigen Jahren noch anders, durch die Dominanz weniger globaler Nahrungsmittel- und Kosmetikkonzerne hat Palmöl in relativ kurzer Zeit einen unvergleichlichen Siegeszug als Bestandteil von Lebensmitteln, Pflege-, Putz- und Waschmittel angetreten. Auf der Verliererseite stehen Klima und Umwelt, denn das vielseitige Palmöl wird meist nach Brandrodungen als Monokultur angebaut. Mit der Zerstörung tropischer Primärwälder gehen auch unzählige Tier- und Pflanzenarten zu Grunde. Höchste Zeit also, das Kleingedruckte auf den Lebensmittelverpackungen aufmerksamer zu studieren.

 

 

Die Palme – der neue Ölbaron

Lebensmittelskandale der letzten Jahre und ein allgemein gewachsenes Umweltbewusstsein haben dazu geführt, dass viele Verbraucher sich verstärkt dafür interessieren, was sie essen und was in den Produkten steckt, die sie täglich zur Körperpflege und für den Haushalt verwenden. NoGos waren dabei unter anderem Transfettsäuren, versteckte tierische Fette und Mineralöl. Palmöl als Ingredienz erregte dagegen kaum Misstrauen. Schließlich handelt es sich um einen pflanzlichen, also nachwachsenden natürlichen Rohstoff.

 

So weit, so gut – allerdings war kaum abzusehen, in welchem rasanten Tempo das Interesse der Industrie an Palmöl zunehmen würde. Palmöl hat einen Marktanteil von rund 30 Prozent und ist damit ein bedeutender Player im pflanzlichen Ölgeschäft. Aktuell werden jährlich etwa 56 Millionen Tonnen Palmöl produziert und weiter verarbeitet – und die Nachfrage steigt weiter an. Voraussichtlich wird sich der Bedarf an Palmöl in den kommenden 30 Jahren verdreifachen. Obwohl die Ölpalme sehr effizient ist werden für derartig gewaltige Mengen auch Anbaugebiete von gigantischem Ausmaß nötig sein.

 

 

Kleine Pflanzenkunde

Die Früchte der Ölpalme liefern das begehrte Palmöl.

Die Ölpalme ist ursprünglich in Afrika beheimatet und wird mittlerweile auch in Südamerika und Südostasien angebaut. Der Palmenbaum wächst bis zu 30 Meter hoch und trägt zwischen 3.000 du 6.000 Früchte. Aus dem Fruchtfleisch wird Palmöl, aus den Samen der Frucht Palmkernöl gewonnen. Mit der Kokospalme ist die Ölpalme verwandt.

 

Palmöl ist das zweitwichtigste pflanzliche Öl, Nummer eins ist aktuell noch Sojaöl. Sollte die Entwicklung des Palmöls jedoch ungebrochen so weitergeht wie bisher, kann die Ölpalme über kurz oder lang Soja den Rang ablaufen. Der wirtschaftliche Vorteil der Ölpalme ist ihre Ergiebigkeit. Für die gleiche Menge an Öl benötigt die Ölpalme gegenüber Soja lediglich ein Drittel der Anbaufläche. Noch ungünstiger fällt der Vergleich zu Raps aus, hier benötigen die Ölpalmen für den gleichen Ertrag nur ein Sechstel der Fläche. Durch den geringen Flächenbedarf ergibt sich ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil des Palmöls: es ist billig in der Produktion. Darüber hinaus ist Palmöl gut zu verarbeiten und ist temperaturunempfindlich.

 

Alle diese Eigenschaften machen den Tausendsassa unter den Ölen beliebt und begehrt. Verwendet wird das Palmöl zum größten Teil in der Nahrungsmittelindustrie, 68 Prozent der Ernte landen dort. Weitere 27 Prozent finden sich in Kosmetika, Putz- und Waschmittel wieder. Zu 5 Prozent wird Palmöl zur Produktion von Agrotreibstoffen verwendet, ein Feld, dass noch enormes Wachstumspotenzial birgt, denn die Nachfrage nach Bio-Sprit wird angesichts der limitierten Erdölvorräte weiter steigen.

 

 

Blick ins Supermarktregal

Vielleicht wunderst Du Dich über den hohen Anteil von Palmöl in Lebensmitteln. In der Tat gehen Umweltverbände davon aus, dass Palmöl mittlerweile in jedem zweiten Supermarktartikel enthalten ist. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe vieler Produkte bestätigt das. Dabei geht es nicht nur um die klassischen “Fettträger” wie Schokoaufstrich, Kuchen und Fertiggerichte. Palmöl findet sich auch in Müslis, Keksen und anderen Backwaren. In der Kosmetikabteilung ist das vielseitige Öl nicht nur Inhaltsstoff von Cremes und Lotionen, sondern auch von Duschgels und Shampoo. Selbst Waschmittel enthalten Tenside aus Palmöl, diese müssen dabei nicht einmal deklariert werden. Wenn Du jetzt denkst, dass die Omnipräsenz des Palmöls sich nur auf herkömmliche Marken bezieht und Du mit Bio-Produkten auf der sicheren Seite bist, hast du weit gefehlt. Palmöl ist wirklich überall!

 

 

Warum schädigt Palmöl das Klima?

Natürlich ist es nicht schön, in den Lebensmitteln versteckte Fette untergejubelt zu bekommen – aber was macht das Palmöl zum Klimakiller? Um die hohe Nachfrage nach Palmöl zu befriedigen, werden Ölpalmen als Monokultur auf großen Plantagen angebaut. Führende Palmöl-Produzenten sind aktuell Indonesien (53 Prozent) und Malaysia (36 Prozent). Aber auch West- und Zentralafrika, ursprüngliche Heimat der Ölpalmen, versuchen ein Stück vom Kuchen abzubekommen und bauen vermehrt Plantagen auf.

 

Traurige Tropen – Orang Utans gibt es bald nur noch im Zoo.

Die Palmöl-Plantagen entstehen dort, wo bis vor kurzem Urwaldgebiete mit einer reichen Vielfalt von Tieren und Pflanzen bestanden hat. Für das einträgliche Ölgeschäft werden die Regenwälder gerodet und trockengelegt. Damit verschwinden große biologische Lebensräume, zahlreiche Tier- und Pflanzenarten wandern auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

 

Durch das Verschwinden der Primärwälder entstehen Torfböden und das bis dahin in den Urwäldern gespeicherte Treibhausgas CO2 gelangt in die Atmosphäre. Zudem wird die ökologische Problematik verstärkt, da Rodung der Urwälder fast immer illegale Brandrodung bedeutet. Besonders betroffen sind die Urwälder auf Sumatra und Borneo. Damit hat sich Indonesien auf den traurigen dritten Platz der größten CO2-Emittenten weltweit hochgearbeitet, direkt hinter den USA und China. Die Umweltorganisation Greenpeace hat errechnet, dass die Urwaldflächen in Südostasien sich in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent verkleinert haben. Die Vernichtung der Wälder zerstört nicht nur den Lebensraum von Tieren und Pflanzen, auch Urwaldvölker verlieren ihre Lebensgrundlage und werden von ihrem Land vertrieben.

 

 

Nachhaltig konsumieren – nachhaltig investieren

Palmöl zu vermeiden ist nicht einfach. Selbst Bio-Produkte geben keine Garantie für eine klimafreundliche Herstellung, sondern bestätigen lediglich, dass keine Pestizide im Anbau verwendet wurden. Einige Hersteller versuchen allerdings die gesamte Herstellungskette transparent zu halten und nur Palmöl aus fairem und ökologischem Anbau außerhalb der brandgerodeten Flächen zu verwenden.

 

Wesentliche Ursache für das Ausmaß des schmierigen Palmölgeschäftes ist allerdings der Massenkonsum industriell gefertigter Lebensmittel und die damit verbundene Massenproduktion. Eine Nachfrage auf dem aktuellen Niveau kann kaum durch nachhaltige Anbauweisen erreicht werden.

 

Nachhaltiger Konsum muss nicht unbedingt Einschränkung bedeuten. Wenn Du auf regionale und handwerklich gefertigte Lebensmittel setzt, wirst Du sehr wahrscheinlich mehr Genuss erleben als mit den weltweit normierten Lebensmitteln der globalen Großkonzerne.

 

Individuelle Lösungen sind nicht nur bei der Auswahl der Lebensmittel von Bedeutung. Auch bei Deinen Finanzen solltest Du nicht auf Massenprodukte setzen. Klimafonds, Experte für nachhaltige Geldanlagen, hilft Dir Dein Geld so anzulegen, dass es Mensch, Umwelt, Klima und Dir gleichermaßen nutzt. Informieren Dich über unsere mehr als 300 ethische und ökologische Investments.

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 


angel-investors.jpg

23. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: ForestFinance zählt zu den erfahrenen Anbietern nachhaltiger Geldanlagen. Das Bonner Unternehmen bietet seit rund 20 Jahren klimafreundliche Waldinvestments in Asien, Süd- und Mittelamerika. Ziel ist der Erhalt des tropischen Regenwaldes durch eine nachhaltige Forstwirtschaft. Durch die Aufforstung soll nicht nur das globale Klima verbessert werden, auch die Menschen vor Ort, Natur, Umwelt und nicht zuletzt die Anleger sollen von diesem Konzept profitieren.” ]

 

 

Nachhaltige Geldanlage: Aufforstungsprojekte in Südamerika.

Immer wieder berichten wir hier über interessante und nachhaltige Geldanlagen. Diese nutzen dem Klima und bringen Dir gute Erträge. So kannst Du mit gutem Gewissen Deine Finanzgeschäfte betreiben und durchbrichst das veraltete Wirtschaftsdenken von Gewinnern und Verlierern.

 

Klimafonds ist ein erfahrener Experte für ethische und ökologische Investments und berät Dich umfassend. Aber vielleicht hast Du Dich schon einmal gefragt, wie die vielfältigen nachhaltigen Angebote zustande kommen.

 

So wie Verlage regelmäßig Bücher veröffentlichen, die in ihr Verlagsprogramm passen, bringen sogenannte Emissionshäuser Geldanlagen auf den Markt. Dabei haben sich einige Anbieter auf nachhaltige Geldanlagen spezialisiert und betreiben ihr Geschäft mit viel Herzblut.

 

Als Anbieter klimafreundlicher Investments, ist es für uns natürlich wichtig, Dir nur Geldanlagen anzubieten, die Deinen und unseren hohen Ansprüchen genügen. Deshalb sehen wir auch bei den Anbietern zweimal hin, bevor wir die Finanzprodukte in unser Angebotsportfolio aufnehmen.

 

Im Rahmen einer kleinen Serie wollen wir Dir in loser Folge einige engagierte Finanzunternehmen vorstellen, mit denen wir bereits lange zusammenarbeiten. Den Anfang macht ForestFinance aus Bonn.

 


Harry Assenmacher – der realistische Visionär

ForestFinance wurde 1995 von Harry Assenmacher in Bonn gegründet. Assenmacher war zu damals bereits in ökologischen Kreisen ein bekannter Sachbuchautor und verfügte als engagierter Journalist über vielfältige Kontakte zu Verbänden, Unternehmen und Medien. Unter anderem war Assenmacher Chefredakteur des Magazins „Fairkehr“, dem Organ des alternativen Verkehrsclubs Deutschland VCD. Außerdem schrieb er für Publikationen des Umweltverbandes BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland).

 

Mit seiner Idee, dem Raubbau am tropischen Regenwald ein Ende zu setzen und Aufforstungsprojekte zu initiieren, wagte Assenmacher dann den Schritt in die unternehmerische Praxis. Ziel war es von Anfang an, die Aufforstungen nicht aus Spenden zu finanzieren, sondern das Vorhaben sofort auf wirtschaftlich feste Füße zu stellen. Mit den Aufforstungen unterstrich Assenmacher deutlich die klimapolitische Bedeutung der Projekte: Schutz, Erhalt und Pflege des tropischen Regenwaldes sind  unerlässlich, um klimaschädliches CO2 zu kompensieren.

 

Das erste Projekt von ForestFinance wurde in Panama realisiert. Die Aufforstungen geschahen unter sozial fairen und ökologisch sinnvollen Rahmenbedingungen. Zugleich sollte sich die Investition auch wirtschaftlich rechnen. Mit seinen Waldinvestments traf Assenmacher den Nerv der Zeit. Die anfänglichen Erfolge motivierten zum Weitermachen. Nach dem Projekt in Panama wurden in den folgenden Jahren auch ökologische Mischwälder in Kolumbien, Peru und Vietnam aufgebaut.

 

Rund 20 Jahre lang war Harry Assenmacher geschäftsführender Gesellschafter von ForestFinance, bis er 2016 in den in Gründung befindlichen Aufsichtsrat des Unternehmens wechselte. Heute steht der 61-jährige Assenmacher ForestFinance als Berater zur Seite und begleitet die weitere Entwicklung der Projekte.

 

 

ForestFinance – Die Waldmacher

Der Blick des Bonner Emissionshauses reicht weit über das benachbarte Siebengebirge hinaus.

Ökologisch nachhaltige und finanziell rentable Waldprojekte als Direktinvestements für private und institutionelle Anleger – das ist seit 1995 das Kerngeschäft der ForestFinance Gruppe. Mittlerweile verfügt ForestFinance über Niederlassungen in Panama, Vietnam und Peru, denn direkt vor Ort können die Projekte effektiver gesteuert und überwacht werden. Am Bonner Standort, der Forest Finance Service GmbH, erfolgt in erster Linie die Projektentwicklung und Vermarktung. Dort arbeiten aktuell rund 30 Mitarbeiter.

 

Nach dem Ausscheiden Assenmachers, liegt die Geschäftsführung der Forest Finance Service GmbH in den Händen von Christiane Pindur und Richard Focken. Beide Geschäftsführer stehen für wirtschaftliches Denken gepaart mit Sachverstand, Enthusiasmus und einem Gefühl für soziale, ökologische und klimapolitische Verantwortung.

 

ForestFinance verfügt aktuell über Forstflächen von rund 17.500 Hektar in Asien, Süd- und Mittelamerika. Dort sollen langfristig ökologisch nachhaltige Mischwälder angelegt werden. Mehr als 17.000 Kunden haben sich bis heute mit rund 90 Millionen Euro an den unterschiedlichen Waldinvestments beteiligt. Die jeweilige Rendite steht in Abhängigkeit zu dem Produkt, dass im Rahmen des Waldinvestments verkauft werden kann. So werden beispielsweise bei regelmäßigen Durchforstung Hölzer geerntet. Erlöse werden aber auch durch Verkauf von angebautem Edelkakao erzielt.

 

 

Dem Wald einen Wert geben

Die Zerstörung von Waldgebieten weltweit ist noch immer ein hochaktuelles Thema. Angesichts der drohenden Klimakrise, ist der Erhalt und Wiederaufbau von Waldflächen überlebenswichtig. Entsprechend müssen auch die bestehenden Waldgebiete bewahrt werden. Keine leichte Aufgabe, denn landwirtschaftliche Anbau- und Weideflächen werden immer knapper und ertragreiche Pflanzen in Monokultur versprechen zwar wenig Nachhaltigkeit jedoch schnelle Gewinne. Durch die massenhafte Abholzung und Brandrodungen in vielen Gebieten der Erde, wird Holz zu einem wertvollen Handelsgut.

 

Dieser Entwicklung will ForestFinance entgegenwirken und präsentiert mit einem nachhaltigen Waldwirtschaftssystem einen tragfähigen Gegenentwurf. Mit Sekundärwäldern werden bestehende Weide- du Brachflächen frisch aufgeforstet. Dafür werden Pflanzen gewählt, die zum jeweiligen Standort passen und zur Entwicklung eines biodiversen Mischwaldes beitragen. Holz wird durch regelmäßige Durchforstung entnommen, nicht durch Kahlschlag. Mit dieser langfristig angelegten Forstwirtschaft, können Anleger eine gute Rendite erzielen. Die Menschen vor Ort erhalten durch lang angelegte Arbeitsverhältnisse und faire Bezahlung eine positive wirtschaftliche Perspektive.

 

 

ForestFinance Finanzprodukte

ForestFinance bietet die Beteiligung an seinen Waldprojekten als Sachwertinvestitionen an. Das bedeutet, dass die Investoren anteilig Eigentümer werden und steuerlich gesehen Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft erzielen. Außerdem hat ForestFinance auch monatliche Sparverträge und Waldsparbücher im Programm.

 

Beim KakaoWald werden hochwertige Kakaopflanzen gemeinsam mit Schattenbäumen in Peru gepflanzt. Der KakaoWald wird ökologisch bewirtschaftet und schrittweise in einen Mischwald umgestaltet. Ein Teil der Investition geht in den Schutz des Primärwaldes in Panama. Die Sachwertinvestition KakaoWald hat eine Laufzeit von 25 Jahren und eine prognostizierte Rendite zwischen 5 und 7 Prozent. Eine Beteiligung am KakaoWald ist ab einer Einlage von 3.250 Euro möglich.

 

Um Holz geht es beim Projekt GreenAcacia. Hier wird mit Hilfe von Akazien als Zwischenlösung zur Bodenverbesserung eine temporäre Monokultur in Kolumbien aufgebaut. Nach 12 Jahren wird der Akazienwald durchgeforstet, das Holz verkauft und die Plantage in einen klimafreundlichen Mischwald umgestaltet. Die Laufzeit dieser Investition beträgt 12 Jahre, Anleger können dabei mit einer Rendite von rund 6 Prozent rechnen. Eine Beteiligung ist ab 2.625 Euro möglich.

 

 

Den Regenwald erlebbar machen

Die Gelegenheit, den tropischen Regenwald hautnah zu erleben, ergibt sich eher selten. Wer sich dennoch ohne aufwändige Reise ein Bild machen möchte, dem sei ein Besuch im Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn empfohlen. Auf rund 500 Quadratmetern erhalten große und kleine Besucher einen umfassenden Eindruck von der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt der Regenwälder. ForestFinance hat das Kronendach des Museumswaldes mit einer Spende unterstützt und so auch für einen heimischen Tropenwald gesorgt.

 

 

 Mit Klimafonds die Möglichkeiten der nachhaltigen Geldanlagen entdecken

Eine gute Beratung ist gerade bei Sachwertinvestitionen das A und O. Dem trägt auch das Vertriebskonzept von ForestFinance Rechnung. Die Waldinvestments werden über unabhängige Finanzberater wie Klimafonds angeboten, die den gleichen Nachhaltigkeitsansatz vertreten, wie ForestFinance selbst.

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


20. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Windkraftanlagen sind wichtig für die Energiewende, denn Erneuerbare Energien liefern günstig, sauber und CO2-frei Strom. Allerdings steht auch die Windenergie in der Kritik. Bemängelt werden gesundheitliche Gefahren durch akustische und optische Belästigungen. Das Umweltbundesamt hat nun Studien ausgewertet und in einem umfassenden Positionspapier festgestellt, dass von Windkraftanlagen keine gesundheitlichen Gefahren ausgehen.” ]

 

 

Windräder sorgen für saubere und gesunde Energie.

Windkraftanlagen sind ein unentbehrlicher Bestandteil im Mix der Erneuerbaren Energien. Um die Energiewende konsequent umzusetzen, ist daher der Auf- und Ausbau von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien gefragt. Windkraft zählt zu den ältesten Energiegewinnungsarten. Mit den leistungsstarken neuen Windrädern und modernen Windparks hat diese Art der Energiegewinnung eine neue Dimension erhalten. Und jede neue Technologie birgt unbekannte Risiken und ruft Skeptiker und Kritiker gleichermaßen auf den Plan.

 

Dass Kritik und Ängste ernst genommen werden sollten, zeigt die Geschichte der Atomkraftwerke weltweit. Denn hier wurden die lebensbedrohlichen Risiken lange ignoriert. Stattdessen wurde die Energiegewinnung durch Atomspaltung als sauber und sicher propagiert. Ein Irrtum, der spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima ins Bewusstsein der weltweiten Öffentlichkeit gerückt ist. Entsprechend ist es eine wichtige Aufgabe der Technikfolgenabschätzung, auch Windkraftanlagen genauer unter die Lupe zu nehmen, denn auch diese Art der Energiegewinnung hat ihre Gegner.

 

 

Keine Angst vor Windkraftanlagen

Bereits seit vielen Jahren stehen Windräder bei Naturschützern in der Kritik, da es zu tödlichen Kollisionen mit Vögeln und Fledermäusen kommen kann. Studien des Naturschutzbundes NABU haben ergeben, dass durch eine intelligente Standortauswahl diese Risiken minimiert werden können. Die Größe und Leistungsfähigkeit der Windanlagen spielt dabei eine zu vernachlässigende Rolle.

 

Neben den Fragen des Naturschutzes werden Windkraftanlagen auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in der Umgebung nachgesagt. Nun hat das Umweltbundesamt ein umfassendes Positionspapier veröffentlichet aus dem hervorgeht, dass Windräder für keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen verantwortlich gemacht werden können.

 

 

Vorurteile gegen Windenergieanlagen werden entkräftet

Grundlage für das Positionspapier des Umweltbundesamtes ist die Auswertung aktueller wissenschaftlicher Studien, die sich eingehend mit den einzelnen kritisierten Faktoren der Windenergie beschäftigen. Ein besonderer Schwerpunkt bildet dabei die Beeinträchtigung durch Lärm- und Lichtbelästigungen. Darüber hinaus hat das Umweltbundesamt auch die psychologischen Aspekte untersucht, die der Akzeptanz von Windenergie entgegenstehen.

 

Das Ergebnis der Untersuchungen ist, dass moderne Windenergieanlagen nach dem jetzigen Stand der Erkenntnis keine Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen. Generell empfiehlt das Umweltbundesamt, die technologische Entwicklung auch weiterhin zu beobachten, um auf Veränderungen gegebenenfalls zeitnah reagieren zu können und mögliche neue Aspekte in die Überwachung aufzunehmen.

 

Generell beurteilt das Umweltbundesamt die Windenergieerzeugung durchweg positiv und bescheinigt der Technologie einen hohen Nutzen für die künftige klimafreundliche Energieversorgung ohne schädlichen CO2-Austoß.

 

Ein positives Signal von offizieller Seite, schließlich nimmt Windenergie eine wichtige Rolle in der Energieversorgung der Zukunft ein. Aktuelle werden rund 8 Prozent der deutschen Energieversorgung durch Windkraft produziert. Bei den Erneuerbaren Energien macht Windenergie einen Anteil von mehr als einem Drittel (35 Prozent) aus. Dabei besteht noch viel Entwicklungsspielraum. Zum einen durch die Erschließung neuer Standorte für Windparks im Binnenland, zum anderen durch das sogenannte Repowering, bei dem bestehende ältere Windräder durch neue leistungsstärkere Modelle ausgetauscht werden. Außerdem werden auch Offshore-Windparks vor den Küsten weiter ausgebaut.

 

 

Die 5 wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick

 

  1. Lärm

Windräder in der Nachbarschaft lassen einen ruhigen Schlaf zu.

Ein altes Argument gegen Windräder ist die Belästigung durch monotonen Lärm der Rotorblätter. „Flapp-flapp-flapp“ – eine dauerhafte Lärmbelastung kann zu körperlichen und psychologischen Schäden führen, den gesunden Schlaf beeinträchtigen und Konzentrationsschwierigkeiten, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur Folge haben.

 

Allerdings zeichnen Windräder für eine derartige Lärmbelästigung, so das Umweltbundesamt, nicht verantwortlich. Abgeleitet von der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BIMSch), beträgt der Abstand von Windenergieanlagen zu den nächsten Wohnhäusern rund 600 Meter. In diesem Bereich wird keine gesundheitsschädliche Geräuschentwicklung mehr gemessen.

 

Noch sicherer gehen Anwohner in Bayern, denn hier wird mit der sogenannten „10-H-Regel“ ein Sonderweg beschritten: Windräder müssen das Zehnfache ihrer Höhe als Abstand zur nächstgelegenen Wohnbebauung aufweisen. Bei einem modernen Windrad ergibt sich dann ein Abstand von gut und gerne 2.000 Metern, also dem mehr als dreifachen Abstand zum übrigen Bundesgebiet.

 

 

  1. Infraschall

Lärmbelästigung ist gesundheitsschädlich, jedoch leicht zu messen und zu identifizieren. Unangenehmer verhält es sich beim Infraschall, also den Geräuschquellen, die außerhalb der menschlichen Hörschwelle liegen. Diese werden vielfach durch technische Geräte und Anlagen in die Umwelt emittiert und können die Gesundheit negativ beeinflussen. Das Umweltbundesamt kommt in seinem Positionspapier zum Ergebnis, dass aufgrund umfangreicher Geräusch Immissionsmessungen im Bereich von Windenergieanlagen die Hör- und Wahrnehmungsschwelle für Infraschall nicht erreicht wird. Entsprechend ergeben sich hier keine gesundheitlichen Risiken.

 

  1. Licht und Schatten

Irritierende optische Phänomene, wie Licht- und Stroboskopeffekte oder Schattenwurf gehörten in den vergangenen Jahren immer wieder zu den Argumenten gegen Windenergieanlagen. Im Rahmen der Untersuchung des Umweltbundesamtes kam nun heraus, dass diese Problematik veraltet ist. Der technologische Standard hat sich in den letzten Jahren extrem verbessert, so dass hier mit keiner gesundheitlichen Gefährdung zu rechnen ist.

 

Unangenehme optische Einflüsse sind eher in die „Kindertage“ der Windenergienutzung einzuordnen. Heutzutage werden Windräder mit matter Farbe versehen und damit Lichtreflexionen weitgehend vermieden. Auch der gefürchtete Stroboskopeffekt konnte durch eine geringere Drehgeschwindigkeit der Rotoren ausgeschaltet werden.

 

  1. Eiswurf

Ebenfalls als „von gestern“ gilt die Gefahr des martialischen Eiswurfs. Dabei handelte es sich um Eisbrocken, die im Winter von den Rotorblättern abgeworfen werden können. Allerdings verfügen Windenergieanlagen mittlerweile über eine Eis-Erkennung, die Rotoren bei Eisbildung einfach abschalten kann. Einige Modelle nutzen auch beheizbare Rotorblätter, auf denen sich erst gar kein Eis mehr bilden kann. Vor Verletzungen durch Eiswurf muss sich, so der Schluss des Umweltbundesamtes, niemand mehr fürchten.

 

  1. Psychologische Faktoren

Wissenschaftliche Messungen und moderne Technologie bringen objektive Sicherheit. Schwieriger ist es, subjektive Wahrnehmungen und psychologische Faktoren zu entkräften. Denn wer generell Vorurteile gegenüber Neuerungen hegt, in einem benachbarten Windpark eine Zerstörung der gewachsenen Landschaft sieht und Veränderungen eher ablehnt, kann sich durch Windenergie durchaus belästigt fühlen. Entsprechend wirkt sich diese subjektive Belästigung auch negativ auf die Psyche und die körperliche Gesundheit aus.

 

Das Umweltbundesamt rät daher dazu, die Öffentlichkeit im Allgemeinen verstärkt über Windkraftanalgen zu informieren. Besonders die Bevölkerung in der Nachbarschaft von Anlagen sollte frühzeitig in Planungen und Veränderungen einbezogen werden. Wichtig ist es, Ressentiments aufzunehmen und nicht abzutun.

 

Ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation ist dabei auch die Bedeutung der Windkraft für eine saubere und nachhaltige Energieversorgung. Schließlich sind die klimaschädigenden und gesundheitsschädlichen Auswirkungen durch die exzessive Nutzung fossiler Energieträger bekannt und belegt.

 

 

Rückenwind für die Energiewende

In Norddeutschland gehören Windräder bereits seit Jahren zum Landschaftsbild. Umfragen haben ergeben, dass die Bevölkerung diese Art der Energiegewinnung stark akzeptiert und die positiven Auswirkungen zu schätzen weiß. Von der Windenergie profitiert nicht nur das Klima, auch sind viele Landwirte durch die Verpachtung der Standorte in Norddeutschland finanziell an Windprojekten beteiligt. Eine clevere Win-win-Situation. Doch auch wer keinen Acker anzubieten hat, kann sich an Windkraftprojekten beteiligen und von der Energiewende profitieren.

 

Klimafonds, erfahrener Anbieter von klimafreundlichen und nachhaltigen Geldanlagen, hilft Dir, Deine passende Geldanlage zu finden. Gleichgültig, ob du Dich für Investitionen in Wind, Sonne, Aufforstung oder ethische Geldanlagen entscheidest. Bei Klimafonds gewinnen Umwelt, Klima und Anleger gleichermaßen.

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



16. Februar 2017

Zusammenfassung: Nachhaltiges Handeln und Wirtschaften ist die Basis, um die Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu bewahren. Gleichzeitig hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit zu einem Trendwort entwickelt, das sehr unterschiedlich interpretiert und mit Inhalt gefüllt wird. Die Vereinten Nationen haben verbindliche Ziele für eine nachhaltige Entwicklung aller Staaten verabschiedet. Dabei werden die ökonomischen, ökologischen und sozialen Standards der einzelnen Länder bewertet. Skandinavien hat in dieser Bewertung sehr gute Ergebnisse. Die Nordeuropäer können vor allem in den Bereichen Bildung, Soziales und Gleichberechtigung punkten. Nachholbedarf besteht – wie auch bei allen anderen Industrienationen – im Bereich des nachhaltigen und klimafreundlichen Konsums.

 

 

 

Klassische Nachhaltigkeit: Mehr als die Hälfte Schwedens ist bewaldet.

Nachhaltigkeit hat sich zum Trendbegriff schlechthin entwickelt. Ursprünglich entstammt der Begriff der Nachhaltigkeit aus der Holzwirtschaft. Grundlage des Gedankens ist es, auch beim Eingriff in die Natur eine Balance und Stabilität im System zu gewährleisten. In der Praxis sollten also immer nur soviel Bäume gefällt und verwertet werden wie auch wieder aufgeforstet werden können. Dieses Prinzip wird mittlerweile auf viele Bereiche der Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie übertragen – und gebrochen. So rückt der „Earth Overshot Day“ seit Jahren im Kalender immer weiter nach vorne. Der „Earth Overshot Day“ bezeichnet den Tag im Jahr, an dem der Verbrauch natürlicher Ressourcen durch die Menschheit die Kapazitätsgrenze der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen erreicht hat. Bei einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Mensch und Natur wäre der „Earth Overshot Day“ am Jahresende, de facto wurde der Tag im vergangenen Jahr bereits am 8. August erreicht. Nachhaltiges Handeln ist also das Gebot der Stunde, denn im Zeichen der weltweiten Klimakrise sowie der immer größer werdenden Schere zwischen arm und reich, sind die Rahmenbedingungen für zukünftige Generationen stark bedroht.

 

 

Nachhaltige Staaten

Wenn Du eine Waschmaschine, einen Kühlschrank oder ein sonstiges Elektrogerät kaufst, achtest Du sicher auch auf die Energieeffizienz des Gerätes. Denn ein teureres Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ rechnet sich durchaus, während ein billiges Gerät der Klasse B schnell teuer werden kann. Als informierter Konsument weißt Du, dass Du in Deine Kalkulation verschiedene Faktoren einbringen musst. Wenn du also ein nachhaltiges Produkt wählen willst, darfst du die Rechnung nicht ohne den Stromverbrauch machen. Dass auch die Nachhaltigkeit von Staaten bewertet wird, ist dagegen nicht besonders bekannt. Doch genauso wie Waschmaschinen erhalten auch Staaten Ratings und Bewertungen.

 

In den Finanzmärkten haben sich Nachhaltigkeitsratings bereits etabliert, um Unternehmen nach ethischen und ökologischen Maßstäben zu bewerten. Basis für diese Bewertung ist die sogenannte ESG-Analyse („Environment Social Governance“), die Chancen und Risiken einzelner Marktteilnehmer ermittelt. Schwieriger ist die exakte Bewertung von Staaten. Hier spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Innerhalb von drei Gruppen werden 140 Indikatoren beurteilt. Bewertet wird zum einen die Zukunftsfähigkeit des Staates. Dabei werden wirtschaftliche, sozialstaatliche und ökologische Aspekte berücksichtigt. Eine weitere Rolle spielen der Demokratiegrad und die Rechtsstaatlichkeit des Landes. Außerdem berücksichtigt werden auch die Arbeit der Regierung, die demokratischen Kontrollmechanismen sowie die aktive Einbeziehung gesellschaftlicher Gruppen in den Willensbildungsprozess.

 

 

Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Die skandinavischen Länder erfüllen bereits viele Nachhaltigkeitskriterien.

Anlässlich des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung, haben die Vereinten Nationen 2015 insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele verabschiedet. Dabei geht es genauso um die Sicherstellung wirtschaftlicher und sozialer Grundlagen der Gesellschaften wie auch um die klimafreundliche und ökologische Entwicklung des Landes.

 

Die Staatengemeinschaft ist dabei aufgefordert, bis zum Jahr 2030 die Grundbedürfnisse zu sichern. Dazu zählen ausreichende Ernährung, Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitären Einrichtungen sowie zivile Sicherheit. Darüber hinaus sollen die Staaten auch für Gleichberechtigung und Bildung sorgen und extreme soziale Ungleichheit verhindern. Ebenso zählen klimapolitische und ökologische Vorgaben zu den Entwicklungszielen. Die Länder sind gleichfalls aufgefordert, eine klimafreundliche und moderne Energieversorgung auf- beziehungsweise auszubauen und den Ausstoß von CO2 drastisch zu reduzieren.

 

Die Formulierung dieser Ziele macht klar, dass bislang kein Staat sämtliche Vorgaben erfüllt. Während in den sogenannten Entwicklungsländern der CO2-Ausstoß gering ausfällt, sind hier Fragen der Grundsicherung völlig ungeklärt. Dagegen haben die Industrienationen bereits viel in den Bereichen der wirtschaftlichen Stabilität, Bildung und Gleichberechtigung erreicht. Schlechte Ergebnisse erzielen diese Länder jedoch im Klima- und Umweltschutz.

 

 

Schweden: Ja zu Erneuerbaren Energien – nein zum Atomausstieg

Gut die Hälfte des Landes ist in Schweden bewaldet, hinzu kommen unzählige Seen. Schweden ist optisch ein ökologischer Masterplan. Entsprechend nimmt das Land die Spitzenposition unter den nachhaltigen Staaten ein.

 

Die schwedische Nachhaltigkeitsstrategie, die fest in das politische System verankert ist, zeigt unter anderem seinen Erfolg im – für europäische Maßstäbe – niedrigen CO2-Ausstoß. Dieser liegt mit 5,17 Tonnen pro Jahr und Einwohner erfreulich unterhalb dem europäischen Durchschnitts von 8,33 Tonnen CO2.

 

Das schwedische Erfolgsrezept ist dabei der konsequente Abschied von fossilen Energieträgern. Diese machen nur noch 9,5 Prozent der Energieversorgung aus, der europäische Durchschnitt liegt noch oberhalb der 50 Prozent-Marke. Dagegen baut Schweden Anlagen für Erneuerbare Energien weiter aus und versorgt sich bereits mit 22,7 Prozent aus regenerativen Energiequellen.

 

Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie tut sich Schweden allerdings schwer. Aktuell soll die Mehrheit der bestehenden zehn Reaktoren aus den 70er und 80er Jahren nach und nach durch neue Anlagen ersetzt werden, lediglich drei Anlagen sollen bis 2020 vom Netz gehen.

 

 

Dänemark: Vorreiter im Bereich Erneuerbarer Energien

Eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie ist in Dänemark ein fester Bestandteil der Politik.  Der durchschnittliche CO2-Ausstoß liegt auch in Dänemark unter dem europäischen Durchschnitt bei 7,24 Tonnen pro Person und Jahr.

 

Vorbildlich agiert Dänemark im Bereich der Energieversorgung. Bereits mehr als 43 Prozent stammt aus erneuerbaren Quellen, für den Rest wird noch Kohle und Gas genutzt. Gegen die Nutzung von Atomenergie hat sich Dänemark bereits in den 80er Jahren entschieden und Anfang des Jahrtausends das letzte Atomkraftwerk vom Netz genommen.

 

 

Norwegen: Wasserkraftwerke decken fast den gesamten Energiebedarf

Die Erdölförderung hat Norwegen einst reich gemacht. Doch für die nationale Energieversorgung wurde und wird das schwarze Gold nicht eingesetzt. Auch auf Kohle- und kommerzielle Atomkraftwerke hat Norwegen nie gebaut. Das Land bezieht mit rund 98 Prozent fast seine gesamte Energie aus Wasserkraftwerken. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß liegt in Norwegen mit 7,8 Tonnen leicht unter dem europäischen Durchschnitt.

 

 

Ist Nachhaltigkeit auch Dein Thema?

Die drei skandinavischen Staaten zeigen, dass nachhaltige Entwicklung viele unterschiedliche Gesichter hat. Ein wichtiger Baustein ist es jedoch generell Erneuerbare Energien zu nutzen und das klimaschädliche CO2 drastisch zu reduzieren.

 

Unterstützen kannst du diese Entwicklung durch nachhaltige Geldanlagen. Denn hier entfaltet Geld seine positive Wirkung und Du kannst sicher sein, dass Deine Investitionen nur in soziale, ökologische und klimafreundliche Projekte angelegt werden. Klimafonds, erfahrener Berater für nachhaltige Geldanlagen, hilft Dir, Deine optimale und nachhaltige Anlagestrategie zu entwickeln.

 

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



6. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Die Erde hat sich seit der Industrialisierung im Durchschnitt um mehr als ein Grad Celsius erwärmt. Das hat bereits sichtbare Auswirkungen auf die Umwelt. Zu beobachten sind auch stärkere Häufungen bestimmter Wetterphänomenen, wie Überschwemmungen und extreme Dürren. Höchste Zeit also, den Kurs zu ändern, sich von klimaschädlicher Energiegewinnung zu verabschieden und den CO2-Ausstoß drastisch zurückzufahren.” ]

 

 

Die Wetteraussichten verändern sich auch mit dem fortschreitenden Klimawandel.

Du hast die Nase voll vom nasskalten Winterwetter und sehnst Dich nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings? Verständlich, denn Wetterphänomene beeinflussen unser Leben und unsere Laune.

 

Obgleich in unserer hochtechnisierten Gesellschaft alle Prozesse reibungslos und jederzeit funktionieren sollen, weisen uns Witterungseinflüsse immer wieder in unsere Schranken. So tobte Anfang des Jahres Sturmtief „Egon“ durch das Land und brachte große Teile des Verkehrs zum Erliegen, deckte Dächer ab und brachte Unordnung in unser geordnetes Leben.

 

Angesichts heftige Stürme und bereits drei sogenannter „Jahrhunderthochwasser“ innerhalb eines Jahrzehnts in Deutschland fragt sich so mancher, ob das noch die Launen des Wetters sind oder doch schon Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels?

 

 

Wetter – Smalltalk, Klima – Big Talk

Wetter war und ist ein klassisches und unverfängliches Smalltalk-Thema. Das Klima unseres Planeten ist eher Gegenstand ernster und wissenschaftlicher Diskussionen. Aber die Grenzen beginnen zu verwischen. Diskutiert wird jetzt, in wie weit sich schon die menschlichen Einflüsse auf das Wetter auswirken. Denn dass der Mensch seit der Industrialisierung massiven Einfluss auf die Entwicklung des Klimas der Erde genommen hat, streiten mittlerweile nur noch harte Klimaschutzkritiker ab.

 

 

Naturkatastrophe versus Klimakrise – der feine Unterschied zwischen Wetter und Klima

Kritiker des Klimawandels werden nicht müde zu erwähnen, dass es schon immer Unwetter und Naturkatstrophen gegeben hat und das Klima einem natürlichen Wandel unterworfen ist. Daher ist die Abgrenzung von Wetter, Witterung und Klima durchaus in der Debatte von Bedeutung. Hier ist die Zeitdimension entscheidend. Der Begriff Wetter beschreibt die aktuellen meteorologischen Phänomene, also beispielsweise starke Regenfälle oder hohe Temperaturen. Wenn dieses Wetter länger anhält, etwa über mehrere Tage oder Wochen, können wir von Witterung sprechen. Klima ist der Begriff für die Phänomene in einer langfristigen Betrachtung. Der Zeitraum für diese Betrachtung liegt bei rund 30 Jahren. In diesem Zeitrahmen werden aus den erhobenen Daten Durchschnittswerte gebildet. Diese Mittelwerte geben dann zuverlässige Informationen darüber, ob beispielsweise Überflutungen durchaus noch im statistischen Mittel liegen oder sich eindeutig über den bisher gemessenen Daten befinden. Durch die Beobachtung der klimatischen Verhältnisse über einen langen Zeitraum können Veränderungen und Besonderheiten erkannt werden.

 

 

Krisenfall: der beschleunigte Klimawandel

Durch die Langzeitbetrachtung des Klimas auf der Erde ist in den vergangenen Jahren mehr als deutlich geworden, dass die Erderwärmung ziemlich exakt so verlaufen ist, wie sie von vielen Klimaforschern bereits vorausgesagt wurde. Bei vielen Phänomenen, die in der letzten Zeit aufgetreten sind, handelt es sich also nicht um kleine Verrücktheiten des Wetters, sondern um spürbare Auswirkungen des beschleunigten Klimawandels.

 

Und dieser rasche Wandel führt in eine Klimakrise, die durch den verschwenderischen Umgang mit konventionell erzeugter Energie verursacht wurde und noch weiter verursacht wird. Durch die Verbrennung fossiler Energieträger in der Industrie, im Verkehr und in den Haushalten sowie durch das anhaltenden hohe Konsumniveau und die stark industrialisierte Landwirtschaft und Massentierhaltung werden große Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre gebracht.

 

Fakt ist, dass durch die Verbrennung von Kohle, Gas und Erdöl täglich rund 150 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2 unsere Atmosphäre belasten. Hinzu kommt Methan aus der Landwirtschaft. Sicher gibt es auch natürliche CO2- und Methan-Quellen, jedoch liegt der von Menschen verursachte Ausstoß bereits eine Million mal so hoch – eine Menge, mit der die Umwelt längst nicht mehr zurechtkommt. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Baum kann pro Jahr 12,5 Kilogramm CO2 speichern, um eine Tonne des Treibhausgases zu kompensieren sind also 80 Bäume notwendig. Wer jetzt den Baumbedarf ausrechnen will, der sich aus unserem täglichen CO2-Ausstoß ergibt, jongliert schnell im höheren zwölfstelligen Zahlenbereich.

 

Erderwärmung lässt die Polkappen schmelzen,

Das Wetter können wir nicht ändern, aber unser Verhalten und damit – auf längere Sicht auch das Klima. Und das ist bitter nötig, denn die globale Erderwärmung zu stoppen, ist mittlerweile überlebensnotwendig. Zu dieser Einsicht ist auch die Staatengemeinschaft gekommen. Daher hat die UN-Klimakonferenz in Marrakesch Ziele und Aktionspläne festgelegt, um eine unumkehrbare Klimakatstrophe abzuwenden. Um diese Ziel zu erreichen, muss die Erwärmung unseres Planeten unter der 2-Grad-Celsius-Marke gehalten werden. Das heißt, dass sich die Erde nicht mehr als zwei Grad gegenüber der durchschnittlichen Temperatur vor Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert steigen darf.

 

Ein ambitioniertes Ziel, schließlich lag im vergangenen Jahr der ermittelte Temperaturanstieg bereits bei 1,1 Grad Celsius. Darüber hinaus war 2016 das wärmste Jahr seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. Klimaforscher gehen sogar vom wärmsten Jahr seit Ende der Eem-Zeit aus.

 

 

Auswirkungen der Erderwärmung

Abschmelzen der Polkappen, Flüsse, die über ihre Ufer treten, überflutete Küstenregionen. Auf der anderen Seite anhaltende Dürren und weitreichende Versteppung. Die Erwärmung der Erde hat viele Gesicherter.

 

Gleich ist jedoch, dass die extreme Veränderung des Klimas eine Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zur Folge hat. Die Auswirkungen sind schon in vielen Teilen der Erde deutlich zu erkennen. Dabei sind nicht nur unzählige Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Auch der Lebensraum des Menschen wird immer kleiner. Ungerechterweise schlägt die Klimakrise bereits dort zu, wo der geringste CO2-Ausstoß weltweit produziert wird, in weiten Regionen des afrikanischen Kontinents. Missernten und Hungersnöte durch das veränderte Klima sind bereits jetzt eine bedeutsame Fluchtursache.

 

 

Erderwärmung wirksam stoppen

Um die Erde auch für zukünftige Generationen als bewohnbaren Planeten mit einer reichen biologischen Vielfalt zu erhalten, ist ein rasches Umdenken weltweit gefragt. Wichtige Puzzleteile sind dafür eine generelle Veränderung unseres Konsumverhaltens und der konsequente Ausbau von Erneuerbarer Energie. Der Wandel von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Quellen wie Wind, Wasser und Sonne, reduziert den CO2-Ausstoß und bringt das Klima wieder ins Gleichgewicht.

 

 

Sonnige Aussichten für klimafreundliche Investitionen

Mit dem Ausbau klimafreundlicher Technologien kann die globale Klimakrise wirkungsvoll ausgebremst werden. Um diese Entwicklung schnell voranzutreiben, sind Investitionen notwendig.

 

Eine gute Möglichkeit, Geld sinnvoll und nachhaltig anzulegen, etwas Positives für das Klima zu tun und gleichzeitig eine gute Rendite zu erwirtschaften. Klimafonds, Spezialist in Sachen klimafreundlicher Geldanlagen, hilft Dir bei der richtigen Finanzstrategie. Mache den Klimafonds Test – gut für Dich und für das Klima.

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 



2. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Die gezielte Nutzung Erneuerbarer Energien bringt neue Herausforderungen für das Stromnetz. Einspeisung und Entnahme von Strom müssen ins Gleichgewicht gebracht werden. Auf diesem Weg der Vernetzung und Kommunikation zwischen den einzelnen Systemen helfen intelligente Stromnetze, kurz Smart Grid. Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, sind aber auch die Verbraucher gefragt. Mithilfe von Smart Meter, intelligenten Messgeräten, können sie ihren Verbrauch effizienter gestalten und zukünftig günstige Tarife nutzen.” ]

 

 

Eine sichere und stabile Stromversorgung ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Auch nach dem Ausstieg aus der Atomenergie und der schrittweisen Umstellung von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare Energien wird ausreichend Strom zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass durch die verbesserte Energieeffizienz vieler Geräte und Systeme zukünftig weniger Strom benötigt wird.

 

Dennoch geht nicht alles ganz reibungslos und ohne jede Veränderung, denn unsere Stromnetze waren bislang darauf angelegt, das Energie eingespeist wurde – bis vor kurzem noch von einigen wenigen großen Kraftwerken. Das ändert sich mit der Umsetzung der Energiewende drastisch, denn neben den großen Energiemengen aus Wind- und Photovoltaikanlagen, kommen mit zahlreichen privaten Solaranlagen viele Stromproduzenten hinzu. Es wird also auch Strom dort ins Netz gespeist, wo bislang nur Strom entnommen wurde. Auf diese neue Herausforderung ist das bestehende Stromnetz noch nicht optimal vorbereitet.

 

 

Abschied von der konventionellen Stromerzeugung

Den Herausforderungen begegnen: Intelligente Stromnetze und verbesserte Energieeffizienz!

Generell darf immer nur so viel Strom ins Netz eingespeist werden, wie auch entnommen wird. Wird dieses Gleichgewicht gestört, bricht das Netz zusammen. Konventionelle Energieerzeuger, wie Atom- oder Kohlekraftwerke konnten „on demand“ exakt die benötigte Strommenge einspeisen und kleinere Schwankungen im Verbrauch ausgleichen.

 

Das ist allerdings auch schon der einzige Vorteil der alten Art der Stromerzeugung. Die Nachteile für unseren Planeten überwiegen, denn der enorm hohe Ausstoß von CO2 durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, haben entscheidend zur Erderwärmung beigetragen. Die Gefahren der Atomkraft für Mensch und Umwelt sind schon lange bekannt und spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 in den Köpfen der Menschen angekommen. Deutschland hat mit dem „Klimaschutzplan 2050″ eine Strategie entwickelt, die eine nahezu vollständige Dekarbonisierung vorsieht, um eine weitere Erwärmung der Erde zu stoppen.

 

Konkret bedeutet das, dass bis zum Jahr 2050 kein CO2 aus Industrie, Verkehr und privaten Haushalten mehr ausgestoßen wird. Durch den systematischen Ausbau von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien und gleichzeitig einer stetigen Verbesserung der Energieeffizienz ist die Energieversorgung sicher und zukünftig auch sauber und klimafreundlich.

 

 

Leistungsfähige Netze für Erneuerbare Energien

Aber was hat das alles mit den Stromnetzen zu tun? – Erneuerbare Energien liefern Strommengen nicht automatisch auf Knopfdruck. An windreichen Tagen liefern leistungsfähige Windparks große Energiemengen, an sonnigen Tag produzieren Photovoltaikanlagen mehr Strom als gerade benötigt wird. Entsprechend muss der produzierte Strom gespeichert werden, um die benötigten Mengen für wolkige Tage mit Flaute zu vorzuhalten.

 

Dieser Herausforderung nehmen sich intelligente Stromnetze an, kurz Smart Grid. Strom wird also durch die Nutzung Erneuerbarer Energien kein knappes Gut. Die Entwicklung zu einer fortschreitenden Digitalisierung unserer Gesellschaft wird nicht ausgebremst, sondern gezielt genutzt.

 

 

Smart Grid: Das virtuelle Kraftwerk vernetzt dezentrale Akteure

Eine sichere, dezentrale und effiziente Stromversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien – diese gewaltige Managementaufgabe übernimmt Smart Grid durch intelligente Vernetzung. Dafür werden sämtliche Stromlieferanten zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschlossen. Durch diese Vernetzung können die einzelnen Produzenten miteinander kommunizieren, Strom zuverlässig liefern und Überkapazitäten speichern.

 

Smart Grid – Intelligenz beherrscht die Komplexität.

Das bedeutet, dass alle privaten Photovoltaikanlagen sowie die großen Solar- und Windparks einheitlich gesteuert werden. Das bislang bestehende Stromnetz wird für diese Mammutaufgabe um moderne Kommunikationstechnologie erweitert, die den Datenaustausch zwischen den Liefer-Systemen und den Verbrauchs- und Betriebsgeräten verarbeitet. Hinzu kommt noch das Management der Speicher-Aggregate, die – je nach Situation – gefüllt oder zugeschaltet werden. Durch die Digitalisierung dieser Prozesse, kann das Smart Grid auf Schwankungen in der Stromversorgung reagieren und für einen Ausgleich sorgen. So ist das Stromnetz stabil und vor Ausfällen geschützt. Zugleich wird auch das Zusammenspiel zwischen Anbieter und Stromkunde reguliert. Eine besondere Aufgabe, denn durch den Betrieb unzähliger privater Photovoltaikanlagen, die als Kleingewerbe Strom ins Netz speisen, ist die traditionelle Rollenverteilung zwischen Stromerzeuger- und -kunde aufgeweicht und muss in beide Richtung gesteuert werden.

 

 

Schöne neue Welt – Sweet home wird smart

Wenn Du – bis auf die Auswahl Deines Stromanbieters – wenig mit dem gesamten Stromnetz zu tun hattest, bringt Smart Grid zukünftig auch hier Veränderungen mit sich, denn das intelligente Stromnetz integriert dann auch Konzepte zur Reduzierung des Stromverbrauchs.

 

Das bringt Dir entscheidende Vorteile, denn Du kannst so gezielt Kosten sparen. Beispielsweise wenn du Strom bevorzugt bei einem hohen Stromangebot nutzt und die Tarife für Dich günstig sind. Dann kannst Du Deine Waschmaschine laufen lassen, wenn der Strom gerade billig ist. Besonders günstig wird es für Dich, wenn Du dann den Akku Deines Elektroautos aufladen kannst oder den Speicher der Wärmepumpe in Deinem Haus. Noch sind diese Konzepte Zukunftsmusik, denn die Voraussetzung dafür ist eine ständige Datenverbindung der Betriebsgeräte mit dem Stromanbieter. Sicher ist jedoch, dass diese Kommunikation in den kommenden Jahren eine  Selbstverständlichkeit werden wird. Mit der Verbreitung der Smart Meter sind die ersten Schritte in diese Richtung bereits gemacht.

 

 

Smart Meter – Clever Strom nutzen und sparen

Sicher kennst Du den klassischen Stromzähler, auf dem Du den Verbrauch Deines Haushalts ablesen kannst. Smart Meter sind intelligente Stromzähler, die über eine Schnittstelle mit dem Stromversorger verbunden sind. Der erste, offensichtliche Vorteil: Durch die direkte Übertragung Deiner Verbrauchsdaten musst Du nie mehr auf den Stromableser warten.

 

Im Sinne der Energiewende sollen Smart Meter zukünftig jedoch nicht nur den Verbrauch messen, sondern auch sinnvoll steuern. Beispielsweise durch das flexible Angebot von günstigem Strom zu verbrauchsarmen Zeiten. Aktuell geht die Deutsche Energieagentur davon aus, dass durch Smart Meter bis zu 10 Prozent an Strom eingespart werden können.

 

Gemäß einer EU-Richtlinie ist auch die schrittweise Einführung von Smart Metern in Deutschland gesetzlich beschlossen worden. Bis zum Jahr 2020 sollen 80 Prozent der Haushalte über einen Smart Meter verfügen. Derzeit ist der Einbau eines Smart Meter in Neubauten für Verbraucher mit mehr als 10.000 kWh Strom im Jahr vorgeschrieben. Haushalte mit mehr Verbrauch von mehr als 6.000 kWh Strom im Jahr, müssen bis 2020 einen Smart Meter einbauen.

 

 

Klima schützen – Erneuerbare Energien fördern

Die Durchschnittstemperatur der Erde hat sich seit der Industrialisierung um mehr als ein Grad Celsius erhöht und die Erderwärmung steigt durch den weltweit hohen Ausstoß von CO2 weiter an. Die Gefahren des Klimawandels zu bekämpfen, ist jetzt zur dringlichen Aufgabe der Menschheit geworden. Die UN-Klimakonferenz in Marrakesch zeigt, dass die Staatengemeinschaft einen guten Weg eingeschlagen hat.

 

Doch Klimaschutz ist nicht allein eine Aufgabe, die politisch gelenkt werden kann. Wirksam sind hier auch wirtschaftliche Hebel. Beispielsweise durch gezielte Investitionen in Erneuerbarer Energien. Hier kannst auch Du aktiv werden. Durch klimafreundliche Geldanlagen sicherst du nicht nur die Lebensgrundlagen unseres Planeten, Du kannst Dich auch über interessante Erträge freuen.

 

Finde bei Klimafonds Deine klimafreundliche Geldanlage und fülle den einfachen Fragebogen aus.

 

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.