Anlagewissen


20. Juni 2018

Zusammenfassung: Heute vor 70 Jahren gab es die Währungreform in Deutschland. Die enormen Kriegsschulden wurden durch einen Schuldenschnitt von 93,5 Prozent von den Sparern getragen. Aktienbesitzer und Sachwertbesitzer kamen ohne Verluste davon.

 

Wie das Handelsblatt schreibt ist von einem Tag auf den anderen vor genau 70 Jahren der Deutsche vom Bittsteller und Bezugsmarkenkäufer zum umworbenen Kunden und D-Mark-Besitzer geworden. Eine rasante Entwicklung in Deutschland begann. Doch viele weitreichende Entscheidungen wurden damit getroffen, die zum einen Auswirkungen auf unsere heutige Bundesrepublik haben aber auch viele Lehren für Geldanleger bereit halten.

 

Ich habe 7 Punkte zusammen gestellt, die jeder über die wohl wichtigste Entscheidung zur Ordnung der Gesellschaft nach dem 2. Weltkrieg wissen sollte.

Reichsmark: Münze (gültig vor Währungsreform 1948)1.) Was war die Währungsreform eigentlich genau?

Am 20. Juni 1948 wurde die Reichsmark (und die 1:1 notierende Rentenmark) als Zahlungsmittel in den drei westlichen Besatzungszonen, also der späteren Bundesrepublik Deutschland, durch die D-Mark abgelöst.

Für 100 Reichsmark erhielt man 6,50 D-Mark. Zusätzlich gab es ein sogenanntes Kopfgeld als Geschenk des Staates. Es betrug 40 D-Mark für Haushalts-Vorstände. Einen Monat später wurde jeder natürlichen Person 20 D-Mark ausgezahlt.

 

2.) Ludwig Ehrhard zog bereits die Strippen

Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist Ludwig Ehrhard der Vater des Wirschaftswunders, denn er war in den Wirtschaftswunderjahren von 1949 bis 1963 in der Regierung als Wirtschaftsminister tätig. Danach war er von 1963 bis 1966 der 2. bundesdeutsche Kanzler.

 

Doch Ehrhard war schon zuvor aktiv. Nach dem Zusammenbruch des NS-Reichs wurde klar, dass die Allierten keinen Masterplan zum Wiederaufbau der Zentralmacht in Europa hatten. So teilten im November 1947 Finanzoffiziere der “Sonderstelle Geld und Kredit” mit, dass “…die Währungsreform an die deutschen Verhältnisse angepasst werden muss…”. Diese Sonderstelle war das deutsche Währungsreformgremium mit Ihrem Leiter: Ludwig Ehrhard.

 

3.) Wieso gab es eine Währungsreform?

 

Es war letztlich die Rechnung für den 2. Weltkrieg und die durch ihn verursachten Kosten. Dabei waren ab 1942 die Warnungen Experten nicht mehr zu überhören. Im Februar 1945 teilte der damalige Finanzminister Schwerin von Krosigk seinem Reichskanzler Adolf Hitler mit, dass eine Steigerung des Notendrucks schon rein technisch kaum noch möglich wäre. Die Geldpresse war an Ihrer Kapazitätsgrenze.

 

Der 2. Weltkrieg ließ die Reichsschuld von 48 Mrd. Mark auf 450 Mrd. Mark, also das 5fache des Bruttosozialproduktes des Jahres 1943/1944, steigen. Das heutige Italien ist mit eines 1,3fachen Staatsverschuldung damit noch harmlos unterwegs.

 

Normalerweise würde bei einer solchen Schuldenexplosion auch die Inflation ansteigen, da immer mehr Geld im Kreislauf ist. Aber der Lohnstopp verhinderte das zunächst. Natürlich schwelte das Risiko im Hintergrund immer weiter und löste schließlich die Währungsunion aus.

 

4.) Gab es Alternativen zur Währungsreform 1948?

Während die Währungsreform im Rückblick als gelungen gilt gab es im Vorfeld hinter den Kulissen größte Diskussionen.

 

Die Amerikaner hatten keinen vorgefertigen Plan, bevorzugten mit dem Colm-Dodge-Goldsmith-Plan als wichtigsten Prüfstein der Neuordnung die gerechte Verteilung der durch den Krieg und seine Folgen verursachten Verluste. Sachbesitz über 1.000 D-Mark sollte mit eine Hypothek von 50 Prozent des Vermögens belastet werden.

 

Verbleibender Besitz sollte mit einer bis zu 90-prozentigen Vermögenszuwachsabgabe belegt werden. Damit wäre Deutschland revolutioniert worden. Doch die Unterstützung aus Washington war zu gering um den Vorschlag gegen den massiven Widerstand der Briten durchzusetzen. Diese wollten den Geldschnitt ohne Umverteilung von oben nach unten.

 

Für die Deutschen um Ehrhard und für die Briten war klar, dass Veränderungen an der Besitzstruktur verhindert werden sollten.

 

5.) Welche Vorlaufzeit für die Währungsreform gab es?

 

Seit 1943 wurde auf eine Währungsneuordnung hin gearbeitet. Bereits seit der Stalingrad-Niederlage am 2. Februar 1942 war den Führungskreisen, so auch Ludwig Ehrhard und seinem Bruder im Geiste, dem Vizestaatssekretär und starken Mann im Wirtschaftsministerium, Otto Ohlendorf, klar, dass nicht mehr als ein “Straffrieden á la Versailles” möglich wäre.

 

Beide – Ohlendorf als Vizestaatssekretär und Ehrhard als Leiter des kleinen Instituts für Industrieforschung, intensiv mit Problemen, die beim Übergang der Kriegs- zur Friedenswirtschaft entstehen würden. Besonders um die Währungsneuordnung ging es Ehrhard.

 

Für Ehrhard war klar, dass der Wiederaufbau “unter Führung und Initiative des Unternehmertums” erfolgen müsse.

 

Natürlich waren solche Planungen per Führer-Befehl in den Kriegsjahren verboten. Eine wirkliche Gefahr ging für Ohlendorf aber nicht aus, denn der Reichsführer der SS, Henrich Himmler, hielt seine schützende Hand über ihn. Auch Himmler war an ordnungspolitischen Gegenentwürfen interessiert.

 

Von 20. April 1948 bis 8. Juni 1948 wurden die Gesetze zur Währungsreform formuliert. Die Geldscheine im Nennwert von 5,7 Mrd. D-Mark waren zu diesem Zeitpunkt schon gedruckt.

 

6.) Was wurde aus den Köpfen der Währungsreform?

 

Die weitere Geschichte Ludwig Ehrhards ist den meinsten bekannt: Als der Dicke mit Zigarre wurde Ehrhard die Ikone des deutschen Wirtschaftswunders, Wirtschaftsminister und sogar – allerdings glückloser – Kanzler.

 

Ehrhards Kompagnon Otto Ohlendorf war zu Nazi-Zeiten Chef des Sicherheitsdienstes Inland (SI) und Leiter der berüchtigten Einsatzgruppe D und damit verantwortlich für die Ermordung von 90.000 Zivilisten. Er wurde in den Kriegsverbrecherprozessen von Nürnberg 1948 zu Tode verurteilt und 1951, trotz Gnadengesuch, hingerichtet.

 

7.) Kleine Sparer verloren fast alles, Aktien- und Sachwertbesitzer fast nichts

Die Wurzel für die oft als unausgewogen bezeichnete Vermögensverteilung in Deutschland liegt im 20. Juni 1948 begründet. Denn während Sparer fast alles verlorgen, ging der Währungsschnitt an Aktionären und Sachwertbesitzern praktisch vollkommen vorbei.

 

Wie oben erwähnt gabe es für 100 Reichsmarkt 6,50 D-Mark, also ein Verlust von 93,50 Prozent.

 

Doch die Vermögensabgabe für Aktien- und Immobilienbesitzer war rein optischer Natur und wurde nur aus Gründen der “sozialen Optik” durchgeführt.

 

Das Lastenausgleichsgesetz von 1952 sah vor, dass auf die Unternehmen und Immobilien 50 Prozent zu zahlen seien – allerdings auf 30 Jahre gestreckt und damit inflatorisch entwertet. Wie Volkswirt Reinhold Schilling errechnete erreichte diese Abgabe pro Jahr maximal 1,7 Prozent des Vermögenswertes. Das konnt gut aus dem Vermögenszuwachs der Wirtschaftswunderjahre bestritten werden.

 

 

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Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer von klimafonds.de. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm auf Xing und Facebook.

 

 



9. Januar 2018

Tipp 1: Klimaschutz Aktien sind weiterhin Trumpf

 

Obwohl die Bewertungen der US-amerikanische Aktien auf neuen Höchstständen liegt und der Deutsche Aktien Index (DAX) nur knapp darunter gilt: Viele Anleger stehen noch an der Seite, beobachten den Markte, denken der Markt wäre zu teuer und sind immer noch nicht investiert. Eine Euphorie, die meist das Ende eines Aktienbooms begleitet, ist in den Medien und den Gesprächen nicht auszumachen. Viele Anleger meiden Aktien weiterhin. Sollten Sie auch zu den Zweiflern gehören, überdenken Sie Ihr Mindset. Auch für 2018 erwarten wir ein in Summe passables Börsenjahr. Zwar gehen wir davon aus, dass die Schwankungen zunehmen werden in Fachsprache: “Die Volatilität steigt”, doch darin liegen große Chancen. Die gute konjunkturelle und wirtschaftliche Entwicklung dürfte sich auch im Jahr 2018 weiter fortsetzen und für ein globales Konjunkturplus von über 3,5 Prozent bescheren. Für die Unternehmen bedeutet dies weiterhin Rückenwind und dies sollte zu Gewinnzuwächsen von sechs bis acht Prozent führen. Wenn darüber hinaus noch klimafreundliche Unternehmen mit einer höheren Dividenrendite gewählt werden, ergibt dies eine solide Basis für Vermögenszuwachs.

Nicht zu vergessen ist der Anlagenotstand vieler Profi-Anleger, der sich in den kommenden Monaten weiter vergrößern dürfte. Die Renditen am Rentenmarkt könnten nach Zinsänderungen in den USA leicht ansteigen und damit Kursrückgänge nach sich ziehen. Somit sind Umschichtungen in Richtung Aktien gut möglich.

Im Übrigen gilt: Auch für sicherheitsorientierte Anleger ist eine Beimischung von Aktien empfehlenswert. Hier empfiehlt sich mindestens zehn bis fünfzehn Prozent des Vermögens in Aktien zu investieren. Risikoaffine Geldanleger können natürlich eine deutlich höhere Aktienquote wählen. Im risikoreichsten Profil stellen Experten derzeit 75 Prozent Aktieninvestments ein.

 

Der Klimaschutz kommt bei Aktienanlagen besonders gut zum Einsatz. Anstelle von Automobilherstellern, Airlines oder Raffinierien kommen über Klimafonds nur Unternehmen in Frage, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wem einzelne Aktien zu riskant sind, sollte auf hervorragende Klimaschutzfonds wie den Swisscanto Equity Fund Climate Invest, LBBW Global Warming oder Vontobel Clean Energy. Wem die Einzelauswahl zu kompliziert ist, kontaktiert einfach einen Anlageexperten wie www.klimafonds.de. Wer es nicht ganz so streng mit der Nachhaltigkeit nimmt und vornehmlich bei seinen Aktieninvestments nur Klimaschutz und Kosteneffizienz berücksichtigen möchte, der findet mit dem ETF iShares Global Clean Energy ein passives Anlagekonstrukt das die Wertentwicklung von Unternehmen aus dem Bereich Clean Energy abbildet.

 

 

Für Windkraftaktionäre kommt die Sonne zwischen Wolken hervor

 

 

Tipp 2: Windkraft wird Exportschlager

 

In der Offshore-Windenergieerzeugung, also der Windparks auf dem Meer, hat Europa Pionierarbeit geleistet. Jetzt möchten Europäische Unternehmen dier Know-how und die Technik nach Asien und Amerika exportieren. Das bedeutet Chancen für die Klimaschutzinvestoren.

2018 und die folgenden Jahre könnten insbesondere für Aktionäre der europäischen Windunternehmen interessant werden. In den vergangenen Jahren wurde viel Lehrgeld für den Bau von Windparks auf hoher See bezahlt. So haben die ersten Projekte wie von Siemens  die dafür vorgesehenen Budgets mehrfach überzogen und auch die Zeitpläne verzögerten sich teilweise um Jahre. Doch die Lehrjahre sind vorbei. Inzwischen hat die Technik den Durchbruch geschafft. Mehr als 3800 Windräder drehen sich bereits vor europäischen Küsten. Und bislang stehen 90 Prozent der globalen Kapazitäten in Europa. Potential für weitere Anlagen kann sicherlich in den nächsten Monaten und Jahren gehoben werden. Der Offshore Windkraft steht ein weltweiter Boom bevor. Europäische Windkrafttechnologie kann zu einem Exportschlager werden. Die neuen Märkte versprechen steigende Umsätze und Gewinne der engagierten Unternehmen. Ørsted vormals DONG Energy, mit Hauptsitz in Dänemark beschäftigt  weltweit 5.600 Mitarbeiter. Die  Ørsted-Aktien sind an der Nasdaq-Kopenhagen börsennotiert. Im Jahr 2016 erwirtschaftete das Unternehmen bereits einen Umsatz von 8,2 Milliarden Euro. Die Dänen sehen enormes Wachstumspotential insbesondere in den USA und Asien. Auch die Unternehmen Vestas, Siemens Gamesa und Senvion sind führende Hersteller der wichtigsten Komponenten der Offshore Windräder. Die Unternehmen sollten den technologieschen Vorsprung bei Offshore-Windenergie in Zukunft nutzen können. Aktionäre der Unternehmen dürften sich darüber freuen. Zu beachten ist jedoch, dass die Volatilität bei Windunternehmen relativ hoch ist und Anleger sollten gute Nerven haben. Alternativ dazu wählen Klimaschutzanleger Aktienfonds aus dem Themenbereich Klima oder Clean Energy.

 

Tipp 3: Kostengünstig investieren bei der Klimafonds Geldanlage

 

Die Mantren der letzen Jahre der Verbraucherzentralen haben gewirkt und es wird mehr auf die Kosteneffizienz bei der Geldanlage und weniger auf die Auswirkungen der Anlagen geachtet. Für den Einzelnen ergibt es Sinn in kostengünstige passive, börsengehandelte Fonds (ETFs) zu investieren. Auch wenn dies als Massenphänomen schädliche Auswirkungen auf die Börsen und vor allem die Aktienkultur und die Untenehmen selbst hat. So werden sich auch 2018,  insbesondere nach den neuen gesetzlichen Regelungen zur Kostentransparenz durch MIFID II, die Überlegungen von Geldanlegern um Kosten drehen. Die Chancen des Klimaschutzes für die Geldanlage lassen sich inzwischen preisgünstig unter anderem mit dem ETF iShares Global Clean Energy nutzen. In der Zeit von 09.01.2017 bis 08.01.2018 erzielten Anleger des Fonds auf Dollarbasis rund 18 Prozent Wertentwicklung. Die Gebühren liegen mit 0,65 Prozent Pauschalkosten deutlich unterhalb der Kosten eines aktiv betreuten Klimaschutzfonds. Ziel des Fonds ist es, in den Aktien anzulegen, aus denen sich der Referenzindex zusammensetzt.  Dieser Index misst die Wertentwicklung von etwa  30 der größten börsengehandelten weltweiten Unternehmen mit Geschäftstätigkeit im Bereich Erzeugung sauberer Energien und Ausrüstung und Technologien für saubere Energien. Im klimafonds.de Musterportfolio ETF kommt der oben genannte Fonds zur Verwendung. Auch preissensible Klimaschutzinvestoren fühlen sich somit mit Klimafonds.de Lösungen gut aufgehoben.

 

 



29. Dezember 2017

Seit der großen Zäsur in den Jahren 2008 und 2009 hat sich die Situation bei den Geldanlagen drastisch gedreht. Auf die damalige Immobilien- und Finanzkrise folgte ein Run auf alle Sachwerte. Egal ob Immobilien, Gold, Kunstwerke oder Oldtimer, alles hat die letzten 10 Jahre stark an Wert gewonnen.

 

Das gilt auch für die Aktien, die wahrscheinlich stärker als alle anderen Sachwerte in den letzten 10 Jahren zulegten:

 

Seit der Immobilienkrise 2009 einen Gewinn von rund 250 Prozent erzielt: Deutscher Leitindex DAX (Grafik: Comdirect)

 

Noch besser lief es bei den US-Werten, die sogar 280 Prozent zulegten. Entsprechend stellen sich viele Anleger die Frage, ob den Börsen im Jahr 2018 die Luft ausgehen wird.

 

Dazu hat das Magazin Euro in seiner Ausgabe 01 | 2018 fünf prominente Börsenexperten befragt. Die selten so einhellige Meinung: Die Rally läuft weiter. Das Potenzial an den Börsen ist noch lange nicht ausgeschöpft.

 

Natürlich stimmt es, dass der Aktienmarkt wohl im letzten Drittel seines Anstiegs angekommen ist. Das heißt, die Gewinne und die Kurse werden vielleicht nicht mehr so stark zunehmen wie zuvor. Aber nach der alten Börsenweisheit von Sir John Templeton werden Bullenmärkte im Pessimismus geboren, wachsen bei Skepsis, reifen im Optimismus und sterbern bei Euphorie. Von Aktieneuphorie ist weiterhin nichts zu spüren – wie befinden uns derzeit gerade mal in der Phase Optimismus.

 

Börsen dürften auch wegen robuster Wirtschaft weiter steigen

 

Wer sich weniger von der Psychologie – wie Sir Templeton – der Börse nähert sondern eher die harten Fakten bevorzugt, wird sich die wirtschaftliche Entwicklung ansehen. Hier sind die Aussichten so gleichmäßig positiv wie selten zuvor. Ob China, Indien, die USA, Japan Deutschland oder Spanien, Italien und Frankreich: sie alle wachsen gleichzeitig und stimulieren sich entsprechend gegenseitig.

 

Nach einem starken Weltwirtschaftswachstum von 3,6 Prozent in 2017 erwartet der Internationale Währungsfonds IWF für 2018 ein noch etwas stärkeres Wachstum von sogar 3,7 Prozent. Und auch der Ausblick auf die nächsten Jahre sieht ähnlich aus. Obwohl der Höhepunkt des Wirtschaftswachstums in den USA und Europa 2018 oder 2019 erreicht sein dürfte, ist ein kritischer Rückgang der BIP-Zuwächse nicht abzusehen.

 

Wachstum treibt die Gewinne der Unternehmen

 

Der Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Börsengewinnen ist indirekt. Das Wirtschaftswachstum treibt üblicherweise die Gewinne der Unternehmen nach oben. Damit können die Unternehmen höhere Dividenden zahlen oder ihr Eigenkapital stärken.

 

Höhere Dividenden kommen direkt in den Taschen der Aktionäre an. Höheres Eigenkapital erhöht den Wert eines Unternehmens; in der Folge steigen die Aktienkurse für dieses Unternehmen. Auch das freut den Anleger.

 

Zusammen mit den fehlenden Alternativen zur Aktienanlage – zum Beispiel liegen die Zinsen für einen Kredit an die Bundesrepublik Deutschland über 5  Jahre nur bei minus 0,3 Prozent jährlich – bleiben die Aussichten für Aktien also auch im neuen Jahr 2018 sehr attraktiv.

 

Trotzdem wachsam bleiben

 

Prognosen sind jedoch schwierig – besonders, wenn sie die Zukunft betreffen! Auch wenn die Vorzeichen auf grün stehen, können jederzeit neue Situationen die Lage auf den Kopf stellen.

 

So stehen Parlamentswahlen im Frühjahr in Italien an – die Stabilität Europas könnte in Gefahr geraten. Der Brexit kommt in die entscheidende Phase; nach den Fortschritten in den letzten Wochen des Jahre 2017 werden in 2018 erste harte Entscheidungen zu treffen sein.

 

Neben der Politik bleiben die Notenbanken zu beachten. Die US Notenbank FED ist schon mitten im Zyklus der Zinserhöhungen. Sie geht sehr behutsam vor und wäre im Falle wirtschaftlicher Probleme sicherlich zu sofortigen Maßnahmen bereit. Trotzdem sind steigende Zinsen grundsätzlich schlecht für Aktienmärkte, denn wer Zinsen risikolos bekommt geht seltener an die risikobehaftete Börse. Das wird sich bemerkbar machen.

 

Die Europäische Zentralbank EZB hingegen ist gerade erst dabei, ihr Anleihkaufprogramm zu halbieren – von 60 Milliarden Anleihekäufen monatlich auf dann nur noch 30 Milliarden Euro. Das lässt sich sogar in Japan erkennen, denn die dortige Notenbank Bank of Japan hat ein geringeres Tempo beim Anwachsen ihrer Bilanz erkennen lassen.

 

Diese Maßnahmen der Notenbank entziehen den Kapitalmärkten Geld. Entsprechend können die Märkte nicht mehr so schnell steigen.

 

Die Inflationsrate ist wichtig

 

Wichtigster Meßpunkt für die Notenbanken ist die Inflationsrate. Alle Notenbanken streben mehr oder weniger ein Ziel von um die 2 Prozent Inflation (Geldentwertung) jährlich an. Bisher haben jedoch ganzen Maßnahmen nur bedingt zum Anstieg der Inflationsrate geführt.

 

Es wird spekuliert, dass dies daran liegt, dass technische Innovationen und die Digitalisierung in vielen Sektren Lohnsteigerungen ausbremsen. Dazu kommt, dass Rohstoffe wie Öl oder Holz weiterhin relativ billig sind.

 

Würde sich das aber ändern und die Inflationsraten sprunghaft zulegen, wären auch die Notenbanken zu einem entschlossenen Handeln gezwungen. Zuletzt legte die Inflationsrate vor rund einem Jahr deutlich zu:

 

Sprunghafter Anstieg der Inflationsrate im November 2016 (Grafik: EZB)

 

 

Das von Nobelpreisträger Robert Shiller entwickelte Shiller-KGV, das den Wert eines Unternehmens in Verhältnis zu seinen Gewinnen der vergangenen zehn Jahren setzt, liegt bei US-Aktien bei rund 30. Nur zwei Mal war das Shiller-KGV in den USA bisher höher: vor dem Platzen der Internetblase 2000 und vor der Großen Depression 1929.

 

Wie sollten Anleger in dieser Börsenphase reagieren?

 

Wer sich die Argumente von oben ansieht, könnte ins Zweifeln kommen und einfach gar nicht investieren. Aber Achtung: wer sich zu früh von den Börsen verabschiedet verpasst möglicherweise die schönsten Jahre mit den kräftigsten Zuwachsraten.

 

Im Schnitt bietet das letzte Drittel eines Bullenmarktes 37 Prozent der gesamten Rendite. Große Börsenjahre wie 1997 (plus 31%), 1998 (26,7%), 1989 (27,3%) und 1980 (25,78%) könnten dem Anleger verloren gehen, wenn er jetzt nicht mehr auf Aktien setzt.

 

Entsprechend sollte der Anleger seinen Asset-Allokation überprüfen. Sie macht rund 2/3 des Erfolg an den Börsen aus. Neben Cash (Liquidität) gibt es klassischerweise Anleihen und Aktien.

 

Abhängig davon, wie lange man noch investieren möchte, sollte man die Asset-Allokation wählen. Wer viel Zeit, also 8 oder mehr Jahre hat, sollte eine hohe Aktienquote wählen – vielleicht 70 Prozent. Wer nur rund 5 Jahre Zeit hat, der dürfte mit ca. 50 Prozent Aktienquote richtig liegen.

 

Wie sieht es mit anderen Anlageformen in 2018 aus?

 

In aller Munde dürften auch 2018 die Immobilien bleiben. Schließlich sind die Zinsen niedrig, was eine Baufinanzierung erleichtert.

 

Immobilien gibt es in unterschiedlichsten Varianten.

Leider wurden die Vorteile durch niedrige Zinsen durch stark gestiegene Grundstückspreise und stark gestiegene Handwerker-Kosten mehr als ausgeglichen. Mit klassischen Wohngebäuden dürfte also kaum Geld zu verdienen sein. Spezial-Gebiet wie Gewerbeimmobilien oder Logistikgebäude können lukrativer sein; allerdings fehlt den meisten privaten Anlegern das Know-How und das Eigenkapital, um dort dabei sein zu können.

 

Bleiben Immobilienfonds oder REIT’s, also Aktiengesellschaften die in Immobilien investieren. Sie können als passive, risikoarme Beimischung interessant sein. Aus ethisch-ökologischer Sicht sind sie als neutral zu bewerten, d.h. sie erzielen keinen positiven Nachhaltigkeitsaspekt, aber sind vertretbar.

 

Bei Rohstoffen ist das Bild unklar. Die Anstrengungen zu Fördermengenreduzierung der OPEC waren teilweise erfolgreich, so dass der Ölpreis leicht steigen konnte. Steigt er jedoch stärker, dürfte sich auch das Fracking wieder verstärkt rentieren, womit der Ölpreis wieder schwächer wird.

 

Der Ölpreis befindet sich seit Juni 2017 in einem Aufwärtstrend, der jedoch durch Fracking bei einem Wert zwischen 70 und 80 Dollar gebrochen werden sollte. Grundsätzlich ist Öl für den nachhaltigen Investor nur eine Information zu den Energiepreisen: eine Investition verbietet sind, bedenkt man die enormen Risiken bei der Gewinnung von Öl oder die negativen Effekte für das Klima beim Verbrauch fossiler Energien.

 

Und noch ein Wort zum Bitcoin: Der interessante Ansatz mit dem nicht unbegrenzt vermehrbaren Bitcoin und der intelligenten Vorgehensweise mit der Blockchain ist keine wirkliche Währung. Das Bezahlen damit ist nur selten möglich und dauert teilweise Stunden. Der Bitcoin ist ein reines Spekulationsobjekt, ähnlich der Tulpenzwiebeln bei der Tulpenblase in den Niederlanden 1636 – 1637. Der Bitcoin ist also keine Geldanlage, eher der Besuch eines Casinos.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und Twitter.


19. Dezember 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Obwohl die jährliche Geldentwertung höher als die Bankzinsen ist und damit Jahr für Jahr das Geld auf der Bank Wert verliert, sind viele Deutsche noch nicht an den Kapitalmärkten tätig. Wir haben 10 Gründe gesammelt, weshalb jeder an die Kapitalmärkte gehen sollte. Natürlich nachhaltig!” ]

 

Die Deutschen sind sparsame Menschen. Immerhin 2,2 Billionen Euro liegen auf der Bank, also 27.500 Euro pro Bundesbürger – Greise und Babies mit eingerechnet!

 

Doch obwohl seit vielen Jahren die Zinsen extrem niedrig, meist auf Null oder gar negativ sind, bleiben die Deutschen bei Ihrem Sparbuch, Girokonto oder Sparbrief. Dabei wissen viele, dass die jährlich Geldentwertung in Form von Preissteigerungen höher liegt. Aktuell (Okt. 2017) liegt die Inflation bei 1,6 Prozent, bei 0 Prozent Zinsen hat der Sparer also jedes Jahr 1,6 Prozent weniger auf seinem Konto.

 

Wird der Zinseszins berücksichtigt, werden bei einer jährlichen Geldentwertung von 1,6 Prozent aus zum Beispiel 10.000 Euro nach 10 Jahren nur noch 8.532,24 Euro.

 

 

Trotzdem scheuen viele Deutsche weiterhin die Kapitalmärkte. Zu komplex, zu viele Risiken, zu zeitaufwendig. Nur 7,1 Prozent der Deutschen halten selbst direkt Aktien, nur 6,7 Prozent halten Aktien über Investmentfonds (Quelle: Wikipedia, Jahr 2013).

 

Darüber hinaus bieten die Kapitalmärkte noch viel mehr, Kapitalmarkt heißt nicht automatisch Aktien. Ein größerer Markt ist der Anleihemarkt mit 149 Billionen USD im Vergleich zum Aktienmarkt mit 69 Billionen USD (Werte von 2014).

 

Was spricht dafür, gerade jetzt in die Kapitalmärkte zu investieren?

 

1.) Niedrigzinsumfeld

 

Lassen Sie uns einen Blick auf den für uns wichtigsten Zins werfen, den Leitzins der Europäischen Zentralbank EZB. An ihm orientieren sich praktisch alle anderen Zinsen, auch der Zins für Spareinlagen in Deutschland.

 

Zinsentwicklung am Beispiel des Leitzinses in Deutschland (Diagramm https://www.fmh.de/)

 

Wie zu sehen sind wir akutell bei einem Leitzins von Null, eine nie zuvor dagewesene Bestrafung für die Anlage von Kapital. Warum wird das gemacht? Da der Zins der Preis des Geldes ist, wird mit Null-Zins das Geld billig.

 

Das bedeutet, man muss für seinen Kredit nur noch ganz wenig zahlen. Das wiederum freut die Unternehmen, denn mit mehr Krediten können sie mehr investieren, neue Produktionsstätten errichten, neue Märkte erobern und für eine florierende Wirtschaft sorgen.

 

Die Folge: die Aktien steigen. Seit Ende der Finanzkrise ist das lehrbuchartig geschehen. Seit Ende der Weltfinanzkrise im Jahr 2009 hat sich der Stand des Aktienbarometers DAX auf das 2,5 fache zugelegt. Wer damals 10.000 Euro investierte, freut sich heute über 25.000 Euro. Keine andere sichere Geldanlage konnte solch eine Steigerung aufweisen wie die Aktie.

 

2. Beteiligungen an Unternehmen lohnen sich

 

Auch wenn das so mancher anders sieht – die Beteiligung an Unternehmen über Aktien oder Anleihen ist nicht kompliziert sondern sehr einfach.

 

Der Aktionär erhält ein Stück eines Unternehmens. Geht es dem Unternehmen gut und macht es Gewinne, bekommt der Aktionär als Eigentümer diese Gewinne. Entweder in Form von Dividenden, oder in Form steigernder Kurse. Meist erfreut er sich über beides. Zum Beispiel schütteten die Unternehmen des DAX alleine in 2017 über 30 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus.

 

Wer eine Anleihe hält, hat einem Unternehmen Geld geliehen. Will zum Beispiel Windkraft-Anbieter Vestas eine neue Produktionsstraße bauen, begibt das Unternehmen Anleihen und leiht sich Geld von Anlegern. Dafür zahlt es Zinsen und am Ende der Laufzeit den Nennwert wieder zurück. Recht  einfach, oder?

 

3. Börsen werden immer schwanken: kein Grund zur Panik

 

Das ist für die meisten das größte Problem – die Börsen schwanken. Ähnlich wie bei anderen Sachwerten auch – nur bei Aktien und Anleihen werden die Schwankungen sichtbar. Dass Sie beim Verkauf für Ihr Haus heute einen anderen Wert erzielen würden als in 2 Jahren oder vor 3 Jahren, ist zwar klar, aber man macht sich das nicht bewusst.

 

Anders bei den Kapitalmärkten, wo die schwankenden Preise sehr deutlich und für jeden ablesbar sind. Eigentlich ein Vorteil, doch viele Anleger können damit nicht umgehen.

 

Man muss sich deshalb immer wieder selbst daran erinnern, dass es langfristig nach oben geht. Zwischen 1980 und 2016 haben die europäischen Aktien beispielsweise nur in 8 Jahren mit einem Minus abgeschlossen, in 78 Prozent der Jahre haben die Anleger also ein Plus erzielt.

 

Geduld zahlt sich aus; ganz besonders an den Börsen.

 

4. Wer gut streut rutscht nicht aus

 

Das ist die wichtigste Börsenregel und diese müssen Sie zwingend beachten: Wer gut streut, rutscht nicht aus. Es muss jedem klar sein, dass einzelne Titel und einzelne Wertpapiere Risiken in sich tragen.

 

Die oben genannte Anleihe von Vestas, dem Windrad-Hersteller, würde beispielsweise wertlos werden, wenn das Unternehmen Vestas zahlungsunfähig würde. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

 

Deshalb: Das Geld immer breit streuen um Risiken zu meiden. Das gilt über Anlageklasse wie über Regionen und Industrien. Im Zweifel ist ein Mischfonds für einen Anleger besser geeignet als ein reiner Aktienfonds oder ETF.

 

5.) Die Zeit arbeitet für den Anleger

 

Neben der wichtigsten Regel der Streuung ist es fast genauso wichtig, ausreichend Zeit mitzubringen. Die Zeit arbeitet für den Anleger; je mehr Zeit er hat, umso besser für ihn.

 

Gut erkennbar ist das am sogenannten Rendite-Dreieck für den DAX, in dem die jährlichen Renditen aufgeführt sind (gilt nur für Aktien – bei Anleihen ist eine andere Situation, dort sind kurzfristigere Anlagen möglich):

 

Die weißen Linien zeigen Jahre mit gleicher Anlagedauer. Je länger die Anlagedauer, um so konstantere Ergebnisse (Original zum Download)

 

Im Rendite-Dreieck sind Anlagedauern in Jahren dargestellt. Rote Kästchen sind Anlagezeiträume mit negativer Wertentwicklung, weiße mit neutraler Wertentwicklung und grüne mit positiver Wertentwicklung. Das Dreieck zeigt: je länger man dabei ist, umso wahrscheinlicher wird das Gesamtplus. Ab 3 bis 4 Jahren ist man fast immer im Plus, ab ca. 10 Jahren ist man praktisch immer deutlich im Plus.

 

6.) Einfach dabei bleiben: schont Nerven und Geldbeutel

Timing ist immer schwierig – aber besonders bei den Kapitalmärkten. Wer sich nicht täglich mit Ihnen beschäftigt wird es kaum schaffen, die optimalen Einstiegs- oder Ausstiegszeiträume zu treffen.

 

Aber nicht mal das: meist werden Einstieg oder Ausstieg rein aus dem Bauch-Gefühl heraus getroffen ohne eine bewusst gewählt, zumindest in der Vergangenheit erfolgreiche Strategie anzuwenden.

 

Deshalb gilt für Privatanleger: versuchen Sie sich nicht daran, gute Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkte zu finden. Versuchen Sie nicht, aus den Märkten zu gehen, weil Sie das Gefühl haben das jetzt tun zu müssen. Vermeiden Sie diese Fehler unbedingt und sparen Sie sich damit viel Geld.

 

7.) Frühzeitig anlegen und den Zinses-Zins-Effekt genießen

Wir Menschen haben ein unheimlich gut entwickeltes Gehirn. Kapazität, Geschwindigkeit und Lernfähigkeit sind unerreicht.

 

Allerdings kann unser Gehirn nicht alle Disziplinen gleich gut. So war die Expotenzial-Rechnung sicherlich keine wichtige Sache bei der Entwicklung des Menschen, denn hier versagen wir vollkommen.

 

Lassen Sie uns ein Beispiel ansehen: Sagen wir, Sie legen jeden Monat 100 Euro an. Sie machen das für 20 Jahre. Ohne Betrachtung von Steuern würden bei 6 Prozent Wertentwicklung dabei herauskommen:

 

 

100 Euro monatlich über 20 Jahre ansparen (Alle Berechnungen ohne Gewähr, 6% Wertentwicklung netto)

 

 

Jetzt verdoppeln wir einfach den Anlagezeitraum von 20 Jahren auf 40 Jahre. Aus den oben angesparten ca. 45.000 Euro müssten also ca. 90.000 Euro herauskommen, oder? In Wirklichkeit sind es aber:

 

 

Statt 20 Jahren nun 40 Jahre Anlagedauer: das Ergebnis vervierfacht sich.

 

Doppelte Anspardauer bedeutet in diesem Fall also mehr als das vierfache Ergebnis. Fangen Sie also so früh wie nur möglich an und bauen Sie sich nebenbei ein kleines Vermögen auf.

 

8.) Die Lebenserwartung ist höher als Sie denken

 

Wir erleben es im Beratungsalltag immer wieder: die meisten Menschen schätzen ihre Lebenserwartung vollkommen falsch ein; meist viel zu niedrig.

 

Dabei gilt als Faustregel: Sie werden ungefähr 15 Jahre älter als Ihre Großeltern. Sind die also mit 75 Jahren verstorben, werden Sie (statistisch gesehen) also 90 Jahre alt werden.

 

Wer es genauer wissen will, dem sei der recht umfangreiche Online-Rechner von Focus-Online empfohlen, um Ihre individuelle Lebenserwartung zu errechnen.

 

Von einem Paar wird schon heute in 9 von 10 Fällen mindestens einer der Partner über 80 Jahre alt.

 

Entsprechend brauchen Sie vielleicht mehr Geld als gedacht. Dafür haben Sie aber auch noch eine längere Anlagezeit als vielleicht gedacht, so dass Sie die Chancen des Kapitalmarktes nutzen können und sollten.

 

9.) Es spricht viel für Investmentfonds

 

Wer die Chancen des Kapitalmarktes nutzen möchte kauft sich also vielleicht Aktien oder Anleihen. Die Gebühren sind niedrig und die Transaktion gleich durchgeführt.

 

Doch für den Anleger ist das ein aufwendiger Weg. Denn zunächst muss er analysieren, analysieren und analysieren. Er sollte Dutzende von Unternehmen und Staaten intensiv prüfen, Geschäftsberichte und Analysen sowie Berichte lesen und dann ein ausgewogene Portfolio aus vielleicht 10 Wertpapieren zusammen stellen.

 

Dann muss er diese 10 Wert kontinuierlich beobachten, denn jederzeit kann etwas passieren. Unwetter zum Beispiel lassen den Kurs von Rückversicherungsgesellschaften einbrechen; ein Abgas-Skandal den von den größten Automobilherstellern und wer an Erneuerbare Energien glaubt, sollte die staatlichen Förderungen im Auge behalten: die deutsche Solarindustrie ist daran zerbrochen.

 

Schnell ist klar: das ist von einem einzelnen Anleger kaum wirtschaftlich zu realisieren. Deshalb wurden von rund 60 Jahren die Investmentfonds eingeführt. Die Arbeit der Analyse wird von einem Fondsmanger und dessen Team übernommen und die Kosten dafür dann auch Tausende Anleger – nämlich die Besitzer des Investmentfonds – verteilt. In der Folge kann sich auch der Kleinanleger, meist schon ab 500 Euro, an professionell geführten Wertpapieranlagen beteiligen.

 

Geschieht das auf dem Weg eines ETF, also eines passiven Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird, schließt man auch Minderleistungen von Fondsmanagern aus. Denn der ETF liegt mit seiner Performance meist oberhalb der Mitte aller Investmentfonds.

 

10.) Auch die “Zinsen” der Wertpapiere beachten

 

Viele Anleger sehen nur die Kursentwicklung der Märkte an. Und selbst in der Darstellung des Depots in den gängigen Bank-Systemen werden die Gewinne meist  nur auf Basis der Kurs-Gewinne / -verluste angezeigt.

 

Doch damit werden die “Zinsen” der Wertpapiere schlichtweg vergessen. Ein großer Fehler.

 

Bei Aktien sind das die Dividenden. Die Hauptversammlung eines Unternehmens beschließt nämlich, was mit dem Gewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres gemacht werden soll. Meist werden 1/3 bis 1/2 des Gewinnes in Form von Dividenen ausgeschüttet. Das ist im einzelnen Jahr vielleicht nicht viel, über die Zeit aber eine entscheidende Komponente.

 

Wir haben hier die Entwicklung des Deutschen Kursbarometers DAX mit und ohne Dividende dargestellt:

 

Gelb: DAX-Entwicklung ohne Dividenden. Blau: DAX-Entwicklung mit Dividenden (Quelle: comdirect)

 

Während der Kursdax in rund 18 Jahren auf ca. 45 Prozent Gewinn kommt, zeigt der Performance-DAX die Wahrheit an: ca. 140 Prozent Gewinn. Der einzige Unterschied sind die Dividenden, bildlich gesprochen die Zinsen der Aktien.

 

Wann fangen Sie an der schleichenden Geldentwertung ein Schnippchen zu schlagen? Es ist einfacher als Sie denken.

 

 

 

 

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


15. März 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: „America first“ – das gilt leider nicht im Klimaschutz und in der Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Die Vereinigten Staaten rangieren hier auf Platz 25 – hinter vielen Ländern Europas. Dabei spielen nicht nur das geringe Engagement beim Ausbau Erneuerbarer Energien und der hemmungslose Konsum eine Rolle. Der SDG-Index, der die Zielerreichung der einzelnen Staaten bewertet, weist auch Mängel in den Bereichen Gleichberechtigung und in der Bekämpfung der Armut im Land aus. Es bleibt abzuwarten, wie sich die USA unter Donald Trump weiter entwickeln wird.” ]

 

 

USA – Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Gegensätze.

„America first“ – der mittlerweile schon historische Ausspruch des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump trifft die Realität nicht in allen Punkten. Zum Beispiel bei der Erreichung der 2016 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der Staatengemeinschaft. Hier belegen die USA zwar einen soliden 25. Platz, spielen aber absolut nicht in der ersten Liga mit. Dort hat das „alte Europa“ die Nase vorn. Allen voran Skandinavien (Teil 1 unserer Serie) sowie der deutschsprachige Wirtschaftsraum (Teil 2 unserer Serie). Im dritten Teil unserer Serie „Nachhaltige Staaten“ geht unser Blick daher über den Atlantik. Hier beleuchten wir diesmal besonders die Energie- und Klimapolitik der USA, die durch den Trump-Ausspruch von der „Klimalüge“ verstärkt in das allgemeine Interesse gerückt ist.

 

 

„Wait and see“ statt „Yes we can“?

Platz 25 im Nachhaltigkeits-Index für die USA ist durchaus problematisch, denn bei den vereinbarten 17 Zielen  der Vereinten Nationen, sind die Mitgliedsstaaten nicht nur aufgefordert, Energiewirtschaft, Stadtentwicklung und Konsum nachhaltiger zu gestalten – Themenfelder, in denen das Engagement der USA sicher noch stark ausbaufähig ist. Es geht aber auch um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Chancengleichheit und Bildung. Außerdem sind Anstrengungen in Sachen Klimaschutz gefordert sowie die Sicherung der Ernährung, dem Zugang zu sauberem Wasser und Schutz der Umwelt und der Meere. Diese Ziele sollen alle UN-Staaten bis zum Jahr 2030 erreichen, um unsere Lebensgrundlagen auch für die kommenden Generationen zu bewahren.

 

Die Erreichung vieler dieser Nachhaltigkeitsziele sollte den USA eigentlich nicht schwer fallen. Auf dem Ampelsystem des SDG-Index steht allerdings aktuell die Ampel nur in 2 der 17 Teilbereiche auf „grün“, nämlich beim „Zugang zu sauberem Trinkwasser“ sowie im Bereich „Industrie, Innovation und Infrastruktur“. 3 Ampeln bescheinigen mit „gelb“ eine mittelmäßige Zielerreichung in den Bereichen „Bildung“, „Gesundheit“ und „Nachhaltige Städte und Kommunen“. Die übrigen Signale stehen auf „rot“. Das bedeutet, dass Amerika noch einen hohen Aufholbedarf in Gerechtigkeits- und Umweltbelangen hat.

 

Allerdings besteht die Gefahr, dass sich die USA von dem inspirierenden „Yes we can“-Denken verstärkt in die Besitzstandswahrung und –mehrung zurückzieht. Dabei stellt ein Stillstand in der Nachhaltigkeitspolitik der USA eine echte Gefahr dar. Schließlich verantwortet das Land fast 16 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes und steht damit auf Platz 2 hinter China (28,21 Prozent). Ein Wirtschaften, das Folgen hinterlässt. Bereits jetzt verursacht der „American way of life“ den weltweit tiefsten ökologischen Fußabdruck.

 

 

Zwischen „einer unbequemen Wahrheit“ und der „Klimalüge“

Die USA werden seit Jahrzehnten mit Massenkonsum und Energieverschwendung assoziiert. Genauso lange warnen aber auch Vordenker aus den eigenen Reihen vor den Folgen.

 

Vorreiter war Ende der 70er Jahre der damalige US-Präsident und spätere Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter. Seine Umweltstudie „Global 2000 – Zeit zum Handeln“ erregte weltweites aufsehen und ergänzte die 1972 erschienene Studie des Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“. Carters „Global 2000“ gab eine umfassende Prognose der weltweiten Entwicklung bis zum Jahr 2000 und gilt noch heute als eines der wichtigsten Veröffentlichungen in diesem Bereich. Die Studie warnte vor einer Bevölkerungsexplosion, tiefgreifenden Umweltproblemen und den Folgen des zunehmenden Treibhauseffekts und einer damit einhergehenden Veränderung des Klimas.

 

Vor den extremen Gefahren der Erderwärmung warnte in den 90er Jahren auch US-Vizepräsident Al Gore. In seinem Buch „Eine unbequeme Wahrheit“  befasste sich Gore ausführlich mit den Folgen eines ungehemmten CO2-Ausstoßes und warnte eindringlich vor den Gefahren der extrem ungleichen Verteilung von Ressourcen weltweit. Gore wurde für sein Engagement ebenfalls mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und erhielt für die Verfilmung seines Werkes den begehrten Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“.

 

Auch in der jüngsten Vergangenheit haben sich die USA nicht dem Thema Klimakrise verschlossen. US-Schauspieler Leonardo DiCaprio reiste als UN-Friedensbotschafter um die Welt, um Politiker, Wissenschaftler und Menschen, die direkt vom Klimawandel betroffen sind zu befragen. In Dokumentarfilm „Before the Flood“ zeigt der Filmstar und Umweltaktivist zahlreiche Beispiele für die klimabedingten Veränderungen auf der Erde und zeigt auch positive Projekte zur klimafreundlichen Energiegewinnung. Ein Thema, das auch dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama nicht gleichgültig war. Mit dem „Clean Power Plan“ setzte er während seiner Amtszeit strenge Grenzwerte für die CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken fest.

 

Das vielfältige Engagement zeigt, dass vielen Menschen in den USA die weitere Entwicklung der Welt wichtig ist und die Gefahren der aktuellen Entwicklung durchaus bekannt sind. Die Frage lautet jetzt, welchen Weg die USA unter dem neuen Präsidenten Trump einschlagen und welche Priorität dem Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen eingeräumt werden wird. Schließlich gilt Trump in den USA als Kohle-Lobbyist und hat während seines Wahlkampfes die Existenz einer globalen Klimakrise vehement geleugnet.

 

 

Quo Vadis US-Energiepolitik?

Klimapolitik in den USA – wohin geht die Reise?

Klimaschutz und Energiepolitik der USA beherrschen derzeit nicht die Berichterstattung über die USA. Vielmehr stehen aktuell außenpolitische Themen auf der Agenda weit oben. Welchen Weg die USA also zukünftig gehen werden, ist noch unklar. Als Unterzeichnerin des Pariser Abkommens zum Klimaschutz und UN-Mitglied, das den verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen verpflichtet ist, werden die USA über kurz oder lang nicht um Entscheidungen in der nationalen Klimaschutzpolitik umhin können und ihren Beitrag – als einer der Hauptemittenten – zur Dekarbonisierung leisten müssen.

 

Derzeit nehmen die Vereinigten Staaten von Amerika mit einem jährlichen Umsatz von 12.000 kWh pro Kopf den 10. Platz im weltweiten Energieverbrauch ein. Generell wäre das Land in der Lage, seinen Bedarf komplett aus eigenen Ressourcen zu decken. 81 Prozent der Energie wird aus fossilen Energieträgern erzeugt. Allen voran, mit einem Anteil von 36 Prozent, noch immer Erdöl. 29 Prozent werden durch Erdgas erzeugt, 16 Prozent aus Kohle. Atomenergie nimmt einen Anteil von 9 Prozent ein. Lediglich 10 Prozent der verbrauchten Energie stammt aus Erneuerbaren Quellen. Damit liegen die USA weit unter dem EU-Durchschnitt von derzeit 18 Prozent. Lichtblicke zeigen sich n einzelnen Bundesstaaten, die sich selbst freiwillige Ziele zum Ausbau Erneuerbarer Energien gesetzt haben. Was fehlt ist allerdings eine nationales Gesamtkonzept, um die Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser auf den Weg zu bringen.

 

 

Den Klimaschutz wieder groß machen

Nachhaltige Entwicklung benötigt einen politischen und gesellschaftlichen Rückhalt. Wenn Regierung, Interessengruppen und Menschen gleichermaßen hinter dem Konzept stehen, sind nachhaltige Maßnahmen umsetzbar und zeigen Erfolge.

 

Was in der Politik funktioniert, lässt sich auch auf Deine Finanzen anwenden. Wenn du weißt, was du willst, kannst du mit dem richtigen Partner Deine Anlagestrategie optimal umsetzen. Klimafonds unterstützt Dich bei Deiner nachhaltigen Geldanlage.

 

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 



6. März 2017

[schema type=”review” description=” Zusammenfassung: Die Wirtschaftsweisen der Immobilienwirtschaft haben ihr jährliches Frühjahrsgutachten veröffentlicht. Die Experten warnen vor einer Immobilienblase im deutschen Markt. Indiz dafür ist der extreme Unterschied zwischen Miete und Kaufpreis in den Großstädten. Dabei warnen die Weisen des Wirtschaftsverbandes Zentraler Immobilien Ausschuss e. V. besonders vor Investitionen in überteuerte Objekte in München und Berlin. Hier werden – so die Prognose – die Preise zukünftig sinken.” ]

 

 

 

Der Besitz einer Immobilie vermittelt Sicherheit.

Dem deutschen Immobilienmarkt droht eine Preisblase, die bald platzen wird. Zu diesem Ergebnis kommt der Rat der Immobilienweisen in seinem diesjährigen Frühjahrsgutachten.

 

Seit 15 Jahren gibt der Weisenrat des Zentralen Immobilien Ausschuss e. V. (ZIA) die Studie heraus. Zu den Verfassern zählen sowohl Vertreter des Interessensverbandes als auch Mitglieder der Bundesregierung. Inhalt des Papiers ist die Bewertung der Situation des deutschen Immobilienmarktes. Ziel ist es, die zukünftige Entwicklung zu bestimmen und auch politisch eine entsprechende Richtung einzuschlagen.

 

 

„Eigner Herd ist Goldes wert?“

„Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“ – so lautet der Slogan eines beliebten schwedischen Möbelhauses. Für den Immobilienmarkt übersetzt könnte der Slogan auch lauten: „Zahlst Du noch Miete oder gehört Dir Dein Zuhause?“. Ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen ist hierzulande ein weit verbreiteter Wunsch. Schließlich steht eine eigene Immobilie für Sicherheit und ist der sichtbare Beweis dafür, es im Leben geschafft zu haben. Rund die Hälfte der Bevölkerung hat es schon geschafft: Sie können ein Haus oder Grundstück ihr Eigen nennen oder besitzen eine Wohnung. Immobilienbesitz ist keine Selbstverständlichkeit aber generell ein allgemein akzeptiertes Lebensziel. Und auch als Geldanlage stehen Immobilien für eine sichere und krisenfeste Geldanlage. Kein Wunder also, dass die Immobilienwirtschaft mit einem Investitionsvolumen von rund 52,9 Milliarden Euro pro Jahr für wirtschaftliche Stabilität in unserem Land steht.

 

 

Teures Stadtleben 

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Diese alte Wirtschaftsweisheit bestimmt auch den Immobilienmarkt. Während in ländlichen und strukturschwächeren Gebieten Miet- und Kaufpreise eher moderat ausfallen, ist das Leben in den Großstädten ungleich teurer. Mieten übersteigen schnell ein das allgemein als Maximum empfohlene Drittel Deines Einkommens und es ist dazu nicht leicht, ein Objekt zu finden, das den persönlichen Vorstellungen völlig entspricht, denn das Angebot ist hier begrenzt und die Zahl der Interessenten sehr hoch.

 

Im Zuge dieser Entwicklung sind die Immobilienpreise stark angestiegen. Besonders betroffen sind dabei die Ballungszentren. Hier sind die Mieten teilweise in astronomische Höhen geschossen und auch die Kaufpreise sind selbst für besserverdienende Menschen kaum noch aufzubringen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. geht in seiner Studie davon aus, dass die Preise für Eigentumswohnungen seit 2010 um gut 37 Prozent angestiegen sind. Noch drastischer zeichnet sich die Situation ab, wenn nur der Preisruck innerhalb eines Jahres unter die Lupe genommen wird. So waren die Immobilienpreise 2016 im Vergleich zum Jahr zuvor um 8,4 Prozent gestiegen. Dass diese Entwicklung keine allgemeine Preissteigerung im Markt ist, zeigt der Vergleich mit der Entwicklung der Mietpreise: Seit 2010 haben sich Mieten um 9,4 Prozent verteuert. Im Jahr 2016 belief sich die durchschnittliche Mietsteigerung auf 2,6 Prozent.

 

 

Immobilienblase bläht sich weiter auf

Die Preisschere zwischen Miete und Kauf öffnet sich weiter.

Angesichts dieser schon inflationären Entwicklung der Kaufpreise warnen die Immobilienweisen jetzt vor einer Preisblase, die kurz vor dem Platzen ist. Während bislang in der allgemeinen Rechnung Immobilieneigentümer bereits mittelfristig finanziell gegenüber Mietzahlern im Vorteil waren ändert sich hier gerade die Situation im Markt drastisch. Die Preisschere zwischen Miete und Kauf öffnet sich weiter. Dieses extreme Missverhältnis ist kein plötzliches Phänomen. Bereits seit gut fünf Jahren sind die Kaufpreise verglichen mit den Mietpreisen um ein vielfaches stärker gestiegen. Für die Immobilienweisen des ZIA ein klares Anzeichen für eine Blasenbildung.

 

Das Expertengremium beurteilt die Preise für Wohneigentum verglichen mit den derzeitigen Mietpreisen deutschlandweit als überteuert. Gut 16 Prozent zuviel zahlen demnach Immobilienkäufer aktuell. Da es sich dabei um einen Durchschnittswert handelt, lohnt sich der Blick auf die Entwicklung in den Metropolen. Und hier bekommen mittlerweile auch kaufwillige und solvente Kunden Schnappatmung: Rund 75 Prozent mehr verglichen mit dem entsprechenden Mietniveau müssen in München bezahlt werden. In Berlin und Stuttgart sind es happige 50 Prozent, in Frankfurt und Hamburg 40 Prozent. Köln liegt mit 36 Prozent mehr gegenüber der ortsüblichen Miete nur knapp dahinter.

 

Trotz der Diskrepanz zwischen Kauf- und Mietpreisen in den Metropolen, bleibt der Immobilienkauf nach wie vor beliebt. Durch das anhaltend niedrige Zinsniveau lässt sich die Immobilie noch finanzieren. Und natürlich hoffen die Käufer darauf, dass der enge Markt auch die Mietpreise wieder ansteigen lässt. Dann sähe der Kauf einer überteuerten Immobilie auf längere Frist nicht mehr so schlecht aus. Wer dann seine Immobilie selbst bewohnt, spart steigende Mieten. Wer die Immobilie weitervermietet, rechnet mit sicheren und steigenden Mieteinnahmen, so dass sich der Kaufpreis rasch wieder amortisiert. Doch gerade diese Überlegungen halten die Immobilienweisen für eine Milchmädchenrechnung.

 

 

Auch der Immobilienmarkt verändert sich

Die Immobilienexperten warnen vor überteuerten Objekten. Es sei ein Trugschluss, dass die hohen Preise mittelfristig durch entsprechende Mieteinnahmen (oder Mieteinsparungen) gerechtfertigt seien. Der wichtigste Beleg für diese These ist die weitere infrastrukturelle Entwicklung in den Boom-Städten. Denn gerade hier, wie beispielsweise in München und Berlin, haben Politik und Wirtschaft in den vergangenen Jahren auf den steigenden Bedarf reagiert und neuen Wohnraum geschaffen. Daher werden, so die Experten, die Mieten bei neuabgeschlossenen Verträgen wieder niedriger ausfallen. Der Immobilienmarkt in den Großstädten wird sicher auch weiterhin ein interessanter – aber auch ein sich sättigender – Markt sein, denn der Zuzug lässt sichtbar nach. Empfehlenswert ist es daher, die gesamte Entwicklung und die Entstehung neuer Zuzugsregionen im Blick zu behalten. Die Immobilienwirtschaft geht davon aus, dass die süddeutschen Städte Erlangen und Regensburg, sowie Leipzig im Osten und Rostock im Norden zukünftig verstärkt nachgefragt werden.

 

 

Überblick behalten – nachhaltig investieren

Der Bericht der Immobilienweisen zeigt, dass sich auch bewährte Anlagekonzepte verändern. Wichtig bleibt es, politische und wirtschaftliche Veränderungen zu verfolgen und den Überblick zu bewahren.

 

Genauso wichtig ist es natürlich auch, zu wissen, was Du selbst willst. Klimafonds, erfahrener Berater für nachhaltige Investments, hilft Dir, Deine passende Geldanlage zu finden – klimafreundlich, fair und zukunftsorientiert.

 

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.


2. März 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen in der Top Ten der nachhaltigen Staaten auf den Plätzen 5 bis 7, direkt hinter den Nachhaltigkeitssiegern Skandinaviens. Positiv bewertet werden Wirtschaftskraft, Demokratie, Bildung und Gleichberechtigung. Jedoch gibt es auch hier Optimierungsbedarf. Generell müssen noch Hausaufgaben in den Bereichen nachhaltiger Konsum und CO2-Reduzierung gemacht werden. Generell befinden sich die deutschsprachigen Europäer aber auf einem guten Weg.” ]

 

 

Deutschland, Österreich, Schweiz – Gemeinsame Sprache, gemeinsame Ziele, unterschiedliche Wege.

Eine weltweite nachhaltige Entwicklung aller Staaten. – Das ist das Ziel der Vereinten Nationen. Bis zum Jahr 2030 sind die Mitgliedsstaaten aufgefordert, tragfähige Strategien zu entwickeln und wirkungsvolle Maßnahmen umzusetzen, um die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen weiter zu gewährleisten. Mit der anspruchsvollen Zielsetzung soll der drohenden Klimakrise und der tiefen Kluft zwischen Arm und Reich entgegengewirkt werden

 

Zu den verabschiedeten 17 Zielen der UN zählen eine gesicherte Ernährung und der Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Überwindung extremer sozialer Ungerechtigkeit, Gleichberechtigung der Geschlechter, verbesserte Bildung und Chancengleichheit, Innovationskraft, wirtschaftliche Entwicklung, Klimaschutz sowie der Ausbau Erneuerbarer Energien.

 

Mit dem SDG-Index (Sustainable Development Goals) wird seit dem vergangenen Jahr der Grad der Zielerreichung der einzelnen Staaten in einem Ranking evaluiert. Allerdings sind auch die in der Liste führenden Nationen noch weit vom Optimum entfernt. Die skandinavischen Staaten Schweden, Norwegen und Finnland besetzen aktuell das Siegertreppchen. Im zweiten Teil unserer Serie zu nachhaltigen Staaten stellen wir die Strategien und Besonderheiten des deutschsprachigen Wirtschaftsraums vor. Die Schweiz, Deutschland und Österreich belegen im internationalen Ranking die Plätze 5 bis 7.

 

 

Gemeinsame Ziele – unterschiedliche Wege

Nachhaltigkeit ist ein viel diskutiertes Thema in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Schließlich verfügen die drei Staaten über weite Flächen gewachsener Naturlandschaften im alpinen Raum. Dazu kommen dichte und weitläufige Waldgebiete, die in der Schweiz und in Deutschland fast ein Drittel der Landesfläche einnehmen, in Österreich sogar knapp die Hälfte. Deutschland verfügt außerdem im Norden über einen breiten Küstenstreifen und das ökologisch bedeutsame Wattenmeer.

 

Aber Natur ist nur eine Seite der Medaille. Deutschland ist eine führende Industrienation, die Schweiz ein bedeutender internationaler Finanzplatz, lediglich in Österreich spielt die Erhaltung der Natur auch eine wirtschaftliche Rolle für den Fremdenverkehr.

 

Und trotz des naturverbundenen Images der drei Staaten und der guten Platzierungen im internationalen Vergleich, stehen Deutschland, Österreich und die Schweiz weiterhin vor der Aufgabe, ihre CO2-Emissionen drastisch zu verringern, um so den gefährlichen Treibhauseffekt und die damit verbundene Erwärmung der Erde aufzuhalten. Keine leichte Aufgabe, denn ohne einen nachhaltigeren und reduzierteren Konsum, ist dieser Weg kaum zu beschreiten. Darüber hinaus sind die Länder gefordert, Anlagen für Erneuerbare Energien weiter auszubauen.

 

 

Platz 4: Die Schweiz – diszipliniertes Nachhaltigkeitskonzept

Vielfältige Fauna …

Die Schweiz hat schon früh mit der Entwicklung und Umsetzung einer anspruchsvollen Nachhaltigkeitsstrategie begonnen. Anstoß gab, wie in vielen Ländern auch – die Konferenz von Rio 1992. Dabei werden die ambitionierten Ziele diszipliniert verfolgt. Beispielhaft ist das klimafreundliche Mobilitätskonzept der Eidgenossenschaft. Die Schweiz verfügt – topographischen Herausforderungen trotzend – über das am besten ausgebaute Schienennetz weltweit.

 

Die Schweiz gehört zu den reichsten Ländern der Erde und blickt auf eine lange Geschichte der demokratischen Mitbestimmung zurück. Das Land verfügt über einen leistungsfähigen und gut ausgebauten Sozialstaat sowie einem verpflichtenden Krankenkassen- und Pflegeversicherungssystem. Auch wenn das kommunale Frauenwahlrecht in Appenzell Innerrhoden erst 1990 eingeführt wurde, bringt die Schweiz mit Chancengleichheit und einem weitreichenden Bildungssystem positive Faktoren für eine nachhaltige Entwicklung des Landes mit.

 

Energiekonzept der Schweiz – Zwischen Wasserkraft und Atomenergie 

Der CO2-Ausstoß pro Kopf liegt mit 5,06 Tonnen in der Schweiz weit unter dem europäischen Durchschnittswert von 8,33 Tonnen. Damit liegt das Land international an der Spitze, denn selbst Nachhaltigkeitsweltmeister Schweden bläst mit 5,17 Tonnen noch etwas mehr CO2 aus.

 

Pro Jahr werden in der Schweiz 58,01 Milliarden kWh verbraucht, was einem Umsatz von 7.092 kWh pro Einwohner entspricht. Gedeckt wird der Energieverbrauch zu einem Drittel durch Wasserkraftanlagen. Seit rund zehn Jahren setzt die Schweiz zunehmend auf diese Art der Energiegewinnung. Mittlerweile produzieren 500 Speicherkraftwerke Strom aus Wasser. Auch Anlagen für Erneuerbare Energien spielen zunehmend eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung, hier werden vorallem Photovoltaik-Anlagen und Geothermie weiter ausgebaut.

 

Immerhin noch bis zu 45 Prozent der Schweizer Stromversorgung stammt aus Atomkraftwerken. Zwar hat sich die Schweiz 2011 unter dem Einfluss der Reaktorkatastrophe von Fukushima entschlossen, bis 2034 aus der Kernenergie auszusteigen. Jedoch hat sich das Land ein Hintertürchen offen gelassen: Laufende Anlagen werden schrittweise vom Netz genommen. Atomtechnologie wird aber wissenschaftlich weiter verfolgt, es besteht generell die Möglichkeit Atomkraft wieder in die Energieversorgung zu integrieren.

 

 

 

Platz 6: Deutschland – der bestplatzierte G7-Staat

… und Flora.

Mit Platz 6 kann Deutschland die beste Platzierung eines G7-Staates für sich verbuchen. Die Industrienation befindet sich also mit einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum und einem ausgebauten Sozialsystem auf einem guten Weg zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Dennoch gibt es auch hier noch Handlungsbedarf. So wird zwar die geringe Armutsquote positiv bewertet. Kritisch ist jedoch die steigende soziale Ungleichheit und die damit einhergehende ungerechte Chancenverteilung. Deutschland spiegelt dabei eine weltweite Entwicklung innerhalb der Industrienationen wider. Nachholbedarf besteht auch im verantwortungsvollen Konsum und Umgang mit Ressourcen.

 

Energiekonzept Deutschland – Vom Kohlestrom zur Energiewende

Der Kohleabbau in Deutschland ist ein gewaltiges wirtschaftsgeschichtliches Erbe in Deutschland. Obwohl die Energiewende beschlossene Sache ist und der Ausbau der Erneuerbaren Energien gut anläuft, wird noch immer massiv Kohle verstromt. Entsprechend liegt der CO2-Ausstoß pro Person oberhalb des europäischen Durchschnitts bei satten 9,4 Tonnen im Jahr. Erfreulich ist der vergleichsweise niedrige Energieverbrauch in Deutschland: Mit 540,10 Milliarden kWh jährlich ergibt sich eine Verbrauch von 6.691 kWh pro Einwohner.

 

Platz 7: Österreich – effektiver Natur- und Klimaschutz

Mit Beginn des Jahrtausends hat Österreich eine bundesweite Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und seit dem ständig weiter ausgebaut und umgesetzt. Dabei setzt Österreich massiv auf einen Ausbau des Bildungssystems, um Nachhaltigkeitsziele und Lösungen gesellschaftlich zu verankern.

 

Österreich lebt auch vom Tourismus. Hier korrespondieren die Erwartungen der Urlauber an saubere und gesunde Natur mit der wirtschaftlichen und nachhaltigen Weiterentwicklung des Landes.

 

Energiekonzept Österreich – Wasser- und Windkraft

Atomkraft? – Nein danke! – Das war schon immer die Devise der Österreicher. De facto ging das einzige Atomkraftwerk das je gebaut wurde nach einer Volkabstimmung nie ans Netz. Seit 1999 ist die Absage an die Atomenergie in der Verfassung verankert.

 

Aktuell liefern Wasserkraftwerke rund 60 Prozent des Stroms. Darüber hinaus setzt Österreich auf den Ausbau von Windkraftanlagen und zeigt hier bei weitem weniger Berührungsängste als das benachbarte Bayern. Insgesamt verbraucht Österreich im 69,75 Milliarden kWh, also 8.006 kWh pro Person. Der CO2-Ausstoß liegt bei jährlich 7,35 Tonnen pro Einwohner.

 

 

Viele Wege zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Gerade die unterschiedlichen Konzepte der drei vorgestellten Staaten zeigen, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit das Ergebnis von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren ist. Entsprechend vielfältig zeigen sich auch die Wege zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele.

 

Individuelle Besonderheiten berücksichtigen und die eigene Strategie konsequent durchsetzen – mit dieser Linie erreichen nicht nur Staaten ihre Ziele. Auch Du kannst durch eine clevere Finanzplanung Nachhaltigkeit fördern. Klimafonds, erfahrener Anbieter von sozialen und klimafreundlichen Geldanlagen, hilft Dir, Dein passendes Finanzkonzept zu finden.

 

 

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13. Februar 2017

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Gold ist und bleibt ein Mythos. Das wertvolle Edelmetall war Ursache für Kriege und Eroberungen, wurde zu Schmuck und Münzen verarbeitet und ist in der Medizin und in der modernen Technologie ein wichtiges Material. Was kaum noch zur Kenntnis genommen wird: Der Goldabbau ist ein hartes Geschäft und geschieht vielfach unter ausbeuterischen und gefährlichen Umständen. Auch in der Finanzwelt spielt Gold noch immer eine wichtige Rolle. Anleger setzen vor allem dann auf Gold, wenn ihnen die Zeiten und Märkte unsicher erscheinen. Gold gilt als Notwährung und in Krisenzeiten als wertiges Zahlungsmitel,  es bringt aber nur dann Erträge, wenn der Goldpreis steigt und der Bestand an Barren und Münzen zu einem höheren Preis verkauft werden kann.” ]

 

 

Glänzt schön, ist wertbeständig – bringt aber keine Rendite.

Gold – ein faszinierendes Edelmetall. Selbst wertvollere und seltenere Elemente konnten den Mythos Gold bislang nicht zerstören. Seit Jahrtausenden steht Gold für Reichtum, Schönheit und Wertbeständigkeit. Schon früh machte Gold eine unvergleichliche Karriere als Tausch- und Zahlungsmittel. Goldschmuck stand für Einfluss und Herrschaft und ist bis heute ein beliebtes und teures Geschenk.

 

Eine zweite rasante Karriere legte Gold in der Medizin hin. Der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, setzte Goldpulver gegen Herzerkrankungen ein und schrieb dem Element auch eine heilsame Wirkung gegen depressive Erkrankungen zu. Auch arabische Wissenschaftler nutzten die Heilkraft des Goldes. Und selbst, wenn die medizinische und psychologische Wirkung des Goldes vielfach angezweifelt wird, so hat Gold dennoch einen festen Platz in der Zahnmedizin gefunden.

 

Ganz profan gesehen, ist Gold ein chemisches Element, schwer und gleichzeitig weich. Aufgrund seiner extrem hohen Beständigkeit wird Gold auch in der Industrie eingesetzt. Denn Gold ist zwar leicht zu formen, jedoch kann nur ein Gemisch aus Salpeter- und Schwefelsäure Gold etwas anhaben.

 

Aktuell ist Gold ein wichtiges Metall in der Kommunikationselektronik und spielt in der Produktion von Smartphone, Tablets und Co. eine wichtige Rolle. Und der Markt wächst noch weiter an.

 

 

Gold – besondere Sicherheit ohne besondere Erträge

„Gold wird irgendwo auf der Welt aus der Erde gegraben. Dann schmelzen wir es zu Barren, bauen einen unterirdischen Tresor und graben es wieder ein. Wenn uns Außerirdische dabei beobachten, es käme ihnen reichlich obskur und seltsam vor.“

 

Gold oder nicht Gold? – Anstelle des Pendels lieber einen guten Berater fragen.

So beschrieb es der Großinvestor und Unternehmerlegende Warren Buffett. – Sicher ist Gold noch immer eine relative sichere und wertbeständige Geldanlage, klar ist aber auch, dass Du mit Goldanlagen zwar Dein Vermögen schützt, jedoch nicht vermehrst.

 

Gold ist auch weiterhin als Geldanlage gefragt. Gerade in politisch und wirtschaftlich instabilen Zeiten erleben Goldanlagen eine regelrechte Renaissance. Besonders ansprechbar für Goldanlagen sich dabei Anleger, die der zunehmend komplexen Finanzwelt ängstlich gegenüber stehen und sich auf sichere und bekannte Werte verlassen wollen. Da Gold nur begrenzt vorhanden und auch weiterhin gefragt ist, ist eine Goldanlage auch durchaus sicher und wertstabil. Diese Sicherheit hat allerdings auch ihren Preis. Denn Gold bringt während der Anlagezeit keinerlei Erträge. Wie hoch die Wertsteigerung beim Verkauf ausfallen wird, ist ebenfalls ungewiss.

 

Während auf der einen Seite stark sicherheitsorientierte Anlegertypen stehen, lockt der Ruf des Goldes auch risikofreudigere Investoren. Diese setzen jedoch in der Regel nicht auf physisches Gold, sondern setzen auf spekulative Goldanlagen, wie Goldfonds und –aktien. Da diese Papiere hohen Schwankungen ausgesetzt sind, ist diese Art der Investments nur etwas für ausgewiesene Finanzprofis.

 

Wenn Du ein Teil Deines Geldes in Gold anlegen willst, solltest Du auf die richtige Mischung achten. Lass Dich in jedem Fall von einem unabhängigen Finanzdienstleistern wie beispielsweise Klimafonds beraten, denn die Empfehlungen im Markt sind sehr unterschiedlich und liegen zwischen 3 und 30 Prozent des Anlagevermögens. Generell solltest Du dann aber auf jeden Fall eine mittel- bis langfristige Investition planen, also einen Zeitraum von mindestens drei Jahren anvisieren.

 

Wählen kannst Du dann zwischen Goldbarren, Goldmünzen und Tresorgold. Goldbarren werden nur als Ganze angeboten, wenn Du also flexibel bleiben möchtest, ist der Kauf von mehreren kleineren Stückelungen sinnvoll. Diese sind allerdings etwas teuerer als größere Einheiten. Dein Gold solltest Du auf keinen Fall – wie Onkel Dagobert aus Entenhausen – zu Hause aufbewahren, sondern einer Bank anvertrauen. Steuerlich ist der An- und Verkauf von physischem Gold vorteilhaft, denn es fallen keine Mehrwert- und Abgeltungssteuern an.

 

 

Anhaltender Goldrausch

Wenn Du bei Goldrausch an Goldgräber in Alaska, Kalifornien oder im Transvaal vor mehr als hundert Jahren denkst, kannst Du Dir die harte Arbeit und die entbehrungsreichen Lebensumstände vielleicht vorstellen. Nahezu unvorstellbar ist jedoch, dass der Goldrausch noch weiter anhält, insgesamt rund 2.350 Tonnen Gold werden derzeit noch Jahr für Jahr gefördert.

 

Um diese Goldmenge ans Tageslicht zu befördern, muss allerdings auch tief geschürft werden. Der Abbau von Gold geschieht heute in industriellen Minen in einer Tiefe von bis zu 4.000 Metern und ist energieintensiv und damit auch teuer geworden.

 

Nummer eins im Goldabbau ist seit einem Jahrzehnt China. Das Land konnte mit einer Fördermenge von 314 Tonnen Gold im Jahr die ehemals führende Goldnation Südafrika ablösen. Diese legt nur noch 210 Tonnen im Jahr auf die Goldwaage.

 

Neben einigen großen Minen wird derzeit an unterschiedlichen Stellen der Welt Gold unkontrolliert und unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen gefördert. Die Initiative Fair Trade geht von rund 15 Millionen aus selbstständigen Goldsuchern aus, die von ihren Einkünften kaum leben können.

 

 

Konfliktmetall Gold

Der Abbau von Gold geht an vielen Orten mit einer Zerstörung der Natur und blutigen Auseinandersetzungen einher. Daher hat die Initiative Fair Trade ethische Standards für die Goldgewinnung festgelegt. Gold, das über ein Fair Trade-Zertifikat verfügt, stammt aus legalem Abbau. Die Arbeiter erhalten für einen Goldfund 95 Prozent des offiziellen Goldpreises der London Bullion Market Association. Darüber hinaus wird Schutzkleidung gestellt und die Arbeiter werden in Sachen Arbeitssicherheit geschult. Kinderarbeit und extreme Überstunden werden nicht toleriert. Fair gehandeltes Gold macht allerdings bislang nur einen Bruchteil des geförderten Goldes weltweit aus. Verwendet wird das zertifizierte Gold hauptsächlich von einigen Goldschmieden und Kunsthandwerkern.

 

Beispielhaft unter den Elektronikherstellern, setzt der niederländische Smartphone-Hersteller Fairphone bei der Produktion seiner Geräte auf transparente Lieferketten. Entsprechend verwendet Fairphone B.V. Gold, das nach Fair Trade-Prinzipien gefördert wurde.

 

 

Wenn Gold redet, schweigt die Welt

Auch wenn Du Dein Geld nicht in Gold anlegen willst und keinen Goldschmuck trägst – spätestens beim Smartphone holt Dich das edle Metall  sicher wieder ein. Mit Deinem Geld kannst du dazu beitragen, dass Unternehmen und Staaten, die gerechten Handel fördern, weiter erfolgreich wirtschaften können. Denn Dein Geld ist ein wirksames Mittel, um ethische, soziale und klimafreundliche Projekte voran zu bringen. Und Dein Investment zahlt sich aus, denn nachhaltige Geldanlagen bringen Dir eine gute Rendite. Finde heraus, welche Geldanlage zu Dir passt und fülle unseren einfachen Fragebogen aus.

 

 

 

Carmen SW300_300 Carmen Junker, Klimafonds-Expertin: Geld regiert die Welt, so heißt es immer. – Bei Klimafonds könnt Ihr mitregieren. Gut für die Umwelt, gut für Deine Finanzen. Mehr über Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 

 



8. Dezember 2016

[schema type=”review” description=” Zusammenfassung: Mikrokredite in Entwicklungs- und Schwellenländern ermöglichen den Menschen den Aufbau einer gesicherten Existenz und eröffnen so einen Weg aus der Armut. Finanziert werden die Mikrokredite durch Mikrofinanz-Fonds. Wer eine sichere und ethische Möglichkeit zur Geldanlage sucht, findet hier gute Angebote mit attraktiven Erträgen.” ]

 

 

Wege aus der Armut

Ein kleiner Marktstand kann schon der Ausweg aus Armut sein.
Ein kleiner Marktstand kann schon der Ausweg aus Armut sein.

Am kommenden Samstag erhält der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos den Friedensnobelpreis in Oslo. Ausgezeichnet wird er für sein Engagement, endlich wieder Frieden in sein Land zu bringen und die verfeindeten Lager auszusöhnen.

 

Bei den Auseinandersetzungen in Kolumbien, die fast ein halbes Jahrhundert schon angedauert haben, ging es auch um einen Kampf zwischen Arm und Reich. Mit Blick auf den Friedensnobelpreis wird damit wieder mehr als deutlich, dass dauerhafter Frieden ohne soziale Gerechtigkeit kaum möglich ist.

 

 

Mikrokredite – Vor 10 Jahren mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet

Um soziale Gerechtigkeit und wirksame Wege aus der Armut ging es bei der Nobelpreisverleihung vor nunmehr zehn Jahren. 2006 würdigte das Nobelpreiskomitee die Arbeit von Muhammad Yunus, Wirtschaftsprofessor aus Bangladesch. Er hatte die Idee, Mikrokredite, also Klein- und Kleinstkredite, an Menschen ohne jede Sicherheit und wirtschaftlicher Perspektive zu vergeben. Mit dem Geld sollte es ihnen ermöglich werden, die Voraussetzung für eine selbstständige Arbeit zu schaffen und so aus der Armutsspirale auszubrechen. Yunus und die von ihm gegründete Grameen Bank wurden nicht allein für die Idee ausgezeichnet, sondern auch für die bereits erreichten Erfolge gewürdigt. Durch die internationale angesehene Auszeichnung wurde die Mikrofinanz-Idee weltweit bekannt.

 

 

Mikrokredite – kleines Geld, große Wirkung

Mikrokredite ermöglichen Menschen in den armen Regionen Afrikas, Lateinamerikas, Asien und Teilen Osteuropas ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und durch selbstständige Arbeit eine Sicherung ihres Lebensunterhaltes und – vielfach auch – ihrer Familien zu sichern. Oft geht es bei den Mikrokrediten um kleine Summen, um einen Handel, ein Handwerk oder ein kleines Dienstleistungsunternehmen gründen zu können. Beispielsweise um eine Nähmaschine zu kaufen oder zu reparieren und dann eine kleine Änderungsschneiderei aufzumachen. Oder um für einen Marktstand die Ware für die ersten Verkaufstage vorfinanzieren zu können.

 

 

Mikrofinanzinstitute – Geldgeber und Berater

Dabei musst Du dir die Vergabe der Gelder wie bei einem Start-up-Unternehmen vorstellen. Auch hier hat der Gründer nur eine Idee, jedoch so gut wie keine Sicherheiten. Der Wagniskapitalgeber beurteilt das Potenzial der Geschäftsidee und gibt dem Entrepreneur den gewünschten Kredit.

 

Doch während hierzulande ein dichtes Bankennetz und Existenzgründungsberatungen von verschiedenen Institutionen existieren, ist diese Infrastruktur in armen Ländern schlichtweg nicht vorhanden – oder für arme Menschen nicht zugänglich. Die Alternative wäre, einen privaten Geldverleiher aufzusuchen und sich mit Wucherzinsen weiter in den finanziellen Ruin zu stürzen.

 

Diesen Teufelskreis der Armut zu durchbrechen, ist die Aufgabe der Mikrofinanz-Institute in den jeweiligen Ländern. Natürlich nehmen auch die Mikrofinanz-Institute Zinsen für die gewährten Kredite. Und diese sind – gemessen an unserem aktuelle Zinsniveau – hoch. Allerdings liegen die Zinsen entschieden niedriger als die lokaler Wucherer und sind damit fair für alle Beteiligten. Hinzu kommt, dass die Mikrofinanz-Institute keine Sicherheiten oder Bürgschaften verlangen und dass mühsame und lange Wege zu den Kunden auch einige Kosten verursachen.

 

 

Mikrokredite werden vorbildlich beglichen

Besonders Frauen nehmen Mikrokredite in Anspruch und erhalten so neue Perspektiven.
Besonders Frauen nehmen Mikrokredite in Anspruch und erhalten so neue Perspektiven.

Obwohl die Mikrofinanz-Institute keinerlei Sicherheiten von Seiten der Kreditnehmer erwarten können, liegt die Quote der Rückzahlungen in den Mikrofinanz-Ländern höher als die in den reichen Ländern der sogenannten ersten Welt. Mit einer bis zu 98 Prozent Kreditrückzahlungen zeigen die Kreditnehmer nicht nur eine hohe Zahlungsmoral sondern demonstrieren auch ihren Erfolg!

 

Die größte Gruppe der Kreditnehmer von Mikrokrediten sind Frauen. Das liegt vielfach daran, dass sie kaum eine andere Möglichkeit haben, zu Geld zu kommen. Durch die Mikrokredite können sie ihre wirtschaftliche Position nachhaltig verbessern. Positiver Nebeneffekt: eine erfolgreiche Existenzgründung verbessert die soziale Stellung der Frau in der Gesellschaft und ermöglicht es ihr, sich aus bestehenden Abhängigkeiten zu lösen. Ein Nebeneffekt ist, dass die Geburtenrate je Frau bei den Mikrofinanzkreditnehmerinnen deutlich geringer liegt als bei Frauen die nicht in das wirtschaftliche Geschehen eingebunden sind. Insbesondere profitieren auch Mädchen von den Aktivitäten, denn sie erhalten positive Vorbilder und Unterstützung.

 

 

Mikrofinanz-Fonds – hier kommt das Geld her

Mikrokredite sind keine Almosen. Sie sind ein rentables Geschäft mit ethischen und sozialen Werten, von dem alle Beteiligten profitieren. Der internationale Markt von Mikrokredit-Anbietern ist groß: Aktuell arbeiten rund 100 relevante Anbieter mit Geldern in Höhe von rund 52 Milliarden US-Dollar. Diesem Angebot steht ein Bedarf an Mikrokrediten in einer Gesamthöhe von etwa 300 Milliarden gegenüber. Ein Ende der Mikrofinanz ist also längst nicht in Sicht.

 

Um die benötigten Gelder in den Markt zu bringen, werden spezielle Mikrofinanz-Fonds aufgelegt. Aus diesen Fonds werden die Kredite an die lokalen Mikrofinanz-Institute finanziert. Die jeweiligen Fondsmanager tragen dafür Sorge, dass die Mikrofinanz-Institute den hohen ethischen und sozialen Vorgaben gerecht werden.

 

Damit die Mikrofinanz-Fonds für die Anleger eine gute Rendite erwirtschaften und Risiken vermeiden, wird meist in verschiedene Mikrofinanz-Institute in unterschiedlichen Regionen investiert. So können mögliche Zahlungsausfälle, beispielsweise durch Unwetter oder kriegerische Auseinandersetzungen, ausgeglichen werden.

 

Da Mikrofinanz-Fonds unabhängig von den Schwankungen der internationalen Aktienmärkte sind, liegen die Wertzuwächse bei etwa zwei bis drei Prozent. Ein Ertrag, der in Zeiten der Null- und Niedrigzinsen Anleger durchaus befriedigen kann.

 

 

Mikrofinanz-Fonds: Seit 5 Jahren für private Investoren verfügbar

Die Fondskategorie Mikrofinanz-Fonds gibt es erst seit zehn Jahren in Deutschland. Anfangs waren diese Fonds nur für institutionelle Anleger verfügbar.

 

Der Mikrofinanz-Fonds Invest in Visions (IIV) war dann vor fünf Jahren der erste Fonds dieser Kategorie, der für private Anleger geöffnet wurde. Seit dem hat der IIV in keinem Jahr einen Wertverlust verzeichnen müssen und konnte eine durchschnittliche Rendite von 2,5 Prozent erzielen. IIV hat bislang rund 64.000 Mikrokredite finanziert.

 

Der IIV musste im vergangenen Jahr zeitweilig wegen zu hoher Beteiligungen geschlossen. Diese seltene Entwicklung zeigt, dass Anleger ein hohes Interesse am Thema Mikrofinanz und ethische Geldanlagen entwickelt haben.

 

In diesem Jahr wurde auch der Mikrofinanz-Fonds Dual Return Fund – Vision Microfinance für private Anleger geöffnet. Der Dual Return Fund ist seit zehn Jahren am Markt für institutionelle Anleger und hat bereits 234.000 Mikrokredite finanziert. Es wurden über 695 Mio. US-Dollar an 258 verschiedene Mikrofinanz-Institute in über 50 Ländern der Erde vergeben.  Der Fonds realisierte bislang Erträge von jährlich durchschnittlich 2,9 Prozent.

 

 

 

 

Ethische Geldanlagen – Engagement und Erträge

Anschubfinanzierung für ein selbstbestimmtes Leben anstelle von Almosen – Mikrokredite zahlen sich aus. Für die Menschen vor Ort genauso, wie für die Investoren in Mikrofinanz-Fonds hierzulande. Denn mit ethischen und sozialen Geldanlagen lassen sich gute Erträge erwirtschaften und das mit wenig Schwankungsrisiken.

 

Informiere Dich bei Klimafonds über Deine Geldanlagen und fülle den einfachen Fragebogen aus.

 

 

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 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.

 

 

 



10. November 2016

[schema type=”review” description=”Zusammenfassung: Klimaschutz und sichere, ertragreiche Geldanlagen schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Mit Erneuerbaren Energien Fonds kannst du die Energiewende finanziell unterstützen und selbst eine attraktive Rendite erwirtschaften. Gut also, auch im Finanzbereich auf regenerative Energien zu setzen.” ]

 

 

Viele Anleger setzen auf gute Erträge - ökonomisch und ökologisch.
Viele Anleger setzen auf gute Erträge – ökonomisch und ökologisch.

Umwelt- und Klimaschutz sind große politische Themen unserer Zeit. Aber auch im Alltag gibt es unendliche viele Möglichkeiten, wie Du Dich für diese Ziele einsetzen kannst. Zum Beispiel durch Deinen Konsum, denn als Verbraucher hast Du eine große Marktmacht, schließlich wollen alle Anbieter nur Dein Bestes, nämlich Dein Geld. Kritiker bemängeln oftmals, dass beispielsweise ökologisch erzeugte Lebensmittel um ein vielfaches teurer und so nicht für jeden erschwinglich sind. Zu diesem Thema gibt es eine Menge brauchbarer Ratgeberseiten und Life Hacks.

 

Deshalb wollen wir Deinen Blick auf die Dinge richten, die nicht immer unmittelbar mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werden: Deine Geldanlagen! Dazu eine gute Nachrichten: Gerade in diesem Bereich gibt es viele ausgezeichnete Möglichkeiten, den Lauf der Welt mitzubestimmen, beispielsweise durch Investitionen in erneuerbare Energien. Zweite gute Nachricht: Diese Geldanlagen sind nicht „teurer“ als konventionelle Investments – oder kurz gesagt: klimafreundlichen Investments bringen attraktive Erträge für Dich und für die Welt.

 

 

Dekarbonisierung aktiv umsetzen

Die globale Klimakrise zu bewältigen, ist eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt. Das ist mittlerweile auch bei den Hauptverursachern, den führenden Industrienationen angekommen. Entsprechend haben die G7-Staaten im vergangenen Jahr die Dekarbonisierung beschlossen, also den hundertprozentigen Verzicht auf die fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und -gas. Stattdessen sollen erneuerbare Energien stärker forciert werden.

 

Deutschland hat – auch unter dem Einfluss der Reaktorkatastrophe von Fukushima – die Energiewende mit dem schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie eingeleitet und setzt nun auch vermehrt auf regenerative Energien. Auch wenn die Umsetzung teilweise noch recht zögerlich vorangeht, wird immer mehr Menschen klar, dass die Energiequellen der Zukunft nicht tief unter der Erde liegen und unseren Planeten weiter schädigen. Sonne, Wind und Wasser liefern dagegen Energie kostengünstig, klimaverträglich und in ausreichendem Maße.

 

 

Erneuerbare Energien fördern

Um die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen voranzubringen, müssen entsprechende Anlagen aufgebaut werden. In Europa liegt der Anteil von erneuerbaren Energien bei neugebauten Anlagen bei mehr als 70 Prozent, doch es gibt noch viel zu tun. Da diese Anlagen auch finanziert werden müssen, eröffnen sich hier ausgezeichnete Möglichkeiten für klimafreundliche Geldanlagen.

 

Erneuerbare Energien Fonds sind Themenfonds, die Dir die Gelegenheit bieten, Dein Geld sinnvoll und zum Wohl des Klimas anzulegen. Du investierst hier beispielsweise in Solar- und Windparks, in Wasserkraftwerke, Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien oder auch in Unternehmen, die bewusst ihre CO2-Emissionen gering halten. Diese Fonds bieten Dir nicht nur die Sicherheit, dass Dein Geld in klimafreundliche Projekte investiert wird, sondern sind zugleich auch eine sichere Geldanlage mit attraktiven Renditen.

 

 

Fünf interessante Erneuerbare Energien Fonds

Klimafreundliche Geldanlagen stressfrei via Internet - mit kompetenter Beratung.
Klimafreundliche Geldanlagen stressfrei via Internet – mit kompetenter Beratung.

Aktuell gibt es eine Vielzahl von Investmentfonds aus dem Bereich der erneuerbaren Energien im Markt. Da ist es nicht leicht, die richtige Auswahl zu treffen und genau zu prüfen, welche Projekte und Unternehmen im Detail enthalten sind. Bei den Fonds und Musterdepots von Klimafonds kannst du stets sicher sein, dass es sich um klimafreundliche und nachhaltige Investmentfonds handelt die Deinen und unseren hohen ökologischen und sozialen Ansprüchen genügen und dabei auch ökonomisch auf sicheren Füßen stehen.

 

Damit du Dir ein besseres Bild von Erneuerbare Energien Fonds machen kannst, stellen wir Dir fünf konkrete Produkte vor, die sich in einem gemeinsamen Portfolio in den letzten fünf Jahren gut entwickelt haben. Konkret wurden 100.000 Euro auf die fünf Fonds zu gleichen Teilen angelegt. Zusammen verzeichneten die Fonds nach einer Laufzeit von fünf Jahren eine Wertsteigerung von rund 44 Prozent, Erträge, die sich in den aktuellen Niedrigzinszeiten sehen lassen können.

 

1. Vontobel

Der Vontobel Fund – New Power A-EUR wird von der Luxemburger Fondsgesellschaft Vontobel Management S.A. herausgegeben. Dabei handelt es sich um einen leistungsstarken Aktienfonds, der in den letzten fünf Jahren eine Performancesteigerung von fast 60 Prozent erreichen konnte. Vontobel investiert dabei weltweit in regenerative Energien sowie in Projekte zur Verbesserung von Energieeffizienz.

 

2. DNB

DNB – Renewable Energy A wird von der Fondsgesellschaft DNB Asset Management S.A. emittiert. Der Aktienfonds erwirtschaftete während einer fünfjährigen Laufzeit ein sattes Plus von rund 50 Prozent. Investiert wird ebenfalls im Bereich erneuerbarer Energien.

 

3. Pictet

Pictet – Clean Energie-P EUR ist ein Aktienfonds der Pictet Asset Management S.A. In den letzten fünf Jahren konnte dieser Fonds einen Zuwachs knapp unter 50 Prozent verzeichnen. Schwerpunkte des Investments sind Technologien für klimafreundliche Energieerzeugung und verbesserte Energieeffizienz. Ein besonderer Nachhaltigkeitsaspekt bei diesem Fonds: zwei Drittel der Anlagen werden in Unternehmen investiert, die zu reduzierten CO2-Emissionen beitragen.

 

4. Robeco

Der Investmentfonds RobecoSAM Smart Energy Fund B der GAM S.A. erzielte in den letzten fünf Jahren ein Plus von rund 39 Prozent. Bei diesem Fonds werden mindestens 80 Prozent der Anlagen in erneuerbare Energien einschließlich Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieversorgung investiert

 

5. JSS Multi Label

JSS Multi Label SICAV – New Energy Fund (EUR) B ist ein Fonds der J. Safra Sarasin LU. Dieser Investmentfonds existiert bereits seit dem Jahr 2000 und zählt damit zu den Pionier-Produkten im Markt der nachhaltigen Kapitalanalgen. Der Klassiker erwirtschaftete in den letzten fünf Jahren ein Plus von rund 23 Prozent. Das angelegte Geld wird vollständig in die Bereiche erneuerbare Energien und Verbesserung der Energieeffizienz investiert.

 

 

Geldanlagen komfortabel und klimaschonend

Wenn Du Dein Geld klimafreundlich anlegen willst, hast Du also verschiedene Möglichkeiten, aber auch bei Erneuerbaren Energien Fonds kommt es – wie bei vielen Dingen des Lebens – auf die richtige Zusammenstellung an. Du hast also auch immer einen gewissen Aufwand. Denn gleichgültig, ob Du auf einen Schlag eine bestimmte Summe angelegen willst oder lieber Monat für Monat einen Betrag ansparst: Deine Anlagen müssen gepflegt und die Erträge versteuert werden. Gut, wenn Dir dabei ein erfahrener und verlässlicher Partner zur Seite steht. Klimafonds bietet Dir einen kompetenten und komfortablen Rundum-Service via Internet, für den Du nicht einmal das Haus verlassen musst.

 

Informiere dich über Deine optimale Anlagestrategie und fülle den Fragebogen aus. Klimafonds berät dich dann zu Deinem klimaschonenden Anlagekonzept.

 

Und nicht vergessen: Wenn du Dein optimales Anlagekonzept gefunden hast, kannst Du Deine positiven Erfahrungen mit anderen teilen, denn hier können viele Menschen zusammen sehr viel erreichen.

 

 

 Gerd SW300x300 Gerd Junker, Klimafonds-Experte: Die Welt ist extrem komplex. Sinnvolle Geldanlagen können jedoch einfach sein. Bei Klimafonds finden wir die passende Lösung für Eure Bedürfnisse. Mehr Klimafonds findet Ihr auf Facebook, Google+ und  Twitter.