Finanzanlagewissen


20. Juni 2018

Zusammenfassung: Heute vor 70 Jahren gab es die Währungreform in Deutschland. Die enormen Kriegsschulden wurden durch einen Schuldenschnitt von 93,5 Prozent von den Sparern getragen. Aktienbesitzer und Sachwertbesitzer kamen ohne Verluste davon.

 

Wie das Handelsblatt schreibt ist von einem Tag auf den anderen vor genau 70 Jahren der Deutsche vom Bittsteller und Bezugsmarkenkäufer zum umworbenen Kunden und D-Mark-Besitzer geworden. Eine rasante Entwicklung in Deutschland begann. Doch viele weitreichende Entscheidungen wurden damit getroffen, die zum einen Auswirkungen auf unsere heutige Bundesrepublik haben aber auch viele Lehren für Geldanleger bereit halten.

 

Ich habe 7 Punkte zusammen gestellt, die jeder über die wohl wichtigste Entscheidung zur Ordnung der Gesellschaft nach dem 2. Weltkrieg wissen sollte.

Reichsmark: Münze (gültig vor Währungsreform 1948)1.) Was war die Währungsreform eigentlich genau?

Am 20. Juni 1948 wurde die Reichsmark (und die 1:1 notierende Rentenmark) als Zahlungsmittel in den drei westlichen Besatzungszonen, also der späteren Bundesrepublik Deutschland, durch die D-Mark abgelöst.

Für 100 Reichsmark erhielt man 6,50 D-Mark. Zusätzlich gab es ein sogenanntes Kopfgeld als Geschenk des Staates. Es betrug 40 D-Mark für Haushalts-Vorstände. Einen Monat später wurde jeder natürlichen Person 20 D-Mark ausgezahlt.

 

2.) Ludwig Ehrhard zog bereits die Strippen

Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist Ludwig Ehrhard der Vater des Wirschaftswunders, denn er war in den Wirtschaftswunderjahren von 1949 bis 1963 in der Regierung als Wirtschaftsminister tätig. Danach war er von 1963 bis 1966 der 2. bundesdeutsche Kanzler.

 

Doch Ehrhard war schon zuvor aktiv. Nach dem Zusammenbruch des NS-Reichs wurde klar, dass die Allierten keinen Masterplan zum Wiederaufbau der Zentralmacht in Europa hatten. So teilten im November 1947 Finanzoffiziere der “Sonderstelle Geld und Kredit” mit, dass “…die Währungsreform an die deutschen Verhältnisse angepasst werden muss…”. Diese Sonderstelle war das deutsche Währungsreformgremium mit Ihrem Leiter: Ludwig Ehrhard.

 

3.) Wieso gab es eine Währungsreform?

 

Es war letztlich die Rechnung für den 2. Weltkrieg und die durch ihn verursachten Kosten. Dabei waren ab 1942 die Warnungen Experten nicht mehr zu überhören. Im Februar 1945 teilte der damalige Finanzminister Schwerin von Krosigk seinem Reichskanzler Adolf Hitler mit, dass eine Steigerung des Notendrucks schon rein technisch kaum noch möglich wäre. Die Geldpresse war an Ihrer Kapazitätsgrenze.

 

Der 2. Weltkrieg ließ die Reichsschuld von 48 Mrd. Mark auf 450 Mrd. Mark, also das 5fache des Bruttosozialproduktes des Jahres 1943/1944, steigen. Das heutige Italien ist mit eines 1,3fachen Staatsverschuldung damit noch harmlos unterwegs.

 

Normalerweise würde bei einer solchen Schuldenexplosion auch die Inflation ansteigen, da immer mehr Geld im Kreislauf ist. Aber der Lohnstopp verhinderte das zunächst. Natürlich schwelte das Risiko im Hintergrund immer weiter und löste schließlich die Währungsunion aus.

 

4.) Gab es Alternativen zur Währungsreform 1948?

Während die Währungsreform im Rückblick als gelungen gilt gab es im Vorfeld hinter den Kulissen größte Diskussionen.

 

Die Amerikaner hatten keinen vorgefertigen Plan, bevorzugten mit dem Colm-Dodge-Goldsmith-Plan als wichtigsten Prüfstein der Neuordnung die gerechte Verteilung der durch den Krieg und seine Folgen verursachten Verluste. Sachbesitz über 1.000 D-Mark sollte mit eine Hypothek von 50 Prozent des Vermögens belastet werden.

 

Verbleibender Besitz sollte mit einer bis zu 90-prozentigen Vermögenszuwachsabgabe belegt werden. Damit wäre Deutschland revolutioniert worden. Doch die Unterstützung aus Washington war zu gering um den Vorschlag gegen den massiven Widerstand der Briten durchzusetzen. Diese wollten den Geldschnitt ohne Umverteilung von oben nach unten.

 

Für die Deutschen um Ehrhard und für die Briten war klar, dass Veränderungen an der Besitzstruktur verhindert werden sollten.

 

5.) Welche Vorlaufzeit für die Währungsreform gab es?

 

Seit 1943 wurde auf eine Währungsneuordnung hin gearbeitet. Bereits seit der Stalingrad-Niederlage am 2. Februar 1942 war den Führungskreisen, so auch Ludwig Ehrhard und seinem Bruder im Geiste, dem Vizestaatssekretär und starken Mann im Wirtschaftsministerium, Otto Ohlendorf, klar, dass nicht mehr als ein “Straffrieden á la Versailles” möglich wäre.

 

Beide – Ohlendorf als Vizestaatssekretär und Ehrhard als Leiter des kleinen Instituts für Industrieforschung, intensiv mit Problemen, die beim Übergang der Kriegs- zur Friedenswirtschaft entstehen würden. Besonders um die Währungsneuordnung ging es Ehrhard.

 

Für Ehrhard war klar, dass der Wiederaufbau “unter Führung und Initiative des Unternehmertums” erfolgen müsse.

 

Natürlich waren solche Planungen per Führer-Befehl in den Kriegsjahren verboten. Eine wirkliche Gefahr ging für Ohlendorf aber nicht aus, denn der Reichsführer der SS, Henrich Himmler, hielt seine schützende Hand über ihn. Auch Himmler war an ordnungspolitischen Gegenentwürfen interessiert.

 

Von 20. April 1948 bis 8. Juni 1948 wurden die Gesetze zur Währungsreform formuliert. Die Geldscheine im Nennwert von 5,7 Mrd. D-Mark waren zu diesem Zeitpunkt schon gedruckt.

 

6.) Was wurde aus den Köpfen der Währungsreform?

 

Die weitere Geschichte Ludwig Ehrhards ist den meinsten bekannt: Als der Dicke mit Zigarre wurde Ehrhard die Ikone des deutschen Wirtschaftswunders, Wirtschaftsminister und sogar – allerdings glückloser – Kanzler.

 

Ehrhards Kompagnon Otto Ohlendorf war zu Nazi-Zeiten Chef des Sicherheitsdienstes Inland (SI) und Leiter der berüchtigten Einsatzgruppe D und damit verantwortlich für die Ermordung von 90.000 Zivilisten. Er wurde in den Kriegsverbrecherprozessen von Nürnberg 1948 zu Tode verurteilt und 1951, trotz Gnadengesuch, hingerichtet.

 

7.) Kleine Sparer verloren fast alles, Aktien- und Sachwertbesitzer fast nichts

Die Wurzel für die oft als unausgewogen bezeichnete Vermögensverteilung in Deutschland liegt im 20. Juni 1948 begründet. Denn während Sparer fast alles verlorgen, ging der Währungsschnitt an Aktionären und Sachwertbesitzern praktisch vollkommen vorbei.

 

Wie oben erwähnt gabe es für 100 Reichsmarkt 6,50 D-Mark, also ein Verlust von 93,50 Prozent.

 

Doch die Vermögensabgabe für Aktien- und Immobilienbesitzer war rein optischer Natur und wurde nur aus Gründen der “sozialen Optik” durchgeführt.

 

Das Lastenausgleichsgesetz von 1952 sah vor, dass auf die Unternehmen und Immobilien 50 Prozent zu zahlen seien – allerdings auf 30 Jahre gestreckt und damit inflatorisch entwertet. Wie Volkswirt Reinhold Schilling errechnete erreichte diese Abgabe pro Jahr maximal 1,7 Prozent des Vermögenswertes. Das konnt gut aus dem Vermögenszuwachs der Wirtschaftswunderjahre bestritten werden.

 

 

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Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer von klimafonds.de. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm auf Xing und Facebook.

 

 



21. März 2018

Zusammenfassung: Die Ratgeber sind voll mit guten Tipps für die Geldanlage. Doch über Fehler wird ungern gesprochen. Dabei gibt es 7 Todsünden der Geldanlage. Wer diese Sündenfälle begeht, kann schnell herbe Verluste erleiden.  Wir decken sie auf: die „sieben Todsünden der Geldanlage.”

 

 

Sicherheit und eine gute Entwicklung der Investition erhofft sich jeder der  Geld anlegt.  Natürlich spielt der Verfügungszeitraum auch eine Rolle. Die Gewichtung der einzelnen Faktoren richtet sich nach dem Anlegertyp. Doch immer findet sich die Geldanlage im magischen Dreieck zwischen Rentabilität, Sicherheit und Verfügbarkeit.  Glücklicherweise ist zu diesen drei Punkten in den letzten Jahren verstärkt der Aspekt der Nachhaltigkeit und  Klimafreundlichkeit hinzugekommen.

 

Immer mehr Anleger möchten nicht nur wissen , wieviel Rendite ihr Investment innerhalb der geplanten Anlagedauer abwerfen wird, sondern sie interessieren sich genauso dafür, wie ihr Geld “arbeitet” und Auswirkungen ihre Investition auf die Gesellschaft, das Klima und die Umwelt haben wird. Entsprechend erfreuen sich Geldanlagen im Bereich Klimaschutz oder der Erneuerbaren Energien wachsender Beliebtheit. Diese Anlagen bringen den Anlegern nicht nur gute Rendite sonder haben auch positive globale Auswirkungen.

 

Soweit so gut, doch seid gewahr vor den Todsünden der Geldanlage! Diese vernichten schnell Eure finanzielle Basis und aus ist der Traum, dass Euer Geld für euch “arbeitet”.

 

 

 



29. Dezember 2017

Seit der großen Zäsur in den Jahren 2008 und 2009 hat sich die Situation bei den Geldanlagen drastisch gedreht. Auf die damalige Immobilien- und Finanzkrise folgte ein Run auf alle Sachwerte. Egal ob Immobilien, Gold, Kunstwerke oder Oldtimer, alles hat die letzten 10 Jahre stark an Wert gewonnen.

 

Das gilt auch für die Aktien, die wahrscheinlich stärker als alle anderen Sachwerte in den letzten 10 Jahren zulegten:

 

Seit der Immobilienkrise 2009 einen Gewinn von rund 250 Prozent erzielt: Deutscher Leitindex DAX (Grafik: Comdirect)

 

Noch besser lief es bei den US-Werten, die sogar 280 Prozent zulegten. Entsprechend stellen sich viele Anleger die Frage, ob den Börsen im Jahr 2018 die Luft ausgehen wird.

 

Dazu hat das Magazin Euro in seiner Ausgabe 01 | 2018 fünf prominente Börsenexperten befragt. Die selten so einhellige Meinung: Die Rally läuft weiter. Das Potenzial an den Börsen ist noch lange nicht ausgeschöpft.

 

Natürlich stimmt es, dass der Aktienmarkt wohl im letzten Drittel seines Anstiegs angekommen ist. Das heißt, die Gewinne und die Kurse werden vielleicht nicht mehr so stark zunehmen wie zuvor. Aber nach der alten Börsenweisheit von Sir John Templeton werden Bullenmärkte im Pessimismus geboren, wachsen bei Skepsis, reifen im Optimismus und sterbern bei Euphorie. Von Aktieneuphorie ist weiterhin nichts zu spüren – wie befinden uns derzeit gerade mal in der Phase Optimismus.

 

Börsen dürften auch wegen robuster Wirtschaft weiter steigen

 

Wer sich weniger von der Psychologie – wie Sir Templeton – der Börse nähert sondern eher die harten Fakten bevorzugt, wird sich die wirtschaftliche Entwicklung ansehen. Hier sind die Aussichten so gleichmäßig positiv wie selten zuvor. Ob China, Indien, die USA, Japan Deutschland oder Spanien, Italien und Frankreich: sie alle wachsen gleichzeitig und stimulieren sich entsprechend gegenseitig.

 

Nach einem starken Weltwirtschaftswachstum von 3,6 Prozent in 2017 erwartet der Internationale Währungsfonds IWF für 2018 ein noch etwas stärkeres Wachstum von sogar 3,7 Prozent. Und auch der Ausblick auf die nächsten Jahre sieht ähnlich aus. Obwohl der Höhepunkt des Wirtschaftswachstums in den USA und Europa 2018 oder 2019 erreicht sein dürfte, ist ein kritischer Rückgang der BIP-Zuwächse nicht abzusehen.

 

Wachstum treibt die Gewinne der Unternehmen

 

Der Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Börsengewinnen ist indirekt. Das Wirtschaftswachstum treibt üblicherweise die Gewinne der Unternehmen nach oben. Damit können die Unternehmen höhere Dividenden zahlen oder ihr Eigenkapital stärken.

 

Höhere Dividenden kommen direkt in den Taschen der Aktionäre an. Höheres Eigenkapital erhöht den Wert eines Unternehmens; in der Folge steigen die Aktienkurse für dieses Unternehmen. Auch das freut den Anleger.

 

Zusammen mit den fehlenden Alternativen zur Aktienanlage – zum Beispiel liegen die Zinsen für einen Kredit an die Bundesrepublik Deutschland über 5  Jahre nur bei minus 0,3 Prozent jährlich – bleiben die Aussichten für Aktien also auch im neuen Jahr 2018 sehr attraktiv.

 

Trotzdem wachsam bleiben

 

Prognosen sind jedoch schwierig – besonders, wenn sie die Zukunft betreffen! Auch wenn die Vorzeichen auf grün stehen, können jederzeit neue Situationen die Lage auf den Kopf stellen.

 

So stehen Parlamentswahlen im Frühjahr in Italien an – die Stabilität Europas könnte in Gefahr geraten. Der Brexit kommt in die entscheidende Phase; nach den Fortschritten in den letzten Wochen des Jahre 2017 werden in 2018 erste harte Entscheidungen zu treffen sein.

 

Neben der Politik bleiben die Notenbanken zu beachten. Die US Notenbank FED ist schon mitten im Zyklus der Zinserhöhungen. Sie geht sehr behutsam vor und wäre im Falle wirtschaftlicher Probleme sicherlich zu sofortigen Maßnahmen bereit. Trotzdem sind steigende Zinsen grundsätzlich schlecht für Aktienmärkte, denn wer Zinsen risikolos bekommt geht seltener an die risikobehaftete Börse. Das wird sich bemerkbar machen.

 

Die Europäische Zentralbank EZB hingegen ist gerade erst dabei, ihr Anleihkaufprogramm zu halbieren – von 60 Milliarden Anleihekäufen monatlich auf dann nur noch 30 Milliarden Euro. Das lässt sich sogar in Japan erkennen, denn die dortige Notenbank Bank of Japan hat ein geringeres Tempo beim Anwachsen ihrer Bilanz erkennen lassen.

 

Diese Maßnahmen der Notenbank entziehen den Kapitalmärkten Geld. Entsprechend können die Märkte nicht mehr so schnell steigen.

 

Die Inflationsrate ist wichtig

 

Wichtigster Meßpunkt für die Notenbanken ist die Inflationsrate. Alle Notenbanken streben mehr oder weniger ein Ziel von um die 2 Prozent Inflation (Geldentwertung) jährlich an. Bisher haben jedoch ganzen Maßnahmen nur bedingt zum Anstieg der Inflationsrate geführt.

 

Es wird spekuliert, dass dies daran liegt, dass technische Innovationen und die Digitalisierung in vielen Sektren Lohnsteigerungen ausbremsen. Dazu kommt, dass Rohstoffe wie Öl oder Holz weiterhin relativ billig sind.

 

Würde sich das aber ändern und die Inflationsraten sprunghaft zulegen, wären auch die Notenbanken zu einem entschlossenen Handeln gezwungen. Zuletzt legte die Inflationsrate vor rund einem Jahr deutlich zu:

 

Sprunghafter Anstieg der Inflationsrate im November 2016 (Grafik: EZB)

 

 

Das von Nobelpreisträger Robert Shiller entwickelte Shiller-KGV, das den Wert eines Unternehmens in Verhältnis zu seinen Gewinnen der vergangenen zehn Jahren setzt, liegt bei US-Aktien bei rund 30. Nur zwei Mal war das Shiller-KGV in den USA bisher höher: vor dem Platzen der Internetblase 2000 und vor der Großen Depression 1929.

 

Wie sollten Anleger in dieser Börsenphase reagieren?

 

Wer sich die Argumente von oben ansieht, könnte ins Zweifeln kommen und einfach gar nicht investieren. Aber Achtung: wer sich zu früh von den Börsen verabschiedet verpasst möglicherweise die schönsten Jahre mit den kräftigsten Zuwachsraten.

 

Im Schnitt bietet das letzte Drittel eines Bullenmarktes 37 Prozent der gesamten Rendite. Große Börsenjahre wie 1997 (plus 31%), 1998 (26,7%), 1989 (27,3%) und 1980 (25,78%) könnten dem Anleger verloren gehen, wenn er jetzt nicht mehr auf Aktien setzt.

 

Entsprechend sollte der Anleger seinen Asset-Allokation überprüfen. Sie macht rund 2/3 des Erfolg an den Börsen aus. Neben Cash (Liquidität) gibt es klassischerweise Anleihen und Aktien.

 

Abhängig davon, wie lange man noch investieren möchte, sollte man die Asset-Allokation wählen. Wer viel Zeit, also 8 oder mehr Jahre hat, sollte eine hohe Aktienquote wählen – vielleicht 70 Prozent. Wer nur rund 5 Jahre Zeit hat, der dürfte mit ca. 50 Prozent Aktienquote richtig liegen.

 

Wie sieht es mit anderen Anlageformen in 2018 aus?

 

In aller Munde dürften auch 2018 die Immobilien bleiben. Schließlich sind die Zinsen niedrig, was eine Baufinanzierung erleichtert.

 

Immobilien gibt es in unterschiedlichsten Varianten.

Leider wurden die Vorteile durch niedrige Zinsen durch stark gestiegene Grundstückspreise und stark gestiegene Handwerker-Kosten mehr als ausgeglichen. Mit klassischen Wohngebäuden dürfte also kaum Geld zu verdienen sein. Spezial-Gebiet wie Gewerbeimmobilien oder Logistikgebäude können lukrativer sein; allerdings fehlt den meisten privaten Anlegern das Know-How und das Eigenkapital, um dort dabei sein zu können.

 

Bleiben Immobilienfonds oder REIT’s, also Aktiengesellschaften die in Immobilien investieren. Sie können als passive, risikoarme Beimischung interessant sein. Aus ethisch-ökologischer Sicht sind sie als neutral zu bewerten, d.h. sie erzielen keinen positiven Nachhaltigkeitsaspekt, aber sind vertretbar.

 

Bei Rohstoffen ist das Bild unklar. Die Anstrengungen zu Fördermengenreduzierung der OPEC waren teilweise erfolgreich, so dass der Ölpreis leicht steigen konnte. Steigt er jedoch stärker, dürfte sich auch das Fracking wieder verstärkt rentieren, womit der Ölpreis wieder schwächer wird.

 

Der Ölpreis befindet sich seit Juni 2017 in einem Aufwärtstrend, der jedoch durch Fracking bei einem Wert zwischen 70 und 80 Dollar gebrochen werden sollte. Grundsätzlich ist Öl für den nachhaltigen Investor nur eine Information zu den Energiepreisen: eine Investition verbietet sind, bedenkt man die enormen Risiken bei der Gewinnung von Öl oder die negativen Effekte für das Klima beim Verbrauch fossiler Energien.

 

Und noch ein Wort zum Bitcoin: Der interessante Ansatz mit dem nicht unbegrenzt vermehrbaren Bitcoin und der intelligenten Vorgehensweise mit der Blockchain ist keine wirkliche Währung. Das Bezahlen damit ist nur selten möglich und dauert teilweise Stunden. Der Bitcoin ist ein reines Spekulationsobjekt, ähnlich der Tulpenzwiebeln bei der Tulpenblase in den Niederlanden 1636 – 1637. Der Bitcoin ist also keine Geldanlage, eher der Besuch eines Casinos.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und Twitter.


19. Dezember 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Obwohl die jährliche Geldentwertung höher als die Bankzinsen ist und damit Jahr für Jahr das Geld auf der Bank Wert verliert, sind viele Deutsche noch nicht an den Kapitalmärkten tätig. Wir haben 10 Gründe gesammelt, weshalb jeder an die Kapitalmärkte gehen sollte. Natürlich nachhaltig!” ]

 

Die Deutschen sind sparsame Menschen. Immerhin 2,2 Billionen Euro liegen auf der Bank, also 27.500 Euro pro Bundesbürger – Greise und Babies mit eingerechnet!

 

Doch obwohl seit vielen Jahren die Zinsen extrem niedrig, meist auf Null oder gar negativ sind, bleiben die Deutschen bei Ihrem Sparbuch, Girokonto oder Sparbrief. Dabei wissen viele, dass die jährlich Geldentwertung in Form von Preissteigerungen höher liegt. Aktuell (Okt. 2017) liegt die Inflation bei 1,6 Prozent, bei 0 Prozent Zinsen hat der Sparer also jedes Jahr 1,6 Prozent weniger auf seinem Konto.

 

Wird der Zinseszins berücksichtigt, werden bei einer jährlichen Geldentwertung von 1,6 Prozent aus zum Beispiel 10.000 Euro nach 10 Jahren nur noch 8.532,24 Euro.

 

 

Trotzdem scheuen viele Deutsche weiterhin die Kapitalmärkte. Zu komplex, zu viele Risiken, zu zeitaufwendig. Nur 7,1 Prozent der Deutschen halten selbst direkt Aktien, nur 6,7 Prozent halten Aktien über Investmentfonds (Quelle: Wikipedia, Jahr 2013).

 

Darüber hinaus bieten die Kapitalmärkte noch viel mehr, Kapitalmarkt heißt nicht automatisch Aktien. Ein größerer Markt ist der Anleihemarkt mit 149 Billionen USD im Vergleich zum Aktienmarkt mit 69 Billionen USD (Werte von 2014).

 

Was spricht dafür, gerade jetzt in die Kapitalmärkte zu investieren?

 

1.) Niedrigzinsumfeld

 

Lassen Sie uns einen Blick auf den für uns wichtigsten Zins werfen, den Leitzins der Europäischen Zentralbank EZB. An ihm orientieren sich praktisch alle anderen Zinsen, auch der Zins für Spareinlagen in Deutschland.

 

Zinsentwicklung am Beispiel des Leitzinses in Deutschland (Diagramm https://www.fmh.de/)

 

Wie zu sehen sind wir akutell bei einem Leitzins von Null, eine nie zuvor dagewesene Bestrafung für die Anlage von Kapital. Warum wird das gemacht? Da der Zins der Preis des Geldes ist, wird mit Null-Zins das Geld billig.

 

Das bedeutet, man muss für seinen Kredit nur noch ganz wenig zahlen. Das wiederum freut die Unternehmen, denn mit mehr Krediten können sie mehr investieren, neue Produktionsstätten errichten, neue Märkte erobern und für eine florierende Wirtschaft sorgen.

 

Die Folge: die Aktien steigen. Seit Ende der Finanzkrise ist das lehrbuchartig geschehen. Seit Ende der Weltfinanzkrise im Jahr 2009 hat sich der Stand des Aktienbarometers DAX auf das 2,5 fache zugelegt. Wer damals 10.000 Euro investierte, freut sich heute über 25.000 Euro. Keine andere sichere Geldanlage konnte solch eine Steigerung aufweisen wie die Aktie.

 

2. Beteiligungen an Unternehmen lohnen sich

 

Auch wenn das so mancher anders sieht – die Beteiligung an Unternehmen über Aktien oder Anleihen ist nicht kompliziert sondern sehr einfach.

 

Der Aktionär erhält ein Stück eines Unternehmens. Geht es dem Unternehmen gut und macht es Gewinne, bekommt der Aktionär als Eigentümer diese Gewinne. Entweder in Form von Dividenden, oder in Form steigernder Kurse. Meist erfreut er sich über beides. Zum Beispiel schütteten die Unternehmen des DAX alleine in 2017 über 30 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus.

 

Wer eine Anleihe hält, hat einem Unternehmen Geld geliehen. Will zum Beispiel Windkraft-Anbieter Vestas eine neue Produktionsstraße bauen, begibt das Unternehmen Anleihen und leiht sich Geld von Anlegern. Dafür zahlt es Zinsen und am Ende der Laufzeit den Nennwert wieder zurück. Recht  einfach, oder?

 

3. Börsen werden immer schwanken: kein Grund zur Panik

 

Das ist für die meisten das größte Problem – die Börsen schwanken. Ähnlich wie bei anderen Sachwerten auch – nur bei Aktien und Anleihen werden die Schwankungen sichtbar. Dass Sie beim Verkauf für Ihr Haus heute einen anderen Wert erzielen würden als in 2 Jahren oder vor 3 Jahren, ist zwar klar, aber man macht sich das nicht bewusst.

 

Anders bei den Kapitalmärkten, wo die schwankenden Preise sehr deutlich und für jeden ablesbar sind. Eigentlich ein Vorteil, doch viele Anleger können damit nicht umgehen.

 

Man muss sich deshalb immer wieder selbst daran erinnern, dass es langfristig nach oben geht. Zwischen 1980 und 2016 haben die europäischen Aktien beispielsweise nur in 8 Jahren mit einem Minus abgeschlossen, in 78 Prozent der Jahre haben die Anleger also ein Plus erzielt.

 

Geduld zahlt sich aus; ganz besonders an den Börsen.

 

4. Wer gut streut rutscht nicht aus

 

Das ist die wichtigste Börsenregel und diese müssen Sie zwingend beachten: Wer gut streut, rutscht nicht aus. Es muss jedem klar sein, dass einzelne Titel und einzelne Wertpapiere Risiken in sich tragen.

 

Die oben genannte Anleihe von Vestas, dem Windrad-Hersteller, würde beispielsweise wertlos werden, wenn das Unternehmen Vestas zahlungsunfähig würde. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

 

Deshalb: Das Geld immer breit streuen um Risiken zu meiden. Das gilt über Anlageklasse wie über Regionen und Industrien. Im Zweifel ist ein Mischfonds für einen Anleger besser geeignet als ein reiner Aktienfonds oder ETF.

 

5.) Die Zeit arbeitet für den Anleger

 

Neben der wichtigsten Regel der Streuung ist es fast genauso wichtig, ausreichend Zeit mitzubringen. Die Zeit arbeitet für den Anleger; je mehr Zeit er hat, umso besser für ihn.

 

Gut erkennbar ist das am sogenannten Rendite-Dreieck für den DAX, in dem die jährlichen Renditen aufgeführt sind (gilt nur für Aktien – bei Anleihen ist eine andere Situation, dort sind kurzfristigere Anlagen möglich):

 

Die weißen Linien zeigen Jahre mit gleicher Anlagedauer. Je länger die Anlagedauer, um so konstantere Ergebnisse (Original zum Download)

 

Im Rendite-Dreieck sind Anlagedauern in Jahren dargestellt. Rote Kästchen sind Anlagezeiträume mit negativer Wertentwicklung, weiße mit neutraler Wertentwicklung und grüne mit positiver Wertentwicklung. Das Dreieck zeigt: je länger man dabei ist, umso wahrscheinlicher wird das Gesamtplus. Ab 3 bis 4 Jahren ist man fast immer im Plus, ab ca. 10 Jahren ist man praktisch immer deutlich im Plus.

 

6.) Einfach dabei bleiben: schont Nerven und Geldbeutel

Timing ist immer schwierig – aber besonders bei den Kapitalmärkten. Wer sich nicht täglich mit Ihnen beschäftigt wird es kaum schaffen, die optimalen Einstiegs- oder Ausstiegszeiträume zu treffen.

 

Aber nicht mal das: meist werden Einstieg oder Ausstieg rein aus dem Bauch-Gefühl heraus getroffen ohne eine bewusst gewählt, zumindest in der Vergangenheit erfolgreiche Strategie anzuwenden.

 

Deshalb gilt für Privatanleger: versuchen Sie sich nicht daran, gute Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkte zu finden. Versuchen Sie nicht, aus den Märkten zu gehen, weil Sie das Gefühl haben das jetzt tun zu müssen. Vermeiden Sie diese Fehler unbedingt und sparen Sie sich damit viel Geld.

 

7.) Frühzeitig anlegen und den Zinses-Zins-Effekt genießen

Wir Menschen haben ein unheimlich gut entwickeltes Gehirn. Kapazität, Geschwindigkeit und Lernfähigkeit sind unerreicht.

 

Allerdings kann unser Gehirn nicht alle Disziplinen gleich gut. So war die Expotenzial-Rechnung sicherlich keine wichtige Sache bei der Entwicklung des Menschen, denn hier versagen wir vollkommen.

 

Lassen Sie uns ein Beispiel ansehen: Sagen wir, Sie legen jeden Monat 100 Euro an. Sie machen das für 20 Jahre. Ohne Betrachtung von Steuern würden bei 6 Prozent Wertentwicklung dabei herauskommen:

 

 

100 Euro monatlich über 20 Jahre ansparen (Alle Berechnungen ohne Gewähr, 6% Wertentwicklung netto)

 

 

Jetzt verdoppeln wir einfach den Anlagezeitraum von 20 Jahren auf 40 Jahre. Aus den oben angesparten ca. 45.000 Euro müssten also ca. 90.000 Euro herauskommen, oder? In Wirklichkeit sind es aber:

 

 

Statt 20 Jahren nun 40 Jahre Anlagedauer: das Ergebnis vervierfacht sich.

 

Doppelte Anspardauer bedeutet in diesem Fall also mehr als das vierfache Ergebnis. Fangen Sie also so früh wie nur möglich an und bauen Sie sich nebenbei ein kleines Vermögen auf.

 

8.) Die Lebenserwartung ist höher als Sie denken

 

Wir erleben es im Beratungsalltag immer wieder: die meisten Menschen schätzen ihre Lebenserwartung vollkommen falsch ein; meist viel zu niedrig.

 

Dabei gilt als Faustregel: Sie werden ungefähr 15 Jahre älter als Ihre Großeltern. Sind die also mit 75 Jahren verstorben, werden Sie (statistisch gesehen) also 90 Jahre alt werden.

 

Wer es genauer wissen will, dem sei der recht umfangreiche Online-Rechner von Focus-Online empfohlen, um Ihre individuelle Lebenserwartung zu errechnen.

 

Von einem Paar wird schon heute in 9 von 10 Fällen mindestens einer der Partner über 80 Jahre alt.

 

Entsprechend brauchen Sie vielleicht mehr Geld als gedacht. Dafür haben Sie aber auch noch eine längere Anlagezeit als vielleicht gedacht, so dass Sie die Chancen des Kapitalmarktes nutzen können und sollten.

 

9.) Es spricht viel für Investmentfonds

 

Wer die Chancen des Kapitalmarktes nutzen möchte kauft sich also vielleicht Aktien oder Anleihen. Die Gebühren sind niedrig und die Transaktion gleich durchgeführt.

 

Doch für den Anleger ist das ein aufwendiger Weg. Denn zunächst muss er analysieren, analysieren und analysieren. Er sollte Dutzende von Unternehmen und Staaten intensiv prüfen, Geschäftsberichte und Analysen sowie Berichte lesen und dann ein ausgewogene Portfolio aus vielleicht 10 Wertpapieren zusammen stellen.

 

Dann muss er diese 10 Wert kontinuierlich beobachten, denn jederzeit kann etwas passieren. Unwetter zum Beispiel lassen den Kurs von Rückversicherungsgesellschaften einbrechen; ein Abgas-Skandal den von den größten Automobilherstellern und wer an Erneuerbare Energien glaubt, sollte die staatlichen Förderungen im Auge behalten: die deutsche Solarindustrie ist daran zerbrochen.

 

Schnell ist klar: das ist von einem einzelnen Anleger kaum wirtschaftlich zu realisieren. Deshalb wurden von rund 60 Jahren die Investmentfonds eingeführt. Die Arbeit der Analyse wird von einem Fondsmanger und dessen Team übernommen und die Kosten dafür dann auch Tausende Anleger – nämlich die Besitzer des Investmentfonds – verteilt. In der Folge kann sich auch der Kleinanleger, meist schon ab 500 Euro, an professionell geführten Wertpapieranlagen beteiligen.

 

Geschieht das auf dem Weg eines ETF, also eines passiven Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird, schließt man auch Minderleistungen von Fondsmanagern aus. Denn der ETF liegt mit seiner Performance meist oberhalb der Mitte aller Investmentfonds.

 

10.) Auch die “Zinsen” der Wertpapiere beachten

 

Viele Anleger sehen nur die Kursentwicklung der Märkte an. Und selbst in der Darstellung des Depots in den gängigen Bank-Systemen werden die Gewinne meist  nur auf Basis der Kurs-Gewinne / -verluste angezeigt.

 

Doch damit werden die “Zinsen” der Wertpapiere schlichtweg vergessen. Ein großer Fehler.

 

Bei Aktien sind das die Dividenden. Die Hauptversammlung eines Unternehmens beschließt nämlich, was mit dem Gewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres gemacht werden soll. Meist werden 1/3 bis 1/2 des Gewinnes in Form von Dividenen ausgeschüttet. Das ist im einzelnen Jahr vielleicht nicht viel, über die Zeit aber eine entscheidende Komponente.

 

Wir haben hier die Entwicklung des Deutschen Kursbarometers DAX mit und ohne Dividende dargestellt:

 

Gelb: DAX-Entwicklung ohne Dividenden. Blau: DAX-Entwicklung mit Dividenden (Quelle: comdirect)

 

Während der Kursdax in rund 18 Jahren auf ca. 45 Prozent Gewinn kommt, zeigt der Performance-DAX die Wahrheit an: ca. 140 Prozent Gewinn. Der einzige Unterschied sind die Dividenden, bildlich gesprochen die Zinsen der Aktien.

 

Wann fangen Sie an der schleichenden Geldentwertung ein Schnippchen zu schlagen? Es ist einfacher als Sie denken.

 

 

 

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


6. März 2017

[schema type=”review” description=” Zusammenfassung: Die Wirtschaftsweisen der Immobilienwirtschaft haben ihr jährliches Frühjahrsgutachten veröffentlicht. Die Experten warnen vor einer Immobilienblase im deutschen Markt. Indiz dafür ist der extreme Unterschied zwischen Miete und Kaufpreis in den Großstädten. Dabei warnen die Weisen des Wirtschaftsverbandes Zentraler Immobilien Ausschuss e. V. besonders vor Investitionen in überteuerte Objekte in München und Berlin. Hier werden – so die Prognose – die Preise zukünftig sinken.” ]

 

 

 

Der Besitz einer Immobilie vermittelt Sicherheit.

Dem deutschen Immobilienmarkt droht eine Preisblase, die bald platzen wird. Zu diesem Ergebnis kommt der Rat der Immobilienweisen in seinem diesjährigen Frühjahrsgutachten.

 

Seit 15 Jahren gibt der Weisenrat des Zentralen Immobilien Ausschuss e. V. (ZIA) die Studie heraus. Zu den Verfassern zählen sowohl Vertreter des Interessensverbandes als auch Mitglieder der Bundesregierung. Inhalt des Papiers ist die Bewertung der Situation des deutschen Immobilienmarktes. Ziel ist es, die zukünftige Entwicklung zu bestimmen und auch politisch eine entsprechende Richtung einzuschlagen.

 

 

„Eigner Herd ist Goldes wert?“

„Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“ – so lautet der Slogan eines beliebten schwedischen Möbelhauses. Für den Immobilienmarkt übersetzt könnte der Slogan auch lauten: „Zahlst Du noch Miete oder gehört Dir Dein Zuhause?“. Ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen ist hierzulande ein weit verbreiteter Wunsch. Schließlich steht eine eigene Immobilie für Sicherheit und ist der sichtbare Beweis dafür, es im Leben geschafft zu haben. Rund die Hälfte der Bevölkerung hat es schon geschafft: Sie können ein Haus oder Grundstück ihr Eigen nennen oder besitzen eine Wohnung. Immobilienbesitz ist keine Selbstverständlichkeit aber generell ein allgemein akzeptiertes Lebensziel. Und auch als Geldanlage stehen Immobilien für eine sichere und krisenfeste Geldanlage. Kein Wunder also, dass die Immobilienwirtschaft mit einem Investitionsvolumen von rund 52,9 Milliarden Euro pro Jahr für wirtschaftliche Stabilität in unserem Land steht.

 

 

Teures Stadtleben 

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Diese alte Wirtschaftsweisheit bestimmt auch den Immobilienmarkt. Während in ländlichen und strukturschwächeren Gebieten Miet- und Kaufpreise eher moderat ausfallen, ist das Leben in den Großstädten ungleich teurer. Mieten übersteigen schnell ein das allgemein als Maximum empfohlene Drittel Deines Einkommens und es ist dazu nicht leicht, ein Objekt zu finden, das den persönlichen Vorstellungen völlig entspricht, denn das Angebot ist hier begrenzt und die Zahl der Interessenten sehr hoch.

 

Im Zuge dieser Entwicklung sind die Immobilienpreise stark angestiegen. Besonders betroffen sind dabei die Ballungszentren. Hier sind die Mieten teilweise in astronomische Höhen geschossen und auch die Kaufpreise sind selbst für besserverdienende Menschen kaum noch aufzubringen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. geht in seiner Studie davon aus, dass die Preise für Eigentumswohnungen seit 2010 um gut 37 Prozent angestiegen sind. Noch drastischer zeichnet sich die Situation ab, wenn nur der Preisruck innerhalb eines Jahres unter die Lupe genommen wird. So waren die Immobilienpreise 2016 im Vergleich zum Jahr zuvor um 8,4 Prozent gestiegen. Dass diese Entwicklung keine allgemeine Preissteigerung im Markt ist, zeigt der Vergleich mit der Entwicklung der Mietpreise: Seit 2010 haben sich Mieten um 9,4 Prozent verteuert. Im Jahr 2016 belief sich die durchschnittliche Mietsteigerung auf 2,6 Prozent.

 

 

Immobilienblase bläht sich weiter auf

Die Preisschere zwischen Miete und Kauf öffnet sich weiter.

Angesichts dieser schon inflationären Entwicklung der Kaufpreise warnen die Immobilienweisen jetzt vor einer Preisblase, die kurz vor dem Platzen ist. Während bislang in der allgemeinen Rechnung Immobilieneigentümer bereits mittelfristig finanziell gegenüber Mietzahlern im Vorteil waren ändert sich hier gerade die Situation im Markt drastisch. Die Preisschere zwischen Miete und Kauf öffnet sich weiter. Dieses extreme Missverhältnis ist kein plötzliches Phänomen. Bereits seit gut fünf Jahren sind die Kaufpreise verglichen mit den Mietpreisen um ein vielfaches stärker gestiegen. Für die Immobilienweisen des ZIA ein klares Anzeichen für eine Blasenbildung.

 

Das Expertengremium beurteilt die Preise für Wohneigentum verglichen mit den derzeitigen Mietpreisen deutschlandweit als überteuert. Gut 16 Prozent zuviel zahlen demnach Immobilienkäufer aktuell. Da es sich dabei um einen Durchschnittswert handelt, lohnt sich der Blick auf die Entwicklung in den Metropolen. Und hier bekommen mittlerweile auch kaufwillige und solvente Kunden Schnappatmung: Rund 75 Prozent mehr verglichen mit dem entsprechenden Mietniveau müssen in München bezahlt werden. In Berlin und Stuttgart sind es happige 50 Prozent, in Frankfurt und Hamburg 40 Prozent. Köln liegt mit 36 Prozent mehr gegenüber der ortsüblichen Miete nur knapp dahinter.

 

Trotz der Diskrepanz zwischen Kauf- und Mietpreisen in den Metropolen, bleibt der Immobilienkauf nach wie vor beliebt. Durch das anhaltend niedrige Zinsniveau lässt sich die Immobilie noch finanzieren. Und natürlich hoffen die Käufer darauf, dass der enge Markt auch die Mietpreise wieder ansteigen lässt. Dann sähe der Kauf einer überteuerten Immobilie auf längere Frist nicht mehr so schlecht aus. Wer dann seine Immobilie selbst bewohnt, spart steigende Mieten. Wer die Immobilie weitervermietet, rechnet mit sicheren und steigenden Mieteinnahmen, so dass sich der Kaufpreis rasch wieder amortisiert. Doch gerade diese Überlegungen halten die Immobilienweisen für eine Milchmädchenrechnung.

 

 

Auch der Immobilienmarkt verändert sich

Die Immobilienexperten warnen vor überteuerten Objekten. Es sei ein Trugschluss, dass die hohen Preise mittelfristig durch entsprechende Mieteinnahmen (oder Mieteinsparungen) gerechtfertigt seien. Der wichtigste Beleg für diese These ist die weitere infrastrukturelle Entwicklung in den Boom-Städten. Denn gerade hier, wie beispielsweise in München und Berlin, haben Politik und Wirtschaft in den vergangenen Jahren auf den steigenden Bedarf reagiert und neuen Wohnraum geschaffen. Daher werden, so die Experten, die Mieten bei neuabgeschlossenen Verträgen wieder niedriger ausfallen. Der Immobilienmarkt in den Großstädten wird sicher auch weiterhin ein interessanter – aber auch ein sich sättigender – Markt sein, denn der Zuzug lässt sichtbar nach. Empfehlenswert ist es daher, die gesamte Entwicklung und die Entstehung neuer Zuzugsregionen im Blick zu behalten. Die Immobilienwirtschaft geht davon aus, dass die süddeutschen Städte Erlangen und Regensburg, sowie Leipzig im Osten und Rostock im Norden zukünftig verstärkt nachgefragt werden.

 

 

Überblick behalten – nachhaltig investieren

Der Bericht der Immobilienweisen zeigt, dass sich auch bewährte Anlagekonzepte verändern. Wichtig bleibt es, politische und wirtschaftliche Veränderungen zu verfolgen und den Überblick zu bewahren.

 

Genauso wichtig ist es natürlich auch, zu wissen, was Du selbst willst. Klimafonds, erfahrener Berater für nachhaltige Investments, hilft Dir, Deine passende Geldanlage zu finden – klimafreundlich, fair und zukunftsorientiert.

 

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


9. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Anlegern, die ihr Geld klimafreundlich investieren wollen, steht ab sofort wieder die Vermögensanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ zur Verfügung. Die Aufsichtsbehörde BaFin hat den Sachwert im Dezember 2016 wieder zugelassen. Anbieter Neitzel & Cie. investiert die Gelder in die Zukunftstechnologien Photovoltaik und Blockheizkraftwerke. „Zukunftsenergie Deutschland 4“ hat eine Laufzeit bis 2025. Anleger können mit einer Rendite von bis zu 8 Prozent jährlich rechnen.” ]

 

 

Zukunftsenergie: Sonnige Aussichten für Photovoltaik-Anlagen.

Seit 2015 bietet der Asset-Manager Neitzel & Cie. die klimafreundliche und nachhaltige Geldanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4″ an.

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ ist ein Sachwert aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Anbieter Neitzel & Cie.  verfügt über eine weitreichende Erfahrung in Energie- und Sachwerten. Die bisherigen Emissionen des Hamburger Unternehmens haben sich sehr gut entwickelt.

 

 

Neu genehmigter Vertrieb zum Schutz der Anleger

Aufgrund der Neueinführung des Kleinanlegerschutzgesetzes und der Neuregelung des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) von 2015, dürfen die Prospekte der Emissionshäuser nur noch ein Jahr lang genutzt werden. Ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, genehmigter Prospekt ist jedoch die unabdingbare Voraussetzung für die Vermarktung und den Vertrieb einer Finanzanlage.

 

Das vierte Sachwert-Portfolio „Zukunftsenergie Deutschland 4“ war im Sommer 2015 der erste Prospekt, den die Aufsichtsbehörden nach den neuen Regelungen zugelassen haben. Neitzel musste dann im folgenden Sommer 2016 einen neuen Prospekt zur Zulassung bei der BaFin vorlegen. Während der Prüfungsphase von fünf Monaten durfte das Produkt nicht vertrieben werden. Um so größer ist jetzt die Freude und Erleichterung, dass die Platzierungsphase der beliebten Geldanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ fortgesetzt werden kann.

 

 

Klimakrise stoppen – Erneuerbarer Energien ausbauen

Die globale Klimakrise ist in vollem Gange und die Erwärmung unseres Planeten nimmt rasant zu. Eine Entwicklung, die dringend gebremst und mittelfristig komplett gestoppt werden muss. Darüber ist sich die Staatengemeinschaft mehrheitlich einig und hat mit den UN-Klimakonferenzen von Paris und Marrakesch die Weichen für eine CO2-freie Zukunft gestellt. Schließlich geht es um das Überleben der kommenden Generationen.

 

Nur durch die Abkehr von fossilen Energieträgern wie Kohle, Gas und Öl und dem konsequenten Ausbau von Anlagen für Erneuerbarer Energien kann es gelingen, den CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren. Durch die Dekarbonisierung kann der Treibhauseffekt entkräftet und die Erwärmung der Erde unterhalb der 2-Grad-Celsius-Grenze gehalten werden.

 

Deutschland hat mit der Energiewende begonnen. Bis zum Jahr 2050 sollen mindestens 80 Prozent der CO2-Emissionen entfallen. Voraussetzung dafür ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien, also von Anlagen zur Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser.

 

An diesem Punkt setzt „Zukunftsenergie Deutschland 4“ an. Durch gezielte Investitionen in Photovoltaik-Anlagen in Deutschland wird die für eine Energiewende notwendige Infrastruktur weiter ausgebaut und die Einspeiseprognosen für Solarenergie werden weiter verbessert.

 

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ – Streuung als Erfolgskonzept

Mit “Zukunftsenergie Deutschland 4” bist Du auch Unternehmer.

Wenn Du Dein Geld in „Zukunftsenergie Deutschland 4“ anlegen willst, sind für Dich nicht nur die Fragen des Klimaschutzes entscheidend. Schließlich möchtest Du auch sicher gehen, dass unnötige Risiken bei diesem Investment vermieden werden. Neitzel & Cie. setzt daher auf eine Streuung der Anlageklassen. Rund 70 Prozent der Investitionen wird in Photovoltaik-Anlagen investiert, vom verbleibenden Drittel sollen Blockheizkraftwerke gekauft werden.

 

Das Sachwert-Portfolio „Zukunftsenergie Deutschland 4“ baut auf das bewährte Konzept, in Anlagen in unterschiedlichen Regionen Deutschlands zu investieren. So können witterungsbedingte Schwankungen in der Stromgewinnung effektiv ausgeglichen werden. Voraussetzung für den Kauf ist außerdem, dass die Anlagen bereits am Stromnetz angeschlossen sind oder mindestens eine rechtlich verbindliche Zusage für den Anschluss nachweisen können.

 

Der Vorteil einer Investition in eine bereits bestehende Anlage liegt in der Einspeisevergütung von Strom aus Erneuerbaren Energien. In Deutschland regelt das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) die Preise für nachhaltig erzeugten Strom. Diese Vergütung wird für laufende Anlagen garantiert und liegt aktuell höher als die Einspeisetarife von neuen Anlagen. So profitiert „Zukunftsenergie Deutschland 4“ zuverlässig von den festgelegten höheren Preisen und schließt unangenehme Überraschungen, wie sie sich beim Bau neuer Anlagen ergeben können, von vornherein aus.

 

Die erste Photovoltaik-Anlage hat Neitzel bereits im Rahmen von „Zukunftsenergie Deutschland 4“ gekauft: Für 2,17 Millionen Euro befindet sich jetzt eine Dachanlage in Dortmund im Anlagevermögen. Die Anlage ist seit 2011 in Betrieb und verfügt über eine Leistung von einem Megawatt. Die Einspeisevergütung beträgt 0,26 Euro pro eingespeister kWh.

 

Auch bei der Investition in Blockheizkraftwerke geht Neitzel auf Nummer Sicher: Durch das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK-Gesetz, wird in Deutschland die Einspeisevergütung für Strom aus Blockheizkraftwerken geregelt. So kann auch hier mit festen Erträgen kalkuliert werden. Weitere Planungssicherheit bieten Verträge mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, die langfristige Abnehmer von Elektrizität und Wärme sind.

 

 

Dein Investment in Erneuerbare Energien

Im Rahmen der Finanzanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ sollen insgesamt rund 51 Millionen Euro in Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerke in Deutschland investiert werden. Vorgesehen ist ein Eigenkapital von Anlegern in Höhe von 20 Millionen Euro, bisher konnten rund 5 Millionen Euro bereits erfolgreich platziert werden.

 

Wenn Du Dich für „Zukunftsenergie Deutschland 4“ interessierst, kannst Du Dich ab einer Anlagesumme von 20.000 Euro (zzgl. Agio) finanziell beteiligen. Die Anlage hat eine Laufzeit von 10 Jahren und endet im Jahr 2025. Die Beteiligung sieht jährlich steigende Ausschüttungen vor. Prognostiziert ist ein Gesamtrückfluss von 168 Prozent, das entspricht 5,6 Prozent jährlich gemäß der gängigen IIR-Methode (Internal Rate of Return).

 

Als Anleger in „Zukunftsenergie Deutschland 4“ bist Du am Projekt unternehmerisch beteiligt. Das bedeutet, dass Du über eine sehr transparente Geldanlage verfügst, die Dir einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Projektes gewährt. Dafür bist Du auch in gewisse Risiken involviert. Sollte beispielsweise weniger Strom erzeugt werden, stehen weniger Einnahmen für die Ausschüttungen an die Anleger zur Verfügung. Im schlimmsten Fall, kann auch ein größeres Verlustrisiko entstehen. Die Einnahmen aus der Investition gelten als Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb und müssen versteuert werden.

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“  verfügt über eine sehr gute Ertragsprognose und stellt gleichzeitig eine klimafreundliche und nachhaltige Investitionsmöglichkeit dar. Das befand auch die Fachzeitschrift „Beteiligungsreport“, die im vergangenen Jahr “Zukunftsenergie Deutschland 4” als nachhaltiges Investmentvermögen mit dem Beteiligungspreis 2016 auszeichnete.

 

 

Klimafreundlich investieren …

… kannst Du mit einer Beteiligung an “Zukunftsenergie Deutschland 4” oder aber mit einer unserer rund 300 nachhaltigen Geldanlagen. Bei Klimafonds kannst Du Dich immer darauf verlassen, dass Dein Geld in Unternehmen und Staaten landet, die Klimaschutz, Menschenrechte und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen ernst nehmen.

 

Finde Deine optimale Geldanlage und fülle unseren einfachen Fragebogen aus.

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



9. Januar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Rentable Geldanlagen sind nicht nur etwas für Finanzprofis. Mit einem guten Musterdepot gelingt es auch Anfängern in Sachen Fondssparen, ihr Geld sicher und ertragreich anzulegen. Erfahrene Finanzberater stellen Musterdepots zusammen. Diese können – je nach Interesse und Bedürfnis des Kunden – erweitert, verändert und ausgebaut werden. Nachhaltigkeitsfonds sind gut für Mensch und Klima: Es gibt ein breites Angebot an fairen, ökologischen und klimafreundlichen Fonds.” ]

 

Jetzt sparen! – Anfang des Jahres herrscht oft Ebbe in der Kasse.

Sparsamer sein, weniger Geld für Kleinigkeiten ausgeben, etwas für später zurücklegen. Das sind Vorsätze, die viele Menschen für das neue Jahre gefasst haben. Sehr sinnvolle Pläne, denn gerade nach dem Kauf vieler Weihnachtsgeschenke, Winterkleidung und den Ausgaben für einen kleinen Silvesterurlaub herrscht in vielen Kassen Ebbe. Hier ist jetzt der Blick nach Vorne angesagt, denn neue Rücklagen müssen gebildet werden. Nicht nur für die schönen und angenehmen Dinge des Lebens, sondern auch für Dein Alter oder größere Anschaffungen und Pläne, die Du längerfristig umsetzen willst.

 

Doch der Sparvorsatz ist leichter gefasst als umgesetzt. Einfach nur Geld auf dem Konto stehen zu lassen oder auf ein Sparbuch zu übertragen bringt eigentlich nur Verluste. Denn die niedrigen Zinsen bringen Dir nur geringe Erträge und gleichen die aktuelle Inflationsrate nicht aus.

 

 

Fondssparen – eine sichere Bank

Wenn du also Deinen guten Vorsatz, ab sofort zu sparen, jetzt in die Tat umsetzen willst, dann ist guter Rat gar nicht teuer. Eine sehr gute Möglichkeit bietet Dir das Fondssparen.

 

Diese Art des Sparens wird immer beliebter, denn ein Einstieg ist bereits mit kleinen Beträgen möglich und zählt zu den relativ sicheren Geldanlagen, denn Dein angelegtes Geld ist geschützt, selbst wenn ein Fondsanbieter zahlungsunfähig wird. Die Fonds werden von Investmentgesellschaften verwaltet, die das Anlagevermögen strikt vom Vermögen ihrer Gesellschaft trennen müssen. Darüber hinaus werden Fondsgeschäfte durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, streng überwacht.

 

 

3 Faktoren für Fonds: Sicherheit, Ertrag, Nachhaltigkeit

Sicherheit ist ein wichtiger Aspekt des Fondssparens. Du willst jedoch auch gute Erträge erzielen. Außerdem ist Dir die ethische und ökologische Nachhaltigkeit Deiner Geldanlage nicht gleichgültig und du willst wissen, in welchen Bereichen Dein Geld eingesetzt wird.

 

Anspruchsvolle Anforderungen, die für einen Laien im Finanzbereich kaum zu stemmen sind. Schließlich ist das Angebot an Nachhaltigkeitsfonds mittlerweile breit und die Kriterien von Fondsgesellschaft zu Fondsgesellschaft verschieden. Gut, wenn Du hier auf einen erfahrenen Finanzberater wie Klimafonds bauen kannst, der Deine Vorstellungen zu Ethik, fairem Handel und Klimaschutz teilt und professionell umsetzt.

 

Du musst nicht unzählige Prospekte von nachhaltigen Investmentfonds studieren und überlegen, welche Produkte Du sinnvollerweise zusammenstellen solltest, denn auch bei Fonds gilt die alte Anlegerweisheit, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Diese Arbeit erledigt Klimafonds für Dich und bietet Musterdepots an, die auf die jeweiligen Anforderungen und Bedürfnisse der Anleger abgestimmt sind.

 

 

Musterdepots – eine ausgewogene Mischung

Wenn Du zwar viele Vorstellungen, jedoch wenig Erfahrung im Fondssparen hast, ist die Zusammenstellung eines ausgewogenen Depots durchaus kniffelig. Daher bietet Klimafonds unterschiedliche Musterdepots an. In diesen Musterdepots sind unterschiedliche Wertpapiere zusammengesellt. Damit stellt das Musterdepot eine solide Basis für jeden Anleger dar.

 

Du kannst das Musterdepot genauso belassen oder aber auch es als Vorschlag verstehen und selbst eine Gewichtung auf einen bestimmten Anlagebereich vornehmen, erweitern und verändern. – Genau wie bei einem Musterhaus: So wie es steht, ist es funktional, wenn Du jedoch noch eigene Vorstellungen einbringen willst, ist das durchaus möglich. Genauso, wie Du bei einem Musterhaus jedoch keine tragenden Wände entfernen kannst, muss auch im Musterdepot die Mischung stimmen. Daher ist es wichtig, dass ein Finanzexperte Wertpapiere hinsichtlich ihrer zu erwartenden Erträge, ihrer künftigen Entwicklung und ihrer Stabilität bewerten. Bei Klimafonds wird außerdem noch die ethische und ökologische Nachhaltigkeit der Wertpapiere kritisch geprüft. Schließlich soll Dein Geld in klimafreundliche und soziale Produkte und Projekte investiert werden und keinesfalls Krieg, Ausbeutung und dem Raubbau an der Natur Vorschub leisten.

 

 

Musterdepot Balance – ausgezeichnete Prognosen

Balance bringt Stabilität – Im Leben und in den Finanzen!

Wenn Dir in Deinem Leben Deine innere Balance wichtig ist, kannst Du dieses Kriterium auch auf Deine Geldanlagen übertragen. Mit dem Musterdepot Balance bietet Dir Klimafonds eine Depot, dass den ausgewogenen Weg zwischen Sicherheit und guten Erträgen beschreitet.

 

Mit einem Blick auf die vergangenen fünf Jahre wurden mit diesem Depot Erträge von durchschnittlich 5,39 Prozent p.a. erwirtschaftet. Nach unserer Prognose, die auf der offiziellen Berechnungsmethode des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) stützt, wird sich das Musterdepot Balance auch in den kommenden zehn Jahren positiv entwickeln. Ein Anlagevermögen von 10.000 Euro wird sich dementsprechend in der Zehn-Jahres-Prognose verdoppeln.

 

Damit bietet das Musterdepot Erträge, die Du mit einem Sparbuch aktuell nicht annähernd erreichen kannst, denn die Verzinsung liegt hier aktuell bei allen Anbietern unterhalb von einem Prozent. Apropos Sparbuch: Ein wichtiges Argument für ein Sparbuch war stets, dass das Geld jederzeit zur Verfügung stand. Auf diesen Vorteil musst Du beim Fondssparen im Musterdepot nicht verzichten. Auch hier kannst Du jederzeit frei über Dein Geld verfügen. Wenn Du allerdings längerfristig anlegst, kannst Du Wertschwankungen und Renditeeinbußen wirkungsvoll vermeiden, denn ab einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren gleichen sich mögliche Schwankungen nahezu vollständig aus.

 

 

Musterdepot Balance: Breite Streuung, strenge Nachhaltigkeit

Wenn Du dich für Fondssparen mit dem Musterdepot Balance entscheidest, kaufst Du keine Katze im Sack. Generell kannst Du Dir jederzeit einen Überblick darüber verschaffen, wie und wo Dein Geld angelegt wird. Das Musterdepot Balance bildet den Rahmen für Geldanlagen in fünf Nachhaltigkeitsfonds, die hälftig in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere investieren.

 

Durch diese Aufteilung ist das Anlagevermögen auf etwa 500 unterschiedliche Wertpapiere aufgeteilt. Dazu zählen unter anderem Rentenfonds auf Anleihen nachhaltiger Unternehmen und Staaten. In beiden Bereichen garantiert ein umfassendes Pflichtenheft, dass die Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden. Schwerpunkte sind dabei unter anderem die Themen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Einhaltung von Menschenrechten und fairer Handel.

 

Durch die breite Streuung der Geldanlagen, erreicht das Musterdepot die namensgebende Balance, die mögliche Schwankungen oder Einbrüche in einem Bereich durch überdurchschnittliche Performance in einem anderen Bereich wieder austarieren kann.

 

 

Effektvolles Investment für Dich und den Planeten

Durch die strengen Nachhaltigkeitskriterien erhältst Du eine solide Geldanlage mit der Du Dein Geld nicht nur mehren kannst, sondern zugleich auch für eine positive und nachhaltige Entwicklung in der Welt mit sorgst.

 

Klimafonds bietet nicht nur das Musterdepot Balance an, sondern viele weitere interessante Anlagemöglichkeiten. So kannst du bereits ab 25 Euro im Monat mit dem Aufbau Deines Vermögens beginnen – und das sicher, bequem und mit einem positiven ethischen und klimafreundlichen Effekt.

 

Mit unserem einfachen  Fragebogen findest Du Deine optimale Geldanlage.

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 



10. November 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Klimaschutz und sichere, ertragreiche Geldanlagen schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Mit Erneuerbaren Energien Fonds kannst du die Energiewende finanziell unterstützen und selbst eine attraktive Rendite erwirtschaften. Gut also, auch im Finanzbereich auf regenerative Energien zu setzen.” ]

 

 

Viele Anleger setzen auf gute Erträge - ökonomisch und ökologisch.
Viele Anleger setzen auf gute Erträge – ökonomisch und ökologisch.

Umwelt- und Klimaschutz sind große politische Themen unserer Zeit. Aber auch im Alltag gibt es unendliche viele Möglichkeiten, wie Du Dich für diese Ziele einsetzen kannst. Zum Beispiel durch Deinen Konsum, denn als Verbraucher hast Du eine große Marktmacht, schließlich wollen alle Anbieter nur Dein Bestes, nämlich Dein Geld. Kritiker bemängeln oftmals, dass beispielsweise ökologisch erzeugte Lebensmittel um ein vielfaches teurer und so nicht für jeden erschwinglich sind. Zu diesem Thema gibt es eine Menge brauchbarer Ratgeberseiten und Life Hacks.

 

Deshalb wollen wir Deinen Blick auf die Dinge richten, die nicht immer unmittelbar mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werden: Deine Geldanlagen! Dazu eine gute Nachrichten: Gerade in diesem Bereich gibt es viele ausgezeichnete Möglichkeiten, den Lauf der Welt mitzubestimmen, beispielsweise durch Investitionen in erneuerbare Energien. Zweite gute Nachricht: Diese Geldanlagen sind nicht „teurer“ als konventionelle Investments – oder kurz gesagt: klimafreundlichen Investments bringen attraktive Erträge für Dich und für die Welt.

 

 

Dekarbonisierung aktiv umsetzen

Die globale Klimakrise zu bewältigen, ist eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt. Das ist mittlerweile auch bei den Hauptverursachern, den führenden Industrienationen angekommen. Entsprechend haben die G7-Staaten im vergangenen Jahr die Dekarbonisierung beschlossen, also den hundertprozentigen Verzicht auf die fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und -gas. Stattdessen sollen erneuerbare Energien stärker forciert werden.

 

Deutschland hat – auch unter dem Einfluss der Reaktorkatastrophe von Fukushima – die Energiewende mit dem schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie eingeleitet und setzt nun auch vermehrt auf regenerative Energien. Auch wenn die Umsetzung teilweise noch recht zögerlich vorangeht, wird immer mehr Menschen klar, dass die Energiequellen der Zukunft nicht tief unter der Erde liegen und unseren Planeten weiter schädigen. Sonne, Wind und Wasser liefern dagegen Energie kostengünstig, klimaverträglich und in ausreichendem Maße.

 

 

Erneuerbare Energien fördern

Um die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen voranzubringen, müssen entsprechende Anlagen aufgebaut werden. In Europa liegt der Anteil von erneuerbaren Energien bei neugebauten Anlagen bei mehr als 70 Prozent, doch es gibt noch viel zu tun. Da diese Anlagen auch finanziert werden müssen, eröffnen sich hier ausgezeichnete Möglichkeiten für klimafreundliche Geldanlagen.

 

Erneuerbare Energien Fonds sind Themenfonds, die Dir die Gelegenheit bieten, Dein Geld sinnvoll und zum Wohl des Klimas anzulegen. Du investierst hier beispielsweise in Solar- und Windparks, in Wasserkraftwerke, Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien oder auch in Unternehmen, die bewusst ihre CO2-Emissionen gering halten. Diese Fonds bieten Dir nicht nur die Sicherheit, dass Dein Geld in klimafreundliche Projekte investiert wird, sondern sind zugleich auch eine sichere Geldanlage mit attraktiven Renditen.

 

 

Fünf interessante Erneuerbare Energien Fonds

Klimafreundliche Geldanlagen stressfrei via Internet - mit kompetenter Beratung.
Klimafreundliche Geldanlagen stressfrei via Internet – mit kompetenter Beratung.

Aktuell gibt es eine Vielzahl von Investmentfonds aus dem Bereich der erneuerbaren Energien im Markt. Da ist es nicht leicht, die richtige Auswahl zu treffen und genau zu prüfen, welche Projekte und Unternehmen im Detail enthalten sind. Bei den Fonds und Musterdepots von Klimafonds kannst du stets sicher sein, dass es sich um klimafreundliche und nachhaltige Investmentfonds handelt die Deinen und unseren hohen ökologischen und sozialen Ansprüchen genügen und dabei auch ökonomisch auf sicheren Füßen stehen.

 

Damit du Dir ein besseres Bild von Erneuerbare Energien Fonds machen kannst, stellen wir Dir fünf konkrete Produkte vor, die sich in einem gemeinsamen Portfolio in den letzten fünf Jahren gut entwickelt haben. Konkret wurden 100.000 Euro auf die fünf Fonds zu gleichen Teilen angelegt. Zusammen verzeichneten die Fonds nach einer Laufzeit von fünf Jahren eine Wertsteigerung von rund 44 Prozent, Erträge, die sich in den aktuellen Niedrigzinszeiten sehen lassen können.

 

1. Vontobel

Der Vontobel Fund – New Power A-EUR wird von der Luxemburger Fondsgesellschaft Vontobel Management S.A. herausgegeben. Dabei handelt es sich um einen leistungsstarken Aktienfonds, der in den letzten fünf Jahren eine Performancesteigerung von fast 60 Prozent erreichen konnte. Vontobel investiert dabei weltweit in regenerative Energien sowie in Projekte zur Verbesserung von Energieeffizienz.

 

2. DNB

DNB – Renewable Energy A wird von der Fondsgesellschaft DNB Asset Management S.A. emittiert. Der Aktienfonds erwirtschaftete während einer fünfjährigen Laufzeit ein sattes Plus von rund 50 Prozent. Investiert wird ebenfalls im Bereich erneuerbarer Energien.

 

3. Pictet

Pictet – Clean Energie-P EUR ist ein Aktienfonds der Pictet Asset Management S.A. In den letzten fünf Jahren konnte dieser Fonds einen Zuwachs knapp unter 50 Prozent verzeichnen. Schwerpunkte des Investments sind Technologien für klimafreundliche Energieerzeugung und verbesserte Energieeffizienz. Ein besonderer Nachhaltigkeitsaspekt bei diesem Fonds: zwei Drittel der Anlagen werden in Unternehmen investiert, die zu reduzierten CO2-Emissionen beitragen.

 

4. Robeco

Der Investmentfonds RobecoSAM Smart Energy Fund B der GAM S.A. erzielte in den letzten fünf Jahren ein Plus von rund 39 Prozent. Bei diesem Fonds werden mindestens 80 Prozent der Anlagen in erneuerbare Energien einschließlich Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieversorgung investiert

 

5. JSS Multi Label

JSS Multi Label SICAV – New Energy Fund (EUR) B ist ein Fonds der J. Safra Sarasin LU. Dieser Investmentfonds existiert bereits seit dem Jahr 2000 und zählt damit zu den Pionier-Produkten im Markt der nachhaltigen Kapitalanalgen. Der Klassiker erwirtschaftete in den letzten fünf Jahren ein Plus von rund 23 Prozent. Das angelegte Geld wird vollständig in die Bereiche erneuerbare Energien und Verbesserung der Energieeffizienz investiert.

 

 

Geldanlagen komfortabel und klimaschonend

Wenn Du Dein Geld klimafreundlich anlegen willst, hast Du also verschiedene Möglichkeiten, aber auch bei Erneuerbaren Energien Fonds kommt es – wie bei vielen Dingen des Lebens – auf die richtige Zusammenstellung an. Du hast also auch immer einen gewissen Aufwand. Denn gleichgültig, ob Du auf einen Schlag eine bestimmte Summe angelegen willst oder lieber Monat für Monat einen Betrag ansparst: Deine Anlagen müssen gepflegt und die Erträge versteuert werden. Gut, wenn Dir dabei ein erfahrener und verlässlicher Partner zur Seite steht. Klimafonds bietet Dir einen kompetenten und komfortablen Rundum-Service via Internet, für den Du nicht einmal das Haus verlassen musst.

 

Informiere dich über Deine optimale Anlagestrategie und fülle den Fragebogen aus. Klimafonds berät dich dann zu Deinem klimaschonenden Anlagekonzept.

 

Und nicht vergessen: Wenn du Dein optimales Anlagekonzept gefunden hast, kannst Du Deine positiven Erfahrungen mit anderen teilen, denn hier können viele Menschen zusammen sehr viel erreichen.

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



3. Mai 2016

“rocket science?” – Der Blog von Klimafonds.de um Finanzwissen und Finanznachrichten leicht zu machen. Mehr über die Hintergründe gibt es hier.

 

 

😕  Was ist denn hier los?

Ausgerechnet die teilstaatliche Commerzbank war in großem Stil an der List beteiligt, mit dem  Aktionäre und Banken jahrelang den Staat um mindestens eine Milliarde geschädigt haben. Möglich war das mit Cum-Cum Geschäften. Nachdem vor kurzem die großen Betrügereien mit Cum-Ex Geschäfte aufgeflogen waren, folgt jetzt die zweite Runde, mit der der Staat von den Banken um weitere Millionen betrogen worden ist.

 

Cum-Cum Geschäfte Steuertricks
Für den Steuerzahler so gefährlich wie Dum-Dum Geschosse: Cum-Cum Geschäfte

 

 

💡  Was bedeutet das?

Die Commerzbank wurde in der Finanzkrise mit 18,2 Milliarden vom deutschen Steuerzahler gerettet, das verleiht der Veröffenlichung des Bayerischen Rundfunks eine besonders pikante Note.

Cum-Cum Geschäfte auch Dividendenstripping genannt funktionieren so:

Kurz vor der Auszahlung der Dividende (so etwas ähnliches wie Zins auf Aktien) durch deutsche Firmen verleihen ausländische Aktionäre z.B. Blackrock, ihre Aktien an hiesige Banken. Steuern müssen alle Aktionäre auf die Dividenden bezahlen, aber inländische Eigentümer bekommen über die Steuerhöhe eine Gutschrift, ausländische Aktionäre aber nur für einen Teil. Nach der Auszahlung der Dividende geben die deutschen Banken die Aktien an den eigentlichen Besitzer, also den ausländischen Investor, zurück.

Ein gutes Geschäft für alle, nur nicht für den deutschen Staat. Der zahlt drauf.

😉  Warum sollte es mich kümmern?

Glücklicherweise schlafen die Steuerfahnder nicht mehr wenn sie auf solche Deals stoßen. In Frankfurt dem deutschen Finanzplatz, spezialisieren sich Staatsanwälte auf diverse Steuervermeidungstricks. Für den Steuerzahler könnte das bedeuten, dass die Banken die zu unrecht erhaltene Steuervergünstigung zurückzahlen müssen. Manche Bank wird den ausländischen Kunden in Regress nehmen wollen. Wahrscheinlich wird das aber nicht gehen, weil sich die international tätigen Großinvestoren abgesichert haben. Für die Banken wäre es jetzt am besten, wenn sie die krummen Geschäfte freiwillig bereinigen würden. Dann sparen sie sich wenigstens die Prozesskosten.

➡  Für Euch persönlich:

Wenn zu Unrecht erhaltene Steuervergünstigungen zurückgezahlt werden müssen, beschert das dem Fiskus Einnahmen. Diese sind für die Gesellschaft besonders wichtig, haben wir doch genügend Ausgaben für Soziales, Bildung, Infrastruktur und vieles mehr.

Solltet Ihr Bankaktien haben, etwa von der Commerzbank, Deutsche Bank oder anderen, so ist es keine gute Nachricht. Rückstellungen für Prozesskosten, Strafzahlungen und Steuerrückerstattungen müssen gebildet werden und reduzieren den Gewinn. Rückläufige Gewinne sind meist nicht gut für steigende Aktienkurse.

AAPinguin Für klimafreundliche Anlagen:

Wenn Ihr Eure Ansparung schon klimafreundlich tätigt, dann führt doch Eurer Girokonto auch bei einer fairen Bank. Zu Unrecht durchgeführte Steuertricks, die uns als Gesellschaft schaden, gibt es bei Grünes Geld, GLS Bank, Umweltbank, Ethikbank oder der Triodos Bank wahrscheinlich nicht.

AAKlimafonds



28. April 2016

“rocket science?” – Unser Blog zum Finanzwissen leicht gemacht. Mehr über die Hintergründe gibt es hier.

 

 

Chairwomen FED
Chefin der amerikanischen Notenbank: Janet Yellen, eine der mächtigsten Frauen der Welt.

😕  Was ist denn hier los?

Die amerikanische Notenbank (FED) hat auf ihrer Sitzung bekannt gegeben, dass sie die Zinsen nicht erhöhen wird. Anleger schenken den Sitzungen der FED immer große Aufmerksamkeit und achten besonders darauf welche Aussagen getätigt werden. Die Sprache der FED ist nicht immer einfach zu deuten. Derzeit geizen die Notenbanker mit Hinweisen was passiert. Manche vermuten dass Zinsschritte “nicht so schnell” auf dem Plan stehen würden.

💡  Was bedeutet das?

Um die Wichtigkeit der FED Zinsentscheidungen zu verstehen, muss man wissen, dass die Maßnahmen der FED der größte Treiber der steigenden Aktienkurse seit der Finanzkrise 2008/2009 sind. Durch die FED Maßnahmen der niedrigen Zinsen sollte unter anderem der Geldfluss in die Wirtschaft steigen. Viele Mittel flossen in den Aktienmarkt, was zu großen Kurssteigerungen in den letzten 7 Jahren führte, aber auch die Immobilienmärkte erholten sich dadurch.

😉  Warum sollte es mich kümmern?

Diese Nachricht, bzw. diese nicht vorhandene Nachricht ist neutral bis positiv für die Aktien. Die Chefin der FED stellte bereits klar, dass sie bei den Zinsanhebungen sehr vorsichtig wären. Das half dem Dollar im Wert zu steigen und auch den Aktienkursen nach oben. Viele Investoren dachten, es käme ein vorsichtiger Schritt in Richtung Zinserhöhung. Doch dieser ist erst einmal ausgeblieben. Jetzt richtet sich die Aufmerksamkeit auf den nächsten Sitzungstermin im Juni.

➡  Für Euch persönlich:

Niedrige Zinsen verlocken Menschen in riskantere Dinge zu investieren. Das können “Schrott”Anleihen, Eigenheime an schlechten Standorten oder zu spekulative Aktien aber auch Dinge des Alltags, die man nicht braucht, sein. Wenn sich sparen auf der Bank nicht mehr lohnt, kann das zu Fehlinvestitionen führen, einfach weil das Geld lockerer sitzt.

AAPinguin Für klimafreundliche Anlagen:

Klimafreundliche Anlagen von Klimafonds.de könnt Ihr dafür benutzen um rechtzeitig am Anfang des Monats Geld auf die Seite zu legen. Damit werdet ihr nicht verführt zuviel Geld für Nutzloses auszugeben.

AAKlimafonds